Ulf Schiewe Die Hure Babylon

(44)

Lovelybooks Bewertung

  • 43 Bibliotheken
  • 2 Follower
  • 0 Leser
  • 31 Rezensionen
(30)
(9)
(5)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Die Hure Babylon“ von Ulf Schiewe

Südfrankreich im 12. Jahrhundert:
Der junge Edelmann Arnaut ist verzweifelt, denn wieder hat seine heimliche Geliebte, die Vizegräfin Ermengarda von Narbonne, ihr Kind verloren – ein Fingerzeig des Himmels? Arnaut will Buße tun und sich dem Kreuzzug ins Heilige Land anschließen. Mit dem fränkischen Heer zieht er gen Osten und muss doch bald erkennen, dass es weniger um Erlösung als um Macht und Eitelkeit der Herrschenden geht, dass im Namen Gottes Verrat und unvorstellbare Gräueltaten begangen werden. Gefährliche Abenteuer warten auf ihn, Kampf, Intrigen – und so manche Versuchung …

Thema Kreuzzüge, neben Religion und Gewalt auch ein Anteil von Liebesbeziehungen!

— Arun

Mir hat der Roman von Ulf Schiewe ausgesprochen gut gefallen. Liebesroman, Abenteuerroman und zugleich Sachbuch.

— Ikopiko

Stöbern in Historische Romane

Die Blütentöchter

Ein spannender historischer Roman und ein richtiges Wohlfühlbuch.

Hermione27

Die Malerin

Das Leben und Leiden der Gabriele Münter, die Muse eines Malers

Arietta

Abschied in Prag

Eine tragische Liebesgeschichte, die berührt, betroffen macht und noch lange, lange nachklingen wird

katikatharinenhof

Schwert und Krone - Meister der Täuschung

Ein sehr gut recherchierter historischer Roman, der das 12. Jahrhundert facettenreich zum Leben erweckt.

Moni2506

Wintersaat

Schwächen: uneinheitlicher Stil, fehlende Buchstaben und Wörter, Zeichensetzung. Stärke: Bezug zur Region Münsterland und Hauptfigur!

wicherla

Tod im Höllental

Heute erst erschienen und innerhalb weniger Stunden „inhaliert“: sehr spannend, kurzweilig und amüsant. Wann kommt die Fortsetzung 😇???

hasirasi2

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension

    Die Hure Babylon

    Libellchen007

    24. April 2017 um 18:51

    Cover: Das Cover gefällt mir persönlich leider gar nicht 😅 Aber es passt hervorragend zu einem historischen Roman wie diesem hier 😊 Inhalt: Die Geschichte an sich gefiel mir eigentlich ganz gut. Allerdings war es mir dann doch stellenweise zu politisch und es ging mir ein bisschen zu viel um kriegerische Taktiken bzw um den Krieg selbst. Da ich mir mit französischen Namen bzw fremdländischen Namen im gesamten manchmal schwer tue musste ich oft überlegen wer jetzt wer war, sehr hilfreich war dabei die Auflistung ganz hinten im Buch (die ich Schlauberger natürlich erst gegen Ende entdeckt hab 🙄). Charaktere: Die Charaktere wurden sehr gut beshrieben, man konnte Handlungen und Gedanken gut aufgrund der Beschreibung ihres Charakters nachvollziehen, ich hatte das Gefühl die Protagonisten wirklich zu kennen und sie einschätzen zu können. Mein Liebling war eindeutig Severin und seine Frau (kein Name wegen Spoiler 😉) deren Schicksal mir sehr ans Herz gingen. Schreibstil: Wie sehr oft musste ich mich erst ein bisschen eingewöhnen, danach gings sehr flüssig und ich konnte mich sehr gut in den Schreibstil einfinden. Danach hat er mir sogar außergewöhnlich gut gefallen 😊 Fazit: Ein gutes Buch, besonders für Fans von historischen Romanen, allerdings erst für etwas ältere Leser, Teenager zB werden vl nicht wirklich davon begeistert sein. Auch für Männer kann ich dieses Buch ganz gut empfehlen 😊

    Mehr
  • eBook Kommentar zu Die Hure Babylon von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    Anke Hilken

    09. January 2016 um 14:57 via eBook 'Die Hure Babylon'

    ein tolles Buch
    Herz schmerz und Historie

  • Die Hure Babylon

    Die Hure Babylon

    Ikopiko

    28. April 2015 um 08:44

    Arnaut, ein Edelmann, hat die verheiratete Vizegräfin Ermengarda geschwängert. Doch Ermengarda erleidet eine Fehlgeburt und verliert dabei fast ihr Leben. Während sie jedoch trotzdem zu Arnaut steht, vergeht dieser vor Selbstzweifeln. Er sieht in diesem Schicksalsschlag eine Strafe Gottes für ihr Verhältnis. Als just in dieser Zeit zu einem Kreuzzug gegen die Muslime aufgerufen wird, schließt er sich diesem an und bricht damit Ermengardas Herz. Für ihn beginnt eine Zeit voll Mord, Entbehrung und Leiden. „Die Hure Babylon“ ist nach „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ der dritte historische Roman aus Ulf Schiewes Feder. Ich bin erst mit diesem Band in die Serie eingestiegen. Ulf Schiewe hat es geschafft, viel Wissen in einen Abenteuerroman zu packen. Zeitweise geriet für mich die eigentliche Geschichte in den Hintergrund, weil ich so fasziniert von der Logistik und Organisation eines Kreuzzuges mit vielen tausend Menschen war. Allein die Versorgung zu planen, war eine Meisterleistung, die leider nicht immer funktioniert hat. „Die Hure Babylon“ ist nichts für schwache Nerven. Die blutigen Gemetzel werden so beschrieben, wie sie (wahrscheinlich) waren. Es wird nichts beschönigt. Es ist erschreckend, wie wenig ein Menschenleben in Zeiten des Krieges wert ist. Und wohl jeder Teilnehmer dieses Kreuzzuges wird sich irgendwann die Frage gestellt haben, ob Gott dies wirklich so gewollt hat.

    Mehr
  • Guter Abschluss der Montalban-Reihe

    Die Hure Babylon

    HeikeM

    22. April 2013 um 09:29

    "Die Hure Babylon" ist der 3. Teil der Montalban-Reihe, die mit "Der Bastard von Tolosa" begann und schließt zeitlich direkt an seinen unmittelbaren Vorgänger "Die Comtessa" an. Allerdings können alle Romane von einander losgelöst gelesen werden, Ulf Schiewe versteht es ganz hervorragend, Inhalte aus den vorherigen Romanen in diesem zu wiederholen, ohne den Leser, dem diese bereits bekannt sind, zu langweilen. Wie bereits von mir erwartet, ist auch Die Hure Babylon" erzählerisch äußerst eindrucksvoll geschrieben. Besonders die Erkenntnis Arnauts, dass es bei den Kreuzzügen nicht vorrangig um die Verbreitung des Glaubens sondern um Macht und Territoriengewinn geht, war blendend beschrieben. Der Autor schildert das Gemetzel in den Schlachten intensiv und hält sich dabei eng an die zurzeit zur Verfügung stehenden historischen Quellen. Dadurch wirkt der Roman sehr authentisch, verlangt dem Leser aber einiges ab. Nichts wird geschönt, es wird gemordet, abgeschlachtet, vergewaltigt. Der Kreuzzug wird geschildert als das was er war, ein grausamer, brutaler Krieg unter dem Deckmantel des Glaubens. Der Roman ist in fünf Teile gegliedert. Jeder einzelne beginnt mit einem Kapitel, das aus der Sicht Ermengardas in der Ich-Form geschrieben wurde. Dadurch behält der Leser auch die Geschehnisse in Narbona im Auge. Die Personen in diesem Roman sind, wie in allen des Autors, sehr gekonnt charakterisiert. Sie erscheinen wirklichkeitsnah und lebensecht, man hat das Gefühl, der Autor berichtet von guten Bekannten, die Stärken und auch Schwächen haben. Man kann mit ihnen mitfiebern, mitleiden und sich an ihnen reiben. Allesamt sind sie Kinder ihrer Zeit. Besonders beeindruckt haben mich die Passagen mit den tiefen, fast schon philosophischen Gedanken zum Thema Krieg. Sie gaben diesem im 12. Jahrhundert angesiedelten Roman eine ungemeine Aktualität. Dem Buch ist ein umfangreiches Glossar beigefügt, das die im Roman verwendeten unbekannten und fremdsprachigen Begriffe sehr gut erklärt. Neben einem Personenverzeichnis, das die urkundlich erwähnten Personen benennt rundet eine Landkarte das Buch ab. Wer gern gut recherchierte, schlüssig geschriebene, unterhaltsame Romane liest, sich von den Gräueln des Kreuzzuges nicht abschrecken lässt, wird in "Die Hure Babylon" einen wunderbar opulenten, bild- und sprachgewaltigen historischen Roman finden, mit dem man in die Vergangenheit förmlich eintauchen und seine Geschichtskenntnisse auffrischen kann. Für mich hat dieser Roman alles, was ein wirklich gutes Buch benötigt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    Annilane

    12. March 2013 um 11:49

    Südfrankreich, im Jahre 1147. Die junge Vizegräfin Ermengarda führt eine Scheinehe, die dem Zweck dient, allein über Narbona herrschen zu dürfen. Ihr Herz gehört jedoch dem jungen Edelmann Arnaut de Montalban. Die Liebe zwischen ihnen ist groß. Als Ermengarda dann auch noch schwanger wird, scheint das Glück perfekt. Doch als die feine Vizegräfin nach ein paar Monaten ihr Baby auf tragische Weise verliert, und selbst dabei fast umkommt, beschließt Arnaut, zusammen mit ein paar seiner treuen Freunde, sich dem Kreuzzug anzuschließen, um Buße zu tun. Er ist davon überzeugt, dass der Verlust des Kindes, Gottes Strafe war. Schließlich hatte er ein unerlaubtes Verhältniss zu einer verheirateten Frau. Zusammen mit seinen Freunden schließt sich Arnaut nun dem 2. Kreuzug der Geschichte in Richtung Osten an. Kälte, Hunger, Gewalt, Tod und schwere Krankheiten erscheinen ihm als seine ständigen Begleiter. Viele blutige Schlachten gilt es zu schlagen. Doch die zu großen Verluste der Ritter, lassen ihn nach und nach an seinem Glauben zu Gott zweifeln. __________________ Dies war der erste Roman, den ich von Ulf Schiewe gelesen habe und ich muss sagen, dass ich absolut begeistert bin. Obwohl ich die beiden ersten Romane ("Der Bastard von Tolosa" und "Die Comptessa") nicht gelesen habe, habe ich mich trotzdem sehr schnell in der Geschichte wohl gefühlt. Die Charaktere wurden sehr gut ausgearbeitet, sodass sie mir sofort vertraut erschienen. Ulf Schiewe versteht es einfach, den Leser von Beginn an, mit seiner wirklich guten Schreibweise, an diese wahnsinnig interessante Geschichte zu fesseln. Zudem liefert er eine absolut saubere Recherche ab.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    Tanzmaus

    25. January 2013 um 10:41

    Aus der Offenbarung des Johannes, 17,3 und die Hure Babylon: "Und er brachte mich im Geist in die Wüste. Und ich sah ein Weib sitzen auf einem scharlachfarbenen Tier, das war voll Namen der Lästerung und hatte sieben Häupter und zehn Hörner. ... Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und edlen Steinen und Perlen und hatte einen goldenen Becher in der Hand, voll Greuel und Unsauberkeit ihrer Hurerei, und an ihrer Stirn geschrieben einen Namen, ein Geheimnis: Die große Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden. ... Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, da die Hure sitzt, sind Völker und Scharen und Heiden und Sprachen. ... Und das Weib, das du gesehen hast, ist die große Stadt, die das Reich hat über die Könige auf Erden." Meinung: Mitte des 12. Jahrhunderts ruft Papst Eugen III. zum zweiten Kreuzzug auf. Auch der französische König Ludwig VII. mit seiner Frau Eleonore folgen dem Ruf des Papstes. Der junge Edelmann Arnaut ist zunächst nicht erbaut von dem Gedanken, dem König auf dem Kreuzzug zu folgen. Weiß er doch von seinem Großvater Jaufré und seinem Freund Hamid um die Schrecken, wenn auch abgeschwächt, die ein Kreuzzug mitbringt. Als seine Geliebte Ermengarda von Narbonne dann aber eine Fehlgeburt erleidet, verrennt sich Arnaut in den Gedanken, dass ihre Verbindung eine Sünde sei und Gott sie straft. Um wieder die Gnade Gottes zu erlangen, lässt Arnaut sich, wie viele andere, von Abt Bernhard von Clairvaux anwerben. Aber kann er auf dem Kreuzzug wirklich die Gnade Gottes erlangen? Wird er heil zurückkehren? Und welche Schrecken muss er überstehen? Mit diesem Buch legt Ulf Schiewe seinen dritten Roman vor. Auch wenn die Bücher aufeinander aufbauen, kann man es doch ohne Kenntnis der beiden vorangegangenen Bände lesen. Alle wichtigen Details werden geschickt in die Handlung integriert und man bekommt als Leser nicht das Gefühl, dass man die ersten beiden Bücher gelesen haben muss, um dieses verstehen zu können. Erzählt wird die Geschichte von Ermengarda und Arnaut. Während Ermengarda selbst berichtet, begleitet der Leser Arnaut als stiller Beobachter. Die Protagonisten Arnaut und Ermengarda sind auch in diesem Buch wieder sehr farbig. Kennt man sie schon aus dem zweiten Band, so freut an sich, alte Bekannte wieder zu treffen. Aber auch Leser, die die beiden noch nicht kennen, erhalten schnell einen bleiben Eindruck. Neben der eigentlichen Geschichte, versucht der Autor den politischen Hintergrund dem Leser nahezubringen und das Verhalten von König Ludwig VII. und seiner Frau Eleonore zu beleuchten. Dabei beschönigt der Autor nichts, sondern geht sogar sehr kritisch mit der Thematik Kreuzzug um. Arnaut geht ihm hierbei zur Hand, immerhin erlebt dieser den Kreuzzeug mit all seinen Facetten am eigen Leib und macht sich dann dementsprechend seine Gedanken dazu. Man merkt der Geschichte deutlich an, dass sich der Autor intensiv mit der Thematik beschäftigt hat. Dass es bereits der dritte Band ist, geht ebenfalls nicht spurlos am Autor vorüber. Wie der Leser aller Bücher, hat auch er seine Protagonisten gern gewonnen und man merkt dies nicht zuletzt an der detaillierten Beschreibung der Personen, ihrer Beziehungen zueinander und ihrer Umgebung. Wie auch schon bei den beiden ersten Bänden, fiel mir auch hier ein Abschied nehmen sehr schwer. Zwar hat der Autor mit dem offenen Ende Platz gelassen für eine Fortsetzung, doch wird diese auch kommen? Ich hoffe zumindest auf ein Wiedersehen mit Ermengarda und Arnaut. Arnauts Reise wird spannend, nachvollziehbar und logisch beschrieben. Für mich war manche Entscheidung Arnauts zwar nachvollziehbar, auch wenn ich anders gehandelt hätte. Anhand einer Karte vorne und hinten im Buch, lässt sich seine Reise an den wichtigsten Punkten nachverfolgen. Auch die einzelnen Schlachten wurden markiert. Das Buch teilt sich im fünf Bücher auf. Zu jedem Buch gibt es eine Zeitangabe sowie ein kurzer Vers. Ein Zitat aus der Offenbarung des Johannes läutet das Buch in Summe ein. Im umfangreichen Anhang findet man zunächst ein Nachwort des Autors zum geschichtlichen Hintergrund. Es folgt ein Glossar mit den Übersetzungen der fremdsprachlichen Begriffen, sei es lateinisch, französisch oder Okzitan. Im Personenverzeichnis findet man die wichtigsten historischen Personen. Dabei wird nicht nur der Name angeben, sondern auch ihre Stellung, Lebensdaten sowie eine kleine Erläuterung zur Person. Weitere historische Nebenfiguren werden nur benannt und mit Lebensdaten aufgeführt. Auch die fiktiven Personen dürfen in dieser Auflistung nicht fehlen und bilden den Abschluss des Verzeichnisses. Mit einer Danksagung des Autors endet dann schließlich auch der Anhang. Das Cover reiht sich in die der beiden anderen Hardcover-Ausgaben ein und macht optisch einen schönen Eindruck. Pergamentfarben mit einer mittelalterlichen Malerei verrät es nicht zuviel über die Geschichte selbst, sondern nur über den Zeitraum. Ein integriertes Lesebändchen rundet den positiven Eindruck der Ausgestaltung des Buches noch zusätzlich ab. Fazit: Eine spannende, farbenprächtige und emotionaler Einblick in die Facetten des zweiten Kreuzzuges. Hervorragend recherchiert und dem Leser problemlos nahegebracht. Meine Empfehlung für alle, die sich für die Thematik oder historische Romane allgemein interessieren. Weitere Bücher der Reihe: 1. Der Bastard von Tolosa 2. Die Comtessa 3. Die Hure Babylon

    Mehr
  • Leserunde zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    Ulf Schiewe

    DIE FRIST FÜR DIE TEILNAHME AN DER VERLOSUNG IST VORGEZOGEN UND ENDET AM 26.10. UM 24:00. AM TAG DARAUF WERDE ICH DIE GEWINNER BEKANNT GEBEN. Sie sprachen vom himmlischen Frieden – und riefen zum Kreuzzug auf. Sie mahnten zu Mäßigung und Keuschheit – und führten ein Leben in Verworfenheit. Rom war die biblische Hure Babylon.  In diesem Roman erlebt der Leser die schicksalshafte Reise in ein gewaltiges Abenteuer und eine großartige Liebesgeschichte. Dazu faszinierende Einblicke in eines der dunkelsten Kapitel der Kirchengeschichte. "Sie wollen mir meinen Liebsten nehmen." Mit diesem Aufschrei der Fürstin Ermengarda von Narbonne beginnt der Roman "Die Hure Babylon". Sie fürchtet um ihren heimlichen Geliebten, den jungen Edelmann Arnaut, denn die Kirche Roms hat einen Flächenbrand religiösen Hasses entfacht und ruft alle wehrhaften Männer zum Krieg gegen die Heiden. Zwei gekrönte Häupter scharen ihre Ritter um sich. Mehr als Vierzigtausend folgen ihnen, darunter auch Arnaut, der sich von der Sünde des Ehebruchs reinigen will und Ermengarda schweren Herzens verlässt. Söldner, Abenteurer, Pilger, Frauen und Kinder, ein gewaltiger Strom an Mensch und Tier quält sich mitten im Winter, von Hunger und Kälte geplagt, durch die unwirtlichen Berge Anatoliens, immer den Angriffen der Sarazenen ausgesetzt, die verbissen ihr Land verteidigen. Während Ermengarda verlassen und tief verletzt dennoch auf seine Rückkehr hofft, erzählt der Roman von Arnauts abenteuerlichen Marsch ins Heilige Land, vom epischen Kampf zwischen Christen und Muslimen, von Mordintrigen unter den Fürsten, von der Tragik des jungen König Louis, den seine Gemahlin Eleonore betrügt und dessen frommer Traum an der eigenen Unzulänglichkeit scheitert.  Vor allem ist es die Geschichte zweier junger Menschen, die ihre Liebe für Sünde halten, und vom Kreuzzugswahn ihrer Zeit auseinander gerissen werden. Ein paar Erklärungen zum Buch Obwohl es sich um eine eigenständige Erzählung handelt, begegnen Leser vertrauten Figuren aus den beiden Vorgängerromanen ebenso wie vielen historischen Persönlichkeiten. Die Handlung basiert auf Tatsachen und ist doch keine Chronologie des Kreuzzugs, sondern die abenteuerlichen Schicksale von Menschen in unruhigen Zeiten. Näheres zum Buch und eine Leseprobe findet ihr auf der Webseite des Autors: Die Hure Babylon Verlosung Jeder ist herzlich willkommen, sich an der Leserunde zu beteiligen. Bitte tragt euch unter „Bewerbung zur Leserunde“ ein. Unter denen, die sich bis zum 26. Oktober 24:00 eintragen und meine nachfolgenden Fragen beantworten, verlosen der Verlag und ich bis zu 20 kostenlose Exemplare dieses spannenden Romans. Die Runde beginnt ein paar Tage später, wenn die Gewinner ihr Buch erhalten haben. Meine Fragen Bitte zusammen mit eurer „Bewerbung zur Leserunde“ beantworten: Eine Reise zu Fuß quer durchs mittelalterliche Europa bis ins Heilige Land dauerte 6-9 Monate. Was würdet ihr mitnehmen? Um euch die Reise zu erleichtern, was wäre besser, ein Pferd oder ein Maultier? Und für die Damen: Wenn euer Liebster mit den Soldaten ginge, würdet ihr daheim auf ihn warten?

    Mehr
    • 405
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    Federtier

    15. January 2013 um 17:59

    Der junge Arnaut ist in Ermengarda, die Vizegräfin von Narbona verliebt. Da diese jedoch, wenn auch nur des Standes wegen, verheiratet ist, begehen beide Ehebruch. Als sie auch noch das gemeinsame Kind verliert, sieht Arnaut dies als göttliches Zeichen für ihrer beider Sünden und beschließt sich den Kreuzzügen ins Heilige Land anzuschließen. Alle Tränen und Drohungen Ermengardas sind umsonst, sein Entschluss steht fest. Ulf Schiewe beschreibt in seinem Roman sehr bildhaft und eindringlich die Gefahren und Strazapen eines Kreuzzuges. Was für einen Teil des Zuges als Pilgerreise begann, endet in einem Alptraum, verfolgen doch einige ganz andere Ziele als Buße für ihre Sünden zu tun. Das Buch ist sehr gut recherchiert, ich habe sehr viel gelernt und auch die Figuren recht ins Herz geschlossen. Dennoch ist es kein Liebesroman: die Kreuzzüge und die damit verbundenen Greueltaten stehen eindeutig im Vordergrund.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    Zabou1964

    29. December 2012 um 09:47

    Ich hatte das große Glück, diesen Roman in einer begleiteten Leserunde gemeinsam mit dem Autor lesen zu dürfen. Bereits die beiden Vorgänger „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ hatten mich sehr begeistert. Deshalb war ich sehr gespannt, wie sich das Schicksal der Figuren aus diesen beiden Geschichten weiterentwickelt. Arnaut de Montalban ist ein Ritter und Edelmann. Er ist der Geliebte von Ermengarda, der Vizegräfin von Narbona. Doch ihre Beziehung steht unter keinem guten Stern. Ermengarda ist zwar eine Scheinehe eingegangen, aber dennoch eine freie und selbstbewusste Herrscherin. Als sie durch eine Fehlgeburt ihr Kind verliert, fühlt Arnaut sich schuldig. Er glaubt, Gott verurteile die Liebe zwischen ihm und Ermengarda. Um seine Schuld zu tilgen, schließt er sich einem Kreuzzug ins Heilige Land an. Doch schon bald muss er erkennen, dass dieser „Heilige Krieg“ nichts mit Gott zu tun haben kann. Und er beginnt, am Glauben zu zweifeln. Laut eigener Aussage hat Ulf Schiewe mit diesem Roman ein „Anti-Kriegsbuch“ geschrieben, „das nichts verklären soll“. Wer also romantische Beschreibungen von heroischen Kriegern sucht, der sollte die Finger von diesem Buch lassen. Die Schilderungen der Geschehnisse sind sehr realistisch und oft auch brutal. So brutal und grauenhaft, wie dieser sinnlose Krieg nun einmal war. Der Autor hat die historischen Ereignisse seiner Geschichte zugrunde gelegt und einige Figuren hinzuerfunden. Im Anhang gibt es ein Personenregister, das sehr genau erklärt, welche Charaktere real existiert haben. Die Darstellungen der Orte und Schlachten sind sehr detailliert und somit nichts für zartbesaitete Leser. Die Zeiten waren hart und genauso beschreibt Ulf Schiewe sie. Hier wird nichts beschönigt. Dieser Roman wird mich noch lange beschäftigen. Ulf Schiewe regt mit seiner Geschichte zum Nachdenken an. Der zentrale Satz ist für mich „Religion ist Macht“. Die Parallelen zur Gegenwart sind nicht von der Hand zu weisen. Wann lernen die Menschen endlich, den Glauben der Anderen zu respektieren? Wie viele Kriege sollen noch im „Namen des Herrn“ geführt werden? Und wer ist überhaupt der „richtige“ Gott? Glauben nicht alle im Grunde an denselben Gott? Fazit: Ulf Schiewe ist erneut ein grandioses Meisterwerk gelungen. Fesselnd und spannend führt er den Leser durch die Zeit des Zweiten Kreuzzugs im Jahre 1147 bis 1149, wobei er die Ereignisse sehr realistisch schildert und die Motive dieses „Heiligen Krieges“ kritisch hinterfragt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    buchfeemelanie

    28. December 2012 um 08:57

    Willkommen im 12. Jahrhundert. Arnaut wird uns als junger Mann vorgestellt. Er ist verliebt in Emengarda, die Vizegräfin von Narbona. Diese ist jedoch offiziell mit einem anderen verheiratet und begeht somit mit Arnaut ehebruch. Als sie erneut schwanger wird und das Kind verliehrt glaubt Arnaut an eine Strafe gottes für seine schändliche Tat des Ehebruchs und möchte Emengarda verlassen. Somit schließt er sich den Kreuzzügen der Kirche gegen die ungläubigen Türken an um sich von seinen Sünden reinzuwaschen und Emegarda zu vergessen. Meine Meinung: Dieses Buch hat mir ein Thema nähergebracht, dem ich mich wohl freiwillig nicht genähert hätte. Der Autor verpackt hier geschichtliche Hintergründe in einer guten Storie. Die Hauptfiguren von Arnaut und Ermengarda sind mir sehr ans Herz gewachsen. Aber auch viele Nebenfiguren sind mir sehr symatisch und glaubwürdig gestaltet. Besonders gut haben mir auch die Entwicklungen der Figuren ( besonders Arnaut) gefallen. Auch ihre Handlungen kann ich meist nachvollziehen. Ich überlegte wirklich sehr oft, wie ich in diesen Situationen gehandelt hätte. Ich muss dazu sagen, ich habe wohl noch kein Buch gelesen,das so gut recherchiert zu sein scheint. Auch fand ich es total super, dass Herr Schiewe hier unsere Fragen immer total nett und ausführlich beantwortet hat. Das einzig "negative" war,dass mir manchmal vor lauter Namen, Orten, politischen Verwicklungen der Kopf ein bisschen schwirrte. Und manche Taktiken waren dann doch ein bisschen zu viel für mich Deshalb supergute 4 Sterne für einen tollen Einblick zu den Kreuzzügen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    irishlady

    23. December 2012 um 20:48

    In der Geschichte gab es offiziell sieben Kreuzzüge und viele kleinere Kriege, die ebenfalls als solche bezeichnet wurden. Ebenfalls offiziell wurde verkündet, dass die Kreuzzüge dem christlichen Glauben dienen sollten. Auf jedem dieser Züge kamen eine Vielzahl von Menschen ums Leben. Von dem 2. Kreuzzug erzählt Ulf Schiewe in seinem historischen Roman Die Hure Babylon, eingebettet in eine Romanerzählung mit historischen wie aber auch mit fiktiven Personen. Im Jahre 1147 ist Ermengarda die Vizegräfin von Narbona, führt eine Scheinehe und erwartet ein Kind von ihrem Geliebten Arnaut. Laut Definition wäre dieses ein Bastard, entsprungen aus einer unehelichen Beziehung. Genau dies stellt auch ein Problem für Arnaut dar, begehen er und Ermengarda damit doch auch eine Sünde. Zu jener Zeit ruft die Kirche erneut zu einem Kreuzzug gegen die Türken auf, gegen die sogenannten Ungläubigen und verspricht jedem, der sich an dem Kreuzzug beteiligt, die Reinwaschung jeglicher Sünden. Für Arnaut die Motivation und letztlich auch die Begründung, warum er in den Krieg zieht... Ulf Schiewe erzählt in diesem Roman, wie der Kreuzzug verlief, was Arnaut alles auf seinem Weg erlebte und was unterdessen auch in Südfrankreich bei Ermengarda passierte. Der Autor hat neben einer Karte über Arnauts Reise auch ein Glossar angefertigt, die dem Leser helfen können, die geografischen und historischen Fakten einzuordnen. Der Sprach- und Schreibstil des Autors sind sehr gut. Vieles kann man sich bildlich vorstellen und nachverfolgen. Einziges Manko sind - wie aber zu erwarten bei historischen Romanen - die vielen Personen und Orte, die ich leider nicht immer zuordnen konnte. Ansonsten hat mir das Buch sehr gut gefallen und man bekam einen Einblick davon, wie ein Kreuzzug ablief und was dieses auch für die Teilnehmer bedeutete. Sehr positiv bewerte ich das Einblenden von kritischen Stimmen bezüglich der Aktion und gegen die Kirche bzw. die kritische Auseinandersetzung mit Glaubenskriegen. Denn genau das ist ja schließlich nicht nur Vergangenheit...

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    kleeblatt2012

    11. December 2012 um 20:38

    Arnaut und Ermengarda sind glücklich miteinander. Bis Ermengarda schwanger wird und das Kind verliert. Arnaut sieht darin eine Strafe Gottes und trennt sich von Ermengarda. Und er nimmt das Kreuz und schließt sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an. Doch auf dem langen Weg wird ihm immer mehr klar, dass dieser Kreuzzug nicht der Wille Gottes sein kann. Mit „Die Hure Babylon“ liegt mir der dritte historische Roman von Ulf Schiewe vor, den ich zusammen mit dem Autor in einer Leserunde lesen durfte. Ulf hat dabei Rede und Antwort gestanden und hierfür möchte ich mich auch nochmals herzlich bedanken. Der Roman schießt an den zweiten Band der Frankreich-Reihe „Die Comtessa“ an. Man ist gleich wieder mittendrin im Geschehen. Durch die sehr bildhafte Schreibweise ist das Kopfkino sehr gefordert. Die Detailverliebtheit ist wunderbar und so möchte man am liebsten in das Buch hineinschlüpfen, um alles live und in Farbe zu sehen. Doch neben den wunderschönen Szenen gibt es natürlich auch das krasse Gegenteil. Gerade die Kreuzzüge waren Massenmorde an Christen und Muslime. Auf beiden Seiten starben Tausende von Menschen. Auch hier konnte ich mir zeitweise zu gut vorstellen, wie das wohl abgelaufen sein musste. Der Autor beschönigt nichts und erfasst das ganze Ausmaß dieser unnötigen Kriege im angeblichen Auftrag Gottes. Das Ende des Buches ist mehr als offen, obwohl im Epilog manches angedeutet wird. Trotzdem bleibt ein Stück Hoffnung, dass die Reihe vom Autor fortgeführt wird, was auch ich stark befürworten würde. Die ersten beiden Bände der Reihe, „Der Bastard von Tolosa“ und „Die Comtessa“ müssen nicht zwingend vorher gelesen werden, jedoch ist es zum Verständnis mancher Szenen besser, den Inhalt der beiden Bücher zu kennen. Ich muss nochmals auf die Schreibweise des Autors eingehen, denn gerade diese finde ich sehr erwähnenswert. Mit Liebe zum Detail, jedoch keinen unnötigen Ausschweifungen wird Szene um Szene beschrieben und so fühlt man sich mittendrin, sei es beim Krieg, den einfachen Gesprächen zwischen den Soldaten, den Ängsten und Sorgen der Frauen und den mutigen Handlungen der Männer. Eine gute Mischung aus sympathischen und unsympathischen oder gar verhassten Charakteren sowie Beschreibungen der Landschaft, Orte und Geschehnisse haben es mir sehr schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Fazit: Ein wortgewaltiges, bildhaftes Buch und ein würdiger Nachfolger der vorher erschienen Bände. © sina frambach

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    rumble-bee

    08. December 2012 um 17:20

    Ich möchte vorab klarstellen, dass meine Bewertung von "nur" drei Sternen ein Geschmacks- und kein (!) Werturteil darstellt. Ulf Schiewe schreibt historische Romane auf seine ganz eigene Art und Weise, die nicht unbedingt mit dem übereinstimmte, was ich gewohnt war. Er weicht ab von dem, was im historischen Genre "gängig" ist - für mich weniger leicht verdaulich, aber durchaus nicht "schlecht"! Bei den meisten Autoren von historischen Romanen stehen ganz klar die Figuren und ihre dramatischen "Irrungen" im Vordergrund - also beispielsweise die verstoßene Hure, der naive Idealist, oder das einsame Findelkind. Im Grunde sind es Geschichten, die so auch heute spielen könnten - die aber, aufgrund einer Vorliebe des jeweiligen Autors, in die Vergangenheit versetzt wurden. Ohne das negativ zu bewerten, stelle ich fest, dass in solchen Büchern die Historie eben ein "Rahmen" ist, der das Ganze ein wenig exotischer machen soll. Ganz anders bei Ulf Schiewe! Bei Ulf Schiewe ist die Vergangenheit selbst der eigentliche "Held" des Buches; in diesem Falle ist es der zweite Kreuzzug. Er geht also genau andersherum vor: er hat sich in eine ferne Zeit "verbissen", und sucht nun nach Figuren, die dort hinein passen könnten. Sein Hauptaugenmerk liegt also auf einer realistischen Darstellungsweise, auf viel Hintergrundwissen, und dessen möglichst getreuer Übermittlung. Sicher liegen ihm auch seine Figuren am Herzen, aber sie treten doch über weite Strecken in den Hintergrund. Ich habe sie vielmehr als "Schachfiguren" empfunden, nicht als Personen, ohne die die Geschichte so nicht hätte funktionieren können. (Wie gesagt - kein (!) Werturteil!) Was nun dieses spezielle Buch betrifft, hatte die Technik des Autors zur Folge, dass wesentlich mehr Schlachten, taktische Manöver, und blutige Einzelheiten vorkamen, als ich das erwartet hatte. Wenn man das mag - kein Problem! Ich sage ja auch nicht, dass das Buch "unspannend" gewesen wäre. Man hat sich gut in diese Zeit versetzen können. Aber es war halt viel weniger "Roman", weniger Liebesgeschichte, als man laut Klappentext hätte denken können. Arnaut und Ermengarda heißen die beiden Hauptfiguren des Romans - sie eine provenzalische Fürstin, er ihr Geliebter. Sie erleidet zwei Fehlgeburten, und dies reicht aus, Arnaut an der Rechtmäßigkeit ihrer Liebe zweifeln zu lassen, zumal Ermengarda ja offiziell mit einem Anderen (aus politischen Gründen) verheiratet ist. Er schließt sich dem Kreuzzug an, um "Buße zu tun". Ermengarda ist dagegen, es kommt zum Streit, und zu einem Zerwürfnis. Doch wer nun erwartet, den beiden (sich immer noch) Liebenden durch das ganze Buch zu folgen, und ihre persönliche Geschichte mitzuerleben - der liegt nicht ganz richtig. Das Buch ist wiederum in 5 "Bücher" unterteilt. Das jeweils erste Kapitel berichtet von Ermengarda in der Ich-Perspektive, alle weiteren begleiten den Kreuzzug, und zwar "en detail". Arnaut kommt dabei nicht immer vor - immer nur gut dosiert dort, wo er eine Rolle in einer Schlacht spielt. Schade, das war schon der erste Negativpunkt für mich. Ich hätte gerne mehr von Ermengarda erfahren, das "ich" im historischen Roman fand ich sehr erfrischend. Was ich dem Autor allerdings zugute halten muss, ist seine exemplarische Recherche. Das Buch platzt beinahe vor realistischen und treffsicher ausgesuchten Details. Da geht es allerdings auch schon mal um taktische Entscheidungen, um Angriffsmanöver, die sich mir nicht immer erschlossen haben - und eben auch um Gemetzel und Foltermethoden. Und es geht darum, was für ein Irrsinn der Kreuzzug eigentlich war - sowohl aus menschlicher, als auch aus politischer Sicht. Man lernt viel über die damalige Kriegsführung, und die Verbissenheit aller Beteiligten. Der Autor versteht es, dramatische Konflikte zu schildern, das will ich nicht bestreiten. Mehr als einmal gibt es brenzlige Situationen, die nur haarscharf gut ausgehen. Es gibt einige Stellen, wo es "menschelt", wo Beziehungen unter den Teilnehmern des Kreuzzuges entstehen. Und wo auch Konflikte ausgetragen werden. Zart dosiert gibt es auch Liebschaften, ja sogar Hochzeiten - doch leider sehr spärlich. Das Hauptaugenmerk liegt, wie schon gesagt, auf dem Verlauf des Kreuzzuges. Das war mir oft zu trocken, zu militärisch. Der Autor hat in der Leserunde zudem verraten, dass das halb offene und ein wenig pessimistische Ende von vornherein feststand. Im Interesse dieses so gewollten Endes hat er auch hin und wieder mal gekürzt, gerafft, und umgeschrieben. Wenn man genau "hinliest", kann man das spüren. Ein weiterer Punkt, der nicht jedem gefallen muss. Ich möchte abschließend bemerken, dass dieses Buch für mich durchaus eine Erfahrung war. Es ist sicherlich gut geeignet für Hardcore- Historien-Fans, die die ewige "Verklärung" des Mittelalters ein wenig leid sind. Für Leser, die bereit sind, sich in eine andere Zeit versetzen zu lassen, und zwar mit allen Konsequenzen. Weniger geeignet ist es nur für Leser wie mich, die eigentlich zarter besaitet sind, und ihre "Geschichte", ihren Plot, ihre Romantik wollen.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    CarmenM

    26. November 2012 um 20:54

    Südfrankreich im Jahr 1147. Der junge Edelmann Arnaut hat eine Liebesbeziehung zu der in Narbona herrschenden Vizegräfin Ermengarda, obwohl diese bereits eine Scheinehe eingegangen ist. Sie wird schwanger und verliert das Kind, was den gläubigen Arnaut in große Gewissensnöte treibt. Um für seine Sünden Vergebung zu erlangen, schließt er sich dem Kreuzzug ins Heilige Land an. Die Gräueltaten, die hier im Namen Gottes begangen werden, lassen ihn bald erkennen, dass es gar nicht um Erlösung geht, sondern nur die Machtgier und Geltungssucht der Kirche und der Herrschenden im Vordergrund stehen. Dieser historische Roman hat mich wirklich überzeugt. Gut recherchiert, mit vielen geschichtlichen Details fügen sich fiktive und historische Personen in die Geschichte ein. Die Grausamkeit und Sinnlosigkeit der Kreuzzüge wir nur allzu deutlich. Besonders gut hat mir das Personenverzeichnis und die Erklärung der fremdsprachlichen Begriffe im Glossar gefallen. Dadurch habe ich mich jederzeit im Geschehen gut zurechtgefunden. Ulf Schiewe hat hier ein historisches Werk geschaffen, das Geschichte mit einer Liebesgeschichte verbindet und auch die Leser begeistern wird, die eher zeitgenössische Literatur mögen. Zusammen mit den beiden vorher erschienen Büchern ein großes Werk, das uns die Epoche des 12. Jahrhunderts auf unterhaltsame Art näher bringt.

    Mehr
  • Rezension zu "Die Hure Babylon" von Ulf Schiewe

    Die Hure Babylon

    PoldyEsther

    25. November 2012 um 17:25

    Südfrankreich im 12. Jahrhundert: Arnaut de Montalban hat ein Verhältnis zur verheirateten Vizegräfin Ermengarda von Narbonne. Als Ermengarda ihr gemeinsames Kind verliert, sieht Arnaut dies als Zeichen von Gott, als Strafe für ihre Unzucht. Arnaut beschließt, sich dem Kreuzzug ins Heilige Land anzuschließen, um so Vergebung für seine Sünden zu erlangen. Doch nach und nach muss Arnaut erkennen, dass im Namen Gottes unglaubliche Verbrechen begannen werden... Der Roman "Die Hure Babylon" liest sich sehr einfach und flüssig und der Leser wird gut unterhalten. Für meinen Geschmack waren die Charaktere jedoch ein wenig zu formlos und ich fand keinen direkten Zugang zu ihnen. Allen Fans von historischen Romanen, die auf unterhaltsame Art ihr Geschichtswissen erweitern möchten, ist "Die Hure Babylon" jedoch zu empfehlen!

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks