Der Untertitel „Bitterböse Geschichten“ passt hier nicht wirklich. Für mich sind es vorwiegend Horrorgeschichten, die in dem Buch zu finden sind.
Herrn Fröhlich – was für ein Name für den Autor schrecklicher und blutrünstiger Geschichten! – ist es gelungen, eine interessante Mischung zusammen zu stellen. Da jeder Leser seine eigene Vorstellung von Schauer und Grusel hat, ist wohl für jeden etwas dabei.
Angst macht mir keine der Erzählungen, wohliger Grusel kommt dagegen auf. Besonders die Geschichte „Der Kombi“ hat mich angesprochen. Was so banal und alltäglich beginnt, entpuppt sich am Ende als ein Racheakt, bei dem der Verursacher schrecklicher Ereignisse für seine Verfehlungen bezahlen muss.
Gewalttätige Splasher-Elemente sind dagegen nicht so meins. Gemetzel, bei denen das Blut nur so spritzt, finde ich eher abstoßend als gruselig. Deshalb stehen „Eingetopft“ und „Haustürgeschäft“ am Ende meiner Rankingliste der Best of-Geschichten.
Beim Christbaumkauf, beim Warten auf den Bus vor der Heimreise aus dem Urlaub, in der eigenen Duschkabine, in der Gärtnerei – ja sogar beim Besuch eines Kasperltheaters kommen die Schockmomente wie aus heiterem Himmel. Nicht nur wieder auferstandene Tote, schreckliche Bestien und Außerirdische verbreiten Angst und Schrecken, auch die eigene Fantasie sorgt für schaurige Momente.
Das harmlose, unauffällige und schlichte Cover passt eigentlich weder zum Titel noch zum Inhalt des Buches. Vielleicht ist das aber auch Absicht, damit der potentielle Leser auf die falsche Spur gelockt und von den Erzählungen überrascht wird.
An den Schreibstil musste ich mich erst gewöhnen. Teilweise waren mir die Ausdrücke und Formulierungen zu drastisch und heftig.
Im Großen und Ganzen waren die Geschichten unterhaltsam, originell und konnten teilweise wohligen Schauer erzeugen. Schockmomente erlebte ich höchstens bei den bluttriefenden, abscheulichen Abschlachtungen.
Weil ich bitterböse und gruselige Geschichten gerne lese, werde ich mir demnächst zwei ältere Bücher des Autors bestellen. Mit „Abscheulichkeiten“ lerne ich in ein paar Tagen den Vorgänger von „Schockmomente“ kennen. Ich bin gespannt!















