Ulla Rahn-Huber So werden Sie 100 Jahre

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Inhaltsangabe zu „So werden Sie 100 Jahre“ von Ulla Rahn-Huber

Sie sind gesund, aktiv und sportlich. Sie sind sozial vernetzt und lieben ihre Arbeit. Doch das Unglaubliche ist: Diese Menschen sind über 100 Jahre alt! Wo gibt es solche Wunder? Es gibt sie auf der japanischen Insel Okinawa.
Unsere Autorin entlockte den glücklichen Alten vor Ort das Geheimnis von Okinawa. Dieses wertvolle Wissen von immerwährender Gesundheit, Vitalität und Glück kommt nun erstmals zu uns nach Europa. Verblüffend einfach und doch revolutionär, exotisch und doch für jedermann umsetzbar – das beste Anti-Aging-Programm, das es je gab.

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    So werden Sie 100 Jahre

    R_Manthey

    26. June 2015 um 09:17

    Auf der einstmals von den Japanern eroberten Inselgruppe Okinawa leben heute relativ gesehen mehr Hundertjährige als anderswo auf der Welt. Wirklich verblüffend ist jedoch, dass sie fast alle gesund und munter sind. In einigen Jahrzehnten wird es dieses Phänomen nicht mehr geben, denn die Amerikaner errichteten auf Okinawa eine große Militärbasis und damit leider auch einen Brückenkopf für ihre Kultur. In der Folge zeigen jüngere Einwohner der Inseln ganz ähnliche Verfallserscheinungen wie wir sie aus allen westlichen Industrieländern kennen. Wenigstens wissen wir damit, dass "das Wunder von Okinawa" keine genetischen Ursachen hat. Die Autorin sah vor einigen Jahren im Fernsehen einen Bericht über Okinawa. Daraufhin beschloss sie dorthin zu fahren, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen. Herausgekommen ist dabei ein sehr schönes und persönliches Buch. Zahlreiche sehr gelungene Fotografien in ihm sind von ihrer mitgereisten Tochter. Die moderne Medizin hat es nach ihrer eigenen Sichtweise ermöglicht, dass wir eine höhere Lebenserwartung haben als frühere Generationen. Was wir jedoch fürchten, sind Siechtum und Einsamkeit im Alter. Unsere Gesellschaft ist komplett dem Jugendwahn verfallen, obwohl das in geradezu absurder Weise der Bevölkerungspyramide widerspricht. Alte Menschen werden sehr oft respektlos behandelt. Je älter sie sind, um so weniger wird ihnen zugetraut. Man betrachtet sie mit zunehmendem Alter immer mehr wie kleine Kinder. Auf Okinawa ist das noch anders. Die Alten sind die Chefs. Sie sind in der Regel noch sehr aktiv und vor allem gesund. Die Autorin beschreibt dies ausführlich und zeigt die einfachen Zusammenhänge zwischen natürlichem und gesundem Leben an diesem einzigartigen Beispiel. Sie hat auf Okinawa fünf Säulen der Langlebigkeit neu entdeckt und beschreibt sie in diesem Buch: Ernährung, Lebensaufgabe, Bewegung, Gemeinschaft und Spiritualität. Der Wert dieses Buches besteht nicht nur darin, dass es sich sehr angenehm liest, wirklich schön gestaltet ist und uns aufklärt. Es beschreibt vielmehr den praktischen Beweis einer Lehre, die wir eigentlich kennen sollten, wenn wir uns für ein gesundes Leben interessieren. Warum aber klappt das auf Okinawa tatsächlich und bei uns nicht in dieser Form? Offenbar reicht die intellektuelle Erkenntnis allein nicht. Sie muss auch in die individuelle und im Unterbewusstsein verankerte Glaubensstruktur eines jeden von uns vordringen und Allgemeingut werden. Das ist jedoch in den westlichen Ländern sehr schwer, weil sie der vorherrschenden Alltagskultur und unseren erlernten Verhaltensregeln widerspricht. In Wirklichkeit steht unser Leben in der Regel auf keiner dieser fünf Säulen. Bei der Ernährung sind wir wenigstens der Erkenntnis schon sehr nahe. Auf Okinawa herrscht Landwirtschaft vor. Die Alten haben fast alle einen eigenen Garten und ein erdiges Verhältnis zur Natur. Wir holen unsere Nahrung aus dem Supermarkt oder bestenfalls aus dem Bioladen. Die Alten auf Okinawa essen viel Grünzeug. Wenn wir der Autorin folgen, so geht das auch bei uns. Sie empfiehlt eine Reihe von Kräutern. Allerdings sind das in der Regel Züchtungen, die die Urkraft ihrer Ahnen bereits zum größten Teil verloren haben. Neben dem von ihr empfohlenen Wildkraut Löwenzahn existieren noch viele andere so genannte Unkräuter wie Giersch, Vogelmiere oder Wegerich, die im Gegensatz zu Züchtungen ein Vielfaches an gesunden Nährstoffen enthalten. Wir haben nur den Kontakt zur Natur und das Wissen über sie verloren und demonstrieren das durch die Bezeichnung "Unkraut". Die Alten auf Okinawa haben Respekt vor der Natur und gehen mit Nahrungsmitteln sorgsam um. Insbesondere verschlingen sie nicht Unmengen davon. Das müssen sie auch nicht, denn die Kaloriendichte ihrer Lebensmittel ist sehr hoch. Bei den vier anderen Säulen ist unsere Lage noch schlimmer. Einmal aus dem Arbeitsleben entlassen, haben die meisten von uns auch ihre Lebensaufgabe verloren, auch wenn sie sich das nicht gleich eingestehen. Mit der Bewegung sieht es auch nicht mehr so toll aus, weil bereits der Verschleiß einsetzt und wir uns fast das ganze Leben lang gar nicht oder falsch bewegt haben. Wer Glück hat, besitzt im Alter eine intakte Familie und ist nicht ausgeschlossen. Seine Familie besteht aus vielen Generationen und nicht nur aus der Essensgemeinschaft im Pflegeheim. Auf Okinawa ist die Familienstruktur völlig intakt. Die Alten genießen einen hohen Respekt, den sie sich allerdings auch durch Fitness und Leistung verdienen. Auf Okinawa herrschen allerdings auch was körperliche Fitness anbetrifft ganz andere Voraussetzungen als bei uns. Wie in ganz Asien hat die Bewegungslehre eine hervorragende Stellung in der Gesellschaft. Okinawa ist zum Beispiel die Heimat einer Karate-Art, die auch in hohem Alter noch betrieben wird. Geht man bei uns zu Karateklubs, dann wird diese Bewegungsform alleine auf den Selbstverteidigungs- und Kampfstil reduziert. Noch schlimmer steht es um die Spiritualität in unserer Welt. Sie ist schon vor hunderten von Jahren verschwunden. Deshalb tun wir uns damit sehr schwer und halten sie für esoterischen Quatsch. Unsere Welt ist rational, hektisch und von äußeren Reizen überflutet. Wir sehen also, dass es auf Okinawa (übrigens auch im Gegensatz zum Rest von Japan) sehr günstige Bedingungen für ein langes Leben gibt, die bei uns nicht unbedingt vorhanden sind. Wenn wir unser Leben dennoch auf die fünf Säulen stellen wollen, dann müssen wir mehr tun als die Menschen auf Okinawa und das bereits im jungen Alter. Darüber sollten wir uns im Klaren sein, wenn wir aus diesem wunderbaren Buch etwas mitnehmen möchten. Natürlich müssen wir nicht so leben wie auf Okinawa und gleich morgen in den Asia-Markt rennen und uns Algen und anderes Zeug kaufen. Es reicht bereits, wenn wir gründlich darüber nachdenken, wie unnatürlich unser Leben geworden ist und dann praktische Schlüsse ziehen, die wir Schritt für Schritt auch durchführen. Wir müssen nichts uns Fremdes kopieren, denn alles, was wir brauchen, gibt es auch bei uns. Fazit. Dies ist ein wirklich schönes Buch, das uns den Beweis erbringt, dass langes und gesundes Leben möglich ist. Auch wenn wir es schwerer haben als die Menschen auf Okinawa, weil bei uns viele Bedingungen ganz anders sind, so liegt es doch letztlich in unserer Hand, die bekannten Regeln für ein langes und vor allem gesundes Leben in die Tat umzusetzen. Dieses Buch zeigt, dass sie wahr sind.

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