Udo Kawasser Unterm Faulbaum

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Inhaltsangabe zu „Unterm Faulbaum“ von Udo Kawasser

Wo kommt die Kugel unserer Bewegungen zum Stillstand? Gibt es noch Plätze, an denen wir innehalten können? Der Altarm der Donau, den der vielgereiste Dichter Udo Kawasser über Jahre immer wieder in der Wiener Lobau aufsucht, ist ein Rückzugsraum, der ihm kaum von anderen streitig gemacht wird, ein Resonanzraum, an dem er zu produktiver Ruhe findet. Ist er der »rechte Ort«, weil »ich hier die Natur und in ihr mich selbst erfahre? Oder gar, weil ich hier unterm Faulbaum seit Jahren lese und schreibe und weil ich nur ankomme, wenn ich zu Worten und damit zu mir selbst finde?« Der Autor sucht die Nähe zum Wasser, »das sich wellt und kräuselt« und zum Spiegelkabinett eigener und fremder Gedanken wird. Im Zwiegespräch mit AutorInnen wie Camus, Valery, Thomas von Aquin oder Susan Sontag beginnen Lesen und Schreiben ineinander zu verlaufen. »Ein Gefühl von Zeitlosigkeit« stellt sich ein, was ihn aber nicht davon abhält, schonungslos über die eigene Zeitlichkeit, die unübersehbaren Spuren des Alterns zu sinnieren. Im nächsten Moment aber wird das Wasser zum Element, »in das er beim Schwimmen eintauchen kann«, zum Ort »ekstatischer Erfahrungen«. Hin und wieder zieht der Dichter an seinem Platz unterm Faulbaum »einen Ziegel von Naturführer« zu Rate, liest, dass sich der »lateinische Name des Faulbaums, frangula von frangere = brechen herschreibt. Dass das Holz leicht bricht, ist also nicht nur meine Erfahrung gewesen, sondern hat die Römer sogar zu ihrer Namensgebung veranlasst, während die Germanen den dumpf-faulen Geruch der Rinde so charakteristisch empfanden, dass sie den Baum danach benannten.« Die Sprachlosigkeit der Natur ist eine Herausforderung, der man auch mit Schweigen begegnen kann – vorausgesetzt man ist bereit, sich als Mensch in ein Stück Natur (zurück-)zuverwandeln. Nur die Kunst, die Poesie kann für dieses Schweigen eine Sprache finden, die Sprachlosigkeit der Natur aufheben, ohne sie zu zerstören.

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