Neuntöter

von Ule Hansen 
3,7 Sterne bei110 Bewertungen
Neuntöter
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (70):
niggeldis avatar

Ein interessanter Fall mit einer sehr ungewöhnlichen, aber manchmal richtig anstrengenden Ermittlerin!

Kritisch (16):
KerstinThs avatar

Ein nicht spannender Thriller mit einer unsympathischen, verrückt wirkenden Hauptperson. Für mich ein Riesenflop.

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Inhaltsangabe zu "Neuntöter"

Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453421851
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:12.02.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 29.02.2016 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Emma.Woodhouses avatar
    Emma.Woodhousevor 2 Monaten
    So intensiv, es ging mit unter die Haut

    Inhalt:
    Berlin - ein Junge findet beim Klettern auf einem Baugerüst 3 einbandagierte Leichen. Sie sehen aus wie Mumien. Sie starren alle in Richtung des Fensters. Schnell wird klar, das es nicht bei diesen Leichen bleibt. Ein Serienmörder geht um und damit müssen die Fallanalysten ran.
    Emma Carow ist perfekt in ihrem Job aber mit Menschen hat sie es nicht so und doch könnte dieser Fall ein bedeutender Schritt in ihrer Karriere sein. Doch zuerst muss sie den Serienmörder fassen ...

    Meinung:
    Der Titel ist einfach super weil man keine Ahnung hat was das sein soll. Mich hat es jedenfalls total neugierig gemacht.
    Und kaum hatte ich mit dem Buch begonnen, konnte ich es auch nicht mehr weglegen. Zum einen wegen dem Fall. Einbandagierte Leichen, die in verlassenen Gebäuden hängen, sieht man nicht alle Tage. Aber nicht nur das, der Mörder scheint auch etwas damit sagen zu wollen und vor allem sind unter den Opfern - Männer, Frauen und Kinder. Es scheint alles so wahllos oder doch nicht?
    Emma lässt sich komplett von dem Fall leiten und geht viel zu weit um dem Mörder auf die Spur zu kommen. Denn Emma ist nicht gerade die Fallanalystin die man erwartet. Sie ist nicht objektiv, außen vor und beherrscht. Ganz im Gegenteil! Sie scheint oft völlig in die Psyche des Mörders abzudriften. Sie verbeißt sie derart das sie nicht um sich herum mehr wahrnimmt. Der Job ist alles für sie und Menschen vertraut sie schon lange nicht mehr. Warum? Weil sie selbst einmal ein Opfer war und mit ihrem Peiniger nun leben muss. Er ist reuig und hat damit ein bisschen Berühmtheit erlangt. Leider interessiert es niemanden wie Emma damit klar kommt, dass sie ihn nun überall sehen muss. Sie hat überlebt aber solch seelische Narben davon getragen, das niemand sagen kann was sie tun würde wenn sie ihrem Peiniger gegenübersteht.
    Und gerade diese Hauptperson - Emma, beherrscht den Roman. Sie ist so extrem und löst in einem wirklich Kontroversen aus. Zwischenzeitlich wusste ich wirklich nicht ob sie nicht auf einem Selbstzerstörungstrip ist. Aber man kann sie auch verstehen. Sie ist ein Mensch mit einer krassen Geschichte. Das macht das Buch auch so intensiv.
    Einerseits jagt man mit Emma den Mörder und andererseits steht man an ihrer Seite während sie mit ihren Dämonen kämpft.
    Ich habe so ein Buch noch nie gelesen. Ich weiß noch gar nicht was ich von Emma halten soll und vor allem kann ich sie nicht richtig greifen. Immer wenn ich eine Idee von ihr habe, macht sie wieder was anderes. Sehr heftig und ich bin schon gespannt wo die Reise mit ihr hingeht.

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein nicht spannender Thriller mit einer unsympathischen, verrückt wirkenden Hauptperson. Für mich ein Riesenflop.
    Überhaupt nicht mein Fall

    In Berlin werden drei Leichen gefunden. Sie hängen an einem Baugerüst am Leipziger Platz, eingewickelt in Panzertape. Fallanalytikerin Emma Carow soll den Ermittlern ein Profil für den Täter liefern.


    Mir hat dieser Thriller gar nicht gefallen. Ich kam überhaupt nicht in die Geschichte rein und habe immer wieder ganze Blöcke an Seiten übersprungen. Spannung baute sich bei mir gar nicht auf. Und die Hauptprotagonistin, die Fallanalytikerin Emma Carow war mir sehr unsympathisch und ging mir ziemlich auf die Nerven. Sie hängt noch vollkommen in einer Vergewaltigung drin, die Jahre her ist. Sie kann scheinbar keinen klaren Gedanken fassen und es vergeht kein Tag an dem sie nicht an dieses Trauma erinnert wird. Da frage ich mich, was sie in ihrem Job macht.  Eine Therapie wäre wohl angebrachter. Es heißt sie kann sich hervorragend in Täter hineinversetzen, das Gefühl hatte ich leider nicht.

    Die Handlung dieses Thrillers ist ok. Die Umsetzung hängt etwas. Vor allem der Schreibstil war nicht meins. Meist wirkt es recht kühl. Vor allem von Emmas Seite her. Aber auch sonst bleibt einem das Geschriebene sehr fern. Teilweise war es mir zu sprunghaft und ausschweifend. Häufig hat sich Emma Carow ihre eigenen Gedanken zu der Handlung gemacht. Allerdings erfährt der Leser meist erst etwas später, dass das nur in Emmas Kopf passiert ist. Was das sollte weiß ich nicht.

    Dann endet das Buch auch noch mit einem Cliffhanger. Das mag ich ja gar nicht. Naja ich habe mir den zweiten Teil gleichzeitig mit dem ersten aus der Bücherei geholt. Also geht es gleich weiter.


    Da ich bis zum Schluss nicht in dieses Buch hineingefunden habe und ich froh war, als es endlich vorbei war, kann ich leider nur einen von fünf Sternen vergeben. Teil zwei liegt hier, vielleicht ist der besser.

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    puppetgirls avatar
    puppetgirlvor 4 Monaten
    Leichen unbemerkt an öffentlich zugängigen Orten

    Der Thriller „Neuntöter“ von Ule Hansen wurde mir vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Wir werden mit Emma Carrow auf die Ermittlungen zu einer Mordserie geschickt und zwar in Berlin. Ich fand es echt toll, deshalb habe ich das Buch auch angefragt, denn ich habe in der Nähe von Berlin gewohnt und habe dann erstmal ein bisschen mit Google Streetview, mir die ganzen Orte angeguckt und habe dann ein bisschen spekuliert, wie das alles funktioniert hat. Natürlich war ich auf dem falschen Weg, denn für so etwas habe ich gar kein Talent, so habe ich die Ermittlungen doch lieber Frau Carrow überlassen. Die ersten Leichen die gefunden werden, sind in Panzertape eingewickelt, wie in einen Kokon und hängen in einem Gerüst, welches von außen mit Planen bespannt ist und so den Eindruck eines Hauses vermitteln soll. Die Opfer sind auf grausame Weise ums Leben gekommen. Wer macht so etwas und was hat es mit dieser seltsamen Form des Mordens auf sich? Wir haben nicht nur den Fall, den wir verfolgen, sondern wir verfolgen auch Emma in ihrem Leben und ihrem Leiden, denn ihr ist in der späten Jugend ein Leid zugefügt worden, was sie noch heute verfolgt. Nun kommt es auch viel intensiver zur Sprache und könnte sogar ihren Job beeinflussen, was sie ja aber gar nicht will, doch Traumata lassen sich nicht einfach ein- und wieder ausschalten.

    Ich fand die Geschichte wirklich spannend gemacht, gerade das letzte Drittel des Buches zieht einen in den Bann und will einen das Buch nicht mehr weglegen lassen. Auch erfährt man sehr viel über die Ermittlerin und ihre Gedankengänge, wie sie an den Fall herangeht. Sie ist speziell, das ist vielleicht schon klar, aber sie wird auch nicht richtig verstanden. Die Autoren schreiben in unterschiedlichen Satzformen. Es gibt Teile, da werden kurze Sätze verwendet. Informationen kommen einfach so „zack, zack, zack“, das fand ich richtig gut, denn es war wirklich so ein: hier sind die Infos und nun arbeite damit. Und dann gab es eben die restliche Erzählung, die in Schachtelsätzen alles ausgeschmückt hat, sodass man die Charaktere besser verstehen kann, sich vorstellen kann, wo man nun ist und auch sich die Umstände der Morde vorstellen kann. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und der zweite Teil lässt auch nicht lange auf sich warten, denn dieser ist im vergangenen Monat erschienen unter dem Titel: „Blutbuche“.

    Die Cover sind aufeinander abgestimmt, deshalb wohl auch die Neuauflage der ersten Teiles um die Fallanalystin Carrow, denn „Neuntöter“ gab es schon mal in einer anderen Aufmachung.

    Nun sehen wir zwei schwarze Vögel, die sich auf einem weißen, teilweise leicht gräulichen Hintergrund, scheinbar angreifen. Sonst ist nur die Schrift, mit Titel, Verlag und Autoren in Schwarz und Rot zu sehen, die noch mit Kleinigkeiten wie Fingerabdrücken und Kratzern oder Flecken verbunden und umgeben sind. Mir gefällt das Cover richtig gut und so ähnlich ist eben auch das Cover des zweiten Teiles angelegt, was ich bei Reihen sehr mag.

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    MellieJos avatar
    MellieJovor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein richtig guter Thriller aus meiner Geburtsstadt.
    Ein richtig guter Thriller aus meiner Geburtsstadt.

    Rezension von Melanie zu Neuntöter: Thriller  (Die Carow-Reihe, Band 1) von @Ule Hansen 


    5 von 5 🌟 Ein richtig guter Thriller aus meiner Geburtsstadt. 

    Klappentext 
    " Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen."

    Quelle: Amazon Verlag 

    Meinung  
    Ist ja doch eher ungewöhnlich, das ich erst Band 2 rezensiert habe, aber die Post hat für Band 1 länger gebraucht. Und obwohl ich beide parallel gelesen habe, war aber mit dem 2. Band schneller fertig, aber es ergab alles einen Sonn durch das lesen beider Bücher. 

    Und ich bin noch mehr der Überzeugung das es für die Handlung und die Darstellung der Hauptprotagonistin Emma Carow,  die Psychologische Analytikerin der Polizei. Keiner versteht es so gut wie sie, sich in die schlimmsten Täter hineinzuversetzten.

    Mir gefällt der Schreibstil mit der Spannung und der detaillierten Beschreibungen von Emma und meiner Geburtsstadt sehr, sehr gut und hat mich auch gleich gepackt.  

    Das Cover passt zum Buch bzw. der Geschichte. Der Titel ist in Schwarz - Blutrot gehalten und wie in Band 2 sind Krähen auf dem Cover.

    Es werden in der deutschen Hauptstadt drei Leichen gefunden, mit zwei unterschiedlichen Opfertypen. Der Modus wie die Leichen aufgefunden werden, erinnert an einen Vogel namens Neuntöter, der je nach Art des Beutetiers wird es präpariert und eingewickelt.  Ähnlich der Leichen , welche komplett in Industrieklebeband eingewickelt waren, in unterschiedlichen Verwesungsprozessen.

    Und hier setzt Emma Carow ihre besondere Arbeit an. Und zwar bei dem Vogel und seine Gerüchte die ihn im Mittelalter umgaben, es wurde angenommen,  das dass Tier erst einmal neun Beutetiere sammelt,  bevor er sie auffriest.

    Emma ist anders, sie sieht die Dinge in einem anderen Licht. Was unsereins als "normal" empfindet sieht Emma aus der Sicht eines Verbrechers. 


    Auch Ihre Probleme mit Lutz ihrem Kollegen, welcher nichts mit Psychoanalyse anfangen kann, ist mir sympathisch, denn er ist ein guter Polizist, nur ist er in den 50 zigern hängengeblieben. Er kennt es halt nicht anders, und versteht es nicht!

    Emma ist anders bekommt auch viel Raum, sowohl über ihre Arbeit als auch das private (soziale Defizite, und ihre traumatische Vergangenheit), sie ist hervorragend herausgearbeitet, und ich finde sie super toll als Figur,  wäre garantiert auch eine tolle Vorlage für eine Fernsehserie. Denn auch die Sicht des Täters, warum er etwas tut, und warum so!

    Diese Art hat mich sofort gefesselt und ist dem Autorenduo echt super gelungen, und hat Suchtpotential. 

    Den einzigen Charakter den ich wirklich mit Inbrunst gehasst hat, war der Neue in der Abteilung, Felix. Bei jedem Absatz mit ihm wurde es schlimmer.  Vielleicht kennt Ihr das, wenn jemand einen Satz sagt, und unsympathisch wird, und jeder Satz und auftreten macht es schlimmer-> Felix! 

    Die Auflösung hat mich echt gefreut;  denn sie war extrem realistisch!  Kein großer Knall, den hab ich auch nicht erwartet. Rundum zufrieden. 

    Absolut klare Leseempfehlung! 

    Fakten
    496 Seiten  
    TB 9,99 €
    Ebook  8,99 €

    Erschienen im @Heyne Verlag 

    Kaufen kann man das Buch direkt beim Verlag und bei jeder Plattform, welche Bücher und Ebooks anbietet. 

    Ich möchte mich bei @RandomHouse für die Verfügung Stellung des Rezensionsexemplars bedanken.

    Dies hat keinerlei Einfluss auf meine persönliche Meinung! 

    Ihr findet diese Rezension auch wie immer auf unserem Blog:
    http://ourfavorbooks.blogspot.de/?m=1  

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    rike84s avatar
    rike84vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Ermittlerin, die Serienkiller besser zu verstehen scheint als ihre Mitmenschen. Und in Panzertape gewickelte Leichen in Berlin.
    Der Mumienmörder geht um

    Eigentlich hat die Berliner Fallanalystin Emma Carow ja schon mit ihrem eigenen Trauma zu tun- vor allem als ihr Vergewaltiger von damals nun auch noch ein Buch geschrieben hat. Zu allem Überfluss kommt dann aber auch noch der Mumienmörder hinzu. Ein Junge findet auf einem Baugerüst mitten in der Innenstadt Berlins drei hoch oben hängende Leichen. Diese sind mit Panzertape wie Mumien eingewickelt. Schnell merkt Emma, dass mehr als ein Täter bei diesem Kraftakt seine Finger im Spiel hatte und fürchtet schlimmes für die Opfer. Ein neuer Kollege möchte ihr außerdem ihre Position streitig machen –damit kann Emma überhaupt nicht umgehen. Denn so gut sie in ihrem Job auch ist – mit Menschen im Allgemeinen und Teamplay im Besonderen hat sie es eher nicht so.

    Stil, Machart, Meinung

    In diesen Thriller kam ich irgendwie nicht so gut rein. Das lag zum einen daran, dass in den ersten Szenen Emma Carow, die Hauptperson, ihre Tötungsfantasien an ihrem Vergewaltiger auslebt. Zum anderen wird der Fall nicht gerade spannend eingeleitet, sondern eher mit dem schnöden Widerkauen der Ermittlungsakte. Klar, dass ist eindeutig realistischer und auch mal was anderes, in Zusammenhang mit Abtörner Nummer 1 habe ich das Buch jedoch erst einmal wieder zur Seite gelegt. Als es dann an die Profilerstellung ging, wurde es sehr interessant. So langsam fand ich in die Geschichte rein und war dann nach dem ersten Viertel doch in der Story drin. Die Spannung steigt, wenn auch einige Längen dabei sind. Ich finde den Schreibstil eigentlich recht prägnant, trotzdem hätte man sicherlich problemlos 100 Seiten aus der Geschichte streichen können um die Spannung zu erhöhen.

    Kommen wir zur Protagonistin: Emma ist sicherlich nicht Everybody´s Darling – meiner auch nicht. Serienkiller scheint sie wesentlich besser zu verstehen als ihre Mitmenschen, sie eckt permanent an. Teamfähigkeit scheint ihr kein Begriff, und auch ihre Entscheidungen und Alleingänge sowie ihre sexuellen Vorlieben fand ich größtenteils befremdlich. Ich finde es vom Autorenduo trotzdem mutig, die Geschichte konsequent aus ihrer Perspektive zu erzählen. Wahrscheinlich macht es den Charme dieses Thrillers aus, dass man seinen Erzähler nicht sonderlich mag, trotzdem irgendwie versteht und die meiste Zeit „Boa, tu es nicht“ denkt und den Kopf schüttelt. Vielleicht muss man so viel durchgemacht haben und solche Gefühle in sich tragen, um die Killer zu verstehen?

    Einige Nebenfiguren bleiben recht blass, man merkt sie sich aber recht schnell. Andere, wie die schwangere Chefin und der Ermittlungsleiter Lutz hingegen fand ich sehr erfrischend. Mit Urbexern (Urban Explorern) haben die Autoren auch ein interessantes Thema in die Geschichte reingenommen, von dem ich noch nie gehört hatte. Das gibt einen Pluspunkt.

    Das Ende hat zwar eine schlüssige Auflösung, andererseits jedoch einen eher fragwürdigen Showdown.

    Fazit

    Ich kam in die Geschichte zunächst nicht rein, dann war ich plötzlich doch drin. Mit der Hauptperson wurde ich zwar nicht komplett warm, sie brachte aber mal eine ganz neue Komponente in die Erzählung eines Thrillers. An einigen Stellen war ich genervt, an anderen total gefesselt. Ich vergebe 3 von 5 Sternen und könnte mir vorstellen, den nächsten Teil um die Ermittlerin zu lesen. Vielleicht wird es gerade mit der Entwicklung der Ermittlerin besser. Aber es war doch auch mal was anderes. Für Leser, die keinen 0815 – Thriller wollen und Berliner oder Urbexer sind ist der Thriller sehr empfehlenswert – jeder andere muss nun entscheiden, ob er es mal mit einer fragwürdigen Ermittlerin versuchen möchte..

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    trollchens avatar
    trollchenvor 2 Jahren
    Einfach zu fade

    Neuntöter
    Herausgeber ist Heyne Verlag (29. Februar 2016) und hat 496 Seiten.
    Kurzinhalt: Vor Menschen hat sie Angst. Serienmörder versteht sie.
    Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen.
    Meine Meinung: Ich war ein wenig enttäuscht von dem Buch. Die Handlung plätscherte so vor sich hin ohne irgendwelche neuen Erkenntnisse bezüglich des Falles. Die Fallanalytikerin gefällt mir gut, aber leider bleibt sie mir auch zu blass, ich hätte gern noch mehr über sie erfahren. Aber dies ist ja in vielen Büchern schon normal, dass die Ermittelnden große persönliche Probleme haben. Am Anfang bin ich sehr gut in die Geschichte hinein gekommen, auch die Problematik des Mordes war mir sympathisch, aber leider ließ dann die Story so sehr nach, dass ich nach ca. 150 Seiten das Buch zugeklappt habe. Alles in allem sehr abgegriffen, zu viele kaputte Menschen, zu viele kaputte Handlungen und eine Polizistin, die viel zu viel eigenmächtig handelt, was es nie geben würde im echten Leben und bei der Polizei.
    Mein Fazit: Es war leider nicht mein Fall, zu viel bei anderen Thrillern geschaut und es nicht richtig umgesetzt. Zu langweilig, zu fade und einfach zu langwierig. 3 Punkte gibt es von mir.

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    Piis avatar
    Piivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr spezielle Protagonisten, spannende Geschichte. Allerdings konnte sie mich nicht packen!
    Interessante Story

    Vor Menschen hat sie Angst. Serienmörder versteht sie. Berlin, Potsdamer Platz. Beim Klettern auf einem Baugerüst macht ein Junge eine grausame Entdeckung: Drei Leichen, einbandagiert in Panzertape, hängen in schwindelerregender Höhe an den Gerüststangen. Sie sehen aus wie Mumien und scheinen in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten. Als die menschenscheue Fallanalystin Emma Carow auf den Fall angesetzt wird, ist ihr schnell klar, dass er für ihre Karriere entscheidend ist. Doch je fester sie sich verbeißt, desto mehr droht ein altes Trauma sie in den Abgrund zu ziehen

    Die Story klang sehr vielversprechend und auch spannend zu sein. Die Geschichte war auch eigentlich vom Inhalt sehr spannend. Leider war es an vielen Stellen verwirrend und ich kam nicht mehr richtig hinterher. Die ersten 200 Seiten konnten mich leider überhaupt nicht fesseln. Zum Ende hin wurde die Geschichte interessanter, jedoch konnte sie mich auch da nicht 100%ig überzeugen. Der Schreibstil ist eher ein bisschen abgehakt und nicht ganz so leicht zu lesen. 

    Wie gesagt, tolle Geschichte, konnte mich aber nicht zu 100% überzeugen. 

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    Stupss avatar
    Stupsvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine interessante Protagonisten, die in kein Schema passt.
    Mord in Berlin

    Emma ist Profiler beim LKA in Berlin. Emma ist tough und verbissen in ihrem Beruf, allerdings ist sie auch paranoid und trägt ein furchtbares Geheimnis mit sich herum. Sie ist nicht sozialkompetent, eine Einzelkämpferin, ein Besserwisserin, ein die jeden irgendwann mal auf die Füße tritt.
    Als in Berlin drei Leichen, eingewickelt in Panzertape aufgefunden werden, freut sich Emma - endlich Arbeit und sie muss nicht über sich nachdenken.

    Emma ist eine schwierige Persönlichkeit, manchmal konnte ich sie verstehen, aber oftmals übertreibt sie es und ist richtig durchgeknallt. Ich mochte sie und dann doch wieder nicht, am sympathischen war mir in diesem Buch ihr Mentor Lutz. Als Profilerin ist Emma unschlagbar, verbissen und arbeitet bis zur totalen Erschöpfung, durch ihr immerwährendes Nachforschen, Bohren, kommt sie den Täter immer näher.

    Mit dem Schreibstil hatte ich etwas zu kämpfen. Es gab immer wieder Szenen, wo es hieß Emma tut .... und dann kam, tat sie doch nicht, aber .... und manchmal kam erst beim dritten Anlauf das eigentliche Geschehen. Da ich mir immer alles sofort bildlich vorstellen konnte, war es manchmal etwas anstrengend die eigentliche Handlung zu erfassen. Es handelt sich um einen tiefgründigen Thriller, der beschreibt, was das Opfer empfindet, mit was es im Leben danach zu kämpfen hat, der nichts beschönigt.

    Richtig mitgerissen hat mich das Buch erst im letzten Viertel, da kam Spannung auf und nicht zu kurz. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Ich hoffe, dass noch mehr von dem Autorenduo kommt.

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    FrauSchafskis avatar
    FrauSchafskivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine Protagonistin, die in Erinnerung bleibt; unbequem und eigensinnig
    Dieser Fall lässt den Leser bis zum Schluss im Dunklen tappen

    Drei Leichen werden in einem Baugerüst mitten in Berlin gefunden. Sie sind eingewickelt in Panzertape wie Mumien und schweben still über dem Getümmel der Stadt. Es sollen nicht die einzigen Toten bleiben ...

    Mit Emma Carow hat das Autorenduo Ule Hansen eine eigensinnige Protagonistin geschaffen. Selbst schwer traumatisiert, scheint sie kaum in der Lage, ihr eigenes Leben in den Griff zu bekommen. Sie ist zornig, unbequem und ihre sozialen Kompetenzen sind mehr als dürftig - eine Außenseiterin, die jedoch eine Gabe besitzt: Sie kann sich in die Köpfe der Täter hineinversetzen, erkennen, was sie antreibt. Privat wie beruflich bewegt Emma sich stets auf Messers Schneide zwischen legal und illegal, normal und völlig abgedreht. Ihr labiler psychischer Zustand wird im Laufe der Handlung immer deutlicher und der Leser stellt sich ebenso wie Emmas Vorgesetzte und Kollegen mehrmals die Frage, wann sie völlig auf die schiefe Bahn geraten wird. Dabei erscheint der Mordfall fast nebensächlich - aber nur fast. Denn bei genauerer Betrachtung, lassen die Autoren geschickt nach und nach die Grenzen zwischen ihrer Protagonistin und den Ermittlungen verwischen. Daraus baut sich zum Ende hin eine spannende Parallelkontruktion zwischen Täter und Ermittler auf.

    Fazit: Ein düsterer Thriller, der unter die Haut geht und den schwedischen Nachbarn hinsichtlich Stimmung und unkonventionellen Hauptfiguren in nichts nachsteht. Mir hat ganz besonders das realistische Setting in Berlin gefallen, ich bin den Figuren regelrecht durch die Stadt gefolgt. Emma Carow empfand ich streckenweise leider etwas anstrengend. Ich hatte ab und an das Bedürfnis, sie mal ordentlich zu schütteln und wieder auf den richtigen Weg zu schubsen. Aber alles in allem gibt es von mir 4 verdiente Sterne und ich hoffe auf eine Fortsetzung.

    Kommentare: 1
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    Taluzis avatar
    Taluzivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Zusammenfassende lässt sich sagen: ein Thriller mit einigen skurrilen Protagonisten, viel Spannungspotential und einem gewöhnungsbedürftigen
    Sie hat ein Gespür für Serientäter

    Drei Leichen werden am Potsdamer Platz gefunden. Sie sehen aus wie Kokons und baumeln hoch oben in einem Baugerüst hinter einer falschen Hausfassade. Sie hängen da öffentlich und doch nicht zu sehen. Tagtäglich laufen dutzende Menschen an dieser Fassade vorbei. Emma Carow ist Fallanalytikerin und soll ein Täterprofil erstellen. Dabei wird sie gerade selber von ihrer Vergangenheit eingeholt. Ihr Peiniger ist aus dem Gefängnis frei gekommen und hat über seine Tat ein Buch veröffentlicht. Das hilft Emma ganz und gar nicht an ihrer eigenen Sozialkompetenz zu arbeiten, dabei wäre das sehr hilfreich in der Zusammenarbeit mit ihren Kollegen. Emma erkannte bei der Erstellung ihres Profils, das es noch mehr Opfer geben wird. Was treibt den Täter zu diesen Taten?
    Deutlich kommen Emmas Stärken und Schwächen zum Vorschein. Emma Carow ist Männern gegenüber sehr skeptisch und vorsichtig. Ihr ehemaliger Peiniger ist gerade aus dem Knast entlassen worden und geht mit seinem Buch, indem er über seine Tat berichtet, auf Lesereise. Emma fühlt sich gedemütigt, ängstlich und wütend. Oft wird ihr Denken und Handeln von ihrem damaligen Trauma bestimmt. Emmas Gedanken spielen viele Szenarien durch und der Leser merkt beim Lesen erst Zeilen später, dass es keine Handlung ist sondern Emmas Kopfkino. Der Leser wird geschickt an der Nase herumgeführt.
    Im Beruf ist Emma eine fähige Fallanalytikerin. Sie kann sich schnell und gezielt in Täter, besonders Serientäter hineinversetzen. Allerdings fällt es ihr schwer nur ihr Profil zu erstellen und sich nicht in die laufenden Ermittlungen aktiv einzumischen.
    Natürlich mischt sie sich ein. Dabei stößt sie auf eine Gruppe Urbexer. Interessant wird dargestellt, was die Urbexer, (Urban Exploration) die Stadterkunder für verlassene Stätten aufsuchen, um sie zu erkunden. Mit so einem Urbexer erkundet Emma - auf der Suche nach weiteren Hinweisen - den verlassenen Berliner Bierpinsel.
    Ule Hansen entführt den Leser in sowohl verlassene als auch bekannte Ecken Berlins. Wer die Stadt kennt wird manche Örtlichkeit wieder erkennen.
    Die Spannung in dem Buch „Neuntöter“ ist durchwachsen. Dadurch dass Emmas Privatleben so viel Raum einnimmt, wird der eigentliche Thriller teilweise in den Hintergrund gedrängt. Wahrscheinlich kommt das daher, dass Ule Hansen erst einen Roman zum Charakter Emma schreiben wollte und sich daraus der Thriller entwickelt hat. Letztendlich lenkt Emmas Geschichte von den Mumienmorden ab und nimmt ihm was von der Spannung. Andererseits ist Emmas Privatleben ganz und gar nicht langweilig, auch hier kommt Spannung auf. Es wirkt allerdings wie zwei Geschichten „Emmas Privatleben“ und die „Mumienmorde“, die miteinander verknüpft sind.
    Das wird auch im Schreibstil des Autorenduos Erik T. Hansen und Astrid Ule deutlich. Es gibt lange, verschachtelte und sehr kurze Sätze ohne Verb. Dadurch fällt es schwer in das Buch einzutauchen und es flüssig zu lesen.
    Zusammenfassende lässt sich sagen: ein Thriller mit einigen skurrilen Protagonisten, viel Spannungspotential und einem gewöhnungsbedürftigen Schreibstil.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Es wurde Abend. Es wurde Morgen. Und niemand fand sie.

    »Neuntöter«, das Thriller Highlight des neuen deutschen Autorenduos Ule Hansen!

    Ein ganz normaler Abend in Berlin. Menschen lachen, gehen essen, wollen ins Theater. Und niemand merkt, dass am Potsdamer Platz drei Leichen hängen. Wie Kokons hoch oben in einem Baugerüst, eingewickelt in silberfarbenes Panzertape, scheinen sie in dieselbe Richtung zu blicken, als würden sie auf etwas warten.

    Mit diesem Szenario eines Serienmordes ist dem Duo Astrid Ule und Eric T. Hansen, die zusammen hinter dem Pseudonym Ule Hansen stecken, in ihrem ersten Thriller ein außergewöhnlicher Fall mit einer ebenso außergewöhnlichen Ermittlerin gelungen, der Fallanalystin Emma Carow, die vor Menschen Angst hat, Serienmörder aber versteht.

    Wenn Du Lust auf einen Thriller hast, der an echten Schauplätzen in Berlin spielt und seinesgleichen sucht, dann sei bei unserer Leserunde zu Ule Hansen »Neuntöter« dabei und bewirb Dich bis einschließlich 10. März 2016 für eines von 15 Freiexemplaren.
    Die Autoren werden in der Leserunde für Eure Fragen zur Verfügung stehen.

    Hier geht´s zur Leseprobe, zum Special der Autoren und dem Trailer.

    Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen.

    Euer
    Heyne Team
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