Tyrell Johnson

 4 Sterne bei 75 Bewertungen

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Wie Wölfe im Winter

Wie Wölfe im Winter

 (72)
Erschienen am 02.01.2018

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Rezension zu "Wie Wölfe im Winter" von Tyrell Johnson

Gelungener postapokalyptischer Thriller
Hinkenpinkenvor 2 Monaten

Darum geht es

Eine Grippeepidemie hat den Großteil der Menschheit ausgelöscht.
Die Überlebenden der Familie MacBride haben der Zivilisation den Rücken gekehrt und sich in die Einsamkeit des eisigen Yukon zurückgezogen. Seit nunmehr sieben Jahren lebt die Familie dort und hat den Kampf ums Überleben aufgenommen. Ihre Tage sind eintönig und bestehen größtenteils aus Schnee, Kälte, Hunger, Jagen und Fischen. Doch das ändert sich, als eines Tages ein Fremder auftaucht...

Ich sage dazu

Wow, das kam überraschend!

Das Buch beginnt bedächtig. Es spiegelt sehr gut die Eintönigkeit, aus der das Leben der Familie besteht. Das ändert sich erst, als der Fremde auftaucht. Ab diesem Moment legte die Geschichte derart an Tempo zu, dass ich sie nicht mehr aus der Hand legen konnte. Ich gebe zu, dass ich, nach dem zögerlichen Anfang nicht damit gerechnet hatte.

Erzählt wird aus Sicht der 23-jährigen Lynn, die zwar immer wieder betont, dass sie eine erwachsene Frau sei, mir jedoch das Gefühl gab, es eher mit einem Teenager zu tun zu haben.

Ihr Onkel Jeryl, den man wohl getrost als Familienoberhaupt bezeichnen kann, ist ein handwerklich begabter und besonnener Mann, der in der Regel erst einmal nachdenkt, bevor er handelt.

Die restlichen Familienmitglieder, Lynns Mutter Mary, ihr Bruder Ken und Ramsey, der überlebende Sohn von Jeryls bestem Freund, bleiben eher blass. Man erfährt nicht viel über ihr Denken und Handeln.

Lynn hat sich zwar an das einsame Leben im Yukon gewöhnt und genießt es sogar in gewisser Weise, würde aber trotzdem gerne wissen, wie es inzwischen im Rest der Welt aussieht. Sie trauert noch immer über den Verlust ihres Vaters, der dem Grippevirus zum Opfer
gefallen ist und an dem sie sehr gehangen hat. Er war es auch, der ihr schon in jungen Jahren das Jagen und den Umgang mit einem Bogen beigebracht hat.

Als der Fremde – Jax – plötzlich auftaucht, begegnet ihm die Familie zunächst mit Misstrauen. Denn schnell wird klar, dass er etwas verheimlicht und dass er verfolgt wird. Mit ihm platzt die Blase, in der die Familie in den letzten Jahren gelebt hat. Die MacBrides müssen erkennen, dass Moral und Menschlichkeit in dieser neuen Welt nicht mehr von Bedeutung sind.

Der Schreibstil von Tyrell Johnson hat mir sehr gut gefallen. Eindringlich und atmosphärisch erschafft er eine postapokalyptische Welt, die mich frösteln ließ und das nicht nur aufgrund der Bilder von einer eisigen Landschaft, die ich vor meinem inneren Auge sehen konnte. In kleinen Rückblicken erfährt man nach und nach, was passiert ist und was die Apokalypse ausgelöst hat. Ein Szenario, dass ich sehr erschreckend fand, weil es gar nicht mal so unrealistisch ist.

Auch wenn er es nicht geschafft hat, mich davon zu überzeugen, dass es sich bei seiner Heldin Lynn um eine erwachsene Frau handelt, mochte ich sie doch. Sie zeichnet wohl am ehesten ihre Dickköpfigkeit und ihr unbedingter Überlebenswille aus.

Noch besser gefallen hat mir allerdings Jax. Er entwickelt sich von einem einsamen, schweigsamen Fremden, der aufgrund seiner Vergangenheit noch nicht viel Gutes in seinem Leben erfahren hat,
zu einem liebenswerten Mann, der plötzlich erkennen muss, dass es auch in dieser dystopischen Welt noch immer Menschen gibt, die füreinander einstehen.

Mein Fazit

Gelungener postapokalyptischer Thriller, den ich nicht aus der Hand legen konnte.

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Rezension zu "Wie Wölfe im Winter" von Tyrell Johnson

Die Welt wie wir sie kennen existiert nicht mehr
Mali133vor 3 Monaten

"Wie Wölfe im Winter" ist ein Roman von Tyrell Johnson und ist erstmals 2018 im Harper Collins Verlag erschienen.

Klappentext:
Lynn McBrides Überlebensregeln:
1. Vergiss dein altes Leben, denke niemals an Pizza, Schokolade, Kinofilme, Mikrowellen, den Sommer, die Grippe-Epidemie ...
Denke vor allem niemals an deinen Vater in seinen letzten Tagen, die eingesunkenen Augen, die zerbrechlich erscheinenden Hände ...
2. Lerne, Tiere zu jagen, zu zerlegen und zu kochen - ohne dich dabei zu übergeben!
3. Arrangiere dich mit der Kälte, den kargen Holzhütten und Schnee, Schnee und noch mehr Schnee!
4. Beschütze den Rest deiner Familie mit allen Mitteln! Selbst wenn das bedeutet, dass du einem Wildfremden in den eisigen Norden folgst, um einen Mann zu töten, den du noch nicht einmal kennst.
5. Vertraue niemandem!

Fazit:
Beim Stöbern auf Lovelybooks bin ich auf dieses Buch gestoßen, da ich das Cover ansprechend fand. Auch die Inhaltsangabe hatte mich neugierig gemacht und somit war klar dass ich das Buch gerne lesen würde. Es stand jetzt schon einige Zeit im Regal und nun hatte ich endlich Zeit es zu lesen. Was soll ich sagen....ich frage mich warum ich es nicht schon eher gelesen habe, weil mir das Buch wirklich gut gefallen hat.

Der Schreibstil des Autors liest sich sehr angenehm, wobei man stellenweise noch merkt dass es sein erster Roman ist. Das fand ich aber überhaupt nicht schlimm, es gibt weitaus schlechtere Erstlingswerke. Die Charaktere werden detailliert beschrieben und wirken lebendig und glaubwürdig. Auch die Handlungsorte beschreibt der Autor sehr anschaulich und man kann sich gut in die Geschichte einfühlen, vor allem in die eisige Kälte im Yukon.

Das Buch ist in vier größere Abschnitte eingeteilt, welche sich wiederum in einzelne Kapitel unterteilen. Diese haben eine angemessene Länge, wodurch es kein Problem ist das Buch zwischendurch zu unterbrechen. Erzählt wird aus der Sicht von Lynn, welche vor vielen Jahren mit ihrer Familie in den Yukon geflüchtet ist. Sie wollten so dem Krieg und der Grippewelle entgehen, was auch viele Jahre den Umständen entsprechend gut funktioniert hat. Doch früher oder später holt die Vergangenheit einen ein und als Lynn auf einen Fremden stößt, welchen sie zum Essen nach hause einlädt, beginnt die bisherige Idylle langsam zu bröckeln. Lange gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und ein Kampf ums Überleben beginnt.

Mir hat das Buch wie anfangs schon erwähnt sehr gut gefallen und ich würde es jedem weiterempfehlen, der sich für Bücher mit Endzeitszenarien interessiert. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und hat teilweise ein offenes Ende. Theoretisch wäre also auch ein Nachfolger nicht undenkbar, aber ich finde das nicht unbedingt notwendig.

Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

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Rezension zu "Wie Wölfe im Winter" von Tyrell Johnson

Tolles Setting mit einer interessanten dystopischen Handlung
Brunhildivor 8 Monaten

Meine Meinung:
Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es zeigt eine Person, die sich vor dem Schnee und der Kälte schützt. Obwohl es recht schlicht ist und der Großteil wirklich nunr aus dem Text besteht, wirkt es auf mich stimmig und gefällt mir.

Bei diesem Buch handelt es sich um den Debütroman von Tyrell Johnson. An seinen Schreibstil musste ich mich zu Beginn erst ein wenig gewöhnen. Er ist zwar flüssig, wirkte aber sehr distanziert und unterkühlt. Dies brachte das dystopische Ambiente natürlich perfekt rüber und passte sehr gut zum Setting.

Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass man jederzeit Einblick in die Gedankenwelt der Protagonistin hat. Wir begleiten hier die 23-jährige Gwendolynn, die sich allerdings nur Lynn nennt. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Bruder zurückgezogen am Yukon, nachdem die sogenannte Asiatische Grippe fast die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Hoch oben in den eisigen Bergen kämpfen sie ums Überleben. Dies hat Gwendolynn sehr stark gemacht und sie scheint mir sehr reif für ihr Alter zu sein. Allerdings fehlte es bei ihr auch oft an Emotionen, zumindest versucht sie oft sie nicht zu zeigen. Alle Charaktere haben in meinen Augen jederzeit authentisch und nachvollziehbar gehandelt.

Die Handlung hat mir persönlich eigentlich ganz gut gefallen. Die meiste Zeit verbringt man draußen in der kalten Schneelandschaft. Diese hat Tyrell Johnson wirklich perfekt dargestellt und gut rüber gebracht. Immer wieder hatte ich das Gefühl, selbst dort im Schnee zu stehen. Wir begleiten Gwendolyn mehrmals beim Spurenverfolgen, Jagen oder durch andere spannende und gefährliche Situationen. Mir hat das Setting unglaublich gut gefallen, auch wenn ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten hatte, in das Buch hinein zu kommen. Es gibt in jedem Kapitel auch kürzere Rückblicke, die vor dem Ausbruch der Asiatischen Grippe gespielt haben. Dort sieht man, wir Lynns Leben vorher war und erhält auch ein paar Hintergrundinformationen. Hier möchte ich euch aber natürlich nicht zu viel vorweg nehmen.


Fazit:
Mit "Wie Wölfe im Winter" hat Tyrell Johnson eine Endzeitstory geschaffen, die mich mit dem Setting und den dazu passenden Schreibstil auf jeden Fall überzeugen konnte. Auch wenn ich zu Beginn ein paar kleinere Schwierigkeiten hatte, in das Buch hinein zu finden, wollte ich es danach nicht mehr so schnell aus der Hand legen.

4/5 Punkte
(Sehr gut)

Vielen Dank an den Verlag HarperCollins zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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Gespräche aus der Community

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"Ein brillianter postapokalyptischer Thriller, teil Coming Of Age-Story, teils epischer Kampf ums nackte Überleben. Fans der "Tribute von Panem" werden Wolves' hartgesottene Heldin Lynn und ihre aufregende Reise durch die eisige, feindliche Landschaft lieben. Clever, faszinierend, kinoreif - die Geschichte hat mir eine wohlige Gänsehaut beschert."  (Peter Clines, Autor von "Der Spalt")

 

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"Wie Wölfe im Winter" von Tyrell Johnson


ein. Bitte bewerbt euch bis zum 18.12.2017 für eines von 30 Leseexemplaren (Klappenbroschur) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


Über den Inhalt:

Die Welt, wie Lynn sie kannte, existiert nicht mehr, seit ein Grippevirus einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Mit ihrer Familie kämpft sie im eisigen Yukon ums Überleben. Jahrelang haben sie keinen Kontakt zum Rest der Welt gehabt, bis plötzlich ein Fremder erscheint. Er wird verfolgt, und sie nehmen ihn bei sich auf. Doch in dieser neuen Welt ohne Nahrung, ohne Regeln und ohne Moral bringen sich Lynn und die anderen damit in Lebensgefahr …

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Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von

HarperCollins Germany

Letzter Beitrag von  Blausternvor 10 Monaten
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