Udo Wieczorek

 4.4 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Nachthall, Flieg, mein roter Adler - Band 3 und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Udo Wieczorek

Udo WieczorekNachthall
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Nachthall
Nachthall
 (2)
Erschienen am 04.02.2015
Udo WieczorekSeelenvermächtnis
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Seelenvermächtnis
Seelenvermächtnis
 (1)
Erschienen am 01.07.2015
Udo WieczorekFlieg, mein roter Adler - Band 2
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Flieg, mein roter Adler - Band 2
Flieg, mein roter Adler - Band 2
 (1)
Erschienen am 01.12.2015
Udo WieczorekFlieg, mein roter Adler - Band 3
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Flieg, mein roter Adler - Band 3
Flieg, mein roter Adler - Band 3
 (1)
Erschienen am 01.01.2016
Udo WieczorekFlieg, mein roter Adler - Band 1
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Flieg, mein roter Adler - Band 1
Flieg, mein roter Adler - Band 1
 (1)
Erschienen am 01.11.2015
Udo WieczorekSeelenvermächtnis: Udo W.: Mein zweites Leben (Biografien im GMEINER-Verlag)
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Seelenvermächtnis: Udo W.: Mein zweites Leben (Biografien im GMEINER-Verlag)

Neue Rezensionen zu Udo Wieczorek

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Seelenvermächtnis" von Udo Wieczorek

"Seelenvermächtnis - mein zweites Leben"
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

An den Szenen gab es eigentlich nichts Beängstigendes, alles ging gut aus. Und doch empfand ich diese innere Beklemmung, dieses Gefühl, als würde im nächsten Augenblick etwas Schlimmes geschehen. Im Traum wie im Jetzt.“ U.W.


Dieses Buch ist eine „Dokumentation des Unerklärlichen“, so die erste Überschrift in dem 370-seitigen Buch. Im Vorsatzblatt steht diesmal nicht das Übliche „Personen und Handlung sind frei erfunden und Ähnlichkeiten mit lebenden Personen rein zufällig“, sondern „Nachfolgendes hat sich tatsächlich zugetragen“.


Inhalt:

Der Autor hat seit seiner Kindheit Albträume, in denen er Fetzen von kriegerischen Geschehnissen erlebt die tiefe emotionale Eindrücke hinterlassen. Als knapp Vierjähriger kann er diese Träume nicht einordnen. Mit dem Heranwachsen verblassen die Träume allmählich.
Nach einem dramatischen Krankenhausaufenthalt und einer Nahtoderfahrung sind diese Träume plötzlich wieder da: Kriegserlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg. Durch die tiefe Panik, die diese Albträume erzeugen, beginnt er sich mit den Inhalten zu beschäftigen, versucht an Hand der wenigen konkreten Hinweisen den Ort des Geschehens zu finden.
Gemeinsam mit Ehefrau Daniela erforscht er Detail für Detail seiner Träume. Mehrere Reisen nach Sexten, im heutigen Südtirol, lange Wanderungen auf die, bislang unbekannten, dortigen Berge fügen ein Mosaiksteinchen nach dem anderen zusammen.

Hat Udo Wieczorek schon einmal gelebt? Sind seine Träume die Erinnerungen eines Mannes, der Unrecht getan hat?

Wer glaubt in unserer technisierten Welt an eine „Wiedergeburt“?

Erzählstil/Sprache/Spannung:

Im historischen Roman „Flieg, mein roter Adler“ beginnt Wieczorek nach 1997 seine Geschichte in eine Romanhandlung zu verpacken – quasi als „therapeutischen Ansatz“.

Die teilweisen beklemmenden Situationen der Träume sind in kursiver Schrift abgedruckt.

Dieser historische Roman ist es, der den Journalisten Manfred Bomm aufhorchen und auf den Plan treten lässt. 
Udo Wieczorek hat immer mehr das Gefühl „seinen Auftrag“ erfüllen zu müssen. Gemeinsam reisen sie nochmals ins Pustertal, beschließen das vorliegende Buch herauszubringen.

In „Seelenvermächtnis“ kommen neben dem Autor selbst auch seine Frau Daniela und Manfred Bomm zu Wort. Die beiden erzählen, wie Udo plötzlich in dem ortsüblichen Dialekt spricht, eine ihm völlig unbekannte Gegend total selbstsicher durchwandert, der Orte, die er in seinen Albträumen gesehen hat ohne Verzögerung wiederfindet. Sie schildern aber auch, wie Udo Wieczorek manchmal an seine physischen und psychischen Grenzen kommt, wie er Schweiß gebadet und nach Atem ringend aufwacht. Diese Déjà vu- Erlebnisse ereignen sich auch tagsüber. Mit einem Therapeuten zureden, lehnt Udo kategorisch ab.

Als er dann Artefakte an den im Traum beschriebenen Stellen findet, geht er die Suche nach der Person „Vinz“ beinahe wissenschaftlich an. So durchkämmen Wieczorek und Bomm Pfarrregister, Kriegerfriedhöfe und Ortschroniken. Ein Historiker wertet die gefundenen Artefakte als echt. Von Hand zu Hand werden die beiden Autoren weitergereicht, bis sie letztendlich bei den Nachfahren des Vincenzo Rossi landen. Dort enthüllt sich, nach einigen Stunden rätselhafter Ereignisse, das Geheimnis.
„Du bist einer von uns“ befindet Mariangela, die  Nachfahrin Vincenzos.

Fazit:

Ich konnte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Wie sagt doch schon Prinz Hamlet „Es gibt mehr Dinge zwischen Himmel und Erde, als unsere Schulweisheit sich träumen lässt“.
Ich überlasse es jedem Leser, ob und welche Schlüsse er aus diesem Buch ziehen möchte.


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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Flieg, mein roter Adler - Band 3" von Udo Wieczorek

Jetzt fliegt er, der rote Adler
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Hier ist er nun, der von mir mit Spannung und Herzklopfen erwartete dritte (und letzte) Teil der Lebensgeschichte(n) von Josef und Vinzenz

Inhalt:

Der Kampf Mann gegen Mann/Mann gegen Berg ist in vollem Gang. Strategisch wie Kriegs entscheidend umstritten verpulvern Österreicher wie Italiener Soldaten und Material. In beiden Lagern gibt es Vorgesetzte, in denen der Krieg das Schlechteste der Menschheit hervorbrechen lässt.

Auf der italienischen Seite ist Giuseppe di Monti den Intrigen und Manipulationen seines Patenonkels General Flavio Visarelli hilflos ausgesetzt. Auf der anderen, der österreichischen, ist es Müller, der Vinzenz das Leben schwer macht.  

Während Vinzenz und Giuseppe im schroffen Gebirge für Ehre, treue und das jeweils andere Vaterland kämpfen, zieht sich die Shclinge um Visarelli immer enger zusammen.

Ein verzweifelter Brief seiner Mutter lässt Giuseppe zum Überläufer werden.

Er nimmt die Croda, jene Bergwand, die er einst gemeinsam mit Vinzen als erstes durchstiegen hat, als Weg in eine neue Zukunft. Er weiß es nicht, aber er ahnt, dass er jenseits der heiß umgkämpften GrenzeVinzenz gegenüberstehen wird.

Dann fällt ein einsamer Schuss ...

Charaktere:

Die Figuren sind authentisch und stellenweise erschreckend dargestellt. Rücksichtslose Karrieristen, die buchstäblich über Leichen gehen, um eigene Eitelkeiten zu befriedigen. Auf beiden Seiten der Grenzen gibt es Menschen wie Müller und Visarelli, bei denen der Krieg das Schlechteste  hervorbringt.

Fies und letzlich dem Wahn verfallen, General Flavio Visarelli, der Patensohn, Freund und Vaterland für eigene niedrige Machenschaften verrät.

Liebevoll dargestellt ist Maia di Monti, vormals Maria Brugger die Dienstmagd, die niemals an den Tod ihres Mannes Manuell glaubt.

Eine ganz besondere Figur ist Vinzenz. Er muss mit dem Wissen um die Ereignisse auf der Croda weiterleben.

Gut gezeichnet auch Giuseppe/Josef, der hin- und her gerissen zwischen altem und neuem Leben zerrieben wird.

Erzählstil/Spannung:

Wie schon in den Teilen I und II, ist die Spannung kaum auszuhalten. In einprägsamen und doch einfühlsamen Worten bringt uns Autor Udo Wieczorek die Gräuel des Krieges im Allegmeinen und den Kampf um jeden Zentimeter unwirtlichen Gerölls näher. 

Geschickt verknüpft der Autor die historischen Ereignisse im Rückblick mit den Gedanken des greisen (fiktiven) Vinzenz. Jahrzehntelange Schuldgefühle lassen ihn das letzte Mal auf den geliebten Berg, die Croda, steigen.

Ein schöner, versöhnlicher Gedanke ist das Zusammentreffen Vinzens mit Josefina Maria di Monti, der Nichte Giuseppes/Josefs am Gedenkkreuz für ihren Onkel.

In der Stunde seines eigenen Todes erkennt Vinzenz, dass ihm Josef vergeben hat und er fühlt sich endlich frei, frei wie der Adler, der über ein Tirol ohne Grenzen ("senza confini") fliegt.

Nun erhellt sich auch der Titel der dreiteiligen Geschichte "Flieg, mein roter Adler". 

Meine Interpretation: der rote Adler ist das Symbol für Freiheit und ein geeintes Tirol. Ursprünglich fand ich den roten Adler, der sowohl in Nord- als auch im Südtiroler Wappen vorkommt, passender. Allerdings wäre er dann ein politisch nach wie vor brisantes Symbol. Das soll/will das Buch vermutlich nicht sein.  

 Fazit:

Ein aufwühlender, berührender und zugleich mahnender historischer Roman, den ich unbedingt weiterempfehle. Allerdings müssen alle drei Teile gelesen werden.

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Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Nachthall" von Udo Wieczorek

Altlasten und Neubeginn ...
Bellis-Perennisvor 3 Jahren

Dieser Krimi von Udo Wieczorek ist genial aufgebaut.

Inhalt:


Blaubeuren, nahe Ulm, im April 1945.
Der Zweite Weltkrieg ist de facto zu Ende und für Deutschland verloren. Die Alliierten rücken vor. Schnell versenken Max Ströttner und zwei weitere Nazis ihre unrühmliche Vergangenheit im Steinbruch Ströttners.

Blaubeuren 1980 – also 35 Jahre später. Geologin und Höhlenforscherin Doris Ehrsteiner untersucht ebendiesen Steinbruch, weil sie sich neue Erkenntnisse im Höhlensystem erhofft.
Was sie dabei entdeckt, bringt sie und ihren Vater in höchste Lebensgefahr.

Erzählstil/Spannung:

Dieser Krimi beeindruckt durch die sachliche und dennoch emotionale Darstellung der Geschehnisse. Die Emotionen werden den handelnden Personen glaubhaft in den Mund gelegt.

Die Darstellung der Erstbegehung des Höhlensystems finde ich gut gelungen. Für nicht so Interessierte ist dieser Exkurs vielleicht ein wenig zu lang geraten, da hier der Handlungsfluss verlangsamt wird.
Erst mit dem Auftreten von Kommissar Ruckgraber nimmt der Krimi wieder an Fahrt auf.

Charaktere:
Die Figuren sind vielschichtig  angelegt.

Da ist zum einen Max Stöttner, ein Kotzbrocken wie er im Buche steht. Er glaubt sich als Alleinherrscher über Leben und Tod. Der Minister, der Dorfpolizist – so richtig schöne Wendehälse.

Hannes Ehrnsteiner hingegen ist eines der vielen Opfer der Nazizeit. Seine Kindheit ist geprägt durch Propaganda und Durchhalteparolen. Er ist ein Zerrissener.

Tochter Doris, aufgewachsen in den 1960ern, straight und zielorientiert.

Die Gestalt des Kommissars hingegen ist noch ausbaufähig. Einerseits handelt es sich bei diesem Krimi und den ersten Band einer Reihe und andererseits sind in den 1980er noch längst nicht alle Nazi-Schergen und Kriegsgewinnler zur Verantwortung gezogen worden.

Fazit:

Mit diesem Krimi ist dem Autor eine bemerkenswerte Darstellung der dunklen Seite des deutschen Wirtschaftswunders im Kleinen gelungen.
Lesenswert!


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