Ulf Schiewe Das Schwert des Normannen

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Inhaltsangabe zu „Das Schwert des Normannen“ von Ulf Schiewe

Die Normandie im 11. Jahrhundert: Der berüchtigte Robert Guiscard von Hauteville, genannt das Schlitzohr, ist auf der Flucht nach Süditalien, wo seine Brüder sich als Kriegsherren einen Namen gemacht haben. Unter Roberts Gefährten befindet sich der 17-jährige Gilbert, dessen Herkunft im Dunkeln liegt und der bei den Hautevilles als Schweinehirt aufgewachsen ist. Seine Treue und Waghalsigkeit lassen ihn schnell zu Roberts engstem Vertrauten werden. Sie beginnen als Raubritter, für die nichts als Gold zählt, und sind doch dabei, ein Reich zu schaffen, das in Europa seinesgleichen suchen wird.

Gewinner des HOMER-Literaturpreises 2014!

Ein spannender und interessanter historischer Roman über Normannen

— Blintschik

Ein interessanter und spannender Roman über die Eroberung Süditaliens durch die Normannen unter der Führung der Hautevilles.

— Moni2506

Wer sich für die Geschichte der Normannen interessiert, wird an diesem Buch (das erste einer Trilogie) nicht vorbeikommen.

— Bellis-Perennis

Ich freue mich auf den zweiten Teil dieser neuen Serie.

— Ikopiko

Lesenswertes Historiendrama um den Aufstieg der Normannen in Italien

— anne_lay

Schoen zu lesender Auftakt einer neuen Reihe ueber die Herrschaft der Normannen in Sueditalien:Schlachten, Liebe und Intrige

— elisabethjulianefriederica

Fazit: Ein opulenter, spannender und äußerst interessanter Roman über die Besiedelung Süditaliens durch die Normannen.

— Bellexr

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  • Spannender Auftakt einer Normannensaga

    Das Schwert des Normannen

    Blintschik

    23. February 2017 um 21:20

    Die Geschichte wird aus der Sicht des 17-jährigen Gilbert erzählt, der von der Familie der Hautvilles aufgenommen wird, nachdem sein Dorf niederbrennt. Nach und nach versuchen sich die Brüder einen Namen zu machen, wobei Gilbert nicht zu kurz kommt, da Robert ihn unter seine Fittiche nimmt. Dabei gerät er in die Machtkämpfe der hohen Herren des Landes und erlebt wilde Schlachten. Der Schreibstil des Buches ist auf jeden Fall sehr angenehm und flüssig zu lesen, wodurch allein es schon wahnsinnig Spaß macht zu lesen. Auch die Geschichte konnte mich überzeugen. Man erfährt viel über Gilberts Leben von seiner Kindheit bis zu seinem 17. Jahr und erlebt so mit wie er vom Schweinehirten zum Krieger wird, der hohen Fürsten zur Seite steht. Dabei ist Gilbert ein wirklich lieber und sympathischer Charakter, was man sich von einem Normanen vielleicht garnicht denkt. Doch er wirkt dadurch keinesfalls verweichlicht, denn in so manchen Situationen merkt man seinen Mut und seine Stärke. Trotzdem wirkt er sehr intelligent, was auch zu seinen Beförderungen führt. Auch an Liebesgeschichten fehlt es in diesem Buch nicht und neben der harten Handlung, wirken diese geradezu herzerwärmend. Aber auch die Freundschaften der Krieger untereinander war wundervoll beschrieben und man konnte sie fast schon fühlen, wie diese harten Männer durch dick und dünn gehen würden. Mir haben auch die Nebenszenen gefallen, in denen die Personen einfach nur rumalbern. Diese waren sehr unterhaltsam und haben die Handlung auch etwas aufgelockert. Auf der anderen Seite kamen natürlich auch Verrat, Heimtücke und Lügen vor, die die Geschichte erst recht spannend macht, da man nie so wirklich weiß, wem der Protagonist trauen kann. Das hat zu so mancher verblüffender Situation geführt und bringt einen wirklich zum mitfiebern. Die Raubzüge und Kämpfe wurden sehr bildlich beschrieben und man konnte sich gut vorstellen wie diese Männer dreckig und müde versucht haben durchzuhalten und am Leben zu bleiben. Vorrallem finde ich auch gut, dass viele Szenen in dem Buch einen echten historischen Hintergrund haben, sodass man viel über diese Zeit lernen kann und dabei noch Spaß hat. Zusammengefasst ist der Roman sehr überzeugend was Handlung, Charakter und Stil angeht. Für alle, die mehr über die Geschichte der Normanen erfahren möchten oder einfach intelligente Unterhaltung suchen, kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Ich hatte großen Spaß beim lesen und freue mich schon auf das nächste Buch dieser Reihe.

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  • Spannender und gut recherchierter Historienroman

    Das Schwert des Normannen

    MartinaSchein

    26. October 2016 um 18:48

    Das Schwert des Normannen hat mir so gut gefallen, dass ich es in zwei Tagen ausgelesen habe. Von Beginn an hat mich das Buch in den Bann gezogen. Durch den Knalleffekt gleich am Anfang des Romans befindet man sich sofort im Geschehen. Bei diesen Zeilen verspürte ich auch das erste mal ein unbändige Wut. Emotionalität ist bei mir immer ein Zeichen dafür, dass ich mich das Buch gefangen nimmt und ich vollständig in das Geschehen eintauche. Ulf hat es meiner Ansicht nach gut verstanden, tatsächlich geschehene, historische Ereignisse – in diesem speziellen Fall die Geschichte der Normannen in Süditalien – in eine sehr unterhaltsame Story zu packen. Hieran sieht man, dass Geschichte durchaus interessant sein kann, wenn der Autor zusätzlich seine Phantasie spielen lässt. Die Verflechtung von tatsächlichen Geschehnissen mit fiktiven Elementen hat sehr zur Spannung beigetragen. Einflechtungen wie die von … »ihr müsst die Sprache lernen« führen einem gut vor Augen, dass es diese Sprachhürden nicht erst in der heutigen Zeit gibt und wie wichtig es ist, die Sprache des Landes zu beherrschen, in dem man lebt. Obwohl Frauen in der Zeit nicht viel zu melden hatten und auch in diesem Buch - wie es Jahrhunderte lang üblich war – eine aus politischen Gründen verheiratet wird, beschreibt der Autor sowohl mit Fressenda, vor allem jedoch mit mit Gerlaine sehr starke Frauen. Die Schilderungen der verschiedenen Landstriche hätte ich mir etwas ausführlicher gewünscht, doch in Ermangelung dessen lief dafür mein Kopfkino auf Hochtouren. Das war mir dann auch recht. So ist es auf jeden Fall besser, als wenn man sich durch zig Seiten Beschreibungen wühlen muss. Etliche Ausführungen sind brutal und kompromisslos - und passen damit perfekt zu den jeweiligen Situationen und dieses Zeitabschnittes. Den Erzählstil aus der Sicht von Gilbert erlaubt einen guten Blick auf die Geschichte der Familie Hauteville. Ihr Leben, das der Krieger, der Bediensteten sowie anderer Handlungsträger ist äußerst plastisch beschrieben. Ferner nimmt man durch die Art des Erzählens auch die Figur von Gilbert selbst ausgesprochen intensiv wahr. Die Charakterisierung der Protagonisten - und hier nicht nur die der Hauptfiguren ist sehr gelungen und ich habe sie in Gedanken direkt vor mir gesehen. Das seelische Dilemma, in dem sich beispielsweise Fulko befand, ist sehr gut geschildert. Durch die rasante Szenenabfolgen kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Der Schreibstil ist flüssig und sehr kurzweilig. Keine lange Schachtelsätze, sondern eine klare und schnörkellose Sprache.

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  • Spannender und interessanter Auftakt über den Aufstieg der Familie Hauteville in Süditalien

    Das Schwert des Normannen

    Moni2506

    „Das Schwert des Normannen“ ist ein historischer Roman von Ulf Schiewe, der im Oktober 2010 im Knauer-Verlag erschienen ist. Die ist der erste Teil einer Trilogie, die die wechselvolle Geschichte der Normannen in Süd-Italien erzählt. Mezzogiorno im 11. Jahrhundert: Die Familie Hauteville hat sich im Süden Italiens bereits einen Namen gemacht als Robert Guiscard von Hauteville dort eintrifft. In seinem Gefolge ist der junge Gilbert, der als Kind den Überfall auf sein Heimatdorf mit ansehen musste und anschließend bei den Hautevilles wie ein zusätzlicher Sohn aufwuchs. Durch seinen Mut und seine Tapferkeit wird er schnell zu einem der wichtigsten Vertrauten in Roberts Gefolge und erlebt hautnah den Aufstieg zu einer neuen Dynastie mit. Mir hat dieser Roman von Ulf Schiewe auch wieder gut gefallen. Das Buch ist aus der Sicht von Gilbert geschrieben, der noch sehr jung, aber dennoch sehr sympathisch, ist. In manchen Situationen merkt man ihm doch seine jugendliche Unerfahrenheit an und so manches Mal ist auch Glück im Spiel, wenn er aus einer brenzligen Situation heil herauskommt. Für mich war es wie bei „Gold des Südens“ mehr ein Abenteuerroman, obwohl der historische Einschlag hier auf jeden Fall höher ist. Wir begleiten eine Söldnertruppe auf ihrem Weg zu Ruhm und Ehre in Süditalien. Dementsprechend hoch ist auch der Anteil an Plünderungen, Überfällen und kleineren Kämpfen. Aber auch die Liebe, Intrigen und feige Anschläge spielen eine Rolle. Die Liebesgeschichte zwischen Gerlaine und Gilbert hat mir gut gefallen. Gerlaine hat es faustdick hinter den Ohren und weiß sich durchzusetzen, manchmal auch zum Leidwesen Gilberts. Hier musste ich doch auch so manches mal schmunzeln. Die Einblicke in die Kampfkunst und die Waffen der Normannen sowie in die Arbeit eines Spähers und Spions fand ich sehr interessant. Auch der Zwiespalt zwischen den alten Göttern der Normannen (Odin, Loki, Wallhall, etc.) und dem sich immer mehr durchsetzenden Christentum fand ich gut dargestellt. Der Schreibstil ist gut. Er ist verständlich und man konnte sich alles gut vorstellen. Leider konnte mich das Buch dennoch nicht komplett mitreißen, so dass ich immer weiter lesen wollte, um zu erfahren, wie es weiter geht. Darüber hinaus gibt es kein Personenverzeichnis. Das gehört für mich zu jedem guten historischen Roman dazu. Aber es gibt ein Nachwort, was Fiktion von Wahrheit trennt. Dies wiederum finde ich gut. Deswegen gibt es von mir 3,5 Sterne, die ich auf 4 Sterne aufrunde. Fazit: Ein interessanter und durchaus auch spannender historischer Roman über die Anfänge der Normannen in Süditalien, den ich gerne weiterempfehle.

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    • 5

    Floh

    27. February 2016 um 09:04
    Moni2506 schreibt Da bist du mit Sabrina Qunaj und Ulf Schiewe gleichzeitig ja auch gut beschäftigt. ;)

    Nein, nein... gemach, gemach! Schön der Reihe nach. Jetzt widme ich mich bald dem Bastard...

  • Große Verlosung zum Leserpreis 2015: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Ein ganz neues Leben

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2015? Es ist wieder soweit - für den Leserpreis 2015 suchen wir eure Lieblingsbücher. Wir sind schon wahnsinnig gespannt, welche Bücher euch in diesem Jahr am meisten begeistern konnten und können das Ergebnis, das am 26. November feststehen wird, gar nicht erwarten! PS: Die Gewinner stehen mittlerweile fest! Hier könnt ihr alle Preisträger und Platzierungen sehen! Unsere große Verlosung für euch! Jedes Jahr, wenn der Leserpreis näher rückt, dann kommt bei uns eine ganz besondere Stimmung auf. Es ist ein bisschen, als würde Weihnachten einfach mal 2 Monate nach vorn gezogen und würde ganz lange dauern :-) Deshalb möchten wir euch neben den tollen Buchempfehlungen und der Möglichkeit selbst mitzuentscheiden, auch eine ganz besondere Verlosung bieten. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und mal ehrlich - davon kann man doch nie genug haben, oder? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier mit, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt! http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafikmaterial findet ihr hier! 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + und ähnlichen auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit jeweils 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der Link zum Leserpreis und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns, indem ihr oben auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klickt und das Formular komplett ausfüllt, ein Buch, das ihr durch den diesjährigen Leserpreis entdeckt habt und das ihr jetzt unbedingt lesen möchtet. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Die Teilnahme ist bis einschließlich 29. November möglich! Wir wünschen euch ganz viel Spaß & schaut doch mal rein, welche Bücher in diesem Jahr das Rennen gemacht haben! PS: Die angehängten Bücher sind ein paar Beispiele, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen!

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    • 1599
  • die Geschichte der normannischen Aufsteigerfamilie Hauteville

    Das Schwert des Normannen

    Bellis-Perennis

    Ulf Schiewe erzählt in seinem Buch „Das Schwert der Normannen“ die Geschichte einer (Aufsteiger)dynastie. Wir befinden uns im 11. Jahrhundert in der Normandie. Die Normannen halten anfänglich die Nord- und Ostsee sowie Teile der britischen Inseln in Atem. Das vorliegende Buch ist das erste, einer Reihe. Es ist aus der außergewöhnlichen Sicht des jungen Gilbert geschrieben. Gilberts Dorf in Dänemark wurde einst von den Normannen dem Erdboden gleichgemacht und er selbst geraubt. Anders, als die anderen Sklaven, wurde er von Fressenda, der normannischen Fürstin als weiterer Sohn gesehen und als solcher aufgezogen. Eine weitere Hauptfigur ist Robert "Guiscard" von Hauteville, genannt das Schlitzohr. Gemeinsam mit seinen Brüdern erobert er von der Normandie aus große Teile Italiens. Immer auf der Suche nach Gold und Schätzen warten jede Menge Abenteuer, Scharmützel und Gefechte auf die berühmt-berüchtigten Normannen. Intrigen, Verrat - auch von Seiten von engsten Vertrauten oder Gemahlinnen - sind immer an der Seite der Krieger. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Dazu trägt auch die ungewöhnliche Erzählperspektive bei. Der Autor beschreibt mit viel Liebe zum Detail das Leben und die Ausrüstung im frühen Mittelalter. Der eine oder andere Seitenhieb auf die Geschichte (z.B. William, der Eroberer) lässt den geneigten Leser schmunzeln. Die Konflikte zwischen den einzelnen Fürstentümern Italiens, dem Papst in Rom und Byzanz in jeweils wechselnden Koalitionen werden sehr interessant dargestellt. Hier muss ich manchmal Mr. Google oder Wikipedia befragen, da mir die einzelnen Details nicht so geläufig sind. Wer Interesse am Mittelalter außerhalb der Kreuzzüge und der Minnesänger hat, kann wohl an dieser Reihe nicht vorbei.

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    • 6

    KruemelGizmo

    22. August 2015 um 20:15
  • Das Schwert des Normannen

    Das Schwert des Normannen

    Ikopiko

    28. April 2015 um 08:45

    Der kleine Gilbert muss miterleben, wie eine Gruppe Normannen seine Familie tötet. Ihn selbst lassen sie leben und nehmen ihn in ihre Familie auf. Zunächst argwöhnisch, findet Gilbert doch liebenswerte Menschen in seiner neuen Familie, zumal er dort überwiegend herzlich aufgenommen wird. So kommt es, dass er sich einem seiner „Brüder“ anschließt und mit einer Horde Raubritter nach Italien zieht. Dort muss ihr Anführer Robert sich behaupten und die Kampfkraft unter Beweis stellen. Viele Plünderungen und Überfälle gehen auf seine Kappe. Als er jedoch eine heilige Stätte entweiht, ist er einen Schritt zu weit gegangen. Der bereits mit verschiedenen historischen Romanen erfolgreiche Ulf Schiewe legt mit „Das Schwert des Normannen“ den Auftakt einer Serie um den derzeit 17jährigen Gilbert vor. Ulf Schiewe versteht es, gut recherchierte historische Begebenheiten mit fiktiven Ideen zu vermischen. Nichts ist abwegig, alle Geschehnisse kann man sich genau so vorstellen. Bei der Beschreibung der Kampfhandlungen – und diese finden zahlreich statt – nimmt er kein Blatt vor den Mund. Zartbesaitete sollten diese Passagen nicht zu genau lesen. Ich behaupte, dieser erste Band der Serie ist in erster Linie eine historische Abenteuergeschichte, in der auch die Liebe nicht zu kurz kommt. Ein unterhaltsames, schlüssiges Gesamtpaket.

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  • Rezension zu "Das Schwert des Normannen" von Ulf Schiewe

    Das Schwert des Normannen

    tigerbea

    19. November 2014 um 20:30

    Die Normandie im 11. Jahrhundert. Robert de Hauteville muß aus der Normandie fliehen. Er zieht nach Süditalien, wo ein paar seiner Brüder als Söldner leben. Mit ihm flieht Gilbert, der als Kind von den Hautevilles entführt wurde und seitdem bei ihnen lebt. Zur gleichen Zeit bestreiten der Papst und die Lombarden einen Feldzug gegen die Normannen, es endet in der Schlacht bei Civate. Der Ausgang dieser Schlacht bestimmt das Schicksal der Normannen in Süditalien. Mit "Das Schwert des Normannen" ist Ulf Schiewe ein Geniestreich gelungen. Das Buch ist absolut lesenswert. Er versteht es, Wissen über die Normannen auf eine Art zu vermitteln, daß der Leser niemals im Lesefluß gestört wird oder das Gefühl hat, belehrt zu werden. Er verwebt historisch belegte und erfundene Geschehnisse auf wunderbare weise zu einer richtig spannenden Geschichte. Besonders interessant ist es zu beobachten, wie sich der Charakter Gilbert´s entwickelt. Er wird im Laufe des Buches immer selbständiger und sicherer. Durch den hervorragenden Schreibstil Ulf Schiewe´s sieht man das damalige Leben bildlich sehr gut vor sich. Der Spannungsbogen ist hier von Anfang bis Ende ununterbrochen stark vertreten. Man kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen, so packt es den Leser und zieht ihn in seinen Bann.Erwähnenswert ist hier der Anhang des Buches. Hier wird erläutert, was real und was erfunden ist und welche Tatsachen der Geschichte angepaßt wurden.

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  • Auftakt der Reihe um Normannen in Süditalien

    Das Schwert des Normannen

    wampy

    16. November 2014 um 09:16

    „Das Schwert des Normannen“ ist ein historischer Roman von Ulf Schiewe, der 2013 im Knaur Taschenbuch Verlag erschienen ist. Normandie im 11. Jahrhundert: Robert de Hauteville hat bei politischen Intrigen auf das falsche Pferd gesetzt und muss aus der Normandie fliehen. Er beschließt, einigen seiner Brüder zu folgen, die als Söldner nach Süditalien gezogen sind. In seinem Gefolge befindet sich der 17-jährige Gilbert, der selbst als fünfjähriger von den Hautevilles entführt wurde und von ihnen aufgezogen wurde. Die fortgesetzten Beutezüge gegen Kirchen und Klöster lassen den Papst und die ihn unterstützenden Lombarden einen Feldzug gegen die Normannen starten, der zur Schlacht bei Civitate führt, deren Ausgang das Schicksal der Normannen in Süditalien bestimmt. Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Gilbert in der Ich-Form. Durch den Verzicht auf den allwissenden Erzähler ist der Leser sehr viel näher an der Figur dran und „erleidet“ Gilberts Schicksal um so intensiver. Allgemeine Informationen werden in vielen Gesprächen eingestreut, ohne das die Entwicklung der Geschichte gestört wird. Dadurch ist Gilbert und damit der Leser gut über die allgemeine Lage und den politischen Hintergrund informiert. Roberts ältere Brüder sind bei seiner Ankunft auf gutem Wege durch Einheirat in den örtlichenAdel seßhaft zu werden. Roberts marodierende Söldnertruppe stört dabei gewaltig und es kommt zu Reibereien innerhalb der Normannen. Diese werden erst durch die anstehende Schlacht mit den zahlenmäßig überlegenen Truppen der Allianz aus Papst und Lombarden beendet. Ulf Schiewe verbindet gekonnt historische und fiktive Geschehnisse zu einer fesselnden Geschichte. Die Hauptfigur Gilbert entwickelt sich nachvollziehbar und glaubhaft von einem bedingungslosen Gefolgsmann Roberts zu einem selbstständigen jungen Mann, der auch in der Liebe den ein oder anderen Rückschlag erleidet. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen vermittelt der Autor die allgegenwärtige Gewalt der damaligen Zeit, die auch das Handeln der Hauptfigur bestimmt. Im Anhang erläutert Ulf Schiewe, welche Elemente historisch sind und welche fiktiv und auch an welchen Stellen er die historischen Fakten für die Geschichte angepasst hat. Durch dieses Buch habe ich eine Menge über eine Geschichtsepoche erfahren, die mir bisher fremd war. Während der gesamten knapp 400 Seiten kam nie Langeweile auf und ich hoffe sehr, dass Herr Schiewe die Geschichte der Normannen in Italien fortsetzen kann.            

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  • eBook Kommentar zu Das Schwert des Normannen von Ulf Schiewe

    Das Schwert des Normannen

    Rainer Boeck

    06. November 2014 um 07:07 via eBook 'Das Schwert des Normannen'

    Top. Habe es nicht bereut das Buch getauft zu haben .

  • Spannender Reihenauftakt

    Das Schwert des Normannen

    Rissa

    Inhalt Normandie, Mitte des 11. Jahrhunderts: Nach einer Niederlage gegen seinen Herzog Williame, den Bastard, beschließt Robert Hauteville, seine Heimat zu verlassen und mit ein paar Gefährten nach Italien zu ziehen, wo drei seiner Brüder leben. Hier soll es leicht sein, an Reichtum und Macht zu gelangen. Unter den Gefährten ist auch Gilbert, der im Haushalt Roberts aufgewachsen ist, sowie seine Freundin Gerlaine, die als einzige Frau die Männer begleitet, was gelegentlich für Unfriede sorgt. In Italien angekommen wird jedoch schnell klar, dass nicht alles so ist, wie Robert es sich vorgestellt hatte. Und so ist der Weg zu Geld und Ruhm steiler als angenommen. Meine Meinung Dieser Roman ist aus Gilberts Sicht in der Ich-Perspektive geschrieben. Doch über Gilbert selbst, seine Gedanken, Gefühle und Reaktionen erfährt man wenig. Nur in seltenen Augenblicken lässt er einen Blick auf sein Innenleben zu, in der Regel dann, wenn es um sein Privatleben geht. Vielmehr stellt er selten Individuen heraus, die Gruppe wird als ein Ganzes betrachtet. Charakterisierungen gibt es nur wenige, einige wenige Teilnehmer der Reise und der Plünderzüge bleiben sogar namenlos. Dadurch entfallen auch detailliertere Beschreibungen von Einzelhandlungen, beispielsweise in Kämpfen, stattdessen wird hauptsächlich das Ergebnis betrachtet. Dies finde ich doch sehr schade, bietet doch gerade die Ich-Perspektive Möglichkeiten, eine Geschichte persönlich zu erzählen und ihr Leben einzuhauchen. Stattdessen bleiben selbst die Hauptpersonen blass, und auch Gilbert, der Ich-Erzähler selbst, erscheint ohne Persönlichkeit. Die Handlung selbst ist sehr spannend, durch die straffe und doch eher oberflächliche Erzählweise passiert ständig etwas, es gibt kaum Leerlauf. Und so vergehen die Monate wie im Flug, manchmal so schnell, dass ich die zeitliche Orientierung verloren habe. Da es auch keine Angaben zu Jahreszahlen gibt, ist es mir sowieso sehr schwer gefallen, den Überblick über die inzwischen vergangenen Monate und Jahre zu behalten. Es gibt immer wieder Kämpfe, Überfälle, Belagerungen, und obwohl Roberts Männer häufig auf der Seite der Angreifer und Plünderer stehen, Klöster überfallen und Menschen töten, erschienen sie mir nicht als Figuren, die Böses tun, weil sie böse sind. Die Konflikte zwischen den Religionen, dem katholischen Christentum im Süden, der orthodoxen Kirche im Osten sowie dem nordischen Glauben, dem die Normannen größtenteils noch anhängen, bieten zumindest den Ansatz einer Motivation. Dabei basiert die Handlung auf wahren Begebenheiten, denn Robert Guiscard ist eine historische Person. Aus diesem Grund gibt es eine Vielzahl an Charakteren, historischen sowie erfundenen, die zum Teil mit alten und somit ungewohnten Versionen der Namen benannt sind. Dies hat dazu geführt, dass ich gelegentlich nicht mehr wusste, wer diese Person denn jetzt eigentlich ist, und ich im Buch herumgeblättert habe. Ein Personenregister gibt es nämlich leider in diesem Roman nicht, dies soll aber in der Fortsetzung anders sein. Bei diesem Roman handelt es sich um den Auftakt einer Reihe aus mindestens vier Romanen, von denen der zweite im Sommer erscheinen soll. Während die Handlung um Robert Guiscard in diesem Handlungsbogen zu einem vorläufigen Abschluss kommt, ist der Handlungsbogen um Gilbert und seine Privatangelegenheiten noch völlig offen. Fazit Ein spannender und lebendiger Reihenauftakt über eine interessante Zeit, über die ich bisher wenig wusste. Trotz der angesprochenen Kritikpunkte ist dieser Roman durchaus überzeugend.

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    • 2
  • Die wilden Normannen in Italien

    Das Schwert des Normannen

    flower

    Gilbert wird als Kind bei einem Überfall der Normannen Waise und die Familie von Robert Guiscard, die Hautevilles, nehmen ihn wie einen Stiefsohn bei sich auf. Als Robert das Land wegen Streitigkeiten verlassen muss folgt Gilbert ihm begeistert bis nach Süditalien, wo die Normannen bereits seit Jahren als angeheuerte Kämpfer für italienische Fürsten deren Zwistigkeiten austragen. Roberts älterer Halbbruder Drogo hat bereits ein eigenes kleines Fürstentum aufgebaut und will die Macht und den Einfluss der Normannen festigen. Robert ist ehrgeizig und versucht mit seinen normannischen Kriegern durch Raubzüge und Plünderungen zu Geld und Land zu kommen, weswegen er seinem Bruder Drogo bald ein Dorn im Auge ist. Aber auch die italienischen Provinzen und der Papst sind nicht begeistert von den wilden Normannen und beschließen einen Feldzug gegen sie. Gilbert steht als Ich-Erzähler und Beobachter im Mittelpunkt des Geschehens. Er ist ein junger noch ungefestigter Mann, der seinen Weg im Leben erst noch finden muss und im Schatten der Hautevilles lernt was es heißt zu töten und zu lieben. Sein Herz hat er an die selbstbewusste Gerlaine verschenkt, die mit den Normannen nach Italien gekommen ist. Aber beide sind jung und das Leben hält noch so einige Überraschungen für sie bereit. Da es sich um den Beginnn einer Reihe handelt, entwickeln sich die Persönlichkeiten langsam und alles ist noch im Fluss, als dieses Buch endet. Mein persönlicher Eindruck: Es ist nicht mein erstes Buch von Ulf Schiewe. Ich habe mich diesmal aber etwas schwer getan mit der Geschichte und den Normannen. Dies liegt wohl daran, dass der Autor viel Wert darauf gelegt hat, das damalige Handeln der Menschen, ihre Empfindungen und Beweggründe, realistisch darzustellen. Und ich mochte es nicht besonders, wie gewalttätig sie damals waren und wie gedankenlos sie Schwächere ausnutzten und unterdrückten. Dies ist natürlich eine persönliche Empfindung, die mit der Qualität des Buches nichts zu tun hat. Es ist spannend geschrieben und liest sich gewohnt flüssig. Die geschichtlichen Daten werden interessant erzählt und am Ende in einem kurzen Nachwort reflektiert. Mir hat dieser erste Teil nicht ausgereicht, um ein endgültiges Urteil über die Reihe abzugeben. Ich werde also auf jeden Fall auch den zweiten Teil lesen und hoffe mal, dass die wilden Normannen noch etwas von ihrer Wildheit ablegen um kluge und gerechte Herren zu werden. :-)

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    • 2

    Arun

    09. April 2014 um 18:52
  • Lesenswert

    Das Schwert des Normannen

    anne_lay

    Die Geschichte der Normannen ist vielschichtig. Nicht nur nach Frankreich hat es die Nordmänner verschlagen. Von hier aus eroberten sich einige einen Platz in der Geschichte, indem sie nach Italien auswanderten und dort zunächst als Söldner und später als Fürsten ihr Glück machten. Aus der Sicht von Gilbert, einem Ziehsohn der Hautevilles, erfahre ich, warum Robert de Hauteville sich auf die beschwerliche Reise nach Süditalien macht. Dort angekommen kommt er zunächst einem älteren Bruder in die Quere, der dies nicht ungeahndet lässt, aber dann wendet sich das Blatt... Spannend und mitreißend geschrieben zieht mich dieses Buch in seinen Bann, nimmt mich mit in diese recht unbekannte Epoche der Geschichte. Die geschickte Verknüpfung historischer Fakten mit fiktiven Geschehnissen macht für mich den Reiz historischer Romane aus. So "an die Hand genommen" gelingt es mir, mich in die Zeit und ihre besonderen Bedingungen hineinzufühlen, mitzuerleben, wie aus einem Jungen, der als Kind geraubt wird, auf seiner langen Reise durch Europa allmählich ein Mann wird. 

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    • 2

    Arun

    14. March 2014 um 22:10
  • Von tapferen Männern, klugen Schachzügen und dem Weg eines Jungen zum Mann..

    Das Schwert des Normannen

    LiberteToujours

    Wir befinden uns im 11 Jahrhundert und dürfen die Familie Hauteville auf ihrem Weg begleiten - allen voran Robert Guiscard, das Schlitzohr. Als er aus seiner Heimat fliehen muss, beschließt er sein Glück in Süditalien zu versuchen, wo sein Bruder Drogo bereits ein kleines Fürstentum besitzt. Gilbert, eigentlich nicht direkt mit den Hautevilles verwandt und nur ein einfacher Schweinehirt, von ihnen allerdings wie ein Sohn aufgenommen, begleitet Robert auf seinem langen, beschwerlichen Weg. Viele Hindernisse begegnen den beiden und ihren Gefährten auf ihrer Reise, viele Steine werden ihnen auch später noch in den Weg gelegt - doch Robert ist ehrgeizig und schlau und auch Gilbert wird mit jedem Tag weniger ein Jüngling und mehr ein Krieger.. Ich bin bekennender Freund von historischen Romanen, deshalb lese ich eigentlich jeden, den ich in die Finger bekommen kann. Normalerweise brauche ich allerdings einige Seiten, um in die Geschichte rein zu kommen - in welcher Epoche befinde ich mich? Wer bekriegt wen? Und um wen geht es nochmal zwei Seiten vorher? Hier war das nicht der Fall. Ich war sofort mitten im Geschehen, konnte mit allen Handelnden mitfühlen und war voll dabei. Zu Beginn lernt man einige Personen auf einmal kennen, doch auch ohne Personenregister konnte ich mich gut zurecht finden. Ulf Schiewe hat es geschafft, seine Normannenhorde so realitätsnah und doch liebenswürdig darzustellen, dass ich für jeden von ihnen nur das Beste hoffte. Sicher, die Normannen waren alles andere als nett und kuschelig - aber so schreibt es die Geschichte nun einmal. Zu keinem Zeitpunkt hatte ich das Gefühl, sie würden grausam handeln. Schiewe lässt trotz wiederholter Kampfhandlungen die Brutalität nie in den Vordergrund treten, Gewaltakte werden eher nebenbei geschildert - für die Normannen war ein Mord keine große Sache, für den Leser wird er es also auch nicht. Schiewe setzt in seinem Roman auf historisch fundiertes Wissen und verpackt es so gekonnt in eine wundervoll zu lesende Sprache, dass der Leser nicht anders kann, als mitgerissen zu werden. In meinen Augen eines der besten Bücher, die ich 2013 gelesen habe!

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    • 2
  • Die Schwerter gewetzt ...

    Das Schwert des Normannen

    Lizzy_Curse

    Der junge Gilbert wächst bei der Familie Hautville als Schweinehirt auf. Als Robert Guiscard von Hautville nach Italien aufbricht, um sich dort als Kriegsherr einen Namen zu machen, schließen er und seine Freundin sich an. Gemeinsam begeben sie sich auf den Weg gen Süden, wo sie Gefahr, Ruhm und Grauen zur Genüge erwarten werden. Ich habe mich sehr auf Ulf Schiewes neues Werk gefreut, da der Autor für mich einen Garanten für spannende, authentische historische Unterhaltung darstellt. Und ich wurde nicht enttäuscht, auch wenn das Buch vollkommen anders war, als ich eigentlich erwartet hatte. Eigentlich liebe ich es, wenn Charaktere wirklich ausgearbeitet werden und ich das Gefühl haben kann, sie wirklich zu kennen. Das war jedoch in Schiewes neuem Roman nicht wirklich der Fall, zumindestens am Anfang. Er setzt mehr auf Spannung, als auf charakterliche Tiefe, weshalb es mir auch ein bisschen schwer fiel in das Buch hinzufinden. Doch an Spannung und Abenteuern mangelte es keineswegs. Schon bald fand ich wirklich Spaß an der munteren Truppe, die durchs Land zog und konnte mich vor allen Dingen mit Gilbert sehr gut identifizieren und mit ihm mitfiebern. Der Junge macht eine deutliche Entwicklung durch, was ich nur gutheißen kann. Die Ideen, die der Autor in den Roman miteinbrachte, waren außergewöhnlich und gut durchdacht. Man merkt spätestens nach den ersten dreißig Seiten, dass man hier keinen gewöhnlichen historischen Roman vor sich hat, der eine Geschichte voller Ruhm und Glorie erzählt. Ulf Schiewe schreibt authentisch, so hatte ich das Gefühl, und beschönigt nicht. Gilberts Trupp ist nun einmal eine Gruppe voller Raubritter, für die (fast) nicht als Gold zählt und die so manches Mal auch Brutalität an den Tag legt, um ihre Ziele zu erreichen. Der geneigte Leser wird jedoch an diesem außergewöhnlichen Buch so manche vergnügliche Stunde verbringen. Ich für meinen Teil fand es spannend, und gleichzeitig sehr Lehrreich, ohne mir das Gefühl zu vermitteln, ich würde noch einmal die Schulbank drücken. Auch dieses dunkle Stück Geschichte, über das es sich nach Meinung zu schreiben lohnt, wurde durch „Das Schwert des Normannen“ erhellt. Ich vergebe gute vier Sterne mit einer Tendenz nach oben und bin schon sehr gespannt auf den nächsten Band.

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    • 2
  • Die Hautevilles in Italien

    Das Schwert des Normannen

    ejtnaj

    17. February 2014 um 12:40

    Im 11. Jahrhundert in der Normandie lebt der bekannte Normanne Robert Hauteville. Nacheinem Kampf wird Robert verfolgt und so flüchtet er mit seiner Truppe nach Süditalien wo drei seiner Brüder schon einige Zeit ihr Unwesen treiben. Mit Robert zieht auch Gilbert mit, ein Junge ohne Herkunft, denn er ist als Schweinehirte bei den von Hautevilles aufgewachsen. Dass er im Laufe der Zeit zu Roberts engstem Vertrauten werden soll hätte zu Beginn der Reise niemand ahnen können. Im Laufe der Jahre geschehen einige Dinge, die die Geschichte Europas verändern soll. Dies ist der vierte Historische Roman den der Autor Ulf Schiewe geschrieben hat. Für mich war es allerdings erst der zweite Roman den ich von diesem Autoren gelesen habe. Zu Beginn habe ich mich etwas schwer getan mich in die Geschichte hinein zu finden, aber nach einiger Zeit hat dies dann gut geklappt. Wie ich es schon von dem anderen Buh her kannte, war auch dieses Buch wieder sehr gut geschrieben und es hat auch die Geschichte Europas erzählt. Doch dies ist auch erst der erste Band über die Familie Hauteville und wie sie in Süditalien zu ihrem Rang und Namen kamen. Da es aber diese Familie wirklich gab, ist der Großteil von dem was man hier in diesem Buch liest auch nachvollziehbar und auch wenn der Autor sich einige Schriftstellerische Freiheiten erlaubt hat. Was mir aber gut gefallen hat, war das mit Gilbert eine fiktive Person die Geschichte erzählt hat und man so wie ein Außenstehender auf die Geschichte der Familie Hauteville schauen kann. Auch hat mir gut gefallen, dass Gilbert eine „eigene“ Geschichte hat und nicht nur als relativ blasse Figur auftaucht. Alle in diesem Roman auftauchenden Figuren sind so detailliert beschrieben, dass man sich diese beim Lesen des Romans sehr gut vorstellen konnte. Ebenso waren auch alle Handlungsorte sehr genau beschrieben, und durch die Karte die am Anfang des Buches ist und Süditalien im 11. Jahrhundert zeigt, konnte man auch die Lage der Orte nachvollziehen und so hatte man alles besser vor Augen. Mir Persönlich hat die Figur der Gerlaine sehr gut gefallen auch wenn sie keine allzu große Rolle in der Geschichte gespielt hat, hatte sie eine Art die mir irgendwie gefallen hat. Im Sommer kommt schon die Fortsetzung auf den Markt und ich bin wirklich gespannt wie die Geschichte der Normannen weiter geht. Alles in allem hat mir das Buch wirklich sehr gut gefallen und es ist sehr empfehlenswert wenn man Historische Romane mag.

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