Ueli Oswald Das Mädchen aus Piräus

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen aus Piräus“ von Ueli Oswald

Helena, ein Mädchen aus Piräus, aufgewachsen in zerrütteten Verhältnissen und im Waisenhaus, nimmt ihr Leben mit knapp achtzehn Jahren selbst in die Hand und entflieht der Aussichtslosigkeit in ihrer Heimat Griechenland. Vor allem aber entkommt sie ihren Peinigern. Sie lässt alles hinter sich und macht sich – mit weniger als nichts – auf den Weg ins vermeintliche Paradies, die Schweiz. Dort lockt ein Jobangebot und somit ein Neuanfang. Die Reise nach Scuol im Engadin ist ebenso abenteuerlich wie gefährlich. Endlich dort angekommen, beginnt ein neues Leben. Die Arbeit als Küchenmädchen aber ist hart: Helena wird massiv ausgenutzt und findet sich, vorerst sprachlos, im neuen Kulturkreis nur schlecht zurecht, ist Fremdarbeiterin, nicht Gastarbeiterin. Im Jahr 1963, in jenem kalten Winter, in dem der Zürichsee zum letzten Mal zugefroren ist, macht sich die junge Frau auf nach Zürich, wo sie sich Hals über Kopf verliebt. Jetzt endlich scheint sie das Glück gefunden zu haben. Doch das Paradies behält seine düsteren Seiten, und Helenas Schicksal steht auch jetzt unter keinem guten Stern. Trotzdem gibt sie nie auf, und das ist es, was ihre Geschichte so erzählenswert macht.

Empfehlenswert, berührend und schockierend gleichzeitig.

— Meia
Meia

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    Das Mädchen aus Piräus
    Meia

    Meia

    23. February 2017 um 23:07

    Das Buch handelt von der unglaublichen Lebensgeschichte einer griechischen Migrantin, welche der Autor zufällig in einem Park kennen lernte.  Während Oswald der älteren Dame anfangs mit Distanziertheit und Ablehnung entgegen tritt, weicht diese mit dem Fortschreiten der Geschichte zu Interesse, welches darin mündet, dass er einerseits hofft, die ältere Dame bei regenfreiem Wetter auf ihrer Parkbank unter dem Ahornbaum zu treffen und sich gleichzeitig auch davor fürchtet. In einem Strudel von Faszination, Schock und Bewunderung erfährt Oswald zunehmend mehr über Helenas Schicksal, während diese ihm immer wieder Leckereien und kleine Aufmerksamkeiten zu ihren ungebundenen Treffen in den Park bringt. Oswald lässt Helena ungeschminkt ihre eigene Geschichte erzählen, gibt ihr eine Stimme, die von einem Schicksal einer Frau mitten in der Schweiz erzählt, wie sie vielen Frauen auf der ganzen Welt zuteil wird. Die vergnüglichen Begegnungen im Park bieten die nötige Atempause, um die geschilderten Schrecken Helenas voller Verachtung, Gewalt und Ausbeutung geprägten Lebens zu verarbeiten. Oswalds Portrait von Helena zeigt eine willensstarke Frau, die trotz den Widrigkeiten niemals die Lebenskraft und ihren Witz verliert.  Auf das Buch bin ich gestossen, als mir der Autor vier seiner Bücher mit kurzen Inhaltsangaben vorlegte und mich eines aussuchen liess. "Ich glaube, das ist das richtige für sie", meinte er nach meiner Wahl und neugierig begann ich noch auf dem Nachhauseweg zu lesen und konnte das Buch bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand legen. Oswald Erzählweise führt den Leser mit einer Leichtigkeit durch die Geschichte, bis zu dem unerwarteten Schluss.

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