Uli Hauser

 3.7 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Geht doch!, Die Spiritualität der Mönche und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Uli Hauser

Geht doch!

Geht doch!

 (2)
Erschienen am 16.04.2018
Die Spiritualität der Mönche

Die Spiritualität der Mönche

 (1)
Erschienen am 21.09.2004
Geht doch!

Geht doch!

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Erschienen am 08.07.2019
Eltern brauchen Grenzen

Eltern brauchen Grenzen

 (0)
Erschienen am 19.09.2008

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Rezension zu "Geht doch!" von Uli Hauser

Von Hamburg nach Rom - zu Fuß
Buchraettinvor 2 Monaten

Was bringt einen Menschen dazu von Hamburg aus bis nach Rom zu Fuß zu gehen? Das fand ich sehr originelle Idee und ich muss sagen, der Autor des Buches schafft es auch, mich auf den ersten Seiten mitzunehmen.
Seit ich das Buch eines bekannten TV-Moderator gelesen habe, der den Jacobs Weg gegangen ist, lese ich gern Bücher über das Gehen. Es ist natürlich auch eine Art Inspiration mal selbst zu gehen, oder einfach darauf zu achten allgemein mehr zu Fuß zu erledigen.
Der Stil ist sehr beschreibend, so dass ich mir die Wege, Umgebung und vor allem die Begegnungen mit anderen Menschen sehr gut vorstellen kann.
Allerdings findet sich für mich hier gleich ein Manko im Buch. Ich mag es sehr, sei bei Sachbüchern oder Reiseberichten Fotos vorzufinden. Ich finde es wirklich schade, denn es gibt eine Stelle im Buch, da erzählt der Autor selbst, dass er viele Fotos von sich gemacht hat (vergl. S. 176), aber leider sind keinerlei Fotos im Buch vorhanden. Was ich auch toll gefunden hätte, wäre eine Übersichtskarte, die mir den gegangenen Weg des Autors gezeigt hätte.
Ich mochte die Stellen im Buch, wenn der Autor seinen Weg, seine Intention zu Fuß zu gehen beschreibt und damit auch mich als Leser anregt, darüber nachzudenken, einfach mehr zu Fuß zu erledigen.
Es gibt immer wieder auch Szenen, wo er Begegnungen mit verschiedenen Menschen beschreibt. Seien es Therapeuten, die einem das „Richtige Gehen“ nahebringen, Beobachtungen des Ganges, der Physiologie des Gehens- das war für mich eine Art Mischung aus einem Reisebericht dieses Weges von Hamburg nach Rom und dann wiederrum auch informative Seiten zu dem Prozess rund um das Gehen.
Im Text blitzt auch immer wieder an einigen Stellen der Humor des Autors durch, das mochte ich auch, denn lockert auch den Text und das Buch auf.
Der Stil des Buches nenne ich mal unterhaltsam und dennoch informativ. Er beschreibt die Landschaften, die er durchquert, die Begegnungen mit Menschen, seine Gedanken und immer wieder schweift er für mich manchmal etwas ab. Da war es mir manchmal etwas zu ausführlich erzählt oder es auch Themen angesprochen, die für mich nicht unbedingt interessant waren im Kontext des Gehens. Aber auch das ist immer die Geschmackssache des jeweiligen Lesers.
Ich mochte aber durchaus den Blick des Autors besonders auf die Besiedlung und auch die Infrastruktur und deren Veränderungen im Laufe der Zeit, die er beobachtet hat oder erlebt hat.
Im Klappentext hinten im Buch erfährt man einige Daten des Autors Uli Hauser. Dieser ist Reporter beim „Stern“ und lebt in Hamburg.
Ich lese auch gern die Schlussworte oder Danksagungen am Ende eines Buches. Hier findet man noch Hinweise auf Orte, Menschen und auch Internetseiten, die Autor besonders empfehlen kann- das war für mich eine perfekte Abrundung des Buches.

Es ist ein wirklich unterhaltsames Buch.
Ich fand es informativ und gut zu lesen. Es regt durchaus an, einfach mehr zu Fuß zu gehen, mal die Natur hautnah zu erleben und einfach wirklich das Handy mal zu Hause zu lassen und einfach frei zu fühlen und zu entspannen.


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Rezension zu "Geht doch!" von Uli Hauser

Angenehm zu lesende „Ich Gehe“ Lektüre
michael_lehmann-papevor 7 Monaten

Angenehm zu lesende „Ich Gehe“ Lektüre

Durchaus bewusst gesetzt ist der Titel Doppeldeutig zu lesen.

Einerseits als umgangssprachlicher Aufruf „Geht doch! Läuft! Kommt in Ordnung“ und andererseits als Imperativ an den Leser „Geh Du auch mal!“ im wörtlichen Sinne.

Die Füße in Bewegung setzen. Wobei, angenehmerweise, Hauser sich weder dem Kanon der „bewussten Geher“ oder „Wallfahrer“ anschließt, noch einen der Romane über „Pilgerschaften“ der letzten Jahre versucht, nachzuschreiben.

Ein einfacher Erfahrungsbericht ist es, den Hauser mit dem Buch in den Raum setzt. Ein Bericht von vielen Begegnungen, vielen Orten, vielen kleinen Anekdoten, vor allem von Lebensfreude und einfachem „Gehen“. Auf den beiden eigenen Füßen. Die, wie Hauser schreibt, zunächst noch in Wanderstiefel steckten (gut eingelaufen, aber seit Jahren nicht mehr regelmäßig benutzt), die dann in Sandalen Atmen dürfen und, teilweise, sogar Barfuß den Boden spüren, begehen, ertasten.

Was den Mann mit 60, gerade in Ruhestand, dazu trieb? Keine unbedingte Erleuchtung, kein Zwang, kein festes, geplantes Vorhaben, sondern reine Lust.

In der Erinnerung an die Kinderzeit, an das „umherstreifen“ durch die Orte, Wiesen, Wälder. In der Erinnerung an das Gefühl der Freiheit, nirgends ankommen „zu müssen“ aber irgendwo ankommen zu werden und dabei den Weg, das zu Sehende, die Begegnungen offen, spontan und frei zu genießen.

Und, das sei verraten, Hauser geht weite Wege. Hier geht es nicht um ein Wandern auf festen Routen oder eine fußläufige Erkundung der Nachbarschaft oder der Umgebung seiner Heimat. Hier geht es durchaus auch mal vom hohen Norden Deutschlands nach Rom und weiter.

„Dass dieser Spaziergang schön werden würde, hatte ich mir erhofft. Dass diese Fußreise ein einziges Glück wurde, liegt nicht nur daran, eines Tages aufgebrochen zu sein…Es hat zu tun mit den Menschen, die mir begegneten“. Und das sind viele, auch soviel kann vorher verraten werden. Viele und unterschiedliche Menschen säumen die Wege des Uli Hauser.

„Neugierig, was als nächstes kommt und immer in Bewegung. Ein „Mutausbruch“ ins Blaue hinein“.

Mal davon abgesehen, dass einem jeder Arzt sagt, dass Bewegung wichtig ist und ebenso jeder Arzt vermitteln kann, dass es nicht um Leistungssport-Allüren zu gehen hat ab einem gewissen Alter und einfaches Gehen genauso gesund und ausreichend an Bewegung ist, wie Joggen und deutlich gesünder für Herz, Kreislauf und Gelenke als jedes Fitnessstudio, sind es gerade die Anekdoten, die vielen Begegnungen, die unverhofften Einladungen, die den Elser am Ende der Lektüre motivieren, selber einmal loszuziehen. Einfach so. Vielleicht nicht ganz so weit. Vielleicht nicht ganz so lange, wenn die Freiheit noch nicht besteht. Aber mit Lust und der realen Möglichkeit, den eigenen Blick zu weiten und das Leben zu bereichern.

In diesem Sinne ist dies ein gut und einfach zu lesendes, sehr animierendes Buch.

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