Ulf Schiewe Gold des Südens

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Inhaltsangabe zu „Gold des Südens“ von Ulf Schiewe

Karibik 1635: In den spanischen Kolonien hat der Schwarzhandel überhand genommen. Der neue Gouverneur von Hispaniola schwört, jeden Schmuggler, den er erwischt, eigenhändig aufzuhängen. Die schöne Doña Maria zittert um ihren Gemahl, einem reichen Pflanzer und heimlichen Drahtzieher des verbotenen Handels. Im fernen Bremen hat der junge Handelsherr Jan van Hagen nur die Wahl zwischen Schuldturm und Flucht in die Neue Welt, um als Schmuggler das verlorene Familienvermögen wieder herzustellen. Noch in der Nacht entkommt er den Schergen und nimmt Kurs auf Westindien. Seine Suche nach dem Gold des Südens hat begonnen. Diese Gesamtausgabe beinhaltet alle fünf Teile des großartigen historischen eBook-Serials »Gold des Südens«. Von Ulf Schiewe sind außerdem bereits folgende Titel bei Knaur eBook erschienen: »Die Comtessa«, »Der Bastard von Tolosa«, »Die Hure Babylon«, »Das Schwert des Normannen« und »Die Rache des Normannen«.

Tolles Abenteuer

— Pat82

Solider Abenteuerromam, der mit gutem Schreibstil und spannenden Einblicken in die Welt des 17. Jahrhunderts zu überzeugen weiß.

— Moni2506

Ein spannender, lesenswerter Abenteuerroman!

— seschat

Ein sehr gut recherchiertes Buch über die Kolonialzeit - ein Lese-MUSS.

— mama2009

Exotische Kulisse mit historischem Background. Ein Segelabenteuer, dass von der Hanse bis in die Karibik führt. Mit Schmuggelgarantie!

— Pageturner

Sehr schönes Karibikabenteuer

— nirak03

Prallbunter historischer Abenteurroman

— Merle_F

Noch keine wirklich Atmosphäre erkennber. Auch die Charaktere noch deutlich ausbaubar. Hat mich nicht überzeugen können, Teil 2 dann?!

— MichaelSterzik

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  • Eine abenteuerliche Reise in die Karibik im 17. Jahrhundert

    Gold des Südens

    Moni2506

    23. December 2015 um 20:50

    „Gold des Südens“ von Ulf Schiewe ist im Frühjahr 2015 als reine ebook-Ausgabe im Knauer-Verlag erschienen und erzählt von der abenteuerlichen Reise Jan van Hagens in die Karibik im Jahr 1635. Unter dem Namen „Bucht der Schmuggler“ wird das Buch im Juni 2016 als Taschenbuch erscheinen. Bremen 1635: Nach erfolgreicher Handelsfahrt kehrt der junge Kapitän Jan van Hagen nach Bremen zurück. Dort muss er erfahren, dass sein Vater im Sterben liegt und das Handelshaus van Hagen pleite ist. Nur dank einer rechtzeitigen Warnung kann Jan van Hagen sich vor dem Schuldturm retten und flieht. Sein einziger Ausweg ist eine waghalsige und abenteuerliche Fahrt in die Karibik und in die Welt der Sklaverei und des Schmuggelns. Karibik 1635: Der ehrgeizige neue Vize-Gouverneur möchte den blühenden Schwarzhandel in Hispaniola mit allen Mitteln eindämmen und Doña Maria fürchtet daher um ihren Mann. Ihr Mann ist der größte Landbesitzer auf Hispaniola und einer der Drahtzieher des Schmuggelgeschäftes. Der Roman von Ulf Schiewe hat mir gut gefallen. Der Schreibstil war flüssig und gut zu lesen und ich konnte mir alles sehr gut vorstellen. Besonders gut hierbei hat mir gefallen, dass man beim Lesen quasi die Dialekte und Sprachen der Menschen „rausgehört“ hat. Da hier auch Plattdeutsch mit vorkam, gibt es auf jeden Fall einen Pluspunkt, da ich aus dem hohen Norden Deutschlands komme. Teilweise konnte ich den Urwald und die Plantagen, sowie die Boote und Schiffe direkt vor meinem inneren Auge sehen und die warme und schwüle Luft der Karibik spüren. Die Geschichte an sich war spannend und interessant aufgebaut. Gleichzeitig konnte man sehr viel über das Leben der Sklaven und auf den Plantagen an sich erfahren. Auch die Probleme der Bewohner in den Kolonien durch die Gesetzgebung der spanischen Krone und die daraus entstehende Notwendigkeit des Schmuggels wurde gut dargestellt. Ich konnte mich gut mit den Protagonisten der Geschichte identifizieren und war auch sehr interessiert daran zu erfahren, wie es diesen ergeht. Allerdings war ich nicht total gefesselt. Für mich war es ein guter und sehr interessanter Abenteuerroman mit einer kleinen Liebesgeschichte, den ich gerne gelesen habe. Das Personenverzeichnis am Anfang des Buches fand ich hilfreich. Da es sich hierbei um eine erfundene Geschichte handelt, gab es kein Nachwort. Das hat mir ein wenig gefehlt, aber wahrscheinlich gab es hier nicht mehr viel zu sagen, da Fiktion von Wahrheit ja nicht getrennt werden musste. Dennoch merkt man, dass der Autor sich intensiv mit dem Thema und der Zeit auseinander gesetzt hat. Fazit: Ich vergebe 3,5 Sterne und empfehle das Buch an alle Abenteuerlustigen unter euch weiter. ;)

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  • Einfach toll

    Gold des Südens

    Buchmama

    16. November 2015 um 16:56

    Ich durfte dieses Buch durch eine Leserunde lesen. Ich bin ehrlich begeistert. Dieses Buch ist wirklich sehr zu empfehlen. Während des lesensfühlt sich der Leser regelrecht in die Geschichte hineinversetzt. Die Gerschichte liest sich flüssig und ist so spannend geschrieben, daß ich nach jedem Abschnitt Hunger auf mehr hatte. Dieses Buch war das erst von diesem Autor, aber bestimmt nicht das letzte von ihm. Ich kann dieses Buch nur empfehlen.

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  • Von der Hanse in die Karibik

    Gold des Südens

    Spatzi79

    25. May 2015 um 20:52

    Bremen, 17. Jahrhundert. Der junge Handelsherr Jan van Hagen kommt endlich in seiner Heimatstadt an, da erfährt er, dass das Handelshaus seines Vater hochverschuldet ist und er damit rechnen muss, direkt in den Schuldturm zu wandern. Jan wird gerade noch rechtzeitig gewarnt und kann mit seinem Schiff und seiner Mannschaft flüchten. Nach einem Abstecher nach Amsterdam steht das neue Ziel bald fest: die Karibik. Die spanischen Plantagenbesitzer auf der Insel Hispaniola wollen sich nicht vorschreiben lassen, mit wem sie Handel treiben dürfen und so blüht der Schmuggel. Hier sieht Jan eine Chance, Geld zu verdienen, auch wenn ihm unwohl dabei ist, auf die andere Seite von Recht und Gesetz zu wechseln. Doch er erhält von seinem neuen Geschäftspartner in Amsterdam auch noch einen zweiten Auftrag und so machen er und seine Besatzung sich auf die Reise. Parallel zu Jans Reise erfährt der Leser mehr über die damaligen Verhältnisse auf der idyllischen Karibikinsel. Ein neuer stellvertretender Gouverneur sagt dem Schmuggel den Kampf an, die reichen Plantagenbesitzer nehmen die Bedrohung aber nicht sonderlich ernst, allen voran der Großgrundbesitzer und Zuckerbaron Don Miguel. Ihn und seine junge, wunderschöne Frau Doña Maria lernt man besser kennen, die meisten anderen Personen auf der Insel bleiben Randfiguren. Der Autor spricht viele Themen an, insbesondere natürlich die Thematik des Sklavenhandels und der Behandlung der Sklaven auf den Zuckerrohrplantagen. Der Reichtum und die Verhältnisse der wohlhabenden Kolonialisten wurden auf den blutigen Rücken der schwarzen Sklaven erbaut. Erfreulicherweise gibt es hier im Buch aber auch eine ganze Reihe Figuren, die sich darüber Gedanken machen und das herrschende System nicht ungefragt hinnehmen und akzeptieren. Ulf Schiewe bringt seinen Lesern hier ein neues und ungewohntes historisches Thema nahe. Die farbenprächtige Karibik bietet einen tollen Hintergrund, der Kontrast zwischen der Hanse und Amsterdam am Anfang und Hispaniola im weiteren Verlauf fällt besonders auf. Die Charaktere schließt man unwillkürlich ins Herz, allen voran natürlich den jungen Kapitän Jan und die schöne Doña Maria, aber auch die vielen unterhaltsamen Nebenfiguren. Das Ende kam mir daher viel zu schnell und ich hoffe, dass es irgendwann eine Fortsetzung geben wird – die Geschichte bietet hierfür sicher noch genug Möglichkeiten!

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  • Lesenswerter Roman

    Gold des Südens

    seschat

    07. May 2015 um 14:16

    Gold des Südens ist der erste Historienroman von Ulf Schiewe, den ich bisher gelesen habe. Schon das eindrückliche, im Piratenstil designte Cover macht ungemein Lust, das Buch zu lesen. Und hat man die Lektüre erst einmal begonnen, möchte man auch gar nicht aufhören... Worum geht es? Wir schreiben das Jahr 1635. In der Karibik, damals noch Westindien, blüht der Schwarzhandel mit Zucker, Rindsleder und allerlei anderen Waren. Doch damit soll nun unter dem neuen Gouverneur Don Alonso auf der Insel Hispaniola Schluss sein. Er will den reichen Landbesitzern, im Buch Pflanzer genannt, mit Schmuggelkontakten endlich das Handwerk legen. Besonders Don Miguel mit seiner jungen, attraktiven Frau Doña Maria hat er auf der Abschusslinie. Die spanische Kolonie Hispaniola ist auch Ziel eines jungen Bremer Handelsherrn namens Jan van Hagen. Ihm stehen nach dem Tod des Vaters die Schulden bis zum Hals und er möchte dafür auf keinen Fall in den Schuldturm gesteckt werden. So sticht er mithilfe eines Amsterdamer Kaufmanns, noch bevor ihn die Schergen erreichen können, in See. Zum ersten Mal reist er außerhalb der bekannten Gewässer und kann sich auf einige Abenteuer gefasst machen. Meinung Der Autor Ulf Schiewe erzählt eine spannende Geschichte über den spanischen Kolonialismus und den Seehandel um 1700. Kenntnisreich entführt er den Leser in diese abenteuerliche Zeit, in der sich Europäer erstmals über den großen Teich wagten und auf andere Völkerschaften – Indios – trafen. In der Fremde spielten sich viele Europäer - sog. Kolonialisten - als Herrscher auf und unterdrückten die Urbevölkerung der neu entdeckten Länder auf das Sträflichste. Gerade dieser Aspekt wird in Schiewes Roman am Beispiel von Hispaniola sehr anschaulich geschildert und stimmt die Nachgeborenen nachdenklich. Die Sklavenwirtschaft war einfach nur grausam und inhuman. Hierbei spielte Geld und damit Macht eine große Rolle. D.h., wer viel Einfluss besaß, der besaß auch viele Sklaven. Nicht immer wurden diese wie besseres Vieh behandelt, wie der Hof des Don Miguel zeigt. Er ist, obwohl er seinen Wohlstand aus illegalen Schmuggelaktionen mit europäischen Schiffen erwirtschaftet, ein guter Gutsherr. Don Miguel wie auch seine kluge Frau war mir von Anfang an sympathisch. Daneben hat mir der unerschrockene und nachsichtige Kapitän der Sophie Jan van Hagen sehr gefallen – ein wahrer Edelmann. Natürlich gibt es auch eine Menge böswilliger Gesellen, wie Don Alonso oder den Gutsbesitzer Don Diego, die den „Guten“ übel mitspielen. Insgesamt hat mich die Handlung dieses Romans mehr als überzeugt. Ich mochte die Mischung aus Historie, Intrigenspiel, Abenteuer und Liebe. Ulf Schiewe versteht sein Handwerk, das merkt man auch am Sprachstil des Autors, der dem Handlungszeitraum sehr gut angepasst wurde und sehr flüssig und prägnant daherkommt. Fazit Ein Lesevergnügen der besonderen Art.

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  • Gold des Südens - Ein gewagtes Abenteuer

    Gold des Südens

    mama2009

    02. May 2015 um 12:42

    Inhalt: Eigentlich ist Jan van Hagen froh, nach einer langen Schifffahrt wieder nach Bremen zurückzukehren und den Vater von seinem Erfolg zu berichten, doch leider sind keine rosigen Zeiten im heimatlichen Kontor vorhanden, so dass Jan erneut aufbrechen muss. Er begibt sich in Verhandlungen mit den van Doorns - Handelspartner aus Amsterdam. Und nach einigem Hin und Her begibt er sich auf die Reise nach Hispaniola. Eine tolle und abenteuerreiche Überfahrt beginnt. Fazit: Wie gewohnt legt Ulf Schiewe mit "Gold des Südens" einen sehr ausführlichen und gut recherchierten Roman vor und als Leser man merkt ganz deutlich, mit wie viel Herzblut der Autor beim Schreiben dabei war. Was mich fasziniert, ist die Vielfältigkeit an Themen, die in diesem Roman miteinander  verwoben sind, der Autor schafft es nicht nur mit seiner munteren bildhaften Sprache, den Leser mit zunehmen, sondern auch für die Themen, die im Vordergrund des Romans stehen, zu begeistern. Ich habe mich die ganze Zeit spannend unterhalten gefühlt und habe sehr viel Neues erfahren, einerseits zur spanischen Kolonialpolitik, zu Schiffspassagen, das Leben an Bord, Zuckerrohranbau, Sklavenhandel und dem gesellschaftlichem Leben in den neuen Kolonien. Der Hauptprotagonist Jan van Hagen finde ich sehr gut herausgearbeitet. Man merkt zum Anfang noch seine Zweifel an, da er noch jung ist und durch die für ihn neue Partnerschaft, ob das Ziel Hispaniola erreicht. Doch er sehr loyal und nutzt das vorhandene Wissen seiner Crew, um erfolgreich über den Atlantik zu kommen und er hört sich alle Sorgen und Nöte an und wägt dann ab, was das Beste für seine Mannschaft ist. Da er aber weiß, dass er Leute an Bord hat, die sich in ihren entsprechenden Gebieten perfekt auskennen, so kann er sich auch auf diese verlassen. Eine weitere Hauptperson ist Dona Maria, die junge Ehefrau des Zuckerbarons Don Miguel. Für mich eine erstaunliche junge Frau, die gar von oben herab denkt und so entsprechend sanft mit den Bediensteten umgeht und versucht, Gewalt gegen Sklaven zu unterbinden. Situationen kann ich direkt jetzt nicht beschreiben, da dies zu viel vom Geschehen verraten würde. Beeindruckend fand ich den Bericht von der Schiffsüberfahrt und den Bedingungen an Bord, denen die Belegschaft ausgesetzt war. Auch deutlich wurden die einzelnen Schritte, die an Bord ablaufen, um das Schiff sicher über das Meer zu bekommen oder wie die Position anhand verschiedener Sachen bestimmt wurde, damit der Kapitän Jan wusste, ob sie sich noch auf der richtigen Route befinden. Die Abläufe an Bord werden deutlich erläutert und sind jedoch ganz normal ins Geschehen eingespielt, so dass die Geschichte flüssig zu lesen ist. Zum Kennenlernen der Protagonisten ist für den Leser ein Personenregister am Anfang zu finden und so kann man sich als Leser schön einen guter Überblick über die handelnden Personen machen und erhält auch kleine wichtige Hinweise im Bezug zur Person. Es war für mich ein Lesegenuss "Gold des Südens" zu lesen, ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und habe viel hinzugelernt. Ein toller sehr lesenswerter Roman und vielen Dank, dass ich dieses Buch kennenlernen durfte.

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  • Auf in ein fremdes Land

    Gold des Südens

    buecherwurm1310

    01. May 2015 um 14:23

    Jan van Hagen freut sich, dass die Geschäfte gut gelaufen sind. Doch als er nach Bremen zurückkommt, muss er erfahren, dass sein Vater im Sterben liegt und das Handelshaus so verschuldet ist, dass ihm der Schuldturm droht. Sein Vater kann ihm gerade noch raten, sich in Amsterdam an Cornelius van Doorn zu wenden. Der unterstützt ihn, erwartet aber auch von Jan, dass er seinen Sohn Martin sucht, der vermisst wird. Neben Waren muss Jan aber auch Sklaven an Bord nehmen. Seine Reise führt ihn nach Hispaniola. Das Buch führt uns in eine fremde Welt. Während in Europa der Dreißigjährige Krieg wütet, müssen sich die Kolonisten am anderen Ende der Welt auch mit Problemen herumschlagen. Die spanischen Krone legt die Regeln für den Handel fest. Aber die Plantagenbesitzer fühlen sich übervorteilt und sehen ihre Chancen nur im Schmuggel. Doch der neu eingesetzte Vize- Gouverneur will genau den unterbinden. Jan weiß um die Probleme des Unternehmens, doch dass sein Vater ihm das tatsächliche Ausmaß verheimlicht hat, bringt Jan nun in eine Situation, in der er nicht mehr frei entscheiden kann. Aber er macht das Beste daraus, auch wenn er Bedenken hat. Der Sklavenhandel widerstrebt ihm sehr, er glaubt nämlich nicht so ganz, dass die Schwarzen keine Seele haben. Er ist ein sehr sympathischer junger Mann, der es liebt, Schiffsplanken und Wasser unter seinen Füßen zu haben. Seine Mannschaft hat in ihm einen guten und umsichtigen Kapitän. Dass er auch ein wenig verwegen ist, zeigt sich dann auf Hispaniola, denn auch hier gibt es jede Menge Probleme. Er möchte Handel treiben mit Don Miguel, der dort eine Zuckerrohrplantage besitzt. Aber der Vize-Gouverneur Don Alonso schießt quer. Don Miguels junge Frau Donã Maria macht schnell Eindruck auf Jan, denn sie ist eine Frau, die nicht nur schön ist, sondern sich in einer Männergesellschaft durchaus zu behaupten weiß. Das Buch lässt sich sehr zügig lesen und zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Dafür sorgen Abenteuer, interessante Charaktere und ein exotischer Handlungsort. Alles ist so bildhaft beschrieben, dass man es sehr schön vor Augen hatte. Aber nicht nur die Hauptfiguren sind sehr gut charakterisiert, auch die Nebenrollen zeigen uns eine Menge interessanter Persönlichkeiten. Besonders gefiel mit Padre Anselmo, ein Franziskanermönch, der im Gegensatz zu vielen anderen Mitgliedern der Kirche findet, dass man falsch mit den Einheimischen und den Sklaven umgeht. Obwohl schon oft in Büchern gelesen oder in Filmen gesehen, geht es mir immer wieder nahe, wenn ich über das Leben und die Behandlung von Sklaven lese. Diese spannende Geschichte hat mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern auch zum Nachdenken gebracht.

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  • Abenteuer in der Karibik

    Gold des Südens

    gagamaus

    28. April 2015 um 18:21

    1635: Jan van Hagen ist Kapitän, Kaufherr und Sohn eines einst angesehenen Handelshauses. Aber als er von einer Seereise zurückkehrt, liegt sein Vater im Sterben und das Familienunternehmen steht vor dem Ruin. Auf der Flucht vor den Gläubigern muss Jan überstürzt seine Heimatstadt Bremen verlassen. Mit seinem Schiff und der treuen Besatzung macht er sich auf Richtung Hispaniola zu segeln, weil dort auf legale und halblegale Weise das Gold des Südens lockt. Außerdem hat er seinem neuen niederländischen Partner, van Doorn versprochen, nach dessen verschollenem Sohn zu suchen. In der Karibik ist der neu ernannte Vize-Gouverneur Don Alonso Calderón damit beschäftigt, dem jahrelang geduldeten Schmuggel von Handelswaren den Krieg anzusagen. Dazu benötigt er neue Schiffe und auch das Handelsschiff von Martin van Doorn hat er bereits beschlagnahmt und die Besatzung zu jahrelanger Zwangsarbeit verurteilen lassen. Außerdem möchte er vor allem den größten Zuckerbaron von Hispaniola, Don Miguel Garcia Hernandez, der Schmugglerei überführen – auch um vielleicht an dessen junge Frau Dona Maria ranzukommen. Das klingt genauso abenteuerlich und exotisch, wie es dann auch wirklich zu lesen war. Hier wird von einer spannenden Überfahrt nach Südindien erzählt, von rauen Seemännern und blinden Passagieren, von Sklaven und Sklavenhaltern. Eine Geschichte voll Kanonendonner und Musketen inmitten einer exotischen Natur im weit entfernten Westindien. Ulf Schiewe hat diesen Abenteuerroman mit einer Vielzahl liebenswerter, lebensnaher Personen gefüllt, die mir schnell ans Herz gewachsen sind und denen ich mit großem Vergnügen auf diese weite Reise gegangen bin. Natürlich habe ich wieder jede Menge historische Leckerbissen genießen dürfen und war mit dem Ausgang der Geschichte nach einem fulminanten Showdown sehr zufrieden. Für meinen Geschmack hätte das Buch gerne noch ein paar Seiten mehr haben dürfen und als Alternative dazu erhoffe ich mir jetzt natürlich eine baldige Fortsetzung.

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  • Historisches Schmuggelabenteuer mit karibischem Flair

    Gold des Südens

    Pageturner

    23. April 2015 um 19:14

    Die 5-teilige E-Book-Reihe „Gold des Südens“ von Ulf Schiewe ist Piratengeschichte, Abenteuer und historischer Roman zugleich. Die fünf Buchteile erscheinen unabhängig voneinander, können inzwischen aber auch als Gesamtausgabe erworben werden. Wir schreiben das Jahr 1635. In Bremen hat der junge Kaufmann Jan Van Hagen den Tod seines Vaters und gleichzeitig den Untergang des einstigen Familienbesitzes zu verkraften. Als einziger Ausweg bleibt ihm die Flucht in die neue Welt, um mit Unterstützung eines Geschäftspartners auf Hispaniola in das Schmuggelgeschäft einzusteigen. Mit dem Gewinn aus diesen Geschäften ließe sich das Familienvermögen der Van Hagens zurück erwirtschaften. Nach einer langen Segelreise kreuzt Jan später in Santo Domingo die Wege der dortigen Schmuggler und gerät in den Fokus des neuen Vize Gouverneurs, der dem Schmuggelhandel ein Ende bereiten will. Historisch fundiert, gleichsam aus leichter Feder, gelingt es dem Autor mühelos, den Leser in seine Abenteuergeschichte hineinzuziehen. Die Story, zu Beginn zweifädig gesponnen, wirkt flüssig und nimmt den Leser sogleich mit ins 17. Jahrhundert, was auch sprachlich unverkennbar ist. Redewendungen einer vergangenen Zeit erhalten ebenso Einzug, wie der nordische Klang der Matrosen, der damals wohl herrschte. Die Schauplätze, zu Beginn noch nordisch kühl und zunehmend exotischer, sind wunderbar beschrieben und laden zu herrlichen Phantasiegebilden im Kopf ein. Auch die Charaktere sind waschechte Figuren und stehen ihren Mann bzw. Frau. Sie wirken authentisch und bringen alle ihre Eigenarten mit, so dass Sympathie und Antipathie schnell verteilt sind. Zu gern hätte ich an der einen oder anderen Stelle noch ein wenig mehr über die Figuren selbst erfahren, aber möglicherweise bietet eine Fortsetzung des Romans hier noch Spielraum für eine Weiterentwicklung. Darüber hinaus lernt der Leser ganz nebenbei interessante Dinge während des Lesens. Nicht nur historische Eckdaten, architektonische Highlights und Errungenschaften aus dieser Epoche nimmt er spielerisch auf. Er lernt zusätzlich Dinge rund um den damaligen Sklavenhandel, den Zuckerrohr- und Tabakanbau, die Insel Hispaniola selbst, wie auch viele Fachbegriffe rund um das Segeln, die zu keinem Zeitpunkt im Buch übertrieben oder überflüssig wirkten. Alles in allem eine hervorragende Mischung. Aufgrund der kurzgehaltenen Kapitel, die mit ihren prägnanten Überschriften immer einen Vorgeschmack auf Kommendes liefern, ist das Buch wirklich unterhaltsam und kurzweilig. Ehe man sich versieht, ist das Ende erreicht und man wäre der Geschichte gern noch weiter gefolgt. An keiner Stelle des Romans kam Langeweile auf. Die Figuren gefielen mir durchgehend, denn selbst die negativ Gehaltenen waren so gut dargestellt, dass man unweigerlich Antipathie empfinden musste. Ich habe Neues rund um die Seefahrt dazugelernt, wie auch Historisches aufschnappen können, wobei ich mich wunderbar unterhalten gefühlt habe. Ich würde mich über eine Fortsetzung herzlich freuen. Dieses Buch sei jedem abenteuerlustigen Leser ans Herz gelegt, mit Piratenfaible oder ohne. Von mir gibt es fünf Sterne.

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  • Gold des Südens

    Gold des Südens

    nirak03

    21. April 2015 um 19:23

    1635, Jan van Hagen, Sohn eines Handelshauses mit Sitz in Bremen, kehrt von einer Fahrt mit seinem Schiff Sophie nach Hause zurück. Doch er muss erfahren, dass sein Vater im Sterben liegt und das Unternehmen pleite ist. Mehr noch Jan selbst droht der Schuldenturm. Also flieht er auf Rat des Vaters nach Amsterdam. Dort angekommen nimmt er Kontakt mit einem alten Freund des Vaters auf, dieser rät ihm, in die neue Welt zu fahren, um selbst dort Handel zu treiben. Nicht ganz ohne Hintergedanken kommt dieser Rat, denn der Sohn des Handelspartners ist selbst auf Fahrt nach Hispaniola, allerdings galt er als vermisst. Jan soll nun eben jenen Martin suchen und gleichzeitig Handel treiben. Der Amsterdamer Kaufmann stellt ihm die nötigen Mittel zur Verfügung den in der Karibik gibt es zahlreiche Produkte, die die Europäer lieben. Zucker ist eine dieser begehrten Handelsware. Eine spannende Reise nach Westindien beginnt. Der Autor Ulf Schiewe schickt seinen Helden diesmal in das entfernte Santo Domingo. Jan ist ein junger Kapitän zur See, der noch so einiges zu lernen hat. Aber Jan van Hagen hat eine sympathische Art und so ist der Leser gleich mit ihm auf Reisen. Jan muss zunächst verarbeiten, dass die Firma des Vaters pleite ist, er selbst muss fliehen und ist nun selbst für seinen Lebensunterhalt verantwortlich. Was tun ist zunächst die große Frage. Doch in Amsterdam bekommt er eben das Angebot nach Santo Domingo zu fahren und dort Schmuggelgüter zu holen. Soll er jetzt Schmuggler werden und vielleicht auch Pirat? Diese Frage stellt er sich immer wieder. Kann ich damit leben, auch Sklaven zu verkaufen? Oder was soll ich tun? Er macht sich mit seiner Mannschaft auf die Reise einfach, weil ihm keine andere Wahl bleibt. Aber auch weil er mit Leib und Seele Seemann ist. So nimmt er dann den Leser mit auf diese abenteuerliche Fahrt. Der Erzählstil des Autors führt dann auch dazu, dass schnell Bilder im Kopf entstehen. Seine leichte Art zu erzählen sorgt dafür, dass die Seiten nur so dahin fliegen, gleich der Sophie, die die lange Reise nach Hispaniola schnell meistert, jedoch nicht ohne mit ein paar kleinen Abenteuern aufzuwarten. Erst mal in Santo Domingo angekommen beginnen die Schwierigkeiten erst richtig. Dieser Roman bietet eben alles, was ein Abenteuerbuch ausmacht. So ganz nebenbei erfährt der Leser dann auch, mit welchen Waren damals gehandelt wurde und was gerade in Hispaniola angebaut wurde. Die Zuckerrohrplantagen waren eine wichtige Einnahmequelle und so werden auch die Protagonisten dieser Insel zu wichtigen Charakteren. Gerade die Gattin eines solchen Plantagenbesitzers, Dona Maria, hat es Jan angetan, denn eine kleine Liebesgeschichte darf auch bei diesem Abenteuer nicht fehlen. Es gibt aber auch den Gegenpart in Form des Vize-Gouverneurs der alles versucht um den Schmuggel auf der Insel zu unterbinden. Jan und seine Mannschaft geraten mitten in diesen Streit. All dies sorgt aber für gute Leseunterhaltung. Es macht einfach Spaß dieses Piratenabenteuer mitzuerleben, auch wenn die Protagonisten dabei vielleicht nicht so tiefgründig sind und einiges eventuell auch vorhersehbar war. Ein Abenteuer ist es allemal. 

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  • Gold des Südens

    Gold des Südens

    Merle_F

    14. April 2015 um 17:30

    Im Jahre 1635 erreicht Jan,  der Sohn des Bremer Handelshauses van Hagen, mit seinem Schiff „Sophie“ seine Heimat und wird dort mit der Nachricht empfangen, dass sein Vater sowohl sehr krank als auch bankrott sei. Hals über Kopf muss er eine Entscheidung für die Zukunft  treffen und wählt die Flucht, statt der aussichtslosen Verschuldung. Westindien wird ihm vorgeschlagen und so macht er sich, recht blauäugig aber beherzt, mit einer Handvoll Getreuen dorthin auf den Weg.  Mit der Unterstützung eines niederländischen Handelspartners erreicht er Hispaniola in der Karibik. Zuckerrohr ist dort die Quelle des Reichtums, von der die Plantagenbesitzer profitieren.  Seit Jahren haben sich auf den Inseln Schmuggel und Schwarzhandel ausgebreitet, mit der die Oberschicht komfortabel leben kann, während auf den Plantagen afrikanische Sklaven und Zwangsarbeiter schuften. Einer dieser Zuckerbarone und seine junge und querdenkende Gattin Maria, werden für Jan van Hagen eine bedeutende Rolle spielen.  Der junge Handelsreisende muss über mehrere seiner moralischen Schatten springen, in dem er einige Sklaven nach Westindien transportiert. Dies ist sein Einstand und Vorwand, um Kontakte in der Welt der karibischen Händler knüpfen zu können. Denn sein eigentlicher heimlicher Auftrag ist es, den Sohn seines holländischen Unterstützers zu befreien, der als Gefangener auf einer Plantage arbeiten muss. Kaum am Zielort der Reise angekommen, wird die Besatzung der „Sophie“ von den Schergen des machthungrigen und kulturlosen Vize-Gouverneurs festgesetzt. „Bekämpfung des Schmuggels“ hat dieser sich auf seine Fahnen geschrieben. Und scheinbare Macht demonstriert man am besten, indem man schnellstmöglich ein Exempel statuiert. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf. Mit „Gold des Südens“ hat Ulf Schiewe einen spannenden und bunten Abenteuerroman geschrieben, in dem auch die Romantik nicht zu kurz kommt und trotzdem Platz für gesellschaftskritische Töne bleibt. Hat Jan von Anfang an ein ungutes Gefühl, was den Umgang mit der lebenden Handelsware Mensch angeht, wandelt sich das im Laufe des Buches zu einem eindeutigen Plädoyer für mehr Gerechtigkeit und die Freiheit eines jeden.  Viele Nebenfiguren beleben den Roman und in perspektivischen Wechseln erfahren wir Leser viel über fliehende Sklaven, tapfere Hafenhuren, raubbeinige Einzelgänger und eine unaufgeregt helfende Köchin.  Wie es sich für einen spannenden historischen Schmöker gehört, sind Gut und Böse recht klar definiert. Besonders die Frauenfiguren in Schiewes Büchern begeistern immer wieder. Es ist keine kleine graue Maus dabei, die auf seltsamen Wegen plötzlich wundertätig wird, wie so oft in historischen Büchern abgenudelt. Alle Frauen erblicken das Licht der Seiten als eckige und interessante Persönlichkeiten und finden ihren Platz in der Geschichte ohne Hokuspokus. Das liest sich erfrischend! Wer Ulf Schiewes  lebendigen und klugen Schreibstil mag, wird von dieser Geschichte begeistert sein. Mit prägnanten Sätzen wird man als Leser an die jeweiligen Schauplätze versetzt und erlebt das Leben in feuchter Kälte auf dem schwankenden Schiff ebenso intensiv, wie das eindrucksvolle Abbrennen der Zuckerrohrfeldern unter der sengenden Sonne Hispaniolas. An manchen Stellen finden sich die Lösungen in diesem Roman ein bisschen zu schnell ein und der Zufall und das riesige Glück von Jan und seinen Mitstreitern schleifen „Gold des Südens“  ein bisschen zu glatt.  In anderen Büchern hat dieser Autor schon knallharte Kriegsszenen und sehr komplexe Handlungen vorgelegt. Im Vergleich hierzu ist dieses Buch sehr gefällig. Als E-Book zuerst veröffentlicht, möchte der Verlag aber eventuell auch vorrangig Menschen ansprechen, die mit dem E-Reader unterwegs lesen oder eine Ferienlektüre gesucht haben.  Das Ende verspricht quasi eine Fortsetzung und auf diese darf man sich sehr freuen. Denn vieles ist noch ungeklärt und möchte vertieft werden.  Die Vielfalt der Personen, Kulissen und Handlungen rufen geradezu nach dem nächsten Teil. Und vielleicht ist dann der zweite Roman auch nicht mehr so „nett“. Das böse Kapitel der Sklaverei verträgt eine saftige Kritik mit Härte und Realismus. Und Jan van Hagen, mit seinem Herzen auf dem rechten Fleck, ist ein perfekter Sympathieträger für ein Leben zwischen Handel, Moral und Abenteuerlust.  Und wenn es denn unbedingt so sein soll, auch mit ein bisschen romantischer Liebe…..

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  • Schmuggler in der Karibik

    Gold des Südens

    MichaelSterzik

    02. April 2015 um 11:30

    Der Münchner Autor Ulf Schiewe verlässt mit seinem neuesten, historischen Roman „Gold des Südens“, dass mittelalterliche Genre.   Der vorliegende Roman spielt in der Zeit, in der die Ozeane und Weltmeere von Krieg- und Handelsschiffen und natürlich auch von Schmugglern, Freibeutern und Piraten heimgesucht wurden. Der Handel der Seefahrernationen florierte. Exotische Waren aus Indien, Amerika, China und nicht zu vergessen der Karibik waren in Europa stark begehrt. Mit dem Handel und Eröffnung der Kolonien folgten nicht nur See- und Handelskriege, sondern die Konfrontation mit Piraten, Freibeutern und Schmugglern auf den Seewegen war nicht zu unterschätzen.   Es war ein lukratives Geschäft, allerdings voller Gefahren und Risiken. Doch die Piraten und Schmugglern war das sehr bewusst. Was hatten sie den schon zu verlieren. Nicht wenige Piraten waren vorher verschuldete Kaufleute gewesen, oder in Ungnade gefallene Offiziere, entflohene Sklaven, enttäuschte Matrosen oder einfach nur Berufsverbrecher und Abenteurer. Einige wechselten allerdings die Fronten und verdingten sich durch die legitimierten Kaperbriefe – ausgestellt von Ihren Majestäten auf die Jagd nach wertvollen Prisen und versenkte oder kaperten die Handelsschiffe feindlicher Nationen.   In dem Roman „Gold des Südens“ wird die Geschichte eines noch sehr naiven und sehr jungen Kapitäns erzählt, der aufgrund der nicht getilgten Schulden seines Vaters, die Flucht ergreift. In Holland angekommen, besucht er einen alten Freund und Kaufmann seines Vaters und übernimmt einen gefährlichen Auftrag der ihn in die spanischen Kolonien, in die Karibik führt. Der Sohn des holländischen Kaufmanns ist als Pirat und Schmuggler gefangen worden, sein stolzes Schiff beschlagnahmt und deren Besatzung leistet Zwangsarbeit.   Doch auch in die spanischen Kolonien gibt es Gesetze und die Großgrundbesitzer mit Ihren Zuckerrohrplantagen. All diese kleineren Lokalfürsten möchten ihre Freiheit und die relative Unabhängigkeit bewahren und sich nicht wieder der spanischen Krone beugen. Es geht hier um nicht entrichtete Steuern und Abgaben die vorbei an Fiskus und Staat, die man unbedingt benötigt. Der Unterhalt von Kolonien kostet seinen Preis, und die Verteidigung und Ausbau der Schifffahrtsrouten, ist ebenso ein machtvolles Argument, um hier eine Kontrolle durch einen Gouverneur einzubauen.   Der junge Kaufmann wird in eine von Macht, Politik und Verbrechen gesteuerte Welt katapultiert, in der er nicht zuletzt persönlich entscheiden muss, wie seine Zukunft sein wird.   Kritik   Der Grad zwischen Legende, Fakten und Fiktion ist ein sehr, sehr schmaler. Gerade dies bietet den Autoren solcher Abenteuerromane viel Gelegenheit für spannende Geschichten, heißblütiger Liebe unter der karibischen Sonne und einer Menge an actiongeladenen Szenen, die es zu erzählen gilt.   Auch in „Gold des Südens“ greift der Autor zu dieser klassischen Rezeptur. Doch dem Autor Ulf Schiewe gelingt es, eine recht Gute authentisch- realistische Atmosphäre aufzubauen.   Die Handlung ist spannend, wenn diese leider auch manchmal einige Chancen schlichtweg verpasst. Für einen Abenteuerroman, gibt es zu wenig Kanonendonner, Pulvergestank und Säbelduelle – schließlich verbindet jeder Leser diese Elemente mit einer guten Abenteuergeschichte. Stattdessen sehr viel Dialoge und zudem wird die Geschichte der spanischen Plantagenbesitzer und ihren internen Schwierigkeiten zu viel Raum gegeben. Der Weg der Liebe, den die „Liebe“ hier geht, ist vorhersehbar konzipiert.   Ebenso verhält es sich mit den Schicksalen und der persönlichen Motivation der Charaktere. Der aus Bremen stammende und noch sehr junge Kapitän Jan van Hagen verliert sich ein wenig in seiner beruflichen (Weiter) Entwicklung. Noch recht unerfahren im interkontinentalen Handel, der Politik, im Umgang mit Waffen und auch der Liebe, gelingt es dem Autor Ulf Schiewe in diesem Band noch nicht wirklich ein bleibendes Profil zu entwickeln.   Es gibt nur wenige Charaktere, die wirklich fesseln können. Zum einen vermisst man in der Handlung einen wirklich, raffinierten und durchtriebenen Gegenspieler, zum anderen gibt es vereinzelnd Charaktere, die ähnlich wie der junge, deutsche Kapitän noch deutlich Potenzial haben dürften für weitere Fortsetzungen. Einzig und alleine der Schiffsarzt wirkt überzeugend in seinen Handlungen und Bestrebungen.   Nichtsdestotrotz ist „Gold des Südens“ trotz aller offensichtlichen Schwächen ein guter und unterhaltsamer Roman. Wie immer weiß Ulf Schiewe über was er schreibt, so das die historischen Elemente klasse eingebaut sind. Die Themen: Sklavenhandel, Piraterie, Schmuggel und auch die Politik sind fabelhaft umgesetzt.   Fazit   „Gold des Südens“ ist gemessen an einen Auftakt einer eventuell, neuen Reihe empfehlenswert. Bei Weitem nicht so stark wie die Mittelalterromane „Der Bastard von Tolosa“ oder „Die Comtessa“ – so garantieren die Piraten der Karibik, so viel erzählerisches Potenzial wie andere Epochen eben auch. Ich hoffe, dass Ulf Schiewe einen zweiten Band veröffentlicht und beschreibt, welchen Weg unser junger Kapitän denn nun gehen will.   Michael Sterzik  

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