Uli Wächter Der Fall Botticelli: Ein Krimi mit Alfonso Centuron

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Inhaltsangabe zu „Der Fall Botticelli: Ein Krimi mit Alfonso Centuron“ von Uli Wächter

Die Zusammenarbeit der spanischen Policía Nacional und der Guardia Civil war noch nie gut. Als ihm die Leitung einer übergeordneten Spezialeinheit angeboten wird (LISA: Lanzamiento de Investigacíon Secreta Aunada), nimmt Capitán Centuron an. Gemeinsam mit seinem Team junger Spezialisten untersucht er, ob die Beichte eines Sterbenden in Córdoba, ein in Galicien abgefackelter Kleintransporter, der am Strand angespülte Tote und der Hinweis auf einen gefälschten Botticelli in der Kathedrale von Granada in einem Zusammenhang stehen – und wenn ja, in welchem. Die Ermittlungen gehen bis nach Südamerika, Russland, Frankreich und Deutschland – und fördern ein Verbrechen zutage, das in den letzten Tagen des 2. Weltkrieges verübt wurde und Auswirkungen bis in die Gegenwart hat. 2.Teil der Trilogie Siroco Andaluz und Der Fall Botticelli sind Teil I und Teil II einer Trilogie mit Capitán Centuron. Jeder Roman hat eine abgeschlossene Handlung, kann also auch unabhängig von den anderen gelesen werden. Durch alle Bände zieht sich Cents rastlose Suche nach den Entführern seiner großen Liebe Mathilde. War sie 1975 wirklich von einem ETA- Kommando entführt worden? Welche Behörde war für die Schwärzung der Ermittlungsakten verantwortlich? Wer hatte nach so langer Zeit Interesse, die Spuren zu den Tätern zu verwischen? Wann der dritte Teil erscheint, kann ich noch nicht sagen, aber eines schon versprechen: Cent wird im dritten Teil die Hintergründe der mysteriösen Entführung aufklären und auf ein unfassbar dunkles Geheimnis der Franco- Diktatur stoßen.

Tolle Figuren, tiefschürfende Gedanken, spannende Handlung, etwas Kunst. Sex & love, wie die spanische Küche kommen da auch nicht zu kurz.

— Zmei
Zmei
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  • Ein toller Krimi aus Andalusien

    Der Fall Botticelli: Ein Krimi mit Alfonso Centuron
    Zmei

    Zmei

    26. May 2015 um 12:06

    Ich habe diesen Krimi im E-book Format gelesen und kann ihn gut und gerne weiterempfehlen. Die Geschichte fängt mit einer Leiche an, die am 3.ten Dezember aus dem Meer an der Playa Canta Lobos in San Pedro gefischt wird und Endet am 8.ten Januar des darauf folgenden Jahres. Man erlebt einen spannenden Krimi und erhält u.a. einige gute, wie tiefgründige Einblicke in das gegenwärtige Leben in Spanien. Es fängt gut an: der zuständige Ermittler ist für Wochen außer Gefecht gesetzt worden, also übernimmt Alfonso Centuron, ein reifer Mann, der seine Erfahrungen als Ermittler bei der spanischen Policía Nacional gesammelt hat und von den jüngsten Geschehnissen, beruflich wie privat, recht desillusioniert ist. Ihm zur Seite wird ein hochprofessionelles wie halblegales Team gestellt. Bald wird klar, dass die Leiche nur die Spitze des Eisbergs darstellt, und das gefälschte Bild von Andrea Boticelli, das in der Kathedrale von Granada hängt, für die Ermittlung keine geringe Rolle spielt. Die Handlung wie Figuren fand ich sehr gut gelungen. Schon allein das Ermittler-Team ist eine bemerkenswerte Ansammlung von spannenden Persönlichkeiten. Man sieht, dass der Autor sich gründlich Gedanken sowohl um die Figuren als auch um den Plot gemacht hat. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen. Es fällt auch positiv auf, dass eine reife Persönlichkeit hinter dem Krimi steckt: So manche Beobachtungen, philosophische Bemerkungen über Gott und die Welt ließen mich mal schmunzeln, mal stimmten sie nachdenklich, auf jeden Fall ließen die Geschichte nicht außer Hand legen. Einer meiner Vorredner schreibt:„Das Buch beeindruckt durch die intimen Kenntnisse spanischer Verhältnisse und Befindlichkeiten, die sich auch durch ein um- fangreiches spanisches Vokabular ausdrückt...“ So sehe ich es auch. Man sieht, dass der Autor ein guter Kenner des Lebens in Spanien ist und weiß, sein Wissen gut zu präsentieren. Sex und Liebe, wie die spanische Küche kommen im der Geschichte auch nicht zu kurz. Zu Leserfreundlichkeit ist ein Glossar ist am Ende des Buches hinzugefügt, falls einige Begriffe nicht geläufig sein sollten. Es gibt auch die Seitenzahlen im E-book. Eine nette Spielerei, könnte man meinen, aber ich fand es viel angenehmer, die Seitenzahlen als Lesefortschritt angezeigt zu bekommen, statt nur auf die Positionennummern  und Prozente angewiesen zu sein. Dieses kleine Detail liefert einen weiteren Beweis, dass dieser Krimi mit Sinn und Verstand gemacht worden ist, inhaltlich wie formtechnisch. Diese Sorgfalt zeugt vom Respekt zum Leser, was ich sehr schätze. Wenn es einen weiteren Fall mit Centuron geben sollte, bin ich gerne dabei. Eine gute wie bereichernde Unterhaltung.  

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