Ulf Nilsson Als Oma seltsam wurde

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Inhaltsangabe zu „Als Oma seltsam wurde“ von Ulf Nilsson

Oma ist auf einmal ganz anders. Sie vertraut nur noch ihrem Enkel. Aber wie soll der auf das viele Geld aufpassen, das sie von der Bank abhebt?

Eines Tages, ganz plötzlich, wird Oma seltsam und geizig. Sie erkennt das Bäckerauto nicht, das jeden Donnerstag angefahren kommt. Sie hat den Namen ihres Enkelsohns vergessen. Und dann holt Oma auch noch all ihr Erspartes von der Bank und bringt es nach Hause. Dort soll der Enkel darauf aufpassen. Wie gut, dass er Pfeil und Bogen hat! Aber auf der Bank macht man sich Sorgen und schickt einen Arzt bei Oma vorbei. Der kann ihr zur großen Erleichterung aller das Gedächtnis wieder zurückgeben.

Ulf Nilsson erzählt eine Geschichte, die er in ähnlicher Form selbst erlebt hat.
Man wird nachdenklich und muss doch gleichzeitig darüber schmunzeln, wie souverän der kleine Enkel die Lage meistert. Eva Erikssons Bilder begleiten die Geschichte auf ihre bekannte schöne Art. Ein Bilderbuch, das erzählerisch-humorvoll darauf vorbereitet, was mit Omas und Opas geschehen kann, wenn sie alt werden.

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    Als Oma seltsam wurde

    Kinderbibliothek

    20. November 2014 um 14:36

    Inhalt: Ein kleiner Junge, sechs Jahre alt, ist bei seiner Oma, die manchmal auf ihn aufpaßt. Eines Tages passieren komische Dinge. Oma wird seltsam. Statt wie immer das Brot am Bäckerauto zu kaufen, fährt Oma den verdutzten Bäcker an. Dann erkennt sie ihren Enkel nicht mehr. Was soll der kleine Junge tun? Vor allem wird es mit Oma viel schlimmer? Wird sie jetzt total verrückt und wirr? Meinung: Ulf Nilsson spricht mit seinem Bilderbuch "Als Oma seltsam wurde" ein wichtiges Thema an, das schon so manches Kind erlebte: die eigene Oma, der eigene Opa oder der alte Nachbar nebenan werden auf einmal komisch. Da erkennt der alte Mensch den Enkel oder das Nachbarkind nicht mehr, verwechselt seine Namen mit denen der Eltern, läuft mit Hausschuhen auf der Straße herum. Der alte Mensch ist verwirrt, vielleicht sogar dement. Wie erlebt ein Kind so eine Situation, fragte sich Ulf Nilsson, der sie selbst bei seiner Oma als Kind erfahren hat. Eines Tages wurde seine Oma verwirrt, der Arzt kam, verschrieb ihr Medizin, die ihr half. Genau nach seinem Erlebnis hat er diese Bilderbuchgeschichte geschaffen. Sie weist also autobiographische Züge auf. Der Plot fängt stark an. Gut schafft es Nilsson, die Verwirrung der alten Frau darzustellen. Schnell läßt er den Konflikt zuspitzen, treibt die Geschichte auf ihren spannungsreichen Höhepunkt. Jedoch das Ende wirkt grotesk, denn es spiegelt eine Lösung vor, die Kinder in der Realität so nicht erleben werden. Mit einer medizinischen Einnahme wird der verwirrte alte Mensch nicht wirklich wieder gesund! Es ist schade, daß Nilsson der Geschichte ein dermaßen schwaches Ende bereitet. Denn was sollen Eltern ihren Kindern antworten, wenn sie fragen, ob eine Medizin der eigenen dementen Oma helfen würde? Sprachlich baut der Autor stark auf Dialoge auf, die das Vorlesen lebendig gestalten lassen. Sie ist wenig emotional, eher faktenbasiert. Aber zwischen den Zeilen liest man die Verzweiflung und Verwirrung des Jungen deutlich heraus. Positiv ist darüber hinaus die einfache Satzstruktur und Wortwahl, die passend für das Alter der Lesegruppe gewählt ist. Zart und die Stimmung der Geschichte pointiert wiedergebend sind die farbigen Zeichnungen von Eva Eriksson. Sie konzentrierte sich vor allem auf die Gesichter der Figuren, in denen ihre Gefühle gut lesbar sind. Kleine Details wie die Hausschuhe, mit denen die Oma auf die Straße geht, komplementieren das Bild, den Eindruck nebenbei. Die zarte Strichführung wird durch die gedeckte Farbwahl unterstrichen. Hier und da sind Details in kräftigen Farben gehalten, die den Blick auf eine Figur, auf eine bestimmte Handlung lenken. Es ist schade, daß Ulf Nilsson sein Bilderbuch über so ein wichtiges Thema hat schwach enden lassen. Es hätte sonst das Potential zu einem sehr guten Buch, aber leider scheiterte es am Ende.

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