Uli Burchardt Ausgegeizt!

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Inhaltsangabe zu „Ausgegeizt!“ von Uli Burchardt

" Es ist für uns alle an der Zeit, die Augen zu öffnen. Es ist an der Zeit zu verstehen, dass unsere Gier und unser Geiz eine Wirtschaft geformt haben, die umzufallen droht wie eine Fichtenmonokultur im Orkan." Uli Burchardt Geiz bleibt Geiz: Die Strategien der Discounter und Billigheimer haben ausgedient. Immer mehr Menschen wollen Produkte, die werthaltig sind, auf faire und ökologisch verträgliche Weise hergestellt und nicht um den ganzen Globus gereist, bevor sie in den heimischen vier Wänden landen. Dass sich Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Erfolg verbinden lassen, haben einzelne Unternehmen in den letzten Jahren erfolgreich vorgeführt. Uli Burchardt, der Marketing- und Vertriebschef bei Manufactum war, gewährt einen Blick hinter die Kulissen des Unternehmens, lüftet die Geheimnisse seines Erfolgs und zeigt, wie sich zwischen guten Produkten und gutem Marketing unterscheiden lässt.

Klasse!

— sylvia_nickel
sylvia_nickel

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  • Rezension zu "Ausgegeizt!" von Uli Burchardt

    Ausgegeizt!
    bücherelfe

    bücherelfe

    19. January 2013 um 23:17

    Es mag ja noch Menschen in unseren Breitengraden geben, die die schicken Manufactum-Kataloge nicht kennen. Ich oute mich hier schon einmal als Fan davon. Und das obwohl meine letzte Anschaffung, eine platzsparende Salatschleuder , mich nicht in Begeisterungsstürme versetzen konnte. Im Gegenzug dazu ist die vor Jahren aus dem Hause Manufactum bei mir eingezogene Papiertopfpresse der Hammer. „In vielen Ländern der Welt kann eine Familie von einer Kuh leben. In unserer modernen Welt kann selbst ein lediger und kinderloser Bauer nicht einmal von hundert Kühen leben“. Billig, billiger am billigsten. „Notdurftanstalten“ nennt Uli Borchardt die Supermärkte, Discounter und Billigwarenhäuser in die der Durchschnittsbürger pilgert wie die Lemminge in Richtung Abgrund. Dass die Tomaten nie Erde gesehen haben, die in China unter fragwürdigen Bedingungen produzierte Gartenschere, die Schnäppchen-Stiefel weil kaputt und planmässig nicht reparierbar nach einer Saison zur Wegwerfware mutieren, ist zur Normalität geworden. Die „Geiz ist geil“-Mentalität ist in allen Gesellschaftsschichten angekommen. Es wird ignoriert, dass dieses Verhalten sich nicht verträgt mit der Idee, dass alle für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden wollen. Dass Sortenvielfalt und solides Handwerk vom Einheitsbrei-Allerlei verdrängt wird, scheint kaum zu interessieren. Dabei ist es wesentlich preiswerter, auf Qualität zu setzen. Jedes Jahr zwei Paar Wegwerfschuhe zu kaufen ist nachweisbar teurer als alle fünf Jahre ein solides Paar. Mit dem vorliegenden Buch plädiert Uli Burchardt für das Prinzip „kaufe weniger, aber wertvoller!“ Der Autor war Marketing- und Vertriebschef bei Manufactum. Diese Tatsache ist natürlich stark spürbar und so kommt das Buch stellenweise auch ein wenig wie eine Werbeschrift für Manufactum rüber. Weil seine Aussagen aber so schlüssig sind, stört das beim Lesen überhaupt nicht. Es steckt sehr viel Wissenswertes zwischen diesen, nebenbei bemerkt hochwertig gestalteten, Buchdeckeln. Fazit: Informativ und spannend. Ein Buch, dem ich eine ganz grosse Leserschaft wünsche. Absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Ausgegeizt!" von Uli Burchardt

    Ausgegeizt!
    ChiefC

    ChiefC

    10. January 2013 um 12:54

    Kurz nachdem „Ausgegeizt“ herauskam, wurde Uli Burchardt zum Oberbürgermeister von Konstanz gewählt. Kann er in der konkreten politischen Arbeit auch nur einen Teil dessen verfechten, wozu er in seinem Buch steht, dann war das wohl keine schlechte Wahl. Doch letztlich lautet ja seine Devise: Alle Macht geht vom Verbraucher aus. Aber ist es wirklich schon damit getan, alle Discounter zu meiden? Angesichts von Berichten über Preis- und Kostendruck, wie er laut aktueller Medienberichte zum Beispiel auch bei Edeka herrscht, ist das zu bezweifeln. Wo kann man ruhigen Gewissens wirklich noch seinen gesamten täglichen Bedarf decken? Darauf gibt das Buch auch keine konkreten Antworten, so räumt Burchardt ein, dass das gerade im Textilbereich schwierig ist. Das Buch gibt aber eine Menge Denkanregungen, die zwar nicht alle nagelneu sind aber gut geschrieben und zusammengefasst sind. Interessant ist etwa seine Forderung, die ganze Marktforschung zum Teufel zu schicken, da deren Ergebnisse immer nur Mittelmaß bestätigen und erzeugen. Sehr eingängig sind auch die Vergleiche zur Waldwirtschaft, aus der ja schließlich der Begriff Nachhaltigkeit stammt und mit der sich Burchardt als gelernter Förster bestens auskennt. Vielleicht ist er ein bisschen zu begeistert von seinem ehemaligen Arbeitgeber Manufactum, wie es einige Rezensenten auch monierten, aber schließlich kündigt das der Buchuntertitel ja schon an: „Wertvoll ist besser – Das Manufactum-Prinzip.“ Genauso wenig wie sich Hartz-4-Empfänger Manufactum-Produkte leisten können und werden, richtet sich das Buch natürlich an diese Klientel. Sondern an jene, die, zugespitzt, ausgedrückt, mit einem Auto für 150.000 Euro beim Discounter vorfahren und sich über Schnäppchen freuen. Denn sind wir in der Billigheimer-Hochburg Deutschland nicht alle ein bisschen Aldi?

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