Ulla Hahn Spiel der Zeit

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Inhaltsangabe zu „Spiel der Zeit“ von Ulla Hahn

Hilla Palm, Arbeiterkind vom Dorf, ist als Studentin in Köln angekommen. Im turbulenten Jahr 1967 sucht sie hier heimisch zu werden, erkundet die Welt der Sprache, genießt die Freiheit des Denkens, sehnt sich nach Orientierung im Leben und muss doch erkennen: Ich bin meine Vergangenheit. Erst als sie ihrer Liebe begegnet, findet sie die Kraft für einen neuen Blick auf alte Verletzungen. „Spiel der Zeit“ ist ein Buch über die Jahre der Sehnsucht und Leidenschaft – ein mitreißender Entwicklungsroman und zugleich ein imposantes Epochengemälde der 68er Jahre, eine der radikalen Umbruchphasen in der Geschichte der Bundesrepublik.

Noch besser als seine Vorgänger!

— ToniK
ToniK

ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt"

— Gudrun67
Gudrun67

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  • ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt"

    Spiel der Zeit
    Gudrun67

    Gudrun67

    18. December 2016 um 17:03

    Dies ist der 3. Teil der Autobiografie-Reihe von Ulla Hahn, die ihr Alter Ego nach"Das verborgene Wort" und "Aufbruch"als Hilla Palm zu Wort kommen lässt. Dieses Buch wird sicherlich polarisieren, denn der Schreibstil ist doch sehr eigen. Ich gehöre hier zu denjenigen, die mit der Darstellungsweise leider garnichts anfangen können. Ulla Hahn besitzt als Lyrikerin einen großen Namen; die Prosa jedoch in diesem 3. Band ist meiner Meinung nach nicht ausgereift. Hier konnte ich kein einheitliches Bild erkennen, denn der Schreibstil wirkt auf mich nicht gefestigt. Aber, vielleicht soll das gerade die Zeit der späten 60er Jahre widerspiegeln?Musste mich wirklich durch die Seiten quälen.Sie schafft die Atmosphäre der damaligen Zeit mit ihrem bekannten Drang nach Veränderung und den dazugehörigen Einstellungen und Verhaltenweisen. Hier konnte sie ein passendes Bild davon schaffen, jedoch hat mir die Tiefe bei der Darstellung der Charaktere gefehlt. Aber, vielleicht war dies ebenfalls so gewollt, da sich die Menschen damals eben neu orientieren mussten?!Autobiografie, Realität und Fiktion sind sehr gekonnt ineinander verflochten. Mein Fazit: ein Buch, das sicherlich polarisieren wird - mich hat es nicht "abgeholt"

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  • Wörter als Verbündete

    Spiel der Zeit
    YukBook

    YukBook

    23. October 2016 um 10:44

    Hildegard Palm, Protagonistin der Romantrilogie von Ulla Hahn, ist zurück. Im dritten Teil ist die Tochter einer rheinischen Arbeiterfamilie aus dem ländlichen Dondorf nach Köln gezogen, um Germanistik zu studieren. Die Kornblumen auf dem Buchcover symbolisieren die Wanderschaft. Passend dazu unternehmen wir gemeinsam mit Hilla einen Streifzug durch die Stadt, „gehen, sehen und lauschen“ und nehmen die geballten Eindrücke in uns auf. Die Sprachverliebtheit und Fabulierkunst der Autorin ist dabei so einnehmend, dass sich sogar die Vorführung eines modernen Mixers in einer Einkaufspassage höchst amüsant und spannend liest.  Wie in den 60er Jahren die Technik Einzug in den Wohnungen hält, ist nur ein Aspekt, der den damaligen Zeitgeist vor unseren Augen aufleben lässt. Hilla lebt sich im katholischen Studentinnen-Kolleg ein und hört auf Feten Songs der Beatles und Rolling Stones. Auf einer Kostümparty verliebt sie sich in den vermögenden Intellektuellen Hugo, der ihre Liebe zur Poesie teilt und sie geistig anfeuert. Er ist es auch, der ihr hilft, ein düsteres Kapitel in ihrer Vergangenheit aufzuarbeiten. Mit Hugo an seiner Seite ist Hilla in der Lage, ein neues Leben zu beginnen. Ihm zuliebe nimmt sie an Friedensdemonstrationen, Teach-Ins und Grundsatzdiskussionen teil, obwohl sie mit Politik nicht viel am Hut hat. Offen gibt sie zu, dass sie sich viel lieber mit ihrer literarischen Arbeit zu Hause beschäftigen würde.  Was diese autobiografisch gefärbte Erzählung zu etwas Besonderem macht, ist der Bezug zur Sprache, der die gesamte Trilogie durchzieht. Die Autorin beschäftigt sich eingehend damit, welchen Einfluss Wörter und ihr Gebrauch auf unser Leben haben. Das Aussprechen von Wörtern kann helfen, ein Trauma zu bewältigen oder Ängste zu überwinden. Ein Wort wie „Student“ kann durch gesellschaftliche Ereignisse völlig andere Assoziationen wecken, von akademischer Unnahbarkeit bis hin zu Gammler und Randalierer. Sprachbegeisterte wie ich werden ihre Freude an diesen Exkursen haben; alle anderen könnten es als langatmig empfinden, wenn Hilla und Hugo sich mit Schiller, Nietzsche oder Hölderlin beschäftigen und detaillierte Textanalysen betreiben. So überzeugt der dritte Teil der Hilla-Romane vor allem durch die Sprachkraft und das interessante Gesellschaftspanorama und weniger durch eine spannende Handlung. 

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  • "Those were the days"

    Spiel der Zeit
    solveig

    solveig

    30. November 2015 um 16:16

      „Der Mensch, das Spiel der Zeit, spielt, weil er allhie lebt im Schauplatz dieser Welt; er sitzt und doch nicht feste.“ Diese Verse aus Andreas Gryphius´ Sonett bilden das Leitmotiv in Ulla Hahns drittem teil-biographischem Buch über Hildegard Palm aus Dondorf. Nach „Das verborgene Wort“ , das Hillas Kindheit beschreibt, und „Aufbruch“ , der mit ihrem Abitur endet, heißt es nun, erwachsen werden. Hilla, „dat Kenk vun nem Prolete“ zieht nach Köln, um in der Albertus Magnus-Universität ein Germanistikstudium zu absolvieren. Hier muss sie ständig Leistungsnachweise, Scheine in Seminaren, erbringen, damit ihr Stipendium, damals noch das „Honnefer Modell“, nicht gefährdet ist. Nebenbei verdient sie sich mit Aushilfsjobs etwas dazu. Ihre Arbeit und die Erlebnisse mit Kommilitonin Gretel machen sie selbständig, ihre Partnerschaft mit Hugo erwachsener. Und so, wie sie aus ihrer Kinderzeit herauswächst, passen sich nun Ton und Schreibstil des Buches neu ihrem Wesen an, werden anspruchsvoller, intellektueller. Hillas Reifeprozess ist eingebunden in die historischen politischen Ereignisse während der 60er Jahre. Notstandsgesetze, Studentenunruhen, APO  -  all die neuen, umwälzenden Entwicklungen erlebt sie mit, ist mal begeistert, mal hält sie kritisch Abstand. Die Autorin selbst – fünfzig Jahre später als erfahrene Frau – schaltet sich immer wieder mit erläuternden Kommentaren in Hillas Geschichte ein. Hier zeigt sich das „Spiel der Zeit“ , neben Hillas Lebensgeschichte, auch in einer anderen, zeitlich distanzierten Perspektive.  Ulla Hahn schildert Hillas Entwicklung zur (selbst-)bewussten jungen Frau in einer schönen, sehr facettenreichen Sprache. Ihre Ausdruckskraft macht das Buch lebendig, sie reicht vom kölschen Dialekt über Hochdeutsch und politischem Jargon bis hin zu Poesie. Hilla Palm alias Ulla Hahn  liebt das Jonglieren mit Sprache, sie spielt mit Wörtern und Sätzen und deren Bedeutungen. „Spiel der Zeit“ war für mich nicht nur ein wunderbar zu lesender Roman, sondern auch eine nachdenkliche Reise zurück in meine eigene Vergangenheit.

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  • „Ich bin meine Vergangenheit“ – eine emotionale Rezension

    Spiel der Zeit
    leselea

    leselea

    Hilla ist angekommen in Köln. Begeistert stürzt sie sich in das Studium der Germanistik, findet im Hildegards-Kolleg in Gretel eine Freundin für Höhen und Tiefen und trifft schließlich auf einem Kostümball ihre große Liebe: Hugo – ein junger Mann mit Buckel, ebenso bücher- und wissensbegeistert wie sie. Gemeinsam tauchen sie ein in die Welt der Studentenproteste, setzen sich mit der politischen Situation der 1968er auseinander und frönen ihre Liebe zur Sprache und zur Literatur. Mit Hugo gelingt Hilla das, was ihr im vorherigen Band unmöglich fiel: Die Heilung alter Wunden und die Auseinandersetzung mit ihrer Vergangenheit. Ulla Hahns Das verborgene Worte ist mein uneingeschränktes Lieblingsbuch: Es führt mich immer wieder zu mir selber, hilft mir in traurigen Momenten und zeigt mir, warum ich heute da bin, wo ich bin. Aufbruch konnte mir zwar nicht genau dieses Gefühl vermittelten, doch auch in diesem Band war mir Hilla als Begleiterin immer ganz nahe. Umso gespannter und aufgeregter war ich, als ich gehört habe, dass endlich der dritte Teil – Das Spiel der Zeit – herauskommt. Nach der Lektüre sind meine Gefühle zwiegespalten… Natürlich legt Ulla Hahn wieder einmal ein sprachlich herausragendes Werk vor: Sie ist nun einmal von Haus aus Lyrikerin und das merkt man auch in ihren Prosageschichten. Sie schreibt in kraftvollen, ausufernden und bildhaften Sätzen, etwas, das mir an ihrem Stil besonders gut gefällt. Neu ist in diesem Band, dass die Geschichte auch mit alten und neuen Gedichten Hahns angereichert ist, die meiner Meinung nach gut mit der Geschichte interagieren. Auch inhaltlich fand ich das Buch – neben der Geschichte um Hilla – sehr ansprechend: die Studentenbewegung, die 68er-Revolution, der Ruck, der durch die BRD geht, wird dem Leser durch Hilla nahegelegt bzw. versucht. Leider wird es hier (wie auch in den Reflexionen zu germanistischen Themen – und das sage ich als Germanistin!) recht ausschweifend und langatmig. Da ich die Darstellungen nicht immer zielführend fand, habe ich einige Teile doch als eher unnötig empfunden. Mein zwei größten Probleme waren jedoch die Erzählweise und Hugo: Anders als in den vorherigen Bänden greift Ulla Hahn als auktoriale Erzählerin immer wieder in die Geschichte ein, kommentiert, distanziert und unterbrach so für mich immer wieder mein tiefes Eintauchen in die Geschichte. Hugo war mir einerseits sehr sympathisch (wen Hilla mag, den mag auch ich), aber leider ist er ab der Mitte des Buches nicht mehr aus der Geschichte wegzudenken. Ich habe mich ein bisschen um meine Momente mit Hilla betrogen gefühlt, konnte ich doch nie mit ihr und ihren Gedanken allein sein, da Hugo immer dabei war. Letztendlich bin ich nicht in der Lage etwas anderes als diese emotionale Rezension zu Spiel der Zeit abzugeben – und so emotional ist letztendlich auch meine Bewertung. Als wahrer „Fan“ schaffe ich es einfach nicht, weniger als 4 Sterne zu geben, geht es doch immer noch um Hilla, um die Liebe zum Wort und schreibt Ulla Hahn doch einfach so schön. Gleichzeitig konnte mich das Buch vermutlich aufgrund meiner enorm hohen Erwartungen nicht 100%ig überzeugen. Wehmütig schaue ich auf die Folgebände zurück und bin dennoch froh, dass ich die Möglichkeit hatte erneut in Hillas Welt einzutauchen. Ein vierter Band ist wahrscheinlich? Ich bin – wie in dieser ganzen Besprechung – unentschlossen…

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  • HIlla wird erwachsen...

    Spiel der Zeit
    blauerklaus

    blauerklaus

    Hilla Palm, Arbeiterkind vom Dorf, ist als Studentin in Köln angekommen. Im turbulenten Jahr 1968 sucht sie hier heimisch zu werden, erkundet die Welt der Sprache, genießt die Freiheit des Denkens, sehnt sich nach Orientierung im Leben und muss doch erkennen: Ich bin meine Vergangenheit. Erst als sie ihrer Liebe begegnet, findet sie die Kraft für einen neuen Blick auf alte Verletzungen. Ulla Hahn erzählt in diesem dritten Buch um ihr alter Ego Hilla Palm von  der Studienzeit Ihrer Hauptfigur im Köln der späten 60er Jahre. In den vorangegangenen Bänden durften wir HIllas Kinder- und Jugendzeit miterleben, die „als Kenk vun nem Prolete“ nicht gerade einfach war. In Köln angekommen lernt Hilla das Großstadtleben in Köln und den Unibetrieb während ihres Germanistik-Studiums kennen.  Langsam beginnt sie ein eigenständiges Leben zu führen und löst sich von den dörflichen Wurzeln Ihrer Eltern. Als sie ihre erste Liebe kennenlernt beginnt Sie auch ihr traumatisches Vergewaltigungserlebnis zu verarbeiten.      Aber so wie Hilla an der Uni jetzt einen anderen, wissenschaftlicheren,  Umgang mit den von ihr so sehr geliebten Wörtern und Texten lernt, so muss sich auch der Leser zu Beginn des Buches auch an einen etwas anderen Erzählstil gewöhnen. Gerade zu Anfang des Buches wird die Erzählperspektive öfter gewechselt und die Autorin meldet sich des Öfteren selber zu Wort. Damit wird jetzt auch dem Leser klar, dass es sich um Hilla Palm und Ulla Hahn um ein und dieselbe Person handelt. Dies war m.W.  bisher nie so deutlich ausgedrückt worden.  Im dritten Band tritt auch immer mehr die Lyrikerin Hilla / Ulla in den Vordergrund. Immer wieder werden Gedichte verschiedener Autoren zitiert.  Dies jedoch wohl dosiert, so dass es für mich den Lesefluss nicht gestört hat und mir als Lyrik-Laien einen schönen Einblick in diese Texte gewährte. Sehr interessant war für mich die Beschreibung des Unibetriebes und des politischen Lebens zur Zeit der sog. 68er-Bewegung. Hier wird dem Leser diese Zeit von jemandem nahegebracht, der selber dabei war, über Rudi Dutschke, Benno Ohnesorg diskutierte, die Proteste gegen Vietnam und die Notstandgesetzte selber mitgemacht hat. In der Retrospektive wird diese Zeit m.E. oft idealistisch-verklärt dargestellt. Hier erfährt man, dass es doch auch Studenten gab, die die gesamte Bewegung auch etwas kritisch betrachtet haben.  Wenn beispielsweise die Kinder aus reichem Elternhause dem "Proletariat" erklären mussten, warum diese jetzt gegen alles und jeden zu protestieren  haben. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, obwohl icherwartet hätte, dass ein längerer Lebensabschnitt Hillas behandelt wird. Bisher hatte ich immer vermutet, dass es sich um eine Trilogie handelt, aber bei dem Erzähltempo bleibt noch Raum für weitere Bände. Allen die Bücher und Wörter lieben und einen Einblick in die jüngere deutsche Geschichte bekommen wollen sei dieses Buch empfohlen          

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  • Die LovelyBooks Themenchallenge 2015

    Das Schloss der Träumenden Bücher
    Daniliesing

    Daniliesing

    Ihr lest gern Bücher aus den verschiedensten Genres? Ihr sucht nach einer Leseherausforderung für 2015? Dann seid ihr hier genau richtig! Der Ablauf ist ganz einfach: Bei der Themen-Challenge geht es darum, passend zu 40 vorgegebenen Themen mindestens 20, 30 oder 40 Bücher aus 20, 30 oder 40 unterschiedlichen Themen zu lesen. Ihr könnt euch selbst als Ziel stecken, ob es 20, 30 oder 40 Bücher werden sollen. Bitte gebt dieses Ziel bei der Anmeldung mit an. Bitte sammelt alle eure gelesenen Bücher mit den passenden Themen in einem einzelnen Beitrag, den ich oben in einer Teilnehmerliste bei eurem Namen verlinken werde. Schickt mir dazu eine Nachricht mit dem Link zu eurem Sammelbeitrag! Wenn ihr ein Thema erfüllt habt, schreibt in diesem Sammelbeitrag, mit welchem Buch ihr das geschafft habt und postet einen Link zu eurer Rezension oder aber verfasst eine Kurzmeinung auf der Buchseite und teilt dann den Link zur Lesestatus-Seite, auf der auch die Kurzmeinung zu finden ist, mit uns. Diese Challenge läuft vom 1.1.2015 bis 31.12.2015. Alle Bücher, die in diesem Zeitraum und passend zu den Themen gelesen wurden, zählen. Es zählen Bücher aus allen Genres und mit allen Erscheinungsjahren, sofern sie die Themen erfüllen. Sie dürfen gern vom SuB (= Stapel ungelesener Bücher) oder neu gekauft, geschenkt bekommen oder geliehen sein. Man kann jederzeit noch in die Challenge einsteigen und auch passende Bücher zählen, die man zuvor im Jahr 2015 gelesen hat. Zu diesen Themen wollen wir passende Bücher lesen: Für jedes Thema gibt es ein extra Unterthema, in dem ihr euch über eure gelesenen oder eventuell dazu geplanten Bücher austauschen könnt. Ein Buch, in dem es um Bücher, Literatur und / oder das Lesen geht. Ein Buch, dessen Cover hauptsächlich (am besten ausschließlich) Schwarz und Weiß ist. Ein Buch, dessen Titel aus genau 2 Wörtern besteht. Ein Buch mit einer durchschnittlichen Bewertung von 3 oder weniger Sternen auf LovelyBooks. (Das Buch muss mindestens 3 Bewertungen haben, es gilt der Zeitpunkt, zu dem du zu lesen beginnst.) Ein Buch von einem Bestsellerautor, von dem du selbst noch nie etwas gelesen hast. Ein Buch, das gedruckt bisher ausschließlich als Hardcover erschienen ist. Ein Buch, das in Asien, Südamerika oder Afrika spielt. Ein Buch mit mehr als 650 Seiten. Ein Buch mit einer jungen und einer älteren Hauptfigur, mindestens 40 Jahre Altersunterschied. Ein Buch, zu dem es auf LovelyBooks noch keine Rezension sowie keine Kurzmeinung gibt. (Es zählt der Zeitpunkt des Lesebeginns.) Ein Buch mit einen elektrischen Gegenstand auf dem Cover. Ein Buch, in dessen Buchtitel gegenteilige Wörter / Dinge genannt werden. Ein Buch von einem Autor, der bisher ausschließlich dieses eine Buch veröffentlicht hat. Ein Buch, das durch seinen Titel & sein Cover auf eine ganz bestimmte Jahreszeit hindeutet. Ein Buch, in dem mindestens 3 unterschiedliche fantastische Wesen vorkommen. Ein Buch das, egal ob im Original oder in der Übersetzung, einen Literaturpreis gewonnen hat. (Bitte den Namen des Preises mit angeben.) Ein kunterbuntes Buch. Ein Buch, dessen Buchtitel eine Aufforderung ist. Ein Buch, bei dem die Initialen des Autors 2 aufeinanderfolgenden Buchstaben im Alphabet entsprechen. Ein Buch, das erstmalig 2015 in dieser Sprache erschienen ist. Ein Buch, das du geschenkt bekommen hast. (Bitte verrate auch von wem und zu welchem Anlass.) Ein Buch, in dem ein Tier von großer Bedeutung ist. Ein Buch mit Streifen auf dem Cover. Ein Buch, das eine Buchreihe abschließt. Ein Buch, das kein Roman ist. Ein Buch, das in einem Verlag erschienen ist, dessen Verlagsname mit dem selben Buchstaben beginnt oder endet wie dein Vor- oder Nickname. Bitte den Vornamen ggf. mit angeben ;) Ein Buch, in dessen Titel das Wort "Liebe" vorkommt. Eines der 5 Bücher, die schon am längsten ungelesen in deinem Regal stehen. (Falls du es weißt, verrate doch, wie lange du es schon besitzt.) Ein Buch, das für dich ein außergewöhnlich schönes Buchcover hat. Ein Buch, das verfilmt wurde oder sicher verfilmt wird. Ein illustriertes Buch. Es sollten richtige Zeichnungen und nicht nur Verzierungen am Seitenrand sein. Ein Buch, das zuerst auf Deutsch erschienen ist und ins Englische übersetzt wurde. Ein Buch, dessen Autor bereits verstorben ist. Ein Buch, das einen Monat im Buchtitel hat. Bitte lies das Buch auch in dem Monat, der im Titel vorkommt. Ein Buch, in dem es um Musik geht. Ein Buch, von dem du dachtest, du würdest es niemals lesen, weil es z.B. nicht deinen Lieblingsgenres entspricht. Ein Buch mit Blumen / Blüten auf dem Cover. Ein Buch, das eine Krankheit oder Behinderung thematisiert. (Bitte gab auch an welche!) Ein blutiges Buch. Ein Buch, in dessen Titel mindestens ein Wort aus einer anderen Sprache vorkommt. (Es darf nicht im deutschen Duden stehen.) Ich wünsche uns allen ganz viel Spaß & ich bin gespannt, welche Themen sich am leichtesten und welche als am schwierigsten heraustellen! Wer ist dabei? Ein paar zusätzliche Informationen: * Bezieht euch bei der Zuordnung des Buches zu einem der Themen immer auf die Ausgabe des Buches, die ihr selbst besitzt! * Sprache, Format etc. sind egal - auch Hörbücher gelten, außer es ist für das Thema von Bedeutung * Man kann diese Challenge mit anderen kombinieren, also auch Bücher hierfür und gleichzeitig für andere Challenges zählen. * Die Zuordnung der Bücher zu bestimmten Themen kann auch nachträglich noch geändert werden. * Wichtig ist, dass man das Buch 2015 beendet. Wann man es angefangen hat, ist egal. * Falls Bücher, die eine ISBN haben, noch bei LovelyBooks fehlen, geht in eure Bibliothek und sucht es oben unter "Bücher hinzufügen". Dort wählt ihr für deutschsprachige Bücher die Suche bei Amazon.de aus, für fremdsprachige alternativ Amazon.co.uk oder .com Die Challenge wird im Januar 2016 ausgewertet! Wer vorher sein Jahresziel erreicht hat, kann mir eine kurze Nachricht schreiben. Teilnehmer: 0VELVETVOICE0 19angelika63 (1/40) 78sunny (40 / 40) AberRush (30 / 30) Aduja 1(2/20) Aglaya (40 / 40) Agnes13 (40/40) Ajana (14/20) Alchemilla (1/40) Aleida (30 / 30) allegra (20 / 20) Alondria (22 / 20) Amaryllion (13/20) Amelien (19/20) ANATAL (31/30) andymichihelli (40/40) angi_stumpf (40 / 40) Aniday (36 / 30) Annilane (0/30) Anniu (16/30) anra1993 (33/40) Anruba (33/40) anybody (13/40) apfel94 (0/40) Arachn0phobiA (40 / 40) Aria_Buecher (15/40) Arizona (22/20) Ascheflocken (12/40) AuroraBorealis (14/20) Ayda (3/20) baans (8/30) Backfish (7/20) Bambi-Nini (25/20) ban-aislingeach Belicha (2/20) Bella233 (40 / 40) Bellis-Perennis (40 / 40) BethDolores (0/40) BiancaWoe (8/20) Bibliomania (32 / 30) Birgit1985 (20 / 20) black_horse (40 / 40) blauerklaus (24/20) Bluebell2004 (35/20) BlueSunset (36/30) bookgirl (30/40) Bookling (0/20) bookscout (33/30) Bookwormy (3/20) Bosni (21/20) buchfeemelanie (18/30) Buchgeborene (1/40) Buchgespenst (30 / 30) 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  • Dat Kenk vun nem Prolete...

    Spiel der Zeit
    Kerstin2505

    Kerstin2505

    24. November 2014 um 13:12

    Der erste Satz: Lommer jonn, hatte der Großvater gesagt, zum ersten, zum zweiten und zum dritten Mal. Wann und wo? Ende der 60er Jahre, Köln und Umgebung Dieses Buch ist mein absolutes Highlight dieses Lesejahres! Schon seit ich im Frühjahr in der DVA-Vorschau gesehen hatte, dass Ulla Hahn endlich den dritten Teil der Trilogie um ihr Alter Ego Hilla Palm geschrieben hat, war ich hibbelig – und vor ein paar Wochen lag das Buch endlich in meinem Briefkasten. Vielen Dank an DVA für mein Leseexemplar! Worum geht es? Wir treffen Hilla als frischgebackene Studentin in Köln. Im turbulenten Jahr 1968 versucht sie hier heimisch zu werden, erkundet die Welt der Sprache, genießt die Freiheit des Denkens und sehnt sich nach Orientierung im Leben. Sie liest sich durch die großen Theoretiker der deutschen Literaturwissenschaft, besucht erste Demos und lernt zwischen Literaturseminaren und „Ho-Ho-Ho-Chi-Minh“ ihre erste Liebe kennen: Hugo, der auf intellektueller wie auch körperlicher Ebene ein Seelenverwandter zu sein scheint. Es wird diskutiert und debattiert, geliebt und gezweifelt. Raus aus dem erzkatholischen und wenig von Liebe und Zuneigung geprägten Elternhaus, rein ins pralle Studentenleben also – jedoch immer in dem Wissen, dass sie auch ein Stück weit ihre Vergangenheit ist und bleibt. Sie ist immernoch „Hilla Selberschuld“, sie bleibt „dat Kenk vun nem Prolete“, das nun seinen Platz inmitten von jungen Erwachsenen aus dem Bildungs- und Großbürgertum finden muss. Die Nacht auf der Lichtung (wer „Aufbruch“ kennt, weiß wovon ich rede) kann sie so schnell nicht abschütteln. Auch die Werte, die ihre Erziehung geprägt haben, muss sie erst mühsam abstreifen wie eine Raupe bei der Verpuppung. Auffallend oft tritt dann Ulla Hahn als Erzählerin aus dem Hintergrund nach vorne und lässt uns an ihren Gedanken über ihr Alter Ego Hilla teilhaben: „So sehr ich weiß, dass es weitergehen muss, so dringend mein erzählerisches Pflichtgefühl gebietet, Hilla endlich vorwärtszuschicken ins neue Leben, so mächtig treiben mich meine Gefühle zurück zu den Orten und Menschen meiner Kindheit. Erst jetzt beim Schreiben merke ich das. All das Neue, das Hilla erlebt, wird erst neu, wird erst zur Gewissheit, zum Eigen, wenn es sich widerspiegelt im Alten, wenn es zum Vergangene in Beziehung gesetzt wird.“ Hilla auf dieser Reise zu begleiten hat mir große Freude gemacht. Ich bedauere es sehr, dass die Trilogie nun abgeschlossen ist – aber zum Glück kann ich ja jederzeit zu Hilla zurückkehren. Zusammen genommen ist diese Trilogie ein wunderbarer Entwicklungs- und Bildungsroman, eine kraftvolle und sprachgewaltige Liebeserklärung an die Macht der Literatur und der Sprache, die ich jedem ans Herz legen möchte. Ob man nun direkt beim dritten Band einsteigt oder sich die Freude macht, ganz von vorne zu beginnen: ich bin mir sicher, dass jeder, der Literatur mag, direkt angefixt sein wird.

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  • Eine wahre Liebeserklärung an die Sprache, ihren Reichtum und ihre Schönheit

    Spiel der Zeit
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    15. October 2014 um 11:19

    Nachdem die große deutsche Lyrikerin Ulla Hahn im Jahr 2001 mit „Das verborgene Wort“ den ersten Teil der Lebensgeschichten ihres Alters Egos Hilla Palm erzählte und dafür den Deutschen Bücherpreis erhielt, ließ sie im Jahr 2009 auf ebenfalls über 600 Seiten den zweiten Teil folgen unter dem Titel „Aufbruch“. In beiden Romanen zeigte sie sich nicht nur als eine wahre Künstlerin und Akrobatin des Wortes und seiner ihm innewohnenden Kraft, sondern auch als eine große Meisterin epischer Darstellung.   Nachdem Hilla im zweiten Band gegen Ende zum Opfer einer Vergewaltigung wird, für die sich selbst die Schuld gibt – sie nennt sich Hilla Selberschuld – verlässt sie, zumindest unter der Woche, ihren Heimatort Dondorf am Rhein und zieht als Studentin nach Köln, wo sie in einem katholischen Wohnheim nicht nur eine Bleibe, sondern auch Freundinnen findet.   Auch im neuen Roman „Spiel der Zeit“ erzählt Ulla Hahn mit großer Sprachmacht in einem Gewebe aus Erfahrung, Erfindung und Dokumentation. Dabei ist sie selbst hin- und hergerissen: „So sehr ich weiß, dass es weitergehen muss, so dringend mein erzählerisches Pflichtgefühl gebietet,  Hilla endlich vorwärtszuschicken ins neue Leben, so mächtig treiben mich meine Gefühle zurück zu den Orten und Menschen meiner Kindheit. Erst jetzt beim Schreiben merke ich das. All das Neue, das Hilla erlebt, wird erst neu, wird erst zur Gewissheit, zum Eigen, wenn es sich widerspiegelt im Alten, wenn es zum Vergangene in Beziehung gesetzt wird.“   Das ist quasi das Credo, das sich durch das gesamte Buch zieht, das ich gelesen habe, indem ich mir jede freie Minute gestohlen habe, um nicht unterbrochen zu werden. Nicht nur in einem spannenden und bewegenden Handlungsablauf in einer studentenbewegten Epoche, die ich als jugendlicher Schüler selbst in Erinnerung habe, sondern auch in einem sprachlichen und poetischen Reichtum, den ich so schon lange nicht mehr bei irgendeinem Buch genießen konnte.   Als sie im Fasching 1967 den buckligen Hugo kennenlernt, einen Spross einer reichen und alteingesessenen Kölner Familie, blüht Hilla auf. Ihre Gespräche über Literatur, Poesie und Politik lassen die beiden ebenso zusammenwachsen, wie ihre theologischen Reflexionen. Beide sind sie in ihrem katholischen Glauben verwurzelt, und brechen doch so wie vielen andere zu dieser Zeit zu neuen Ufern auf.   Doch die radikalen Auswüchse der Studentenbewegung stoßen beide ab. Ulla Hahn lässt Hilla und Hugo nicht nur Rudi Dutschke bei einem Vortrag in der Kölner Uni begegnen, sondern schickt sie auch auf den Essener Katholikentag.   Auf diese Weise verwebt Ulla Hahn starke Elemente eines Entwicklungsromans, obwohl er nur etwa drei Jahre umfasst, aber immer wieder die Gegenwart mit der Vergangenheit in Verbindung bringt, mit den Konturen eines imposanten Epochengemäldes des 68- er Jahre.  Da geht es um Sehnsucht und Leidenschaft, vor allem in der Beziehung Hillas zu Hugo, es geht um den schier unüberbrückbaren Graben zwischen arm und reich am Beispiel der Familien von Hilla und Hugo, es geht um selbstverantworteten Glauben an Dendaoben in einer sich verändernden Welt voller Gewalt und Ungerechtigkeit. Und es geht darum, wie Liebe alte Verletzungen heilen kann.   „Spiel der Zeit“ ist ein großer autobiographisch geprägter Roman und ein gelungener Abschluss einer Trilogie, die sich über die ersten beiden Jahrzehnte Nachkriegsdeutschlands erstreckt. Eine wahre Liebeserklärung an die Sprache, ihren Reichtum und ihre Schönheit und ein Loblied des Lebens und dessen, der es schenkt und bewahrt.

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