Tuvia Tenenbom

 3.8 Sterne bei 25 Bewertungen
Autor von Allein unter Juden, Allein unter Deutschen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Tuvia Tenenbom

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Tuvia TenenbomAllein unter Juden
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Allein unter Juden
Allein unter Juden
 (12)
Erschienen am 10.11.2014
Tuvia TenenbomAllein unter Deutschen
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Allein unter Deutschen
Allein unter Deutschen
 (6)
Erschienen am 07.06.2015
Tuvia TenenbomAllein unter Flüchtlingen
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Allein unter Flüchtlingen
Allein unter Flüchtlingen
 (2)
Erschienen am 06.03.2017
Tuvia TenenbomAllein unter Amerikanern
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Allein unter Amerikanern
Allein unter Amerikanern
 (2)
Erschienen am 10.10.2016
Tuvia TenenbomFett wie ein Turnschuh
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Fett wie ein Turnschuh
Fett wie ein Turnschuh
 (1)
Erschienen am 14.04.2014
Tuvia TenenbomAllein unter Flüchtlingen
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Allein unter Flüchtlingen
Allein unter Flüchtlingen
 (2)
Erschienen am 06.03.2017
Tuvia TenenbomAllein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise
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Allein unter Deutschen: Eine Entdeckungsreise
Tuvia TenenbomAllein unter Juden: Eine Entdeckungsreise durch Israel
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Allein unter Juden: Eine Entdeckungsreise durch Israel

Neue Rezensionen zu Tuvia Tenenbom

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Neuneuneugierigs avatar

Rezension zu "Allein unter Juden" von Tuvia Tenenbom

Sehr interessant
Neuneuneugierigvor 2 Monaten

"Bitterböse", sehr authentisch (zumindest scheint es so, wenn man sich über #tuviatenenbom informiert) und ganz anders. Und nein, ich habe ich sein früheres Werk nicht gelesen. Doch scheint er vielen, viel zu ehrlich, als dass man es ertragen könnte. Das Buch teilt und vereint einen. Man diskutiert und argumentiert mit ihm. Stimmt ihm zu und ist wütend. Doch nach der Lektüre versteht man vieles doch einfach besser auch wenn man das vielleicht nicht immer zugeben möchte. Die Geschichte und Meinungs-Impfung ist schon sehr tief in uns verwurzelt. 
.
Ein halbes Jahr Israel Aufenthalt, mal als Jude, ganz oft als Österreicher und manchmal als Araber. Tuvia Tetenbom dort aufgewachsen, dann ausgewandert in die USA, studierter Künstler und Rabbiner besucht sein Heimatland und blickt "hinter die Kulissen". 

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sabatayn76s avatar

Rezension zu "Allein unter Flüchtlingen" von Tuvia Tenenbom

‚Durch die Öffnung seiner Grenzen für die Flüchtlinge hat sich Deutschland [...].'
sabatayn76vor einem Jahr

‚Durch die Öffnung seiner Grenzen für die Flüchtlinge hat sich Deutschland große Anerkennung erworben. Doch durch die absolute Planlosigkeit, was mit den Flüchtlingen zu tun ist, sobald sie einmal im Land sind, hat es ihr Schicksal besiegelt. Was die Flüchtlinge in diesen Lagern durchmachen - von endloser Langeweile über erschreckende Messerstechereien, kaputte Toiletten und fades Essen bis zum Zusammenpferchen ehemaliger Feinde und der mangelhaften Hygiene in allen Räumen -, wird Folgen für ihr gesamtes späteres Leben haben.‘

Tuvia Tenenbom ist durch Deutschland gereist, um ein Buch über Flüchtlinge zu schreiben. Unterwegs sucht er Personen auf, die aus ihrer Heimat geflohen sind, und solche, die Flüchtlingen helfen wollen, spricht mit Menschen, die keine Flüchtlinge im Land haben möchten, stellt Politikern wie Gregor Gysi, Frauke Petry und Henriette Reker unangenehme Fragen, interviewt Lutz Bachmann und Akif Pirinçci, trifft sich mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland und mit Antifa-Aktivisten, besucht Flüchtlingsheime in Berlin, in ostdeutschen und bayerischen (Klein-) Städten und in anderen Regionen Deutschlands - und stellt so Vergleiche an und versucht zu verstehen, was in Deutschland passiert und warum es passiert ist.

Tenenbom schreibt bissig und bitterböse, wobei mich sein Schreibstil und sein Humor bisweilen an Bill Bryson erinnert haben. Und wie bei Bryson war ich mir beim Lesen nicht immer sicher, ob das Ganze noch amüsant oder zu zynisch und unter der Gürtellinie ist. Auch nach der Lektüre bin ich mir nicht 100%ig sicher, wie ich Tenenbom einordnen soll, aber dass er mit ‚Allein unter Flüchtlingen‘ frischen Wind in die Flüchtlingsdiskussion bringt, dass er Dinge nicht schwarz/weiß sieht, sondern komplex betrachtet, und dass er dem Leser durch unbequeme Fragen an seine Interviewpartner Neues vermittelt, dessen bin ich mir sicher.

Tenenbom lässt oft kein gutes Haar an den im Buch erwähnten Personen, obwohl deutlich wird, dass er Araber und Deutsche mag und schätzt. Und er zeigt die menschliche Seite von erklärten Bösewichtern wie Petry oder Pirinçci. Das ist für viele Leser sicher unangenehm, weil eine Glorifizierung von Hilfesuchenden und Hilfeleistenden sowie eine Verteufelung von Rassisten und Xenophoben sicher einfacher und bequemer ist, doch Tenenbom gelingt damit etwas, das Seltenheitswert hat: Er zeigt, dass es kein simples Gut und Böse gibt, dass alles zwei Seiten hat, dass die Öffnung der Grenzen, die ich voll und ganz befürworte und für die ich Angela Merkel sehr wertschätze, auch eine hässliche Seite hat, die mir trotz aktiver Flüchtlingshilfe in einem kleinen baden-württembergischen Ort entgangen ist, vielleicht weil die Uhren dort anders tickten und die ehrenamtliche Hilfe dort besonders gut funktioniert hat. Tenenbom zeigt aber: Solche räumlichen und personellen Gegebenheiten wie in einer wohlhabenden Kleinstadt sind die Ausnahme, die Regel trifft man in Einrichtungen wie dem Tempelhofer Flüchtlingszentrum an.

Obwohl ich anfangs ambivalent war, ob ich Tenenbom nicht doch ein wenig zu boshaft und negativ finde, musste ich mir im Laufe der Lektüre eingestehen, dass ich den Autor mit seiner frotzeligen Art und seinem schwarzen Humor mag, zumal er zwischendurch immer wieder von seinen Gefühlen übermannt wurde, über diese offen schreibt und dadurch wunderbar menschlich wirkt.

‚Allein unter Flüchtlingen‘ war mein erstes, aber sicherlich nicht mein letztes Buch von Tenenbom, der durch seine Fragen und durch seine Betrachtungen meine heile Welt bisweilen auf den Kopf zu stellen vermochte, wofür ich ihm ehrlich dankbar bin.

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Knigaljubs avatar

Rezension zu "Allein unter Flüchtlingen" von Tuvia Tenenbom

Befeuert die Flüchtlingsdebatte in Deutschland
Knigaljubvor 2 Jahren

Tenenbom provoziert. Dieses Mal wird er auf die Reise nach Deutschland geschickt, um sich anzusehen, was es mit "den" Flüchtlingen da so auf sich hat. Wie immer lässt er sich nicht so schnell abschütteln, versucht, alle Beteiligten zu Wort kommen zu lassen und geht auf gewohnt beharrliche Weise vor, um sich seine Informationen zu beschaffen.

Es ist ein Blick in Aufnahmeeinrichtungen, individuelle Schicksale und auch auf die Deutschen, die von der gesellschaftlichen Meinung abweichen. Frauke Petry bekommt ein eigenes Kapitel und steht besser da als mancher Grünenpolitiker. Beinahe Mitleid entsteht mit denen, die von der Gesellschaft als rechts abgestempelt sind und denen entsprechend Steine in den Weg gelegt werden. Immer wieder stellt Tenebom die Frage "Warum macht Deutschland das?", sei es in Bezug auf die Willkommenskultur, auf Meinungsfreiheit oder auch in Bezug auf die beschämenden Zustände in den Erstaufnahmeeinrichtungen.

Insgesamt ein interessanter Außenblick auf Deutschland. Ein Buch, das sich (typisch Tenenbom) flüssig liest und zum Nachdenken anregt.

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