Ulf G. Stuberger Der Baader-Meinhof-Prozess, Die RAF vor Gericht

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Inhaltsangabe zu „Der Baader-Meinhof-Prozess, Die RAF vor Gericht“ von Ulf G. Stuberger

Der Strafprozess gegen die Anführer der terroristischen Vereinigung "Rote Armee Fraktion/RAF", Andreas Baader, Ulrike Meinhof, Gudrun Ensslin und Jan Carl Raspe, gehört zu den zeitgeschichtlich wichtigsten Ereignissen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Die damit verbundenen Beschränkungen von Bürgerrechten gelten bis heute. Ulf G. Stuberger ist der einzige Journalist überhaupt, der das gesamte fast zweijährige Verfahren in der dafür extra gebauten Gerichtsfestung in Stuttgart-Stammheim durchgehend in dieser Halle verfolgt hat. Durch seine unvoreingenommene Berichterstattung geriet er zwischen die Fronten. Der Staat bezichtigte ihn, "Sympathisant" der Terroristen zu sein, hörte ihn illegal ab. Die Terroristen setzten ihn auf ihre "Abschussliste" als "Staatsschutzjournalisten". Nach mehreren Jahren Leben und Arbeiten unter ständigem Personen- und Objektschutz und drei erfolglosen Angriffen verließ Stuberger Deutschland. Erst 2003 kam er mit seiner Frau Savelia Stuberger aus Afrika zurück. Seine Mitschriften aus dem Gerichtssaal gelten als einzigartiges zeitgeschichtliches Dokument, sie werden in Staatsarchiven gesichert, zu denen nicht jedermann Zugang hat. Weil er aber ein Urheberrecht daran hat, entschloss sich der Autor, eine überarbeitete Ausgabe der Allgemeinheit zugänglich zu machen unter dem Titel "Der Baader-Meinhof-Prozess". Die darin veröffentlichten Dialoge aus dem spektakulären Strafprozess würden manche Beteiligte heute am liebsten unter den Teppich des Vergessens kehren. Es ist kaum zu glauben, dass der spätere Bundesinnenminister Otto Schily als RAF-Verteidiger gemeint hat, die Morde und Sprengstoffanschläge der Terroristen seien eine Art Notwehr gegen eine "psychologische Kriegsführung des Staates" gewesen. Das von Stuberger Jahrzehnte nach dem Prozess vorgelegte Buch ist nicht nur für Insider und Juristen interessant, sondern einen spannende Lektüre für alle Menschen, die sich originär berichten lassen wollen über einen wohl nie zu vergessenden Vorgang der deutschen Nachkriegsgeschichte.
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