Ulla B. Müller Der Rollenkavalier

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Inhaltsangabe zu „Der Rollenkavalier“ von Ulla B. Müller

Oben Silber und im Bauch Schmetterlinge … Eigentlich wollte Armin mit dem Verkauf des Rollstuhls nur seine magere Rente aufbessern. Als er sich nach dem geplatzten Deal kurz darin ausruhen will, steht plötzlich die bezauberndste Frau jenseits der Sechzig vor ihm und bietet ihm Hilfe an. Von ihrer reizvollen und einfühlsamen Art völlig überwältigt, bringt er es nicht fertig, den Irrtum aufzuklären und mimt weiter den charmanten Rollstuhlfahrer. Eine verhängnisvolle Entscheidung, die ihn beinahe ins Liebes-Aus rollt. Ein Liebesroman, der auf unterhaltsame Weise anregt, neugierig und wagemutig zu bleiben. Liebe kennt kein Alter, und auch Best Ager in Love dürfen Bockmist bauen. Lesen Sie, warum man für die große Liebe nicht perfekt sein muss!

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— Gerhard_Ebert

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  • Ein Dussel in Freiheit

    Der Rollenkavalier

    Gerhard_Ebert

    11. November 2015 um 12:15

    Zunächst hatte ich meine Schwierigkeiten mit diesem „Rollenkavalier“, dem Rentner Armin Sebeling. Welch ein Dussel aber auch! Läuft ihm doch die Frau davon, die Jutta, mit siebzig, weil sie offenbar einem Kerl begegnet ist, bei dem sie sich einen abwechslungsreicheren Lebensabend verspricht als beim pedantischen Armin. Und obwohl Armin die schöne Erkenntnis beseelt, seine Freiheit wieder gewonnen zu haben, verstrickt er sich prompt in eine neue Zwangslage, fast ärgerlicher als sein verkorkstes Eheleben. Immerhin gesteht er sich ein: „Ich bin so ein Idiot in letzter Zeit“. Aber er vermag seiner Trotteligkeit einfach nicht Herr zu werden. Worin ein guter Teil der anrührenden Komik dieses Buches besteht. Armin ist auf die Idee gekommen, einen Rollstuhl zu Geld zu machen, das er dringend braucht. Das Gefährt, das für einen verstorbenen Mitbewohner im Mietshaus bestimmt war, eignet er sich einfach an und gerät natürlich in Verdacht. Was der Geschichte einen Krimi-Touch gibt. Fataler ist Armins nächste Lüge: Er spielt einer Frau, die ihm über den Weg läuft und die ihm gefällt, einen an den Rollstuhl gefesselten kranken Mann vor. Gewiss, das kleine Unglück, das Autorin Ulla B. Müller erfindet, um Armins Einfall wahrscheinlich zu machen, überzeugt trotz seines grotesken Zuschnitts. Doch dass Armin das Missverständnis nicht aufklärt, sondern meint, damit bei Rosalie erfolgreich zu sein, stempelt ihn endgültig zum Trottel. Wenn er sich in seiner Wohnung dazu aufrafft, Ausreden zu suchen, sie aber so laut meditiert, dass draußen vor der Tür die neugierige Hausbewohnerin Wilma, Rosalies Konkurrentin, aufmerksam wird und zuhört, dann sagt man sich, dem alten Mann ist nicht zu helfen. Aber just diese Unbeholfenheit Armins gegenüber den Tücken des Lebens, die er letztlich immer wieder irgendwie meistert, um sich schon in der nächsten Kalamität zu befinden, machen den Kavalier auf Rädern ob seiner letztlich liebenswürdigen Schrulligkeit sympathisch. Zumal Ulla B. Müller die Widrigkeiten und Zufälle fabelhaft locker, herrlich genau und differenziert zu schildern weiß. Ob in Armins Wohnung, im Café, im Krankenhaus, in der Reha-Klinik, im Konzertsaal, im Schwimmbad - die Autorin kennt ihre Handlungsorte sehr genau und weiß obendrein ganz nebenbei immer wieder treffliche Anmerkungen übers ach so menschliche Miteinander zu machen. Etwa wenn sie in punkto Kindererziehung bissig feststellt, ein nötiges „Machtwort“ werde zuweilen schon als „Kindesmisshandlung“ betrachtet.   Mithin: Ich habe zunehmend mit Vergnügen gelesen und wurde immer neugieriger darauf, was Herr Sebeling wohl noch so anstellen wird, um seiner späten Liebe, der attraktiven Rosalie, endlich näher zu kommen. So skurril die eine oder andere Begebenheit sein mag, so überraschend auch die Wendungen der Geschichte, die Autorin hat sie sehr clever gefädelt. Besonders geglückt scheint mir die freundliche Art, wie sie das altehrwürdige potentielle Liebespaar nach der Serie von teils fatalen Missgeschicken denn doch noch zusammen führt. Jutta ist es, welch ein schöner Zufall, Armins geschiedene Ehefrau, die ihrem Verflossenen auf einem Tanzfest den Hinweis gibt, wo er Rosalie finden kann. Und wenn zum happy end auch noch Rosalies Sohn Alexander mit künftiger Ehefrau und Enkel auftauchen, alles von Armin insgeheim arrangiert, dann kann man wirklich optimistisch in die Zukunft schauen. Was heutzutage allerhand wert ist. Nicht zuletzt: Ulla B. Müller liebt ihre Gestalten und scheint irgendwie stets ihre schützende Hand über sie zu halten. Sie mögen in noch so knifflige Situationen geraten, ihre Schöpferin lässt sie nicht im Stich. Ein kurzweiliges Buch von hohem Unterhaltungswert. Vor allem für jene, die Einsamkeit im Alter kennen und fürchten.       

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