Udo Ernst Simonis

 4.7 Sterne bei 3 Bewertungen

Alle Bücher von Udo Ernst Simonis

Wende überall?

Wende überall?

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Erschienen am 24.08.2012
Mut zu Visionen

Mut zu Visionen

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Erschienen am 09.09.2013
Vordenker und Vorreiter der Ökobewegung

Vordenker und Vorreiter der Ökobewegung

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Erschienen am 20.03.2014
Gesucht: Weltumweltpolitik

Gesucht: Weltumweltpolitik

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Erschienen am 04.08.2015
Re-Naturierung

Re-Naturierung

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Erschienen am 10.09.2014

Neue Rezensionen zu Udo Ernst Simonis

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Rezension zu "Vordenker und Vorreiter der Ökobewegung" von Udo Ernst Simonis

Interessante Lebensbilder
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

Interessante Lebensbilder

Nichts an Gedankengebäuden und daraus folgenden Haltungen fällt einfach so vom Himmel.

Die aktuelle Diskussion der Nachhaltigkeit, der Schwerpunkt, der seit Jahren auf die Ökologie gelenkt wird, vor Jahrzehnten die Gründungsphase der „Grünen“ mit der Ökologie als zentralem „Parteithema“, all dies ist bereits seit gut zwei Jahrhunderten vorgedacht und hier und da erprobt worden.

„Philosophen und Praktiker, Natur- und Sozialwissenschaftler….. denen der Erhalt und die Pflege der Natur ein besonderes Anliegen waren und sind“ werden in diesem Buch in Auswahl portraitiert. So sind 40 Lebensbilder zusammengestellt, die als Wegbereiter und Vorreiter die Neuzeit des aktiven Umweltschutzes und den Nachhaltigkeitsdiskurs vorgedacht und, in Teilen, mit auf den Weg gebracht haben.

Bekannte Namen wie Alexander von Humboldt, Karl Marx, Thoreau, Joseph Beuys oder Christiane Underberg tauchen in dieser speziellen Betrachtung ihres Einflusses auf das ökologische Denken ebenso auf, wie eine Vielzahl wenig geläufiger Personen. Im Gesamten wird bei der Lektüre der durchaus verschiedenen, teils stark unterschiedlichen Lebenswege und Denk-, bzw. Handlungsansätzen deutlich, wie lange bereits die Natur und der Umgang mit derselben Thema ernsthafter Überlegungen bereits ist und wie schon vor langen Zeiten Überlegungen und Gedanken in den Raum traten, die „hochmodern“ anmuten.

Wie schon Humboldt die Ressource „Holz“ zur „Balance zwischen Nachwuchs und Konsum“ bringen wollte und an sich den Begriff „Nachhaltigkeit“ in Kontrast zur Befürchtung eines „Kollaps“ brachte.

Oder wie Elisabeth Mann-Borgese nicht müde wurde, den „Schutz der Ozeane“ zu fordern und auf eine weltweit gerechte Aufteilung der Ressourcen aufmerksam zu machen. Mit einem Kern ihrer Überlegungen, der „Zügelung der kurzfristigen Profitinteressen“, die gegenwärtig in den „Weniger ist Mehr Modellen“ fast wörtlich sich widerspiegeln.

Kurz und knapp sind die Portraits gehalten, eine Vertiefung des Gedankenmodelle findet (leider) sehr verhalten bis kaum statt, mehr als Stichworte sind aus dem Buch nicht abzuleiten.

So dient diese Sammlung von Kurz-Portraits dem Leser vor allem dazu, interessante Querverbindungen „älteren bis alten Gedankengutes“ und aktiver Einmischung breit zu erfassen, um dann in Eigenarbeit, da, wo Interessen wachgerufen werden, sich die Haltungen und Überlegungen der einzelnen Personen an anderem Orte vertiefend anzueignen.

Findet sich aber dabei in „guter Gesellschaft“ auch im Buch wieder. Malte Faber verweist in seinem Denken und seiner Arbeit sehr deutlich auf die Notwendigkeit einer interdisziplinärer Herangehensweise, somit einer breiten Beschäftigung mit dem Thema in viele Bereiche hinein.

Dennoch, ein wenig mehr an Text und breiterer Darstellung im Blick auf diese interessanten Personen und ihre Projekte hätte dem Buch gut angestanden.

Alles in allem ein interessanter und breiter, wenn auch nur sehr allgemeiner, Überblick, der eine vertiefende Lektüre dann nach sich ziehen wird, wenn man Näheres und Genaueres erfahren möchte.

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Rezension zu "Mut zu Visionen" von Udo Ernst Simonis

Handbuch Ökologie 2014
michael_lehmann-papevor 5 Jahren

 

„Ohne Zweifel gibt es große Vorbehalte gegen visionäres Denken“, nicht nur beim damaligen Kanzler Helmut Schmidt.

 

Dennoch aber, ohne voraus zu denken, ohne die Fantasie zu entwickeln, wie es sein könnte im guten oder besten Fall, fänden viele Entwicklungen gar nicht erst statt. Am Anfang steht doch immer eine Idee. In dieser konstruktiven Form dienen Visionen vor allem dazu, zum Handeln zu motivieren, ungeahnte Kräfte zu entfalten und dem ganzen Ziel und Richtung zu geben.

 

In diesem Sinne haben die vielen Autoren dieses Handbuch ihren „Visionen“ Lauf gelassen.

 

Was wäre die angemessene Politik der nahen Zukunft, so doch die EU bereits den Friedensnobelpreis erhalten hat als „politische Idee“? Fragt der erste Teil des Buches.

 

Effizienz, Suffizienz und Konsistenz sind im zweiten Teil im Schwerpunkt der Aufmerksamkeit im großen Feld des „Denkens über die Nachhaltigkeit“.

 

Was aber sind Elemente für ein individuell „gutes Leben“? Gelassenheit, Vorbeugung von Burn-Out, Entgehen des „Rat-Race“, all dies sind Elemente einer auf das Soziale hin ausgelegten Lebensform, die im dritten Hauptteil des Buches Platz finden in durchaus konkreter Sprache und praktischer Verbundenheit. Denn auch Visionen können ja so gestrickt sein, dass sie nicht weit in der Zukunft erst umgesetzt werden können, sondern bereits durch das Stellen kleinerer Schrauben im gegenwärtigen Alltag zu spürbaren Veränderungen führen.

 

Eine Praxisnähe, die sich auch im viertel Teil des Buches zeigt. Da, wo verdeutlicht wird, dass nicht nur das dauerhafte „Wachstum“ Motor der Wirtschaft ist, sondern Schrumpfungsprozesse immer auch zum wirtschaftlichen Leben dazugehört haben. Als durchaus „gesundende“ Entwicklungen, im Übrigen. Was fundiert und gut im Buch vor Augen gehalten wird und damit so manchen Panik Rufen aus der Wirtschaft ein wenig den Wind aus den Segeln nimmt.

 

Es gibt viele denkbare Schritte zur Nachhaltigkeit, die eben nicht in das Reich der Ideologie und er Fantasten zu verorten sind. Auf allen Ebenen zeigen die Beiträge in diesem Buch, das die Vision eines nachhaltigen, guten, dennoch wirtschaftlichen, aber ökologisch und individuell vor allem nachhaltigen Lebens oft „nur einen Schritt“ voraus liegen. Wenn der Mensch oder die konkrete Institution sich dazu entscheiden, in diese Richtung sich auszurichten.

 

Konkrete Beispiele, Vordenker zu Wort kommen zu lassen (in kurzen Portraits von Günter Altner und Elinor Ostrom), auf konzentriert arbeitende Umweltinstitutionen hinzuweisen (Solarbundesliga, Urban Mining, Virtuelle Akademie Nachhaltigkeit) und das Ganze letztendlich auch mit Statistiken zu unterfüttern, vielfach sind die Elemente und Denkanstöße, die dem Leser in diesem breiten Handbuch zur Ökologie mit auf den Weg gegeben werden.

 

Sehr lesenwert.

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Rezension zu "Wende überall?" von Udo Ernst Simonis

Rezension zu "Wende überall?" von Udo Ernst Simonis
michael_lehmann-papevor 6 Jahren

Das ökologische Jahrbuch 2012

Schon das Fragezeichen im Titel deutet es an, noch lange nicht „überall“ sehen die Autoren dieses Jahrbuches eine „ökologische Wende“. Durchaus aber, und as ist das Erfreuliche, finden sich Projekte und „Vorreiter“ eines ökologisch nachhaltigen Handelns (auch wenn das insgesamt zuwenig sind angesichts der „Sitzenbleiber“ und „Nachzügler“, von denen das Buch auch in Masse zu erzählen weiß).

Dennoch bleibt im großen und ganzen festzuhalten, das trotz breiter Einigkeit in Fachkreisen über eine notwendige und anstehende „große Transformation“ weiterhin vieles einfach nur Stückwerk bleibt, ein insgesamt einfach (wie seit Jahren und Jahrzehnten), nicht befriedigender Zustand.

Gut aber, dass der Status quo im Buch nachgelesen werden kann, der Finger auf die ein oder andere Wunde gelegt wird.

In der Struktur teilen die Autoren die „Wende“ in sieben Abschnitte. Stand, Form und Wirkung der Wende zeigt von „Rio 2012“ über die E-Mobilität bis zur Transformation des Wirtschaftssystems jene Bereiche auf, in denen eine „Wende“ zumindest angedacht, in Teilen angegangen wurde und wird. Ein Geschehen, dass, wie der zweite Teil hervorhebt, ständige „Allianzen“ benötigt. Auch wird ein Blick auf den aktuellen Stand geworfen. Auf, vor allem, Lehrer und Lehrerinnen als „Akteure des Transformationsprozesses“, aber auch „neue Akteure der Nachhaltigkeit“ werden benannt (in Form von „Prosumenten“, produzierenden Konsumenten unter Einbringung eigener, sinnstiftender und kreativer Leistungen, eine Entwicklung, die durch das Internet durchaus an Fahrt aufnimmt). Aber auch „nachhaltige Finanzangebote“ werden aufgezeigt, zumindest da, wo Ansätze zur Verbesserung auf dem Sektor der Finanzwirtschaft erkennbar sind.

Nichtsdestotrotz gibt es mannigfaltige Bereiche, die sich nicht „in“, sondern höchstens im „Vorfeld der Wende“ befinden . Was den Flächenverbrauch angeht, was knapper werdende Ressourcen angeht, die nicht aktuelle nicht im Sinne einer nachhaltigen Haltung, sondern eher in Form von Verteilungskonflikten allein „bearbeitet“ werden. Von „ständig übersehenen“ Schiffsemissionen“ einmal ganz abgesehen.

Am Beispiel u.a. der „Leuphana Universität Lüneburg“ sehen die Autoren allerdings auch weitgehend gelungne Umorientierungen in Hinsicht eines nachhaltigen Wirtschaftens, ebenso wie bei der „Energie in Bürgerhand“ oder Fortschritten in der Solartechnik. Ein Kapitel, das Mut macht und zu Recht in seinen „Spuren“ gesichert werden soll. Nicht zu vergessen die „Vorreiter und Vordenker“ einer ökologischen Wende und, in deren Gefolge, Umweltinstitutionen, die in ihrer Arbeit nicht müde werden.

Ein durchaus gemischtes Bild (wie immer), ist es, welches dieses Jahrbuch hinterlässt. Durchaus aber, und das ist hervorzuheben, tut sich an einzelnen Stellen, in einzelnen Wirtschaftsfelder und einzelnen Unternehmen durchaus bemerkenswertes. Gut, dass dies im Buch deutlich benannt wird. Spuren und Beispiele, die Schule machen können und die da, wo Erfolge nachzuweisen sind (auch ökonomische) als Vorbild dienen können.

Im Gesamten ein informatives Buch, das den Status quo im Lande abbildet und einerseits zwar die (teils entmutigende) Länge des weiteren Weges fassbar aufzeigt, andererseits aber durchaus hervorzuheben versteht, das an einigen Stellen durchaus mit Erfolg an einer „ökologischen Wende“ gearbeitet wird.

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