Ulla Lachauer

 4 Sterne bei 26 Bewertungen
Autorin von Paradiesstraße, Ritas Leute und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ulla Lachauer

Ulla Lachauer, geboren 1951 in Ahlen/Westfalen, lebt in Stuttgart. Sie arbeitet als freie Journalistin und Dokumentarfilmerin. Buchveröffentlichungen: Die Brücke von Tilsit (1994), Paradiesstraße (1996), Ostpreußische Lebensläufe (1998), Ritas Leute (2002), Der Akazienkavalier (2008), alle bei Rowohlt.

Neue Bücher

Von Bienen und Menschen
Neu erschienen am 24.07.2018 als Hardcover bei Rowohlt .

Alle Bücher von Ulla Lachauer

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Ulla LachauerParadiesstraße
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Paradiesstraße
Paradiesstraße
 (8)
Erschienen am 01.10.2007
Ulla LachauerRitas Leute
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Ritas Leute
Ritas Leute
 (5)
Erschienen am 02.08.2004
Ulla LachauerDer Akazienkavalier
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Der Akazienkavalier
Der Akazienkavalier
 (4)
Erschienen am 01.08.2009
Ulla LachauerDer Garten meines Lebens
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Der Garten meines Lebens
Der Garten meines Lebens
 (1)
Erschienen am 11.09.2014
Ulla LachauerDie blinde Gärtnerin
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Die blinde Gärtnerin
Die blinde Gärtnerin
 (1)
Erschienen am 01.02.2013
Ulla LachauerOstpreußische Lebensläufe
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Ostpreußische Lebensläufe
Ostpreußische Lebensläufe
 (1)
Erschienen am 02.01.2008
Ulla LachauerDie blinde Gärtnerin: Das Leben der Magdalena Eglin
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Die blinde Gärtnerin: Das Leben der Magdalena Eglin
Ulla LachauerVon Bienen und Menschen
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Von Bienen und Menschen
Von Bienen und Menschen
 (0)
Erschienen am 24.07.2018

Neue Rezensionen zu Ulla Lachauer

Neu
AndreasKuecks avatar

Rezension zu "Der Akazienkavalier" von Ulla Lachauer

...zurück in den Garten meiner Kindheit!!!
AndreasKueckvor 2 Monaten

Ich schlenderte durch meine Stamm-Buchhandlung, nahm mal hier ein Buch aus dem Regal, las mal dort einen Klappentext und stand irgendwann vor dem Tisch mit den Neuerscheinungen. Mein Blick schweifte über die dort präsentierten Bücher und blieb plötzlich bei einem Titel hängen: Der Akazienkavalier.

Für mich klang der Titel nach einer kitschigen Liebes-Schmonzette. Vor meinem geistigen Auge sah ich ein adliges Fräulein (natürlich mit mind. 2 "Tie-äitsch" im Namen) beim morgendlichen Ausritt vom Ross stürzen, sich von dem wie zufällig in der Nähe befindlichen Gärtner, der selbstverständlich der einzige aber uneheliche Sohn des Grafen von "Was-auch-immer" ist, aus dem Matsch helfen, der sie natürlich auf seinen starken Armen tragend ins Schloss geleitet.

Das Foto der Autorin, das ich auf dem Umschlag entdeckte, entsprach allerdings nicht meiner Vorstellung von einer Verfasserin von Groschenromanen: kein "Barbara-Cartland-look-alike" war auf dem Foto zu sehen, sondern eine Frau mit einem intelligenten Gesicht, lächelnd mit Fältchen um die Augen.

Von Menschen und Gärten" lautete der Untertitel. Ich lächelte! Hatte ich doch selbst vor wenigen Stunden noch auf Knien in den Rabatten gehockt, über das störrische Unkraut geschimpft aber dabei dem frischen Grün und den ersten Knospen kaum Beachtung geschenkt.

Ulla Lachauer hat 18 Kurzgeschichten in ihrem Buch vereint. Lange und weniger lange Geschichten über Menschen und ihre Liebe zu Gärten, ihre Abhängigkeit zu Gärten, Gärten als Spiegelbild der Seele, ihre Gärten im Wandel der Zeit und ihre Erinnerung an längst vergangene Gärten. Wobei der Begriff "Garten" großzügig verwendet wird: der alles überwuchernde "Ficus benjamini" in der Küche der Familie Lachauer findet hier ebenso seinen Platz wie die Kakteen-Wüste auf der Fensterbank eines bekannten Schauspielers.

Vielmehr geht es Frau Lachauer um die Symbiose des Menschen zur Natur: wir nehmen sie als selbstverständlich hin, sie ist einfach da und beschenkt uns Tag für Tag mit Farben und Düfte. Erst, wenn sie verloren scheint, sehnen wir uns nach ihrem Schutz und Trost. Und dieses Sehnen hat Frau Lachauer in ihren Geschichten sensibel, manchmal melancholisch aufgezeichnet.

Beim Lesen schweiften meine Gedanken hin und wieder ab, und ich dachte an den Garten meiner Kindheit: kaum 4-jährig saß ich auf der kleinen Mauer des Frühbeetes und beobachtete meinen Opa beim Kartoffelpflanzen. In mehreren Reihen warteten kleine Mulden in der dunklen Erde, die vorgekeimten Knollen aufzunehmen. Und während mein Opa Mulde für Mulde füllte und schloss, schlich ich mich mit einer Kartoffel in der Hand zur letzten Mulde in der Reihe, legte sie dort heimlich ab und freute mich königlich, wenn Opa scheinbar überrascht über dieses "Wunder" staunte.

Zukünftig werde ich meinem Unkraut mit Gelassenheit begegnen und lieber häufiger meine Nase in die Lavendelblüten tauchen, zwischen meinen Fingern die Blätter der Minze zerreiben und mich über die Farben der Clematisblüte freuen.

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W

Rezension zu "Paradiesstraße" von Ulla Lachauer

Menschen als Spielball der Politik
Waschbaerinvor einem Jahr

Nur wenige Bücher haben mich dermaßen berührt wie "Paradiesstraße" von Ulla Lachauer, die Lebenserinnerungen der Lena Grigoleit. Wer dieses Buch liest, dem blutet an einigen Stellen das Herz.

Lena Grigoleit war eine ganz einfache Frau, eine Bäurin, die nichts wollte, als ein Dach über dem Kopf, genug zu essen und ein friedliches Leben für sich und ihre Familie. Doch davon war ihr auf Dauer nichts vergönnte. Erst im Alter, als der eiserne Vorhang fiel und die Grenzen sich öffneten, verlief ihr Leben in ruhigeren Bahnen. Endlich!

Obwohl sie immer am gleichen Ort blieb, lebte  sie mal in Russland, dann Litauen, später in Deutschland und wurde nach dem Krieg verschleppt nach Sibirien. Dort kam sie in einer Erdhöhle unter, damit sie nicht erfrieren musste und überleben konnte. Die Menschen dieser Generation wurde zum Spielball der Politik und konnten nicht frei über das eigene Leben entscheiden.

Erst als die UdSSR zusammenbrach, wurde sie endlich frei. Bekam etwas Geld und konnte eine Reise machen, verbrachte eine schöne Zeit in Bad Kreuznach. Im Alter fand sie endlich Frieden.

Jeder der glaubt, Demokratie und Freiheit sei eine Selbstverständlichkeit in unserem Leben und man brauchte sich dafür nicht mehr anstrengen, sollte dieses Buch lesen, damit er/sie weiß, dass das Leben auch ganz anders und verdammt hart sein kann. 

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P

Rezension zu "Der Garten meines Lebens" von Ulla Lachauer

Der Garten meines Lebens
Pixibuchvor 2 Jahren

Selten habe ich so ein (Sach)Buch in der Hand gehabt, das mich so fasziniert hat. Es ist eine Biografie, ein Gartenbuch und ein Kochbuch in einem. Hier erzählt die über 80 Jahre alte Bäuerin Agnes Sester ihr arbeitsreiches Leben. Selbst aus einem Bauernhof heraus, heiratet sie in eine Landwirtschaft ein, in der die Schwiegereltern noch das Regiment hatten. Agnes wurde sehr früh Witwe und stand dann mit vier Mädchen alleine da. Schon von Kindheit an war der Garten ihr Lebenselexier. So hat sie zusammen mit der Autorin ein Buch geschrieben. Hier werden uns die Pflanzen und Blumen näher gebracht. Agnes zeigt uns, wie man selbst Samen nimmt, wie man pflanzt, sät und erntet. Dabei gibt sie uns auch Rezepte aus Obst und Gemüse bekannt. Mit dem Bauernhof war die Familie Selbstversorger. Walnüsse, Kirschen, Zwiebeln; jedes dieser Arten muß man anders behandeln, alles wird verwertet. Frau Sester war auch eine der ersten, die Ferien auf dem Bauernhof anbot. Das Buch hat ein wunderbares Lay Out. Wir finden darin wunderschöne Gartenfotos und auch etliche Fotos aus dem Familienalbum der Sesters. Dies ist ei Bildband, den man nicht nur einmal zur Hand nimmt. Jeder  Besitzer dieses Buches wird es immer wieder zur Hand nehmen und nachschlagen, wenn man etwas Besonderes wissen will, Fast möchte ich es auch als Gartenlexikon bezeichnen, denn Frau Sester gibt auch Tipp, wie man Unkraut vernichtet und Ungeziefer beseitigt. Ich bin von diesem Buch hellauf begeistert. Es ist unterhaltsam und lehrreich. Der Bildband hat 157 Seiten und ist im Ulmer Verlag erschienen.

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