Herrscher des Nordens - Odins Blutraben

von Ulf Schiewe 
4,6 Sterne bei44 Bewertungen
Herrscher des Nordens - Odins Blutraben
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Thommy28s avatar

Bildgewaltiges Wikinger-Epos - zweiter Teil - spannend und historisch interessant

I

Odins Blutraben ist der 2. Band der Saga um den Wikingerkönig Harald Hardrada. Das Buch ist sehr gut recherchiert und sehr spannend.

Alle 44 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Herrscher des Nordens - Odins Blutraben"

Die Saga des Wikinger-Königs Harald Hardrada – seine Abenteuer und Kämpfe, seine Frauen und sein unbezwingbarer Ehrgeiz. Ein neuer Roman vom Erfolgsautor Ulf Schiewe

AD 1035: Beim Großfürsten der Rus hat sich Harald den Ruf eines siegreichen Söldnerführers erworben. Doch bei der Verteidigung Kiews gegen den Ansturm der Petschenegen werden seine Fähigkeiten auf eine harte Probe gestellt. Persönliche Verluste treiben ihn rastlos weiter, diesmal nach Konstantinopel, wo er es als Offizier der kaiserlichen Waräger bei jahrelangen Kriegszügen rund ums Mittelmeer zu einem beachtlichen Vermögen bringt. Doch eine Affäre mit der Kaiserin Zoe und der Neid seiner Konkurrenten bringen ihn ins Gefängnis.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426520031
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:496 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.12.2017

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,6 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne32
  • 4 Sterne7
  • 3 Sterne5
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    siul_89s avatar
    siul_89vor 4 Monaten
    Eine tolle Fortsetzung...

    ... bei der dem Leser nicht langweilig wird! Die Geschichte setzt sich fort und man begleitet Harald auf seinem weiteren Lebensweg. Der Autor gibt sich Mühe die damaligen Verhältnisse und die Lebensrealität der Menschen darzustellen und hat m.E. sehr gut dazu recherchiert. Trotz der teils tragischen Wendungen, ist die Geschichte Haralds eine, in die man durch die detailierte, aber einfühlsame Schreibweise des Autors so richtig hineinkippt und gar nicht mehr aufhören will zu lesen. Details wie der persönliche Götterglaube und Folklore werden liebevoll beschrieben und ergänzen die Haupthandlung sehr gut! Aus diesem Blickwinkel betrachtet, ist auch dieser Teil eine ganz klare Empfehlung!

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Thommy28s avatar
    Thommy28vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Bildgewaltiges Wikinger-Epos - zweiter Teil - spannend und historisch interessant
    Bildgewaltiges Wikinger-Epos - zweiter Teil - spannend und historisch interessant

    Einen knappen Einblick in das Geschehen gibt die Kurzinfo hier auf der Buchseite. Meine persönliche Meinung:


    Der erste Band der Reihe "Herrscher des Nordens" hat hohe Erwartungen geweckt und Band 2 kann die Erwartungen voll erfüllen, wen nicht sogar noch übertreffen.

    Die Protagonisten werden konsequent weiter entwickelt und sind weiterhin sehr liebevoll und authentisch gezeichnet. Der Schreibstil ist sehr bildhaft und anschaulich, es gelingt dem Autor den Leser damit quasi in das Geschehen hinein zu ziehen.

    Der Plot ist sehr spannend, gelegentlich gar aufwühlend und sehr unterhaltsam. Man mag das Buch kaum aus der Hand zu lesen.

    Leider bricht das Buch sehr unvermittelt mit einem gewaltigen Cliffhanger ab. Ich war regelrecht erschrocken, dass es so plötzlich vorbei sein soll....! Diese Praxis - durch ein derart offenes Ende den Verkauf des Folgebandes zu promoten - habe ich schon bei anderen Autoren mit einem Punktabzug bestraft und muss dies konsequenterweise auch hier (leider) tun. Insofern bekommt dieses eindeutige "5 Sterne Buch" von mir nur 4 Sterne.

    Kommentieren0
    21
    Teilen
    I
    isabell_hesse_3vor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Odins Blutraben ist der 2. Band der Saga um den Wikingerkönig Harald Hardrada. Das Buch ist sehr gut recherchiert und sehr spannend.
    Sehr empfehlenswerter Lesestoff für Liebhaber....

    ..........von historischer Literatur
    Odins Blutraben ist der 2. Band der Saga um den Wikingerkönig Harald Hardrada. Das Buch ist sehr gut recherchiert und sehr spannend. Mir gefällt der Schreibstil sehr gut da die Geschichte in Ich-Form erzählt wird, also aus Haralds Sicht. Das Buch hat alles was einen guten Roman ausmacht, eine tragische Liebesgeschichte, blutige Schlachten, den Kampf um Macht, Gier, Neid und Loyalität. Fazit: von mir 5 Sterne.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Blausterns avatar
    Blausternvor 6 Monaten
    Herrscher des Nordens - Odins Blutraben

    Das Jahr 1035: Nun ist es soweit, Haralds Versprechen, was König Olaf von ihm abverlangt hatte, wird erledigt. Der 11jährige Magnus soll den Thron besteigen. Eingefädelt zum Eigenzweck der Mörder von Haralds Bruder. Währenddessen wird Harald mit seinem Trupp nach Kiew geschickt, um für die Stadt zu kämpfen, die von den Petschenegen bedroht wird. Das erfordert einige Verluste, ausgeschlossen scheint ein Sieg. Daraufhin bietet der Großfürst Harald seine Tochter an, doch er lehnt ab. Ihn zieht es nach Konstantinopel. Er kämpft gegen Piraten und landet wieder im Machtstrudel. Auch seine persönliche Beziehung zu Kaiserin Zoe wird ihm zum Verhängnis.
    „Odins Blutraben“ ist der 2. Band der Trilogie der Herrscher des Nordens. Es wäre besser, Band 1 bereits gelesen zu haben, das erleichtert den Einstieg. Allerdings gibt es zu Beginn einen kurzen Rückblick und die Vorstellung der wichtigsten Figuren. Am Ende gibt es aber auch noch ein Personenverzeichnis zum besseren Zurechtfinden. In zwei Handlungssträngen geht es wieder lebendig zu um Harald und seine Leute. Er ist älter geworden, reifer und nach vielen Schlachten, bei denen er viele seiner Männer verloren hat, geformt. Diplomatisch geht er auch hier wieder vor, und er ist clever. Auch hier gibt es wieder blutige grausame Schlachten, ganz so wie es zur damaligen Zeit ablief. Diese wurden wunderbar recherchiert, vieles lehnt daran an. Aber Harald ist auch eine Familie wichtig geworden mit seiner Liebe Aila. Die Spannung hält bis zum Schluss, und der Stil liest sich gewohnt angenehm.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    MichaelSterziks avatar
    MichaelSterzikvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Große Steigerung zu Teil 1. Herausragend geschrieben. Grandiose Spannung. Bravo. Sehr begeistert.
    Starke Männer und ein Gewissen

    Nach dem ersten Teil der Wikingersaga um dem Norwegischen König Harald Hardrada ist nun auch der zweite Teil: „Odins Blutraben“ von Ulf Schiewe im Münchner Verlag Knaur erschienen.

    Erzählte der erste Roman noch vom Fall seiner königlichen Familie und seiner Flucht ins Exil mit einigen seiner Freunde und Krieger, ist nun Harald erwachsen geworden. Bei einem Großfürsten der Rus erkämpfe sich der junge Wikingerfürst den Ruf eines kompetenten Söldnerführers. Mitsamt seinen Nordmännern die außer dem Kriegshandwerk nicht gelernt haben, wird dieser nach Kiew beordert. Die große Stadt befindet sich in enormer Gefahr. Ansässige Steppenreiter, Tausende von ihnen bedrohen die Region und die Stabilität des Reiches. Als der Großfürst wenig später familiäre Bande mit Harald schließen möchte und ihm die Hand seiner Tochter anbietet, treibt den jungen Mann die Gier, nach Reichtümern, ins ferne Konstantinopel. Ebenfalls als Söldner bekämpft er die Piraten und befriedet das Mittelmeer, doch seine Vergangenheit holt ihn immer wieder ein, und als er als Spielfigur in die Machtkämpfe um den Thron einbezogen wird, findet er sich in einer mörderischen Schlangengrube wieder...

    Der erste Teil der Trilogie hatte seine inhaltlichen Schwächen – atmosphärisch überzeugte er mich nicht unbedingt. Der zweite Teil ist neben seinem Hauptprotagonisten erwachsen geworden. Starke positive Entwicklung, keine überzeichneten Charaktere mehr und eine spannende Atmosphäre die nicht abfällt, sondern anhält. Auch wenn der Dreh- und Angelpunkt natürlich der spätere König Harald ist – so ist er seinen frechen Flegeljahren entwachsen und stellt sich seinen Herausforderungen. Ein selbstbewusster starker Anführer einer kleinen, aber effektiven Armee von Nordmännern. „Band of Brothers“ des Nordens.

    Stärke hin oder her – auch Harald ist ein verletzbarer Mensch und auch in diesem Roman wird er persönlich leiden und an seine Grenzen stoßen. Betrachten wir die vorherrschenden Charaktere, so sind diese überschaubar positioniert und bilden einen engen Kreis. Allerdings gibt es in „Odins Blutraben“ keine Nebengeschichten – Figuren ja und eine Menge an Statisten, aber Ulf Schiewe konzentriert sich maßgeblich auf zwei Handlungsstränge – die Kämpfe um Kiew und zu guter Letzt die Unruhen in Konstantinopel, die in bürgerkriegsähnliche Zustände eskalieren.

    Ein besonderes Verhältnis entsteht allerdings zu seinem Erzfeind und zeitweisen verbündeten Sigurd – dito ein Wikinger, verschlagen, grausam und verdammt unberechenbar. Augenzwinkernd nicht unbedingt der personifizierte Bad Guy, doch interessant und vielschichtig konzipiert. Natürlich darf sich das tragische Rad der Liebe auch mal drehen, aber Romantik sollte man nicht erwarten.

    Der Autor befasst sich in diesem Roman nicht intensiv mit der Lebensart der Wikinger. Über die klassische Erwartungshaltung der wilden Männer aus dem Norden kommt man nicht hinaus, also wenige internes über die einflussreichen räuberischen und rauen Gesellen. Man vermisst das allerdings auch zu keinem Zeitpunkt.

    Ulf Schiewe wandelt ein wenig auf den Spuren des erfolgreichen britischen Autors Bernard Cornwell, der mit seiner eigenen Wikingersaga Uthred eine Beachtungswerte Reihe erschaffen hat. Atmosphäre und detailreich bei der Darstellung von kriegerischen Auseinandersetzungen wird sich nichts geschenkt. Es geht brutal und blutig zugange – aber das erwartet man ja auch. Packend lässt Ulf Schiewe die Brutalität des Schlachtfeldes aufleben.
    Doch es gibt auch ein Gewissen – das Harald und die starken Männer lenkt und antreibt. Als Söldner kämpft und tötet man fürs Geld – aber es gibt noch mehr für das man kämpfen mag. Diese leisen Töne und Dialoge die Ulf Schiewe hier präsentiert sind sehr gut und auch dieser Part ist wie die Verteidigung von Kiew und die Geschehnisse in Konstantinopel historisch mit Quellen belegt.

    „Odins Blutraben“ ist ein historischer Roman – natürlich nimmt sich ein Autor immer etwas künstlerische Freiheit heraus, aber Ulf Schiewe hat perfekt anhand vieler Quellen und Überlieferungen recherchiert und geschichtliche Lücken passgenau interpretiert.

    Fazit

    „Odins Blutraben“ ist ein historischer Roman mit vielen Gesichtern. Außerordentlich gut recherchiert, noch besser erzählt und ungemein spannend, lässt er die rauen Männer auf die Leser los.

    Ich freue mich auf den Abschluss der Saga um Harald – der Geschichtsinteressierte Leser wird sich mit seinem Schicksal schon befasst haben, aber der Weg nach Walhalla ist blutig und verlustreich.

    Großartiger, spannender Roman. Axt und Schwert werden Odins Blutraben weitere Krieger in die nordischen Hallen schicken müssen.

    Michael Sterzik


    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Betsys avatar
    Betsyvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Fortsetzung, die das vorgelegte Niveau von Band 1 absolut halten kann und den Leser erneut von Anfang bis Ende mitfiebern lässt.
    Erneut großes Kino!

    Achtung, 2. Teil einer Trilogie, kann daher Spoiler enthalten für alle die Band 1 noch nicht gelesen haben!

    Es geht weiter mit Harald und seinen tapferen Männern. Am Ende von Band 1 kamen sie beim Großfürsten der Rus an und Harald stellte sich und seine Mannschaft in dessen Dienst, wo er sich in den darauf folgenden Jahren mehr als einmal bewiesen hat. 1035 stehen dann im mittlerweile doch etwas eintönig gewordenen Leben von Harald einschneidende Veränderungen an. Nicht nur soll Haralds 11jähriger Neffe Magnus den Platz des verstorbenen Dänenkönigs einnehmen und damit König von Norwegen werden, sondern er soll dessen Wohlergehen zum Teil in die Hände der ehemaligen Verräter an seinen Bruder Olaf legen, während er selbst durch einen neuen Auftrag vom Großfürsten mit seinen Männern nach Kiew reisen soll um dieses vor den Petschenegen zu verteidigen. In Kiew gilt es einige Herausforderungen zu meistern und schmerzliche Verluste zu erleiden. Noch gefangen im Schmerz, sowie der Notwendigkeit Kiew zu verlassen, geht es weiter nach Midgard (Konstantinopel), doch auch dort gibt es persönliche und politische Machtspiele und Neider auf seinen Erfolg, weshalb er letzten Endes einmal mehr in eine brenzlige Situation gerät.

    "Nun gibt es kein Zurück mehr. Die Nornen werden bestimmen, wer leben und wer sterben soll."


    Wie schon in Band 1 erlebt der Leser alles direkt durch Harald mit und wird sogleich wieder in die Geschichte hinein gezogen. Anfänglich bekommt man einen kurzen Überblick was im 1. Teil passiert ist und das erste Kapitel holt den Leser auch gleich viele Personen, sowie deren Verbindung zu Harald durch kurze Beschreibungen wieder in Erinnerung und auch die wichtigsten neuen Mitglieder seiner Mannschaft werden vorgestellt. Wem das als Hilfe nicht reicht, findet am Ende des Buches wieder ein Personenverzeichnis.
    Harald ist nun ein junger Mann und hat schon so einige Schlachten erfolgreich geschlagen, aber auch einige Verluste erlitten die ihn geprägt haben. Wie schon in Band 1 ist er ungeheuer sympathisch, wenn auch alles andere als fehlerlos, aber gerade deshalb wirkt er einmal mehr so authentisch, da er weit davon entfernt ist ein Held ohne irgendwelche Schwächen zu sein.

    "Manchmal denke ist, mein ganzes Leben ist irgendwie nutzlos. Ich versuche, alles zu tun, um Magnus den Thron zu ermöglichen, und mache keine Fortschritte. Oder um selbst den Thron zu erobern, wie ich mir heimlich wünsche. Aber das ist natürlich völlig unmöglich. Und auch nicht denkbar. Es wäre Eidbruch gegenüber Olaf, meinem Bruder."

    Hier erlebt man mit wie der ungestüme und mutige Junge, der in Stikla Stad seinen ersten Kampf geschlagen hat, seine Unschuld verlor und miterlebt hat wie tief Verrat gehen kann, erwachsen geworden ist. Er ist nach all den gemeinsamen Jahren aufs engste mit seiner Mannschaft verbunden, deren Anerkennung, Respekt und Loyalität er sich mehr als einmal verdient hat, genießt es nach Hause zu seiner geliebten Aila zu kommen, legt immer noch viel Wert auf die Meinung seiner engsten Vertrauten und zeigt erneut, dass man ihn trotz seines noch recht jungen Alters nicht unterschätzen sollte. Zugleich sieht man aber auch wie er sich nach neuen Herausforderungen sehnt, sich selbst in Frage stellt was seine Motive betrifft, Sehnsucht nach zu Hause hat und sich eine eigene Familie wünscht, aber auch dass er immer noch sehr stur ist, leicht die Geduld verliert und sich gerne mal über Anweisungen hinwegsetzt, weil er meint es besser zu wissen.

    Die nachfolgenden Ereignisse treiben Harald dann aber immer weiter weg von seiner vertrauten Heimat und obwohl er sich vielerorts beweisen kann und das Glück ihm durchaus gewogen ist, muss auch er erneut viel Schmerz erleiden, an welchem er dank der Unterstützung seiner Freunde nicht zerbricht und weiter seinen Weg geht, auch wenn es ihn ebenso verändert wie das Töten, das zu seinem Leben gehört.

    Auch im 2. Band ist die Ausbreitung des Christentums ein großes Thema, während Harald wie auch viele andere Nordmänner noch dem alten Glauben anhängen, dessen Götter ihn auch diesmal auf seinem Wege leiten. Aber auch die fremden Kulturen und politische sowie persönliche Machtspiele nehmen neben den blutigen und großen Schlachten einen wichtigen Platz in der Handlung ein und als Leser bekommt man wieder sehr spannende Einblicke in diese Zeit und lernt so einiges über die damaligen Gepflogenheiten und Herrscherreiche dazu. Natürlich gibt es hier dann auch wieder so einige neue und mächtige Gegner, aber auch neue Freunde und selbstverständlich ein Wiedersehen mit vielen alten Bekannten Gesichtern, unter denen aber auch die ungemütlicheren Zeitgenossen nicht fehlen dürfen. Haralds engster Kreis bleibt zwar ziemlich konstant, dennoch verändert sich seine Mannschaft stetig, es gibt Verluste durch Kämpfe, manche gehen ihren eigenen Weg und wieder andere tragen Wunden davon, die sie zeichnen, was es aber umso authentischer wirken lässt.
    Einmal mehr ist es schwer zu sagen wer auf welcher Seite steht, denn die Dynamik der Geschehnisse beeinflussen hier alle und so manche Person entpuppt sich als positive Überraschung, auch wenn bei einigen kleineren Rollen hier die charakterliche Veränderung doch etwas plötzlich kommt und nicht so ganz stimmig wirkt. Zusätzlich gibt es aber auch Zeit für die Liebe und man erfährt wie es mit Aila und Harald weitergeht, die ihn ebenso wie seine Männer treu zur Seite steht.

    Auch dieses Mal sind die vorkommenden Frauen in der Geschichte alles andere als nur schöne Püppchen, sondern eigenwillig und stark, auch wenn sie ebenfalls ihre Schwächen haben. Sie zeigen aber auch die unschöne Seite des Krieges auf und was es heißt als Frau in diesen Zeiten zu leben.

    Fazit: Die hohen Erwartungen nach Band 1 werden hier definitiv nicht enttäuscht. Wir verfolgen Harald auf seinem weiteren Lebensweg fernab der Heimat. Harald wirkt reifer, hat aber immer noch seinen Sturschädel und neigt dazu unüberlegt zu handeln, doch zugleich zeigt er einmal mehr sein taktisches und kluges Können, seinen Mut, seinen Mannschaftsgeist und seine tiefe Liebe zu Aila, der einstigen Sklavin. Dieser zweite Teil hält für Harald neben vielen aufregenden Erfahrungen auch erneut tiefsten Schmerz für ihn bereit, der ihn nahe an den Rand des Abgrundes führt und den Leser mitleiden lässt. Einmal mehr ist dem Autor ein unglaublich intensives und bildgewaltiges Leseerlebnis gelungen, das einen von Anfang bis Ende mitreißt. Wieder steht so einiges am Programm wie etwa blutige Kämpfe und kinoreife Schlachten, komplexe und wandlungsfähige Figuren, Spannung und Abenteuer, Politik, das Voranschreiten des Christentums, Eifersucht, Habgier, fremde Länder und deren Kulturen, Intrigen, Liebe, schmerzvolle Verluste, große Herausforderungen uvm. Rundum abgerundet wird das Ganze wieder durch ein Nachwort des Autors, ein Personenverzeichnis, ein Glossar (welches aber durch die tolle Einbindung der Erklärung der Worte im laufenden Text eigentlich gar nicht notwendig ist) und einer Karte im Buchinnendeckel. Wie schon in Band eins wird hier die Geschichte lebendig und die rauen Nordmänner zeigen erneut, dass sie durchaus nicht so hart sind wie man vielleicht glaubt, aber man sie auch nicht unterschätzen sollte. Wer Band 1 schon mochte, kann mit Band 2 nichts falsch machen und wird danach den 3. Band gar nicht mehr erwarten können zu lesen.

    Kommentieren0
    33
    Teilen
    wampys avatar
    wampyvor 7 Monaten
    Ein nachdenklicher Söldner

    Buchmeinung zu Ulf Schiewe – Odins Blutraben (Herrscher des Nordens)

    „Odins Blutraben“ ist ein Historicher Roman von Ulf Schiewe, der 2017 bei Knaur erschienen ist. Dies ist der zweite Band zur Serie „Herrscher des Nordens“.

    Zum Autor:
    Ulf Schiewe wurde 1947 geboren. Er begann seine Berufskarriere als Software-Entwickler und war später in mehreren europäischen Ländern als Marketingmanager internationaler Softwarehersteller tätig. Ulf Schiewe war schon immer eine Leseratte, den spannende Geschichten in exotischer Umgebung faszinierten. Im Laufe der Jahre wuchs der Wunsch, selbst historische Romane zu schreiben. So entstand »Der Bastard von Tolosa«, sein erster Roman, dem inzwischen eine ganze Reihe weiterer, gut recherchierter und vor allem spannender Abenteuerromane folgten. Ulf Schiewe ist verheiratet, hat drei erwachsene Kinder und lebt in München.

    Klappentext:
    Die Saga des Wikingerkönigs Harald Hardrada – seine Abenteuer und Kämpfe, seine Frauen und sein unbezwingbarer Ehrgeiz.
    AD 1035: Beim Großfürsten der Rus hat sich Harald den Ruf eines siegreichen Söldnerführers erworben. Doch bei der Verteidigung Kiews gegen den Ansturm der Petschenegen werden seine Fähigkeiten auf eine harte Probe gestellt. Persönliche Verluste treiben ihn rastlos weiter, diesmal nach Konstantinopel, wo er es als Offizier der kaiserlichen Waräger bei jahrelangen Kriegszügen rund ums Mittelmeer zu einem beachtlichen Vermögen bringt. Doch eine Affäre mit der Kaiserin Zoe und der Neid seiner Konkurrenten bringen ihn ins Gefängnis.



    Meine Meinung:
    Die Handlung wird aus der Sicht der Hauptfigur beschrieben und erzählt. Dadurch kann man die Gedanken und Gefühle Haralds vollständig verfolgen und auch nachvollziehen. Nachteilig ist dabei natürlich, dass Harald sehr positiv dargestellt wird und kaum negative Eigenschaften auftreten.

    Harald bleibt auch in diesem Band nicht von Rück- und Schicksalsschlägen verschont. Diese bringen ihn dazu über das Erlebte nachzudenken und insbesondere auch über die Religionen und ihre Unterschiede. Seine Rolle als Söldnerführer bringt ihn immer wieder in brenzliche Situationen und führt auch zu Konflikten mit seinen Auftraggebern bzw mit Personen, die diesen nahe stehen. So zieht es ihn nach Konstantinopel, wo es viel Gold zu verdienen gibt. Aber Harald ist auch ein guter Beobachter und Analyst. Er erkennt die Schwachpunkte im System der Regierenden, aber wer ihn bezahlt ist sein Herr. Er mehrt seinen Reichtum auf eher unaufregende Art und Weise. Fast als Ausgleich stürzt er sich in Liebesabenteuer. Er trifft seinen Feind Grünauge wieder, der sich einmal mehr als ebenbürtiger Gegner erweist und der auch immer für eine Überraschung gut ist.

    Dies ist ein Abenteuerroman über Söldner und so prägen Kampfhandlungen das Leben. Dazu gehören auch Szenen von großer Brutalität und Grausamkeit. Der Autor verzichtet auf eine zu detaillierte Beschreibung der Greueltaten und lockert die Geschichte durch humorvolle Episoden auf. Aber auch Vorbereitungen, Reisen und Gedankenspiele nehmen eine größere Rolle ein. Und genau hier spielt Ulf Schiewe seine Stärken aus. Man merkt die Faszination, die von Konstantinopel ausgeht und der sich auch Harald nicht entziehen kann. Er lernt das Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen Religionen kennen und sucht nach deren Stärken und Schwächen. Auch sein eigenes Verhalten hinterfragt er immer wieder. Er betrachtet die Vorgänge am Hof aufmerksam und zieht seine Schlüsse. Er läßt aber keinen Zweifel an seiner Rolle als Söldner aufkommen. Er kann sich mittlerweile mit dem Gedanken anfreunden in die Heimat mit einem Heer zurück zu kehren, aber noch ist er durch einen Schwur gebunden.


    Fazit:

    Mir gefällt der nachdenkliche Harald besser als der kämpfende. Haralds Entwicklung geht voran und seine Gedankengänge werden immer überzeugender. Die Figurenzeichnung könnte tiefer gestaltet werden, aber dies liegt vielleicht auch an der gewählten Perspektive. So vergebe ich gute vier von fünf Sternen (85 von 100 Punkten) und kann das Buch allen empfehlen, die einen spannenden Abenteuerroman mit historischen Elementen lesen mögen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Booky-72s avatar
    Booky-72vor 8 Monaten
    Odins Blutraben

    Im Jahre 1035. Magnus, Haralds Neffe, soll zum König gekrönt werden. Damit wird das Versprechen von Harald an König Olaf eingelöst. Inzwischen soll Harald mit seinen Truppen Kiew verteidigen, was aber schon zu Beginn unmöglich erscheint. Allein die Schiffsüberfahrt dahin birgt Gefahren und fordert Opfer.

    Sehr gut, wenn man hier mit Teil 1 der Saga beginnen konnte, man findet sich dank der eingebrachten Rückblenden gut zurecht. Seit damals sind 5 Jahre vergangen, Harald führt eine gute Ehe mit Aila. Ihre gemeinsamen Kinder durften leider nicht leben, umso freudiger ist die Nachricht, dass Aila nun wieder schwanger ist. Harald möchte Aila natürlich beschützen und lässt sie ihn nicht zu den Kämpfen begleiten, doch ausgerechnet das ist sein größter Fehler und wird zu einer schweren Prüfung in seinem jungen Leben.

    In seiner weiteren Kampfeslaufbahn führt ihn sein Weg bis nach Konstantinopel, immer wieder trifft er auf seinen Widersacher Sigurd Erlingson, der in Kiew noch an seiner Seite gekämpft hat. Dies gerät ihm allerdings hier zum Verhängnis, denn seine erzwungene Beziehung zu Kaiserin Zoe und die geheimen Treffen werden aufgedeckt und Harald gefangengenommen. Seine Enthauptung droht.

    Anmerkungen des Autors und ein umfassendes Personenregister helfen beim Verstehen. Der Leser taucht in die Zeit ein und wird bis ans Ende des Bandes nicht wieder losgelassen.

     

    Kommentare: 1
    5
    Teilen
    Jana68s avatar
    Jana68vor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Lebendig, fesselnd und mitreißend! Absolut lesenswert.Nach dem Buch „Thors Hammer“ ist „Odins Raben“ der 2. Teil von Ulf Schiewe‘s Roman-Tri
    Lebendig, fesselnd und mitreisend.

    Nach dem Buch „Thors Hammer“ ist „Odins Raben“ der 2. Teil von Ulf Schiewe‘s Roman-Trilogie „Herrscher des Nordens“, die die Geschichte von Harald Sigurdsson, dem späteren König von Norwegen im 11. Jahrhundert erzählt. Der 2. Band hält vollumfänglich das, was der erste verspricht - bildgewaltig und spannend erzählt, so nah wie nur möglich am tatsächliche Geschehen. Die politischen und kulturellen Entwicklungen ab 1035 im Reich des Rus und in Byzanz geben Harald Sigurdsson eine deutliche Prägung und verhelfen ihm, das Handwerk eines Kriegers immer mehr zu vervollkommnen. Somit formt sich allmählich die historischen Person Harald Hardrada heraus, mit all seinen Stärken und Schwächen und so ambivalent, wie er als Mensch nun mal war. Ziel des Autors ist es nicht, die Person als Held zu verklären, sondern seinen Lebensweg nachzuzeichnen und dabei das Unbekannte so auszugestalten, dass es ein überzeugendes und stimmiges Gesamtbild ergibt. Dies ist Ulf Schiewe nach meinem Dafürhalten einwandfrei gelungen. Nach über 5 Jahren als Söldner im Dienste des Großfürsten Jarisleif merken Harald und seine Freunde, dass sie irgendwie auf der Stelle treten, nicht mehr zufrieden sind und auch nicht das Geld verdienen können, dass sie für die Heimkehr nach Norwegen brauchen. Harald kann sich von dem Gedanken an die Krone Norwegens nie ganz lösen. Bisher siegt die Vernunft und er fühlt sich an das Versprechen, das er seinen Halbbruder Olaf gab, gebunden. Doch zunehmend manifestiert sich in ihm die Überzeugung, er sei der geeignete „Herrscher des Nordens“ und die Krone Norwegens stünde ihm zu. Es ist also Zeit für eine Veränderung, auch um seinem Ziel näher zu kommen. Mit der Verteidigung Kiew‘s gegen die Petschenegen führt Harald eine letzte Schlacht im Dienste des Rus. Dieser Kampf verlangt ihm alles ab, sowohl sein strategisches Geschick als auch sein politisches Können werden auf eine harte Probe gestellt. Mehrfach trifft er unkonventionelle Entscheidungen und fordert das Glück heraus. Der Erfolg gibt ihm Recht - wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Dennoch steht der Kampf immer wieder auf Messers Schneide und bei einem anderen Ausgang, hätte er auch dafür die Verantwortung tragen und mit den Konsequenzen leben müssen. Der Kampf fordert seine Opfer, auch Harald erleidet einen schweren persönlichen Verlust, der ihn an die Grenze dessen bringt, was ein Mensch verkraften kann. Nun aber zieht es ihn und seinen Trupp fort, sie wollen nach Byzanz. Dort geht es zunächst im Grunde genauso weiter wie bisher: Als Waräger kämpfen sie für den Kaiser gegen die Piraten und scheffeln dabei ordentlich Beute. Waren die politischen Verhältnisse beim Rus noch vergleichsweise überschaubar, so gerät Harald in Konstantinopel zunehmend in den Strudel von Intrigen und Machenschaften. Eine Liaison mit Kaiserin Zoe wird zum gefundenen Fressen für die Mächtigen des Reiches, in deren Diensten sich auch sein alter Feind Sigurd Erlingsson wiederfindet. Auf den Fortgang dieses „privaten Krieges“ darf man ganz nebenbei auch sehr gespannt sein. Neben der persönlichen Entwicklung von Harald, der an seinen Erfahrungen und Herausforderungen stetig in seiner Führungsrolle wächst, spielt auch die mittlerweile unumgängliche Auseinandersetzung mit dem Christentum eine zentrale Rolle. Auch wenn Harald den neuen Glauben an sich nach wie vor ablehnt, so erkennt er doch großes Potential für sich und sein Land, insbesondere in dem damit einhergehenden geballten Wissen sowie den technischen Errungenschaften, die das Leben der Menschen deutlich vereinfachen. Am Ende des 2. Buches trifft Harald eine Entscheidung, die mir persönlich nicht gefällt und die ich so auch nicht erwartet habe. Da es aber nun mal genauso war, müssen wir auch damit zurecht kommen, wenn wir Harald wirklich kennenlernen wollen. Aber ich ahne nichts Gutes. Der 3. Band wird Aufklärung bringen. Ausgesprochen clever ist es, diesen Moment der Entscheidung zum Cliffhanger werden zu lassen. Wohl dem, der mit dieser Trilogie erst beginnt, wenn alle Bücher bereits erschienen sind und man jeweils nahtlos im Folgeband weiter lesen kann... Fazit: überzeugend, lesenswert und einfach Klasse!

    Kommentieren0
    37
    Teilen
    K
    Kylevor 8 Monaten
    Der noch bessere zweite Teil der sehr gelungenen Trilogie


    Eine grandiose Fortsetzung zu einem grandiosen Auftakt.
    Wer den ersten Teil mochte wird auch den zweiten mögen. Das kann man glaube ich so festhalten.
    Die Charaktere sind oft sehr interessant geschrieben und wirken sehr lebhaft, sie entwickeln sich in einem sehr nachvollziehbaren Maße weiter und sind bei weitem nicht unsterblich. Diese Mischung aus historischen Ereignissen und fiktiven Personen ist absolut fantastisch zu lesen. Die zahlreichen Schauplätze wurden einem sehr glaubwürdig übermittelt, man merkt, dass sehr ordentlich recherchiert wurde und der rest sinnvoll ausgeschmückt wurde.
    Abschließend kann ich nur noch mal sagen, dass ich mit der Sage um den Herrscher des Nordens eine meiner Lieblingsreihen gefunden habe und der zweite Teil der Trilogie den ersten nochmal um alles etwas übertrifft. Spannend bleibt es wie es nach dem gigantischen Cliffhanger weiter geht.

    Kommentieren0
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Ulf Schiewes avatar

    HERRSCHER DES NORDENS (Band II)

    "ODINS BLUTRABEN"

    ZWISCHEN RUHM UND INTRIGEN - DIE SAGA UM DEN WIKINGERKÖNIG HARALD HARDRADA GEHT WEITER!

    Das Jahr 1035: Beim Großfürsten der Rus hat sich Harald den Ruf eines äußerst kompetenten Söldnerführers erworben. Doch bei der Verteidigung Kiews werden seine Fähigkeiten auf eine harte Probe gestellt. Als der Großfürst ihm die Hand seiner Tochter anbietet, verzichtet er. Seine Gier nach Beute treibt ihn rastlos weiter, diesmal nach Konstantinopel, wo er als Offizier auf jahrelangen Kriegszügen rund ums Mittelmeer zu Ruhm und Reichtum bringt. Doch wegen einer heimlichen Affäre mit der Kaiserin Zoe gerät er in größte Gefahr.

    Die Saga von König Harald Hardrada. 

    Die unglaubliche Geschichte des Harald Sigurdsson, seine Abenteuer und Kämpfe, seine Frauen und sein unbezwingbarer Ehrgeiz.

    Der dreiteilige Roman erzählt die Lebensgeschichte einer faszinierenden Persönlichkeit des mittelalterlichen Nordens, von seinem abenteuerlichen Weg von Skandinavien über Russland, den Steppen Asiens, Konstantinopel, Syrien und Sizilien, bis er mit Schätzen beladen den Heimweg antritt, ein Königreich erobert und am Ende im Kampf um England stirbt. 

    Eine Geschichte voller Abenteuer, gefährlicher Widersacher, politischer Intrigen und großer Schlachten. Aber auch eine Geschichte von Familie, Freundschaft und Liebe.


    Wer gerne mitmachen möchte und den ersten Band noch nicht gelesen hat, es ist ja noch Zeit, um das nachzuholen.
    Leseprobe zu Band 1

    Ulf Schiewes avatar
    Letzter Beitrag von  Ulf Schiewevor 6 Monaten
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks