Ulla Hahn Aufbruch

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Inhaltsangabe zu „Aufbruch“ von Ulla Hahn

Die Fortsetzung des großen Bestsellers ›Das verborgene Wort‹Ihr Leben scheint vorgezeichnet: Kinder, Küche, Kirche. Doch Hilla träumt sich weg aus dem Dorf am Rhein. Nichts kann dem Kind kleiner Leute die Sehnsucht nach der Freiheit des Geistes austreiben. Unverhofft bietet sich ihr ein neues Leben: Abitur, Studium, ihre selbst gewählte Zukunft liegt vor ihr. Nach ›Das verborgene Wort‹ hat Ulla Hahn erneut ein imposantes Epos vorgelegt, das feinnervig vom Erwachsenwerden, Wachwerden, Menschwerden erzählt.

Der Nachfolger von "Das verborgene Wort". Hat mich genauso gepackt.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

spannendes Familienepos, manchmal etwas schwerfällig

— inkipen
inkipen

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  • durch dick und dünn mit hilla

    Aufbruch
    liyah40

    liyah40

    14. February 2016 um 10:07

    "...Von einem Titel ließ ich mich nur selten verführen. Öfter schlug ich eines der Hefte auf, las einen Satz und fühlte mein Herz im Hals. Ich war auf einen Herzsatz gestoßen; dann musste es dieses Heft sein und kein anderes. Der Satz war mir zu Herzen gegangen, und ich würde mir, was das Buch zu sagen hatte, zu Herzen nehmen, es an mein Herz nehmen, mich ihm anvertrauen, ihm trauen. Indem ich es erlas, würde ich mich selber lesen, indem ich es verstand, verstand ich mich. Bücher sollten mich aus mir herausfordern...." Die Fortsetzung zu "Das verborgene Wort" hat mich wieder genauso gefangen genommen wie der Vorgänger. Hillas Kampf um Wissen, Liebe und Verständnis, ihre Siege und ihre Niederlagen und immer ist man ganz nah dran, freut sich mit Hilla, leidet aber genauso mit ihr, wenn sie scheitert. Ich werde immer mehr zum Ulla Hahn Fan, ihre Art zu schreiben trägt mich fort, lässt alles um mich herum vergessen. Ich kann verstehen, dass viele Leute sagen, dass das Buch einige Längen hat, aber ich war immer gerne und überall dabei, beim Kaffeekränzchen, der Schule oder Hillas ausschweifenden Gedankengängen, nie hatte ich das Gefühl, es wäre mir zu viel! Ich freue mich auf den dritten Teil und werde Hilla, dem Kind eines Proleten, die Treue halten!

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    juhidiko

    juhidiko

    Nun ja - um es kurz zu machen: "Das verborgene Wort" hat mich gefesselt und neugierig gemacht auf den weiteren Lebensweg des "Kindes vun nem Prolete". Nach der Geschichte der Hilla Palm vom Aufbaugymnasium bis zur Kölner Studentin sind meine Erwartungen auf den dritten Teil jedoch etwas gesunken. Einige Phasen des zweiten Teils wurden meiner Auffassung nach sprachverliebt in die Länge gezogen. Inhaltlich gibt das Buch einige sehr interessante Einblick in die Familie in den 60ern, das Berufsleben (die Aufnahme der Gastarbeiter) und das Leben im Dorf mit all seinen Wandlung zur Konsumgesellschaft. Und Hilla, die zunächst durch ihren Willen begeistert und dann auch mit ihrer Verletzlichkeit mitleiden lässt, sucht dazwischen nach ihrer Bestimmung.

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    • 2
  • Richtig gute Literatur

    Aufbruch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ich liebe dieses Buch! Am liebsten würde ich nicht mehr dazu schreiben. Es hat alles, was es meiner Meinung nach für ein gutes Buch braucht. Die Fortsetzung von “Das verborgene Wort” steht dem ersten Buch in keiner Weise nach. Sprachlich brillant, bildlich wunderschön und bewegend bis ins kleinste Detail. Ich bin sprachlos, glücklich und traurig, dass es ausgelesen ist. Dieses Buch erzählt mehr als die Geschichte eines Schulkind, es greift Themen der Nachkriegszeit auf. Nie hat mir die Bücherverbrennung mehr Angst gemacht und mich mehr berührt, als in dieser Beschreibung von Ulla Hahn. Ich ziehe meinen Hut vor ihr, sie ist eine Meisterin ihres Handwerkes! Dabei müsste ich eigentlich böse auf sie sein. Hat sie doch Hilla – “meine” Hilla, die mir mehr ans Herz gewachsen ist als die meisten Romanfiguren die mir in anderen Büchern begegnet sind – ein schlimmes Schicksal widerfahren lassen. Und auch hier, nie hat mich das Geschehene mehr geschockt und tief betroffen, wie in “Aufbruch”. Ich war regelrecht erschüttert und wusste nicht, ob ich Ulla Hahn für ihr Können lieben, oder für diese Geschichte hassen sollte. Wieso, ging es mir immer wieder im Kopf herum. WIESO HILLA? Und trotzdem – oder gerade deswegen? – ist dieses Buch jeden kleinen Tintenbuchstaben wert. Der Roman, der teilweise in Kölsch geschrieben ist, lässt die Sprache leben und erklärt wie kaum ein anderes Buch die Liebe zur Literatur. Literatur als Schutz, als Rettung, als große Liebe – Literatur als Freund. Ich würde jedem Literaturliebhaber zu dem Kauf des Buches raten. (Vorher sollte man allerdings “Das verborgene Wort” lesen, genauso brillant) Es ist ein Buch, welches man  noch einmal lesen möchte. Es bewegt, lässt einen lachen und weinen und ist einfach das, was ich immer suche. Gute Literatur.

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    • 3
  • Hilla, mach's kurz. Rezension "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    Elodin

    Elodin

    30. March 2013 um 15:34

    Den Vorgänger hab ich vor zehn Jahren gelesen, war überrascht und fand ihn richtig gut. "Aufbruch" hat mir leider bei weitem nicht so gut gefallen. Die Geschichte ist in Ordnung und man bekommt ein gutes Bild der Nachkriegszeit in der BRD vermittelt, wenn auch nur einen kleinen Ausschnitt. Aber das ist ja gewollt, Hilla lebt nunmal in einem kleinen Dorf und die größte Entfernung, die sie zurücklegt, ist Dondorf-Köln. Was mich aber diesmal an dem Buch gestört hat, ist der Schreib- bzw. Erzählstil. Was wohl als Metapher, Vergleich oder sonstiges Stilmittel gemeint war, empfand ich spätestens nach 100 Seiten irgendwie nur noch als 'naseweis' oder 'neunmalklug'. Kurzzeitig war ich deswegen drauf und dran, das Buch wegzulegen. Dem Vorgänger zuliebe hab ich es aber doch zu Ende gelesen. Aber wie. Teilweise hab ich wirklich nur noch die Dialoge gelesen, den Rest nur überflogen und dabei gedacht "Mensch Hilla, komm auf den Punkt." Gemein, ich weiß.

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    jansdarling2002

    jansdarling2002

    16. September 2011 um 23:10

    ...aus Hildegard wird Hilla ... Die allgemeinbildende Schule für Hildegard Palm ist abgeschlossen, es wird Zeit, dass sie eine Ausbildung absolviert. Auch wenn es ihr nicht so ganz passt, aber Ihre Eltern kennen da kein Pardon. In der ortsansässigen Papierfabrik darf sie eine Ausbildung als Kaufmannsgehilfin anfangen. Ihre Lehrmeisterin ist eine Kette rauchende ältere Schachtel, die nichts von frischer Luft hält und Hilla als ihre billige Tippse und Arbeitskraft ansieht - ganz entgegengesetzt des Lehrplanes darf Hilla eingehende Briefe ab heften und zur Belohnung auch mal einen Brief abtippen, was Zeit dauert, da Hilla bisher noch keine Schreibmaschine bedient hat. Hillas Lehrmeisterin hat rauchenderweise ein scharfes Auge auf ihre Elevin - vielleicht auch Konkurrentin? - und setzt alles daran, Hillas Arbeit mies zu machen und Selbige somit aus dem Betrieb heraus zuekeln. Ihre Begründung ist: Hilla habe nicht ein Quäntchen Qualifikation ...wie auch, Steno und Briefeschreiben lernt man ja nun mal in der Ausbildung. Man will ihr aber dennoch eine Chance einräumen .... Hilla hingegen soll diese Abneigung ihrer Lehrmeisterin nur recht sein, denn sie fühlt sich weder in dem Büro noch dem Aufgabenspektrum wohl ... Hilla ist gedanklich immer noch bei ihren Büchern und den Dichtern, die ihr mehr Sinn geben als die postalische Firmenablage zu sortieren. . Und noch eine Entdeckung gibt ihr mehr als der Ausbildungsjob in der Papierfabrik: die Perzeption von der Wirkung Alkohol: Underberg wird ihr Freund und auch eine Herausforderung, denn die Beschaffung von eben dieser Geist-beflügelnden "Medizin", ist ein wahres Vabanquespiel, schließlich soll niemand etwas von ihrem neuen Freund erfahren. So kommt es, dass Hilla nicht selten ohne 2 kleine Fläschchen Underberg morgens aus dem Hause geht.... In der Papierfabrik hat es Hillas Lehrmeisterin derweil geschafft, dass man Hilla nicht mehr weiter ausbilden will, was natürlich zu einigem Ärger zuhause führt. Hilla solle sich gefälligst nützlich machen und Geld verdienen so ihre Eltern, die es immer noch nicht nachvollziehen, dass Hilla eine weitere Stufe der allgemeinbildenden Schule besucht hatte. Bei dem Pillenfabrikanten Maternus wird sie nicht mehr eingestellt, da Hilla dort bei ihren Ferienjobs einen Aufstand angezettelt hatte, so versucht Sie es nun bei einem Tubenhersteller. Doch das geht nur kurze Zeit gut, denn Hilla reagiert auf die Tuben stark allergisch ... Was nun? Hilla kann nicht von ihrem Gedanken und Wunsch lassen nach Höherem zu streben und so gelingt es ihr mithilfe der ehemaligen Lehrer an eine höhere Schule - in das laufende Schuljahr - zu gehen. Hilla ist zum Leidwesen der Eltern glücklich ...schließlich hat Sie ja auch noch immer ihren Freund Underberg .. und dank dieser Schule eröffnen sich ihr Perspektiven, von denen ihre Eltern allerdings noch nichts wissen und auch noch nichts von zu wissen brauchen. . Hillas Eltern können es nach wie vor immer noch nicht verstehen, wie man trockenen - und in ihren Augen sinnlose - Bücher, die einen nicht ernähren können mehr Bedacht schenken kann, als wie jeder andere einfache Mensch arbeiten zu gehen, schließlich machen sie es ja auch ..und das verdiente Geld reicht doch gerade eben zum Leben, mehr braucht man doch nicht zum Arbeiten und Leben ... klar manchmal wird es schon eng und in den Kaffee müssten ein paar Getreidekörner mehr hinein gemahlen werden, als sonst - aber daran kann man sich doch gewöhnen .... ein Tochter-Eltern-Kampf beginnt....Meinung / Kritik Aufbruch ist die Fortsetzung von Das verborgene Wort . Aus dem kleinen Mädchen Hildegard ist mittlerweile eine pubertierende - aber immer noch eigensinnig denkende - Jugendliche geworden. Ihre Liebe zu Büchern ist immer noch ungebrochen ... den aufbegehrenden Männern hat sie abgeschworen und sie kämpft immer noch damit, nicht nur das einfache Arbeiterkind zu sein, das tagaus und tagein schuftet, auch wenn ihre Eltern immer noch der Meinung sind, dass das gezieme ihrer Tochter nur eine Marotte ist und Bücher absolut keinen Nutzen haben. Hildegard gefällt nach wie vor nicht das Gebaren ihrer Eltern sowie deren Unverständnis, dass Hildegard gerne weiter auf die nächsthöhere Schule gehen möchte .. ihrer Meinung nach soll ihre Tochter entweder arbeiten und Geld verdienen oder Kinder gebären. Was aber die Wut Hildegards auf die Eltern richtig hochkochen lässt, ist, dass ihr Bruder Bertram ohne Einwände oder Diskussionen auf die höhere Schule gehen darf. . Mit Aufbruch ist der Autorin ein wundervoller Fortsetzungs-Roman , welcher fast nahtlos an Das verborgene Wort anknüpft. Sei es von der Schreib- oder auch Ausdrucksweise, aber auch von der Verfeinerung der Charakteristika . Hier wirkt alles noch viel lebhafter und realer. Auch kristallisieren sich die Entwicklungsstadien eben der Charaktere aber auch vom Allgemeinen her gesehen entwickeln sich die Aspekte - wie z.B. Bauboom, Medizin, Schulen, Elektrizität etc. - sehr gut heraus. Man kann die einzelnen Entwicklungsstadien gut nachvollziehen - selbst wenn man nicht zu den 50er oder 60er Jahrgängen gehört und die Entwicklungsstufen selbst erlebt hat. Durch die teilweise detaillierte aber nicht ausschmückend wirkende Schreibweise bringt die Autorin dem Leser die technischen Neuerungen spielend und eher beiläufig neben der eigentlichen Handlung bei - allerdings ohne das Es aufdringlich oder langweilig wirkt. Gut, man sollte bedenken, dass hier beim Schreiben schon drauf geachtet wurde, dass der Roman authentisch wird - er spielt in den 60ern.. und das war ja die Zeit, wo so einige Entwicklungen Furore machten. Ferner wurde auch die Zögerlichkeit der damals "älteren" Generation in puncto Vertrauen in das Moderne sehr gut herausgearbeitet. Man braucht sich ja auch nur in der heutigen realen Welt umschauen, manche Menschen der früheren Jahrgänge verteufeln noch heute die neuen Sachen. Tja, und da ist es egal, welche Zeit gerade spielt, wenn die eigene Tochter gegen den gewohnten Trott der Eltern aufbegehrt, dann kann das schon – zu damaliger Zeit – skandalös aufgefasst werden. . In glanzvoller Manier bringt die Autorin in angenehmer Ausdrucksweise uns Einblicke in die Seele eines jungen Mädchens, das nicht bereit ist, sich dem Stil der Eltern anzunähern, sondern sich selber ausprobieren und eben auch Gehör finden will. Als Leser taucht man selber in die Figur Hildegard / Hilla ein und meint fast alles selber zu erleben. Selbst die immer mal wieder auftauchenden Passagen in "Dondorfer Platt" sind dem Leser nicht mehr so fremd – Voraussetzung man hat Das verborgene Wort gelesen und dieses sollte man auch als erstes Werk lesen, denn sonst versteht man den Nachfolger Aufbruch nicht – und wenn man sich der Übersetzung etwas unsicher ist, dann kann man noch mal schnell einen Blick auf die Fußnoten werfen, dort sind dann die Passagen entweder komplett oder eben die schwersten Wörter übersetzt. . Manch ein Kritiker beschreibt dieses Werk als "Detailreiches Sittengemälde der Bundesrepublik Mitte der sechziger Jahre, sprachübermütig …" besser kann man das beinah nicht mehr umschreiben … sprachübermütig ? Nun, je nachdem wie man diesen Ausdruck zu deuten vermag, aber meiner Meinung nach ist dieses der perfekte Ausdruck für anspruchsvolle Lektüre , die wohl mal vielen konsumverseuchten die Augen öffnen würde. Früher war es noch verhältnismäßig einfach, über die Runden zu kommen, vieles gab es einfach nicht, da mussten nicht so viele Entscheidungen getroffen werden. Manches wurde gar nicht vermisst, weil die Existenz des Unbekannten nicht bewusst war. Heute gibt es beinah alles, und obwohl man gut die Hälfte nicht zwingend benötigt, will der werbefixierte Mensch alles haben – das betrübt … und genau das zeigt dieses Werk auch auf. . Tja, was soll ich sagen? Für mich war das lesen wieder ein Genuss vom feinsten – hebt es sich doch sehr von manch einer Schmonzette aus der Erzähl-Literatur ab. Klar, das Ende ist ein leicht offenes – je nachdem aus welchem Blickwinkel man die Schlusszeilen betrachtet. Das Ende von Aufbruch lässt dem Leser viel Spielraum um die Fantasie spielen zu lassen, wie es mit Hildegard / Hilla nun weiter geht … auf der einen Seite nicht schlecht, aber auf der anderen Seite möchte man schon wissen, was die Protagonistin später mal macht, wie Sie sich dann selber als Erwachsener zurechtfindet …. Freunde, die anspruchsvolle Literatur lieben, werden mit dem Werk Aufbruch ihre wahre Freude haben, bisherige Leser von Trivial-Literatur ala Patricia Shaw, Hillary Norman oder auch Sarah Lark werden nach meiner Einschätzung sich sehr schwer tun mit dem von mir hier vorgestellten Werk, denn sprachlich liegen gravierende Welten dazwischen. Sprich die anspruchsarmen und farcehaften 08/15-Romane sind doch sehr weit entfernt von diesem sprachlichen und Ausdrucksstarken Diamant. Gerne rufe ich noch einmal meine Anmerkung ins Gedächtnis: Man sollte vorweg Das verborgene Wort gelesen haben, um diesem vorgestellten Werk folgen zu können. . Mein Fazit: berührender Entwicklungsroman um ein Mädchen von den Kinderschuhen bis an die Grenze des Erwachsenwerdens – präsentiert in einem glanzvollen und strukturiertem Stil, der sich nicht nur gut lesen, sondern auch ein wenig zum Nachdenken anregt. Von mir gibt es an dieser Stelle wieder 5Sterne sowie eine Empfehlung.

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    Elocin

    Elocin

    09. June 2011 um 09:32

    Das Buch ist die Fortsetzung von „Das verborgene Wort“ und erzählt die Geschichte von Hildegard Palm weiter. Es beschreibt ihre Gymnasialzeit bis zu den Anfängen ihres Studiums. Ein tolles Buch mit einer hochinteressanten Protagonistin. Nebenbei lernt man viel über die 60er Jahre in der deutschen Provinz, besonders über den Umfang mit den Naziverbrechen. Ein traumatisches Erlebnis verändert Hilla grundlegend und lässt den Leser mit ihr leiden und hoffen. Ulla Hahn soll bereits an einem dritten Teil schreiben, den werde ich auf jeden Fall lesen. Ich möchte unbedingt wissen wie es mit „Heldejaad“ weiter geht!

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    17. August 2010 um 14:59

    A32 Aufbruch von Ulla Hahn Kategorie: Allgemein Ulla Hahn: Aufbruch Den ersten Teil der Geschichte habe ich vor zwei Jahren verschlungen: „Das verborgene Wort“ erzählt wortgewaltig von Hildegard Palm, dem „Kenk vun nem Proleten“, die ihrer strengkatholischen Familie und der engen Nachkriegs-Arbeiterwelt entkommen will und es letztendlich auch schafft. Am Ende des Buchs wird Hildegard, genannt Hilla, auf dem Aufbaugymnasium angenommen. „Aufbruch“ setzt da ein, wo „Das verborgene Wort“ endet: Anfang der Sechziger Jahre. Hilla macht jetzt Abitur und geht einem die ersten zweihundert Seiten fürchterlich auf die Nerven mit ihrer Belesenheit und ihrer Strebsamkeit und ihrer Besserwisserei. Gut, dass sie wenigstens in Mathe versagt und in Liebesdingen erst recht. Den reichen Godehard will sie nicht, den verschrobenen Peter kriegt sie nicht (wie schon im ersten Teil), wer lernen und studieren will, darf sich eben nicht binden. Das klingt ziemlich platt, und die Handlung ist mitunter auch platt. Wenn Godehard die proletarische Hilla nur liebt, weil sie ihn an seine verstorbene Geliebte erinnert oder wenn Frau Direktor Wagenstein Hilla als Nachhilfelehrerin ausbeutet und hinterher auch noch um den spärlichen Lohn betrügt. Aber die Sprache macht alles wieder wett. Ulla Hahn schreibt so verschroben poetisch, so verschlungen und seltsam und gleichzeitig doch wieder so glasklar, dass man ihr verfällt. Also, ich jedenfalls. Teil drei kommt bestimmt und ich werde ihn auch wieder lesen. Wahrscheinlich quält Hilla sich dann mit Ehemann, Ehrgeiz und Selbstverwirklichungsdrang durch die Siebziger. Ulla Hahn, „Aufbruch“ Deutsche Verlagsanstalt, München, September 2009 ISBN-13 9783421042637 Gebunden, 586 Seiten, 24,95 EUR

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    R-E-R

    R-E-R

    21. July 2010 um 14:42

    Dabei sein und doch nicht dazu gehören Im Magazin der Süddeutschen Zeitung vom Januar dieses Jahres schrieb der Journalist Christian Nürnberger unter dem Titel: “Das beste Leben der Welt”, einen Artikel über die Generation der um 1950 in Westdeutschland geborenen. Der Generation von Ulla Hahn und der ihrer Hauptfigur aus Ihrem Roman “Aufbruch”. Hildegard hat es noch nicht das “beste Leben”, aber Sie will es unbedingt. Hildegard darf endlich wieder zur Schule gehen. Nachdem Sie von ihren Eltern in eine verhasste Ausbildung zur Industriekauffrau gezwungen wurde, dort dem Alkohol verfiel und von Pfarrer und Dorflehrer aus dieser befreit wurde, darf Sie nun das Aufbaugymnasium besuchen und Abitur machen. Sie geht mit großem Selbstbewusstsein und noch größerem Wissensdurst an die Arbeit. Auch in der Liebe scheint ihr das Glück zu winken. Godehard van Keuken, der reiche Sohn eines Kölner Schokoladenfabrikanten verliebt sich in sie. Hildegard erkennt aber bald, das Geld Gefühle nicht ersetzen kann. Als Godehard Sie heiraten will, zieht Sie die Notbremse. Sie will ihr Abitur und keinen Mann. Aber bis dahin ist es noch ein langer und ereignisreicher Weg. Ulla Hahns Nachfolger des “verborgenen Wortes” beginnt euphorisch. Ausgelassen kommt einem der erste Teil des Romanes vor, als wenn gleichsam mit der Öffnung zur Bildung auch die Öffnung zum Leben stattfindet. Selbstsicher tritt Hildegard auf. Weiß was Sie will und was sie nicht braucht. Entdeckt ihre Liebe zur lateinischen Sprache und zum Luxus, den sie an der Seite des reichen Erben Godehard van Keuken in der bunten Wirtschaftswunderwelt genießt. Doch ein Schicksalsschlag wirf Sie aus der Bahn. Nach einem Schulfest fährt Sie per Anhalter nach Hause. Dieser Heimweg endet für Sie nackt auf einer Waldlichtung. Der Vorfall auf der Lichtung verändert den Ton des Romans. Düster und erdrückend wird dieser. Hildegard schottet sich ab. Verschließt Scham, Kummer, Ekel und Selbstvorwürfe in einer inneren “Kapsel”. Öffnet sich für niemanden, nicht einmal mehr für Ihre Bücher. Könnten Sie doch mit ihrem tröstenden Inhalt die Kapsel sprengen und die Wahrheit ans Licht bringen. Ulla Hahn versucht dem Trauma in Hildegards Seele mit immer wahnwitzigeren Wortkonstruktionen näherzukommen. Langatmig und ermüdend liest sich das. Man wartet vergeblich auf eine Erlösung. Darüber hinaus ist der Wandel der Hauptfigur nicht einfach nachzuvollziehen. Trauma hin oder her. Diese völlige Abkehr von allen Menschen, von Familie und Freunden. Das Ausschlagen sämtlicher Hilfsangebote und die freiwillige Vereinsamung bis hin zur fast völligen Selbstaufgabe sind nicht zu verstehen. Schon vorher war es Hildegard unmöglich um etwas zu bitten oder sich zu bedanken. Diese Verweigerungshaltung war schon vorher rätselhaft. Aus unerfindlichen Gründen steigert sie sich nun in die völlige Isolation Unabhängig davon ist Ulla Hahns “Aufbruch” eine lebendige Beschreibung der Wirtschaftswunderjahre in Deutschland. Anschaulich und unterhaltsam beschreibt Sie alltägliches und weltpolitisches Geschehen. Teilweise etwas zu raumgreifend, wenn sich das Kaffeekränzchen mit dem neuen Quelle-Katalog über endlose Seiten hinzieht. Erheiternd wenn im ersten Selbstbedienungssupermarkt die Kauflust mit der Nachbarin durchgeht und zur Schadenfreude von Hildegard und ihrer Mutter an der Kasse endet. Man erfährt viel Wissenswertes und erhält so manchen Denkanstoss. Das versöhnt mit den Schwächen und macht die Lektüre zu einem Gewinn.

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    gina_mayer

    gina_mayer

    04. July 2010 um 18:10

    Den ersten Teil der Geschichte habe ich vor zwei Jahren verschlungen: „Das verborgene Wort“ erzählt wortgewaltig von Hildegard Palm, dem „Kenk vun nem Proleten“, die ihrer strengkatholischen Familie und der engen Nachkriegs-Arbeiterwelt entkommen will und es letztendlich auch schafft. Am Ende des Buchs wird Hildegard, genannt Hilla, auf dem Aufbaugymnasium angenommen. „Aufbruch“ setzt da ein, wo „Das verborgene Wort“ endet: Anfang der Sechziger Jahre. Hilla macht jetzt Abitur und geht einem die ersten zweihundert Seiten fürchterlich auf die Nerven mit ihrer Belesenheit und ihrer Strebsamkeit und ihrer Besserwisserei. Gut, dass sie wenigstens in Mathe versagt und in Liebesdingen erst recht. Den reichen Godehard will sie nicht, den verschrobenen Pe-ter kriegt sie nicht (wie schon im ersten Teil), wer lernen und studieren will, darf sich eben nicht binden. Das klingt ziemlich platt, und die Handlung ist mit-unter auch platt. Wenn Godehard die proletarische Hilla nur liebt, weil sie ihn an seine verstorbene Geliebte erinnert oder wenn Frau Direktor Wagenstein Hilla als Nachhilfelehrerin ausbeutet und hinterher auch noch um den spärlichen Lohn betrügt. Aber die Sprache macht alles wieder wett. Ulla Hahn schreibt so verschroben poetisch, so verschlungen und seltsam und gleichzeitig doch wieder so glasklar, dass man ihr verfällt. Also, ich jedenfalls. Teil drei kommt bestimmt und ich werde ihn auch wieder lesen. Wahrscheinlich quält Hilla sich dann mit Ehemann, Ehrgeiz und Selbstverwirklichungsdrang durch die Siebziger.

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    Gruenente

    Gruenente

    20. February 2010 um 11:37

    Hilla wird erwachsen. Sie darf aufs Aufbaugymnasium gehen. Das Buch zeichnet ihr weiteres Leben bis sie etwa 19 oder 20 jahre alt ist. Es enthält dramatisches, trauriges, lustiges, philosophisches, kölsches, lateinisches... Das Buch war wunderbar. Mir hat es genauso gut gefallen wie der Vorgänger. Zum ersten Mal konnte ich verstehen, warum ein Vergewaltigungsopfer nichts sagt. Es gab Stellen im Buch, da hatte ich einen dicken Kloß im Hals, an anderen habe ich laut gelacht. Hilla ist zwar nicht meine Generation, aber durch diese Bücher bekam ich einen Einblick in diese Zeit.

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    Monsignore

    Monsignore

    29. January 2010 um 13:19

    Ganz ehrlich: Auf dieses Buch habe ich seit Jahren gewartet. Genauer gesagt seit 2001; da erschien nämlich Ulla Hahns Roman "Das verborgene Wort", eine sprachgewaltig-schillernde Geschichte über Kindheit und Jugend im rheinisch-katholischen Arbeitermilieu der Nachkriegszeit. Übrigens sehr gut verfilmt unter dem Titel "Teufelsbraten". Die stark autobiografisch gefärbte Geschichte um das Kind "vun nem Prolete" setzt in "Aufbruch" im Jahr 1963 ein. Und wieder legt die Autorin beste Literatur vor, eine gekonnte Milieuschilderung, eine Flucht in die Welt der Sprache. Ein Buch für alle, die anhand guter Literatur mehr über jüngste Vergangenheit, Gegenwart und die Menschen darin erfahren möchten. Es ist kein Fortsetzungs-Roman - man kann durchaus den zweiten vor dem ersten Roman lesen.

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. November 2009 um 12:52

    Wer oder was begleitet uns durch das Leben, nicht so einfach nebenher, sondern auf uns beeinflussend, uns lehrend? Es sind meist Menschen, erstaunliche Personen und für viele ist es die Kunst. Verfällt man letzterer, erscheint es anderen wie eine Zuflucht. Aber warum nicht? Wenn die reale Welt nur Enttäuschungen bereithält. In Ulla Hahns neuen Roman „Aufbruch“ erzählt die Autorin die Geschichte von Hilla Palm weiter, die in der Literatur eine Zuflucht sucht, aber auch ihren ganz eigenen Weg findet. LEBEN IN/MIT BÜCHERN Hildegard Palm, genannt Hilla, schafft den stets ersehnten Sprung auf das Gymnasium. Obwohl ihre Eltern ein einfaches Dasein ausfüllen. Ihr Vater arbeitet in der Fabrik, die Mutter putzt ab und an. Aber Hilla ist anders. Sie mag die Herausforderung, sie mag die Bücher, die die Eltern skeptisch betrachten, dich sich in den Regalen stapeln, ihr eine andere Welt zeigen, für sie Zuflucht vor dem Alltag ist. Ob die Klassiker mit den großen Namen oder die Gegenwartsliteratur. Die Aufnahmeprüfung hat Hilla locker bestanden. Und auch der Unterricht bereitet ihr kaum Problem. Bis auf Mathe. Wörter sind anders als die immer so korrekten Zahlen. Mit ihrem Bruder Bertram tauscht sie sich dagegen ganze lateinische Sätze aus. Er ist der einzige, dem sich Hilla in gewisser Form anvertraut und der von der Beziehung zu Godehard, einem angehenden Geologen und Sohn eines reichen Fabrikanten, weiß. Doch die Standesunterschiede zwischen Hilla aus einfachem Haus und Godehard mit reichen Eltern zwingt einen Keil in die Beziehung, die schließlich auseinanderbricht. Vor allem da sich die junge Frau nicht verbiegen lassen will, ihren eigenen Weg gehen und ihre eigene Geschichte selbst schreiben will, wie es ihr ehemaliger Lehrer Rosenbaum erklärte. Immer wieder reibt sich Hilla an Konventionen des Standes, die ihr immer wieder eine Rolle in einer eher unteren Schicht zugestehen wollen. So wird eine Auseinandersetzung mit der Gattin eines Betriebsdirektors um die Nachhilfe ihrer beiden Söhne zur Geduldsprobe, muss Hilla viel Fantasie aufbringen, um ihren Freundinnen aus der Klassen ebenbürtig zu sein, als es um Reisen in den Sommerferien geht. Nach einer Feier geschieht das Unglaubliche. Hilla wird auf dem Nachhauseweg von mehreren Männern vergewaltigt. Das schreckliche Geschehen bleibt ihr Geheimnis, das sie mit dem beginnenden Schreiben und den Erfinden von eigenen Welten vergessen lassen will. Erst mit dem Studium in Köln und die eher wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Literatur lässt sie die damaligen Geschehnisse so weit es geht hinter sich. Mit der weiteren Abnabelung vom Elternhaus und der Provinz gewinnt sie an Selbstbewusstsein und geht ihren eigenen Weg. WÖRTER SCHAFFEN WELT „Aufbruch“ knüpft sich nahezu nahtlos an den Roman „Das verborgene Wort“, in dem man Hillas Leidenschaft für Bücher und Wörter und ihr Gefühl, einen anderen Weg zu gehen, zum ersten Mal kennenlernt. In dem neuen Buch von Ulla Hahn stehen nun die weitere Jahren der Heldin im Mittelpunkt. Zwischen Gymnasiumsbesuch und Beginn des Studiums entwickelt sich Hilla weiter. Kritisch kommentiert sie die Enge der Provinz, die noch immer herrschenden Standesunterschiede, die Arbeit in den Fabriken. Der Roman erzählt deshalb nicht nur die Entwicklung einer jungen Frau, ihre Suche nach einem eigenen Weg, einem anderen Leben, als das von den Eltern vorhergesehene, er spiegelt auch die politischen, wirtschaftlichen und sozialen Geschehnisse in den 60er Jahre wider. Nicht nur die Ermordung John F. Kennedys und die Reaktionen in Deutschland, auch die Diskussionen um die Auschwitz-Prozesse und die mangelhafte Integration von Migranten werden in die Handlung eingebettet. Und sowohl der erste Supermarkt im Ort als auch die Beatles finden sich wieder. So entsteht ein komplexes Abbild jener Zeit, das nicht nur erzählt, sondern auch kommentiert wird. Großes Thema ist – wie im Vorgänger-Band – erneut die Literatur, Hillas Faszination und Freude an jedem geschriebenen Wort. Sie wandelt sich indes: vom unreflektierten „Verschlingen“ von Romanen, Lyrik und Erzählungen zur persönlichen Auseinandersetzung und Interpretation der Texte. Wie Hahn diese Liebe zum Wort beschreibt, zeigt ihre eigene Liebe zur Sprache. Erneut lässt sie Hilla in einer ungemein poetischen, zugleich philosophischen Sprache erzählen, ohne im Vergleich zu den großen Themen wie die Kunst die kleinen Dinge des Alltags, die Gespräche mit der Familie, Freunden und Lehrern nicht zu vergessen. Gerade in diesen Dialogen offenbart sich sowohl Weisheit als auch Humor und Menschlichkeit. Herrlich wie sie die Begeisterung für spezielle Steine (Wutstein, Wunschstein ….) in die Verbindung zur Familie und zu eigenen Gefühlen integriert. Und während jene traurige Szene des Missbrauchs eine unglaubliche Wucht überträgt, diese Gewalt, dieses Entsetzen nicht in der Tat an sich, sondern im darauf entwickelnden Körpergefühl und des verzweifelnden Nachdenkens liegt, setzt Hahn an zahlreichen Stellen ironische Szenen als Gegenpol, wie jene, als sie mit dem hart verdienten Geld als Nachhilfelehrerin sich Pommes kauft und die gleichzeitig erhaltene Kündigung zerreißt. Denn immer wieder erinnert sich Hilla an eine besondere Lehre eines Lehrers: Lachen zeigt die wahre Kraft. Wer den Roman liest, wird ihn ebenfalls „verschlingen“, mit jedem Wort, mit dem Satz, mit jedem Kapitel. Am Ende erinnert man sich an einen Satz, den Hilla dem katholischen Pfarrer Kreuzkamp sagte: Sinn und Form fallen im Kunstwerk zusammen. Das Buch ist Literatur in Höchstform, das nicht nur unterhält, einen mit sich zieht, sondern auch unglaublich viel an Weisheit und Lebensmut und Freude an der Poesie vermittelt, die hier neben Hilla die Hauptrolle spielt. DIE AUTORIN Ulla Hahn, im April 1946 in Brachthausen geboren, studierte Germanistik, Soziologie und Geschichte. Nach ihrer Promotion arbeitete sie als Lehrbeauftragte an den Universitäten Hamburg, Oldenburg und Bremen, später als Redakteurin für Literatur beim Rundfunk in Bremen. 1981 erschien ihr erster Lyrikband mit dem Titel „Herz über Kopf“. Für ihr weiteres lyrisches Werk wurde sie mehrfach ausgezeichnet, so unter anderem mit dem Friedrich-Hölderlin-Preis. Zehn Jahre nach ihrem Romandebüt „Ein Mann im Haus“ erschien ihr Roman „Das verborgene Wort“, für den sie den Deutschen Bücherpreis bekam, der 2002 zum ersten Mal vergeben wurde. Das Buch erlebte zudem mit dem Streifen „Teufelsbraten“ eine Verfilmung. Ulla Hahn lebt heute als Autorin in Hamburg, gemeinsam mit ihren Mann Klaus von Dohnanyi, dem früheren Bürgermeister von Hamburg und Minister für Bildung und Wissenschaft.

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  • Rezension zu "Aufbruch" von Ulla Hahn

    Aufbruch
    nickido

    nickido

    04. June 2009 um 12:49

    Nachfolger von dem Roman : das verbotene Wort...
    Anspruchsvolle deutsche Literatut, schwer zu lesen...