Udo Ulfkotte So lügen Journalisten

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Inhaltsangabe zu „So lügen Journalisten“ von Udo Ulfkotte

Längst berichten Journalisten nicht mehr nur über die Wirklichkeit, sondern sie schaffen selbst Wirklichkeit. Udo Ulfkotte beschreibt, was viele der täglich gelieferten Informationen tatsächlich sind: schlicht erstunken und erlogen. Auf der Jagd nach höheren Quoten und Auflagen wird manipuliert, vertuscht, erfunden. Im zunehmenden Konkurrenzkampf wird die Hemmschwelle im Mediendschungel immer niedriger. Die berühmten »Hitler-Tagebücher« eines Konrad Kujau oder die Propaganda im Golfkrieg, Pest-Panik, El Niño oder »Nessie« – Ulfkottes Beispiele sind ein brisantes Panoptikum der Manipulation.

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    So lügen Journalisten

    R_Manthey

    26. June 2015 um 14:30

    Dass dies so sei, behauptet Udo Ulfkotte in seinem Vortrag, den man sich mit dieser DVD ansehen kann. Natürlich ist von vorneherein klar, dass man für eine solche doch recht allgemeine Aussage keine wirklichen Beweise vorlegen kann. Zu erwarten sind im besten Fall zahlreiche Beispiele und das Aufzeigen von Tendenzen. Und dann kann sich der Zuschauer fragen, ob das Gesehene mit seiner persönlichen Erfahrung übereinstimmt. In meinem Fall ist das leider so. Als ich vor Jahren begann, mich für die Finanzmärkte zu interessieren, dachte ich zunächst, ich könne aus den Informationssendungen des Fernsehens oder aus Zeitschriften erfahren, was die Kurse treibt. Doch ziemlich bald musste ich erkennen, dass die selbstsicher auftretenden Journalisten in Wirklichkeit nur nachplapperten, was andere frei erfunden oder ihnen zielgerichtet gesteckt hatten. Sie hatten einfach keine Ahnung, wie die Märkte wirklich funktionieren. Udo Ulfkotte ist selbst Journalist und hat jahrelang bei bekannten Zeitungen und Verlagen gearbeitet. In seinem Vortrag erzählt er zunächst aus eigener Erfahrung über inszenierte Schein-Berichterstattungen aus Kriegsgebieten. Von dort spannt er den Bogen zu Vorfällen, die sich nach dem Amoklauf von Ansbach zugetragen haben. Medienvertreter versuchten dort gegen Cash Aussagen von Mitschülern, Telefonnummern oder sonstige zwielichtige Informationen zu erlangen. Dass vorformulierte Texte von scheinbaren Zeitzeugen in die Kameras gesprochen werden sollten, wundert dann auch nicht mehr. Neben der Inszenierung tritt das kritiklose Abschreiben oder Übernehmen von Presseerklärungen oder Werbetexten als zweite erkennbare Methode des modernen deutschen Journalismus hervor. Offenbar ist die eigene kritische Recherche zu aufwendig oder ihr eventuelles Ergebnis störend. Wenn der Autor dies immer wieder beklagt, so hat er sicher nicht Unrecht damit. Man muss allerdings auch die erheblichen Probleme sehen, vor denen der zeitgenössische Journalist steht. Den Zeitungen geht es wirtschaftlich nicht gut, also sparen sie. Dadurch bleibt dem einzelnen Mitarbeiter weniger Zeit für intensive Untersuchungen und gelegentlich, wie es scheint, auch fürs Nachdenken. Sich unbeliebt zu machen, ist auch nicht jedermanns Sache. Denn wenn man dies tut, können die Folgen unangenehm werden. Ulfkotte erzählt in diesem Zusammenhang das Beispiel von Hans Meisers Medienunternehmen, das in die Insolvenz ging, weil niemand sich traute, das gut recherchierte, aber sehr brisante Material zu senden. Nachdem Ulfkotte sich über die offenbar gewordene Korrumpiertheit einiger Journalisten ausgelassen hat, lästert er über den "Gesinnungsjournalismus", also das ständige Vermischen von Nachrichten und persönlichen Meinungen von Journalisten. In Deutschland, so der Autor, fühlten sich viele dieser Leute als Volkserzieher. Das sei jedoch nicht die Aufgabe der so genannten "vierten Gewalt", sondern eher die Pervertierung derselben. Ein klassisches Beispiel, dem sich der Autor natürlich nicht entziehen kann, ist die Klima-Hysterie. Hier wird nicht kritisch berichtet, sondern Endzeit-Stimmung verbreitet, obwohl es nicht schwer fallen dürfte, sich bei zahlreichen seriösen Wissenschaftlern überall in der Welt zu informieren, die diese Hysterie nicht teilen, sondern ein objektives und damit wirklich wissenschaftliches Bild der Lage zeichnen. Natürlich muss der Autor in diesem Zusammenhang den "Spiegel" aus den siebziger Jahren zeigen, der damals dieselbe Hysterie für eine kommende Eiszeit schürte. Damit schließt sich der Kreis. Fazit. Mit zahlreichen Beispielen versucht Udo Ulfkotte den Nachweis zu erbringen, dass der deutsche Journalismus seine besten Tage hinter sich hat. Dem kann man sich nur schwer entziehen, denn seine Einschätzung wird sicher bei vielen auf das latente Gefühl treffen, dass die Medien sich in einem gewissen Einheitstrott bewegen, an dem auch gelegentliche Ausnahmen nichts ändern. Obwohl es sich um einen doch recht langen Vortrag handelt, ermüdet man bei entsprechendem Interesse nicht, weil es zahlreiche Einstreuungen gibt und Ulfkotte selbst ein besserer Redner ist als die meisten anderen Autoren dieser Verlagsreihe. Dennoch würde ich mir mehr Dynamik in solchen Filmen wünschen.

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