Ich mach das jetzt!

von Ulla Lohmann 
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
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Fazit: Ulla Lohmann verwebt Wissenschaft und Gefühl, Abenteuer und Liebe in einer kurzweiligen Lebensreportage.

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Kann man lesen, muss man aber nicht - teilweise interessant, zwischendurch viel zu viel persönliches Blabla.

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Inhaltsangabe zu "Ich mach das jetzt!"

Schon als kleines Mädchen verliebt sich Ulla Lohmann in die Vulkane der Welt und nimmt sich vor, sie alle zu sehen, zu erforschen, zu fotografieren, zu verstehen. Bis dorthin ist es ein weiter Weg, doch Rückschläge und persönliche Niederlagen können sie nicht daran hindern, ihr Ziel zu erreichen.

Ein Buch über die ganz großen Träume und darüber, dass es manchmal nur einen Gedanken braucht, um sie wahrzumachen: »Ich mach das jetzt!«

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783710900235
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:240 Seiten
Verlag:Benevento
Erscheinungsdatum:12.10.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 24.01.2018 bei steinbach sprechende bücher erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    GernotUhlvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Fazit: Ulla Lohmann verwebt Wissenschaft und Gefühl, Abenteuer und Liebe in einer kurzweiligen Lebensreportage.
    Die Vulkanforscherin

    Manchmal kommen die großen Themen ziemlich unvermittelt. „Weißt was ich später mal werden will?,“ fragt mich meine fünfjährige Tochter Helena, „Abenteuerin oder Entdeckerin!“ Helena und ich teilen eine lebendige Leidenschaft für Bergwelten. Wir haben zusammen schon so manchen Gipfel bestiegen. Helena war Feuer und Flamme, als sie die Abenteuerbiografie der Vulkanforscherin Ulla Lohmann entdeckt hat. „Ich bin gerne in den Bergen und Vulkane sind ja auch Berge. Deshalb interessiert mich das Buch.“ Und deshalb haben wir das Buch gemeinsam gelesen. Kalte Winterabende sind wie gemacht, um sich zwischen Buchdeckeln mit Ulla Lohmann in den Krater eines Südseevulkans abzuseilen. Ihre fesselnd erzählten Erinnerungen machen das jedenfalls möglich.

     Don’t dream it – do it!

     Ulla Lohmann hat ihrem Buch einen Widerspruch als Leitgedanken vorangestellt. In ihrem Buch löst sich dieser Gegensatz allerdings sehr schnell auf: Ulla Lohmann lebt als Vulkanforscherin und Fotografin ihren Traum. Die Begeisterung für ihr Tun ist in jeder Zeile spürbar – und deshalb ist dieses Buch wirklich wertvoll: Für eine echte Autobiografie ist Ulla Lohmann vielleicht noch etwas jung (Jahrgang 1977). Aber ein Zeugnis ihrer Leidenschaft legt sie allemal ab. Die Faszination für Vulkane erwacht – fast ein bisschen klischeehaft – in Pompeji. Das kleine Mädchen, das an der Hand ihres Vaters staunend durch die Ruinen der vom Vesuv zerstörten Stadt spaziert, entdeckt ihr Lebensthema.

    Dabei kommt ihr entgegen, dass Ulla Lohmann gerne weltreist und dabei mit einer eher spartanischen Lebensweise auskommt – zum Beispiel an Bord des kleinen Schiffes Alvei, auf dem sie kurzerhand anheuert. Oder eben in einem winzigen Zelt auf der Südsee-Insel Ambrym, wo der von den vulkanischen Gasen saure Regen wenig einladend ist. Aber die objektiven Entbehrungen, die Ulla Lohmann in Kauf nimmt, wirken nicht wie die bittere Pille, die man eben schlucken muss. Selbst die äußeren Unannehmlichkeiten sind bei Ulla Lohmann Teil des Abenteuers, zu dem auch wechselnde Liebschaften und schließlich die Liebe ihres Lebens gehören. Wie nebenbei vermittelt sie  unaufdringlich spannendes Wissen über Südseekulturen – Stichwort: Schwarze Magie – und natürlich über Vulkane.

    Manchmal wird es richtig dramatisch. „Besonders aufregend war die die Szene, in der die einheimischen Träger mehr Geld haben wollten und die Forscher schnappen wollten“, sagt meine Tochter Helena. „Ich war ganz gespannt, ob sie es in Flugzeug schaffen.“ Sie schaffen es. Aber das Flugzeug bringt sie nicht für immer weg von Ambrym . Die Sehnsucht ist zu groß und der Ärger der Dorfbewohner ist längst verraucht. Auch wie nahe Ulla Lohmann sich der brodelnden Lava nähert ist beeindruckend – und beeindruckend erzählt. „Ich wusste vorher schon, dass ein Vulkan ein Berg ist, dass es einen Kraterrand gibt, an dem es in die Tiefe geht und dass Lava flüssiges Gestein ist“, sagt Helena. „Aber dass man sich in den Vulkan abseilen kann, wusste ich noch nicht. Ich hatte ein bisschen Angst, dass die Vulkanforscherin dabei in die Lava fällt. Zum Glück ist das nicht passiert.“ 

    Fazit: Ulla Lohmann verwebt Wissenschaft und Gefühl, Abenteuer und Liebe in einer kurzweiligen Lebensreportage.

    Link zur Rezension: https://www.eulengezwitscher.com/single-post/rezension/lohmann

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    Sikalvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Kann man lesen, muss man aber nicht - teilweise interessant, zwischendurch viel zu viel persönliches Blabla.
    Sich lebendig fühlen …

     

    … das wollte Ulla Lohmann immer. Bereits als Kind und vermehrt dann als Jugendliche wurde ihre Leidenschaft für die Forschung geschürt. Als sie bei „Jugend forscht“ auch noch gewinnt, ist es um sie geschehen – sie will, nein sie muss, Forscherin werden. Sie muss ihre Neugierde aufrecht halten, um das Leben zu fühlen. Ständig auf Reisen, kein wirkliches Zuhause, doch überall mit Menschen verbunden – so kann man wohl am ehesten ihre Entwicklung beschreiben.

     

    In ihrem Buch „Ich mach das jetzt“ erfährt man einiges über ihre Kindheit, ihre Familie, den Verlust ihres Vaters und ihre ersten Versuche in ein Forscherteam zu gelangen. Oft ist hier auch der Zufall oder eine Menge Glück zugegen. Doch oftmals war sie auch gezwungen kurz vor dem Ziel umzukehren, aber sie gab nicht auf, bewahrte sich ihren Traum, hielt sich ihr Ziel vor Augen und ließ sich durch Schmerzen oder Nässe nicht davon abbringen.

     

    „Bei mir dauerte es 20 Jahre, bis ich von der Expeditionsköchin zur Expeditionsleiterin und Fotografin wurde.“

     

    Und darauf kann sie heute zurückblicken – auf ein spannendes, ereignisreiches Leben. Man merkt während des Lesens ihre Leidenschaft, ihre Liebe zu den Vulkanen und ihre Verbundenheit mit ihrem Mann. Spektakuläre Bilder ergänzen dieses Buch (wenngleich ich mir hier viele weitere gewünscht hätte).

     

    Für meine Begriffe gab es zu viel von ihrem Privatleben, hier hätte ich mir mehr über die Expeditionen gewünscht, eventuell eine Karte, damit man Vanuatu bzw. Ambrym zuordnen kann. Die soziologischen Zusammenhänge des Inselstaates und die gesellschaftlichen Verbindungen waren für mich sehr interessant, hier hätte es ohne weiteres mehr Informationen geben können.

     

    Trotzdem kann man Ulla Lohmanns Mut bewundern, ihre Zielstrebigkeit wenn es um die Erfüllung ihres Traumes geht. Ich wünsche ihr, dass sie sich diese Begeisterung noch eine Weile bewahren kann.

    Kommentare: 2
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