Und wenn die Welt verbrennt

von Ulla Scheler 
4,0 Sterne bei50 Bewertungen
Und wenn die Welt verbrennt
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Positiv (37):
blaueknies avatar

Ich liebe ihre bücher und gegen ein nächstes buch hätte ich sicher nichts einzuwenden. Ich kann es jeden nur empfehlen

Kritisch (3):
tine16s avatar

Erst wirklich gut, dann sehr verwirrend und dann zu schnell vorbei. Konnte mich insgesamt nicht zu 100% überzeugen, aber dennoch lesenswert.

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Inhaltsangabe zu "Und wenn die Welt verbrennt"

Felix hat halbherzig ein Studium begonnen und jobbt ein wenig bei seinem Bruder. Aber eigentlich träumt er davon, ein großer Künstler zu werden. Nichts macht ihn so glücklich, wie mit Kreiden wunderbare Bilder aufs Straßenpflaster zu bannen. Und dann malt er eines Tages Alisa. Ein so schönes wie geheimnisvolles Mädchen, in das er sich sofort verliebt. Auch Alisa fühlt sich zu ihm hingezogen, sie verbringen wunderschöne romantische Stunden miteinander. Doch immer, wenn Felix Alisa einen Tick zu nahe kommt, stößt sie ihn fort. Und dann taucht plötzlich Adrian auf, ihr Bruder, von dem Felix noch nie gehört hat, und der ihm Alisa wegzunehmen droht. Felix ist wild entschlossen, um Alisa zu kämpfen. Aber ist seine Liebe groß genug, um die schrecklichen Schatten in ihrer Vergangenheit zu besiegen?

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783453271425
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:432 Seiten
Verlag:Heyne
Erscheinungsdatum:18.09.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    WisperPagesvor einem Monat
    sooo schade...

    Als ich das erste buch von Ulla scheller gelesen habe ( Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen ) war für mich klar, dass ich auch alle anderen Bücher von ihr lesen muss. Sie hat so einen wundervollen schreib styl ! Aber dieses Buch musste ich abbrechen es wurde so langweilig . Die Protagonistin kommt einfach nicht auf den Punkt und es ist sehr zäh... normalerweise breche ich keine Bücher ab , aber dabei ging es nicht anders . es aht mich schon sehr enttäuscht.

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    My_book_momentss avatar
    My_book_momentsvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes ruhiges, jedoch sehr tiefgründiges Buch, mit einem sehr tollen Schreibstil!
    Melancholisch und schön

    Ehrlich gesagt konnte ich nach dem Klappentext gar nicht so genau sagen, ob mich dieses Buch anspricht oder nicht, aber ich war neugierig und habe es deswegen gelesen. Ich bin echt froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn es war echt toll! Hier auch schonmal vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar.
    In diesem Buch begleiten wir Alisa und Felix. Beide studieren in München und  müssen lernen sich selbst zu akzeptieren und auch auf eigenen Beinen zu stehen. Beide haben ihre ganz eigene Vergangenheit, mit denen sie abschließen müssen, aber dennoch finden sie zueinander und können sich gegenseitig helfen.
    Ich mochte die Handlung sehr sehr gerne. Das Buch wurde abwechselnd aus Alisa und Felix Sicht geschrieben was mir sehr gut gefallen hat. Während man Felix im Verlauf der Buches immer besser kennengelernt hat, hat man bei Alisa das Gefühl man würde sie kennen, aber gleichzeitig auch nicht. Das war ein echt schönes Leseerlebnis und so habe ich das auch zum ersten Mal in einen Buch gehabt.
    Das Buch ist insgesamt sehr ruhig und es wird sehr starken Wert darauf gelegt Felix näher kennenzulernen.  Am Anfang sah ich es recht skeptisch, dass Alisa und Felix sehr schnell zueinanderkamen, aber am Ende war es definitiv die richtige Entscheidung, denn so hat man keine Liebesgeschichte über das Zusammenkommen, sondern eine Liebesgeschichte in der die Beziehung zwischen Alisa und Felix. Man erlebt mit den beide Höhen und Tiefen in einer Beziehung und das Buch zeigt auch deutlich, wie sehr Krisen zwei Menschen zusammenschweifen können und das fand ich echt schön. Jedoch bin ich mit dem Ende absolut unzufrieden und hätte mir ein anderes Ende gewünscht.

    Felix und Alisa waren mir beide sympathisch. ich mochte die geheimnisvolle Art von Alisa, aber gleichzeitig wusste ich so viel über sie. Manchmal kam sie mir so vertraut vor, als würde ich sie ein Leben lang kennen, aber im nächsten Kapitel war sie mir vollkommen fremd. An Alisa habe ich immer wieder  neues entdeckt, was ich echt toll fand.
    Felix wirkte an vielen Stellen oft wie ein kleines Kind, was noch lernen muss erwachsen zu werden, aber ich finde, dass er echt eine Entwicklung durchmacht und wurde im Verlauf der Geschichte erwachsen. Ich denke vieles was an Felix nagt, nagt auch an uns und Felix kann uns Wege zeigen mit unseren Zweifeln umzugehen. Manche sind vielleicht nicht gerade die besten, aber auch das mochte ich. Felix hat immer wieder ein zwei fehlerhafte Entscheidungen getroffen, aber gerade das machte ihn so authentisch und ich hätte es nicht anders gewollt.

    "Das bist nicht du. Alles, was du eben aufgezählt hast - der Job, die Stadt, das Studium -, macht dich vielleicht zu jemanden, aber es hat nichts damit zu tun, wer du gerade bist." (Alisa S. 150)

    Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass er fantastisch ist. Er ist an vielen Stellen schon fast poetisch, aber trotzdem leicht und locker. Auch gibt es immer wieder so tiefgründige Zitate wie oben, die einen irgendwie zum nachdenken anregen. Ich habe diesen Schreibstil geliebt und macht meiner Meinung nach das Buch zu etwas einzigartigen, denn so einen guten und schönen Schreibstil erlebe ich selten. 



    Fazit:

    Diese Buch fand ich wunderbar. Es wird die Geschichte von Felix und Alisa erzählt mit all ihren Fassaden und wir begleiten die beiden in einem Stück in ihrem Leben. Es ist ein Jugendbuch, bei dem man viele über das Erwachsenwerden lernen kann, wenn man sich die Zeit für das Buch nimmt und sich auch wirklich darauf einlässt Zudem unterhält sich die Geschichte. Leider fand ich das Ende "blöd" und auch Felix war mir an manchen Stellen zu unreif. Ich vergebe dem Buch 4 von 5 Sternen!
    Auch nochmal ein Danke an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar


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    My_book_momentss avatar
    My_book_momentsvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schönes ruhiges, jedoch sehr tiefgründiges Buch, mit einem sehr tollen Schreibstil!
    Der Funke ist übergesprungen

    Ehrlich gesagt konnte ich nach dem Klappentext gar nicht so genau sagen, ob mich dieses Buch anspricht oder nicht, aber ich war neugierig und habe es deswegen gelesen. Ich bin echt froh, dass ich dieses Buch gelesen habe, denn es war echt toll! Hier auch schonmal vielen Dank an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar.
    In diesem Buch begleiten wir Alisa und Felix. Beide studieren in München und  müssen lernen sich selbst zu akzeptieren und auch auf eigenen Beinen zu stehen. Beide haben ihre ganz eigene Vergangenheit, mit denen sie abschließen müssen, aber dennoch finden sie zueinander und können sich gegenseitig helfen.
    Ich mochte die Handlung sehr sehr gerne. Das Buch wurde abwechselnd aus Alisa und Felix Sicht geschrieben was mir sehr gut gefallen hat. Während man Felix im Verlauf der Buches immer besser kennengelernt hat, hat man bei Alisa das Gefühl man würde sie kennen, aber gleichzeitig auch nicht. Das war ein echt schönes Leseerlebnis und so habe ich das auch zum ersten Mal in einen Buch gehabt.
    Das Buch ist insgesamt sehr ruhig und es wird sehr starken Wert darauf gelegt Felix näher kennenzulernen.  Am Anfang sah ich es recht skeptisch, dass Alisa und Felix sehr schnell zueinanderkamen, aber am Ende war es definitiv die richtige Entscheidung, denn so hat man keine Liebesgeschichte über das Zusammenkommen, sondern eine Liebesgeschichte in der die Beziehung zwischen Alisa und Felix. Man erlebt mit den beide Höhen und Tiefen in einer Beziehung und das Buch zeigt auch deutlich, wie sehr Krisen zwei Menschen zusammenschweifen können und das fand ich echt schön. Jedoch bin ich mit dem Ende absolut unzufrieden und hätte mir ein anderes Ende gewünscht.

    Felix und Alisa waren mir beide sympathisch. ich mochte die geheimnisvolle Art von Alisa, aber gleichzeitig wusste ich so viel über sie. Manchmal kam sie mir so vertraut vor, als würde ich sie ein Leben lang kennen, aber im nächsten Kapitel war sie mir vollkommen fremd. An Alisa habe ich immer wieder  neues entdeckt, was ich echt toll fand.
    Felix wirkte an vielen Stellen oft wie ein kleines Kind, was noch lernen muss erwachsen zu werden, aber ich finde, dass er echt eine Entwicklung durchmacht und wurde im Verlauf der Geschichte erwachsen. Ich denke vieles was an Felix nagt, nagt auch an uns und Felix kann uns Wege zeigen mit unseren Zweifeln umzugehen. Manche sind vielleicht nicht gerade die besten, aber auch das mochte ich. Felix hat immer wieder ein zwei fehlerhafte Entscheidungen getroffen, aber gerade das machte ihn so authentisch und ich hätte es nicht anders gewollt.

            "Das bist nicht du. Alles, was du eben aufgezählt hast - der Job, die Stadt, das Studium -, macht dich vielleicht zu jemanden, aber es hat nichts damit zu tun, wer du gerade bist." (Alisa S. 150)


    Zum Schreibstil kann ich nur sagen, dass er fantastisch ist. Er ist an vielen Stellen schon fast poetisch, aber trotzdem leicht und locker. Auch gibt es immer wieder so tiefgründige Zitate wie oben, die einen irgendwie zum nachdenken anregen. Ich habe diesen Schreibstil geliebt und macht meiner Meinung nach das Buch zu etwas einzigartigen, denn so einen guten und schönen Schreibstil erlebe ich selten.

    Fazit:

    Diese Buch fand ich wunderbar. Es wird die Geschichte von Felix und Alisa erzählt mit all ihren Fassaden und wir begleiten die beiden in einem Stück in ihrem Leben. Es ist ein Jugendbuch, bei dem man viele über das Erwachsenwerden lernen kann, wenn man sich die Zeit für das Buch nimmt und sich auch wirklich darauf einlässt Zudem unterhält sich die Geschichte. Leider fand ich das Ende "blöd" und auch Felix war mir an manchen Stellen zu unreif. Ich vergebe dem Buch 4 von 5 Sternen!
    Auch nochmal ein Danke an das Bloggerportal für das Rezensionexemplar

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    Paulina95s avatar
    Paulina95vor 7 Monaten
    Außergewöhnlich!

    Obwohl mir Ulla Schelers Debütroman „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ gar nicht so gut gefallen hat, musste ich ihren neuesten Roman „Und wenn die Welt verbrennt“ lesen, da mich vor allem der Schreibstil der Autorin in seiner Außergewöhnlichkeit nachhaltig beeindruckt und fasziniert hatte und ich hier wie auch in ihrem Debütroman mit einer ebenso besonderen Geschichte gerechnet habe. Und ich mag das Außergewöhnliche – auch wenn es verstörend ist, was bei „Es ist gefährlich, bei Sturm zu schwimmen“ zumindest meinem Empfinden nach der Fall gewesen ist.
    „Und wenn die Welt verbrennt“ ist da, wie ich finde, schon etwas konventioneller, was vor allem die Handlung betrifft. 
    Insbesondere die Figuren machen es einem aber sehr viel leichter, sie zu mögen, auch wenn sie nicht ganz einfach sind, was sie aber vor allem menschlich und realistisch wirken lässt. Nur langsam, nach und nach, entfaltet sich, welche Lasten und Konflikte Felix und Alisa mit sich herumtragen und was vor allem Alisa vor Felix verbirgt. Nachdenklich stimmende Botschaften sowie traurige Wahrheiten nehmen Gestalt an …
    Beide Protagonisten sind auf ihre Art etwas Besonderes und passen dennoch unheimlich gut zusammen, sie sind ein süßes Paar und man konnte ihre Verliebtheit und wie sich ihre Zuneigung zueinander entwickelt geradezu spüren, was Ulla Scheler gekonnt und fesselnd zu transportieren gelingt. Insbesondere Gefühle beschreibt die Autorin auf eine leise, eindringliche und wuchtige Weise, wie ich sie selten gelesen habe. 
    Ihr Stil war es auch diesmal wieder, der mich an die Seiten gefesselt und das Buch innerhalb von zwei Tagen verschlingen lassen hat. Dazu das Rätsel, um Alisa und ihren Bruder, welcher im Übrigen ein irre spannender Nebencharakter ist und gemeinsam mit Alisa ein Gespann bildet, wie es einzigartig ist … Immer wieder wurden meine Vermutungen zerschlagen und dennoch war es aufreibend und genial, wie sich letztendlich alles aufgelöst hat.

    Manche Verhaltensweisen haben später leider nicht ganz zu den Figuren gepasst, auch war die Auflösung für mich ein bisschen enttäuschend und es hat irgendwie noch was gefehlt, aber dennoch kann ich „Und wenn die Welt verbrennt“ jedem empfehlen, der auf der Suche nach einem düsteren Liebesroman abseits der Norm ist. 

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    FairyOfBookss avatar
    FairyOfBooksvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Liebe und Melancholie, passt das zusammen? Ulla Scheler beweist, ja, das tut es.
    Und wenn die Welt verbrennt von Ulla Scheler

    „Ich will der Welt etwas zeigen, dass die Leute der Welt nicht zeigen können oder wollen.“ – Felix

    Zum Cover: Farbenfroh und bildgewaltig, das beschreibt dieses Cover am ehesten, denn dass Kunst in irgendeiner Form in diesem Buch eine Rolle spielt, das sieht man mit einem Blick auf sein Cover. Alleine der rote Farbverlauf, der einen Sonnenuntergang darstellen soll, ist schon ein Eyecatcher, was bei der Farbe Rot nicht schwierig ist, aber auch der Verlauf im unteren Bildrand ins gelb über grün bis türkis sagt unglaublich viel aus. Auch die Schrift ist in diesem Fall sehr toll angeordnet. Das Fahrrad und der junge Mann im unteren Teil des Bildes ergänzt dieses Zusammenspiel noch gut, aber für mich nicht unbedingt sehr gut. Trotzdem mag ich die Harmonie der Farben auf dem Cover sehr.

    Zum Inhalt: Felix hat halbherzig ein Studium begonnen und jobbt ein wenig bei seinem Bruder. Aber eigentlich träumt er davon, ein großer Künstler zu werden. Nichts macht ihn so glücklich, wie mit Kreiden wunderbare Bilder aufs Straßenpflaster zu bannen. Und dann malt er eines Tages Alisa. Ein so schönes wie geheimnisvolles Mädchen, in das er sich sofort verliebt. Auch Alisa fühlt sich zu ihm hingezogen, sie verbringen wunderschöne romantische Stunden miteinander. Doch immer, wenn Felix Alisa einen Tick zu nahe kommt, stößt sie ihn fort. Und dann taucht plötzlich Adrian auf, ihr Bruder, von dem Felix noch nie gehört hat, und der ihm Alisa wegzunehmen droht. Felix ist wild entschlossen, um Alisa zu kämpfen. Aber ist seine Liebe groß genug, um die schrecklichen Schatten in ihrer Vergangenheit zu besiegen? Und wer ist Alisa eigentlich wirklich?

    Meine Meinung: Diese Liebesgeschichte ist eine, die auf dem ersten Blick recht gewöhnlich und schon fast rasant voranschreitet, wiederum ist das nur eine Seite der Medaille, denn gleichzeitig ist die Liebe zwischen Alisa und Felix hier sehr zart und ruhig erklärt, ohne groß Kitsch, was mir gut gefallen hat. Generell liebe ich ja diese Art von Romantik, die aus den kleinen Augenblicken und schönen Momenten besteht. Manchmal ist das halt nur ein tolles und leckeres Abendessen, wobei Felix anscheinend super kochen kann. (Wer würde nicht gerne einen Mann, der super kochen kann? *grins*)
    Die Liebe besteht jedoch für mich nicht aus großen Gesten, sondern auch aus den alltäglichen Aufmerksamkeiten, das kann alles Mögliche sein und muss nicht zwingend viel verlangen. Ich finde, das ist eine Seite, die einem das Buch zeigt. Die andere ist die Melancholie des Schreibstils der Autorin, die einlädt zwischen den Zeilen zu lesen. Diese lässt Freiraum für Gedankengänge über die Handlungen der Charaktere, deren Entwicklung und der Fortgang der Geschichte.
    Mir persönlich haben diese Faktoren wahnsinnig viel gegeben, obwohl ich mich, das muss ich hierbei gestehen, erst einmal in die Geschichte und ihre Figuren einfinden musste. Das Ende dagegen hat mir wirklich gut gefallen. Es war nicht überdramatisiert oder voll mit Kitsch, nein, es war geradezu realistisch gestaltet. Inwiefern ich dies jedoch meine, verrate ich dabei nicht, denn ich finde, für diese Geschichte lohnt es sich, das Buch dann auch zu lesen. Denn jeder empfindet die Emotionen hier wahrscheinlich anders und das ist gut so. Schließlich sind wir alle bloß Menschen und machen Fehler. Das mussten selbst Alisa und Felix lernen.

    Fazit: Nachdem ich bereits „Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen“ von Ulla Scheler wahnsinnig doll gemocht habe, war es für mich klar, dass ich dieses Buch lesen muss. Wie sehr ich mich gefreut habe, als ich es dann in einer Buchverlosung gewinnen durfte. Es hat mich wie gesagt keinesfalls enttäuscht, ganz im Gegenteil, teilweise hat es mir sogar noch besser gefallen als das Debüt der Autorin, obwohl mir das schon sehr, sehr gut gefallen hat. Deshalb bekommt „Und wenn die Welt verbrennt“ von Ulla Scheler von mir eine sehr gute Bewertung von 4,5 Sternen. Ein halber Stern Abzug ist demzufolge passiert, weil ich mir manchmal dann doch die Details in der Beschreibung der Ortschaften, etc. gefehlt haben. Doch das ist wohl damit auch schon meckern auf hohem Niveau, von daher will ich positiv abschließen, deswegen sage ich nur, dass mich dieser Punkt auch nur minimal gestört hat, weshalb es eben bloß sehr gute 4,5 Sterne geworden sind.

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    EmmaZeckas avatar
    EmmaZeckavor 7 Monaten
    Bewegende Geschichte über zwei Menschen auf der Suche nach jemandem, der sie versteht

    Gestaltung
    Das Cover ist ansprechend gestaltet. Wie auch bei Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen, nimmt auch hier der Titel des Buches den Großteil des Cover ein. Im Hintergrund sind Farben zu sehen, die aber trotzdem so gehalten sind, dass man den Titel und den Klappentext des Buches gut lesen kann.

    Inhalt
    Wir begegnen hier den Protagonisten Felix und Alisa: Felix ist Straßenkünstler und malt Kreidebilder auf den Boden. Er zeichnet die Menschen, so wie er sie sieht. Eines Tages wird Alisa, eine Medizin Studentin, auf seine Kunstwerke aufmerksam und beide kommen ins Gespräch.

    Beide Protagonisten haben es nicht leicht. Felix steht im Schatten seines großen Bruders David. Dieser hat in München studiert und sich dort eine eigene Immobilienfirma aufgebaut. Und natürlich ist geplant, dass Felix nach seinem abgeschlossenen BWL Studium in den Betrieb einsteigt. Felix Liebe liegt aber in der Kunst. Doch stehen ihm seine Selbstzweifel im Weg: Ist er wirklich gut genug? Sollte er nicht lieber doch etwas anderes machen?

    Auch Alisa hat es nicht einfach so nach München verschlagen. Sie lebt zurückgezogen, ist eher in sich gekehrt und das nur, damit niemand hinter ihr Geheimnis kommt. Und als sie Felix kennenlernt, nimmt die Geschichte ihren Lauf und sie merkt schnell, dass sie von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.

    Ulla Scheler spinnt die Handlungsstränge hier sehr fein. Während es zu Beginn von Und wenn die Welt verbrennt um die Beziehung zwischen Felix und Alisa geht, erfahren wir Stück für Stück von den Nebenschauplätzen mit denen sich die beiden Charaktere gezwungenermaßen beschäftigen müssen. Gerade Alisas Geheimnis belastet sie im Alltag sehr stark und wird somit das zentrale Thema der Geschichte. Hier hat Ulla Scheler den Spannungsbogen gut aufgebaut und dafür gesorgt, dass ich bis zum Schluss nicht wirklich wusste, um was es geht, es aber unbedingt erfahren wollte.

    Schreibstil
    Wenn ich mir ein neues Buch eines bekannten Autoren greife, glaube ich, zumindest vom Schreibstil her zu wissen, was mich erwartete. Und auch hier überraschte mich die Autorin. Bei Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen erreichte sie nach nur wenigen Seiten eine Tiefe, die mir bei Und wenn die Welt verbrennt stellenweise fehlte. Den Anfang fand ich sehr stark. Hier beschreibt Ulla Scheler wie sich Felix und Alisa annähern und geht auf die Ängste von den beiden ein. Es gab zwar einige Szenen in dem Roman, die mich erreichten, aber auch viele Momente, in denen ich zwar wusste, was die Autorin vermitteln wollte, es aber nicht spüren konnte. Leider kann ich nicht genau sagen, woran es lag. Der Schreibstil lässt sich nnämlich flüssig lesen und auch die Dialoge haben mir sehr gefallen.

    Ulla Scheler erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Alisa und Felix. Hier wechselt sie - je nach Kapitel - die Zeitformen. Während Alisas Kapitel in der Gegenwart geschrieben sind, schlüpfen wir bei Felix in die Vergangenheit. Dieses Stilmittel ist mir erst nach etwa 50 Seiten so richtig bewusst geworden.

    Gesamteindruck
    Nachdem mir Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen so gut gefallen hatte, waren meine Erwartungen an Und wenn die Welt verbrennt schon recht hoch. Ich hoffte wieder auf eine tiefgründige Geschichte, die mich so erreichte, wie der Debütroman der Autorin.

    Und ich fühlte mich bei Und wenn die Welt verbrennt sehr gut unterhalten. Die zentralen Themen sind gut herausgearbeitet, die Charaktere sind toll und auch der Schreibstil hat mir gut gefallen. Dennoch fehlte mir das i Tüpfelchen. Dieses Etwas, was dafür gesorgt hätte, dass oben 5 statt 4 Punkten stehen.

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    Reading_far_aways avatar
    Reading_far_awayvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Intensiv und gefühlvoll, ein ganz besonderes und zu tiefst berührendes Buch
    Ein wunderbarer Roman über die heilsame Wirkung von Freundschaft, Liebe und Geschwistern

    Inhalt:

    Felix malt mit bunten Kreiden Porträts auf die Straßen von München. Eines Tages im April begegnet er dadurch der jungen Medizinstudentin Alisa und beide sind von Anfang an fasziniert von einander. Sie verbringen immer mehr Zeit miteinander und dabei merkt Felix, dass es etwas gibt, das Alisa unglaublich Angst einjagt. Als dann ihr Bruder Adrian in München auftaucht, eskaliert die Situation und Felix sieht sich plötzlich mit Alisas Vergangenheit konfrontiert und sie droht ihm zu entgleiten.

    Meine Meinung:

    Dieses Buch hat mich gepackt, es hat mich sehr nachhaltig beeindruckt und es fällt mir schwer, das in Worte zu fassen. Aber ich werde mein bestes versuchen, euch nahezubringen, warum mir dieser Roman so unglaublich gut gefallen hat.

    Wir erleben die Geschichte von Felix und Alisa aus beiden Perspektiven. Abwechselnd erzählen uns Alisa und Felix in der Ich-Perspektive, wie sie zueinander gefunden haben und wie sich ihre gemeinsame Geschichte weiterentwickelt. Das besondere an Alisas Anteilen ist, dass sie ihre Erzählungen an jemanden richtet, den sie liebevoll "Kleiner Käfer" nennt. Dadurch bekommt ihre Geschichte für mich noch mal eine besondere Tiefe, denn es wird schnell klar, dass sie für diese Person eine tiefe Liebe empfindet und ihr diese Person sehr am Herzen liegt. Es waren auch ihre Gedanken und Gefühlte, die mich manchmal dazu gebracht haben, dass ich mit dem Buch pausieren musste. Ulla Scheler gelingt es durch ihren intensiven Schreibstil und wohlgewählten Worte Alinas Ängste unglaublich präsent erscheinen zu lassen. Jeder von uns hat schon einmal Angst verspürt. Die meisten Menschen erleben eine angstauslösende Situation und wenn dieser Moment vorbei ist, können sie diesen recht gut vergessen oder verarbeiten. Doch wie es ist, wenn die Angst das ganze Handeln und Denken eines Menschen beeinflusst und das über einen langen Zeitraum hinweg, das lässt uns die Autorin durch Alisa erleben.

    "Es tut so weh: ich habe mich so angestrengt, bin wieder und wieder gegen die Angst angerannt, und wofür? Um wieder alleine zu sein. Weil niemand meine Angst ertragen kann und sie wahrscheinlich nie verschwinden wird." (S.108)

    Und doch hatte ich nie den Eindruck, dass Alisa schwach wäre. Ich habe sie als eine starke und mutige junge Frau erlebt. Als eine Frau, die ihren Bruder über alles liebt und ihn um jeden Preis beschützen möchte. Diese besondere Geschwisterbeziehung hat mich sehr berührt, denn sie zeigt, wie wichtig Geschwister für einen Menschen sein können.

    Neben Alisa haben wir aber auch noch Felix als Protagonisten. Felix, der unheimlich gerne kocht und für den das Malen mit Kreide seine größte Leidenschaft ist. Er fühlt sich mit seiner Kunst von Alisa verstanden wie von niemand anderem. Er selbst ist voller Zweifel über seine Fähigkeiten, sein Talent. Doch Alisa und auch die Menschen, die er porträtiert, zeigen ihm, dass seine Zweifel unbegründet sind, und im Laufe der Geschichte eröffnet ihm sich eine Möglichkeit, von der er bisher nicht zu träumen gewagt hat. 

    Meiner Meinung nach gelang es Ulla Scheler, nicht nur Alisa sondern auch Felix absolut authentisch darzustellen. Wir erleben mit Felix seine Ohnmacht gegenüber Alisas Angst, sein Bedürfnis ihr den Raum zu geben, den sie braucht, und gleichzeitig seinen Wunsch ihr zu helfen und ihre Angst zu verstehen. Dabei handelt er nicht immer optimal, er macht Fehler, bei denen ich ihn am liebsten geschüttelt hätte, aber er handelt dabei immer aus Liebe zu Alisa, aus Sorge um sie. Und was für mich das wichtiste ist: er versucht seine Fehler wieder gut zu machen. Ich mochte Felix mit seiner liebe- und humorvollen Art und Weise unheimlich gerne und seine Beziehung zu Alisa wirkt durch Höhen und Tiefen überhaupt nicht konstruiert sondern sehr realistisch und glaubwürdig. 

    In beiden Perspektiven erleben wir nicht nur die aktuellen Geschehnisse, sondern auch immer wieder Rückblicke in die jeweiligen Vergangenheiten. Zum einen bekommen beide Protagonisten dadurch eine größere Tiefe und zum anderen konnte ich als Leserin ein besseres Verständis für bestimmte Verhaltensweisen entwickeln. Was mir ebenfalls besonders gut gefallen hat, war, dass Alinas Konfrontation mit ihren Ängsten zwar den Höhepunkt des Spannungsbogens darstellt, aber die Geschichte danach nicht einfach "ausplätschert", sondern eine für mich unerwartete Wendung nahm. Mir bleibt wirklich nichts anderes übrig, als vor Ulla Scheler für diesen unglaublich gefühlvollen, intensiven Roman den Hut zu ziehen und vergebe volle 5 Sterne. Ich bin wirklich gespannt, was die Autorin noch für uns bereit hält!

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    Sabriiina_Ks avatar
    Sabriiina_Kvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein sehr ruhiges und tiefgründiges Buch, dass mich aber nicht ganz zu 100% erreichen konnte
    Das Leben leuchtet in vielen Farben

    Das Buch wirkt auf den allerersten Blick vielleicht zunächst etwas unscheinbar, doch spätestens nach Lesen des Klappentextes hatte es meine volle Aufmerksamkeit. Ich wollte die beiden Charaktere Felix und Alisa undbedingt kennenlernen.

    Das Buch besteht aus sehr vielen einzelnen Kapiteln, die abwechselnd aus der Perspektive von Felix und der Perspektive von Alisa erzählt werden. Ich mag Perspektivwechsel in Geschichten immer relativ gerne und auch hier fand ich dieses Stilmittel sehr passend. Man konnte die beiden Charaktere einfach viel besser verstehen und sich besser in sie hineinversetzen.
    Mir persönlich hat Felix als Person wirklich ausgesprochen gut gefallen. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Seine freundliche und fürsorgliche Art passten gut zu seinem künstlerischen Talent. Einzig seine ständigen Selbstzweifel waren auf die Dauer etwas nervig, da er sonst eigentlich eher ein selbstbewusster Typ ist.
    Schwieriger hatte ich es da auf jeden Fall mit Alisa. Sie war ein sehr verschlossener Charakter, und hat sich nicht nur Felix, sondern auch mir als Leser zunächst kaum geöffnet. Lange blieb sie mir als Figur wie hinter einer dicken Tür verschlossen. Vielleicht konnte ich deshalb auch nicht allzu viele Sympathien für sie aufbringen.

    Die Geschichte und ihr Verlauf haben mir gut gefallen. Wir begleiten Felix und Alisa auf ihrem Weg durchs Leben, bei dem sie immer wieder mit der unangenehmen Vergangenheit konfrontiert werden, mit ihren eigenen ganz persönlichen Dämonen zu kämpfen haben und langsam den Weg zueinander finden. Besonders gut hat mir in diesem Zusammenhang der Schreibstil der Autorin gefallen. So sanft und fließend und mit genau der richtigen Portion an Details, dass sich die Bilder in meinem Kopf wie von selbst geformt haben. Auch die Gefühle der beiden Hauptcharaktere wurden so sehr präsent und greifbar für mich.
    Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, waren die Längen, die es zwischenzeitlich in der Geschichte gab und der Schluss. Für mich war der Schluss sehr passend zur Geschichte, aber ich persönlich hatte ihn so kommen sehen.

    Mein Fazit:
    Eine wirklich schöne Geschichte über das Leben, mit Höhen und Tiefen, Erfolgen und Rückschlägen. Ich vergebe 4 von 5 möglichen Büchern!


    Diese und viele weitere Rezensionen findet ihr wie immer auf meinem Blog:
    https://komm-mit-ins-buecherwunderland.blogspot.com/

    Ich freue mich sehr auf euren Besuch! <3 :) 

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    NeriFees avatar
    NeriFeevor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Poetischer Schreibtil, aber eine Geschichte die abbaut.
    Ansprechend geschrieben, nicht immer mitreissende Geschichte

    Mein allererstes Buch von Ulla Scheler. Obwohl ich durchaus weiß, dass ihr Debüt "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" sehr erfolgreich war. Sowohl Cover als auch Klappentext hatten mein Interesse schnell geweckt, als ich das Buch im Bloggerportal von Randomhouse entdeckte. 

    Klappentext
    Er ist ein Junge mit bunten Kreiden, der Menschen in Bildern auf dem Asphalt einfängt. Sie ist ein Mädchen mit einem dunklen Geheimnis, das niemanden an sich heranlässt. Felix und Alisa. Beide leben in ihrer eigenen Welt, bis sie sich durch Zufall begegnen. Und plötzlich ist es ausgerechnet Alisa, die Felix versteht wie niemand sonst. Zusammen sind sie stark, fast unschlagbar. Bis ein Haus brennt und Alisa von den Schatten der Vergangenheit eingeholt wird.

    Scheeler gelingt es, ihrer Schreibweise viel Poetisches zu verleihen. So hatte sie mich mit ihrem Stil zu schreiben schnell auf ihrer Seite. Ich mochte die authentischen und klaren Formulierungen und die gut ausgearbeiteten Figuren. Die Geschichte berührt, weil sie viel Platz für Emotionen bietet. 

    Der Charakter der Alisa hat mich an manchen Stellen etwas genervt zurück gelassen, dennoch ist sie eine Sympathieträgerin und ihre Gedanken sind sehr bedeutend für die Geschichte. Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht von Alisa und Felix. Das erleichtert das Lesen und lässt das Buch nicht langweilig werden. 

    Während mich der erste Teil noch oft für sich einnehmen konnte, ließ die Geschichte leider nach. Ich kann schwer beschreiben, woran es genau lag. Sicherlich ist aber einer der Gründe der rasante Anstieg an Wirrungen. Die Handlungen der Protagonisten wirken übereilt und nicht immer nachvollziehbar. Das hat mir das Ende etwas vermiest. Allerdings haben mich auch ab Mitte des Buches viele Textpassagen begeistern können. 

    Insgesamt ein gute Buch mit ansprechenden Charakteren und einem sehr, sehr ansprechenden Schreibstil. 


    Mein Dank für das Rezensionsexemplar geht an den Verlag Heyne fliegt. 

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    Caterinas avatar
    Caterinavor einem Jahr
    schön, berührend, poetisch

     Meine Meinung zum Buch


    Gestaltung: Als im vergangenen Jahr ihr Debüt "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" erschien, war ich sofort Feuer und Flamme von der Autorin. Natürlich blieb es dabei und ich las das Buch noch nicht. Umso erfreuter war ich, als ich den zweiten Roman von Ulla Scheler entdeckt habe. Ich habe mir den Klappentext auch nicht großartig durchgelesen, sondern wollte mich viel mehr überraschen lassen. Bevor ich weiter inhaltlich eingehen werde, möchte ich noch kurz ein Wort zum Cover sagen. Es sieht einfach schick aus.


    Einstieg: Die junge Autorin beginnt in diesem Buch augenblicklich mit der eigentlichen Handlung und der Leser wird förmlich in die erste Begegnung von Felix und Alisa hineingeworfen, die ich nebenbei bemerkt sehr interessant fand. Der Schreibstil von Ulla Scheler gefiel mir sehr schnell und auch in der Handlung kam ich recht zügig an. Durch das erste Aufeinandertreffen der beiden Figuren, lernte ich beide zum selben Zeitpunkt kennen, wie Felix und Alisa selber, das fand ich sehr gelungen.


    Charaktere: Ulla Scheler wählte für ihren Roman den personalen Ich-Erzähler. Abwechselnd kommt so einmal Felix und mal Alisa zu Wort, was ich sehr gelungen fand, denn so konnte ich nach Belieben in die Gedankenwelt desjenigen eintauchen, der die Geschichte gerade erzählt. Interessant fand ich den Aspekt, dass mich die Autorin bezüglich Alisa ein wenig zappeln ließ. Mir wurde hier nicht gleich ein "vorgefertigter Charakter" geboten, sondern ich musste mir zunächst ein eigenes Bild von der jungen Frau machen, ehe dann Ulla Scheler genauer auf diesen interessant gezeichneten Charakter einging. So erfuhr ich erst recht spät über ihre Vergangenheit. Was aber nicht weniger schlimm war. So war sie wie ein Puzzle, und Ulla Scheler gab mir immer ein kleines Stück vom gesamten Bild. In Felix konnte ich mich sehr viel schneller hineinversetzen, da er im Gegensatz zu Alisa nicht so verschlossen ist und gerade als Straßenkünstler eher aufgschlossen auf Menschen wirkt. Gerade durch die verschiedenen Eigenschaften ergänzen sich Alisa und Felix sehr gut, was mir sehr gut gefiel.


    Handlung: Durch die erste Begegnung der beiden Figuren beginnt das Buch beinahe vorsichtig. Schnell merkte ich, dass hinter Alisas Fassade deutlich mehr steckt, aber die Autorin hat mich diesbezüglich ein wenig zappeln lassen. Nach und nach entwickelte ich eine Vermutung, welche Rolle Alisa spielt, die zwar am Ende auch in irgendeiner Weise bestätigt wurde, aber das bremste meinen Lesefluss nicht. Denn vorrauschauend würde ich die Geschichte nicht nennen, nur dass beim Lesen vermutlich ein paar Vorahnungen entstehen. Aber das muss ja nichts schlechtes sein. Trotz der Vorahnungen, wusste ich lange Zeit nicht welche Richtung die Geschichte einnimmt. Einzig die Liebesgeschichte von Alisa und Felix fand ich ein wenig zu schnell und irgendwie hielten sich die Gefühle ein wenig in Grenzen, dennoch las ich die Geschichte unglaublich gerne. Gerade das Ende muss ich hier an dieser Stelle erwähnen: Zwar beantwortete Ulla Scheler ein Großteil meiner Fragen, aber ich wusste am Ende nicht so genau, was mir die Autorin mit diesem Ende sagen wollte. Es war recht offen. Ich glaube das muss jeder für sich selbst interpretieren.


    Schreibstil: Der Schreibstil von Ulla Scheler ist sehr angenehm und flüssig zu lesen. Manchmal merkte man am Erzählstil, dass die Autorin noch sehr jung ist, aber das fand ich gar nicht mal schlimm, denn schreiben kann Ulla Scheler allemal. Immer wieder baut sie gefühlsvolle und schöne Passagen ein, aber auch Szenen, in dem die inneren Werte der Menschen ganz besonders zählen, vor allem im Hinblick auf Felix spürte ich das Zwischenmenschliche immer wieder. Die Mischung der verschiedenen Passagen, machten dieses Buch zu einem Lesegenuss.


    Mein Urteil

    "Und wenn die Welt verbrennt" wird definitiv nicht das letzte Buch gewesen sein, was ich aus der Feder von Ulla Scheler lesen werde. Denn dass sie schreiben kann, hat sie mir mehr als einmal bewiesen. In der Autorenwelt ist sie absolut richtig. Mit ihrem Buch bescherte sie mir sehr schöne Lesestunden, auch wenn ich lange nicht wusste, in welche Richtung sie mich bringt, gerade das Ende fand ich recht offen, was aber viel Raum zum Überlegen mit sich bringt. Insgesamt ist "Und wenn die Welt verbrennt" ein schöner Roman, der zwar an manchen Stellen nicht ganz rund ist, mir aber dennoch oder gerade wegen der kleinen Ungenauigkeiten gut gefiel. Ich vergebe gute 4 von 5 Welten.







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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    NaddlDaddls avatar

    Gemeinsam sind sie stark

    Felix und Alisa. Zwei junge Menschen, so unterschiedlich und doch passen sie zusammen, geben einander Halt, verstehen und lieben einander. Doch ganz kann Alisa Felix nicht an sich heranlassen. Welches Geheimnis birgt sie?
    Mit ihrem Debüt "Es ist gefährlich bei Sturm zu schwimmen" wurde Ulla Scheler für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und nun erscheint mit "Und wenn die Welt verbrennt" direkt ihr zweites Buch. Lass dich von der Autorin und ihren besonderen Charakteren verzaubern!

    An diesem Fragefreitag habt ihr die Gelegenheit, der Autorin Ulla Scheler alle Fragen über ihren zweiten Jugendroman zu stellen. Also ran an die Tastatur! Zu gewinnen gibt es 5 Exemplare von "Und wenn die Welt verbrennt".  

    Mehr zum Inhalt 
    Felix hat halbherzig ein Studium begonnen und jobbt ein wenig bei seinem Bruder. Aber eigentlich träumt er davon, ein großer Künstler zu werden. Nichts macht ihn so glücklich, wie mit Kreiden wunderbare Bilder aufs Straßenpflaster zu bannen. Und dann malt er eines Tages Alisa. Ein so schönes wie geheimnisvolles Mädchen, in das er sich sofort verliebt. Auch Alisa fühlt sich zu ihm hingezogen, sie verbringen wunderschöne romantische Stunden miteinander. Doch immer, wenn Felix Alisa einen Tick zu nahe kommt, stößt sie ihn fort. Und dann taucht plötzlich Adrian auf, ihr Bruder, von dem Felix noch nie gehört hat, und der ihm Alisa wegzunehmen droht. Felix ist wild entschlossen, um Alisa zu kämpfen. Aber ist seine Liebe groß genug, um die schrecklichen Schatten in ihrer Vergangenheit zu besiegen?

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    Gemeinsam mit dem Heyne Verlag verlosen wir 5 Exemplare von "Und wenn die Welt verbrennt" unter allen Fragestellern! Einfach auf den blauen "Jetzt bewerben"-Button klicken und fleißig Fragen stellen!

    Wir freuen uns, dass Ulla Scheler Zeit gefunden hat und wünschen euch und natürlich der Autorin ganz viel Spaß beim Fragen stellen und Fragen beantworten!
    M
    Letzter Beitrag von  MimiiiLoveeevor 10 Monaten
    Vielen Dank! :)
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