Ulla Fölsing

 4.6 Sterne bei 15 Bewertungen
Autor von Frauen und ihre Hunde, Nobel-Frauen und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ulla Fölsing

Frauen und ihre Hunde

Frauen und ihre Hunde

 (11)
Erschienen am 12.09.2017
Schokolade

Schokolade

 (1)
Erschienen am 01.01.1996

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Buechergartens avatar

Rezension zu "Frauen und ihre Hunde" von Ulla Fölsing

Eine ganz besondere Beziehung...
Buechergartenvor einem Jahr

INHALT:

„Besonders die Maler verstehen sich seit langem auf die anmutige Verbindung von Dame und Hund. Ihre Vorliebe für Vierbeiner kommt nicht von ungefähr: Hunde als Blickfang und Akzent haben mehr als nur ästhetische und dekorative Wirkung. Sie bringen Leben und Dialog in eine Szenerie, die ohne sie leicht zur puren Staffage gerät.“ Ulla Fölsing

Nicht nur in unserem Alltag, auch auf zahllosen Gemälden dienen Hunde als Spiegel weiblicher Neigungen, Vorlieben und der Suche nach Identität. Für viele Porträtmaler der letzten Jahrhunderte war die anmutige Verbindung von Dame und Hund ein beliebtes Mittel, die Darstellung von Frauen auf der Leinwand aufzulockern und lebendig zu machen. Ulla Fölsing lädt uns zu einem Spaziergang durch die Welt der Kunst, welche in diesem Buch nur ein Thema kennt: Göttinnen, Adelsdamen, Kurtisanen, Bürgerinnen, Mütter, Töchter, die alle eines gemeinsam haben: Nicht ohne meinen Hund! Nicht ohne ihren besten Freund, Partner, treuen Begleiter, nicht ohne den vierbeinigen Gefährten, der die glücklichen Stunden seines »Frauchens« ebenso teilt wie die melancholischen. Und stets an ihrer Seite ist. Mit zahlreichen Bildern von François Boucher, Jean-Honoré Fragonard, Paul Gauguin, Peder Severin Krøyer, Edouard Manet, Franz Marc, Pablo Picasso, Pierre-Auguste Renoir, Henri Rousseau, Peter Paul Rubens und vielen anderen Künstlern.

 

EIGENE MEINUNG:

Dieses wunderschöne Buch hat über eine Leserunde seinen Weg zu mir gefunden und mein Bücherregal (und natürlich auch mich) bereichert! Da es bei mir unter „Sachbuch“ läuft habe ich den Inhalt nicht in eigenen Worten wieder gegeben, sondern den offiziellen Klappentext übernommen.


Ich bin mit Sicherheit keine Kunstexpertin, allerdings durchaus an Kunst interessiert. Hunde haben – sowohl durch Haus- als auch Jagdhunde – schon immer zu unserer Familie gehört. Eine Frau bin ich auch, aber auf die Verbindung die die Autorin hier „entdeckt“ hat wäre ich so nie gekommen! Noch nicht mal um Informationen über diese Kombination einzuholen! Darum war ich sehr erstaunt und erfreut, als ich das Buchcover von „Frauen und ihre Hunde“ entdeckt habe! Dieses ziert das Gemälde von Peder Severin Kroyer (1851 – 1909) „Die Frau des Künstlers“ von 1892 und ist für mich eines der schönsten im ganzen Buch! Besonders ihn als Künstler habe ich hier kennen und lieben gelernt! Auch der Teil seiner Lebensgeschichte der hier angesprochen wurde hat mich berührt. So ist es mir auch mit vielen anderen Bildern im Buch ergangen: Ich habe neue Künstler kennen gelernt, Bilder entdeckt die mir – auf ganz unterschiedliche Arten –gefallen haben und kleine Anekdoten zu beidem entdeckt!


Schon im Internet ist mir also dieses tolle Coverbild aufgefallen und es wurde noch übertroffen, als ich das Buch in Händen hielt! Es ist vom Format her gerade passend um die Bilder schön wiederzugeben (21,5 x 28,4 cm) und wirklich wertig! Mehrmals habe ich mich schon ertappt wie ich über den Einband streiche, weil er sich so schön anfühlt! :) Auch die 160 Seiten des Buches sind angenehm dick, nicht reinweiß und geben die Bilder in tollen, glänzenden Farben wider! Es gibt keine Seite im Buch die nicht auch bebildert ist und die Gemälde sind jeweils mit Name und Lebensdauer des Künstlers, Name des Bildes, sowie Entstehungsjahr bezeichnet. Sie stammen aus verschiedenen Epochen und Stilrichtungen (Codex Manesse um 1300 bis Cornelius Völker 1995).


Erst dachte ich das Buch wäre sicher zeitlich gegliedert, musste dann aber feststellen, dass es 12 Kapitel gibt, die die Verbindung „Frauen und Hunde“ von verschiedenen Blickwinkeln betrachten, z. B. „Mehr als nur Dekor – Hunde neben Göttinnen, auf Marienbildern und in der Kirche“, „Aristokratisches Gepränge – Minihunde von Adelsdamen und Kurtisanen“ oder „Stimmungsbarometer – Boten von Glück und Melancholie, manchmal Katastrophenkünder“. So trifft man in jedem Kapitel auf Bilder versch. Kunstrichtungen und -epochen, allerdings immer unter einem Überthema. Der Text dazu ist in Blocksatz, mit angenehmer Schriftart und -größe gehalten und erklärt wie es zu dieser tollen Kombination auf Gemälden kam, welche versteckten Andeutungen sich teils dahinter verbergen, was der Künstler damit aussagen wollte und wie sich das Abbilden von Hunden über die Jahrhunderte verändert hat. Der Text ist weiter mit Unterüberschriften gegliedert, die für mich leider etwas untergegangen sind (sowohl von Schriftgröße als auch -farbe).


Ein besonderes Highlight des Buches war für mich das Vorwort von Elke Heidenreich! Mit einem Schmunzeln habe ich ihre, teils selbstkritischen, Worte über das Team Mensch und Hund gelesen, mich teilweise darin wieder gefunden und so auf das Buch herrlich einstimmen lassen!


Obwohl ich kein Kunstkenner bin konnte ich die Texte und Informationen im Buch gut nachvollziehen und einiges dazu lernen! Mehr als einmal habe ich das Handy zur Hand genommen um noch mehr über ein erwähntes Bild oder einen Künstler zu erfahren!

 

FAZIT:

Ein hochwertiger und sehr stimmungsvoller Bildband mit interessanten und informativen Texten zum Thema „Frauen und ihre Hunde“ auf Gemälden über die Jahrhunderte! Für Kunst- und Hundeliebhaber sicher auch ein tolles Geschenk und wirklich origenell!

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Traubenbaers avatar

Rezension zu "Frauen und ihre Hunde" von Ulla Fölsing

Rezension für "Frauen und ihre Hunde"
Traubenbaervor einem Jahr

"Frauen und ihre Hunde" von Ulla Fölsing (erschienen bei Thiele) ist ein Bildband. Wie der Titel schon verrät stehen in diesem Buch Frauen im Mittelpunkt, die zusammen mit ihrem Hund abgebildet wurden. Dazu wurden Werke aus mehreren Epochen und den verschiedensten Künstlern zusammengetragen.
Die Gemälde sind zwar kleiner abgebildet, aber trotzdem sind die Farben und Kontraste originalgetreu. Sie sind schön anzusehen und mir gefällt die Auswahl. Jede Abbildung ist mit Informationen zu ihrem Entstehungsjahr, Titel und Urheber versehen. Neben diesen Angaben gibt es einen Text, der durch das ganze Buch führt. Dieser gibt einen guten Überblick über die historischen Hintergründe zu den Bildern. Beispielsweise wird erklärt, wann und warum begonnen wurde, Hunde mit auf Porträs zu verewigen. Trotz des hohen Informationsgehalts ist der Text unterhaltsam und lesenswert. 
Mir hat es viel Spaß gemacht, diesen Bildband durchzublättern und darin zu lesen. Ich denke er ist für jeden Kunst- und Hundefreund eine echte Bereicherung.

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hasirasi2s avatar

Rezension zu "Frauen und ihre Hunde" von Ulla Fölsing

Ziemlich beste Freunde
hasirasi2vor einem Jahr

... sind auch mein Hund Buddy und ich. Und ist Euch schon mal aufgefallen, auf wie vielen Gemälden eigentlich Hunde eine mehr oder weniger zentrale Rolle spielen? Bis zu Ulla Fölsings Bildband „Frauen und ihre Hunde“ hab ich das nie bemerkt. Dabei hingen von einigen der im Buch vorgestellten Gemälden früher sogar Reproduktionen in der Wohnung meiner Eltern.

 

Schon im Vorwort von Elke Heidenreich habe ich mich wiedererkannt. Sie findet sehr bewegende und wahre Worte: Ein Hund kann keinen Menschen ersetzen, aber er ist bedingungslos treu. Und Erziehung (gerade durchs Frauchen) wird eh überbewertet ;-). So ähnlich ist es auch bei uns – Buddy befolgt nicht die gleichen Befehle von meinem Mann und mir. Bei mir läuft er ohne Leine bei Fuß und gehorcht aufs Wort, bei meinem Mann würde er dafür nie so penetrant um Essen betteln oder die Kuscheldecke oder Couchecke klauen ...

Nach einer kurzen Geschichte zur Domestizierung von Hunden (schon auf Höhlenzeichnungen wurden Wölfe entdeckt) geht das Buch auf einzelne Gemälde verschiedener Gattungen und Jahrhunderte und deren Besonderheiten ein. So wurden Hunde sogar auf kirchlichen Darstellungen und Hochzeitsbildern verewigt. Sie galten als Statussymbol – konnten nicht teuer und selten genug sein – oder wurden als Bote für versteckte Andeutungen genutzt (z.B. in der erotischen Malerei). Meist aber sind sie Gefährten, Freunde, Partner – echte Seelen eben.

 

Dieser sehr hochwertige und stimmungsvolle Bildband ist ein tolles Geschenk nicht nur für Frauchen und solche, die es noch werden wollen sondern Kunst- und Hundeliebhaber im Allgemeinen.

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Gespräche aus der Community

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ThieleVerlags avatar
Nicht nur in unserem Alltag, auch auf zahllosen Gemälden dienen Hunde als Spiegel weiblicher Neigungen, Vorlieben und der Suche nach Identität. Für viele Porträtmaler der letzten Jahrhunderte war die anmutige Verbindung von Dame und Hund ein beliebtes Mittel, die Darstellung von Frauen auf der Leinwand aufzulockern und lebendig zu machen. 


Ulla Fölsing lädt uns zu einem Spaziergang durch die Welt der Kunst, welche in diesem Buch nur ein Thema kennt: Göttinnen, Adelsdamen, Kurtisanen, Bürgerinnen, Mütter, Töchter, die alle eines gemeinsam haben: Nicht ohne meinen Hund! Nicht ohne ihren besten Freund, Partner, treuen Begleiter, nicht ohne den vierbeinigen Gefährten, der die glücklichen Stunden seines »Frauchens« ebenso teilt wie die melancholischen. Und stets an ihrer Seite ist. Mit zahlreichen Bildern von François Boucher, Jean-Honoré Fragonard, Paul Gauguin, Peder Severin Krøyer, Edouard Manet, Franz Marc, Pablo Picasso, Pierre-Auguste Renoir, Henri Rousseau, Peter Paul Rubens und vielen anderen Künstlern.


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