Ulla de Herrera

 4,3 Sterne bei 24 Bewertungen

Neue Bücher

Cover des Buches Straßen von gestern (ISBN: 9783690970181)

Straßen von gestern

(15)
Neu erschienen am 19.11.2025 als Taschenbuch bei Schöffling.

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Neue Rezensionen zu Ulla de Herrera

Cover des Buches Schwarzer Sonntag (ISBN: 9783453437562)
NikoVosss avatar

Rezension zu "Schwarzer Sonntag" von Thomas Harris

NikoVoss
4 Sterne: packend und authentisch erzählt, Täter- wie Ermittlerseite überzeugend. Einzig das Ende hätte ich mir anders gewünscht.

„Schwarzer Sonntag“ ist für mich ein starkes Debüt von Thomas Harris und zeigt schon viele der Qualitäten, die ihn später auszeichnen. Besonders gut gefällt mir, dass er hier nicht nur aus der klassischen Ermittlerperspektive erzählt, sondern auch intensiv auf die Gegenseite eingeht. Gerade die Täterperspektive wirkt authentisch und glaubwürdig, ohne ins Klischee abzurutschen. 

Man spürt deutlich Harris Hintergrund als Polizeijournalist: Er bleibt sachlich und distanziert genug, um die Abläufe glaubwürdig wirken zu lassen, aber schafft es trotzdem, Spannung und Bedrohung aufzubauen. Das macht den Roman für mich zu einem realistisch wirkenden Thriller, der bedrückend nah an der Wirklichkeit bleibt. 

Für mich ist „Schwarzer Sonntag“ deshalb eines seiner wichtigsten Werke, auch wenn er danach mit „Roter Drache“ und „Das Schweigen der Lämmer“ noch berühmter wurde. Gerade die Mischung aus Täter- und Ermittlerebene macht dieses Buch für mich besonders wertvoll. Von mir gibt es eine klare Empfehlung.

Cover des Buches Schwarzer Sonntag (ISBN: 9783453437562)
Rallewus avatar

Rezension zu "Schwarzer Sonntag" von Thomas Harris

Rallewu
Typischer 70er-Jahre Thriller - spannend und sehr lesenswert

Auch wenn das Buch mittlerweile fünfzig Jahre auf dem Buckel hat, ist es noch immer sehr lesenwert - nicht zuletzt, weil das hintergründige Thema - der Nah-Ostkonflikt - selten so aktuell war wie damals und heute wieder.


Der Autor Thomas Harris erzählt seine Story geradlinig, schnörkellos ohne viel unnötiges Tamtam und stringent. Die beiden konkurrierenden "Parteien" haben klare Ziele, nach denen sie streben und deren Erreichen sie bedingunglos verfolgen. Es läuft in diesem klassischen 1970er-Jahre Thriller eigentlich von Anfang an auf ein großes Finale hinaus, das dann mit dem Showdown am Ende auch stattfindet. Dabei ist bis zuletzt nicht klar ob das Gute oder das Böse den Sieg davon tragen wird, wobei es dem Leser zunehmend schwerer fällt zu entscheiden ob die gute Seite tatsächlich so gut ist, und ob die Bösen von den Absichten her nicht eigentlich auch Gute sind.


Ein herausragender Thriller aus der Feder eines der renomiertesten Autoren des Genres der 1970er- und 1980er-Jahre. 

Cover des Buches Straßen von gestern (ISBN: 9783895614866)
schokoloko29s avatar

Rezension zu "Straßen von gestern" von Silvia Tennenbaum

schokoloko29
Eine frankfurter Familie

Es geht hier um die jüdische Familie Wertheim, die in Franfurt am Main lebt und von der Judengasse (welches früher das jüdische Ghetto war) aufgestiegen sind zum frankfurter Westend. Sie haben eine gut gehende Firma, die Wollprodukte verkauft und handelt.


Es geht eigentlich um die vier Brüder Eduard, Siegmund, Gotthard und Nathan und deren Familie und Schicksale. Wobei eigentlich Nathans Familie mehr im Vordergrund steht. Diese Schicksale sind mit der deutschen Geschichte eng verbunden.


Es wird gut beschrieben, wie sie alle zusammen Weihnachten feiern und wie sie dem jüdischen Glauben und seine Riten immer weniger interessiert und praktiziert. Es werden eher die Menschen mit Argwohn betrachtet, wenn diese sie weiter aus üben. Auch wird gut der Snobismus dieser Familie beleuchtet. Sie halten sich für etwas besseres und für die eigenen Kinder müssen die Eheanwärter schon etwas darstellen. Die Religionsangehörigkeit spielt da nicht so eine große Rolle.


Dies ändert sich durch die Machtergreifung Hitlers. Es wird genau beschrieben, wie sich Teile der Familie in Sicherheit bringt und wie drei Mitglieder in Konzentrationslager gelangten und starben.




Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Zwar habe ich eine Zeit gebraucht um mit den einzelnen Familienmitglieder vertraut zu werden. Auch das behäbige Erzählen hat mir etwas Geduld eingefordert. Doch das Buch ist wirklich lesenswert. Da es wirklich sehr gut die damalige Zeit wider gibt und auch wie gut die deutschen Juden sich einfach in Deutschland assimiliert hatten. Sie fühlten sich eigentlich mehr deutsch als jüdisch.



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