Ulla-Lena Lundberg Sibirien

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Inhaltsangabe zu „Sibirien“ von Ulla-Lena Lundberg

Als Ulla-Lena Lundberg zum zweitenmal nach Sibirien fährt, um auf den Spuren ihrer ersten Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn das Land neu zu erleben, muß sie einen plausiblen Vorwand finden, um überhaupt ein Visum zu bekommen. Sie gibt ornithologische Studien an - keine erfundene Ausrede, denn die Vogelbeobachtung sollte ihr Hauptinteresse werden. Sie ist fasziniert vom Verhalten der Zugvögel. Und sie fühlt sich ihnen in gewissem Sinne verwandt.§Bis hinauf zur äußersten Küste am nördlichen Eismeer und zur Beringstraße führt sie ihre "Jagdleidenschaft", seltene Vögel wie den Sibirischen Schneekranich oder die Arktische Rosenmöwe zu beobachten, und ebenso durch Jakutien hinab in den südlichsten Winkel des Ussuri-Landes in Fernost. In einigen entlegenen Gebieten gehört sie zu den ersten westlichen Besuchern seit der Oktoberrevolution. Sie findet bei ihren Beobachtungen der verschiedensten Vogelarten und ihrem Habitat zahlreich Anlaß zu Vergleichen mit menschlichen Charakterzügen und Verhaltensweisen, zu Reflexionen über die conditio humana und unseren Umgang mit der Natur.§Und es ist zudem eine Reise durch eine untergehende Gesellschaft, spannend, lyrisch, stimmungsvoll und klug geschrieben
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  • Rezension zu "Sibirien" von Ulla-Lena Lundberg

    Sibirien

    Liisa

    07. May 2007 um 18:09

    1968, gerade Anfang 20, reiste Ulla-Lena Lundberg nach und durch Sibirien. Einundzwanzig Jahre später, im Sommer 1989, reiste sie erneut - über die Mongolei - nach Sibirien. Bis 1993 kehrte sie jeden Frühsommer für einen Monat nach Sibirien zurück und bereiste diesen Landstrich. In »Sibirien: Selbstportrait mit Flügeln« erzählt sie von ihren Erlebnissen, der Natur und den Menschen Sibiriens, so wie sie es erlebt hat. Hauptsächlich bezieht sie sich auf eine Reise in einer Gruppe von Ornithologen, was dazu führt, dass der Leser sehr viel über die Vogelwelt Sibiriens erfährt. Nun weiß ich, dass es Thors- und Odinshühnchen gibt und einen Riesenknutt. Knutts kann man auch an der deutschen Nordseeküste sehen, aber eben nur die amselgroße Ausgabe. Benannt sind sie nach dem dänischen König Knut, der die Wellen zu bändigen versuchte. Soweit so gut - ich lerne ja gerne etwas aus Büchern, die ich lese. Ärgerlicher war, daß im Buch durchgängig von Burjätien und Burjäten die Rede ist (richtig wäre Burjatien und Burjaten). Schade, dass die Lektoren diesen Fehler nicht bemerkt haben. Ob ornithologisch alle Angaben stimmen kann ich nicht beurteilen, da ich mich auf dem Gebiet nicht auskenne und nicht jedem erwähnten Vogel nachrecherchieren wollte. Als studierte Ethnologin interessiert sich Ulla-Lena Lundberg natürlich auch für die in Sibirien ansässigen Volksgruppen und Stämme, doch insgesamt erfährt der Leser nur wenig über sie und ihre Lebensweise. Von Sibirien und den Orten, die Lundberg im Laufe der Reise(n) besuchte hätte ich gerne mehr erfahren. Das Thema Sibirien als Verbannungsort wird mehrfach angerissen, der Archipel Gulag kurz gestreift und die Autorin betont mehrfach, dass dies Themen sind, die sie und ihre Mitreisenden lieber nicht groß erwähnt haben, um nicht Missverständnisse auszulösen. Das ist verständlich, warum sie allerdings dann beim Schreiben des Buches diese Zurückhaltung auch weiterhin beibehält, hat sich mir nicht so ganz erschlossen. Gefallen hat mir der Ton in dem Ulla-Lena Lundberg erzählt, engagiert, manchmal wie ein Beobachter von außen, mit Humor, Ironie und Sarkasmus. Für die, die mehr über Sibirien erfahren möchten, gibt es am Ende des Buches eine kleine Literaturauswahl, außerdem eine Artenliste aller im Buch erwähnten Vögel. Wer sich für Russland bzw. Sibirien interessiert, dürfte nach der Lektüre u.U. etwas enttäuscht sein, da die Betonung auf der Vogelwelt doch etwas arg spezial ist - ich gebe zu, der Titel des Buches hätte mich vorwarnen sollen. Wer sich auf die sibirische Vogelwelt einlassen mag und kann bzw. echter Outdoor-Freak und Naturliebhaber ist, wird eine Menge interessanter Informationen bekommen und es zufrieden sein. Ein Reisebericht, den man lesen kann - aber wenn man ihn nicht liest, hat man nichts wirklich Großartiges verpasst ... es sei denn man ist Vogelliebhaber und das soll ja eine wachsende Gruppe sein.

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