Ulli Olvedi Das tibetische Zimmer

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Inhaltsangabe zu „Das tibetische Zimmer“ von Ulli Olvedi

Hochbegabt, hochsensibel, medial – und für die Welt nicht zu gebrauchen. So stellt sich die junge Charlie dar, als sie zufällig in ein tibetisches Kloster im Himalaja gerät. Dort stürzt sie in einen Prozess tief greifender Wandlung, heraus aus ihrer inneren Einsamkeit und Selbstentfremdung, um endlich in Freundschaft mit sich selbst leben zu können.

Ein wunderbares Buch, das einen mit Nachhall erfüllt. Ein so schöner Einblick in den Buddhismus!

— shavachan

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  • Rezension zu "Das tibetische Zimmer" von Ulli Olvedi

    Das tibetische Zimmer

    sunlight

    „Das tibetische Zimmer“ von Ulli Olvedi Die junge Charlie kommt mit ihrem Leben nicht zurecht. Das Studium abgebrochen, sie fühlt sich ungeliebt, hat psychische Probleme und lehnt sich selbst ab. So begibt sie sich auf die Suche. Zuerst nach ihrem Vater in Indien, der sie aber auch ablehnt. Ihr wird empfohlen, sich Padmasambhava anzuvertrauen und so reist Charlie zu einem tibetischen Kloster im Kathmandutal. Im Kloster angekommen geht die Erkundung weiter. Die Suche nach ihr selbst, nach dem Sinn ihres Lebens. Sie versucht sich anderen gegenüber zu öffnen, in der Meditation sich selbst zu ergründen und erleidet Rückschläge, die sie immer wieder an sich zweifeln lassen. Unterstützung erfährt sie von den Buddhisten des Klosters und den westlichen Bekannten, die ihren Weg auf dem Lebenspfad gefunden haben. Parallel zu Charlies Geschichte wird die von Siddhartha, Buddha erzählt. Auch er war der Frage, nach dem Sinn des Lebens und der Erfüllung, auf der Spur und hat verschiedene Wege ausprobiert. Seine Erkenntnisse werden Charlie als Hilfe angeboten, sie hat die Wahl. Die Autorin hat einen Roman über eine Persönlichkeits- entwicklung geschrieben und gleichzeitig eine praktische Einführung in den Buddhismus. Welche Qualitäten zeichnen den Buddhismus aus? Ist er eine Religion oder eine Philosophie? In wie weit muss man Verpflichtungen eingehen? Welche Entwicklungsmöglichkeiten bietet er an? Am Beispiel der verschiedenen Figuren, wird das sehr schön klar. Ihre persönlichen Erfahrungen verdeutlichen dies; die der tibetischen Nonne mit der Gewalt, die des westlichen Tulkus mit dem Wissen früherer Leben, die des Lamas mit seiner spirituellen Entwicklung und die des Europäers, der sehr viel ausprobiert hat. Sie haben alle etwas gemeinsam, sie haben ihre inneren Grenzen überwunden, trotz vieler Widrigkeiten und ihren Lebensweg gefunden. Die Lektüre des Buches ist ein leichtes Vergnügen. Ulli Olvedi versteht es, uns Charlie und ihre Gedanken nahe zu bringen, sie in ihrer Zeit im Kloster zu begleiten. Trotzdem warf das Verhalten von Charlie, ihre Zweifel und ihr Einigeln, Fragen bei mir auf. Wäre ich offener? Was will die Autorin mit den fast extremen Charakteren erreichen? Gedanken, die bei mir den Lesefluss stoppten und den Zugang erschwerten. Dagegen ließen sich die Passagen, in denen Jakob, deutscher Buddhist, uns die Geschichte von Buddha mit modernen Worten erzählt, sehr flüssig lesen. Nicht belehrend, sondern einfühlsam wird das Wesen des Buddhismus dargestellt. Es strahlt eine Faszination aus und ist ein Angebot an jeden, der es annehmen möchte. Die Botschaft, die ich der Lektüre entnommen habe, ist, es gibt immer einen Weg, wenn du dich auf Suche begibst. Nimm Hilfe, Angebote an und vertraue in deine Zukunft. Ein Roman, der die Spiritualität in den Mittelpunkt stellt und neugierig auf den Buddhismus macht. Ausprobieren!

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  • Rezension zu "Das tibetische Zimmer" von Ulli Olvedi

    Das tibetische Zimmer

    savanna

    28. March 2011 um 15:56

    Ausbrechen aus den gewohnten Strukturen, die mal ängstigen, mal langweilen – das ist das erklärte Ziel von Charlie. Mit Mitte Zwanzig macht sich die junge Frau auf die Suche nach ihrem Vater, der als Aussteiger in Indien leben soll. Mehr stolpernd als zielgerichtet landet Charlie auf ihrer Reise in einem tibetischen Kloster im angrenzenden Nepal. Wenig überzeugt von gelebter Religion oder gar praktischer Meditation verweilt sie dennoch im Kloster, um über sich und ihr Leben zu reflektieren. Charlie gilt als hochintelligent und derart feinfühlig, dass sie Stimmungen, Krankheiten und sogar zukünftige Ereignisse erfassen kann. Blockiert von diesen beängstigenden Fähigkeiten und gehemmt von einer verstörenden Vergangenheit kommt Charlie dennoch nicht umhin, sich ihrer Einsamkeit zu stellen. Über den Klosteralltag findet sie Ansprechpartner, die sie fördern und fordern. Allen voran durch eine unvoreingenommene Akzeptanz und das Studium von Buddhas Geschichte. Die deutsche Autorin Ulli Olvedi hat mit „Das tibetische Zimmer“ ihren mittlerweile sechsten Roman veröffentlicht, der ebenso wie alle früheren Werke in den Höhenzügen des Himalaya spielt. Olvedi hat sich mit enormer Begeisterung und umfangreichem Fachwissen bereits seit vielen Jahren dem tibetischen Buddhismus verschrieben. Feine Nuancen von Spiritualität und Religion sind tatsächlich in unterschiedlichen Passagen des Romans hinterlegt, drängen aber nicht heraus. „Das tibetische Zimmer“ spielt vor der Kulisse des kargen Lebens ins Nepal, lockt den Leser jedoch leider kaum tiefer in eine asiatische Atmosphäre. Im Vordergrund stehen nicht die Region, die Spiritualität oder der Buddhismus, sondern das Gefühlsleben einer jungen Frau auf der Suche nach sich selbst. Dieser Prozess der Selbstfindung hätte allerdings durchaus auch an vielen anderen Orten der Welt stattfinden können. Leser, die auf diese Neuerscheinung vor allem wegen der geografischen Zuordnung aufmerksam wurden, sollten also nicht enttäuscht sein, wenn Nepal und Tibet in diesem Fall vor allem als Szenerie fungieren.

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