Ulf Schiewe Der Sturm der Normannen

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Inhaltsangabe zu „Der Sturm der Normannen“ von Ulf Schiewe

Süditalien 1057: Für den jungen Normannen Gilbert und seinen Herrn Robert Guiscard stehen die Zeichen schlecht. Innere Zerrissenheit und Bruderkrieg drohen das Normannenreich zu zerstören. Auch der Papst sinnt auf Rache, und die heimliche Liebe der Fürstin Gaitelgrima bringt Robert in den Kerker. Ein erbitterter Kampf um die Herrschaft entbrennt. Nur Gilbert kann seinen Herrn noch retten. Doch er steht allein gegen eine gewaltige Übermacht.

Ob ich die Vorgängerbände noch lesen werde? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

— ChattysBuecherblog
ChattysBuecherblog

ein toller vierter Teil, einer tollen Serie

— malo2105
malo2105

Tolle Unterhaltung, ich mag diese Truppe einfach

— Pat82
Pat82

Die Normannen Saga… So macht Geschichte und Historie Sinn. Fundiert, aufschlussreich und mitreißend.

— Floh
Floh

Eine grandiose Fortsetzung der Normannen-Saga, die Feinde sowohl von außen als auch von innen bringt.

— Bellis-Perennis
Bellis-Perennis

Wieder einmal ein spannender und mitreißender historischer Roman rund um Gilbert und seine Maudits Chiens.

— Moni2506
Moni2506

Spannend und informativ, gelebte Geschichte

— Ladybella911
Ladybella911

Auch der vierte Teil lässt keine Wünsche offen!

— mabuerele
mabuerele

Spannend bis zum letzten Satz

— Blintschik
Blintschik

Ein weiterer Abschnitt der Geschichte wird lebendig und mit ihm das normannische Fürstentum in Italien. Lesenswert.

— anne_lay
anne_lay

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  • Leserunde zu "Der Sturm der Normannen" von Ulf Schiewe

    Der Sturm der Normannen
    Ulf Schiewe

    Ulf Schiewe

    Nun endlich Band IV der großen Normannen-Saga Der Sturm der Normannen (Dies ist eine abgeschlossene Episode, die man auch ohne die Vorgänger zu kennen, lesen kann)Süditalien 1057: Für den jungen Normannen Gilbert und seinen Herrn Robert Guiscard stehen die Zeichen schlecht. Innere Zerrissenheit und Bruderkrieg drohen das Normannenreich zu zerstören. Auch der Papst sinnt auf Rache, und die heimliche Liebe der Fürstin Gaitelgrima bringt Robert in den Kerker. Ein erbitterter Kampf um die Herrschaft entbrennt. Nur Gilbert kann seinen Herrn noch retten. Doch er steht allein gegen eine gewaltige Übermacht.Hintergrund: Das Normannenreich ist zu diesem Zeitpunkt kein einheitliches Reich mit einem Herrscher, wie wir uns das heute vielleicht vorstellen. Es ist im Grunde durch die Eroberungen verschiedener Raubritterführer entstanden, die jeder für sich Gebiete erobert und sich zu einem losen Bund zusammengeschlossen haben. Im Grunde wie Mafia-Klans, die vom Grafen in Melfi koordiniert werden. Dieser ist zur Zeit des Romans Onfroi de Hauteville, der Bruder Robert Guiscards. Unter den Baronen ist man sich aber gar nicht immer einig. Man ist auf die Brüder Hauteville neidisch, da sie inzwischen am meisten Land besitzen. Einer der Barone will Onfroi verdrängen. Seine eigenwillige Gemahlin Gaitelgrima, die Prinzessin von Salerno, spielt in diesem Buch wieder ein wichtige, wenn auch zweifelhafte Rolle. Ihre heimliche Liebe zu Robert bringt ihn in Teufelsküche.Denn selbst die Brüder Hauteville haben Streit miteinander. Robert landet im Kerker. Überhaupt droht die gesamte Bruderschaft der Normannen auseinander zu brechen. Und Gilbert ist auf sich allein gestellt, um seinem Herrn zu helfen und sich gegen eine feindliche Übermacht durchzusetzen und für Ordnung zu sorgen. Dazu kommt, dass der neugewählte Papst die aggressive Politik der Kirche gegen die Normannen erneuern und sie endlich aus dem Land jagen will. Da tritt ein hoher Vertreter Roms auf den Plan, ein gewisser Ildebrando di Saona. Er hat andere Ideen, was die Normannen betrifft. Mit Erfolg. Dieser Ildebrando ist nicht irgendwer, denn Jahre später wird aus ihm der Papst Gregor VII.Zur Leseprobewww.ulfschiewe.de

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  • Mein Leseeindruck zu Band 4 der Normannen Saga

    Der Sturm der Normannen
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    04. May 2017 um 12:40

    Auch bei diesem Buch erfolgt mein Leseeindruck wieder von außen nach innen. Ein hübsches farbenprächtiges Cover hatte sich der Verlag für diesen vierten Band der Normannen-Saga einfallen lassen. Der Reiter entgeht nur knapp den Pfeilen, die ihm mit hoher Geschwindigkeit um die Ohren sausen. Wer war dieser Reiter? Ob ich wohl diesen Band ohne Kenntnisse der Vorgeschichte lesen bzw. verstehen würde? Ich war nun sehr gespannt, was mich erwarten würde. Auffällig ist schon mal, dass es ein Inhaltsverzeichnis gibt. Dieses habe ich bislang bei historischen Romanen nur sehr selten gesehen. Aber Moment, auf dem Cover steht nur Roman, nicht historischer Roman. Was das wohl zu bedeuten hat? Nun aber zur Geschichte. Der Leser startet in Kalabrien, Ende Mai des Jahres 1057 und trifft bereits auf den ersten Seiten auf jede Menge Protagonisten, die zudem auch noch ähnliche Namen haben. Auffällig waren hier die vielen Namen mit G, die mich zugegeben, anfangs doch einige Male verwirrt haben. Jedoch konnte ich dem Plot sofort folgen, obwohl doch einige Szenen aus den Vorgängerbänden angesprochen werden. z.B. die Entführung Gerlaines scheint sehr einschneidend gewesen zu sein, da diese sehr oft erwähnt wird. Auch die Konstellation der Protagonisten, also wer mit wem und warum, warf anfangs zahlreiche Fragen auf. Etwas irritiert war ich allerdings, als beschrieben wurde, wie sehr die Kloake gestunken hatte durch die die Gruppe gewatet ist. Auch wurde ausführlich hierzu beschrieben, wie sehr die Kleidung den Geruch angenommen hatte. Dann stand der Feind plötzlich vor ihnen da und konnte sie nicht riechen? Hm....seltsam. "Der Kerl besteht nur aus warmen Fürzen." (Seite 127) 😃😃😃 Leider muss ich auch sagen, dass es für mich sehr viel Randgeschehen gab. Sei es die unendlich vielen Namen, die mehrheitlich mit dem Buchstaben "G" anfingen oder die vielen Städte, die mich nach ihrer dritten Aufzählung dann nur noch nervten. Ja, ich habe Seiten übersprungen... einige Seiten sogar und anschließend festgestellt, dass ich nichts von der Story verpasst hatte. Seltsam, oder? 😃 Auch die kleinen Nebengeschichten, so nett sie oftmals auch waren, haben nicht wirklich dazu beigetragen, dass ich immerzu an diesem Buch lesen wollte. Schade! Fazit: Hm...offensichtlich hatte ich mir etwas anderes erhofft. Mehr Spannung, bessere Unterhaltung. Ob ich die Vorgängerbände noch lesen werde? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

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  • Normannensage geht weiter

    Der Sturm der Normannen
    Gwhynwhyfar

    Gwhynwhyfar

    04. April 2017 um 15:17

    Dies ist nun der vierte Band um Robert Guiscard de Hauteville, einem Ritter, der nach Süditalien aufbricht, wo sich seine Brüder bereits als Kriegsherren einen Namen machten. Mit von der Partie ist der fiktive Protagonist Gilbert. Die Geschichte beginnt 1057 mit der Eroberung von Cosenza und es droht ein Bruderkrieg zwischen den Hauteville-Brüdern. Kalabrien ist der ärmere Teil des Mezzogiorno, Apulien der reiche Teil, drum haben die Normannen ein Auge darauf geworfen. Fürstin Gaitelgrima, eher an Robert, als an ihrem Gatten interessiert hat ihre intriganten Finger im Spiel. Ein Rankenspiel kann beginnen.Im gewohnten plaudernden Ton, eine Mischung aus Abenteuerroman und Geschichte berichtet Gilbert von den Ereignissen. Aus Söldnern und Raubrittern werden Herren. Im Laufe des 11. Jahrhunderts eroberten die Normannen Süditalien, besiegten die Longobarden, setzten Byzantiner und Araber vor die Tür. Selbst die christliche Kirche verbündete sich mit ihnen. Papst Nikolaus II bestätigte 1059 die Gebietsansprüche von Richard von Capua und machte Robert Guiscard zum Herzog von Apulien und Kalabrien, ernannte sie zu Lehnherren, um sein schwaches Militär zu stützen. Ulf Schiewe ist mit dem letzten Band aus dieser Reihe wieder ein unterhaltender Roman gelungen, der an der Historie orientiert ist. Unterhaltend und spannend beschrieben, begleiten wir die Haudegen durch die Intrigen der Mächtigen. Gute Kurzweil mit historischem Hintergrund. Beim »Ave Maria« habe ich ein wenig geschluckt. Das ist mit dem Marienkult erst Ende des 11. oder erst im 12. Jahrhundert eingeführt worden. Ein Ritter, der meint, schneller jemanden besiegen zu können, als das Ave Maria zu beten ... obendrein der unchristliche Normanne ans Ave Maria erinnert, das war mir ein wenig weit von der realen Geschichte entfernt. Aber Schwamm drüber. 

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht
    GrOtEsQuE

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 14.04.2017: _Jassi                                           ---  38 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   83,5 Punkte Astell                                           ---    0 Punkte BeeLu                                         ---   62 Punkte Bellis-Perennis                          ---  261 Punkte Beust                                          ---   100 Punkte Bibliomania                               ---   97 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  161 Punkte ChattysBuecherblog                --- 111 Punkte CherryGraphics                     ---   62.5 Punkte Code-between-lines                ---  55 Punkte eilatan123                                 ---    5 Punkte Eldfaxi                                       ---   51 Punkte Farbwirbel                                ---   44 Punkte fasersprosse                            ---     9 PunkteFrau-Aragorn                           ---     4 Punkte Frenx51                                     ---  41 Punkte glanzente                                  ---   60 Punkte GrOtEsQuE                               ---   71 Punkte hannelore259                          ---   33 Punkte hannipalanni                           ---   71 Punkte Hortensia13                             ---   53 Punkte Igelchen                                    ---   11 Punkte Igelmanu66                              ---   95 Punkte janaka                                       ---   63 Punkte Janina84                                   ---    44 Punkte jasaju2012                               ---   16 Punkte jenvo82                                    ---   56 Punkte kalestra                                    ---   26 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   57 Punkte Katykate                                  ---   44 Punkte Kerdie                                      ---   99 Punkte Kleine1984                              ---   61 Punkte Kuhni77                                   ---   60 Punkte KymLuca                                  ---   50,5 Punkte LadyMoonlight2012               ---   26 Punkte LadySamira090162                ---   124 Punkte Larii_Mausi                              ---    24 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   30 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   36 Punkte louella2209                            ---   58 Punkte lyydja                                       ---   55 Punkte mareike91                              ---    20 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  39 Punkte MissSternchen                          ---  29 Punkte mistellor                                   ---   123 Punkte Mone97                                    ---   20 Punkte natti_Lesemaus                        ---  39 Punkte Nelebooks                               ---  160 Punkte niknak                                       ----  180 Punkte nordfrau                                   ---   74 Punkte PMelittaM                                 ---   82 Punkte PollyMaundrell                         ---   24 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   52 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   35 Punkte SaintGermain                            ---   82 Punkte samea                                           --- 28 Punkte schadow_dragon81                  ---   73 Punkte Schmiesen                                  ---   92 Punkte Schokoloko29                            ---   23 Punkte Somaya                                     ---   100 Punkte SomeBody                                ---   94,5 Punkte Sommerleser                           ---   87 Punkte StefanieFreigericht                  ---   94 Punkte tlow                                            ---   55 Punkte Veritas666                                 ---   87 Punkte vielleser18                                 ---   68 Punkte Vucha                                         ---   78 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   40 Punkte Wolly                                          ---   82 Punkte Yolande                                       --   64 Punkte

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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  • Leserunde zu "Die Bücherflüsterin" von Anjali Banerjee

    Die Bücherflüsterin
    leucoryx

    leucoryx

    Leucoryx SuB-Abbau-Challenge 2017 Ich möchte gerne mit euch zusammen daran arbeiten unsere SuBs kleiner werden so lassen oder zumindestens nicht entarten zu lassen. Ich habe mir dafür ein paar Regeln ausgedacht, an die ihr halten könnt, wenn ihr wollt. Der Einstieg ist jederzeit möglich. ------------------------------------------------------------------------------- Die Regeln:1. Schreibt einen Sammelbeitrag (den ich verlinken werde):     - Anzahl der Bücher auf eurem SuB zu Beginn     - aktuelle Anzahl der Bücher     - je Monat: Höhe eures SuBs am letzten Monatstag     - Auflistung der gelesenen Bücher + Geldbeträge2. Es zählen die Bücher zum SuB, die sich bei euch Zuhause ungelesen befinden. Geliehene Bücher (z.B. Bibliotheksbücher, Wanderbücher) müssen nicht gezählt werden.3. Geldbeträge werden in einem extra Sparschwein gesammelt. Bitte legt für euch fest, ob ihr an diesen Geldbetrag erst nach Ablauf der Challenge rangehen wollt oder ob es euer (ausschließliches) Geldreservoir für neue Bücher ist.4. Geldbeträge:         1€ je gelesenes (/gehörtes) SuB-Buch ODER         2€ falls das Buch dem Monatsthema entspricht         Ende des Monats: + 3€, falls SuB <= SuB Ende des letzten Monats;   - 3€, falls SuB > SuB Ende des letzten Monats 5. Ich werde jeden Monat ein Auswahlkriterium benennen. Das soll als Hilfestellung dienen, falls ihr nicht wisst was ihr als nächstes lesen wollt.-------------------------------------------------------------------------------Teilnehmer: (Aktualisiert am 16.08.2017)Name                      |  Aktueller SuB   |  Original-SuB  |  Erspartesleucoryx                                  11                          22                      64,00€PollyMaundrell                     15                           60                     47,00€Kirschbluetensommer     182                         181                    39,00€ annlu                                        59                         100                   196,00€Nelebooks                            773                        703                   79,10€ulrikeu                                      81                          50                    19,00€Oanniki                                    27                          38                      23,00€dia78                                   1.204                     1.249                    37,00€ChattysBuecherblog             0                          20                     75,10€ Kurousagi                             328                        251                     -5,00€Julie209                                    72                          76                      16,00€StefanReschke                      69                          68                     -3,00€darkshadowroses              569                        554                     1,00€

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  • Mitreisende und spannende Normannen-Saga

    Der Sturm der Normannen
    Jana68

    Jana68

    03. February 2017 um 10:40

    Der 4. Band von Ulf Schiewe's Normannen-Saga steht seinen Vorgängern in nichts nach. Von der ersten Seite an trifft man auf alte und lieb gewonnene Bekannte und ich war sofort wieder mittendrin im spannenden Geschehen anno 1057. Robert Guiscard und seine Männer belagern Consenza, was sich schon viel zulange erfolglos hinzieht, unter den Hauteville Brüdern beginnt sich ein Konkurrenzkampf zu entfalten, was ihren Gegnern zupass kommt und der Papst hat sich die Vernichtung der Normannen auf die Fahne geschrieben. Alles in allem ist die Lage kritisch. Aber Robert wäre nicht Robert, würde er sich jetzt geschlagen geben. Und so erleben wir wieder viele Abenteuer, die uns Gilbert erzählt. Diese Ich-Erzählweise vermittelt zusätzliche Lebendigkeit, man erlebt die Normannen quasi von innen heraus und stellt erneut fest, dass sie nicht nur beängstigende und barbarische Krieger waren, sondern kraftvolle und mutige Männer, die sich mit Sinn und Verstand ihren Kämpfen stellten, Taktiken erarbeiteten und Risiken abwogen. Während Treue unter den Hautevilles und den Baronen im Allgemeinen von der jeweiligen Interessenlage abhing, spielt sie doch innerhalb des Normannen-Heeres ein große Rolle, ebenso wie Freundschaft. Sehr überzeugend in diesem Band fand ich Gilbert während der Belagerung von Melfi. Als fiktiver Charakter steht er in der gesamten Saga für jene treuen Männer, ohne deren Einsatz, Geschick und Weitsicht wohl jeder große Krieger viel öfter gescheitert wäre. Gerade Gilbert setzt nicht einfach unüberlegt um, was man ihm befiehlt. Er hegt Zweifel, nimmt Einfluss und weiß auszugleichen. Damit wird er zu einem Stützpfeiler in Robert Guiscard's politischem Kalkül. In fesselndem Schreibstil beschreibt Ulf Schiewe weit mehr als nur blutiges Schlachtgetümmel. Es geht um die Macht im Süden Italiens, um politische Ränkespiele, das Verhältnis zum Christentum und um Intrigen. Dabei offenbart sich so manche Überraschung und unerwartete Wendungen treten ein. Der einzige Wermutstropfen ist, dass vorerst die Saga an dieser Stelle enden soll. Das finde ich sehr schade, hätte ich doch gerne zusammen mit Robert und Roger, Gilbert, Gerlaine, Thore und all den anderen die Eroberung Siziliens miterlebt. Ulf Schiewe ist mit dieser Saga ein überzeugendes und ausgezeichnetes Gesamtwerk gelungen. Man kann die vier Bände unabhängig und einzeln für sich lesen. Aber wer sich richtig darauf einlassen will, dem empfehle ich, mit dem ersten Buch zu starten und von Beginn an mitzuerleben, wie die Normannen zu einer festen Größe im Süden Italiens werden und wie sich die einzelnen Protagonisten in ihrer Persönlichkeit und als Truppe entwickeln. Danke an den Autor für mitreisende und spannende Lesestunden und viele neue und interessante Aspekte über die Normannischen Eroberungen und politische Umbrüche in jener Zeit.

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  • Eine spannende Reise ins 11. Jahrhundert

    Der Sturm der Normannen
    Maddinliest

    Maddinliest

    01. February 2017 um 21:25

    Wir schreiben in Italien das Jahr 1057. Robert Guiscard belagert mit seinen Mannen eine Stadt und die Stadtmauern scheinen unüberwindbar zu sein. Eine kleine Schar der Männer wendet eine List an und mit viel Mut gelingt es die Stadt ohne große Verluste einzunehmen. Schon hier deutet sich an, dass innerhalb der herrschenden Familie um Robert Guiscard ein Bruderzwist um die Ländereien und die damit verbundene Macht schwelt. Roberts treuer und cleverer Gefolgsmann Gilbert versucht innerhalb der Familie zu schlichten, muss aber erkennen, dass er auf verlorenen Posten steht. Zerbricht die Herrschaft der Normannen in Süditalien an einem familieninternen Streit um die Macht? Ich habe bisher noch kein Buch aus der Normannen-Reihe vom Autor Ulf Schiewe gelesen, hatte aber keinerlei Schwierigkeiten in die Geschichte einzusteigen. Die Charaktere werden auch im vierten Band gut beschrieben und charakterisiert und zudem half mir ein im Anhang beigefügtes Personenregister. Der Schreibstil von Ulf Schiewe ermöglicht es, historische Ereignisse hautnah mitzuerleben. Seine lebendige und äußerst bildreiche Sprache machte es mir sehr einfach in das 11. Jahrhundert abzutauchen. Sofort war ich mitten im Geschehen und die spannende Geschichte, welche mit vielen interessanten und gut recherchierten historischen Fakten hinterlegt ist, nimmt seinen Lauf. Der Hauptprotagonist Gilbert war mir von Beginn an sympathisch und aus seiner Sicht werden die Geschehnisse der Normannenkriege erzählt. Auch handelt es sich nicht um die Aneinanderreihung irgendwelcher Kriegshandlungen sondern der Autor flechtet sehr geschickt immer wieder das tägliche Leben der damaligen Zeit mit ein, so dass das Buch auf mich sehr authentisch wirkte. Insgesamt konnte mich "Der Sturm der Normannen" fesseln und begeistern und ich möchte das Buch Liebhabern von historischen Romanen ans Herz legen. Anschaulicher und spannender kann Geschichtsunterricht nicht funktionieren. Aus meiner Sicht erhält das Buch völlig verdiente 5 von 5 Sterne!!!

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  • Rezension zu "Der Sturm der Normannen" von Ulf Schiewe

    Der Sturm der Normannen
    tigerbea

    tigerbea

    27. January 2017 um 12:44

    Im Jahre 1057 droht das Normannenreich zu zerfallen. Der Papst will Rache, Fürstin Gaitelgrima´s Liebe sorgt dafür, daß Robert im Kerker landet.  Einzig Gilbert kann Robert noch helfen. Doch wird er es gegen alle Feinde schaffen? Dies Buch ist wieder mal ein Beweis für die schreiberische Qualität von Ulf Schiewe.  Er schafft es durch seinen gekonnten Schreibstil den Leser auf eine abenteuerliche Reise mitzunehmen, bei der man kaum zu Atem kommt. Die Spannung ist auch in diesem Band der Normannen-Saga wieder unendlich hoch angesiedelt. Man hat als Leser auch hier wieder, wie bei ihm schon gewohnt, das Gefühl, mitten in der Geschichte zu leben und die Abenteuer ebenfalls zu erleben. Die Charaktere sind mir als Leser durch die vorherigen Bände schon so ans Herz gewachsen, daß ich mich gefreut habe, wieder mit ihnen auf Reise gehen zu dürfen. Ulf Schiewe schafft es immer wieder, die Charaktere als vertraut und bekannt zu beschreiben, so daß man hier wirklich auf Freunde trifft. Und natürlich habe ich mich gefreut, daß Hund Loki auch wieder mit von der Partie ist :-). In diesem Band haben dann die Frauen auch ein kräftiges Wörtchen mitzureden und werden als starke Persönlichkeiten dargestellt, die wissen was sie wollen. Dies ist nicht selbstverständlich in diesem Genre. Was mich immer wieder aufs Neue begeistert: Ulf Schiewe vermittelt in seinen Romanen auch Wissen um die Geschichte. Man liest und bekommt so nebenbei noch Geschichtsunterricht. Das empfinde ich persönlich als einen sehr positiven Aspekt. Was soll ich sagen? Die Bücher von Ulf Schiewe waren bisher immer eine Empfehlung wert. Und so ist es auch diesmal.  

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  • Der Sturm der Normannen

    Der Sturm der Normannen
    malo2105

    malo2105

    25. January 2017 um 10:10

    „Der Sturm der Normannen“ ist bereits der vierte Teil der Serie aus der Feder von Ulf Schiewe. Da ich auch die anderen Bände gelesen habe, war es für mich fast wie ein Wiedersehen mit alten Bekannten. Natürlich Gilbert und Thorne, die Brüder Robert, Onfroi und Roger Hauteville, die Fürstin Gaitelgrima, Gerlaine und Loki. Im Mezzogiorno brodelt es. Die Barone wollen mehr Macht und mehr Land, die Brüder Hauteville sind zerstritten, die einfachen Leute hungern und der Papst sinnt auf Rache. So entbrennt ein bitterer Streit um die Herrschaft, in dem die Brüder Hauteville auf verschiedenen Seiten stehen. Dies alles bietet für Gilbert und seine Gefährten jede Menge Abenteuer.Ulf Schiewe ist es wieder einmal sehr gut gelungen, mich als Leser zu fesseln. Man fiebert mit Gilbert und seinen Gefährten, bangt und freut sich mit ihnen, möchte sie am liebsten manchmal rütteln und ihnen zurufen. Auch die schwierigen politischen Gegenheiten vor Ort werden vom Autor gut dargestellt.Auch wenn der Autor wichtige Anhaltspunkte wiederholt und die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können, empfehle ich die Lektüre aller Bände in der richtigen Reihenfolge. Denn so hat man einen Überblick über die politische Situation und die Handlungsweisen der Personen erschließen sich einen besser.Leider hat der Autor bekanntgegeben, dass es sich hier um den (vorerst) letzten Teil der Normannenserie handelt. Als Leser finde ich dies sehr schade, dann die Eroberung Siziliens durch Roger Hauteville bietet noch jede Menge spannenden Stoff. Ich hoffe sehr, dass sich der Verlag noch besinnt und diese tolle Reihe fortgesetzt wird.

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  • Wie ein Sturmwind fegen sie durch Süditalien ...

    Der Sturm der Normannen
    Bellis-Perennis

    Bellis-Perennis

    23. January 2017 um 16:29

    Mit dem nunmehr vierten Band der Normannen-Saga rund um Robert Guiscard und seinem Familienclan begeben wir uns nach Süditalien. Man schreibt das Jahr 1057. Das Normannen-Reich wird nicht nur von außen – also von den besiegten Herrschern und dem Papst – bedroht, nein auch von innen droht Gefahr. Roger und Guillerm, zwei der zahlreichen Brüder Roberts, sind nicht immer mit seiner Vorgangsweise einverstanden. Sie fühlen sich benachteiligt und spinnen genauso ihre Ränke wie die Damen Gaitelgrima und Sichelgaita. Auch Gerlaine und Maria kommen in diesem Band bedeutende Rollen zu. „Cherchez la femme“.Während sich Robert im Geflecht der Intrigen verheddert, ist es an Gilbert, seinem getreuen Gefährten, mit ein paar Männern gegen eine große Übermacht zu kämpfen. Mit viel List und Entschlossenheit kann er die Interessen Roberts vertreten. Wie schon aus den Vorgängerbänden gewöhnt, sehen wir die Geschichte aus Gilberts Sicht. Er ist ein gewaltiger Erzähler, der in der Ich-Form die Leser an den Kämpfen und Intrigen teilhaben lässt. Diesmal ist er aber nicht nur Erzähler, sondern auch der unfreiwillige Held, der (mit Ausnahme weniger Kampfgefährten) auf sich allein gestellt, sich behaupten muss.Wie gewohnt flicht Autor Ulf Schiewe eine Menge historischer Fakten in die Handlung ein. So erfahren wir einiges über die Ränkespiele der unterlegenen Fürsten und wechselnder Allianzen. Vielen Lesern ist auch erstmals so richtig zu Bewusstsein gekommen, dass der Zölibat der katholischen Priester eine Erfindung aus dem 12. Jahrhundert ist. Die Praxis, einmal geschlossene Ehen auf Grund zu enger Verwandtschaftsverhältnisse, dann doch wieder aufzulösen, wenn es dynastisch besser erscheint, ist gängige Praxis der katholischen Kirche. Natürlich nur gegen entsprechendes Entgelt. Gattenmord hat es jedenfalls nicht verhindert.Schön ist auch der „normale“ Alltag der Normannen eingebettet. Zwischen den Kriegszügen wird an der Kampftechnik gefeilt. Dass die Übungsschwerter aus Holz waren, war mir bekannt, dass sie mit Blei gefüllt waren nicht. Wieder etwas gelernt!Da zwischen dieser Episode und dem Untergang des Normannenreiches (es geht im Stauffer-Reich auf) noch ein wenig Zeit bleibt, können wir auf eine Weiterführung der Normannen-Saga hoffen. Robert wird noch einiges Territorium befrieden und der im Moment unzufriedene Roger als Roger I. über ein großes Normannen-Reich herrschen.Fazit:Eine wunderbare Familien-Saga, von der ich nicht genug bekommen kann. Gerne gebe ich fünf Sterne und eine Leseempfehlung. Auch wenn jeder Band extra gelesen werden kann, empfiehlt es sich, bei Band eins zu beginnen.

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    • 4
  • toller 4. Teil der Normannensaga

    Der Sturm der Normannen
    ejtnaj

    ejtnaj

    22. January 2017 um 13:53

    Gut drei Jahre sind nach der letzten großen Aufgabe die Gilbert erledigt vergangen, wobei die Jahre auch nicht ruhig waren. Doch jetzt brechen schwere Zeiten an, denn zusammen mit Robert Guiscard muss er gegen die Zerrissenheit im Normannenbund kämpfen und dann gibt es auch noch den Bruderkrieg zwischen Robert und Onfroi.Aber auch der Papst sinnt auf Rache für den verlorenen Kampf. Gaitelgrima macht auch nichts einfacher mit ihrer heimlichen Liebe zu Robert und bringt diesen dadurch sogar in den Kerker.Gilbert ist teilweise mehr als nur etwas auf sich gestellt und ja man kann sagen er versucht alles um die Brüder zu versöhnen und das Bündnis zu erhalten nur ob es ihm wirklich gelingt steht noch in den Sternen.Da ich wirklich jeden Teil der Normannensaga von Ulf Schiewe gelesen habe, wollt eich diesen hier natürlich auch lesen.Doch diesmal ist mir der Einstieg ins Buch etwas schwer gefallen und es hat auch relativ lange gedauert bis ich in der Handlung drin war.Woran es lag keine Ahnung, denn als ich in der Handlung dann endlich drin war gab es keine Probleme und ich habe es genossen die Erlebnisse von Gilbert zu lesen.Mir gefällt hier wie der Autor historisch belegte Geschichte der Hautevilles in Süditalien mit fiktiver Geschichte mischt und so einen wirklich lesenswerten Roman bzw. ja fast schon eine Reihe entwickelt hat.Wie schon bei den ersten drei Teilen wurde auch hier alles aus Gilberts Sicht erzählt, oder besser beschreiben er erzählt einem die Geschichte aus seinem Leben.Die Handlung an sich war sehr spannend erzählt und da auch der Spannungsbogen immer wieder gestrafft wurde konnte man sich so auch seine Gedanken machen wie wohl alles ausgehen wird und ja auch gespannt sein ob sich alles noch zum Guten für Robert und Gilbert wenden wird.Was ich etwas Schade fand, ist dass es hier in diesem Band keine Landkarte gibt um sich das Mezzogiorno besser vorzustellen und ja um auch die genaue Lage der Städte zu haben. So das man sich die Handlungsorte einfach besser hätte vorstellen zu können. Vielleicht wird dies in einer späteren Auflage ja noch Nachgeholt.Ich persönlich fand alle Figuren des Romans sehr gut beschrieben und sollte man die verschiedenen Figuren nicht den richtigen Orten oder Familien zuordnen können, dann gibt es am Ende des Romans ein Personenregister.Alles in allem hat mir der Roman wieder sehr gut gefallen und deshalb vergebe ich die volle Punktzahl.Nun bin ich gespannt ob es einen fünften Teil geben wird und ob es hier um die Eroberung Siziliens gehen wird.

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  • Die Normannen Saga: So macht Geschichte und Historie Sinn. Fundiert, aufschlussreich und mitreißend.

    Der Sturm der Normannen
    Floh

    Floh

    22. January 2017 um 04:31

    Die raue Zeit der barbarischen und rauen Normannen um 1057. Eine historische, kämpferische und fundierte Saga gebündelt in einer historischen Romanreihe mit ausgiebiger Sachkenntnis, Recherche und Authentizität. In diesem vierten historischen Roman um die Streifzüge der Normannen „Der Sturm der Normannen“ um Gilbert und seinem Herrn Robert Guiscard lädt uns der sympathische und ambitionierte und begeisterungsfähige Autor Ulf Schiewe dazu ein, den großen Sturm der Normannen hautnah mitzuerleben und den Zwiespalt aus Ehrgefühl, Liebe, Loyalität und Verantwortung mit jeder Faser und jeder geschriebenen Zeile dieses historischen Romans mitzuerleben und auszubauen. Die einzelnen Bände lassen sich hervorragend einzeln lesen und verstehen, auch ich bin Quereinsteiger in die weitreichende Saga, als Neuleserin, erst mit diesem vorliegenden Band Vier gestartet. Und habe trotz aller Gründlichkeit an wichtigen Ereignissen aus den ersten drei Bänden, schnell bemerkt, dass ich nun unbedingt die ganze Reihe um und mit den Nordmännern und ihren Eroberungen und Stürmen von der ersten Zeile und von dem ersten Band an erfahren und erleben möchte... Die Bücher sind zwar nicht auffallend seitenreich, aber trotzdem enorm komplex und basieren je auf reale Begebenheiten und reale Schauplätze, die der Autor bei seiner ausgiebigen und akribischen Recherchearbeit studiert hat. Autor Ulf Schiewe hat einfach eine gewaltige Sprachgabe und bietet somit malerische Kulissen mit historischen Kernen, die man ganz und gar komplett erleben muss und will. Erschienen im Droemer / Knaur Verlag (http://www.droemer-knaur.de/home)Inhalt:„Süditalien 1057: Für den jungen Normannen Gilbert und seinen Herrn Robert Guiscard stehen die Zeichen schlecht. Innere Zerrissenheit und Bruderkrieg drohen das Normannenreich zu zerstören. Auch der Papst sinnt auf Rache, und die heimliche Liebe der Fürstin Gaitelgrima bringt Robert in den Kerker. Ein erbitterter Kampf um die Herrschaft entbrennt. Nur Gilbert kann seinen Herrn noch retten. Doch er steht allein gegen eine gewaltige Übermacht.“Handlung / das erwartet und im vierten und vielleicht letzten Band dieser Saga:Kalabrien in den Anfängen des elften Jahrhunderts. Kriegerisch, rasant und kämpferisch beginnt der vierte und zunächst abschließende Band der erfolgreichen Normannen Saga. Das raubeinige Heer der Normannen belagert Cosenza und es scheint schier unmöglich, in die Stadt zu erobern, geschweige denn in sie einzudringen. Da unterbreitet der jüngere Bruder von Robert, dem Normannenführer, diesem einen ungewöhnlichen Plan, der es ihnen erlauben soll, die bewachte Stadt endlich einzunehmen. Zwischen den beiden ungleichen Brüdern herrscht das typische Verhältnis jener Geschwister, die sich abgöttisch lieben und gleichzeitig abrundtief hassen können. Diese private Situation spitzt sich zu, als sie auf den noch regierenden Fürsten Onfroi, ihren (Halb-) Bruder, treffen. Zusätzlich pikant und prekär wird es, als sich die Gefühle der Prinzessin von Salerno, Gaitegrima die Gemahlin Fürst Onfrois, für Robert nicht mehr verbergen lassen und ein weitere innerlicher Krieg entfacht… Erzählt wird dieser authentische, teils fiktive aber auch sehr real angelegte historische Roman aus der Sicht von Gilbert, einem treuen und loyalen Mann, der immer an Roberts Seite steht. Gilbert pflegt eine sehr innige und für die Zeit ungewöhnlich zärtliche Liebe und Beziehung zu seiner Frau Gerlaine. Diese hat besondere Visionen, die sich leider schon oft bewahrheitet haben und die Lage und den Ausgang bestimmter Schachzüge und Schwierigkeiten und Situationen voraus gesagt haben. Die sanftmütige Gerlaine ist stets besorgt um ihren Mann. Sie versteht seinen Zweispalt zwischen ihr und seinem Herrn Robert, dem er schon immer stets untergeben war. Diese private Komponente im Buch sorgt für Privatsphäre, Wohlgefühl und kleinen Ruheoasen abseits der großen Schlachten und Kämpfe. Gnadenlose Intrigen und schwer bewaffnete Ränkespiele, die nicht nur ausschließlich politischer und erhabener Natur sind, sondern auch enorm gut platzierter privater Zwist, Brüderkampf, Eifersucht und Machtspiele. Diese grandiosen und abwechslungsreichen Elemente bestimmen die Handlung dieser fiktiv verwobenen Saga. Autor Ulf Schiewe, und wer ihn bereits durch seine Romane kennt, wird es bestätigen zu wissen, geht stets weit zurück, flicht ein Netz aus Informationen, belegen, Fakten und Fundamenten, die er klug und intelligent, sowie sehr informativ in seinen Romanen einbringt und zum Leben erweckt. Die Handlung und die Vielzahl der wichtigen Charaktere sind so bildhaft beschrieben und geschildert, dass vor dem inneren Auge des Lesers ein beeindruckendes historisches Leseevent entsteht. Schreibstil:Auf recht wenigen, dafür jedoch geballten knapp 450 Seiten erzählt der Autor Ulf Schiewe bemerkenswerte und bedeutsame Jahre normannischer Geschichte zu Zeiten der frühen Anfänge des 11. Jahrhunderts. In „Der Sturm der Normannen“ macht der ambitionierte Autor seinem Titel für seinen vierten und vorerst letzten band alle Ehre. Schiewe stellt die komplexe Handlung verständlich und übersichtlich dar. Sein Stil erinnert mich stark an den erfolgreichen Autor Bernhard Cornwell mit seiner Uthred-Saga oder Axel S. Meyer mit seiner Hakon-Reihe. Und das soll ein absoluter positiver Vergleich sein. Denn auch Cornwells Romane in der Wikingerzeit habe ich bereits zu vielen Teilen verschlungen und auch bei Axel S. Meyers dritten Band bin ich vom Suchtfaktor befallen und habe mir die beiden Vorgänger bereits bestellt. Mit seinem bereits vierten Band der berühmten und erfolgreichen Normannen-Saga kann Autor Ulf Schiewe zwar auch jeden Quereinsteiger und Neuleser in die komplexe Handlung einführen und Willkommen-heißen, doch bei aller Akribie und Gründlichkeit ist der unwissende Leser doch versucht, und neugierig, diese Saga von Beginn an aufzubauen und Stück für Stück die Streifzüge der Normannen mitzuerleben und nachzuspüren. Verstärkt wird dieser Wunsch natürlich auch dadurch, dass der Roman direkt und sehr intensiv aus der Sicht des Protagonisten Gilbert geschildert und nachempfunden wird. Hier entsteht eine Nähe und Verbundenheit, die auch die Vergangenheit und bisherigen Ereignisse einschließen will… Dadurch, dass der sympathische und strukturierte Autor U. Schiewe immer wieder Vorkommnisse, Meilensteine und Anekdoten aus den bisherigen Büchern einfließen lässt, bietet er auch neu interessierten Lesern Zugang zu dieser komplexen und ausgefeilten Reihe historischer Machtkämpfe und Intrigen a la „Games of Thrones“. Den Genuss der ganzen Recherche, das Wachstum der Ereignisse und alle wichtigen Zusammenhänge wird man jedoch nur als Ganzes voll und ganz auskosten können, denke ich. Denn im vorherigen Band, so vermute ich, spielte Prinzessin Gaitelgrima an der Seite des Fürsten von Salerno und Halbbruders Hauteville, bereits eine wichtige Rolle im Plot, die hier im vierten Band zwar angeschnitten wird, die es aber trotz allerbester Mühe an Tiefe fehlt um den kompletten und bedingungslosen Lesegenuss zu erhalten und zu erleben oder ihre Beweggründe als Schlüsselrolle, besonders in Bezug auf Robert und der Beziehung der Familienkonstellationen nicht ganz klar werden lässt . Daher werde ich nun mit Band 1 den Ursprung dieser Reihe nachholen und freue mich sehr darauf den Beginn und die Entwicklung der Charaktere miterleben zu können, die scheinbar in großer Zahl auch für Band 2, 3 und 4 noch wichtig sein werden und die Kriege demnach überlebt haben… . Mit den Machtspielen und historischen Kriegen hat sich der Autor aufgrund wechselnden Koalitionen sowie der verwirrenden Stammbäume der Häuser und Völker gewiss keiner leichten Aufgabe angenommen. Letzteres löste der Autor stets geschickt, denn er stellt die Normannen hier etwas mehr in den Schatten und rückt andere Dinge in den Fokus, was geschichtlich sehr treffend und geschickt ist. Trotz allem ist beim Lesen eine gute Portion Konzentration erforderlich, um die Verhältnisse, Machtgrade, Eroberungen, politischen Besonderheiten, die Ziele und politischen Reglements im Kopf zu behalten – zur besseren Übersicht schaffen hier womöglich die beiden bisherigen Bände einen einfacheren Zugang. Ich lobe die gewählte und sachliche Sprache des Autors Ulf Schiewe, in dessen Genuss ich schon durch andere seiner historischen Romane gekommen bin. Er begeistert mich durch Intelligenz, Authentizität, Recherche und großartige Atmosphäre. Von liebevoll, tragisch, familiär, menschlich, behaglich, lieblich, zeitgemäß und ruhig bis hin zu raubeinig, blutig, unmenschlich, verachtend, zerfressen, besessen, strategisch, barbarisch, wüst und ungestüm, sowie absolut zielorientiert, strategisch und kämpferisch. Meinung:Auf jeden Fall empfehle ich, die Normannen-Saga von Anfang an zu lesen, denn man kann zwar in Band 4, der den Abschluss darstellen soll, sehr gut einsteigen und der Handlung auch überraschend gut folgen, auch wenn man die Vorgeschichte nicht kennt, aber es sind die Feinheiten, die man auf diese Weise verpasst, denn so manche kleine Bemerkung, die sich auf frühere Ereignisse bezieht, kann man erst richtig einordnen, wenn man scheinbar die ganze Vorgeschichte kennt. So vermute ich. Daher werde ich mich nun Band 1 widmen und freue mich auf dieses fulminante historische Leseerlebnis unter diesen großartigen Schauplätzen und Kulissen, die eine große Bandbreite und Weitreiche einnehmen, die mich wieder einmal überrascht hat. Man spürt hier als Leser die echte und innige Verbundenheit des Autors zu seinen Romanen im Allgemeinen und auch zu diesem Roman. Seine Recherche rechne ich ihm sehr hoch an. Er muss die besonderen und atmosphärischen Handlungsorte sehr genau studiert und aufgenommen haben. Denn die Bilder, die sich hier beim Lesen einstellen, sind einfach fantastisch. Ein Film könnte nicht besser sein, als das lebendige und facettenreiche Schauspiel was uns dieser Roman hier bietet. Es gibt immer wieder Ruheoasen und viele persönliche Momente der Charaktere und Protagonisten (hier nenne ich vor allem Gilbert und Gerlaine; sowie Onfroi und seine Gemahlin Gaitelgrma die sich sehr an Robert schmiegt…), die auch dem Leser den Moment gönnen aufzuatmen, ehe es wieder sehr rasant, turbulent und kriegerisch zugeht. Dann wird es wieder gemächlich, in dem Pläne geschmiedet werden und Strategien auserkoren und geplant werden. Top. Ich habe richtig mitgefiebert und war von der ersten Seite an völlig gefangen in der spannenden Handlung. Das Sterben und Abschlachten, so will ich es mal nennen, einiger unschuldiger Bauernopfer hat mich sehr mitgenommen und ich habe mindestens genauso gebangt und geängstigt wie einzelne Charaktere, die noch etwas Herz und Verstand besessen haben. Zudem zolle ich der religiösen, glaubenssausgerichteten und politischen Situation höchsten Respekt. Sehr kenntnisreich und ausgiebig nachvollziehbar. Zudem darf man sich über humorvolle Dialoge und Spitzen freuen. Hier sind die Frauen mal nicht gänzlich auf den Mund gefallen und trauen sich wirklich was. Was bitter nötig ist, bei so einem wüsten Volk wie den raubeinigen und ungestümen Normannen. Zivilisation? Naja… . So erfahren wir beim Lesen dieses Romans einiges über die nordische Mythologie, den Riten und dem Glaube und natürlich der großen Stürme und Eroberungen. So schließt sich auch der Kreis zum Titel des Werkes, was ich sehr gut gelöst finde und das Buch rund und vollkommen wirken lässt. Ulf Schiewes fiktive Helden kämpfen Seite an Seite mit realen historischen Einspielungen und Persönlichkeiten und Begebenheiten, das interessante Nachwort gibt weitere Eindrücke dazu. Die Ländereien, Schauplätze, Orte des Kampfes und der Verhandlung, die historische Gegend und die Charaktere sind sehr detailliert und authentisch beschrieben, und man erfährt so einiges über die politischen Verhältnisse, das Machtgefüge und auch über das Leben in dieser Zeit im 11. Jh. Ganz besonders faszinierend und lobenswert empfinde ich die Entscheidung des Autors seine Handlungsorte, Länder, Städte und Namen seiner Protagonisten mit den damaligen Namen und Bezeichnungen des 11. Jahrhundert zu versehen und so die Authentizität der damaligen Epoche beizubehalten. Fantastisch. In dieser historischen Romanreihe scheint für jeden Geschmack und für beinahe jede Vorliebe etwas dabei zu sein und ermöglicht es gewiss vielen Lesern sich in den Seiten zu verlieren. Winziger persönlicher Kritikpunkt:Ja es ist bereits der vierte Band, ja, es gab eine Vorgeschichte und ja, auch treue Leser der Reihe dürfen nicht durch zu viele Wiederholungen gelangweilt werden… Doch ich hätte mit etwas mehr Hintergrund und Tiefe gerade bei den Charakteren und politischen Ereignissen gewünscht. Zudem taucht im Mittelteil die Gemahlin des Fürsten sehr stark in den Fokus und über ihre bisherige Rolle scheint wenig bekannt in Band 4. Auch Gerlaine bringt ihre Entwicklung mit, die man als Quereinsteiger nicht immer ganz rekapitulieren kann. Zudem ist die Vielzahl an Charaktere und bei dieser Namensähnlichkeit mit ihren Stammbäumen, Zugehörigkeiten und Verantwortungen eine echte Konzentrationsaufgabe da den Überblick zu behalten und sich zurechtzufinden. Das war sehr anstrengend, eine Anstrengung, die sich lohnt aber auch sehr viel Tatendrang und Leseeuphorie des Lesers benötigt und voraussetzt. Ein intensiver ausgebautes Personenregister mit Glossar, Kartenmaterial und Anhang wäre für mich sehr willkommen gewesen. So bedient der Roman sein Personenregister mit einer sehr schmalen und dünnen Ausarbeitung. Schade. Ja, ich nörgele auf hohem Niveau, doch ist es dieser Fakt, der meinen Lesegenuss etwas arg geschmälert hat. Charaktere:Die agierenden Personen wirken sehr lebendig skizziert und keinesfalls einfach nur schwarz-weiße Abziehbilder. Hier gibt es sehr viele Grautöne dazwischen und sehr viel Farbe und Flair, da beinahe keine Figur in die absolute Rolle der 'Guten' oder der 'Bösen' einzuordnen ist. Viele Charaktere haben ihre Schwächen – die einen hadern mit ihnen, andere wiederum nicht. Die inneren Konflikte der Brüder, die vor der Wahl stehen, zur welchen Seite sie sich bekennen sollen, werden hierbei gut zum Ausdruck gemacht. Als Besonderheit möchte ich noch erwähnen, dass der Protagonist dieses Romans, Gilbert, auch gleichzeitig der Erzähler der Geschichte in Band 4 ist. Mit Gilbert fühlte ich mich sofort sehr wohl, auch wenn er, man glaubt es kaum, nicht durchgehend klischeehafter Sympathieträger ist, sondern auch er zu harten Bandagen greifen kann. Sämtliche Sympathien müssen sich die Hauptprotagonisten, Schlüsselrollen und Nebencharaktere beim Leser erst hart erarbeiten. So steht man allen wichtigen Protagonisten zunächst skeptisch und distanziert gegenüber, bis man die Verhältnisse geklärt hat und man sich als Leser gern an Gilberts, aber auch Roberts, sowie Onfrois Seite und Posten stellt um seine Beweggründe und Aufgaben zu lösen. Diese Stellung zu einzelnen Personen und die daraus resultierende Zwiespältigkeit und der Bezug zu Loyalität, Ergebenheit und Emotion, die der Leser für einzelne ergreift, finde ich sehr fein und intelligent von Autor Schiewe ausgearbeitet. Was ich im Kontext zu historischen Romanen recht erfrischend finde. Nicht immer konnte ich Gilberts oder Roberts Ansichten und Entscheidungen verstehen, was sie jeweils umso interessanter und plastischer machte. Charismatische Personen sind hier nur schwer zu finden. Eine gewisse Vorliebe, die der Autor gegenüber der Adelshäuser hegt, sickert hier stark durch und lässt diese Reihe umso überzeugender wirken, was sich auf einzelne Charaktere und Protagonisten überträgt. Nun, (beinahe) jeder Roman scheint seinen Bösewicht zu benötigen, wobei ich es bei historischen Figuren (wie hier) immer schwierig für einen Autor finde, fundierte Fakten mit der schriftstellerischen Freiheit zu vereinen. Ulf Schiewe gelingt das meines Erachtens jedoch sehr gut und stimmig. Und das Nachwort im Buch bestätigt meinen Eindruck. Vielen Dank, Herr Schiewe. Schauplätze:Die Kulissen und Schauplätze rauben dem Leser schier den Atem. Hier ist alles zu finden. Kriegsplätze, Adelshäuser, Märkte, Feldzüge, Landcharakter, Vegetation, Witterung, Dunkelheit, Nacht, Tag und Wärme, Feuer und Glut, harter Stahl und klirrende Rüstung, gedeckte Festtafeln und imposante Aufmärsche… Noch mehr Beispiele? Dann bitte unbedingt selbst lesen! Und vor allem die Homepage des Autors besuchen, denn da gibt es Fakten, Fotos und Hintergründe zu seinen Werken und Arbeiten. Für mich ist seine Montalban-Saga bisher einfach unschlagbar. Aber auch die neuen Gefilde Richtung Karibik haben mich begeistern können… Aber nun schweife ich ab… Was ich damit anmerken will, Ulf Schiewe hat nicht nur Romane geschrieben, er hat sie vor, während und nach dem Schreiben erlebt. Das spiegelt sich sehr an der Ausarbeitung seiner Schauplätze und darin, wie gut er sich in seinen eigenen Romanen auskennt und zurechtfindet. Chapeau! Er hat die Kulissen selbst nachempfunden und studiert um sich ein Bild zu machen, was er uns Lesern hier in Wort und Schrift bildhaft wiedergibt. WOW. Der Autor versteht es für filmreife Kulissen und großes Kopfkino zu sorgen. Großer Pluspunkt für diese historische Normannen-Saga!Der Autor:„Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Eigentlich wollte er Kunstmaler werden, doch statt der »brotlosen Kunst« widmete er sich der Technik und wurde Software-Entwickler und später Marketingmanager für Softwareprodukte.Seit frühester Jugend war Ulf Schiewe eine Leseratte, die spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Lauf der Jahre erwuchs aus der Lust am Lesen der Wunsch, selbst einen großen historischen Roman zu schreiben, der im »Bastard von Tolosa« , seinem ersten Roman, mündete. Seine Normannensaga um den jungen Gilbert hat schon unzählige Leser begeistert.Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.“Fazit:Dieser Band 4 lässt sich unabhängig von der bisherigen Teilung der Normannen-Saga lesen und bildet zunächst den Abschluss dieser vierteiligen Reihe. Doch ich bin mir sicher, und fühle mich jetzt selbst enorm dazu geneigt, diese grandiose historische Romanreihe komplett und von der ersten Zeile an zu genießen! Dem Autor rechne ich seine Verbundenheit zum Buch, zu der damaligen wichtigen Epoche, zu seiner Akribie, seinem Herzblut und seinem schriftstellerischen Talent wirklich hoch an. Sprachgewand, fundiert und mit jeder Faser regelrecht erlebbar. Jedoch fehlt dem Band 4 eine gewisse Tiefe zu den Charakteren, die scheinbar in Band 1, 2 und natürlich zuletzt 3 zu finden sind. Daher gibt es „nur“ 4 Sterne von mir und den großen Drang Band 1 schnell zu erleben um ganz einzusteigen und mich vielleicht dann für 5 Sterne zu entscheiden!!!!

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    • 5
  • "Die Guten sind selten Diejenigen, die das Spiel gewinnen"

    Der Sturm der Normannen
    LiberteToujours

    LiberteToujours

    19. January 2017 um 17:26

    Ein Zwist spaltet die Normannen von innen - und das zu einer Zeit, in der sie eigentlich zusammen stehen müssen. Nicht nur unter den normannischen Fürsten gibt es Reibereien, der eine gönnt dem anderen seine Macht nicht, auch die Hautevilles haben mit Problemen zu kämpfen. Robert sitzt im Gefängnis, nach einer Attacke auf seinen eigenen Bruder und Gilbert muss einiges auf sich allein gestellt lösen. Robert aus dem Gefängnis kriegen, einen Krieg verhindern und dann ist da ja auch noch Onfrois hartnäckige Krankheit..Tja, wie immer wenn es um Schiewe und seine Bücher geht bin ich ein bisschen sprachlos. Alle zeichnen sich durch die selben, großartigen Dinge aus - geschichtliche Fakten, mit wahnsinnig viel erzählerischem Talent in eine tolle Geschichte verpackt. Geschichte zum Erleben. Was soll man da alles, in der sechsten Rezension noch sagen, was man nicht schon die fünf mal vorher in den Himmel gelobt hat? Für mich war in diesem Fall die Charakterentwicklung ganz besonders spannend. An mir als Leser ist das bis dato mehr oder weniger völlig vorbei gegangen. Sicher, Gilbert ist sicherer, erfahrener geworden. Weniger waghalsig. Klüger. Aber irgendwie ist er für mich doch noch der junge Kerl von damals, der sich in einem Anfall von Wagemut einer Horde Krieger angeschlossen hat - und seine Sache dabei ganz gut macht. Immer wieder musste ich also ein bisschen stutzen und schmunzeln, wenn ich mal wieder feststellen durfte dass der junge Kerl mittlerweile ein Mann geworden ist. Vater, Verheiratet, mit Bart im Gesicht. Auch zwischen den Hautevilles hat sich einiges verändert. Die Machtverhältnisse sind nicht mehr so ausgewogen, wie sie einmal waren und der Zwist, auf den man eigentlich lange schon gewartet hat nimmt endlich Formen an. Einerseits ist das Schade - und andererseits bitter nötig, bei einer Familie mit so viel Macht. Warum fehlt dann also der fünfte Stern? Ganz ehrlich, ich fühle mich selbst nicht ganz wohl damit. Denn eigentlich hätte ich den Vorgängern lieber 7 Sterne verpasst und dem hier dafür 5. "Der Sturm der Normannen" ist nach wie vor ein großartiges Buch, dass für mich in diesem Genre seinesgleichen sucht. Aber es ist eben nicht so gut, wie ich es von Schiewe gewohnt bin.Vor allen Dingen am Ende wurde die übliche, detailverliebte Erzählweise kürzer und viel mehr narrativ. Man beobachtet die letzten Ereignisse nur noch unbeteiligt von Außen. Ich verstehe absolut, warum das so sein muss - passiert halt doch nochmal viel, auf den paar Seiten - aber ein bisschen Kummer hat es mir dennoch gemacht.Was soll's - ich jammere mal wieder auf extrem hohem Niveau. Eigentlich hab ich den historischen Romanen schon vor längerer Zeit den Rücken gekehrt, bei all dem schlecht recherchierten Schund, den man so auf dem Markt findet. Nur lockt mich Ulf Schiewe eben doch immer wieder in das Genre zurück.. 

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  • Toller Abschluss

    Der Sturm der Normannen
    Lizzy_Curse

    Lizzy_Curse

    14. January 2017 um 22:03

    Der junge Normanne Gilbert steht schweren Zeiten gegenüber. Sein Herr, Robert Guiscard, sitzt im Kerker. Ein Bruderkrieg droht das Normannenreich zu zerstören und der Papst schmiedet seine ganz eigenen Pläne. „Der Sturm der Normannen“ ist der vorerst finale Band von Ulf Schiewe rund um die Machenschaften der Normannen in Italien. Es empfiehlt sich, auch die Vorgänger gelesen zu haben, denn obwohl das Buch ein ganz eigenständiges Abenteuer ist, wird doch auf viele vorherige Ereignisse Bezug genommen. Das Buch macht einfach mehr Freude, wenn man weiß, wer wie wohin gehört und wer was angestellt hat in der Vergangenheit. Wieder verstand es Ulf Schiewe mit seinen Betrachtungen rund um die Normannen und ihre Eroberungszüge mich in seinen Bann zu ziehen. Er kann einfach die Balance halten zwischen historischen Fakten und kontinuierlicher Charakterentwicklung. Denn das hatten sie. Gilbert ist nicht mehr der junge Schweinehirt von einst, sondern ein Krieger, mit dem man rechnen sollte, und der seine eigenen wichtigen Entscheidungen trifft. In diesem Band mochte ich ihn um ehrlich zu sein am meisten. Genauso wie seine Frau Gerlaine, die ihn immer auf den Boden der Tatsachen zurück brachte. Zudem fügt sich dieser Band in Schiewes eher komplexe Gesamtgeschichte ein. Ich habe lange dem ein oder anderen (historischen) Charakter misstraut. Kocht er nun sein eigenes Süppchen? Auf welcher Seite steht er denn nun? Und, Moment, ein paar Seiten vorher wurde doch dies oder jenes geäußert. Könnte es vielleicht sein, dass ...Ihr seht, der geneigte Leser hat es hier nicht mit einem gradlinigen Roman zu tun. Ich hatte jedenfalls meine Freude daran, die ganze Geschichte in ihre Bestandteile aufzudröseln, nur um mir am Ende zu sagen: „Ich habs doch gleich gewusst!“ Die historischen Details, die Ulf Schiewe immer mit in seine Romane einbringt, gefallen mir besonders. Auch diesmal hat er mir eine Region näher gebracht, über die ich bisher weniger gehört habe. Man greift ja doch eher zu Romanen über das Mittelalterliche England oder den Kreuzzügen, anstatt sich zu fragen, was die Normannen sonst noch so angestellt haben außer England zu erobern. Er schreibt eigentlich lebendige Geschichte, deshalb lese ich ihn auch so gern. Mein einziger Kritikpunkt ist vielleicht, dass ich manchmal das Gefühl hatte, einen Tacken zu viel Heereswissen zu lesen, was ich eventuell mehr in den Plot investiert hätte. Aber das sind nur Kleinigkeiten. Alles in allem war „Der Sturm der Normannen“ ein tolles Buch, das mich an die Seiten gefesselt hat. Ich vergebe gerne 4,5 Sterne.

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