Ugo Bardi Der geplünderte Planet

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Inhaltsangabe zu „Der geplünderte Planet“ von Ugo Bardi

Ohne Öl keine erdumspannende Mobilität, ohne Seltene Erden keine Handys, ohne Phosphat kein billiger Dünger. Wie ein Junkie von seiner Droge ist unsere Zivilisation abhängig von den Schätzen, die die Erde birgt. Doch die Anzeichen mehren sich, dass die Zeit billiger Rohstoffe bald vorbei sein wird. Wie wird sich die Weltwirtschaft entwickeln, wenn sich die Fördermengen der wichtigsten Ressourcen nicht mehr steigern lassen? Welche Auswirkungen sind zu erwarten, wenn die Exploration auch vor sensiblen Regionen wie den Ozeanen und den Polen nicht Halt macht? Welchen Beitrag können Urban Mining und Recycling leisten und für welche Stoffe lässt sich kurzfristig adäquater Ersatz finden? Unterstützt von einem 15-köpfigen internationalen Expertengremium liefert der italienische Chemiker und Analyst Ugo Bardi eine umfassende Bestandsaufnahme der Rohstoffsituation unseres Planeten, und er zeigt auf, wie wir unseren Alltag, unsere Politik und unsere Art zu wirtschaften ändern müssen, wenn wir unseren Lebensstandard halten wollen.

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  • Eine Geschichte der Ausbeutung von Rohstoffen

    Der geplünderte Planet
    Sokrates

    Sokrates

    19. January 2014 um 12:33

    Das Buch möchte zweierlei erreichen: Einerseits einen historischen Überblick über die Erschließung von Rohstoffquellen vermitteln, andererseits unsere Zukunft skizzieren und Vorschläge für ein drohendes Rohstoffende präsentieren. Beides gelingt recht gut, auch wenn ich durch die Lektüre nicht wirklich neue Informationen hinzugewonnen habe. Wer weiß, wie Rohstoffe abgebaut werden und wie hierbei Raubbau an der Natur betrieben wird, der wird in gut zwei Drittel des Buches keine neuen Erkenntnisse präsentiert bekommen. Im zweiten und wesentlich kürzeren Teil seines Buches präsentiert der Autor zunächst die Theorie des begrenzten Wachstums, die der "Club of Rome" Ende der 1980er Jahre bereits präsentiert hat. Zwar müssen die dort prognostizierten Erwartungen etwas korrigiert werden, das zu befürchtende Szenario muss jedoch beibehalten werden. Bardi versucht anschließend Vorschläge zu unterbreiten, wie dem Versiegen der Rohstoffquellen entgegengewirkt werden kann. Das Buch liest sich anschaulich und setzt wenig Vorwissen voraus. Insoweit eine gute Einstiegsliteratur. Wer darüberhinausgehende Informationen oder Anregungen erwartet, sollte auf Fachliteratur zurückgreifen.

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  • Eine eindringliche Aufforderung mit einem nachhaltigen Ressourcenmanagement zu beginnen

    Der geplünderte Planet
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    10. July 2013 um 14:42

    Dieser Bericht an den Club of Rome ist eine wichtige Fortschreibung des bahnbrechenden Buches von Meadows über „Die Grenzen des Wachstum“, das Generationen von Umweltschützern geprägt hat. Nach einer umfangreichen Geschichte des Bergbaus und der Ausbeutung von Rohstoffen für industrielle und kriegerische Zwecke, wirft er einen kritischen und skeptischen Blick auf die Zukunft des Bergbaus und der Ressourcenaneignung.   Zwar wird keiner der wichtigen Rohstoffe, die wir für unser Leben und das Funktionieren unserer Gesellschaft dringend brauchen, in absehbarer Zeit ausgehen. Dennoch mahnt er dringend einen anderen Umgang mit den Rohstoffen an. In einer „mineralischen Eschatologie“ am Ende seines Buches schreibt er: „Mit Hilfe von Solarenergie und Technologien, die keine seltenen und erschöpfbaren Elemente erfordern, sind wir im Prinzip sehr wohl in der Lage, eine Gesellschaft aufzubauen, die Energieflüsse vergleichbar mit den heutigen bewirtschaftet… Die Gesellschaft müsste mit äußerster Sorgfalt darauf achten, dass sie ihre kostbaren Ressourcen nicht verschwendet, und würde manche unserer Gewohnheiten -zum Beispiel Flugreisen - als gefährliche Extravaganz einstufen. Eine Gesellschaft dieser Art wäre jedoch in der Lage, unser technisches Niveau zu halten und zu steigern… Mit diesem Vorrat können wir es schaffen, das Wissen, das wir in den vergangenen Jahrtausenden angehäuft haben, zu halten und weiter zu vermehren …und nutzen, um den Schaden, den wir dem Ökosystem des Planeten zugefügt haben, wieder gut zu machen und es wieder so herzustellen, wie es war, als wir es als Erbe erhielten: ein an Leben und Diversität reicher Planet.“   Eine eindringliche Aufforderung mit einem nachhaltigen Ressourcenmanagement zu beginnen und eine nachhaltige Gesellschaft zu etablieren.

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  • Ein Bericht

    Der geplünderte Planet
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    09. July 2013 um 11:53

      Hinter den aktuell und intensiv vordergründigen globalen Themen der Wirtschaft, der Finanzkrisen, der Überschuldungen, auf ökologischer Ebene auch des Klimawandels, steht seit Jahrzehnten grundlegend das Thema der Verknappung der Rohstoffe im öffentlichen Interesse und das nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Der Kampf um diese Ressourcen steht ebenfalls seit Jahrzehnten im Raum. Erdöl, seltene Erden, Edelsteine, Gas sind im Mittelpunkt teils härtester Verteilungskämpfe.   Die Ideen von Nachhaltigkeit, von der Notwendigkeit der Schonung vorhandener Ressourcen und der Entwicklung nachhaltiger Alternativen steht gegenüber diesen Verteilungskämpfen bis dato eher in zweiter bis dritter Reihe der Prioritäten.   In dieser Gemengelage setzt Ugo Bardi mit diesem sehr differenzierten Bericht an den „Club of Rome“ durchaus Maßstäbe der Diskussion. In unpolemischer Form stellt Bardi den Staus Quo in den Rahmen der historischen Entwicklung der Erde, der geologischen Geschichte und der je konkreten Haltung gegenüber den „Schätzen der Erde“ im Verlauf der Zeiten. Zudem beschreibt er nüchtern die gegenwärtige Lage (soweit gesicherte Erkenntnisse vorliegen) und zieht ebenso nüchterne Schlüsse für die mittelbare (in Teilen auch für eine fernere) Zukunft.   Mit dem eindeutigen und argumentativ fundiert unterlegtem Fazit, dass die Grenzen des Wachstums erreicht sind und jede Verschwendung von Zeit in Bezug auf ein „Weiter so wie bisher“ die Menschheit in eine noch schwierigere Lage bringen wird. Eindrucksvoll argumentiert im Übrigen, ohne die Haltung eines „Untergangspropheten“ einzunehmen. Mit einer Vielzahl klarer Hinweise auf Schritte, die wichtig, nötig und praktikabel wären.   Sei es die Werststoffrückgewinnung statt der Rohstoffverschwendung, als gäbe es kein Morgen, sei es ein klares Nein gegenüber dem Fracking (sehr gut auch für Laien dargestellt und nichts anderes als ein „Weiter so“ mit immer härteren und nachhaltig destruktiven Mitteln) oder auch der Hinweis auf eine intensive Weiterntwicklung des Recycling, gerade im Blick auf wertvolle Rohstoffe wie „Seltene Erden“. Bardi läuft dabei nicht vor die Wand, sondern kann jene Entwicklungen und Kräfte aufnehmen, die bereits Schritte in eine nachhaltige Richtung begonnen haben, zu gehen. Nur, dass es eben mehr davon und schneller benötigt. Dies aber wir nicht so funktionieren, den gegenwärtigen industriellen Staus Quo aufrecht zu erhalten, sondern andere, deutlich „ärmere“ Formen des Wirtschaften und Lebens werden sich entfalten müssen, das scheint für Bardi (nach Lektüre seines, „Zukunftsausblickes“ im Buch) klar zu sein. Eine Anpassung, die unter bestimmten Bedingungen (bei denen Energie in Form von Strom die Hauptrolle spielen wird) aber durchaus gelingen kann.   All dies gründet er auf seine Darstellung der „geologischen Geschichte“, auf deren Hintergrund der Umgang mit den Ressourcen betrachtet und zurückgeführt werden muss. Ressourcen werden nicht einfach so verschwinden, aber die „ehrlichen“ Kosten zur Gewinnung und Nutzung werden explodieren. Ohne ein „nachhaltiges Ressourcenmanagement“ wird hier keine konstruktive Zukunft für den gesamten Planeten zu erwarten sein. Wobei sehr bildhaft und sehr nachvollziehbar Bardi die „Red Queen Hypothese“ und den geschichtlichen Vergleich des römischen Reiches (samt der damals auch nicht gesehenen) konstruktiven Alternativen als Beispiel vor Augen führt.   Ein wichtiges Buch, dass Ursachen, aktuelle Lage, Lösungsmodelle und konstruktive Ausblicke und Anreize zum Umgang mit den Ressourcen des Planeten in gleicher Weise vor die Augen des Lesers setzt.

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