Ulla Lenze

 3,9 Sterne bei 142 Bewertungen
Autorin von Der Empfänger, Der Empfänger und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Ulla Lenze

Der Blick auf die Welt: Ulla Lenze, geboren 1973 in Mönchengladbach, ist eine deutsche Autorin. Sie studierte Schulmusik und Philosophie in Köln. Schon zu Studienzeiten verfasste sie erste Kurzgeschichten und Texte. 

So auch während ihres mehrjährigen Aufenthalts in Indien. Dort wurde sie als Writer-in-Residence vom Goethe-Institut nach Mumbai eingeladen. Darüber hinaus begleitete sie Außenminister Steinmeier auf seine Delegationsreise und nahm an einem Treffen irakischer Dichterinnen in Basra teil. 

Ihre Erfahrungen sammelte sie in verschiedenen Schriften, für die sie den Literaturpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft erhielt. Außerdem wurde die Autorin mit dem Ernst Willner-Preis, dem Literaturpreis der Jürgen Ponto-Stiftung und mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Literaturstipendium der Konrad-Adenauer Stiftung, dem Stipendium der Kunststiftung und verschiedenen Aufenthaltsstipendien. 

Heute lebt die Autorin zusammen mit ihrer Familie in Berlin.

Alle Bücher von Ulla Lenze

Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)

Der Empfänger

 (112)
Erschienen am 22.02.2020
Cover des Buches Der kleine Rest des Todes (ISBN: 9783627001797)

Der kleine Rest des Todes

 (7)
Erschienen am 01.03.2012
Cover des Buches Die endlose Stadt (ISBN: 9783627002107)

Die endlose Stadt

 (4)
Erschienen am 01.02.2015
Cover des Buches Schwester und Bruder (ISBN: 9783442733248)

Schwester und Bruder

 (4)
Erschienen am 03.01.2006
Cover des Buches Archanu (ISBN: 9783250601050)

Archanu

 (2)
Erschienen am 07.08.2008
Cover des Buches Nachsaison (ISBN: 9783945453292)

Nachsaison

 (0)
Erschienen am 01.04.2017
Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783423148153)

Der Empfänger

 (0)
Erscheint am 12.01.2022
Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783958625686)

Der Empfänger

 (13)
Erschienen am 10.03.2020

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Ulla Lenze

Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)W

Rezension zu "Der Empfänger" von Ulla Lenze

Interessante Person
wokanshuvor 5 Monaten

Ulla Lenze schreibt über Josef Klein, der nach dem Ersten Weltkrieg in die USA ausgewandert ist. Sein kleiner Bruder Carl sollte eigentlich auch mit, doch durch einen Unfall verlor er ein Auge und er durfte nicht in die USA immigrieren. Josef bzw. Joe führt ein bescheidenes, unauffälliges und wenig erfolgreiches Leben in New York. Seine Begleiterin ist Hündin Princess, die als Junghund ausgesetzt und von Joe adoptiert wurde. New York ist ein Kessel aus allen Kulturen und jede hat ihr eigenes Viertel. So haben auch die Deutschen ihre Kneipen, Bäcker etc. Im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges wird Josef in die Machenschaften der Nazis gezogen, ohne es zu wollen. Eigentlich arbeitet er als Drucker und privat liebt er die Funkerei. Durch das Hobby lernt er seine Freundin Lauren kennen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er auf Ellis Island interniert und zurück nach Deutschland geschickt. Einige Zeit verbringt er bei seinem Bruder und dessen Familie, bevor er sich nach Südamerika absetzt.
In nüchternen Worten und unspektakulär wird die Geschichte des Mannes erzählt. Es wird immer zwischen New York in den 1930er und Neuss Ende der 1940er Jahre geschwenkt. Das Ende befasst sich mit der Zeit in Costa Rica 1953.
Es ist eine interessante Geschichte, die jedoch nicht allzu fesselnd oder spannend ist.

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Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)renees avatar

Rezension zu "Der Empfänger" von Ulla Lenze

Ein deutscher Untertan
reneevor 9 Monaten

Das ist ein Buch, mit dem ich nicht so richtig warm geworden bin. Einmal gibt es wieder diese kühle und empathiearme Art des Schreibens, die mir immer wieder missfällt. Und zum anderen gibt es einen etwas gewöhnungsbedürftigen Hauptcharakter, Josef Klein. Dieser Mensch kommt in den 1920ern in die USA, sucht sich eine Arbeit, kommt mehr schlecht als recht über die Runden, die einzigen Höhepunkte in seinem unbedeutenden Leben ist das Amateurfunken und die Treffen mit Lauren. Diese Frau teilt sein Interesse am Funken. Aber nicht nur mit Lauren kommt er in Kontakt durch seine Leidenschaft. In den 1940ern kommt Josef oder Joe Klein mit spionierenden, nationalsozialistischen Deutschen in Kontakt und arbeitet schließlich für sie. Einerseits fragt er sich schon ob sein Handeln richtig ist, andererseits ist er recht wankelmütig in der Entscheidungsfindung, ist er ein Untertan. Man merkt ihm seine Sozialisation an, seine Schwierigkeiten mit der Einordnung von richtigem und falschem Verhalten machen ihn in meinen Augen nicht zu einem Sympathieträger, dennoch symbolisiert er sicher auch einen recht großen Teil der deutschen Bevölkerung. Erst durch fremdes Zutun wird Josef zu Entscheidungen gezwungen. Entscheidungen, die einen Kontakt zum FBI bedingen, zu einem Aufenthalt im Gefängnis führen, ihn wieder zu seinem Bruder Carl nach Deutschland bringen und weitere Abgründe aufbrechen lassen. Dennoch ringt Josef weiter mit seinen Entscheidungen und folgt schließlich seinen, in den 1940ern gefundenen "Freunden" nach Costa Rica, wo er als Jose Klein agiert. Dieses gesamte Konglomerat macht mir Josef Klein nicht gerade sympathisch, aber auch sein Umgang mit seiner Umgebung ist in keiner Form für mich nachvollziehbar und/oder zufriedenstellend. Vom geschichtlichen Aspekt ist "Der Empfänger" ein wichtiges und informatives Buch, war ich doch beim Thema deutsche Spionage im 2. Weltkrieg in den USA eher nicht so bewandert. Letztendlich erreichen konnte mich die Schreibe von Ulla Lenze nicht so richtig, das Personal war in meinen Augen eher unbefriedigend, einzig die Thematik war interessant. Schade!

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Cover des Buches Der Empfänger (ISBN: 9783608964639)juergen_schmidts avatar

Rezension zu "Der Empfänger" von Ulla Lenze

Der Fahrtwind raucht ihm die Zigarette weg
juergen_schmidtvor einem Jahr

Wie in Ulla Lenzes letztem Roman geht es auch in ihrem neuen Buch „Der Empfänger“ vorrangig ums Überleben. Diesmal allerdings nicht im indischen Mumbai, sondern im New York der dreißiger und vierziger Jahre sowie im zerstörten Neuss der Nachkriegsjahre. Hauptfigur des Romans ist Josef Klein, ein Großonkel der Autorin, den es schon früh nach New York zieht. „Joe“ wirkt auf mich trotz seiner gewiss mutigen Entscheidung, Deutschland zu verlassen, etwas naiv, aber nicht unsympathisch. Vielleicht eine verträumte Art eines Hans-guck-in-die-Luft. Als Amateurfunker gerät Josef Klein allmählich in das Netz deutsch-amerikanischer Nazisympathisanten, für die er zunächst unbedacht verschlüsselte Nachrichten nach Hamburg sendet. Mit wachsendem Unbehagen widersetzt er sich schließlich ihren Forderungen, ohne seine Landsleute dabei allerdings dauerhaft loszuwerden. Eine wichtige Rolle in Kleins amerikanischem Leben spielt auch Lauren – allerdings wird nicht ganz klar, wie viel sie ihm tatsächlich bedeutet. Auf der einen Seite versucht er mit Weitsicht ihr Strapazen und Ärger zu ersparen, bei Gesprächen und Diskussionen hat man dagegen oft den Eindruck, dass Joe sich wenig Mühe gibt, auf Lauren einzugehen. Möglicherweise ist das aber eine typische Erscheinung jener Epoche, in der Vertrauen und Offenheit nicht wirklich gelebt wurden. Gleiches gilt auch für die Zeit seiner vorübergehenden Heimkehr ins Haus seines jüngeren Bruders nach Neuss. Beide finden nur schwer zu einander – man spürt als Leser geradezu die Sprachlosigkeit, das Misstrauen, die Verklemmtheit, den Mief.

Fazit: „Der Empfänger“ ist ein weiteres geschickt geschriebenes Buch von Ulla Lenze. Die meist kurzen Kapitel sowie die häufigen Orts- und Zeitsprünge sind nachvollziehbar und stören den Lesefluss nicht. Als Niederrheiner hätte ich mir mehr Details aus dem Neuß (Schreibweise bis 1968) der Nachkriegszeit gewünscht, wirkliche Bilder wollen gerade in diesen Kapiteln nicht entstehen – die Atmosphäre aus dem Haus von Carl und Edith Klein wird dagegen sehr gut eingefangen. Bildhaft und genial sind im Übrigen auch viele originelle Formulierungen! Nur ein Beispiel: „Der Fahrtwind raucht ihm die Zigarette weg.“ Solche Sätze sind einfach ein Lesegenuss …

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Gespräche aus der Community

Ulla Lenze hat einen packenden Roman über die Tätigkeiten des deutschen Geheimdienstes zur Zeit des 2. Weltkriegs geschrieben: Der deutsche Auswanderer Josef Klein lebt in New York und gerät aufgrund seiner Fähigkeiten als Funker ins Visier einflussreicher Männer, die ihn als Spion einsetzen wollen.

Wir verlosen 15 Hörbücher (gelesen von Frank Arnold)!

Liebe LovelyBooks-Community, 


mit Ulla Lenzes "Der Empfänger“ präsentieren wir euch ein ganz besonderes Hörbuch, das meisterhaft von Frank Arnold eingelesen wurde. Wir sind gleichermaßen begeistert von Text und Sprecher und wollen diese Begeisterung gerne mit euch teilen. 

Für unsere Hörrunde verlosen wir insgesamt 15 Hörbücher (1 MP3-CD) und sind schon sehr gespannt auf eure Bewerbungen und natürlich auf eure Rezensionen.


Viel Glück allen Bewerbern und natürlich viel Spaß beim Hören späterhin!



PS:

Im Falle eines Gewinnes seid ihr dazu verpflichtet, aktiv an der Hörrunde teilzunehmen und am Ende eine Rezension zu verfassen.



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Sprecher:

Frank Arnold zählt zu den besten Sprechern des Landes und erhielt für seine Leistung bereits den Deutschen Hörbuchpreis. Die glänzende Lesung von Der Empfänger unterstreicht einmal mehr sein besonderes Gespür für anspruchsvolle und literarische Stoffe.

165 BeiträgeVerlosung beendet

Im Spionagenetzwerk der deutschen Abwehr: Mit "Der Empfänger" hat Ulla Lenze einen Roman über die Deutschen in Amerika zur Zeit des 2. Weltkriegs geschrieben. Am Beispiel des rheinländischen Auswanderers Josef Klein zeigt sie ihren Leser*innen, was es bedeutete plötzlich ins Visier der Weltmächte zu geraten. Für dieses packende Buch über die Spionagetätigkeiten des Naziregimes in den USA suchen wir 25 Leser*innen.

Herzlich Willkommen zur Leserunde zu "Der Empfänger" von Ulla Lenze!

Hier möchten wir uns über einen beeindruckenden Roman mit einem hochinteressanten historischen Stoff austauschen.

Zusammen mit Klett-Cotta verlosen wir unter allen, die sich in dieser Leserunde über den Roman austauschen und abschließend eine Rezension auf LovelyBooks schreiben möchten, 25 Exemplare des Buches.

Beantwortet dafür bis zum 1. März 2020 die folgende Frage:

Wie hat euch die Leseprobe zum Buch gefallen? Teilt eure ersten Eindrücke mit uns!

Wir sind sehr gespannt auf eure Meinungen!

377 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Ulla Lenze im Netz:

Community-Statistik

in 164 Bibliotheken

auf 19 Wunschzettel

von 51 Lesern aktuell gelesen

von 2 Lesern gefolgt

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