Ulf Küster Kandinsky, Marc un der Blaue Reiter

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Inhaltsangabe zu „Kandinsky, Marc un der Blaue Reiter“ von Ulf Küster

Kompakter Überblick: Der kleine Bildband stellt die schönsten Werke der Herausgeber des Almanachs "Der Blaue Reiter" vor »Den ›Blauen Reiter‹ erfanden wir am Kaffeetisch […]; beide liebten wir Blau. Franz Marc die Pferde, ich die Reiter. So kam der Name von selbst«, erinnerte sich Wassily Kandinsky. Beide wollten mit den alten Maltraditionen der Akademien brechen, eine Plattform für eine neue Formensprache kreieren, die unter dem verbindenden Glauben an eine »geistige« Dimension der Kunst vielfältigen formalen Ausdrucksmöglichkeiten Raum bieten sollte. 1912 trugen sie einen programmatischen Band zusammen: den Almanach Der Blaue Reiter. Er versammelte Texte und Bilder aus unterschiedlichen Kulturen und von verschiedenen Künstlern. Schnitzereien aus Borneo waren darin ebenso vertreten wie Volkskunst aus Russland, naive wie auch abstrakte, zeitgenössische Kunst. Ausgehend von dieser Schrift, die Kandinsky und Marc als Grundlage ihres Schaffens diente, stellt der exquisite Band Schlüsselwerke der beiden Gründungsväter zusammen mit historischen Aufnahmen vor.

Insgesamt vermittelt das Buch einen gut nachvollziehbaren und anschaulichen Einstieg in das künstlerische Schaffen des Blauen Reiters.

— hundimbuch
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  • Gelber Hund, blaue Pferde.

    Kandinsky, Marc un der Blaue Reiter
    hundimbuch

    hundimbuch

    04. March 2017 um 12:15

    In den wenigen Jahren von 1908 bis zum Ersten Weltkrieg schlossen sich in München Künstlerinnen und Künstler zusammen, um die Kunst zu verändern. Ziel des sogenannten Blauen Reiters war „die Befreiung der Farbe vom Zwang etwas darstellen zu müssen, die Befreiung der Linie von der Kontur und die der Fläche von der Illusion der Gegenständlichkeit“, wie Samuel Keller und Ulf Küster in der Einleitung zum Ausstellungskatalog Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter feststellen, der anlässlich der gleichnamigen Ausstellung in der Fondation Beyeler (Riehen/Basel, 4. September 2016 – 22. Januar 2017) erschienen ist. Anders als bei der Dresdner Brücke (1905 bis 1913) handelte es sich bei den Münchnern um keine festgefügte Künstlergruppe. Der Blaue Reiter ist der Name des Almanachs, den Wassily Kandinsky und Franz Marc erstmals Mitte Mai 1912 herausgaben, und steht darüber hinaus für die Ausstellungs- und Publikationstätigkeit beider Künstler. Den Namen erfanden sie, so Wassily Kandinsky, am Kaffeetisch der Sindelsdorfer Gartenlaube: „Beide liebten wir Blau, Marc – Pferde, ich – Reiter.“ Im Ausstellungskatalog sind die wesentlichen Werke des Blauen Reiters abgebildet. So ist ein eigenes Kapitel den Murnauer Arbeiten Kandinskys gewidmet, die von Arbeiten Gabriele Münters, Marianne Werefkins und Alexej von Jawlenskys ergänzt werden. Eindrucksvoll werden in dieser Zusammenschau die gemeinsamen Auffassungen von Farbsynthese und Farbigkeit der beiden Künstlerpaare Kandinsky – Münter und Werefkin – Jawlensky nachvollziehbar, die in den Jahren von 1908 bis 1911 im ländlichen Idyll entstanden. Parallel zu den Murnau-Bildern lässt sich anhand Kandinskys Improvisationen sein Weg von der Figuration zur Abstraktion verfolgen. Die farbstarken Ölgemälde Franz Marcs, die seine Begeisterung für Pferde und Tiere im Allgemeinen dokumentieren, werden von einer Auswahl kleinerer Aquaralle und Druckgrafiken flankiert (darunter mehrere Postkarten). Die Abbildung der – teilweise doppelseitigen –  Gemälde sind in sehr guter Druckqualität hergestellt. Einführend sind den Gemälden grundlegende Aufsätze vorgestellt. Genannt seien hier Oskar Bätschmanns Zusammenfassung der wesentlichen Aspekte von Kandinskys Kunstwende und Andreas Beyers Beitrag zu den Gemeinsamkeiten des Redaktionsprojekts mit Aby Warburg. Kernstück des Katalogs ist Ulf Küsters Aufsatz zum Almanach Der Blaue Reiter. 1912 herausgegeben, wurde er in verschiedenen Ausstattungen im Piper-Verlag (München) gedruckt. Im Almanach versammelten die Herausgeber Kandinsky und Marc Texte zeitgenössischer Künstler und stellten sie Werken europäischer und außereuropäischer Kunst und Volkskunst gegenüber, die ihnen als Inspiration und Beispiel dienten. Ausstellungskurator Ulf Küster stellt nun (in der Ausstellung wie auch im Katalog) den schwarz-weißen Abbildungen des Almanachs die originalen Kunstobjekte zur Seite. Es finden sich chinesische Miniaturen und japanische Malerei sowie bayerische Spiegelmalereien, Votivbilder und Hinterglasmalereien in bunten Farben und naivem Stil. Außerdem werden die – teilweise ebenfalls farbig gefassten – Holzfiguren aus Bali und Borneo gezeigt. Für die Blaue Reiter-Herausgeber führen diese außereuropäischen und bayerisch-volkskünstlerischen Arbeiten zu den „Wurzeln einer ursprünglichen und unverfälschten Kunst“ und stellen eine wesentliche Inspirationsquelle dar. Abgerundet wird der Katalog von einer Zeittafel, die mit zahlreichen privaten Fotografien der Künstler illustriert ist. Insgesamt vermittelt Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter einen gut nachvollziehbaren und anschaulichen Einstieg in das künstlerische Schaffen und die theoretischen Hintergründe des Blauen Reiters.

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  • Wunderbar gelungene Wiedergabe

    Kandinsky, Marc un der Blaue Reiter
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    05. November 2016 um 10:03

    Anfang des 20. Jahrhunderts schlossen sich verschiedene Künstler zu einer Gruppe zusammen, die man später unter dem Titel der Zeitschrift, die sie erstmals im Mai 1912 herausgaben, „Der Blaue Reiter“ nannte. Dazu gehörte federführend Wassily Kandinsky und Franz Marc, aber auch Gabriele Münter und August Macke wurden bis auf den heutigen Tag einem breiten Publikum unter diesem Namen bekannt.  Während ihrer Suche nach neuen Ausdrucksformen organisierte die Gruppe in München 1911 und 1912 zwei Ausstellungen, um ihre kunsttheoretischen Vorstellungen anhand der ausgestellten Kunstwerke zu dokumentieren.Mit Beginn des Ersten Weltkriegs löste sich die Gruppe auf.Das vorliegende Buch aus dem Hatje Cantz Verlag dokumentiert mit insgesamt elf informativen kunsthistorischen Essays versehen, eine Ausstellung über den Blauen Reiter, die vom 4.9.2016 bis zum 22.1. 2017 in der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel zu sehen ist.Wegen der wunderbar gelungenen Wiedergabe der verschiedenen teilweise sehr berühmt gewordenen Werke und der überaus lehrreichen Essays kann dieser Band kunstinteressierten Menschen aller Generationen zu einer hervorragenden Einführung in die Geschichte, die Werke und die kunsthistorische Bedeutung dieser exzeptionellen Künstlergruppe werden.„

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