Ulla Scheler Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen

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Inhaltsangabe zu „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ von Ulla Scheler

Was das Meer sich holt, gibt es nicht mehr zurück Schon seit ihren Kindertagen kennt Hanna Ben. Ben, der alle mitreißen kann, der atemberaubende Geschichten erzählt. Der Hanna so gut versteht wie kein anderer. Und der seit einem Schicksalsschlag an einer dunklen Last trägt. Nach dem Abitur fahren sie gemeinsam los, einfach immer der Nase nach Richtung Meer. Schließlich finden sie den perfekten Ort für ihr Zelt: einen verwunschenen Strand, um den sich aber eine düstere Legende rankt. Sie kommen einander dort nahe wie nie zuvor, und Hanna hofft, endlich hinter das große Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Aber dann passiert etwas Schreckliches …

Das ganze Buch besteht aus einer Lieblingstelle. Ich kann es jeden nur an´s Herz legen.

— blaueknie
blaueknie

Das Buch war anders, aber positiv. Es hat mich bis zur letzten Seite in einen Bann gezogen!

— Mondprinzessin
Mondprinzessin

Ich weiß überhaupt nicht, was ich von diesem Buch halten soll... es war irgendwie anders und die Sprache ist wirklich besonders.

— missricki
missricki

Definitiv anders. Ich kann nicht sagen, ob ich es mochte oder nicht, es hat nämlich nicht das kleinste Gefühl in mir hervorgerufen.

— Das_Blumen_Kind
Das_Blumen_Kind

Eine schöne, spannende Geschichte, die mich direkt packen konnte und bis zur letzten Zeile nicht mehr losgelassen hat.

— franzilovesbooks
franzilovesbooks

Ein ganz besonderes Buch!

— sternenbrise
sternenbrise

Schön geschrieben, aber mir hat die Spannung ein wenig gefehlt.

— Tintenklex
Tintenklex

Das Buch ist einfach genial! Es hat mich mit dem Schreibstil regelrecht umgehauen. Einfach zum mitfiebern! Sehr lesenswert!

— lauraline
lauraline

Langatmig, voller semi-suizidaler Late-Teen-Angst und Pseudo-Probleme und generell unnötig.

— ichundelaine
ichundelaine

Bildhafte wundervolle Sprache, die eine ganz außergewöhnliche Stimmung für eine Geschichte über Liebe, Verlust und den Neuanfang erzeugt.

— tomatenjohnny91
tomatenjohnny91

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  • Schönes Debüt

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    Nadl17835

    Nadl17835

    13. June 2017 um 19:34

    Hanna und Ben kennen sich schon seit Kinderzeiten und trotz der engen Beziehung der beiden, scheint eine unüberwindbare Mauer zwischen ihnen zu sein. Diese Distanz wird durch Bens oft unverständliches und impulsives Verhalten verstärkt, während Hanna sichtlich bemüht ist, ihn nicht zu verlieren und gewisse Gefühle für ihn empfindet. Nach einer typischen Ben-Idee landen die beiden in einem kleinen Dorf am Strand, wo sie auf Chloé treffen, die ihnen die geheimnisumwobene Legende einer Meeresgöttin erzählt. Daraufhin zeigen alle Zeichen auf die erneute Erfüllung dieser... Der Klappentext klang für mich sehr interessant und vor allem die kurz beschrieben Beziehung zwischen Hanna und Ben konnte mich überzeugen. Beim lesen selbst, konnte ich leider nicht ganz warm werden mit den beiden, weil Ben ziemlich einzigartig ist und für mich oft sehr unverständlich handelt, weswegen da einfach die Sympathie fehlte und er mich fast schon nervte. Hanna läuft im quasi hinterher und muss ihn sozusagen aushalten. Dann hatte ich mir ihr Verhältnis spannender und einfühlsamer vorgestellt, welches fast nur aus Missverständnissen beruht und groben Kommunikationsmängeln. Fand ich auch nicht so toll, sondern eher anstrengend. Ben habe ich mich auch irgendwie Verzweifelter vorgestellt und riskanter. Sein nicht ganz legales Handeln ist schön und gut, aber ich dachte eher, er würde bei dem Sturm wirklich schwimmen gehen und nicht sowas abziehen. Halt etwas mehr riskieren und nicht nur abhauen. Hinsichtlich der beiden Charakteren konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen und hat mich enttäuscht. Der Rest war ganz okay, gerade der Schreibstil ist sehr einzigartig und hat Wiedererkennungswert!

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  • Leider ungut

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    ichundelaine

    ichundelaine

    18. May 2017 um 18:49

    "Es ist immer das "eines Tages", das dich tötet"Ich muss sagen, dass ich ohne Erwartungen an dieses Buch herangegangen bin, trotzdem hat es mich mit einem großen MEH hinterlassen.Im ersten Part erfahren wir etwas über Ben und Hannah, die unbedingt nach dem Abitur etwas erleben und aus dem Alltagstrott ausbrechen wollen. Die beiden sind schon lange befreundet, aber da ist definitiv was im Busch. Ben ist der charismatische Geschichtenerzähler, der Bad Boy, der heimlich sprayen geht und eine Weile im Auto lebt weil er Probleme mit seiner Familie hat. Hannah kommt irgendwie ziemlich farblos rüber und wirkt wie ein Mitläufer, auch wenn sie eines Abends mal "total mutig" ist und einen Fremden küsst.  Ben hat mich schon auf Seite 50 genervt."Kannst du nicht schlafen, weil du Angst vor morgen und morgen und morgen hast?"Die beiden fahren also los und landen schon am ersten Tag in einem Ort am Meer und hier ist der großangekündigte Road Trip auch schon zu Ende, denn hier bleiben sie. das ganze Gefasel von wegen Ausbrechen und anders Leben findet hier also aus meiner Sicht schon ein abruptes Ende. In dem Kaff treffen sie auf Chloe und Sam, die nicht nur Geheimnisse mit sich tragen sondern auch Anlass zu beidseitiger Eifersucht geben. Außerdem gibt es da auch noch diese Legende und den Umstand, dass jedes Jahr ein junger Mann an dem Strand, an dem sie zelten, stirbt.Der Erste Teil des Buches besteht primär aus der Nicht-Beziehung zwischen den beiden, bzw. dem ewigen Hin und Her und das dämliche Late-Teenage-Angst-Geseiere geht mir ziemlich auf den Keks.  Auch stilistisch ist das Ganze eher eine Zumutung. Besonders gestört haben mich Formulierungen wie "Er war am Duschen" und der Umstand, dass Worte wie "riechen" und "Geruch" gefühlte fünf Mal im einem Absatz verwendet wurden. Ich hab verstanden, dass der Typ nicht duscht und das Deo das irgendwann nicht mehr mitmacht, meine Güte!Es baut sich alles auf den unausweichlichen Moment auf und die zwangsneurotische Chloe scheint die Ereignisse auch noch zu befeuern. Im zweiten Part nimmt das Ganze mehr an Fahrt auf, rettet es für mich aber dann doch nicht mehr. Ben ist für mich der Prototyp dessen, was mit der Männergeneration schief gelaufen ist und Hannah rennt ihm hinterher wie ein braves Hündchen. Es ist keine aufregende Liebesgeschichte, es ist aber auch kein Coming-of-Age-Roman, es dümpelt irgendwie vor so sich hin und ich konnte es kaum abwarten, es endlich aus der Hand legen zu können. 

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  • Die Momente töten uns sanft und unendlich...

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    dreamcatcher_books

    dreamcatcher_books

    18. May 2017 um 15:58

    Ben ist schon seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichten Erzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwuschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zu vor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches. Meine Meinung: Um es kurz zufassen, es ist mein Lienlingsbuch. Der Schreibstil ist so unglaublich schön, dass ich jedes Wort in mir aufsaugen wollte. Die Geschichte ist wunderschön, eigenartig und echt. Das gefällt mir besonders gut, denn es gibt nur wenige Klischees. Ich musst oft weinen, als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe. Manchmal konnte ich nicht weiterlesen und musste mich hinsetzten und die Worte vergegenwärtigen. Das Ende war sehr überraschend, traurig und schön zugleich. Ein Jugendbuch, was immer ein Teil in meinem Herzen haben wird.Also lest es wenn ihr es noch nicht getan habt!

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  • Gelungenes Debüt!

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    EmmaZecka

    EmmaZecka

    05. May 2017 um 10:55

    GestaltungDas Cover von Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen ist mir schnell aufgefallen. Der Titel nimmt den ganzen Platz ein, was ich aber überhaupt nicht schlimm finde. Die Aufmachung ist schlicht und hat mich dennoch neugierig auf die Geschichte gemacht.Im Buch tauchen schöne gestalterische Elemente auf. Die beiden Protagonisten Ben und Hanna machen gerne Listen. Diese Listen werden im Buch auch genannt, aber in einer anderen verschnörkelteren Schrift dargestellt, die eher an eine Handschrift erinnert. Solche Details haben der Gestaltung eine besondere Note gegeben.Was mir ebenfalls gut gefallen hat war, dass die Kapitel nicht so lang waren.Inhalt Wir begegnen den beiden Protagonisten Ben und Hanna auf der Zielgerade ihrer Freundschaft. Sie haben gerade das Abi geschafft und ihnen steht die Welt offen. Da planen sie einen spontanen Trip ans Meer um ihren - vorerst - letzten gemeinsamen Urlaub miteinander zu verbringen. Denn nach den Sommerferien verschlägt es sie in verschiedene Städte. Doch als ihnen am Strand eine Legende erzählt wird, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Ich fand es wirklich beeindruckend wie Ulla Scheler die Geschichte um Ben und Hanna aufgebaut hat. WIr begegnen den beiden auf dem Höhepunkt ihrer Freundschaft. Wir konnten also nicht miterleben, wie ihre Beziehung gewachsen ist. Dennoch erzählt Ulla Scheler wie selbstverständlich von diesen Erlebnissen und gibt uns nicht das Gefühl irgendetwas verpasst zu haben.Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen lässt sich sehr gut mit dem Schwimmen oder einem Tauchgang vergleichen. Inhaltlich hatte ich manchmal das Gefühl, dass wir uns in der Tiefe bewegen. Hier hatte ich fast den Eindruck, dass die Worte nicht ausreichen um die Gefühlswelt von Ben und Hanna zu beschreiben. Dennoch hat es Ulla Scheler geschafft. Und dann gab es wieder diesen Moment, an dem wir an den Strand zurück schwammen und vorerst an der Oberfläche auftauchen. Nur um feststellen zu können, dass es unter der Oberfläche so viel mehr zu entdecken gibt.Ben und Hanna wirken beide orientierungslos. Sie wissen noch nicht wo hin und sind auf der Suche nach dem richtigen Weg. Während Ben die Worte und das Geschichten erzählen liebt, weiß Hanna oft nicht, wo sie die richtigen Worte oder Sätze her nehmen soll. Ulla Scheler benennt hier Eigenschaften, die mir wirklich bekannt vorkommen und von denen ich mir wünsche, sie so gut aufs Papier bringen zu können, wie die Autorin selbst.Spannung Es gab eigentlich nur eine 50:50 Chance was die Entwicklung der Geschichte betrifft. Obwohl ich lange Zeit mit der Idee lebte, zu wissen, wie der Hase läuft, überrascht Ulla Scheler mit spannenden Elementen. Obwohl es hin und wieder wirklich brenzlig wurde, habe ich gemerkt, dass ich nicht hundertprozentig mit den Charakteren mitfiebern kann. Woran das lag, kann ich leider nicht so ganz benennen, habe aber eine Idee.Schreibstil Schon auf der ersten Seite habe ich mich in Ulla Schelers Schreibstil verliebt. Ich habe mit Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen eigentlich an einem Tag angefangen, an dem feststand, dass ich die nächsten Tage nicht zum Lesen kommen werde. An diesem Tag klappte ich das Buch zu und freute mich schon, wenn ich endlich in die Handlung eintauchen darf. Dieses Zusammenspiel zwischen Tiefe und scheinbarer Oberflächlichkeit hat mir gut gefallen. Ulla Scheler schafft es Worte für Situationen, Gefühle oder Momente zu finden, die sehr viel Fingerspitzengefühl erfordern.Dann gibt es aber wieder diese Szenen, in denen sie einen Schmerz beschreibt, von dem ich mir wirklich wünsche, dass sie ihn nicht selbst erlebt haben muss um diese Worte so aufs Papier bringen zu können.Um in die Stimmung von Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen eintauchen zu können, ist es wichtig, das Buch ohne große Pausen zu lesen. Ich musste es immer mal wieder für mehrere Tage zur Seite legen und stellte das ein oder andere Mal fest, dass mir der Wiedereinstieg in die Geschichte etwas schwer fiel.Hin und wieder kam es auch zu abrupten Szenenwechsel. Die Szene begann beispielsweise am Strand und plötzlich fanden wir uns in einer ganz anderen Kulisse wieder. Aber das waren eher Kleinigkeiten, die die Handlung nicht negativ beeinflussen.Gesamteindruck Ich hörte bereits von anderen Bloggern, dass es viele Diskussionen über das Ende gibt. Als ich das Buch zugeschlagen habe, war ich erstmal ratlos und wusste nicht so recht, wie ich das Ende einordnen soll. Mittlerweile bin ich zu dem Entschluss gekommen das es anders ist, was jetzt weder positiv noch negativ gemeint ist :). Gegen Ende konnte ich mich kaum noch von der Geschichte trennen. Dennoch habe ich ja schon weiter oben berichtet, dass es mir teilweise schwer viel mich wieder in Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen einzufinden.Das Buch kann ich allen empfehlen, die mal ein anderes Jugendbuch lesen wollen, das sehr viel Potential bietet.

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  • Faszinierendes Debüt

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    gina_h

    gina_h

    27. April 2017 um 18:54

    Der Jugendroman "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen", geschrieben von Ulla Scheler und erschienen Ende des Jahres 2016 im Heyne Verlag, handelt von der tiefen Freundschaft zwischen einem Jungen und einem Mädchen und bringt Themen wie Liebe, Akzeptanz und Ängste mit sich. Die Handlung spielt in Deutschland, kurz nachdem die beiden Protagonisten Hanna und Ben ihr Abi geschafft haben. Um ihrem Leben für eine Weile zu entkommen, begeben sich die beiden auf eine Reise ans Meer. Dort wird die Freundschaft von Hanna und Ben häufig auf die Probe gestellt, auch weil sie sich immer näher kommen. Sie werden außerdem von einem Mädchen mit einer Legende von dem Strand konfrontiert, an dem sie zelten und als sich Geschehnisse häufen, stellt sich Hanna die Frage, ob etwas Wahres daran sein könnte. Zentral sind hierbei die Konflikte zwischen den beiden Hauptpersonen. Ben kann die ängstliche Seite von Hanna nicht leiden und versucht sie zu Sachen zu verleiten, die meist nicht ganz legal sind, damit sie sich frei, wild und mutig fühlen kann. Hanna möchte Ben nicht enttäuschen und versucht alles, um ihn verstehen und bei sich behalten zu können, macht sich aber große Sorgen um ihn. Hanna bemerkt außerdem, dass sie stärkere Gefühle für ihren besten Freund hat, als sie dachte. Ben scheint es ähnlich zu gehen, doch irgendwie steht immer irgendetwas den beiden im Weg. Ob es eine bestimmte Person, ein innerer Konflikt oder die Legende ist. Der wundervolle, atmosphärische und vor allem bildhafte Schreibstil der Autorin zieht einen in den Bann und hat mir auch so manches Schmunzeln entlockt. Leider ist die Schlüssigkeit der Entscheidungen der Protagonisten nach der Zeit etwas abgeflaut und hat mich das ein oder andere Mal verzweifeln lassen. Besonders, da Hanna am Ende eine Entscheidung trifft, die meiner Meinung nach von Charakterschwäche zeugt und ich selbst wahrscheinlich nicht so getroffen hätte. Ben begeht, nach ohnehin schon einigen egoistischen und nicht ganz sympathischen Handlungen, eine schreckliche und normalerweise unverzeihliche Tat. Die Geschichtenelemente fand ich jedoch schön und atmosphärisch, obwohl die Legende etwas realistischer hätte sein können, um den Leser dazu zu verleiten, sich vielleicht doch zu fragen, ob sie wahr sein könnte. Hanna ist eine Person, die sich selbst als eher zurückhaltend beschreibt, aber gerne mutiger und weniger ängstlich sein möchte, wodurch ich mich sehr gut mit ihr identifizieren konnte. Sie führt auch ein paar Dialoge, in denen sie sich sarkastisch und schlagfertig verhält, was sie ebenfalls sympathisch macht. Ben ist ein sehr interessanter Charakter, der gemischte Gefühle in mir hervorruft. Er ist Graffitikünstler, wild, verwegen, abenteuerlustig und möchte ein außergewöhnliches Leben führen. Außerdem mag er Bücher gerne und ist Geschichtenerzähler. Diese Eigenschaften lösen alle Sympathie in mir aus, die er jedoch wieder und wieder durch seine egoistische und verschlossene Art zerschlägt. Das Ende ist geschmackssache. Es werden viele Fragen offen gelassen und es gibt dem Leser die Chance seine Fantasie anzuregen. Der letzte Satz ist auf eine gewisse Weise ausdrucksstark und hat einen Bezug auf den Anfang, was ich ganz nett fand, trotzdem würde ich gerne erfahren wie es weitergeht. Das Buch ist durchaus lesenswert und interessant, gerade durch die schöne Erzählweise. Allerdings würde ich es nicht Leuten empfehlen, die sich schnell über nicht nachvollziehbare Handlungen aufregen und offene Enden nicht ertragen können.Ein gelungenes Debüt von Ulla Scheler, auch wenn meine Rezension ein wenig negativ geklungen haben mag.  

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  • Ein schönes Debüt mit ein paar wenigen Schwächen

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    hello_marlie

    hello_marlie

    10. April 2017 um 15:17

    Ulla Scheler erzählt in ihrem Debüt von einer innigen Freundschaft zwei junger Menschen, vom Lieben und Geliebt werden und auch vom Suchen und Finden und der Akzeptanz der eigenen Identität. Dies verpackt sie in eine wunderbar atmosphärische und metaphorische Erzählweise, das man wahrlich von einem erfolgreichen Debüt der jungen Autorin sprechen kann. Die Charaktere der Geschichte haben sicherlich ihre Macken, so ist Hanna eine eher ängstliche und unsichere Person, die jedoch gern mutiger und weniger verkopft wäre (in ihrer Person habe ich mich manchmal wunderbar selbst wiedergefunden, was sie für mich natürlich sympathisch machte) und Ben, ihr bester Freund aus Kindheitstagen, stellt hierzu das genaue Gegenteil dar: anfangs wild, ungezähmt und  verwegen, verwandelt er sich im Laufe der Geschichte in einen Egoisten der Extraklasse, was ihn für mich leider immer unsympathischer werden ließ. Der zweite Teil und das Ende der Geschichte flauten für mich leider ab, die Handlungen der Personen waren immer schwerer nachvollziehbar und machten mich beim Lesen manchmal sogar leicht wütend: Hanna, die zum Ende eine eher charakterschwache Entscheidung trifft und Ben, dessen Entscheidungen und Handlungen ich leider als unverzeihbar ansehen würde. Auch die Schauergeschichte, die eher nebensächlich im Laufe der Geschichte an Bedeutung zunimmt, ist nicht ganz so überzeugend wie erhofft, tatsächlich hätte man sie auch einfach weglassen können. Die Geschichte ist wirklich gut geschrieben, die Handlung hat etwas zum Darin-Verlieren, eben durch die atmosphärische Dichte, die die Autorin durch ihre unverwechselbare Erzählweise schafft, jedoch ist nicht alles stimmig für mich und zum Ende bleiben bei mir Fragen offen, die nicht geklärt oder ungenügend beantwortet werden. Trotzdem ein lesenswertes Jugendbuch!

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  • Lieblingsdebüt des Jahres

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    PaulaAbigail

    PaulaAbigail

    21. February 2017 um 17:54

    Wow! Ich bin sprachlos. Ulla Scheler hat mit diesem Roman ein wunderbares Debüt hingelegt. Lustig auch, wie ich zu dem Buch gekommen bin: Ich war noch auf der Suche nach Titeln, die ich am Bibliotheksabend vorstellen könnte und habe mir dann ein Gratis-Exemplar von Scheler bestellt; und erst danach herausgefunden, dass das ja ein Jugendbuch ist und somit nicht geeignet für den Bibliotheksabend. Seither hat das Buch auf der Kommode neben meinem Bett gewartet. Alle haben gespürt, dass Ben anders war, und alle haben hingesehen, bis man Ben nicht mehr sehen konnte, weil er zwischen seinen Geschichten verschwand wie ein Lesezeichen. (S.9) Zu Beginn des Buches wird der 18.Geburtstag von Hanna gefeiert und da taucht er plötzlich wieder auf: Ben. Hannas bester Freund seit sie damals als Kinder bei einem Gewitter auf einen Baum geklettert sind und im Gewächshaus übernachtet haben. Also quasi immer schon und meistens reichte es, einen von uns zu suchen, wenn man beide finden wollte. Einen Monat lang war er spurlos verschwunden und keiner, nicht einmal Hanna, wusste, wo er war. Ben ist also wieder da und kann Hanna zu einer Fahrt ans Meer überreden; was sich erstmal nach kitschigem und vorhersehbarem Road Trip-Jugendbuch anhört, entwickelt sich zu einer unglaublich spannenden und wortgewaltigen Liebesgeschichte. "Vielleicht sollten wir jetzt nach Hause fahren", sagte Ben. "Vielleicht sind wir jetzt lange genug unterwegs." - "Lange genug wofür?" Ben zuckte die Achseln. "Ich dachte, dass etwas passieren würde, wenn wir lange genug unterwegs wären. Ich weiss nicht genau, was, nur ein Gefühl. Vielleicht, dass wir einfacher werden würden." - "Sind wir denn so kompliziert?" - "Bitte. Wir sind das Tausend-Teile-Puzzle mit tausendundeins Teilen." (S.209) Hanna und Ben. Sie fahren also zusammen los Richtung Meer und treffen dort am Meer ein Mädchen names Chloe, das ihnen die Sage Oceanas erzählt. Eine Sage der Meeresgöttin Oceana, die sich jedes Jahr einen jungen Mann zu sich holt. Sie treffen auf Sam und Chloes Grossvater, verbringen viel Zeit am Meer, lesen aus Büchern vor und verbringen die Nächte im Zelt oder auf dem Heuboden. Romantisch. Bis Ben - wieder - verschwindet. Fabian war kein schlechter Freund, wirklich nicht. Er hat mich nie angeschrien, mir alle Zeit der Welt gelassen, mir ein normales Geburtstagsgeschenk besorgt. Aber er hat mich auch nicht hochgehoben, damit ich über den Horizont hinausschauen konnte. Er hat mir keine Fragezeichen gegeben, nur Punkte. [...] Und der Sinn des Lebens? Ein Leben, das wächst und sich verändert. Man muss keine Angst vor Fragezeichen haben, nur vor Punkten. (S.343) Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen ist ein ungewohnt schöner Roman für junge Erwachsene mit einer ansonsten total kitschigen Liebesgeschichte - die dank Ulla Schelers Wortwahl und ihrer liebevollen und dem Alltag so nahen Einfällen aber einfach umwerfend schön ist. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich den Leuchtstift während dieser Lektüre nicht in der Hand hatte; ein sprachgewaltiges Debüt, das Ulla Scheler uns hier geschenkt hat. Ein Roman über Liebe und Freundschaft, das Aufbrechen und Nachhause kommen, das Fremde und das Vertraute. Wunderschön!

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  • Der besondere Schreibstil macht dieses Buch zum Lesehighlight!

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    Anka2010

    Anka2010

    30. January 2017 um 18:20

    Im Spätsommer 2016 ist mit "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" das Romandebüt der jungen Autorin Ulla Scheler erschienen. Ich weiß nicht, ob sie selbst die Betonung auf "jung" noch hören kann, doch auch ich möchte ihr Alter noch mal deutlich hervorheben, denn genau diese jugendliche Frische machte den Titel für mich zu einem absoluten Lesehighlight. Ich mag es, wenn sich Bücher aufgrund ihres Schreibstils von der Masse abheben können, wenn sich Autoren etwas trauen und eben nicht so schreiben, wie es sich vielleicht am bequemsten und flüssigsten lesen lässt. Doch warum geht es denn eigentlich in diesem Buch? "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" lässt sich meiner Meinung nach nicht in ein vorgeschneidertes Korsett stecken. Jugendbuch? Young Adult? Liebesroman? Drama? Spannungsroman? Nicht wirklich und doch hat es von jedem etwas. Hannah und Ben sind seit vielen Jahren die besten Freunde, dabei scheinen sie auf den ersten Blick so gar nicht zueinander zu passen. Hannah ist die Ruhige und Besonnene der beiden. Sie hat für alles einen Plan und meidet das Risiko, welches Ben wiederum ganz bewusst sucht. Graffitis sind seine Passion und gleichzeitig sein Sprachrohr. Ein Rebell, den eine besondere Aura umgibt. Als ich den zwei Protagonisten das erste Mal begegnete, hatte sich ihre Freundschaft merklich verändert. Ben war von heut auf morgen, ohne ein Wort, verschwunden und nun, wie aus dem Nichts, wieder aufgetaucht, ganz so, als wäre er gar nicht weg gewesen. Die von Hannah so dringend benötigten Erklärungen bleiben aus und werden von einem außergewöhnlichen Geburtstagsgeschenk ersetzt. Schließlich sind es die drei Worte "I dare you" (Ich fordere dich heraus), die die zwei wieder zueinanderfinden lassen. Hannah lässt sich auf einen Roadtrip ins Ungewisse ein, was eigentlich so gar nicht zu der Hannah passt, die sie am Tag zuvor noch gewesen ist. Doch sie muss herausfinden, was mit Ben los ist. Der gemeinsame Roadtrip führt sie ans Meer und an einen Ort, den eine mysteriöse Legende umspült. Unheilvoll, wie eine dunkle Gewitterwolke, scheint sie über den Köpfen von Hannah und Ben zu schweben. Ein heftiges Unwetter braut sich zusammen und plötzlich ist nichts mehr so, wie es mal war. Die Geschichte allein klingt schon spannend und Ulla Scheler hat eine ganz eigene und bemerkenswerte Art, sie zu erzählen. Wie bereits zu Beginn erwähnt, hat mich der besondere, leicht außergewöhnliche Schreibstil mächtig beeindruckt. Ich weiß gar nicht, wie ich meine Empfindungen in Worte fassen kann, der Autorin jedoch scheint diese Geschichte ganz mühelos aus der Feder geflossen zu sein. Schon nach den ersten Seiten musste ich das Buch zur Seite legen, um mir besonders schöne Zitate aufzuschreiben. Mit einer Leichtigkeit malt Ulla Scheler farbenprächtige Bilder in die Köpfe ihrer Leserinnen und Leser, bedient sich dafür einer sehr bildhaften und leicht poetischen Sprache und lässt beschriebene Gefühle spürbar werden. Trotz des angenehm ruhigen Tempos sprudelt es immer wieder sehr lebhaft. Kurze, freche Sätze und Dialoge ließen mich näher an die Figuren heranrücken. Den für mich doch sehr überraschenden und ungewöhnlichen Mix aus zarter Melancholie, Poesie und jugendlicher Dynamik fand ich großartig. Auch die Geschichte an sich war sehr lesenswert. Wenn man einmal in ihrem Sog gefangen ist, lässt sie einen so schnell nicht mehr los. Ein Buch über Emotionen, Selbstfindung, Ängste, Freiheit, übers Erwachsenwerden und so viel mehr, eindringlich, fesselnd und doch ohne jegliche Hektik zu lesen. Über das Ende des Buches lässt sich streiten. Ich persönlich hätte mir eine andere Entscheidung gewünscht und kann verstehen, warum die ein oder andere Leserin enttäuscht oder gar unzufrieden ist. Auch wenn dieser Kritikpunkt nicht klein ist, ändert er an meiner Bewertung nichts. Für mich war "Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen" ein Lesehighlight, welches mir außergewöhnliche Lesestunden geschenkt und meine Lesezeit unheimlich bereichert hat. Ich bin überzeugt davon, dass wir in den nächsten Jahren noch viel von Ulla Scheler lesen werden. 

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  • „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ von Ulla Scheler

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    JayLaFleur

    JayLaFleur

    29. January 2017 um 21:28

    Inhalt Hanna und Ben sind beste Freunde seit Kindertagen. Nach ihrem Abi-Abschluss fahren die beiden in Ben’s kleinem Fiat durch die Gegend, ohne Ziel im Kopf. Irgendwann erreichen die beiden Freunde ein kleines Dorf am Strand, das wie ausgestorben wirkt. Dort errichten sie ihr Zelt für die nächste Zeit und Hanna kommt ihrem besten Freund Ben näher als je zuvor. Dann lernen Hanna und Ben die junge Dorfbewohnerin Chloé am Strand kennen, die ihnen eine düstere Legende über den kleinen verwunschenen Strand erzählt. Wird die Legende zur Wahrheit? Kommt Hanna hinter das Geheimnis, dass Ben umgibt? Meinung Erstmal möchte ich den fantastischen, poetischen Schreibstil von Ulla Scheler loben. Sie hat einen wirklich lebhaften und wunderschönen Stil, ich habe während des Lesens viele wunderschöne Zitate gefunden. Das Jugendbuch hat eine düstere und melancholische Grundstimmung, die Geschichte ist atmosphärisch dicht geschrieben. Die Charaktere waren mir leider nicht alle sympathisch… Hanna ist mir anfangs vorgekommen wie das dumme Naivchen, was sich zum Glück schnell gelegt hat. Ben ist eher der Draufgänger, der gerne Geschichten erzählt, ist aber auch unantastbar. Dass die beiden sehr gerne lesen, ist natürlich ein Pluspunkt. ;) Leider ist mir eine Nebenfigur total auf den Senkel gegangen - Chloé. Sie ist unergründlich und ich konnte sie zu keinem Zeitpunkt richtig einschätzen, noch war sie mir besonders sympathisch. Leider ist das Jugendbuch-Debüt von Ulla Scheler nicht sonderlich spannend. Ich konnte mir bereits bei der Hälfte des Buches denken, wie die Geschichte um Hanna und Ben endet. Außerdem war es an einigen Stellen viel zu langatmig. So konnte die Spannung keinen Halt finden. Es gab wenige Höhepunkte und leider zu viele Tiefpunkte in der Geschichte der besten Freunde. Das Buch plätschert meistens leider vor sich hin… Anfangs fand ich „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ wirklich toll, weil es sprachlich sehr schön geschrieben ist, jedoch wurde es von der Mitte bis zum Ende hin doch etwas enttäuschend. Für mich ist es (mal wieder) ein gutes Beispiel dafür, dass nicht alle hochgelobten Bücher meinen Geschmack treffen. Fazit Eine tolle Idee, doch leider nicht gut genug umgesetzt. Ich vergebe an „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ dreieinhalb von fünf Sternen. Weitere Informationen: Verlag: Heyne fliegt (https://www.randomhouse.de/Verlag/Heyne-fliegt/30700.rhd) Seiten: 368 Erscheinungsdatum: 08. August 2016 Preis: 14,99€ Paperback Ausgabe ISBN: 978-3-453-27043-5

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  • Mitreißend, emotional, mystisch

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    Avalee

    Avalee

    23. January 2017 um 11:43

    Das Abi ist geschafft! Was läge da näher als eine kleine Reise? Das denkt offenbar auch Ben, der einfach mit einem gepackten Wagen vorfährt und seine beste Freundin Hanna mit auf eine Reise ohne Ziel nimmt. Die beiden landen schließlich in einem verschlafenen Örtchen direkt am Meer, beschließen dort ihre Zelte aufzuschlagen und verbringen schöne Tage zu zweit. Während die beiden an ihrem Lagerfeuer sitzen, taucht ein Mädchen namens Chloe aus dem Ort auf. Sie erzählt eine finstere Legende, die sich auf den Teil des Meeres bezieht, auf dessen Strand sie sich befinden. Zunächst halten Ben und Hanna das Ganze für ein Märchen und Chloe selbst für verrückt. Aber als einige merkwürdige Dinge geschehen, ist Hanna sich nicht mehr so sicher und weiß nicht, was sie glauben soll. Dann verschwindet Ben auf einmal von der Bildfläche und Hannas Welt bricht zusammen. Dieser Roman hat einen sehr schönen Einstieg. Häufig zauberten mir die Worte ein Lächeln auf die Lippen; auch weil mich einige Stellen an meinen eigenen Sommer nach dem Abiabschluss erinnerten. Die Beziehung zwischen Ben und Hanna scheint sich zu Beginn gleichzeitig zu entwickeln und doch nicht zu entwickeln. Zudem ist es erheiternd, wie sich die beiden immer wieder gegenseitig herausfordern. Ben und Hanna sind für mich generell zwei interessante Figuren: Ben, den man nie ganz zu fassen bekommt, für den man eine große Portion Mitleid übrig hat und Hanna, die zunehmend lockerer und glücklicher zu werden scheint. Die Geschichte, die Chloe erzählt, klingt vielleicht ein wenig zu mystisch, um in diesen Roman zu passen; dennoch bringt sie ein ungutes Gefühl mit sich und erzeugt dadurch Spannung – es bleibt zu hoffen, dass die Legende sich nicht bewahrheitet. Das Ende des Romans ist meiner Meinung nach allerdings zu kurz ausgefallen. Wären einfach nochmal fünf Seiten angehangen worden, hätte mir das wahrscheinlich schon gereicht. So kam der Schluss für mich ein bisschen zu plötzlich. Eine spannende, mitunter herzzerreißende Story, die ich gerne weiterempfehle.

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  • RUNDUM GUT GELUNGENES BUCH

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    alini99

    alini99

    20. January 2017 um 19:58

    Die Autorin hat einen wundervollen Schreibstil, der perfekter nicht zur Handlung passen könnte. Die Handlung dieses Buches lässt den Leser mitfühlen. Durch diesen großartigen Schreibstil kann man den Wind und den Geruch des Meeres fast beim Lesen selbst spüren. Die Atmosphäre, die geschaffen wird ist bezaubernd! Klar, eines meiner Lieblingsbücher...

  • Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen / Ulla Scheler

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    MosquitoDiao

    MosquitoDiao

    19. January 2017 um 12:06

    Und in diesem Moment, während ich in einer kleinen Wiese an einem kleinen Meer auf einer billigen Luftmatratze lag und der Himmel mein ganzen Blickfeld ausfüllte, wurde mir klar, dass sich jeder andere Moment in meinem Leben an diesem hier würde messen müssen. An seiner Freiheit, an seinem Gefühl, davon fliegen zu können. Inhalt Wie es sich anfühlte, ihn zu sehen? Als hätte ich einen Monat lang durch einen Strohhalm geatmet. Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches … Meinung Auch an dieser Stelle wieder mal vielen lieben Dank an das Bloggerportal! Leider gab es mit diesem Buch ein paar Komplikationen, aber besser spät als nie 😉 Im Vorhinein hatte ich schon vieles über die Geschichte gehört. Einige haben den Schreibstil und die Tiefe gelobt, andere wiederum haben sich über die Längen und die träge Handlung des Buches beschwert. Ich kann mich nur ersteren anschließen, ich war gleich am Anfang total gefesselt von dem poetischen Schreibstil und der ganz eigenen Atmosphäre, die dabei aufgekommen ist. Man bekommt kleine Einblicke in die Leben der Charaktere Hanna und Ben und der Verbindung zwischen den beiden, doch bestimmte Andeutungen werden nicht gleich aufgelöst, und halten den Leser in Spannung – zumindest erging es mir so! Die Welt sagte: »Du kannst nicht nach draußen«, und wenn man hinausstapfte, um ihr das Gegenteil zu beweisen, legte sie ihre Hände um einen, bis man seine Haut nicht mehr spüren konnte. Hanna und Ben haben eine ganz besondere Freundschaft, von der ich mir einerseits gewünscht habe, ich hätte sie auch gehabt, auf der anderen Seite aber froh war, weil es mir einfach zu einnehmend gewesen wäre. So hatte ich auch den Eindruck bei Hanna – die Geschichte wird aus ihrer Perspektiver erzählt – auch wenn sie es ab und zu bestreitet, so ist doch klar, dass sich ihr Leben hauptsächlich um Ben dreht. Dabei könnten die beiden wohl nicht unterschiedlicher sein, doch für ihren gemeinsamen Road-Trip gehen beide Kompromisse ein. Da kann man dann zusehen, wie die Charaktere sich entwickeln – oder eben auch nicht. Die Aussage, bzw. der Inhalt der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich keine klare Struktur darin wiederfinden konnte, was ja aber vielleicht auch gar nicht beabsichtigt war. Jedoch gibt es eins, was mich wirklich unzufrieden gestimmt hat. Richtig, das Ende. Ich hätte mir ein, zwei andere Wege so viel besser vorstellen können, mit denen die Geschichte in meinen Augen einen stimmigeren Abschluss gefunden hätte. Das fand ich wirklich ein bisschen schade, da ein Ende, wenn es zu sehr im Kontrast steht, doch auch den Gesamteindruck des ganzen Buches ändern kann. Doch da ich mal versuche das auszublenden, (vielleicht gefällt anderen das Ende auch super gut) kann ich das Buch dennoch nur weiterempfehlen. Auf unkomplizierte Art und Weise sehr kompliziert, doch in meinen Augen definitiv eine literarische Reise wert!

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  • Eine überraschende Story voll leiser Töne und intensiven Momenten

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    buchstabentraeumerin

    buchstabentraeumerin

    11. January 2017 um 20:06

    „In meinem Kopf war es relativ leise, und ich konzentrierte mich auf beobachtende Gedanken, um die Bilder nicht zu wecken, die noch schliefen.“ (Seite 248) Am Anfang meinte ich noch genau zu wissen, was mich erwartet. Alles deutete darauf hin, es mit einem typischen Jugendbuch zu tun zu haben, in dem sich ein Jugendlicher durch einen Schicksalsschlag weiterentwickelt. Zwar stimmt das auch in Teilen, doch letztendlich wählte die Autorin in ihrer Erzählung einen ganz anderen Schwerpunkt. Damit hat sie mich überrascht und das ist es auch, was ich an diesem Buch schätze. Es folgt nicht bekannten Mustern, sondern bricht mit den Erwartungen. Darüber hinaus ist es eine Geschichte, die den Leser insbesondere durch den Schreibstil dazu einlädt, in ihr zu verharren zu wollen, sich in den Zeilen einzunisten und für ein Weilchen darin zu wohnen. Ulla Scheler’s Worte lassen einen die Zeit vergessen, bis jeder noch so kleine und unscheinbare Moment sich ausdehnt und in seinen Details lebendiger und intensiver wird. Unterstrichen wird diese Stimmung noch durch diese ganz besondere Ruhe, die einen nur im Sommer befallen kann. Die Hitze und Trägheit sowie das helle Licht lassen die Welt weniger greifbar und entrückter erscheinen. „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ ist ein eher melancholisches Werk, es stimmte mich nachdenklich, wehmütig und gleichzeitig beflügelt. Es fängt ganz wunderbar die Emotionen ein, die Hanna und Ben nach dem Schulabschluss antreiben. Ein neuer Lebensabschnitt fängt an und beide begegnen dieser neuen Ausrichtung ihres Lebens mit Scheu, Skepsis und Neugier. Auf ihrer gemeinsamen Reise brechen sie noch einmal aus dem vermeintlichen Trott aus und erleben einen Sommer voller Freiheit und besonderen Erfahrungen. Die zarte Liebesgeschichte hat mich dabei absolut überzeugt.Charaktere„Irgendwann er: ‚Hanna?‘Ich: ‚Hmm.‘Er: ‚Kannst du nicht schlafen, weil du Angst vor morgen und morgen und morgen hast?‘.“ (Seite 48) Ich muss sagen, dass die Charaktere für sich genommen gar nicht sonderlich einprägsam waren. Es ist vielmehr das Miteinander, das mich berührt hat. Zwischen Hanna und Ben funkt es, das spürt der Leser von Anfang an, und sie ergänzen sich hervorragend. Den Gesprächen zu folgen ist ein Genuss, ihren Gedanken nachzuspüren ebenfalls. Das starke Band hat Ulla Scheler gut vermittelt. Um Hanna und Ben einzeln zu verstehen, muss man aufmerksam sein und die Zwischentöne wahrnehmen, denn nicht immer werden ihre Beweggründe offengelegt. Die Autorin belässt es bei Andeutungen, die das Grundgerüst von hintergründigen Familiendynamiken bilden. Spannend sind neben den Protagonisten außerdem Chloé und Sam. Chloé ist kantig und kratzbürstig, aber trotz allem gewinnt man sie lieb. Sie treibt die Geschichte voran und ist so ein ganz wichtiges Element im Buch.Schreibstil Wie schon zu Beginn gesagt, wird die Geschichte bestimmt von leisen und versponnenen Momentaufnahmen. Die Sprache ist ruhig und geradezu sinnlich, das hat mir gut gefallen. Jeden zweiten Satz wollte ich am liebsten in mein Gedächtnis einbrennen, um dem Gedanken auch nach der Lektüre nachhängen zu können. Ulla Scheler hat es erreicht, dass ich an vielen Textstellen verweilen wollte. Etwas, das nicht in jedem Jugendbuch zu finden ist, und mich daher sehr positiv überrascht hat.Fazit „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ ist ein Jugendbuch, das aus der Masse heraussticht. Einerseits durch die wundervolle Sprache, die eine besondere Stimmung erschafft, andererseits durch eine Story, die nicht ausgetretene Pfade betritt, sondern mit den Erwartungen spielt. Für mich auf ganzer Linie empfehlenswert.

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  • I dare you – Freundschaft oder Liebe?

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    Bücherfüllhorn-Blog

    Bücherfüllhorn-Blog

    08. January 2017 um 21:45

    Es ist eine der Geschichten, in der aus Freundschaft Liebe wird. Ein ganz poetischer Erzählton in einer jugendlichen Sprache und mit vielen Dialogen im jugendlichen Slang faszinierte mich. Die Geschichte zwischen Hanna und Ben, die jahrelang befreundet sich und sich nach dem Abi spontan auf eine Reise ans Meer begeben. Das Love-Interest das langsam durchscheint, und eine fast schon verzehrende Liebe mündet in einem Drama. Im letzten Drittel verschwindet leider dieser schöne Erzählton, und einige mysteriöse Elemente tauchen mit der Legende auf. Den Schluss mit der „Spurensuche“ fand ich aufgesetzt, aber immerhin hatte ich hier die Hoffnung auf ein Happy End. Vielleicht liest sich das Buch als Mutter eines Sohnes auch anders.   Alles in allem musste ich das Buch in einem Rutsch durchlesen. Es war spannend, das Love-Interest so unschuldig süß, der Erzählton einfach poetisch. Schade, dass dies nicht bis zum Schluss gehalten werden konnte. Aber dennoch, ein schönes Jugendbuch, das mich ein wenig an „Der Märchenerzähler“ von Antonia Michaelis erinnerte.   Ich vergebe vier Sterne. Einen Punkt Abzug gab es lediglich dafür, dass der Erzählton nicht bis zum Schluss gehalten werden konnte und auch das Ende mit der Suche nach Hinweisen sehr aufgesetzt wirkte.

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  • Überraschend

    Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen
    Gackelchen

    Gackelchen

    04. January 2017 um 13:39

    Worum es geht:  Ben ist seit Ewigkeiten Hannas bester Freund. Er ist anders. Wild, tollkühn, ein Graffiti-Künstler, ein Geschichtenerzähler. Und keiner versteht Hanna so wie er. Nach dem Abi packen die beiden Bens klappriges Auto voll und fahren zum Meer. An einen verwunschenen Strand, um den sich eine düstere Legende rankt. Sie erzählen sich Geschichten. Bauen Lagerfeuer. Kommen einander dort nahe wie nie zuvor. Und Hanna hofft, endlich hinter das Geheimnis zu kommen, das Ben oft so unberechenbar und verzweifelt werden lässt. Doch dann passiert etwas Schreckliches …Meine Meinung: "Zu meinem achtzehnten Geburtstag schenkte mir mein bester Freund Ben eine Sachbeschädigung." Der erste Satz weiß den Leser bereits zu fesseln!Im August und September 2016 war es egal welche Buchblogger man folgte, welche Sozialmedia man aufmachte, gefühlt jeder sprach über Ulla Scheler und ihr Buch. Zugegeben weder der Titel noch das Cover waren hilfreich beim Versuch das Buch in eine Schublade zu stecken. Thriller, Liebesgeschichte, ist es überhaupt ein Jugendbuch? Vom ersten Blick war es schwer zu erfassen. Die ausschließlich positive Resonanz machte mich allerdings nach der 3. Woche neugierig. Es sollte noch 2 Monate dauern bis ich endlich selber dazu kam, es zu lesen. Morgens um 9 begonnen, Nachts um halb 2 beendet, war es seit langem wieder ein "Ich sag alles ab, muss weiterlesen"-Buch.Die einzigen negativen Rezensionen konzentrieren sich darauf, dass erstmal nicht wirklich viel Handlung vorhanden ist. Die unangepassten Charakteren, machen sich keine Freunde, scheinen sie wie zwei fremdartige Planeten die nur um sich selbst drehen, ihr eigenes kleines Universum bilden. Die Autorin weiß eine Faszination darauf aufzubauen, wenn der Leser auch kaum Verständnis für sie hat. Vor allem Ben und sein Verhalten machen es einem sehr sehr schwer, dennoch kommt man nicht drum herum, die Worte wie im Sog aufzusaugen."Wir machten die Leute um uns herum wahnsinnig, aber wir fühlten uns golden."In ihrem Egoismus ziehen sie noch weitere Menschen in ihr Spektakel, und wie bei einem Autounfall, können auch diese nicht so recht wegsehen. Sam, ein wenig verloren, alleine und einfühlsam, versucht sein Bestes und wird doch immer auf Distanz gehalten. Bis zum Schluss versucht Sam für Hannah da zu sein, sehr zu meinem Unverständnis. Chloé, trotz guter Begründung, ist ein weiterer schwieriger Charakter, der sich auch mehr gefallen lässt, als manch ein anderer würde. 08/15 Schema kann man Scheler keinesfalls vorwerfen.Der Mix aus allem sorgt für eine Achterbahn der Gefühle, bis hin zum explosiven Ende. Ein Feuerwerk zum Abschluss, der für Atemlosigkeit sorgen wird.Liest sich wie eine angenehme Mischung aus Antonia Michaelis und Sarah Kuttner.

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