Ulla Hahn

 4.3 Sterne bei 389 Bewertungen
Autorin von Das verborgene Wort, Aufbruch und weiteren Büchern.
Ulla Hahn

Lebenslauf von Ulla Hahn

Ulla Hahn wurde im April 1948 in Brachthausen geboren. Sie besuchte die Realschule in Monheim am Rhein und absolvierte anschließend eine Ausbildung zur Bürokauffrau, bevor sie ihr Abitur nachholte. Danach studierte sie Germanistik, Soziologie und Geschichte in Köln und promovierte. Sie veröffentlichte Anfang der 70er Jahre erste Gedichte, die von Marcel Reich-Ranicki gefördert wurden. Im Jahr 1991 folgte ihr erster Roman "Ein Mann im Haus". Ulla Hahn ist Mitglied der Freien Akademie der Künste in Hamburg und des PEN-Zentrums Deutschland. Sie engagiert sich für Sprach- und Leseförderung. Heute lebt Hahn mit ihrem Ehemann in Hamburg.

Neue Bücher

Bildlich gesprochen

Neu erschienen am 08.04.2019 als Taschenbuch bei Penguin.

Alle Bücher von Ulla Hahn

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Das verborgene Wort

Das verborgene Wort

 (163)
Erschienen am 01.03.2008
Aufbruch

Aufbruch

 (78)
Erschienen am 01.05.2011
Spiel der Zeit

Spiel der Zeit

 (22)
Erschienen am 08.08.2016
Unscharfe Bilder

Unscharfe Bilder

 (21)
Erschienen am 09.10.2017
Ein Mann im Haus

Ein Mann im Haus

 (15)
Erschienen am 01.03.2000
Herz über Kopf

Herz über Kopf

 (12)
Erschienen am 01.08.1981
Liebesarten

Liebesarten

 (11)
Erschienen am 09.10.2017
So offen die Welt

So offen die Welt

 (6)
Erschienen am 10.08.2004

Neue Rezensionen zu Ulla Hahn

Neu

Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

Es geht spannend weiter mit dem "Kenk vun nem Prolete" ...
engineerwifevor 5 Monaten

Auch dieser wunderbare zweite Teil, der sich um das Leben Hildegards rankt, konnte mich wieder begeistern. Einen kleinen Abzugsstern gibt es lediglich für einige Längen, die Frau Hahn ab und zu im Buch eingebaut hat.
Hildegard, die sich schon lange in Hilla umbenannt hat, versucht sich ihren Weg zu bahnen, der immer noch oft mit Stolpersteinen gepflastert ist. Sie hat es inzwischen weit gebracht, "dat Kenk vun nem Prolete", und setzt ihren Dialekt nur noch ein, wenn es die Umstände erfordern. Umso mehr fasziniert mich genau dieser Dialekt bei ihren Anverwandten. Nach wie vor baut Hilla auf eigenen Steine, die ihr oft Trost spenden, und pflegt ein liebevolles Verhältnis zu ihrem Bruder. Der Vorfall auf der Lichtung scheint sie jedoch in die Dunkelheit zu katapultiert zu haben. Eine Dunkelheit, aus der sie sich nur schwerlich befreien kann.
Sehr gut gefallen hat mir auch in diesem Teil wieder das Zusammenspiel mit ihrer – immer noch sehr kritischen – Familie. Sie bringt ein wenig Leichtigkeit in den Roman, besonders als sie versucht, der Familie Lateinkenntnisse zu vermitteln.
Ich habe Hilla in mein Herz geschlossen und bin schon ganz gespannt, wie es weitergehen wird. Teil drei liegt Gott sein Dank schon griffbereit. 

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Rezension zu "Gesammelte Gedichte" von Ulla Hahn

Schwergewichtig und doch federleicht
Thomas_Lawallvor 5 Monaten

(K)ein Buch für alte Hasen. Eher für alte Esel, wie der Rezensent einer ist. Na immerhin hatte er sich dereinst aufraffen können, die "Wiederworte" in die Hand zu nehmen, um sich dann staunend an das Abenteuer einer Rezension zu wagen. Ob er je ein größeres Loblied gesungen hat, weiß er im Moment nicht. 

Direkt an die Worte von 2012 anzuknüpfen ist insofern schwierig, als man für den zitierten "Wortzauber" und jenen "Wörter See", der eigentlich ein Ozean ist, keine Steigerung mehr formulieren kann. Eigentlich reicht das schon. Manch einem, der mit der Anschaffung der gewaltigen, fast neunhundertseitigen Ausgabe liebäugelt, jedoch vielleicht unbedingt. Ein paar Argumente dafür soll diese Rezension jetzt aufzählen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Wo man allerdings und überhaupt anfangen soll, ist schwierig genug. Vielleicht einfach mittendrin, wo es ein "Geheimnis" (S. 306) zu entdecken gibt. Wenn in nur fünf Zeilen ein großes Wunder beschrieben wird, ist das eigentlich schon Wunder genug. Und das, was ein vorbeifliegender Vogel Ulla Hahn zu sagen hat, erst recht! 

Das überholte Klischee des "armen Poeten" findet in Ulla Hahn keine Entsprechung. Allein, wem sich jenes genannte Geheimnis offenbart, kann keine dunkle Seele haben. Und wenn doch, trägt der Flügelschlag sie fort.

"Aussichtslos unglücklich" kann die Dichterin nicht sein. Weshalb, wieso, warum und wieso erklärt sich in diesem Buch wie von selbst. Schließlich geht es darum, Trauer und Verzweiflung "in Trost" zu verwandeln. Jene Motive gelingen jedoch nicht immer. Letztendlich gibt es ja auch keine Garantie für so etwas. "Ledig weiblich Ende dreißig" (S. 669) macht dann eher betroffen. Einen Ausweg gibt es hier nicht. Jenes "Herbstkleid" macht einfach traurig und es klingt und wirkt (wie alles) sehr lange nach. Plötzlich sieht man diese Frau auf der Straße. Gar tausendfach ziehen sie wortlos vorbei ...

Doch es gibt ja noch die "fünfte jahreszeit" (S. 808), die sich nicht nur einige orthographische Besonderheiten erlaubt, sondern ganz allgemein aus der Reihe fällt. Die Rede ist (auch) von Augenblicken, die sich manchmal, so um alle fünf Ecken herum, irgendwo hineinmogeln.

Einen großen Spiegel hält uns Ulla Hahn vor die Nase. Ganz einfach so und in aller Klarheit. Man hat gar keine Zeit mehr, sich etwas zurechtzumachen. Der einzige Ausweg, der bleibt, ist, sich auf eine ganz spezielle "Bekanntschaft" (S. 140) einzulassen:

"Ich bin auf meinen eigenen Leim gegangen
ich fiel auf keinen als mich selber rein"

Formal wäre u. a. aufzuzählen, welche literarischen Veröffentlichungen dieser Band umfasst, doch wozu gibt es einen über sechzigseitigen Anhang, der keine Fragen offen lässt. Das Format des Buches mag etwas unhandlich sein, weshalb der "Brocken" als Bettlektüre der versammelten Leserschaft schon einiges an Muskelkraft in den Armen abverlangt. Aber immer noch besser als eine leblose, heruntergezogene Datei auf einem Bildschirm oder gar diese unattraktiven Lesescheiben, auf denen man herumwischt und sich permanent verzettelt. Zudem verleiht das gedruckte Wort einfach mehr "Gewicht".

Einmal im Regal verschwunden, wird sich das Buch nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen können. Die Gedichte werden zwar den "Dialog" mit den verstaubten Kolleginnen und Kollegen suchen und finden, jedoch in regelmäßigen Zeitabständen massiv gestört werden. Gelegenheit zum Staub ansetzen wird es nicht geben.

Deshalb, und zwar nicht nur, weil man in dieser Sammlung immer wieder etwas finden wird, da sie die Referenz in Sachen Gedichte darstellt, sondern weil sie damit so etwas wie ein unendliches Nachschlagewerk ist. Das Ende des Buches ist zugleich Beginn und Wiedereinstieg. Von dieser Lektüre trennt man sich nie mehr.

Nach der Entscheidung, das Buch zu wagen, ist man nicht nur im Besitz dieser schwergewichtigen und doch federleichten Lektüre, sondern sogar im Besitz eines jeden Wortes der Sammlung. Dies verspricht Ulla Hahn in ihrem Vorwort, welches für diese Rezension auch ein geeignetes Fazit und Schlusswort sein wird: "Einmal gedruckt, gehören Gedichte nicht mehr dem, der sie schrieb. Sie gehören denen, die sie lesen, die sie brauchen."

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Rezension zu "Wir werden erwartet" von Ulla Hahn

Wir werden erwartet
Daphne1962vor 7 Monaten

Wir werden erwartet, gelesen von der Autorin Ulla Hahn.

Ich habe schon viel gehört von Ulla Hahn. Da war es nahe liegend,
mir mal ein Hörbuch anzuhören. Sie hat auch hier bei Radio Bremen
mal als Journalistin gearbeitet und später auch an der Universität
Bremen, Oldenburg und Hamburg. Sie gilt inzwischen als wichtigste
Lyrikerin Deutschlands. Verheiratet ist sie mit Klaus von Dohnaniy.

Dem Band Wir werden erwartet gehen noch 3 andere Werke voraus.
Die habe ich nicht gelesen. Hätte ich aber mal machen sollen. Dennoch  kommt man schnell hinein in die Welt der Hilla Palm, die im Alter des h eran reifen und sich finden spielt. Jung ist Hilla noch, aber sie ist  schon vom Schicksal schwer gebeutelt worden. Ihr Freund und 
Lebensgefährte, mit dem sie ihre Zukunft verbringen wollte, verunglückt  bei einem Autounfall. 

Nun wieder in die richtigen Bahnen zu finden ist für Hilla sehr schwer,  aber sie schafft es dann doch noch. Sie beginnt zu studieren und 
zieht nach Hamburg und tritt der kommunistischen Partei bei.

Ulla Hahn hat hier wohl viel autobiografisches in die Geschichte der
Hilla Palm verpackt. Interessant fand ich allerdings, wie Menschen
von anderen für eine Ideologie mitgerissen werden. Das gelingt oft,
wenn die Person gerade schwer gelitten hat an Verlust. Um dann
wieder einen Lebenssinn zu finden geraten sie oft in einen Strudel
hinein. 

Ulla Hahn schreibt sehr gut. Es ist auch sehr poetisch, wenn sie kleine
Gedichte einsetzt, die verleihen der Sprache extra noch ein paar
Nuancen. Aber die Geschichte selbst hat mich nicht so gepackt.
Klingt widersprüchlich, aber es dauerte immer etwas, eh ich das
Hörbuch wieder zur Hand genommen habe. Vielleicht muss ich mir
noch mal ein anderes Werk der Autorin vornehmen.


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Zusätzliche Informationen

Ulla Hahn wurde am 29. April 1948 in Brachthausen/Sauerland (Deutschland) geboren.

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von 14 Lesern aktuell gelesen

von 24 Lesern gefolgt

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