Wie Wölfe im Winter

von Tyrell Johnson 
4,0 Sterne bei70 Bewertungen
Wie Wölfe im Winter
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Positiv (51):
Mali133s avatar

Ein packender Endzeit-Thriller in eisiger Atmosphäre!

Kritisch (6):
lex-bookss avatar

Leicht zu lesen, aber zu eintönig. Die Heldin schien mir viel zu unreif für ihr Alter.

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Inhaltsangabe zu "Wie Wölfe im Winter"

Die Welt, wie Lynn sie kannte, existiert nicht mehr, seit ein Grippevirus einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Mit ihrer Familie kämpft sie im eisigen Yukon ums Überleben. Jahrelang haben sie keinen Kontakt zum Rest der Welt gehabt, bis plötzlich ein Fremder erscheint. Er wird verfolgt, und sie nehmen ihn bei sich auf. Doch in dieser neuen Welt ohne Nahrung, ohne Regeln und ohne Moral bringen sich Lynn und die anderen damit in Lebensgefahr …

"Ein brillianter postapokalyptischer Thriller, teil Coming Of Age-Story, teils epischer Kampf ums nackte Überleben. Fans der "Tribute von Panem" werden Wolves' hartgesottene Heldin Lynn und ihren aufregende Reise durch die eisige, feindliche Landschaft lieben. Clever, faszinierend, kinoreif - die Geschichte hat mir eine wohlige Gänsehaut beschert." Peter Clines, Autor von "Der Spalt"

"Eine Geschichte, wie sie besser nicht sein könnte: Spannender Plot, Bilder, die einen ín den Bann ziehen und Charaktere, die einen selbst nach dem Zuklappen des Buches noch lange begleiten. Was Tyrell Johnson jedoch am deutlichsten von anderen Autoren abhebt, ist sein meisterhafter Stil. Jedes Wort ist perfekt gewählt, deshalb pulsiert die Story förmlich, vom Anfang bis zum Ende. Das ist Literatur, die gelesen werden muss!" New York Times-Bestsellerautorin Jill Alexander Essbaum

"Von der ersten Seite an wird es deutlich, dass man sich in den Händen eines hochbegabten Geschichtenerzählers befindet. Eine beeindruckende Schilderung einer jungen Frau und den Kämpfen, die sie ausstehen muss. Lynn hat alles, was man sich von einer Romanheldin wünscht: Sie ist zäh, charmant und taff und wird mir noch lange in Erinnerung bleiben. Ein hervorragendes Buch, ich liebe es." Beth Lewis, Autorin von "The Wolf Road"

„Tyrell Johnsons Roman ,Wie Wölfe im Winter‘, (…) , ist ein brillanter postapokalyptischer Thriller ums nackte Überleben“
Rätsel total

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783959671323
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:HarperCollins
Erscheinungsdatum:02.01.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Mali133s avatar
    Mali133vor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Ein packender Endzeit-Thriller in eisiger Atmosphäre!
    Die Welt wie wir sie kennen existiert nicht mehr

    "Wie Wölfe im Winter" ist ein Roman von Tyrell Johnson und ist erstmals 2018 im Harper Collins Verlag erschienen.

    Klappentext:
    Lynn McBrides Überlebensregeln:
    1. Vergiss dein altes Leben, denke niemals an Pizza, Schokolade, Kinofilme, Mikrowellen, den Sommer, die Grippe-Epidemie ...
    Denke vor allem niemals an deinen Vater in seinen letzten Tagen, die eingesunkenen Augen, die zerbrechlich erscheinenden Hände ...
    2. Lerne, Tiere zu jagen, zu zerlegen und zu kochen - ohne dich dabei zu übergeben!
    3. Arrangiere dich mit der Kälte, den kargen Holzhütten und Schnee, Schnee und noch mehr Schnee!
    4. Beschütze den Rest deiner Familie mit allen Mitteln! Selbst wenn das bedeutet, dass du einem Wildfremden in den eisigen Norden folgst, um einen Mann zu töten, den du noch nicht einmal kennst.
    5. Vertraue niemandem!

    Fazit:
    Beim Stöbern auf Lovelybooks bin ich auf dieses Buch gestoßen, da ich das Cover ansprechend fand. Auch die Inhaltsangabe hatte mich neugierig gemacht und somit war klar dass ich das Buch gerne lesen würde. Es stand jetzt schon einige Zeit im Regal und nun hatte ich endlich Zeit es zu lesen. Was soll ich sagen....ich frage mich warum ich es nicht schon eher gelesen habe, weil mir das Buch wirklich gut gefallen hat.

    Der Schreibstil des Autors liest sich sehr angenehm, wobei man stellenweise noch merkt dass es sein erster Roman ist. Das fand ich aber überhaupt nicht schlimm, es gibt weitaus schlechtere Erstlingswerke. Die Charaktere werden detailliert beschrieben und wirken lebendig und glaubwürdig. Auch die Handlungsorte beschreibt der Autor sehr anschaulich und man kann sich gut in die Geschichte einfühlen, vor allem in die eisige Kälte im Yukon.

    Das Buch ist in vier größere Abschnitte eingeteilt, welche sich wiederum in einzelne Kapitel unterteilen. Diese haben eine angemessene Länge, wodurch es kein Problem ist das Buch zwischendurch zu unterbrechen. Erzählt wird aus der Sicht von Lynn, welche vor vielen Jahren mit ihrer Familie in den Yukon geflüchtet ist. Sie wollten so dem Krieg und der Grippewelle entgehen, was auch viele Jahre den Umständen entsprechend gut funktioniert hat. Doch früher oder später holt die Vergangenheit einen ein und als Lynn auf einen Fremden stößt, welchen sie zum Essen nach hause einlädt, beginnt die bisherige Idylle langsam zu bröckeln. Lange gehütete Geheimnisse kommen ans Licht und ein Kampf ums Überleben beginnt.

    Mir hat das Buch wie anfangs schon erwähnt sehr gut gefallen und ich würde es jedem weiterempfehlen, der sich für Bücher mit Endzeitszenarien interessiert. Die Geschichte ist sehr gut durchdacht und hat teilweise ein offenes Ende. Theoretisch wäre also auch ein Nachfolger nicht undenkbar, aber ich finde das nicht unbedingt notwendig.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 5 von 5 Sternen!

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    Brunhildis avatar
    Brunhildivor 5 Monaten
    Tolles Setting mit einer interessanten dystopischen Handlung

    Meine Meinung:
    Das Cover hat mich direkt angesprochen. Es zeigt eine Person, die sich vor dem Schnee und der Kälte schützt. Obwohl es recht schlicht ist und der Großteil wirklich nunr aus dem Text besteht, wirkt es auf mich stimmig und gefällt mir.

    Bei diesem Buch handelt es sich um den Debütroman von Tyrell Johnson. An seinen Schreibstil musste ich mich zu Beginn erst ein wenig gewöhnen. Er ist zwar flüssig, wirkte aber sehr distanziert und unterkühlt. Dies brachte das dystopische Ambiente natürlich perfekt rüber und passte sehr gut zum Setting.

    Das Buch ist in der Ich-Perspektive geschrieben, so dass man jederzeit Einblick in die Gedankenwelt der Protagonistin hat. Wir begleiten hier die 23-jährige Gwendolynn, die sich allerdings nur Lynn nennt. Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter, ihrem Bruder zurückgezogen am Yukon, nachdem die sogenannte Asiatische Grippe fast die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Hoch oben in den eisigen Bergen kämpfen sie ums Überleben. Dies hat Gwendolynn sehr stark gemacht und sie scheint mir sehr reif für ihr Alter zu sein. Allerdings fehlte es bei ihr auch oft an Emotionen, zumindest versucht sie oft sie nicht zu zeigen. Alle Charaktere haben in meinen Augen jederzeit authentisch und nachvollziehbar gehandelt.

    Die Handlung hat mir persönlich eigentlich ganz gut gefallen. Die meiste Zeit verbringt man draußen in der kalten Schneelandschaft. Diese hat Tyrell Johnson wirklich perfekt dargestellt und gut rüber gebracht. Immer wieder hatte ich das Gefühl, selbst dort im Schnee zu stehen. Wir begleiten Gwendolyn mehrmals beim Spurenverfolgen, Jagen oder durch andere spannende und gefährliche Situationen. Mir hat das Setting unglaublich gut gefallen, auch wenn ich zu Beginn ein paar Schwierigkeiten hatte, in das Buch hinein zu kommen. Es gibt in jedem Kapitel auch kürzere Rückblicke, die vor dem Ausbruch der Asiatischen Grippe gespielt haben. Dort sieht man, wir Lynns Leben vorher war und erhält auch ein paar Hintergrundinformationen. Hier möchte ich euch aber natürlich nicht zu viel vorweg nehmen.


    Fazit:
    Mit "Wie Wölfe im Winter" hat Tyrell Johnson eine Endzeitstory geschaffen, die mich mit dem Setting und den dazu passenden Schreibstil auf jeden Fall überzeugen konnte. Auch wenn ich zu Beginn ein paar kleinere Schwierigkeiten hatte, in das Buch hinein zu finden, wollte ich es danach nicht mehr so schnell aus der Hand legen.

    4/5 Punkte
    (Sehr gut)

    Vielen Dank an den Verlag HarperCollins zur Bereitstellung eines Rezensionsexemplares!

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    Lese-katze92s avatar
    Lese-katze92vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Packend bis zum Ende...
    Wie Wölfe im Winter

    Nach verheerenden Bombenkriegen und einer weltweiten Grippepandemie steht die Menschheit vor dem Aus. Nur die Stärksten überleben, denn jeder kleine Fehler kann in einer Welt wie dieser, ihr Ende bedeuten. Vertraue dem Falschen und du wirst qualvoll sterben...

    Lynn und ihre Familie haben Glück. Sie haben es rechtzeitig geschafft, vor den Bomben zu fliehen, jedoch leben sie in stetiger Angst vor Fremden oder der gefürchteten, todbringenden Grippe. Geprägt von Einsamkeit und Ödnis fristen sie ein trostloses Dasein im Yukon. Die einzige Abwechslung bieten da gemeinsame Kartenspiele oder die Jagd nach Wild, um ihr Überleben zu sichern. Als Lynn eines Tages auf einem ihrer Streifzüge durch die einsame Wildnis wandert, traut sie ihren Augen nicht. Dort ist ein Fremder mit seinem Hund. Nach kurzem Zögern fasst sie sich ein Herz und geht auf ihn zu, die Neugier und der Zweifel an ihrem Verstand ist einfach zu groß, zu lange hat sie niemand Fremden mehr gesehen. Jax, wie der Unbekannte vorgibt zu heißen, kann ihr leider keine Informationen über den Rest der Welt liefern. Enttäuscht davon, lässt sich Lynn jedoch nicht entmutigen und lockt Jax zur Siedlung, wo sie gemeinsam mit ihrer Familie lebt. Dort sind zunächst alle skeptisch, fassen jedoch langsam Vertrauen zu dem Fremden, jedoch ahnen sie noch nicht, welche Geheimnisse er hütet und wie sehr ihr aller Leben sich ändern wird. Wird es Lynn und ihrer Familie weiterhin gelingen, in einer Welt, wie dieser, zu überleben? Wer ist Jax und wieso ist er alleine unterwegs? Wie viele Menschen haben überhaupt überlebt? Wem kann man noch trauen und um wen sollte man lieber einen großen Bogen machen? 

    Die Handlung und die Atmosphäre der Geschichte haben mich bereits ab den ersten paar Seiten gefesselt, nicht nur die detailreiche Beschreibung der einzelnen Personen, auch die Ausführungen zur Landschaft und den Lebensumständen von Lynn und ihrer Familie, empfand ich als sehr realistisch und zeitweise sehr beklemmend. Dem Autoren ist mit "Wie Wölfe im Winter" ein sehr authentischer und packender Roman, welcher mich als Leserin nachdenklich zurücklässt, da die Darstellung eines weltweiten Krieges und einer Pandemie erschreckend nah an den Möglichkeiten der Realität sind. Der Schreibstil war sehr flüssig, weshalb die Seiten nur so dahinflogen. Aufgrund der stetigen Spannung war es mir zeitweise nur sehr schwer möglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen. Auch gefielen mir die Gedanken von Lynn, die mir zeitweilig sogar einige Lacher entlocken konnten. Oft gelang es mir gut, mich in sie hineinzuversetzen, weshalb mir die Handlung der Geschichte noch realistischer erschien. Wer sich vor Blut oder Jagdszenen ekelt, sollte vielleicht lieber von diesem Buch Abstand nehmen, da es im täglichen Überlebenskampf unvermeidbar ist, etwas oder jemanden zu erlegen bzw. zu töten. Auch durchgehende Actionhandlungen sind eher weniger zu erwarten, die Spannung baut sich auf ihre ganz eigene Art und Weise auf, welche dieses Buch zu etwas Besonderem macht. Die schlichte Covergestaltung passt sehr gut zum Buch und verrät nicht zu viel über dessen Inhalt, dennoch ist es vielleicht genau deshalb ein Hingucker.


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    Blausterns avatar
    Blausternvor 7 Monaten
    Wie Wölfe im Winter

    Nach dem Ausbrechen des Krieges zieht sich ein heftiger Grippevirus durch das Land und rafft den Großteil der Menschheit dahin. Lynns Vater starb daran, und der Rest der Familie machte sich auf ins eisige Yukon, wo sie fortan in einer Hütte leben. Wie zu Urzeiten müssen sie leben, sich ernähren, jagen gehen und die eisigen Winter überstehen. Jahrelang leben sie abgeschieden und wissen nicht, ob es andere Überlebende gibt. Bis eines Tages Jax mit seinem Wolf auftaucht, und das Leben wird interessant gleich gefährlich. Die Organisation Immunity ist ihnen auf der Spur, die alles tun, um den Grippevirus in den Griff zu bekommen bzw. den Erreger herauszufinden. Für sich. Und dabei gehen sie über Leichen.
    Die Geschichte erzählt Lynn aus ihrer Sicht. Ihre Gedanken und Gefühle nehmen einen großen Raum ein, wie sie in dieser abgeschiedenen Welt leben müssen, was nicht immer einfach ist, da sie alles aus ihrer alten Welt entbehren müssen, sie nur unter sich sind und es zunehmend immer eintöniger wird. Noch dazu fehlt ihr der Vater immer mehr, der ihr das liebste Familienmitglied war. Von ihm lernte sie eine Menge, sodass sie jetzt in der Lage war, in der Wildnis zu überleben. Auch wenn sie trotzdem ab und an unüberlegt handelt. Wenn sie in den großen Wald bei Schneesturm allein losrennt und genau wissen müsste, dass sie sich so in große Lebensgefahr bringt. Aber um mal etwas anderes zu erleben, war es ihr das wert. Man ahnt, was es mit dem Vater, der Biologe war, auf sich hatte. Die Schneewelt in den Weiten Kanadas ist gut dargestellt, und man spürt die eisige Kälte des Winters richtig. Die Spannung steigt ab der Mitte des Buches richtig an, und der Schreibstil lässt sich angenehm lesen.

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    LeseBlicks avatar
    LeseBlickvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Grandiose Atmosphäre!
    Schneeweiß

    Inhaltsangabe
    Die Welt, wie Lynn sie kannte, existiert nicht mehr, seit ein Grippevirus einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Mit ihrer Familie kämpft sie im eisigen Yukon ums Überleben. Jahrelang haben sie keinen Kontakt zum Rest der Welt gehabt, bis plötzlich ein Fremder erscheint. Er wird verfolgt, und sie nehmen ihn bei sich auf. Doch in dieser neuen Welt ohne Nahrung, ohne Regeln und ohne Moral bringen sich Lynn und die anderen damit in Lebensgefahr …

    Meine Meinung
    Bei diesem Buch weiß ich auf Anhieb gar nicht, wo ich anfangen soll.
    Nun gut, das Offensichtliche zuerst. Der Titel gefällt mir unheimlich gut.
    In meinen Notizen setze ich ein großes Ausrufezeichen für Titel des Jahres 2018.
    WWIW – Wie Wölfe Im Winter.
    Sieht doch schon wahnsinnig toll aus oder?

    Dann haben die Personen hinter der Covergestaltung meiner Meinung nach ganz große Arbeit geleistet. Wer den Winter und schlichte, aber aussagekräftige Titelbilder mag, kommt an diesem Schmuckstück absolut nicht vorbei.
    Klare Farben, eine passende, einfach, groß dargestellte Schriftart und Lynn als i- Tüpfelchen im Wort Winter.

    Zum Genre ist zusagen, dass ich gar nicht so oft Endzeitromane lese.
    Im Nachhinein mag ich fast sagen, dass dies für dieses Buch ein großer Vorteil war. Denn es hat mich dementsprechend positiv überrascht und fesseln können.
    Hatte ich anfänglich noch Angst vor einem Zombieeinschub (mit denen kann ich nämlich nicht viel anfangen), wusste ich doch recht schnell, dass der Autor in eine andere Richtung geht.
    Tyrell Johnson infiziert uns Leser mit einem tödlichen Grippevirus und es bleibt bei diesem. Keine wandelnden Untoten und so weiter.

    Hinsichtlich handelnder Figuren in der Geschichte beschränkt der Autor sich auf eine kleine Gruppe. Das fand ich gut, denn der Roman wird von einer sehr ruhigen Atmosphäre durchzogen. Unruhe durch eine Vielzahl von Personen hätte diese Stimmung nur zerstört.
    Der Hauptkreis besteht aus der 23-jährigen Lynn, ihrer Mutter, ihrem Bruder Ken, ihrem Onkel Jeryl und dessen Ziehsohn Ramsay.
    Diese Konstellation tritt in der Geschichte nach dem Ende der Menschheit auf.
    Der Großteil der Menschheit hatte keine Chance dem Virus zu entkommen.
    Auch Lynn’s Vater erlag den Symptomen, woraufhin seine Familie von Eagle in Alaska nach Yukon im Nordwesten Kanadas flüchtete. Das Leben der fünf besteht aus dem Ziel des Überlebens. Der dominierende Winter, die Unmassen an Schnee und die Kälte machen dies zu keinem leichten Unterfangen.
    Bereits damals in Chicago wurden Lynn und Ken von ihrem Vater im Umfang mit Pfeil und Bogen und Angeln unterrichtet. Als wenn der Vater darauf bedacht war, dass seine Kinder durchs Leben kommen.
    Besonders gefallen haben mir die relativ vielen Szenen um Lynn, in denen sie auf Jagd geht, Fallen baut und die erlegten Tiere zerlegt, um der Gruppe Fleisch bringen.

    Als Lynn eines Tages einem Fremden namens Jax begegnet, ahnt die Gruppe noch nicht, dass ihr bisheriges Leben eine Wende nehmen wird. An seiner Seite hat Jax einen sibirischen Husky namens Wolf, der mein heimlicher Held in der Geschichte ist. Jax ist auf der Flucht.
    Auf der Flucht vor dem Virus und vor einer Organisation namens Immunity.

    Dass es Lynn’s Vater ist, der als Biologe die Verbindung zu Immunity darstellt, kristallisiert sich schnell heraus, dennoch mochte ich, wie Tyrell Johnson die kurzen Rückblenden in die Vergangenheit eingebaut hat. Die Übergänge sind vor allem thematisch sehr gut gewählt.

    Vermittelt Lynn dem Leser am Anfang noch den riesigen Verzicht, den sie in sich spürt. Die Protagonistin vermisst nicht nur ihren Vater unheimlich, nein. Auch Dinge wie „Schokolade, Comics,(…), Autos, Flugzeuge, Busse, (…), die Regierung“ (S. 64) gibt es nicht mehr. Am Anfang habe ich mir über diese Kenntnisse einige Gedanken gemacht und war umso überraschter als ich das Buch nach 350 gelesenen Seiten zuschlug und einen ganz anderen Grundgedanken im Kopf hatte.
    Die Message, die der Autor auf der letzten Seite vermittelt, machte das Buch dann zu etwas Besonderem für mich. Denn es liegen wahre Worte darin, auch wenn es sich hier um einen Endzeitroman handelt.

    Welches Unheil Jax und die Organisation Immunity mit sich bringen bleibt geheim.
    Entscheidend für euch als Leser ist, dass es einige Actionszenen gibt, in denen mich die Figuren vor allem mit ihrer Rauheit überzeugen konnten.

    Mein Fazit
    Das Buch glänzt mit einer durchgängig verschneiten, kühlen Atmosphäre, wirkt im Verlauf sehr ruhig und gedämmt und hat es dennoch in sich.
    Winterfans kommen hier total auf ihre Kosten.
    Mein persönliches Fazit ist, dass sich der Virus mit der Einöde des Schnee’s perfekt zu einem Endzeitroman verbinden ließ. Gerne mehr solcher Geschichten.
    Auf mehr von Tyrell Johnson freue ich mich auf jeden Fall!

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 7 Monaten
    Gute Idee, schlechte Umsetzung

    Über dieses Buch bin ich zufällig gestolpert und da ich Dystopien mag, entschied ich mich zum Kauf.

    Falsche Entscheidung.

    In dieser Geschichte passiert zu 80% der Zeit nichts. Wir lernen die Protagonistin kennen, erfahren eine Menge über ihre Jagdkenntnisse und wie tough sie werden musste, um in der Zeit nach der Katastrophe überleben zu können. Wir begegnen dem Rest ihrer Familie und irgendwann kommt der Fremde in ihre Mitte, der offensichtlich verfolgt wird.

    Hier hätte die Story gut werden können, doch wieder stockt der Spannungsbogen. Nun laufen drei Protagonisten einem Antagonisten hinterher, es kommt zu einer kurzen, seltsamen Begegnung, die mehr über die Hintergründe der Situation aufklärt, die Protagonisten schaffen es, zurückzukehren, es gibt aufklärende Gespräche und schließlich einen actionreichen Showdown.

    Die Idee für diese Dystopie mag gut sein, wenn auch nicht sehr originell, aber der Aufbau der Erzählung ist dem Autor nicht gelungen. Es fehlt an Spannung, es fehlt an Emotionen und es fehlt an echten Charakteren. Hier sind die Guten die Guten und die Bösen die Bösen, ihre Handlungen sind vorhersehbar, ihr Innenleben bleibt meist im Dunkeln und die weibliche Protagonistin ist nur ein entfernter Abklatsch von Katniss aus „Die Tribute von Panem“. Ich glaube, der Autor weiß nicht viel über das andere Geschlecht…

    Nicht empfehlenswert.

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    Elizzys avatar
    Elizzyvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine tolle Geschichte, mit interessanten Protagonisten und einem unglaublich faszinierendem Setting.
    Wie Wölfe im Winter

    Darüber Gedanken gemacht

    Als Lynn mit ihrer Familie flüchten musste war sie gerade einmal 16 und noch nicht wirklich bereit für das Ende der Welt. Ihr Vater starb an der Grippe und dies lässt sie nicht los. Mittlerweile sind einige Jahre vergangen, Lynn ist 23, doch im Grunde noch immer ein Teenager. Sie sehnt sich nach einem Jungen, denn sie küssen kann, doch die Auswahl ist beschränkt und neben Ramsey, der als einziger nicht mit ihr Verwandt ist, bleibt ihr auch noch Conrad, ein fetter Widerling, der in ihrer Nähe wohnt. Für mich waren diese Szenen und Gedanken von Lynn doch sehr oberflächlich, schliesslich war die Welt dahin und ihre scheinbar grösste Sorge war, die Auswahl der Männer. Doch zum Glück ändert sich dieser Erzählstrang, als sie Jax, einen Fremden, über dem Weg läuft. Sie führt ihn leichtsinnig in ihr Lager, dort reagieren die anderen natürlich nicht mit Freudensprüngen auf ihn und er muss zuerst ihr Vertrauen gewinnen.

    „Mom, tu das Gewehr weg.“
    Sie bewegte sich keinen Millimeter, ihr Blick blieb fest auf ihn gerichtet, und ich sah, dass sie den Finger am Abzug hatte.

    Ein paar Tage später begegnen ihnen die nächsten Fremder, vermeintliche Händler, doch als Sie Jax erkennen bricht ein Kampf aus mit dem Lynn nicht gerechnet hätte. Wer ist Jax? Warum kann er so kämpfen und wieso sind diese Männer hinter ihm her?

    Jax beschliesst dem einen der Männer, der entkommen konnte zu folgen, Lynns Onkel Jeryl schliesst sich ihm an. Und ohne es zu wissen, werden sie ebenfalls von Lynn verfolgt, doch damit begibt sie sich in Lebensgefahr, denn als sie das nächste Mal auf Menschen treffen, wird sie gefangenen genommen.

    Das Letzte, was ich sah, als ich aufblickte, war ein Gewehrkolben.

    Gefiel mir sehr

    Ich mochte die Atmosphäre in diesem Buch sehr, ich fühlte mich sofort ins kalte Alaska hinein versetzt und fand die Erzähl-Stimme von Lynn sehr angenehm. Im Allgemeinen war die Geschichte sehr packend, da es rasant vorwärts ging und so gut wie gar nie langweilig wurde. Man erfuhr nach jedem Kapitel mehr aus Lynns Vergangenheit und mehr über das Grippevirus.

    Wenn das Leben in Alaska ein Trau, war, dann war das Leben in Chicago ein Traum in einem Traum.

    Gefiel mir nicht

    Das Ende war mir etwas zu sehr gewollt. Es verlief einfach zu perfekt und ausserdem war es ein offenes Ende. Es scheint fast so, als hätte sich der Autor bewusst Spielraum für einen zweiten Teil gelassen und nun bin ich sehr gespannt, ob da wohl noch etwas kommt?

    Schreibstil & Cover

    Der Schreibstil wahr sehr angenehm und packend, an manchen Stellen war die Geschichte etwas zu vorhersehbar aber dies störte nicht gross. Das Cover ist einfach nur wunderschön und vermittelt unglaublich gut die Stimmung des ganzen Buches.

    „Glückt es dir nicht, mich gleich zu fangen, bleib guten Muts. Fehl ich dir an einem Orte, such an einem anderen. Irgendwo halte ich, warte auf dich.“ – Walt Whitman

    Fazit

    Eine tolle Geschichte mit ein paar kleinen Schwächen, jedoch grossartig für ein Debüt Roman! Ich hoffe sehr, dass der Autor noch einen zweiten Band schreibt, denn für mich ist die Geschichte so nicht beendet.

    Bewertung
    Buchlänge ♥♥♥♥ (4/5)
    Schreibstil ♥♥♥♥♥ (5/5)
    Botschaft ♥♥♥♥ (4/5)
    Lesevergnügen ♥♥♥♥ (4/5)

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    NiWas avatar
    NiWavor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Die winterliche Atmosphäre hat mich Frieren lassen!
    Verschneite Dystopie

    Eine Pandemie hat die Menschheit fast ausgelöscht. Ein Grippevirus hat um sich geschlagen und kaum vor jemanden Halt gemacht. Lynn und ihre Familie haben überlebt. Zurückgezogen kämpfen sie im eingeschneiten Yukon ums Überleben und kommen gut zurecht. Doch dann taucht ein Fremder auf und zeigt ihnen, dass die neue Welt Moral und Menschlichkeit verloren hat.

    „Wie Wölfe im Winter“ ist ein Endzeitroman, der nach dem Ende der Menschheit angesiedelt ist. Die Postapokalypse ist von den Folgen atomarer Verseuchung und Schnee, Angst und dem Kampf um’s Überleben geprägt.

    Lynn und ihre Familie haben sich im abgeschiedenen Kanada eingerichtet. Der Alltag gestaltet sich aus Eis, Schnee und der Jagd. Doch eines Tages taucht ein Fremder auf, der ihnen zeigt, dass außerhalb ihres geschützten Bereichs ganz andere Gefahren lauern.

    Lynn ist eine junge Frau, die während der Apokalypse aufgewachsen ist. Sie kennt das Leben davor, hat sich jedoch fest vorgenommen, gar nicht an die damaligen Annehmlichkeiten zu denken. Ihr Alltag ist von der Jagd mit Pfeil und Bogen geprägt. Eher am Rande wird das Zusammenleben mit ihrer Mutter und den anderen Familienmitgliedern erwähnt. Lynn sehnt sich danach, eigene Wege zu gehen. Sie möchte wissen, wie sich die Welt außerhalb ihres Horizonts entwickelt hat und ob die Grippe nach wie vor eine Gefahr darstellt. Diese Wünsche haben einen bitteren Beigeschmack, weil sie dafür ihre Familie verlassen müsste.

    Während Lynn sinniert, wie und ob sie die kleine Gemeinschaft verlassen soll, hat der Fremde sofort ihr Interesse geweckt. Er ist still, er ist ruhig und weiß anscheinend viel mehr über die Welt als er erzählen will.

    Eine besondere Nebenfigur ist ein Wolf, der einen emotionalen Bezug zum Geschehen geschaffen hat. Hier habe ich mich an Jack Londons „Wolfslbut“ erinnert, wobei die Geschichten vom Ablauf her nicht vergleichbar sind.

    Die Handlung an sich ist ruhig gehalten, steuert allerdings auf einen wissenschaftlichen Höhepunkt zu. Lynns Vater war Biologie und war unter anderem mit der Forschung am Grippevirus betraut. Langsam ahnt Lynn, dass sie nicht alles vom Vater weiß, und blickt immer wieder in ihre Kindheit zurück.

    Daher ist die Handlung in den gegenwärtigen Teil und Lynns Kindheitserinnerungen unterteilt. Einerseits verleiht dies dem Geschehen einen geheimnisvollen Grundton, weil man ahnt, dass etwas im Argen liegt. Andrerseits hat mich die Trauer um ihren Vater etwas gestört, weil sie gar so vehement in den Vordergrund drängt. Sein Tod ist schon etliche Jahre her, deshalb kann ich mir nicht vorstellen, dass all diese Gefühle ständig so präsent sind.

    Die winterliche Atmosphäre hat mich Frieren lassen! Aufgrund atomarer Zerstörung lebt die Menschheit mit langen Wintern und sehr kurzen Sommern. Johnson beschreibt den klaren Himmel, die weiße Pracht und den rauen Wind mit einer Eindringlichkeit, die mir vor Kälte einen Schauer über den Rücken gejagt hat. Natürlich sind die Überlebenden mittlerweile Profis im Umgang damit und haben etliche hilfreiche Techniken - wie zum Beispiel den Iglu-Bau - gelernt.

    Insgesamt hätte die Handlung etwas mehr Schwung vertragen können, weil sie doch sehr in den Gedanken der Protagonistin hängt und damit manchmal unter der Schneedecke versinkt. Dennoch ist diese Dystopie bzw. diese Postapokalpyse sehr lesenswert. Es ist ein Untergang der leisen Töne, der die Welt unter der weißen Pracht verschwinden lässt.

    Kommentare: 4
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    denise7xys avatar
    denise7xyvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Geschichte, die viel Spielraum bietet, dessen Potenzial aber leider nicht genutzt wurde.
    Viel nicht genutztes Potenzial

    >>Aber das war in einem früheren Leben gewesen. In der mittlerweile vergessenen Zeit. Heute lebte ich im Yukon, aß Fleisch und fluchte wie ein Kesselflicker.<< Seite 184

    Erster Satz

    Die Falle war leer und der Schnee voller Blut, was drei Gründe haben konnte.

    Meinung

    Seit sieben Jahren lebt Lynn mit ihrer Familie im Yukon, fernab der ehemaligen Zivilisation. Plötzlich taucht ein Fremder auf und trotz Skepsis nehmen sie ihn bei sich auf. Ein Fehler, wie sich schon kurze Zeit später herausstellt, der sie alle in Gefahr bringt, besonders Lynn.

    Die junge Frau Lynn erzählt ihre Geschichte selbst, springt dabei zwischen Vergangenheit und Gegenwart, wobei die Vergangenheit nicht chronologisch ist. Ihre Erzähl- und Ausdrucksweise ist, für ihr Alter, sehr kindlich. Der Schreibstil ist gut, jedoch gibt es viele kurze Sätze und Aufzählungen, die allerdings zum restlichen, kindlichem Erzählstil passen. Ein Stilmittel, welches nicht si meines ist.
    Die Welt wie wir sie kennen ist untergegangen, Zugrunde gerichtet von einem Grippevirus ohne Heilung. Einzig die Kälte wirkt abschirmend, weswegen viele Menschen in die eisigeren Regionen der Erde zogen. So auch Lynn und ihre Familie.
    Besonders zum Ende des Buches wurde die Geschichte sehr kurz und knapp erzählt, obwohl es noch viel Spielraum gab und das Ende kein wirkliches Ende ist und die Geschichte dadurch sehr nichts sagend wird.

    Charaktere

    Die Protagonistin war eigentlich recht sympathisch und taff. Ihre Ausdrucksweise und Handlungen zeugten aber von deutlicher Unreife, trotz des Alters von 23 Jahren. Charaktereigenschaften, die mich ein ums andere Mal störten. Zu ihrer Familie zählten ihr Onkel Jeryl, der im Yukon das Familienoberhaupt darstellte, ihr Bruder Ken, ihre Mutter Mary und Ramsey, der Sohn eines ehemaligen Freundes Jeryl. Ihr Dad starb noch bevor sie in den Yukon gingen, an der Grippe.

    Die Beziehung zwischen Jax und Lynn ist eigentlich nicht wirklich vorhanden. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, aufgrund der Abgeschiedenheit zum anderen Geschlecht. Und auch von Jax's Seiten aus ist unklar was nun der eigentliche Zuneigungsauslöser war, oder es auch nur die lange Zeit ohne das andere Geschlecht war.
    An sich war Jax sehr persönlichkeitslos, nur in seltenen Momenten zeigte er eine Gefühlsregung. Dies passte aber zu seiner Rolle im Buch.

    Fazit

    Eine Geschichte, die viel Spielraum bietet, dessen Potenzial aber leider nicht genutzt wurde. 3 Sterne

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    lex-bookss avatar
    lex-booksvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Leicht zu lesen, aber zu eintönig. Die Heldin schien mir viel zu unreif für ihr Alter.
    Dystopie light

    Irgendwann in der Zukunft: Die Menschheit hat sich nach verheerenden Kriegen und einer tödlichen Grippewelle stark dezimiert. Zu den wenigen Überlebenden gehören die 23-jährige Lynn und ihre Familie, die sich in den eisigen Wäldern Kanadas ein neues Zuhause geschaffen haben. Sie leben in kleinen Blockhütten, gehen auf die Jagd und bauen Gemüse an - ein hartes, aber unabhängiges, selbstbestimmtes Dasein. Als der mysteriöse Jax auftaucht, gerät die Familie in die Schusslinie von Immunity, eine Organisation, die mit skrupellosen Mitteln gegen den Grippevirus kämpft.

    Von allen apokalyptischen Überlebensszenarien, die mir bisher in Buchform begegnet sind, gehört „Wie Wölfe im Winter“ von Tyrell Johnson zu den schwächeren. So sehr ich die stille, winterliche Kulisse und die grundsätzliche Idee mögen wollte, so rasant hat meine Begeisterung nachgelassen. Abgesehen von kleinen sprachlichen Kuriositäten ("Meine Muskeln labten sich an der plötzlichen Bewegungslosigkeit wie ein ausgetrockneter Mund an einem Smoothie."), war das größtes Manko für mich die totale Vorhersehbarkeit der Geschichte. Die Hintergründe der tödlichen Grippe und die Rolle von Lynns Familie sind so offensichtlich, dass sie einem ins Gesicht springen, werden aber bis fast zum Schluss fortwährend geheimniskrämerisch "angedeutet".

    Dystopische Heldinnen habe ich leider auch schon toughere und clevere kennengelernt. Selbst wenn man berücksichtigt, dass es sich um eine Coming of Age-Story handelt, muss eine Protagonistin nicht derart unüberlegt, sich selbst überschätzend handeln. Ohne Planung und Vorbereitung etwa rennt Lynn in die Wildnis und steckt kurz darauf direkt in Schwierigkeiten. Und das ist nicht die einzige Situation, in der sich Lynn kopflos in Gefahr begibt. Weder kam sie mir so hochbegabt vor, wie sie sein soll, noch so reif, wie man es von einer 23-jährigen erwarten würde. Ab dem Zeitpunkt, als der geheimnisvolle Jax ins Spiel kommt, verhält sie sich oft nur noch wie eine pubertierende Göre.

    Es fehlt im Grunde an allen Ecken und Enden der Pfiff - insbesondere bei der Liebesgeschichte, die zwar nicht explizit sexuell wird, aber auch keine Chemie zwischen den Figuren spüren lässt. Die wenigen Schlüsselszenen sind furchtbar plump. Ein Mann. Eine Frau. Ein Schneesturm. Ein Iglu. Ach nein! Nein, nein, nein... auch in der größten Einöde, auch wenn die Apoklypse vor der Tür steht und man bei der Partnerwahl nicht mehr die größte Auswahl hat, muss das doch etwas subtiler und prickelnder gehen.

    Der Vergleich mit „Die Tribute von Panem“, den man auf der Verlagsseite findet, ist letztlich reinste Marketingstrategie. Weder kann Lynn einer Katniss das Wasser reichen, noch wird je ein ähnliches Spannungsniveau erreicht. Während eintöniger Märsche durch Schnee und Eis, überraschungsloser Erinnerungsfetzen und voraussehbarer Kämpfe mit pappfigurartigen Bösewichten, die nur dazu da sind, um umzufallen wie die Fliegen, ging mein Interesse peu à peu verloren. Das Ende dann… das letzte absehbare Füllstück in einer zu einfach gestrickten Geschichte. 2,5 Punkte

    Kommentare: 2
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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    "Ein brillianter postapokalyptischer Thriller, teil Coming Of Age-Story, teils epischer Kampf ums nackte Überleben. Fans der "Tribute von Panem" werden Wolves' hartgesottene Heldin Lynn und ihre aufregende Reise durch die eisige, feindliche Landschaft lieben. Clever, faszinierend, kinoreif - die Geschichte hat mir eine wohlige Gänsehaut beschert."  (Peter Clines, Autor von "Der Spalt")

     

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    "Wie Wölfe im Winter" von Tyrell Johnson


    ein. Bitte bewerbt euch bis zum 18.12.2017 für eines von 30 Leseexemplaren (Klappenbroschur) und zur gemeinsamen Diskussion sowie Rezension des Romans.


    Über den Inhalt:

    Die Welt, wie Lynn sie kannte, existiert nicht mehr, seit ein Grippevirus einen Großteil der Menschheit ausgelöscht hat. Mit ihrer Familie kämpft sie im eisigen Yukon ums Überleben. Jahrelang haben sie keinen Kontakt zum Rest der Welt gehabt, bis plötzlich ein Fremder erscheint. Er wird verfolgt, und sie nehmen ihn bei sich auf. Doch in dieser neuen Welt ohne Nahrung, ohne Regeln und ohne Moral bringen sich Lynn und die anderen damit in Lebensgefahr …

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    Viel Glück und ein tolles Leseerlebnis wünscht dir das Team von

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    Letzter Beitrag von  Blausternvor 7 Monaten
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