Machandels Gabe

von Ulf Geyersbach 
2,8 Sterne bei30 Bewertungen
Machandels Gabe
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Thailas avatar

Ich kann mich den Meinungen hier nur anschließen: Das Buch hat einfach zu viele Parallelen zu Süßkinds Parfüm - nur, dass es nicht so gut is...

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Inhaltsangabe zu "Machandels Gabe"

Die sonderbare Geschichte vom Winzling Machandel, der auszog, der Welt das Geschenk des feinen Geschmacks zu machen Machandels Gabe ist ein ungeheuerliches Romandebüt. So wort- und bildgewaltig, so spannend und verführerisch wie Ulf Geyersbach hat lange keiner mehr erzählt. Die Entdeckung dieses Autors ist ein Glücksfall für die Leser und für die deutsche Literatur. Zur Vigilfeier des Jahres 1769 erblickt in einer Schäferhütte in der Niederlausitz ein Kind namens Ignatz Machandel das Licht einer Welt, die vor Dreck nur so starrt und durchweht ist von üblen Gerüchen. Sobald Machandel krabbeln kann, probiert er, was ihm in die Finger kommt: Er belutscht Grauplinge, kaut Spinnenbeine und Nachtfalterflügel, leckt an Lederriemen und Eisenpfannen, schmeckt Stroh, Ruß, Rinde und Erde. So gehen sieben Jahre ins Land, sieben Jahre, in denen sich Machandel Abertausende von Aromen einprägt. Dann hört er auf zu wachsen und beginnt zu kochen. Und schon bald ist von Cottbus bis Lübben, von der Elbe bis zum Rhein die Rede von dem sonderbaren Winzling, der es wie kein anderer versteht, die erstaunlichsten Speisen zuzubereiten. Als ein harscher Winter eine Hungersnot bringt und Machandels Mutter ins Siechenhaus verbracht wird, kommt der Knabe in ein Kloster. Dort erfährt er von dem berühmten Pariser Koch Baffour, der Gesellen sucht. Machandel macht sich auf die Reise, um an der Seine die Aromen der Liebe, des Ruhms und des Verrats zu schmecken – und um ein bahnbrechendes Buch zu verfassen, von dem noch heute ein Exemplar in der Berliner Staatsbibliothek steht.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783716026489
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Buch
Umfang:284 Seiten
Verlag:Arche
Erscheinungsdatum:30.08.2010

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    Kimuchis avatar
    Kimuchivor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Machandels Gabe ist ein Buch, das sich vom ersten Klappentext-Lesen bishin zu den ersten Seiten als eine Art "Parfüm" für Geschmäcker entpuppt.
    Das Essen, die geschmacklichen Kulturen, die faszinierende Welt des Kochens nimmt eine große Rolle ein, wird ausladend beschrieben und mit Worten dem Leser näher gebracht.
    Die Hauptperson, der leicht missbildete und dennoch fesselnde Machandel, hat eine Gabe, die sich auf Geschmack und dessen Entwicklung bezieht. Er wird zum Meisterkoch, er kennt sich mit Kräutern und Pflanzen aus wie kein anderer, er zaubert Gerichte, die die Gäste alles vergessen lassen.

    Wäre der rote Faden - die Kunst und Schönheit des Essens - in einer anderen Art und Weise präsentiert worden, nicht in einer Parfüm-ähnlichen Geschichte, mit einem normaleren Wortgebrauch, der fesselnder und faszinierender ist, dann wäre das Buch sicherlich spannend und interessant zu lesen gewesen.
    Jedoch hat die Ähnlichkeit zu "Das Parfüm" mich nicht mehr losgelassen und die farblose Entwicklung der Geschichte mich enttäuscht.

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    Lyannas avatar
    Lyannavor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Als Machandel 1769 zur Welt kommt, ist er bereits ein sehr merkwürdiges Kind: Er probiert alles, was ihm in die Finger kommt und mag sich auch nicht für kurze Zeit von seinem Holzlöffel trennen. Zudem von etwas kümmerlicher Gestalt gilt er bald als Kuriosität, und da seine Eltern ihn nicht ernähren können, schicken sie ihn in ein Kloster, wo er bald die Küche übernimmt. Sein ist ist aber, etwas ganz anderes, nämlich nach Paris zu reisen und dort den berühmten Koch Baffour kennenzulernen...

    Dem oft gemachten Vergleich mit dem “Parfüm” kann ich nicht zustimmen, denn 'Machandel' liest sich doch anders und hebt sich vor allem vom Plot her von dem anderen Buch ab. Wer gerne unsympathische Hauptcharaktere mag, dürfte jedoch an beiden Büchern seine wahre Freude haben. Über Machandel musste ich wirklich die meiste Zeit über den Kopf schütteln - habe selten einen so unsympathischen Hauptcharakter in einem Buch erlebt (außer eben im Parfüm).
    Da das außerdem eben nicht im Mittelalter spielt und, wenn man großzügig ist, gerade noch eben in die Zeit der frühen Neuzeit fällt, ist das Buch glücklicherweise überhaupt nicht kitschig, wie viele historische Romane es leider sind. Das Titelbild hat mich in dieser Hinsicht sogar sehr angesprochen.
    Während die gut 100 ersten Seiten des Buches sehr interessant und auch spannend sind, verliert sich der Rest des Buches leider in Belanglosigkeiten: Es wird gekoscht und geschmeckt und geschmeckt und gekocht, worüber der Leser die Ahnung einer Handlung verliert und sich Langeweile breit macht. Obwohl das Buch nur sehr dünn ist, zogen sich die letzten ~100 Seiten wirklich quälend langsam dahin, was mich entwas enttäuscht hat, denn der Anfang hat durchaus Potential. Schade.

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    D
    Delphinevor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Hier meine Rezension auf französisch:
    http://www.goethe.de/ins/fr/bor/prj/lit/210/atr/gey/frindex.htm

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    corinnafes avatar
    corinnafevor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Machandels Gabe von Ulf Geyersbach
    Eine gute Grundidee die schlecht umgesetzt wurde, leider.
    Hatte mich riesig auf das Buch gefreut, doch nach ein paar Seiten habe ich direkt gemerkt, dass es lange dauern würde bis ich dieses Buch durchkriege, weil (so komisch es auch klingen mag) so vieles einfach zu detailiert beschrieben wurde, so dass einem die ganze Lust an dem Buch verging. Die ständigen Aufzählungen von Kochzutaten, die die meisten Menschen wahrscheinlich noch nie in ihrem Leben gehört haben, führen einfach zu Langeweile. Schade, denn als ich die Inhaltsangabe laß, hat das Buch direkt mein Interesse geweckt. Leider nur einen Stern!

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    sternthaler75s avatar
    sternthaler75vor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Ein Kind wird 1796 geboren, in einer Zeit, in der viele Menschen Hunger leiden mussten. Klein und kaum eine Chance, zu überleben. Und doch... Ignaz Machandel lebt. Und wie. Stets hungrig, doch die Brust der Mutter lehnt er ab. Dafür nimmt er alles andere, was er erhaschen kann, in den Mund, ißt, schmeckt, probiert. Seinen Holzlöffel hat er von klein auf dabei, gibt ihn nicht mehr her. Ein seltsames Kind, klein wie ein Zwerg und den Menschen unheimlich. Unheimlich, weil es dank ihm in seinem Umfeld immer etwas zu essen gibt. Er leckt an allem, probiert Käfer, Steine, Kohle, einfach alles.

    Als er in einer Klosterküche Arbeit findet, eröffnet sich ihm eine ganz neue Welt voller Düfte, Aromen, Geschmäcker. Und so erlernt er die Kunst des Kochens. Doch sein Streben geht immer weiter, er will mehr, will ein großer Koch werden und so geht er nach Paris. Auch dort hat er es nicht einfach, die Menschen wissen nicht, was sie von ihm halten sollen. Klein und bucklig, aber groß an der Gabe des Kochens, des Kreierens, des Gaumenkitzels. Und sein Weg führt ihn weiter und weiter...

    Ein interessantes Buch, ohne jede Frage. Aber es gibt mir einfach zu viele Parallelen zu "Das Parfum". Nur, dass es eben um die Welt der Speisen geht, und um deren Zubereitung. Zudem erinnert es mich irgendwie sehr an das Märchen "Zwerg Nase".

    Und auch hier findet sich Mord und Gier wieder, um an bestimmte Aromen und Düfte zu gelangen, um zu experimentieren, um ein anderer zu sein, als die Menschen eigentlich sehen.
    Geyersbach eröffnet uns mit seinem Roman eine Welt voller Köstlichkeiten, aber auch einiges an ekeligen Dingen, die man im Traum nicht in den Mund nehmen würde. Dementsprechend sind einige Momente in ihrer Beschreibung nicht gerade ansprechend.
    Selbstverständlich bekommt auch die Liebe ihr Recht, die Machandel eigentlich wegen seines Wesens unerreichbar scheint.
    Insgesamt ein Roman, der sich leicht und zügig lesen läßt, aber einmal ist genug.

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    sonjastevenss avatar
    sonjastevensvor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Machandels Gabe - ein Leben gewidmet den Reizen der Geschmackserlebnisse und des Essens

    Das Buch erzählt uns die Geschichte von Ignatz Machandel, geboren in der zweiten Hälfte des 18 Jahrhunderts. Der Leser begibt sich mit Machandel auf eine Reise durch sein Leben und begleitet ihn bis zu seinem Tod. Das besondere an diesem Menschen ist, dass er ganz ausgeprägte Geschmackssinne hat und er einfach alles probieren und essen muss - ob er nun normales Essen zu sich nimmt, Spinnenbeine verzehrt, an Füßen oder Metall leckt - Ignatz muss einfach alles ausprobieren und schmecken. Klar, dass er seine Gabe zum Beruf macht und Koch wird, sein Ziel ist es bei Frankreichs bekanntesten Koch in die Lehre zu gehen.
    Das Buch erinnert sehr stark an das „Parfum“ von Patrick Süßkind, beim Lesen konnte ich viele Parallelen ziehen, alleine schon der unsympathische Charakter Machandels hat an den Protagonisten des Buchs „Parfum“ erinnert.
    Leider muss ich sagen, dass mir das Buch gar nicht zugesagt hat. Mir war die Geschichte an sich zu oberflächlich, es wurden zu viele Aufzählungen über Essen gemacht und was Machandel sich noch alles in den Mund steckt - dabei wurde meiner Meinung nach etwas die Handlung vergessen. Dabei ist das Thema an sich total interessant!
    Ebenfalls sprachlich hatte ich Probleme mit dem Buch, auch wenn die Sprache sehr authentisch wirkt, dadurch, dass zum Beispiel viele alte Wörter benutzt wurden - das Buch spielt schließlich vor knapp 250 Jahren - hat es mir keinen Spaß gemacht sie zu lesen.
    Ich konnte nicht in die Geschichte eintauchen und mich hat das Buch gar nicht gefesselt. Leider war es nicht mein Fall. Dennoch denke ich, dass auch dieses Buch seine Fans finden wird.

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    abuelitas avatar
    abuelitavor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Ignatz Machandel, geboren 1769 in der Niederlausitz, hinein in eine bittere Armut - um ihn und sein Leben geht es in dem Buch von Ulf Geyersbach.
    Er ist anders als andere Kinder - nur ruhig, wenn er an etwas lecken schlecken kann, hört er auf zu schreien. Und sobald er feste Nahrung zu sich nehmen und krabbeln kann, belutscht, betastet und probiert er alles, egal was es auch ist, ob Grauplinge, Kohle, Spinnen, Käfer, Würmer…
    Nach einer Hungersnot kommt seine Mutter ins Siechenhaus und Machandel in ein Kloster. Dort erfährt er von dem berühmten Pariser Koch Baffour - und setzt fortan alles daran, Geselle bei eben diesem zu werden. Das schafft er und stellt dann fest, woher die Berühmtheit des Koches kommt…
    Auch mit der Liebe hat Machandel kein Glück und sein Leben endet wie es begann- tragisch.

    Machandel identifiziert sich wohl nur über sein Kochen, darüber, dass er unzählige Aromen schmecken kann und dadurch auch die unwahrscheinlichsten Speisen zubereiten kann. Für mich wurde er jedenfalls keine “lebendige Person”, sondern blieb immer gleich; es gelang mir das ganze Buch über nicht, eine Verbindung zu ihm aufzubauen, mit ihm mitzuleiden, mitzufiebern; er blieb mir einfach fremd, vieles an seinem Verhalten fand ich nur abstoßend und sein Leben hat mich nicht in den Bann gezogen.

    Irritierend für mich ist ebenfalls das Cover des Buches. Das wichtigste im Leben des Ignaz Machandel, nämlich sein Löffel, fehlt hier. Und dann ist hier ein Bild eines eher unschuldig wirkenden Knaben abgebildet …wenn Machandel alles ist - das aber nun wirklich nicht!

    Der Autor hat sicher hervorragend recherchiert und die vielen alten Wörter haben mich auch nicht gestört. Den Schreibstil empfand ich als gewaltig,oft zu ausufernd, auch: sehr anstrengend . Das alles wäre in Ordnung - aber :geschüttelt und geekelt hat es mich bei vielen Beschreibungen des auch nicht zimperlichen Machandels, der nicht davor zurück schreckt, einen Menschen zu zerstückeln und Teile von ihm dann zu “probieren”. Mag sein, dass ich hier besonders empfindlich bin, aber danach musste ich das Buch erst mal einige Tage zur Seite legen -und mich dann auch zwingen, es weiter und fertig zu lesen. Denn eben dieser Szenen gibt es mehrere , so drastisch zum Teil, dass ich unmittelbar danach nichts essen konnte und wollte und dass es mir nach wie vor beinahe “hoch kommt“, wenn ich nur daran denke…..
    Und SO soll ein für mich gutes Buch wirklich nicht sein - das hat mir das Lesen komplett verleidet.

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    charlots avatar
    charlotvor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Der ewige Zweite

    Machandel ist klein. Er ist unansehnlich. Er stinkt. Er hat seine Kindheit nur überlebt, weil das Schicksal sich ihm gnädig erwiesen hat - aber er verfügt über eine unheimliche Gabe: einen außergewöhnlichen Geschmackssinn, Qual und Erlösung in einem, wie der Autor feststellt. Diese Fähigkeit, sein Ehrgeiz und sein Glauben an sich selbst bringen ihn an sein Ziel, dem berühmten Koch Baffour zu dienen und ihn letztendlich zu übertrumpfen. Aber er bekommt nie die Anerkennung, die er sich wünscht und für die er sein ganzes Leben vergebens arbeitet, er steht immer hinter den Großen und Anerkannten. Selbst in der Liebe muss er zu Gunsten eines besser gestellten verzichten und zerbricht daran.

    Beeindruckend schildert Ulf Geyersbach das fiktive Leben dieses Zwerges im 18. Jahrhundert, in dem nicht nur die französische Revolution die Welt veränderte, sondern auch die Verbreitung vieler Gewürze und Lebensmittel, die als Nebenergebnisse der Entdeckungsreisen ihren Weg auf europäische Speisepläne fanden.
    Die für uns heute selbstverständlichen Bestandteile einer Mahlzeit waren der besser gestellten Oberschicht vorbehalten. Die Geschmacksvielfalt, die wir heute genießen, ein Luxusgut und Zeichen des Wohlstandes.
    Eindringlich und in wohlgeformten Worten zieht der Autor den Leser in die Welt der untergehenden Aristokratie und zeigt ihre Dekadenz. Der Leser wird nachdenklich und überlegt, wie viele Ungenannte dazu beigetragen haben, unsere Kultur, und nicht nur die des Essens, mitzugestalten.

    Dem Autoren ist ein faszinierender Roman gelungen, der nur an wenigen Stellen Anlass gibt, Kritik zu üben: Süskinds „Parfüm“ in der Handlung modifiziert einzubringen wäre nicht nötig gewesen. Auch ohne diese Anlehnung kann der Roman bestehen und den Leser für sich gewinnen, der bereit ist, sich auf die Sprache des 18.Jahrhunderts und, aus heutiger Sicht, eklige Sinnesempfindungen einzulassen.

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    Maultäschles avatar
    Maultäschlevor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    Das Buch handelt um Machandel, der schon in seiner Kindheit die verschiedenen Geschmacksnuancen entdeckt. Nicht immer werden übliche Gegenstände und deren Geschmack erkundet, was zwischendurch leicht eklig ist. Sein Ziel ist es bei dem Pariser Koch Baffour zu arbeiten.
    Zu anfangs war ich sehr gespannt auf das Buch und dessen Inhalt, weil ich sehr interessiert war, wie diese Geschmäcker in dem Buch rübergebracht werden. Abschließend kann ich allerdings nur sagen, dass ich es sehr anstrengend fand, seitenweise über das Essen zu lesen. Für mich war es, als ob ich ein Kochbuch in Romanform lese. Zudem kamen noch viele Begriffe - die damals sicherlich gängig waren - die ich nicht verstanden hatte und dann nachschlagen musste.
    Die auf dem Cover abgebildete Person soll Machandel darstellen. Er wurde allerdings etwas anders im Buch dargestellt (Buckel, rote Haare,...). Auch der Löffel, der Machandel begleitet, wäre sicherlich passend für das Cover gewesen.
    Alles in allem, war es sicherlich eine gute Buchidee, jedoch war es meiner Meinung nach nicht vollends ausgereift und umgesetzt und konnte mich somit nicht richtig fesseln.

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    nana_what_elses avatar
    nana_what_elsevor 8 Jahren
    Rezension zu "Machandels Gabe" von Ulf Geyersbach

    ACHTUNG :) SPOILER!! (:

    tjap.. was soll ich dazu sagen? :)
    Die Geschichte ähnelt, wie bereits im Vorfeld von vielen vermutet, stark Süßkinds "Das Parfum". Der kleinwüchsige Machandel, den man in seinem kurzen Leben NIE ohne seinen hölzernen Löffel sieht, mit dem er die Welt wahrnimmt, Aromen einsaugt, Geschmäcker gedanklich verewigt, besitzt eine ganz besondere Gabe. Denn seine Zunge, die nicht davor zurückschreckt Metall, Spinnen und Dreck so schmecken, über Holz, Haut und verdorbene Lebensmittel zu streichen, ebnet ihm nach einem langen Aufenthalt in einem Kloster (bzw. der Klosterküche) den Weg in die luxuriösesten Küchen der Welt (v.a. Paris). Sein erklärtes Ziel ist es, unter Baffour, dem besten Koch Paris' zu lernen um seine Kunst zu vervollkommnen. Bald jedoch stellt sich heraus, dass dieser lediglich Ideen und Kreationen seiner Gesellen und Vorgänger stiehlt, um sie unter seinem Namen zu verkaufen, und auch vor Machandel, dessen Talent Baffours' weit übertrumpft, macht er nicht halt. Stiehlt seine Ideen. Beutet ihn aus. Einzig und allein Lucette, die Tochter Baffours' lässt Machandel an der Seite des Pariser Kochs verweilen..
    .. durch eine, wie es scheint, glückliche Wendung, entdecken die beiden ihre Liebe zueinander. Doch währt dieses Glück leider nicht lange. Denn als Baffour davon erfährt, verheiratet er Lucette mit einem Bankierssohn, und Machandel verendet menschenunwürdig in einer Irrenanstalt..

    Das war in SEHR groben Zügen der Inhalt.

    Zum Gesamteindruck hat allerdings auch beigetragen, dass historische Fakten sehr genau recherchiert und eingearbeitet wurden, sodass man die Revolutionsstimmung der damaligen Zeit förmlich spüren konnte :)
    Die zeitdehnende Erzählweise (die mich bei den Beschreibungen der Düfte in "Das Parfum" absolut gefesselt hat) wirkte leider ab und an ein klein wenig ermüdend =/ An anderen Stellen, an denen meine Wenigkeit erfreut dachte: "Haaa, jetzt wird's spannend", wurden derartige Zeitraffungen bzw. Vorwärtssprünge unternommen, dass mein Bücherwurmherz am liebsten enttäuscht geseufzt hätte.

    Alles in allem wirkte es auf mich wie der Versuch ein Pendant zu Süßkinds Roman zu verfassen, wobei jeder selbst beurteilen sollte, ob dieser Versuch gelungen, oder doch ein klein wenig gescheitert ist..

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