Uli Paulus Schattengott

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Inhaltsangabe zu „Schattengott“ von Uli Paulus

Sabina Lindemann ist erst seit ein paar Monaten bei der Kantonspolizei Graubünden, als drei junge Frauen verschwinden, die eines gemeinsam haben: Sie waren gläubige Christinnen. Wenig später werden kryptische Botschaften gefunden, die nur einen Schluss zulassen: Der Täter bedroht das Christentum im Bündnerland. Ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit beginnt. Die Viamalaschlucht als Schauplatz einens fulminanten Krimis: mitreissend erzählt, rasant inszeniert vor der Kulisse der mytischen Alpenwelt des Bündnerlands.

Ein Krimi aus Graubünden, nicht völlig übereugend, aber trotzdem solides Schreibhandwerk! Ein wenig mehr Psychologie hätte da gutgetan.

— tinderness
tinderness

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    Schattengott
    tinderness

    tinderness

    Der Krimi, ein 2012 erschienenes Debüt des Schweizer Autors Uli Paulus, läßt mich etwas ratlos und mit ambivalenten Gefühlen zurück. Es ist ein solide geschriebenes Buch, mit logisch zusammengefügten Handlungssträngen, ausreichender Detailtreue und einem liebevoll gestalteten Lokalkolorit. Das Buch ist spannend zu lesen, das Haupaugenmerk liegt auf dem kriminaltechnischen Fortschritt der ermittelnden PolizistInnen. Die ermittelnde Kommissarin ist einer Reihe von Ritualmorden an Frauen auf der Spur und findet diese religiös begründet. Sie recherchiert mit ihren männlichen Kollegen in einem Amalgam von Christentum, Naturreligion und Mithraskult, das sie immer tiefer in die Verstrickungen religiösen Wahns, von Trauma, Schuld und Erlösung führt. Hintergrund ist die Gebirgslandschaft Graubündens mit seinen schmucken Orten und Kirchen und seinen vielen vorchristlichen Kultstätten. Dennoch bleibt der Erzähler kalt und distanziert, fast ein wenig unbeteiligt. Dass die grausam ausgeführten Ritualmorde so nüchtern beschrieben werden, ließe sich entweder auf ausgeklügelte stilistische Überlegungen zurückführen oder einfach auf eine ungenügende Psychologisierung der beteiligten Personen. Ich neige zu Letzterem und füge hinzu, dass die zur Schau getragene, fast lakonische Distanz wohl Ausdruck eines eher bei Männern vorzufindenden Empathiemangels ist. Eine Frau hätte wohl die Darstellung von Missbrauch und Gewalt bei ihren Geschlechtsgenossinnen wohl weniger gleichgültig gelassen. Aber vielleicht ist das ein schlichtes Vorurteil und es geht einfach nur um mangelndes handwerkliches Können. Auf alle Fälle hätte dem Krimi weniger Mord und Blut und mehr Konzentration auf die Psychologie der Opfer und Täter besser getan. Am Ende haben wir Letztere kaum kennengelernt und rätseln noch immer an den konkretenMotiven ihrer Grausamkeit. Es scheint, als würden wir vom Erzähler auf eine weitere Folge von Ritualmorden in einem Folgeband vertröstet. Es ist doch ohnehin schon so viel gemordet worden! Hoffentlich ist das ein blindes Motiv, denn ich bezweifle, dass wir dann mehr emotional ergriffen werden. Aber lassen wir uns, gerne auch positiv überraschen. Dennoch, das Zeug zu leichter Urlaubslektüre hat dieses Buch allemal. Es liest sich schnell, mühelos und gefällig. Wir kommen schnell voran und verlieren keinesfalls das Interessse. Wer allerdings die Abgründe menschlichen Daseins verstehen will, dem wird durch die Lektüre dieses Buches wenig geholfen sein.

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