Ulf Schiewe Bucht der Schmuggler

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Inhaltsangabe zu „Bucht der Schmuggler“ von Ulf Schiewe

Karibik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer, der heimlicher Drahtzieher des verbotenen Handels ist. Und im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Seine Suche nach dem Gold des Südens hat begonnen. "Bucht der Schmuggler" ist bei Knaur als eSerie unter dem Namen "Gold des Südens" erschienen.

Ein wunderbarer Abenteuerroman, der Fernweh in mir geweckt hat.

— page394
page394

Vielversprechender Beginn einer abenteuerlichen Reihe.

— Klusi
Klusi

Ein spannender Abenteuerroman, der einen von weißen Stränden und türkisem Meer träumen lässt!

— Alondria
Alondria

Farbenprächtiges historisches Abenteuer in der Karibik, spannend bis zum Schluss, mit einer Prise Liebesgeschichte. Absolut überzeugend!

— anushka
anushka

Spannende Geschichte aus dem 17.Jahrhundert

— Langeweile
Langeweile

Ein historischer Abenteuerroman mit einem Schuss Romantik, der uns in die Karibik des 17. Jhdt. führt und der nach einer Fortsetzung schreit

— tinstamp
tinstamp

Herrlicher Auftakt einer Roman-Reihe in der Karibik des 17. Jahrhunderts

— Leserin71
Leserin71

Sensationeller, bildgewaltiger Schreibstil und starke Protagonisten machen dieses Buch zu einem Highlight!

— ErbsenundKarotten
ErbsenundKarotten

Spannender Abenteuerroman im Stil des alten Hornblower

— Tanzmaus
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Abenteuerfeeling vom feinsten!

— Micha1985
Micha1985

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Ein absolut gelungenes Lesevergnügen- ein perfektes Buch, mit Geschichte, die mich fesselte, die Emotionen auslöste mit lebendigen Figuren

Buchraettin

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    Bucht der Schmuggler
    page394

    page394

    27. August 2017 um 11:57

    Ein absolut perfekter, historischer Abenteuerroman. Im 17. Jahrhundert ist Jan van Hagen gezwungen, seine Heimat Bremen zu verlassen; Doña Maria lebt in der Karibik mit ihrem Mann, einem Schmuggler, und einigen Sklaven ein recht bequemes Leben. Im Laufe der Geschichte werden die beiden Schicksale miteinander verknüpft.Das pure Lesevergnügen! Top recherchiert – manchmal werden anstelle der Handlung nur allgemeine Situationen aus der damaligen Zeit beschrieben, was aber keineswegs uninteressant ist, authentische Charaktere bis hin zum Schiffskoch und keine Seite langweilig. Lediglich die *Spoiler-Warnung* kleine Liebesgeschichte zwischen Jan und Doña Maria kam mir etwas unbeholfen vor, aber das tut dem Ganzen keinen Abbruch, weil sie sich letztendlich auf wenige Seiten beschränkt hat. *Spoiler Ende* Insgesamt enthält Bucht der Schmuggler genau die richtige Menge an Liebe für meinen Geschmack – nur dezent im Hintergrund. Einzig die Fachbegriffe bzgl. der Schiffe und Waffen haben mich öfter zum Googeln veranlasst, aber dennoch eine ganz klare Leseempfehlung von mir. Ich habe lange kein so packendes Buch gelesen!

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  • eBook Kommentar zu Bucht der Schmuggler von Ulf Schiewe

    Bucht der Schmuggler
    edi Kühn

    edi Kühn

    30. December 2016 um 13:20 via eBook 'Bucht der Schmuggler'

    Spannend, gefällt mir

  • Schmuggel und mehr

    Bucht der Schmuggler
    Saphir610

    Saphir610

    09. November 2016 um 23:40

    3,5 Sterne Im Jahr 1635 muss der junge Bremer Jan van Hagen aus der Stadt fliehen. Das Handelshaus seines Vaters ist ruiniert und er findet einen Partner für den Schmuggel in den spanischen Kolonien. Dort ist auf Hispanola ein neuer Vizegoverneur, der jeden Schmuggler aus dem Weg räumen will. Auch die Pflanzer auf der Insel sind im Schmuggelgeschäft und Dona Maria, die junge Ehefrau von einem Pflanzer, hat Angst um ihren Mann. Für einen historischen Roman mal ein anderer, guter Schauplatz. Auch die Geschichte im Roman ist gut durchdacht mit interessanten Charakteren. Die Geschehnisse um Jan van Hagen werden gut lesbar geschildert. Mir fehlte allerdings ein wenig etwas mehr fesselndes im Schreibstil. Es wirkte recht einfach, Emotionen und Gefahren wurde geschildert, kamen bei mir als Leser aber nicht an. Diese gute Geschichte ist meiner Meinung nach vom Schreibstil durchaus noch ausbaufähiger.

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  • Bucht der Schmuggler

    Bucht der Schmuggler
    Klusi

    Klusi

    28. October 2016 um 23:59

    Bremen im Jahr 1635: Der junge Handelsherr Jan van Hagen entgeht nur knapp dem Schuldturm. Als er nämlich von einer längeren Reise zurückkehrt, erfährt er, dass das Familienunternehmen finanziell am Ende ist und sein Vater im Sterben liegt. Würde er bleiben, müsste er für die Schulden gerade stehen. Also bleibt ihm nur die Flucht. Mit dem holländischen Kaufmann Cornelis van Doorn schließt er einen Vertrag, und dieser unterstützt ihn finanziell, um ihm zu ermöglichen, in die Karibik zu segeln, denn der Schmuggel in der Neuen Welt blüht, und dies ist Jans einzige Chance, wieder zu Vermögen zu kommen. Auch hat van Doorn ein dringendes Anliegen, mit dem er den jungen Geschäftspartner betraut: Jan soll nach dem Sohn der van Doorns suchen, denn dieser ist samt Schiff und Mannschaft in der Karibik verschollen.Zur gleichen Zeit auf Hispaniola: Ein neuer Gouverneur ist im Amt, und dieser will mit äußerster Härte gegen die Schmuggler vorgehen.Die schöne Dona Maria weiß, dass ihr Gemahl Don Miguel, ein wohlhabender Pflanzer, maßgeblich in geheime Schmuggelgeschäfte verstrickt ist. Sie hat begründeterweise Angst um ihn, aber er lässt sich nicht von diversen gefährlichen Vorhaben abbringen.„Bucht der Schmuggler“ ist der erste Band einer neuen Reihe von Ulf Schiewe. Diesmal nimmt er seine Leser mit in die Karibik. Sehr lebendig, farbig und äußerst fesselnd schildert er die Ereignisse an den verschiedenen Schauplätzen. Da ist einmal das Leben auf der „Sophie“, Jan van Hagens Schiff. Hier wird man auch schon mit dem Problem der Sklaverei konfrontiert, denn Jan muss gezwungenermaßen einige Sklaven an Bord nehmen, und das zieht einige aufregende Ereignisse nach sich. Man begleitet Jan und seine Crew während der Fahrt von Amsterdam bis in die Karibik. Schon gleich nach ihrer Ankunft in Hispaniola müssen sie mit größeren Schwierigkeiten fertig werden. Als Jan den Pflanzer Don Miguel kennenlernt, findet er in ihm nicht nur einen zuverlässigen Geschäftspartner, sondern auch Hilfe bei seiner Suche nach dem jungen van Doorn. Bei allen Aktivitäten in diesem fremden Land lauern ungeahnte Probleme auf den jungen Kapitän und seine Leute. Mit diesem Roman hat sich Ulf Schiewe auf ein völlig neues Thema und eine ganz andere Zeit eingelassen. Im Gegensatz zu den historischen Romanen seiner Normannen-Saga und den Romanen aus der Montalban-Serie, die von Rittern handeln und im elften oder zwölften Jahrhundert spielen, führt uns „Bucht der Schmuggler“ ins 17. Jahrhundert, in ein fernes, aufregendes Land, ins Reich der Piraten und Schmuggler. Entstanden ist hier ein Abenteuerroman vom Feinsten, mit interessanten Protagonisten, tollen Kulissen und einer mitreißenden Handlung. Man lernt sehr viele, ganz unterschiedliche Charaktere kennen, und so war ich sehr froh, gleich vorne im Buch ein Personenregister vorzufinden, denn so konnte ich stets den Überblick bewahren. Wie bereits erwähnt, dieses Buch ist der Beginn einer Reihe um den sympathischen Jan van Hagen. Am Ende dieses Romans ist einiges offen, so dass ich auf eine baldige Fortsetzung hoffe, denn natürlich bin ich neugierig, wie es dem jungen Kapitän und seiner Crew weiterhin ergeht. 

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  • Nicht historisch, einfache Unterhaltung

    Bucht der Schmuggler
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    10. October 2016 um 18:18

    Ich habe bereits diverse Bücher von Ulf Schiewe gelesen und schätze diesen Autor. Nach der Lektüre dieses Romans frage ich mich: Was ist denn da passiert? In diesem Roman geht es um die Kolonialzeit, um Seefahrt, um die Karibik, Hispaniola, Quisqueya. Heute nennt man die 1492 von Kolumbus entdeckte Insel Dominikanische Republik (die spanische Seite) und Haiti (französische Seite). Wir befinden uns im Jahr 1635. Jan van Hagen kehrt mit seinem Schiff voller Waren in den Heimatort Bremen zurück. Er ist Hansekapitän. Der Vater liegt im Sterben, hoch verschuldet, denn er hatte den Regierenden Geld geliehen, das er nicht zurückerhielt. Nun steckt er selbst in der Klemme. Der Bruder von Jan sitzt im Schuldturm, die Schergen, Jan zu verhaften, sind auf dem Weg. Gleich hier kann Jan problemlos seinen Häschern entkommen. Der Vater hatte ihn gebeten, das Land zu verlassen, sich und Schiff zu retten, in der Karibik Geschäfte zu machen. Er gibt ihm die Adresse eines Freundes in Amsterdam mit auf den Weg. Der Holländer erklärt dem naiven Jan die Seefahrt auf dem Atlantik, rüstet das Schiff auf, um es atlantiktauglich zu machen, stellt Jan Kanonen (die er nie benutzen wird) und Waren zur Verfügung, bittet ihn, sich nach seinem Sohn umzuhören, der mit seinem Schiff lange überfällig ist. Dieses geschliffene Glück zieht sich durch den ganzen Roman. Auf geht es nach Portugal, Waren zu wechseln. Auf dem Weg lernen Captain und Stürmann, die bislang nach Gefühl navigierten, ganz nebenbei die Navigation nach Geräten und Sternen. Hier hätte ich mir Ausführungen gewünscht. Viel Erfahrung gehörte damals zu dieser Art der Navigation, keine Rede davon. Kein Wort davon, dass die Seeleute zu der Zeit ein Längenproblem hatten, da der Sextant erst 1750 erfunden wurde und so enorme Zeitverluste in Kauf genommen werden mussten, weil die Schiffe lange auf dem Breitengrad schipperten, um einen Navigationspunkt zu finden. Schiffe liefen zu der Zeit schnell auf Riffe auf, da sie ihre Position nicht bestimmen konnten, die Karten ungenau waren. Kein Wort davon, auch nicht, dass alle Schiffe auf den Kanaren, der halbe Weg in die Karibik, einen Zwischenstopp einlegten, um zu handeln, Nahrung und Wasser aufzunehmen. In diesem Buch ist Leben auf See hart, aber herzlich und recht problemlos ... keine Rede von Skorbut oder anderen Schwierigkeiten. Zack, ist man problemlos in der Karibik angelangt. Jan wird verhaftet, des Schmuggelns bezichtigt und zack mit Hilfe des gütigen Miguel Garcia Hernandez, einem Zuckerrohrplantagenbesitzer ist er wieder heraus. Dieser reiche Mann hat eine wunderschöne Frau, die gutherzige Maria Carmen, ein Parallelstrang. Die Guten haben ein weiches Herz, die Bösen sind echte Fieslinge. Die Guten freunden sich dicke mit den Slaven an, die Bösen peitschen sie aus ... Klar geregelt. Die Guten schmuggeln ihre Ware an der Regierung vorbei, weil der spanische König die Steuern erhöhte, man will ja was verdienen. Die Bösen sitzen in der Verwaltung der Insel, weil sie das unterbinden wollen. Hier wird nichts Historisches erklärt. Und dem Priester gefällt die Slaverei natürlich auch nicht. Nebenbei wird erwähnt, dass man schwarze Sklaven auf den Plantagen einsetzte, da die Ureinwohner fast ausgestorben sind, an Krankheiten. Hier hätte man historisch ansetzen können, auch die Zuckerrohrgewinnung besser beschreiben. Das Wort Melasse kommt nicht vor. Wo bleibt die Erklärung, warum Europa den Zucker aus der neuen Welt so begehrte? Nebenbei wird mal etwas von Kaperbriefen erwähnt, Informationen, die zu der beschriebenen Zeit nützlich gewesen wären. Die Guten sind ja ach so gut in diesem Roman. Sie zeigen Denkweisen des 20. Jahrhunderts, die der Guten. Die junge Hure Elsje hat sich in Amsterdam als blinder Passagier an Bord geschmuggelt. Kaptain Jan befielt, sie soll in Portugal ausgesetzt werden. Aber der nette Kerl bringt es nicht über das Herz und die Dame versteht sich wunderbar mit der Mannschaft. Anschaffen darf sie an Bord natürlich nicht. Ständig fühlte ich mich in die heutige Zeit versetzt. Die Guten sind natürlich auch der Meinung, dass schwarze Slaven gleiche Rechte haben, der nette Kumpel von nebenan, und ein Protagonist macht einen gesuchten entlaufenen Sklaven gar zum Geschäftspartner. Haarsträubend werden die Charaktere mit modernem Denken ausgestattet, ohne sich in koloniale Denkstrukturen hineinzuversetzen, gesellschaftspolitische soziologische Einflüsse zu berücksichtigen. Die Sprache ist einfach, Charaktere sind plakativ, simpel strukturiert. Anstatt sich, weil dies ja ein historischer Roman sein soll, sich mit geschichtlich relevanten Themen auseinanderzusetzen, werden hier am laufendem Band Liebesgeschichten eingewoben. Nicht einmal Haudegenszenen sind zu finden. Der Leser ahnt, nachdem er seine Hauptcharaktere kennengelernt hat, wie es enden wird. Keine Angst, es werden ihnen keine Steine in den Weg gelegt, nur ein paar Kieselsteinchen. Weder historisch noch spannend plätschert die Story durch das gesamte Buch, glatt ohne Kanten im Sonnenschein, Friede, Freude, Eierkuchen. Die Schatzinsel war spannender. Meine Empfehlung, ab 10 Jahre gut lesbar. 

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    • 3
  • Wie immer ein Meisterwerk!

    Bucht der Schmuggler
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    12. August 2016 um 12:52

    Das Leben von Jan van Hagen nimmt eine unerwartete Wendung - kaum in seiner Heimat zurück muss er erkennen, dass sein Vater im Sterben liegt. Er selbst hat nur noch die Wahl zwischen dem Schuldturm und der Flucht, einem Leben als Schmuggler. Die Wahl ist schnell gefallen, kann Jan doch auch nicht wissen dass Schmuggler in der neuen Welt kein leichtes Leben mehr haben. Der neue Gouverneur von Hispaniola hat sich auf die Fahnen geschrieben, jeden einzelnen von ihnen an den Galgen zu schicken..Ich war um ehrlich zu sein wirklich überrascht, wie schnell mich das Buch in seinen Bann geschlagen hat. Man kennt das ja - es gibt Themen, da weiß man dass sie einen fesseln und es gibt Themen, die tun es nicht. Eigentlich. Und dieses Buch hätte ich vermutlich nie lesen wollen, wenn es kein Schiewe gewesen wäre. Von ihm würde ich wohl auch ein Buch lesen, dass das Bankenwesen oder sonstigen Bürokratischen Kram der Vergangenheit behandelt, weil ich darauf vertrauen würde, dass er auch da Spannung rein bringen kann.Und siehe da, auch hier wurden meine (extrem hohen) Erwartungen nicht enttäuscht. Schmuggel ist nicht mein Thema. Die Kolonien haben mich nie wirklich interessiert. Und trotzdem war ich nach ein paar Duzend Seiten gefangen und wollte nicht mehr weg.Es ist doch immer wieder das selbe, was mich an seinen Romanen so sehr verzaubert - Schiewe verpackt geschichtliches Wissen so geschickt in Fiktion dass man lernt und erlebt, wissen aufnimmt und Spaß hat. Die Charaktere sind liebevoll durchdacht und wirken in sich schlüssig. Man fiebert mit, kann gar nicht anders, weil man die Handelnden einfach ins Herz geschlossen hat. Oder aber bis ins tiefste Herz verflucht, weil sie so überzeugend als Widerlinge gezeichnet wurden.Ulf Schiewe verfasst kleine Tagträume - man hat das Gefühl, dass man mittendrin ist. Ob man das dann auch wirklich will ist die andere Frage. Denn natürlich laden wunderschöne Strände, Sonne und großartige, sympathische Menschen dazu ein, sich selbst dorthin zu träumen. Doch das raue Leben auf See und die eine oder andere blutige Gegebenheit lassen dann doch beruhigt aufatmen, dass man selbst das ganze aus sicherer Entfernung mit einer Tasse Tee im gemütlichen heimischen Sessel betrachten darf.

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  • Zwischen Bremen und Hispaniola

    Bucht der Schmuggler
    maria61

    maria61

    09. August 2016 um 16:47

    Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer, der heimlicher Drahtzieher des verbotenen Handels ist. Und im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Seine Suche nach dem Gold des Südens hat begonnen.Der Schreibstil von Ulf Schiewe ist interessant, flüssig und spannend. Die Spannung fängt von Seite eins an und steigert sich bis zur letzten Seite. Die Schiffsreisen sowie die ansteigende Belastung der Seefahrt steht einem bildlich vor Augen. Die Schifffahrtskunde wird uns bildlich dargestellt und fügt sich einfach und verständlich in dem Buch ein. Die Protagonisten werden gut beschrieben und man kann sich gut mit ihnen identifizieren. Man lernt Hispaniola im 17 Jahrhundert kennen, genauso wie man zu dieser Zeit gelebt hat. Vom Schmuggel, über die Sklaven und die Seefahrt und alles was dazugehört. Neben guter Unterhaltung hat man noch etwas gelernt. Ein schöner historischer Roman und man hofft auf einen weiteren Teil.Von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung. 

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  • [Rezension] Ulf Schiewe: Bucht der Schmuggler

    Bucht der Schmuggler
    Alondria

    Alondria

    05. August 2016 um 11:26

    Das Buch Gefahr, Abenteur undLiebe im 17. JahrhundertKaribik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhandgenommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Dona Maria zittert um ihren Mann, einen reichen Pflanzer und heimlichen Drahtzieher des verbotenen Handels.Und im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wiederherzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Und so beginnt seine Suche nach dem Gold des Südens . . . Meine Meinung Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde auf lovelybooks.de gewonnen, an der auch der Autor teilgenommen hat. Der Austausch hat sehr viel Spaß gemacht und offene Fragen konnten so direkt geklärt werden. Das hat im Endeffekt dazu geführt, dass es an dem Buch fast nichts gibt, das ich auszusetzen hätte.Für die Story habe ich mich direkt begeistern können, da ich selbst Geschichte im Master mit dem Schwerpunkt nordamerikanischer Geschichte studiere. Der Autor hat alles sehr gut umgesetzt und ganz wunderbar beschrieben. Sein Schreibstil hat mich von Beginn an gefesselt, denn obwohl alles unglaublich detailreich beschrieben ist, ist es nicht zu übertrieben oder zu zäh. Vor allem die Umgebungsbeschreibungen haben mich fasziniert. Es war fast so, als würde ich selbst in der Karibik am Meer sitzen - ein schöner Tagtraum ;) Der Lesefluss war auf jeden Fall von vorne bis hinten gegeben.Die Charaktere haben mir auch sehr gut gefallen. Alle haben eigene Merkmale und charakterliche Tiefe. Vor allem Jan und Maria waren mir äußerst sympathisch und Personen, in die ich mich ohne Probleme hineinversetzen konnte. Ich konnte die Geschichte gut nachempfinden und miterleben. Das ist mir bei einem Buch sehr wichtig - denn für mich gibt es nicht Schlimmeres, als ein Buch nur oberflächlich lesen zu können.Eine kleine negative Anmerkung: Es kamen sehr oft spanische Sätze im Buch vor und ich kann leider kein Spanisch. Es hat den Lesefluss zwar nicht unterbrochen, aber dass es nie eine Übersetzung gab, hat mich ein wenig geärgert. Ich bin dann einfach mal davon ausgegangen, dass diese Sätze nicht "überlebenswichtig" für die Story waren - Übersetzungen wären dennoch schön gewesen. Fazit Ein unglaublich detailliert beschriebener Abenteuerroman für jeden, der in die Karibik und das Schmugglergeschäft zu Zeiten der Kolonien eintauchen will. Ich hoffe sehr, dass es eine Fortsetzung geben wird!

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  • Bucht der Schmuggler

    Bucht der Schmuggler
    Blaustern

    Blaustern

    03. August 2016 um 12:09

    Bremen-Hispaniola im Jahre 1635: Jan van Hagens Vater hat ihm in Bremen einen riesigen Schuldenberg hinterlassen. Was tun? Eingesperrt werden oder flüchten? Als dann ein Handelspartner seines Vaters ihm anbietet, in die Karibik nach Hispaniola zu segeln, nimmt er den Auftrag an. Dort erwartet ihn illegaler Handel mit spanischen Plantagenbesitzern, denn aufgrund der schlechten Preise regiert Schwarzhandel und Schmuggel. Als dann ein neuer Gouverneur an die Macht kommt, wird gegen alle Beteiligten erbarmungslos vorgegangen. Sie müssen um ihr Leben fürchten, und dazu zählt auch Plantagenbesitzerin Maria mit ihrem Mann Don Miguel. Gleich zu Beginn landet man inmitten des fremden Abenteuers, welches sich zwischen Bremen und Hispaniola abspielt. Die Schiffsreise sowie die anstrengende Existenz der Seefahrer und alles, was damit verbunden ist, erscheinen einem bildlich vor Augen. Zusätzlich lernt man noch eine Menge über die Schifffahrtskunde, was sehr interessant und geschickt mit in den Text eingeflochten ist. In Hispaniola dann herrscht Sklaverei und Schmuggel, welches man auch genau miterlebt und die Gewalt der damaligen Zeit zu spüren bekommt. Die Spannung steigt mit jeder weiteren Seite, was auch durch die verschiedenen Handlungsstränge begünstigt wird. Den Personen Jan und Dona Maria ist man sehr gern gefolgt und hat mit ihnen gezittert, da sie überaus sympathisch sind. Der Schreibstil ist wunderbar plastisch und liest sich angenehm flüssig.

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  • Ein wahres Lesevergnügen

    Bucht der Schmuggler
    goat

    goat

    02. August 2016 um 20:02

    Das Cover von Ulf Schiewes aktuellem Roman „Bucht der Schmuggler“ lässt auf den ersten Blick vermuten, dass es sich hier keineswegs um eine Lektüre für Frauen handelt. Aber weit gefehlt: Dieser Abenteuerroman beinhaltet vieles von dem, was wir Frauen gerne lesen. Aber zunächst zum Inhalt. Bremen im Jahr 1635: Handelsherr Jan van Hagen kehrt mit seinem Schiff und einer guten Ladung an Handelswaren an Bord nach Hause zurück. Jan freut sich umso mehr, dass die kostbare Fracht an Bord dem arg gebeutelten Handelsunternehmen seines Vaters Willem van Hagen aus dem größten Tief herausholen kann. Doch seine Freude hält nicht lange an, als er feststellen muss, dass sein Vater im Sterben liegt und das Handelshaus mittlerweile so hoch verschuldet ist, dass Jan nur die Flucht bleibt, wenn er nicht im Schuldturm landen will. Mit letzter Kraft rät sein Vater ihm, nach Amsterdam zu fliehen und sich dort an seinen alten Handelpartner Cornelius van Doorn zu wenden. Schweren Herzens befolgt Jan den Rat seines Vaters und bekommt tatsächlich Unterstützung von van Doorn. Jan wird von ihm mit Handelsgütern versorgt und soll nach Hispaniola segeln, um dort Handel zu betreiben. Doch van Doorns Hilfe ist nicht ganz uneigennützig. Als Gegenleistung soll Jan van Doorns Sohn Martin finden, der mitsamt seiner Mannschaft in Gefangenschaft geraten ist. Jan hat ein mulmiges Gefühl, denn das Unterfangen ist nicht ganz ungefährlich und auch der Gedanke daran, Sklaven mit an Bord zu nehmen, behagt ihm nicht. Doch schlussendlich bleibt ihm keine andere Wahl und er macht sich auf den Weg. Auf Hispaniola trifft Jan auf den Zuckerrohrplantagenbesitzer Don Miguel und seine junge und hübsche Frau Donã Maria. Mit ihm möchte er Handel betreiben, doch der neue Vize-Gouverneur Don Alonso versucht mit allen Mitteln, den Schmuggel zu untersagen und droht jedem, der sich dem widersetzt, mit dem Tod durch den Strick. Jans Probleme wachsen ins Unermessliche und zu allem Überfluss hat er sich auch noch Donã Maria verliebt …„Bucht der Schmuggler“ ist ein wahres Lesevergnügen. Man merkt, dass in diesem Roman viel Recherchearbeit steckt. Ulf Schiewe weiß, worüber er schreibt. Zugute kommt ihm dabei sicherlich, dass er mehrere Jahre in Nordbrasilien gelebt hat und dort sehr viel über das Zuckerrohr gelernt hat. Und auch die Seefahrt ist ihm nicht fremd, sodass das Thema natürlich ein „Heimspiel“ war. Seine Charaktere sind ihm allesamt sehr gut gelungen und sie waren mir so sympathisch und zum Teil auch unsympathisch, dass ich gut mitfiebern konnte. Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn die Figuren eines Romans einen kaltlassen. Besonders schön an diesem Roman finde ich, dass der Autor seinen Charakteren Raum gibt, sich zu entwickeln. Gerade bei Jan wird das sehr deutlich. Zu Beginn des Romans kam er mir noch ein wenig grün hinter den Ohren vor. Doch nach dem Tod seines Vaters wird er auf der abenteuerlichen Reise, zu der er gezwungen wird, allmählich erwachsen und trifft weise und vorausschauende Entscheidungen. Da sehr viele Charaktere in der Geschichte auftauchen, war es sehr hilfreich, dass gleich zu Beginn des Romans ein Personenregister angelegt wurde. Ich habe des Öfteren mal zurückblättern müssen. In den Bann gezogen haben mich ganz klar die Szenen der Schiffsreise. Zum einen die Situation an Bord mit diesen vielen Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Da wären Elsje, eine Prostituierte und einzige Frau an Deck unter all den Männern – oder der portugiesische Schiffsarzt, der in Wirklichkeit gar kein Arzt ist. Auch Jans Mannschaft ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen. Aber wenn es hart auf hart kommt, können sich alle aufeinander verlassen. Die Tatsache, Sklaven an Bord quasi als Ware zu transportieren, behagt niemandem und keiner weiß so recht mit dieser Situation umzugehen. Das Thema Sklaven wurde sehr anschaulich behandelt. Es nahm nicht zu viel Raum in der Geschichte ein, aber doch genug, um mich sehr nachdenklich zu stimmen. Was diesen Menschen widerfahren ist, ist niemals wieder gutzumachen. In diesem Roman waren zwei der Sympathieträger Sklaven und die haben mich mit ihrem Handeln sehr beeindruckt. Auch wenn der Ausgang der Geschichte stellenweise voraussehbar war, so hat mich Ulf Schiewe mit „Bucht der Schmuggler“ sehr gut unterhalten und ich habe mich zu keinem Zeitpunkt gelangweilt. Das Ende lässt definitiv auf einen zweiten Teil schließen und ich hoffe doch sehr, dass nicht allzu viel Zeit bis dahin vergeht. Von mir gibt es fünf Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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  • Leserunde zu "Bucht der Schmuggler" von Ulf Schiewe

    Bucht der Schmuggler
    Ulf Schiewe

    Ulf Schiewe

    Bucht der Schmuggler Karibik 1635: Es ist die Jagd nach Reichtum und Glück, die unternehmungslustige Abenteurer wie Jan van Hagen in die Karibik treiben (Jetzt endlich als Taschenbuch, auf das viele gewartet haben. Ursprünglich letztes Jahr als reines eBook unter dem Titel "Gold des Südens" erschienen.)Klappentext: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer und heimlichen Drahtzieher des verbotenen Handels. Im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Seine Suche nach dem Gold des Südens hat begonnen.Hintergrund: Wir befinden uns im Jahr 1635, etwas mehr als hundert Jahre nach der Entdeckung der neuen Welt. In Nordeuropa tobt der Dreißigjährige Krieg, Spanien kann sich nicht genug um seine Kolonien kümmern und andere europäische Nationen dringen in die Karibik nach, um dort Fuß zu fassen. Ein paar Jahre zuvor haben die Holländer vor Kuba die spanische Silberflotte gekapert, Franzosen und Engländer gründen erste winzige Siedlungen. Auf Hispaniola und Tortuga nisten sich die Bukaniere ein und entdecken, neben der Jagd und einer primitiven Landwirtschaft, die Möglichkeiten eines zunächst noch bescheidenen Piratenlebens.Die koloniale Karibik: Auf Hispaniola entwickelt sich die Elite der Zuckerbarone. Es entsteht diese tropische Mischung aus Katholizismus und Voodoo, eine Kultur zwischen Schwarzafrika und weißen Pflanzern, zwischen prüder Frömmigkeit und lasziver Erotik, zwischen kolonialer Zivilisation und einsamer, unberührter tropischer Wildnis. Aber es ist natürlich auch die Zeit der Ausrottung der Indios, des Sklavenhandels und der Ausbeutung der Afrikaner auf den Plantagen der Spanier. Es ist eine brutale Welt von Gewalt, Intrigen und Korruption inmitten einer verführerischen Natur.Weitere interessante Einzelheiten: auf meiner WebseiteLeseprobe

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    • 835
  • Tolles Buch

    Bucht der Schmuggler
    monster

    monster

    19. July 2016 um 10:38

    Jan van Hagen muss Bremen überstürzt mit seinem Schiff verlassen. Zurück lässt er seine Verlobte und hohe Schulden durch den gerade verstorbenen Vater. Als einzigen Ausweg sieht er für sich eine Fahrt nach Hispaniola, wo er durch Handel und Schmuggel zu Geld kommen möchte. Im 17. Jahrhundert war so eine Überfahrt natürlich nicht gefahrlos und dauerte auch Wochen oder sogar Monate. So ist schon die Hinreise abenteuerlich und man lernt Jan und seine Männer besser kennen und schätzen.Währenddessen ist auch in Hispaniola nicht alles eitel Sonnenschein. Dona Maria lebt mit ihrem Mann auf einer großen Zuckerrohrplantage.  Sie ist eine kluge junge Frau, die durch ihre Güte und ihr Mitgefühl in eine brenzlige Situation gerät als sie einem Sklaven bei der Flucht hilft. Außerdem macht der neue Gouverneur  ihr schöne Augen. Der unangenehme Kerl strebt auch nach mehr Macht und Gold und möchte den Schmugglern endgültig das Handwerk legen. Bald schweben Jan und seine Männer in tödlicher Gefahr. Es war für mich ein großes Vergnügen dieses Buch zu lesen. Schnell ist man mittendrinnen in einem exotischen Abenteuer am anderen Ende der Welt. Jan und Dona Maria sind sehr sympathische Hauptdarsteller mit denen man mitfiebert und die so einige gefährliche Situationen zu meistern haben. Es gibt aber noch viel mehr Helden und Heldinnen in diesem Buch, die der Geschichte die richtige Würze geben. Babantunde und Elsje sind nur zwei davon, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Man erfährt so einiges über Hispaniola und die damaligen Lebensumstände, über Sklaven und Schmuggel. Beschreibungen über das Seemannshandwerk kommen in der auch Geschichte nicht zu kurz und  man hat das Gefühl, neben der guten Unterhaltung noch was gelernt zu haben. Also genau das, was ich mir von einem guten Historischen Roman wünsche. Was für ein tolles Buch.

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  • Rezension zu "Bucht der Schmuggler" von Ulf Schiewe

    Bucht der Schmuggler
    tigerbea

    tigerbea

    12. July 2016 um 10:15

    1635. Jan van Hagen verläßt Bremen auf der Flucht vor den Gläubigern seines Vaters. Von einem Handelspartner erhält er den Auftrag, nach Hispaniola zu segeln. Dort soll er mit spanischen Plantagenbesitzern illegalen Handel betreiben. Denn diese dürfen nur mit spanischen Händlern verhandeln und an diese verkaufen. Doch die Preise sind zu schlecht, so daß Schwarzhandel und Schmuggel an der Tagesordnung sind. Doch der neue Gouverneur hat Schwarzhandel und Schmuggel den Kampf angesagt und greift hart durch. Mit "Bucht der Schmuggler" hat Ulf Schiewe wieder einmal sein Autorenkönnen bewiesen. Sein Schreibstil ist so wunderbar bildlich, daß man sich sowohl an Bord des Schiffes als auch auf den Plantagen wähnt. Das Buch wird auch genau dort in zwei Handlungssträngen unterteilt, die dann auf sehr gelungene Weise zusammengeführt werden, so daß zum Schluß ein absolut spannungsgeladenes Ende bereitet wird. Ulf Schiewe greift hier sehr viele historische Themen auf. Auf der einen Seite lernt der Leser das harte Leben der Seefahrer kennen und lernt einiges über Nautik, auf der anderen Seite wird das harte Leben auf den Plantagen sehr anschaulich dargestellt. Man sieht die Grausamkeit im Umgang mit den Sklaven und Gefangenen sehr deutlich vor sich und möchte so manches mal eingreifen. Man merkt hier, vor allem aber auch bei den eingewobenen geschichtlichen Realitäten, daß Ulf Schiewe nicht einfach nur schreibt, sondern alles sehr genau recherchiert. Seine Bücher bestechen immer wieder durch absolutes Wissen, so daß man als Leser hier nicht einfach nur einen tollen Roman liest, sondern auch noch etwas daraus mitnimmt und gelernt hat. Dieser Roman ist sehr vielseitig. Wir haben hier einen sehr, sehr spannenden Abenteuerroman, einen tollen historischen Roman und eine Liebesgeschichte. Also sozusagen 3 Bücher in einem. Dies alles zusammen mit seinem unnachahmlichen bildgewaltigen Schreibstil und seiner Fähigkeit absolute Spannung zu verbreiten, machen dies Buch zu einem absoluten Muß für alle Fans guter historischer Bücher. Ich hoffe sehr, daß diese tolle Geschichte noch eine Fortsetzung findet, denn die Charaktere sind mir sehr ans Herz gewachsen, so daß ich unbedingt wissen möchte, wie es ihnen auf Tortuga ergeht.

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  • Exotischer Abenteuerroman, der absolut fesselt

    Bucht der Schmuggler
    anushka

    anushka

    10. July 2016 um 22:24

    Hispaniola/Bremen, 1635: Jan van Hagen muss Bremen überstürzt verlassen um nicht für die Schulden seines Vaters eingesperrt zu werden. Ein Handelspartner seines Vaters beauftragt ihn, nach Hispaniola in der Karibik zu segeln und dort illegalen Handel mit den spanischen Plantagenbesitzern zu betreiben. Diese dürfen eigentlich nur an spanische Handelsleute verkaufen, doch durch die schlechten Preise floriert der Schwarzhandel und Schmuggel mit anderen Händlern. Doch nun hat ein neuer Gouverneur das Zepter übernommen und er geht mit harter Hand gegen die Schmuggler vor. Die schöne Maria befindet sich mittendrin und bangt um die Sicherheit ihres Mannes, denn er steht im Zentrum des Handels.Bereits das Cover von "Die Bucht der Schmuggler" hebt sich positiv von der Masse ab und verspricht einen Abenteuerroman. Und den bekommt man auch. Während man zwischenzeitlich immer wieder Jan auf seiner Seereise in die Karibik begleitet und die Wellen unter den Füßen spürt, befindet man sich andererseits auf den Plantagen der Kolonie, wo die Luft dünn wird für Maria und ihren Mann Don Miguel. Die Perspektiven wechseln regelmäßig zwischen dem Schiff Sophia und der Insel Hispaniola bis sich die Handlungsstränge und Personen treffen. Neben Jan und Maria rücken regelmäßig weitere Figuren in den Fokus und beleuchten unterschiedliche Aspekte wie beispielsweise den Umgang mit Sklaven, aber auch Gefangenen, auf den Plantagen. Das Leben der sogenannten Bukaniere wird beleuchtet und auch die politischen Entwicklungen in Europa wirken sich auf das Leben auf Hispaniola aus. Eine Prise Liebesgeschichte bietet dieses Buch auch. Sowohl Jans Schiffreise als auch das Leben auf Hispaniola bieten gleichermaßen (viel) Spannung, sodass man das Lesen kaum unterbrechen mag. Die Spannung lässt bis zum Schluss nicht nach.Ulf Schiewe schreibt in einer sehr anschaulichen Sprache und die Beschreibungen sind sehr plastisch. In den Seereisepassagen gibt es viel Seemannsjargon und -fachbegriffe, die man als segelunerfahrener Leser manchmal recherchieren muss, die aber insgesamt den Lesefluss nicht stören, wenn man die Begriffe nicht kennt. Der Schreibstil ist nicht abgedroschen oder trivial und bedient keine Klischees. Die Passagen zur Behandlung der Sklaven wirken nicht moralisierend, sondern legen das Leid allein durch die Geschichte und eindringliche Schilderungen dar, sodass der Leser selbst zu einem Urteil kommt ohne dies von den Figuren des Buches in den Mund gelegt zu bekommen. Alle historischen Informationen wirken akribisch recherchiert und liebevoll ausgearbeitet. An keiner Stelle hat man das Gefühl, dass etwas nur oberflächlich dargestellt wird. Und gerade die Detailverliebtheit (beispielsweise welche Bilder an den Wänden eines Händlers hängen) versetzen den Leser direkt in das Buch, die Zeit und den Handlungsort. Alle Figuren sind lebensecht ausgearbeitet und bekommen ihre eigene Geschichte. Ich bin absolut begeistert von diesem farbenprächtigen historischen Roman, der einen guten Hauch von "Fluch der Karibik" verströmt. Es gibt zahlreiche mögenswerte Figuren, die allesamt detailliert ausgearbeitet sind und ihre eigene Geschichte haben. Dabei werden viele Themen und Lebensumstände dargestellt ohne dass das Buch dadurch überladen wäre. Bis zum Ende hin bleibt es spannend. Ich würde mir eine Fortsetzung dieser Geschichte sehr wünschen. Bis dahin gibt es erstmal für dieses Buch eine euphorische Leseempfehlung.

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  • Das pure Lesevergnügen

    Bucht der Schmuggler
    flower

    flower

    08. July 2016 um 08:27

    Was erwartet man wohl von einem Buch welches „Bucht der Schmuggler“ heißt und auf dessen Cover ein großer Dreimaster und zwei Säbel und eine Peitsche zu sehen sind und dessen Autor Ulf Schiewe heißt? Ich hatte genaue Vorstellungen und Hoffnungen und was soll ich sagen – ich wurde nicht enttäuscht. Was habe ich bekommen? Kühne und wagemutige Seemänner denen auch stürmische See und unruhiges Wetter nichts anhaben konnten; Starke Frauen, die ihr Schicksal energisch in die eigenen Hände nahmen; entlaufene Sklaven und blinde Passagiere; eine ferne Insel mit all ihrem exotischen Zauber und einer gehörigen Portion Gold; Meeresrauschen und Südseeklänge; wilde Tiger im dichten Dschungel; abenteuerliche Kämpfe mit jeder Menge Kanonenfeuer und Musketenrauch; und natürlich auch ein bisschen Erotik und was fürs Herz. Von der ersten Seite an hat mich das Buch gefesselt. Selten habe ich einen so unterhaltsamen historischen Abenteuerroman gelesen. Ich wurde mitgenommen auf große Fahrt ans Ende der Welt und konnte mit wachsendem Vergnügen den facettenreichen Figuren in einer lebhaften Geschichte bis zum furiosen Ende folgen. Sollte man zu denen gehören, die ein Buch zuerst nach ihrem äußeren Schein beurteilen und kaufen, dann liegt man hier genau richtig. Denn man bekommt genau, was man sich wünscht. Einen erstklassigen Roman. Wo Ulf Schiewe drauf steht ist gute Unterhaltung und Lesevergnügen drinnen.

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