Turney Duff The Buy Side

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Inhaltsangabe zu „The Buy Side“ von Turney Duff

An der Börse gibt es eine klare Hackordnung: Die Trader auf der „Buy Side“, die mit dem Geld milliardenschwerer Klienten jonglieren, sind die Herren im Ring. Die Kollegen auf der „Sell Side“ arbeiten für die Broker, die die Orders der Buy Side ausführen. Turney Duff schaffte es auf die „Buy Side“. In seinen besten Zeiten erzielte er ein siebenstelliges Jahreseinkommen – und lebte in Saus und Braus. Penthouse, Luxus, Alkohol und Drogen – er ließ so gut wie nichts aus. Erst als ihn das Kokain fast umgebracht hatte, schaffte er den Absprung. Turney Duff nimmt den Leser mit auf eine Reise in eine Welt voller Exzesse und Korruption, wie wir sie uns kaum vorstellen können.

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  • "Ich habe es für mich selbst geschrieben. Ich musste es einfach schreiben."

    The Buy Side
    R_Manthey

    R_Manthey

    20. August 2015 um 10:59

    Das teilt der Autor seinen Lesern auf der letzten Seite über die Entstehungsgeschichte dieses Buches mit. Damit scheint es mehr zur Eigentherapie von Turney Duff zu gehören als zu informativer Börsenliteratur. Wer also tatsächliche Insider-Geschichten erwartet, wird vielleicht enttäuscht werden. Andere Leser, die hinter den Mauern der Wall Street schon immer Korruption und Kriminalität vermutet haben, finden in diesem Buch mit Sicherheit Bestätigung. Aber tatsächlich geht es nur um die persönliche Geschichte eines Absturzes in Raten, die Duff in allen Einzelheiten vor seinen Lesern ausbreitet. Duff studierte Journalismus, fand aber keinen Job. In dieser Situation rief er seinen Onkel an, der ihm einige Bewerbungsgespräche bei Banken verschaffte, aus denen letztlich Duffs erster Job auf der Verkäufer-Seite entsprang. Banken und Broker verkaufen großen Geldanlegern (der Käufer-Seite) ihre Dienste. Seine Tätigkeit beschränkte sich jahrelang mehr oder weniger darauf "Mädchen für alles" zu sein. Zwar hatte er keine Ahnung vom wirklichen Börsengeschäft, aber das hielt ihn nicht davon ab, unbedingt Trader werden zu wollen, was er schließlich auch irgendwann über seine inzwischen entstandenen Beziehungen erreichte. Er wechselte zu einem Hedgefond und wurde dort Händler mit dem Schwerpunkt "Healthcare". Was man darüber in diesem Buch lernen kann, beschränkt sich auf die Beschreibung verbotener Geschäfte, die alle in irgendeiner Form Auswüchse des Insider-Handels sind. Beispielsweise beschäftigte der Hedgefond seine Broker mit zahlreichen kleinen Aufträgen, bei denen es nur darum ging, Gebühren, also Gewinne für die Leute dort zu erzeugen. Die so Beschenkten revanchieren sich später, in dem sie den Fond beispielsweise bei Zuteilungen von Neuemissionen bevorzugen oder ihm kursrelevante Informationen vor ihrer Veröffentlichung übermitteln. Das ist, so wie im Buch beschrieben, alles strafbar, aber schwer nachzuweisen. Wenn man das alles nicht schon vorher gewusst oder geahnt hat, wird es vielleicht überraschen. Aber dann war man wohl auch recht naiv. Ernsthafte Trader sollten nicht erwarten, dass sie in diesem Buch relevante Informationen finden. Duff schreibt über seine "Methode" (S. 184): "Ich schätze, dass meine unorthodoxe Trading-Methode teilweise der Tatsache geschuldet ist, dass ich auf keine andere Fertigkeit im traditionellen Wall-Street-Sinne zurückgreifen kann. Das Lesen von Research ist ein Schlafmittel für mich, Börsennachrichten regen mich nicht auf und ich stehe nicht auf Technische Analyse. Ich vertraue meinen Instinkten. Und bisher funktioniert es sehr gut." Bei einem Grundgehalt von 200.000 Dollar und einem Bonus in mehrfacher Höhe dieser Summe, kann er zunächst ziemlich gut von seinen Instinkten leben. Er geht auch außerhalb des Hedgefonds seinen Instinkten nach. Um seine innere Leere zu überspielen, die er wohl wegen des ganzen egomanischen Rummels nicht wirklich bewusst wahrnimmt, beginnt er irgendwann Koks zu schnupfen. Und damit fängt sein Abstieg an, bei dem ihm am Ende nach Entziehungskuren alles entglitten sein wird. Den Schlusspunkt stellt dieses Buch dar, von dem man nicht wirklich weiß, was es einem eigentlich sagen will. Aber auch das kann nicht verwundern, wenn es der Autor eigentlich nur für sich geschrieben hat. Was man in diesem Buch vorfindet, ist die Geschichte eines wilden und unglücklichen Lebens vor dem Hintergrund der korrupten amerikanischen Finanzwelt. Nicht mehr und nicht weniger. Dem Autor geht es nicht darum Strukturen, Methoden oder gar das ganze System zu beschreiben. Das war weder seine Absicht, noch scheint er dazu überhaupt in der Lage zu sein. Dass mir das Buch dennoch gefallen hat, liegt einzig daran, dass es ein persönliches Schicksal schildert, dabei wohl relativ ehrlich ist und einen gewissen Einblick in die Denkweise von Leuten vermittelt, die glauben, sie stünden aus welchen Gründen auch immer über allem.

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