Blutbuche

von Ule Hansen 
3,8 Sterne bei20 Bewertungen
Blutbuche
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Positiv (13):
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Unfassbar spannend

Kritisch (3):
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Die Idee ist gut. Den Schreibstil muss man mögen. Mein Fall ist er nicht.

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Inhaltsangabe zu "Blutbuche"

"Bitte helft mir! Er sagt, er reißt mich in Stücke." Das und noch Schlimmeres steht in einem von drei kryptischen Briefen, die der polnischen Polizei zugespielt werden. Die Briefe sind auf Deutsch verfasst, und so erbittet man Amtshilfe bei der Berliner Polizei. Ein Gutachten soll klären, ob hier jemand unter grausamsten Bedingungen gefangen gehalten wird oder ob diese Briefe nur ein übler Scherz sind. Der Fall landet auf dem Tisch von Emma Carow, die für ihre genialen Analysen bekannt ist. Bei dem Versuch, das Rätsel zu lösen, wird sie mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453438057
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:21.05.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 10 Tagen
    Kurzmeinung: Die Idee ist gut. Den Schreibstil muss man mögen. Mein Fall ist er nicht.
    Auf der Suche nach dem Thriller

    Ein neuer Fall für die Fallanalytikerin Emma Carow. In Polen sind drei Briefe aufgetaucht, in denen jemand Hilfe verlangt und behauptet festgehalten und vergewaltigt zu werden. Allerdings sind die Briefe auf Deutsch verfasst. Deshalb wird nun auch die deutsche Polizei hinzugezogen.

     

    Die Idee hinter diesem Buch ist gut und gefällt mir. Es ist auch recht spannend. Allerdings nicht so spannend, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es gibt viele Hinweise und Gedankengänge, denen die Ermittler nachgehen. So gab es zumindest Ermittlungsarbeit. Auch wenn ich Emmas Alleingänge doch etwas merkwürdig fand. Emma ist sowieso eine sehr spezielle Persönlichkeit. Mir ist sie sehr unsympathisch und ich kann mich überhaupt nicht in sie hineinversetzen. Sie ist auch in diesem zweiten Teil immer noch besessen von ihrer Vergewaltigung und auch ihr Vergewaltiger taucht immer wieder auf. Wozu? Emmas Kollegen sind auch merkwürdig und bleiben dem Leser sehr fremd. Irgendwie kommen sie auch meist nur zu Wort, um Emma zu beschimpfen oder zu meckern.

    Wie schon im ersten Teil gerät Emma wieder in die Hände des Täters. Und wieder wirkt es sehr konstruiert und vor allem unnötig. Es scheint so eine Masche der Autoren zu sein, ihre Heldin am Ende immer noch in Gefahr zu bringen. Mich stört das. Auch, dass sich alles immer nur um Emma selbst dreht nervt. Das ist einfach unrealistisch. So viel Böses und Schlechtes kann sie ja nicht um sich herumhaben.

    Der Schreibstil des Autorenduos ist leider gar nicht mein Fall. Ich kann zwar nicht sagen woran es liegt, aber er gefällt mir nicht. Alles wirkt sehr aneinandergereiht, kühl und teilweise auch zu ausschweifend.

    Die Idee fand ich gut, die Umsetzung war überhaupt nicht meins, deshalb vergebe ich zwei von fünf Sternen. Dieser zweite Teil hat mir etwas besser gefallen als der erste Teil „Neuntöter“.

    Am Ende des Buches bleibt allerdings eine Frage offen – wo ist der Thriller? Dieses Buch ist definitiv eher ein Krimi.

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    MonesBlogWelts avatar
    MonesBlogWeltvor 14 Tagen
    ...spannend bis zum Schluss

    Mit Blutbuche ist Band 2 der Carrow Reihe von Ule Hansen an den Start gegangen. Ich persönlich habe Teil 1 noch nicht gelesen, möchte es aber nach diesem Teil aber unbedingt nachholen. D.h. Man kann die Teile auch problemlos unabhängig von einander lesen.



    ZUM INHALT: (ACHTUNG:SPOILERGEFAHR)

    Fallanalystin Emma Carrow soll Briefe auf ihre Echtheit prüfen, in denen Frauen schreiben, das sie gefangen gehalten werden. Diese wurden der polnischen Polizei zugestellt. Es gibt weder Leichen und Spuren, noch irgendwelche Anhaltspunkte.

    Im ersten Moment scheinen ihr diese nicht echt, doch dann kommen ihr erste Zweifel auf. Als die polnische Polizei dann einen Verdächtigen hat, macht sie sich auf den Weg nach Polen, aber schnell stellt sich heraus, das er kein Täter ist.

    Zurück in Deutschland, bekommt sie Besuch vom Auswärtigen Amt, der ihr nahe legt, sich aus dem Fall raus zuhalten. Doch Emma lässt der Fall einfach keine Ruhe, immer wieder geht sie die Briefe durch und beginnt über das erste identifizierte Opfer, dessen Kopf gefunden wurde, zu recherchieren. Ihre Spur führt sie ins Prostitutionsgewerbe und alles deutet darauf hin, das das opfer auf der Suche nach einem goldenen Freier gewesen ist.

    Schon bald taucht ein weiterer Brief auf, von einer vermissten Studentin aus Deutschland.

    Emma versucht sich in die Rolle von Opfer und Täter hineinzuversetzen und kommt der Sache tatsächlich Näher. Als sie diese heiße Spur verfolgt, begibt sie sich in höchste Gefahr...



    FAZIT

    Blutbuche ist ein super Thriller mit viel interessantem Input für den Leser. Dem Berliner Autorenduo ist es hier ganz klar gelungen, die Leser auf verschiedene Fährten zu führen. Der Spannungsbogen ist über das gesamte Buch aufrecht erhalten und schließt mit einem finalen Höhepunkt ab. Hier wird man automatisch ans Buch gefesselt. Thriller Liebhaber kommen hier voll und ganz auf ihre Kosten.

    Ich freue mich auf weitere Teile mit Emma Carrow und bin gespannt, wie´s weiter geht, denn der Cliffhanger am Ende des Buches macht einen direkt schon wieder neugierig auf den nächsten Fall.


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    Kartoffelschafs avatar
    Kartoffelschafvor einem Monat
    Kurzmeinung: Unfassbar spannend
    Die Abgründe der menschlichen Seele

    "Blutbuche" ist definitiv ein Thriller mit Thrill! Perfekt für die dunkle Jahreszeit sorgt er für einen wohligen Schauer, der dem Leser zeitweise über den Rücken kriecht. 


    Der Schreibstil ist ein kleines bisschen gewöhnungsbedürftig. Teilweise unterhalten sich diverse Charaktere miteinander - jeweils mit dem Namenszusatz hinter der wörtlichen Rede, damit der Leser nicht den Überblick verliert, wer nun gerade spricht. 
    Insgesamt findet man sich jedoch schnell zurecht und ist von Anfang an mitten im Geschehen. 

    Die Protagonistin ist durch ihre leicht schrullige Art super sympathisch und absolut authentisch. Zwar für mich nicht immer ganz nachvollziehbar - fällt sie doch einige scheinbar unüberlegte Entscheidungen - ist sie glaubwürdig. 

    Die Handlungsorte sind super beschrieben, man hat die meiste Zeit über das Gefühl, live dabei zu sein. 

    Insgesamt muss man allerdings sagen, dass dieses Buch nicht unbedingt etwas für zart besaitete Gemüter ist. Es gibt diverse Stellen, die grenzwertig ekelerregend und zum Teil wirklich verstörend sind. 
    Dieses Buch zeigt eindringlich die Abgründe der menschlichen Seele. Ich habe einmal mehr darüber nach gegrübelt, warum der Spruch "Stille Wasser sind tief und dreckig" auf so viele Menschen passt. Auf Serienmörder in Thrillern wie diesem, aber auch auf einige, denen man so im Alltag begegnet. 

    Es ist definitiv ein Thriller der zu unterhalten weiß, mit straff gespanntem Spannungsbogen, Irrungen, unerwarteten Wendungen und einem wirklich durchdachten Plot. 
    Absolut empfehlenswert für alle Fans des Genres. Gerade jetzt zum Beginn des Herbstes - unbedingt lesen! 

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    S
    Schneilavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Etwas langatmig, aber spannende Geschichte mit tollen Charakteren!
    Zum Ende hin besser

    Die Blutbuche ist ein Thriller/Krimi der etwas anderen Art. Die gewohnte Form der Polizistin, die ermittelt, wird hier nur angeschnitten, denn unsere Protagonistin ist eine Fallanalystin, keine Ermittlerin. 


    Der Inhalt:
    "Bitte helft mir! Er sagt, er reißt mich in Stücke." Das und noch Schlimmeres steht in einem von drei kryptischen Briefen, die der polnischen Polizei zugespielt werden. Die Briefe sind auf Deutsch verfasst, und so erbittet man Amtshilfe bei der Berliner Polizei. Ein Gutachten soll klären, ob hier jemand unter grausamsten Bedingungen gefangen gehalten wird oder ob diese Briefe nur ein übler Scherz sind. Der Fall landet auf dem Tisch von Emma Carow, die für ihre genialen Analysen bekannt ist. Bei dem Versuch, das Rätsel zu lösen, wird sie mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert. 

    Die Figur:
    Emma Carrow ist die Hauptfigur und eine etwas verkorkste Person. Als brillante Ermittlerin ist sie bekannt, aber leider auch weil sie vor als junge Frau vergewaltigt wurde. Der Konflikt, den sie innerlich wie auch tatsächlich mit dem Vergewaltiger führt, zieht sich permanent durch das Buch. 
    Anstatt nur Profile der Täter zu erstellen wirft sie sich schon von Beginn an selbst in die Ermittlungen und begibt sich dann selbst in Gefahr. 
    Bei ihren Ermittlungen kommen auch immer wieder verschiedene Männer ins Spiel, was ich teilweise sehr verwirrend fand. Die Charaktere wurden sehr schnell und kurz, meist nur mit Nach- oder Vornamen eingeführt, sodass es schwer fällt am Ball zu bleiben. 

    Mein Gesamteindruck:
    Die Story klingt von Anfang an spannend, die Ideen dahinter sind gut und auch die Charaktere klingen interessant. Doch leider hat es sich auf den ersten 200 Seiten meiner Meinung nach immer sehr stark gezogen. Wenn man den Anfang aber einmal überwunden hat, liest sich das Ende in einem Rutsch gut durch. 
    Mir gefällt, dass versucht wird Themen wie Transsexualität und das Stockholm-Syndrom mit aufgegriffen werden. Mir hätte es aber besser gefallen, wenn diese noch etwas mehr ausgeführt wären. 

    Ich würde sagen, dass Buch kann man gerne einmal lesen, die Geschichte ist spannend und auch die Charaktere machen Lust auf mehr. Ich werde mir auch den nächsten Band besorgen, um zu erfahren wie es weiter geht!

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    rike84s avatar
    rike84vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein rasanter Berlin - Thriller mit einer fragwürdigen Protagonistin. Eine Fallanalytikerin, die merkwürdig agiert - aber es ist interessant!
    Was macht sie da?

    Emma Carow hat schon in Band 1 der Reihe unter ihrem sehr präsenten Vergewaltiger gelitten. Nun stellt sie sich ihm in einer Talkshow entgegen und bekommt viel mediale Aufmerksamkeit  -gute und schlechte. Mit dieser Aufmerksamkeit bekommt sie auch einen außergewöhnlichen Auftrag: Sie soll Briefe von Opfern analysieren, die der Täter zur Veröffentlichung an die Polizei geschickt hat. Zunächst stellt sich die Frage, ob das überhaupt ernst gemeint ist oder nur ein Scherz. Und dann wird ein Kopf gefunden. Emma Carow wäre nicht sie selbst, wenn sie nicht weit über ihren Auftrag hinaus ermitteln würde – und das auch noch in den Wirren der polizeilichen Zuständigkeit.

    Stil, Machart, Meinung

    Dieser Berlin –Thriller ist der zweite Band in der Reihe um Emma Carow. Ich habe schon Band 1 gelesen und war etwas zwiespältig. Gerade habe ich noch einmal meine Rezension von Teil 1 gelesen und muss sagen: Fast alles trifft genau so auf Band 2 zu.

    Daher empfehle ich den Neueinsteigern dieser Serie, auch bei meiner Rezension zu Teil 1 anzufangen. Generell habe ich einige Rezensionen zu Band 2 gelesen, um herauszufinden ob man diesen Teil auch ohne den ersten Band lesen kann. Anscheinend scheint der Einstieg kein Problem zu sein!

    Nun zu diesem Band: Die Schreibe des Autorenduos gefällt mir, es ist ohne viel Geschnörkel mit gelegentlich aufblitzendem Humor –und doch hätte man einige Stellen großzügiger kürzen können.

    Es ist trotzdem spannend und ich war ziemlich schnell in der Handlung und musste dringend die Seiten umblättern. Die Hauptperson Emma Carow, aus deren Perspektive erneut die gesamte Handlung konsequent erzählt wird, ist zwar noch so problematisch wie in Band 1, aber schon etwas teamfähiger. Die Profile der Kollegen werden weiter geschärft, was ich als Entwicklung super finde. Viel Berliner Lokalkolorit kommt zur Geltung, die Autoren haben verschiedene Erkenntnisse zum Charakter der Stadt und der darin lebenden Leute. Die Herangehensweise von Fallanalysten wird sehr interessant beschrieben.

    Erneut dachte ich an einigen Stellen „echt jetzt?“ und „warum tust du das?“. Das scheint die Ermittlerin und die Berichterstattung aus ihrer Perspektive irgendwie interessant zu machen. Dem Leser werden mehrere Verdächtige präsentiert und ein Ereignis aus der Vergangenheit hat mit der aktuellen Mordserie zu tun. Das ist ganz nach meinem Geschmack und hier eingebettet in ein etwas unüblichen Thriller, der aus der Masse heraus sticht.

    Nachdem ich zwei Teile der Reihe gelesen habe, möchte ich erwähnen das die Autoren recht unübliche und Interessante Einblicke liefern. Die Fälle lösen sich immer gut und logisch auf, wobei die Handlungen der Heldin nur mäßig logisch anmuten. Der Showdown ist bei beiden Büchern nicht so ganz mein Fall, aber danach macht das Ende dann doch Lust auf mehr.

    Was lernen wir daraus?

    Bei dieser Reihe fällt mir besonders auf, wie die Autoren die Eigenheiten der Hauptperson, die einen riesigen Platz in beiden Büchern einnimmt, beibehalten und fast schon in den Mittelpunkt stellen. Die Fälle gleichen sich überhaupt nicht und sind beide recht brutal, individuell, interessant und in ein recht ähnliches Setting eingebettet. Die Fallanalyse bekommt viel Raum, und das ist sehr interessant und spricht für viel Hintergrundwissen. So setzt man sich von der Masse ab und behält bei einer Reihe seinen Stil bei, um sich mit dem neuen Fall trotzdem neu zu erfinden.

    Fazit

    Ich vergebe 4 Sterne und werde auch den nächsten Teil der Serie lesen. Die Längen und die unüberlegten Handlungen der sonst so wohlüberlegten Analystin sind auf der Negativseite verbucht, während die Individualität der Story und der Hauptperson sowie das Rätsel um mehrere Verdächtige und kritischer Lokalkolorit positiv auffallen. Ich bin tatsächlich gespannt, wie es mit dem Team weiter geht.

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    ullikens avatar
    ullikenvor 2 Monaten
    Nervenaufreibende Täterjagd

    Emma Carow ist Fallanalystin bei der OFA (Operative Fallanalyse) des Landeskriminalamts. Sie hat ein lange zurückliegendes Trauma noch nicht ganz verarbeitet. Dann sitzt sie in einer TV-Show ihrem Vergewaltiger, der jetzt seine Strafe abgesessen hat, gegenüber. Sie stellt fest, sie hat wohl alles überwunden. Aber ist das tatsächlich so? 

    Zurück auf der Arbeit wird sie mit einem abscheulichen Fall betraut. Mehrere Frauen sind verschwunden. Von einigen findet man Körperteile, die furchtbar zugerichtet sind - ich äußere mich bewusst nicht näher dazu, um nicht zuviel zu verraten.
    Bei der Polizei trudeln Briefe der vermissten Frauen ein. Was bezweckt der Täter damit? Die Spuren führen nach Polen, man muss zusammenarbeiten. Das klappt nicht gut.

    Gott sei Dank hat Emma einen guten Freund, bei dem sie Kraft auftanken kann, der ihr bei ihren Alpträumen hilft und sie psychisch aufbaut. Es ist ein dermaßen verzwickter Fall, mittlerweile ist klar, dass der Täter die entführten Frauen, die wohl aus dem Milieu stammen, bestialisch quält und genauso töten wird. Emma und die Kollegen des LKA müssen unbedingt schnell den Täter fassen. Emma wird unvorsichtig.

    Das Autorenduo Astrid Ule und Eric T. Hansen hat einen spannungsgeladenen Roman mit einigen guten Überraschungsmomenten geschrieben. Es ist der zweite Fall mit Emma Hansen. Der Roman lässt sich aber super lesen, ohne den ersten zu kennen. Das Buch lässt sich kaum aus der Hand legen. Es hat 90 Kapitel auf 478 Seiten, wobei das letzte Kapitel hoffen lässt, dass es einen weiteren Roman mit Emma Carow geben wird.

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    martina_turbanischs avatar
    martina_turbanischvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Blutbuche ist ein rasant erzählter, sehr spannender Thriller.
    Ein neuer Fall und alte Dämonen…

    Wie bereits bei Neuntöter brauchte ich auch hier eine Weile, bis ich mich auf die Geschichte und die handelnden Personen einlassen konnte. Eigentlich sogar noch ein bisschen länger, denn der Einstieg hat mich ziemlich verwirrt.Ich brauchte eine Weile um die Personen zu sortieren und einen Faden zu finden, an dem ich mich durch die Geschichte hangeln konnte. Dann konnte ich das Blutbuche allerdings kaum noch aus der Hand legen.

    Gruselige Grundgeschichte

    Die Grundgeschichte um die Briefe und alles was dazu gehört ist gut ausgedacht und spannend aufgebaut. Gelegentlich wird es dann auch schón mal sehr brutal und auch wenn ich gar nicht jede Einzelheit wissen möchte - lesen muss ich sie doch :-) Emma Carow ist immer noch nicht besonders teamfähig und deshalb vielleicht die falsche Besetzung, um mit den polnischen Kollegen zusammenzuarbeiten, aber so wenig, wie ich aufhören kann zu lesen, kann sie aufhören zu ermitteln :-)

    Alte Geschichten

    So spannend, wie ich die Geschichte an sich fand, so deplatziert fand ich allerdings die Geschichte zwischen Emma Carow und dem Typen, der sie seinerzeit vergewaltigt hat. Ich finde ihr Unvermögen, das Geschehene zu verarbeiten passt nicht zu ihrem Job und ihrem Charakter. Ja, es ist nach wie vor in Mode, Ermittler mit mindestens einem psychischen Problem auszustatten - aber man muss es auch nicht übertreiben.

    Rasant erzählt

    Aber viele Twists und Wendungen bringen ordentlich Tempo in die Geschichte, so dass ich immer recht schnell von den alten Sachen abgelenkt werde. Ich finde den Schreibstil sehr flüssig zu lesen, wenn man erst mal reingefunden hat. Ich mag Emma Carow immer noch - trotz unkollegialem Verhalten und einer manchmal sehr großen Klappe :-) Ich finde sie wirkt sehr authentisch, genau wie ihre fiktiven Kollegen. Für den nächsten band wünsch ich mit allerdings etwas weniger Vergangenheitsbewältigung - obwohl der letzte Satz in Blutbuche mich Böses ahnen lässt.

    Mein Fazit:

    Blutbuche ist ein rasant erzählter, sehr spannender Thriller. Man muss sich ein bisschen Zeit nehmen, um in die Geschichte zu finden, aber dann lässt sie einen nicht mehr los. Für etwas geduldigere Leser auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

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    Kat_Von_Is avatar
    Kat_Von_Ivor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Gute Idee. Nicht gut umgesetzt..... Schade! Ich hatte hohe Erwartungen....
    Gute Story aber alles zu langatmig.....

    Emma Carrow wird in einem brisanten Fall als Fallanalytikerin um Hilfe gebeten. Merkwürdige Briefe tauchen auf und 5 verschandelte Frauenköpfe. Die Körper dazu fehlen. Emma soll anhand der Briefe ein Täterprofil erstellen. Emma gerät immer tiefer in die Ermittlungen obwohl sie genug andere Probleme zu lösen hat. Eines ihrer größten Probleme ist ihr Vergewaltiger der wieder in ihr Leben tritt..... Emma ermittelt auf eigene Faust weiter und stößt dabei auf den ein oder anderen Verdächtigen. Fast hat sie das Rätsel gelöst und bringt sich dadurch in große Gefahr..... Anfangs war das Buch sehr langatmig. Viele Ermittler-Dialoge. Teilweise sehr trocken und oft Wiederholungen. Netter Humor hier und da. Viel banales was nichts zur Sache tut und das erweckte bei mir den Eindruck als möchte das Autoren-Duo Zeit schinden. Es war aber leider oft nicht spannend, das Zeit schinden 😕 Der Schreibstil war auch sehr sehr anstrengend, oft konnte ich kaum folgen musste, wieder nachlesen und wurde trotzdem nicht schlauer daraus. Alles teilweise sehr verwirrend. Viele Passagen hätte man weglassen können. Ab der Mitte vom Buch kam dann langsam fahrt auf. Es wurde immer spannender. Aber auch vorhersehbar. Für mich stand der Täter schnell fest und ich war nicht überrascht als er am Ende entlarvt wurde....Wobei das Ende wirklich voller Nervenkitzel und Spannung war. Es hat mich schon sehr gefesselt aber ich habe von diesem Buch mehr erwartet. Das Thema des Buches war sehr gut gewählt, ein gekränktes Ego was sich nun auf die bestialischste Weise auslebt und rächt. Aber mir fehlt hier das gewisse etwas.....

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    SillyTs avatar
    SillyTvor 3 Monaten
    Gelungene Fortsetzung

    Während die Ermittlerin Emma Carow gerade mit den Dämonen der eigenen Vergangenheit zu kämpfen hat, erhält ihre Abteilung die Bitte von polnischen Kollegen, bei einem Fall mitzuhelfen. Drei Briefe wurden der Polizei in Polen zugespielt, Briefe, in denen Opfer, Frauen, die Polizei um Hilfe bitten, denn sie werden gefangen gehalten. Da sich die Ermittler nicht ganz sicher sind, soll Carow herausfinden, ob die Briefe echt sind oder nur ein extrem grausamer Scherz. Die Briefe sind auf Deutsch verfasst und ihr Inhalt äußerst verstörend.
    Meine Meinung
    Schon das Debüt des Autorenduos Ule Hansen konnte mich absolut fesseln und so war ich begeistert, als ich sah, dass es endlich eine Fortsetzung rund um die äußerst spannende Ermittlerin Emma Carow gibt.
    Das Cover macht neugierig und schreit schon von weitem Thriller und gefällt mir sehr gut. Auch der Klappentext macht neugierig auf den Inhalt.
    Der Thriller ist der zweite Teil einer Reihe um Ermittlerin und Fallanalytikerin Emma Carow, wobei man die Bände, wenn es rein um den Fall geht, völlig unabhängig voneinander lesen kann. Wie so oft bei solchen Reihen aber geht es im Privatleben der Ermittler natürlich weiter und auch hier lernt man die Protagonistin ein Stück weit mehr kennen, als bereits zuvor.
    Der Schreibstil der Autoren gefällt mir absolut gut, denn sie schreiben fesselnd und einnehmend. Schon mit dem ersten Satz wird der Leser so neugierig gemacht, dass man umgehend in den Thriller gezogen wird. Sie schreiben sprachlich modern und soweit bildlich, dass man den Ereignissen gut folgen kann. Die ein oder andere Beschreibung ist vielleicht nichts für ganz zart besaitete Leser, aber im großen und ganzen nehmen blutige Szenen hier keine Überhand. Sie bekommen einfach so viel Raum, wie sie benötigen, um klarzustellen, wie grausam der Täter hier vorgeht und das sorgt durchaus für Gänsehaut.
    Der Thriller an für sich, bzw. eher der Fall an für sich, nimmt nur ruhig, aber dafür konstant an Fahrt auf. Genau wie die Ermittlerin Carow weiß der Leser zunächst nicht, inwieweit etwas an diesen Briefen ist und bekommt somit Gelegenheit, mit Carow gemeinsam darüber zu grübeln. Aber gerade hier im ersten Bereich des Buches hatte ich auch den Eindruck, dass man vor allem die Protagonistin und deren Psyche deutlicher kennenlernt und sich gut in sie hineinversetzen kann. Doch so nach und nach wird auch der Fall immer einnehmender und man stößt mit Carow gemeinsam an so manch eine Grenze und seien es nur die innerhalb der eigenen Behörden. Das Tempo steigert sich, es gibt die ein oder andere Wendung und zum Ende hin den äußerst spannenden Showdown. Hin und wieder ist es ein wenig zu sehr konstruiert, aber das tut der Spannung keinen Abbruch, ganz im Gegenteil.
    Emma Carow, die Protagonistin, ist eine sehr interessante Person, über deren Hintergrund man bereits im ersten Band einiges erfuhr, was hier aber deutlich vertieft wurde. Wobei ich den Eindruck hatte, dass sie vor allem psychisch beginnt, ihr Trauma zu verarbeiten, man spürt hier auf jeden Fall eine Entwicklung. Zwischenmenschliche Beziehungen sind nicht Emmas Ding und so manche ihrer Handlungen erfolgen aus dem Bauch heraus. Doch je mehr man sie kennenlernt, umso mehr kann man nachempfinden, was in ihr vorgeht.
    Auch ihre Kollegen werden klar umrissen, bleiben aber auch deutlich in Emmas Schatten. Trotzdem sind sie vorstellbar und machen neugierig auf weitere Fälle, die sie gemeinsam lösen werden.
    Mein Fazit
    Wer den ersten Band der Reihe bereits mochte, wird auch diesen hier gerne lesen. Spannend und mit recht viel Berliner Lokalkolorit ausgestattet, bringt der Thriller gute Unterhaltung und lässt sich flüssig lesen. Emma Carow und auch der Rest des Teams sind interessante Persönlichkeiten, wobei mir vor allem Emma und deren Entwicklung gut gefällt. Empfehlenswerter zweiter Teil.

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    Buecherkaetzchens avatar
    Buecherkaetzchenvor 3 Monaten
    Gut ausgearbeitet, teils etwas grausam

    An manchen Stellen ist der Thriller sehr grausam, also nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Leider hat sich die Handlung jedoch ein wenig schleppend entwickelt: Teilweise war es wirklich spannend, teilweise gab es aber auch Längen - deshalb ziehe ich einen Stern ab.

    Der Stil des Autoren-Duos ist sehr flüssig, wodurch das Buch sich einfach und schnell lesen lässt. Auch die Charaktere werden sehr detailliert dargestellt. Gerade über die Protagonistin Emma Carrow erfährt der Leser sehr viele Fakten. Dadurch war es auch für mich, die den ersten Teil der Reihe nicht kennt, problemlos möglich, der Handlung zu folgen.

    Ich lese leidenschaftlich gerne Thriller, ich brauche auch keine "Frauen-Thriller", die ohne Blut oder ähnliches auskommen. Was ich jedoch absolut ungern lese sind Bücher, in denen Tierquälerei oder Vergewaltigung eine tragende Rolle spielt. In diesem Buch ist letzteres Thema sehr wichtig. Dadurch war das Buch für mich nicht immer ganz einfach zu lesen.

    Ich gebe "Blutbuche" 4 von 5 möglichen Sternen.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    JohannaLuisas avatar

    Drei schockierende Briefe und eine düstere Vergangenheit 

    "Mein Spezialgebiet sind Serientäter. Ich analysiere Psychopathen und Soziopathen." Die geniale Analystin Emma Carow ist eine Expertin für Verbrechen in Serie. Nach dem Auftauchen mysteriöser Briefe, die grausame Folter verlauten lassen, soll Emma Carow ein Gutachten erstellen. Sie sieht sich den abgekarteten Spielen ihrer Vorgesetzten und den Dämonen ihrer Vergangenheit gegenüber. 

    Dieser neue Fall für Ermittlerin Emma Carow führt die Leser für einen spannenden Kriminalfall nach Berlin. Dann wird eine Leiche gefunden, und die Ereignisse überschlagen sich. Bei der Ermittlung realisiert Emma Carow, dass ihre Vergangenheit einfach nicht ruhen will...  

    Heute habt ihr die Chance, viele Fragen an Ule Hansen zu stellen. Voller Spannung erwartet das Autorenduo am Fragefreitag eure Fragen. Unter allen Fragestellern verlosen wir 5 Exemplare des Romans "Blutbuche" .

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    "Bitte helft mir! Er sagt, er reißt mich in Stücke." Das und noch Schlimmeres steht in einem von drei kryptischen Briefen, die der polnischen Polizei zugespielt werden. Die Briefe sind auf Deutsch verfasst, und so erbittet man Amtshilfe bei der Berliner Polizei. Ein Gutachten soll klären, ob hier jemand unter grausamsten Bedingungen gefangen gehalten wird oder ob diese Briefe nur ein übler Scherz sind. Der Fall landet auf dem Tisch von Emma Carow, die für ihre genialen Analysen bekannt ist. Bei dem Versuch, das Rätsel zu lösen, wird sie mit ihren eigenen Dämonen konfrontiert.


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    Whisky-liebendes Autorenpärchen mit Hang zu Thrillern: Ihre beiden Nachnamen haben Astrid Ule und Eric T. Hansen als Pseudonym für ihre gemeinsamen Veröffentlichungen gewählt. Astrid Ule wurde in Frankfurt am Main geboren und hat in Mainz Ethnologie und deutsche Volkskunde studiert. Neben ihrer Arbeit als Schriftstellerin ist die Wahl-Berlinerin als Lektorin tätig. Ihr Lebensgefährte Eric T. Hansen erblickte 1960 in den Vereinigten Staaten von Amerika in Washington das Licht der Welt und verliebte sich auf einer Missionsreise 1981 in das für ihn merkwürdige und exotische Deutschland. In München studierte der einstige Mormone die Literatur des Mittelalters, reiste im Anschluss daran kurzerhand ein Jahr lang an auf den Spuren des dunklen Zeitalters und hielt seine Erlebnisse 2007 in „Die Nibelungenreise - Mit dem VW-Bus durchs Mittelalter“ schriftlich fest. „Neuntöter“ , der Auftakt um die menschenscheue Fallanalystin, erschien 2016 und ist der erste gemeinsame Thriller des kinderlosen Autorenduos.

    Wir verlosen 5 Exemplare von "Blutbuche". Was ihr dafür tun müsst? Klickt auf "Jetzt bewerben" und stellt Ule Hansen am 20.07.2018 eine Frage. Das Autorenduo wird sie im Laufe des Fragefreitages beantworten. 

    Wir wünschen euch ganz viel Spaß beim Fragefreitag!
    c-birds avatar
    Letzter Beitrag von  c-birdvor 3 Monaten
    Ja, mein Exemplar kam auch gestern an. Blitzversand!
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