Ullrich Kamuf

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Autor*in von Ella U..

Lebenslauf

Ullrich Kamuf, geboren 1946, studierte Maschinenbau, Politik- und Literaturwissenschaft und Pädagogik, arbeitete als Werkzeugmacher, Ingenieur und Lehrer. Bisherige Veröffentlichungen über Leonard Nelson und Otto Rühle. Kamuf legt mit "Ella U. Eine Jugend in Plauen" eine weitere Arbeit zu den 20er Jahren vor.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Ullrich Kamuf

Cover des Buches Ella U. (ISBN: 9783752822878)

Ella U.

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Erschienen am 12.12.2018

Neue Rezensionen zu Ullrich Kamuf

Cover des Buches Ella U. (ISBN: 9783752822878)
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Rezension zu "Ella U." von Ullrich Kamuf

FreydisNeheleniaRainersdottir
Irgendwie war mir das zu wenig Haselbrunn

Plauen: Geburtsort, Heimat, Sehnsuchtsort. Wenn ich richtig böses Heimweh habe, lese ich Bücher über die Heimat, wie kürzlich "Die Villa" von Hans Joachim Schädlich oder "Alte Sagen und neue Geschichten von den Moosfrauen und Moosmännern aus dem Vogtland und Umgebung" von Gerhard Gruner. Durch Zufall bin ich kürzlich auf Ella U. gestoßen und da meine Familie viele Jahre nach dem Krieg im Stadtteil Haselbrunn gelebt hat und meine Mutter dort aufgewachsen und in die hiesige Rückertschule gegangen ist, war das Buch natürlich ein Muss.
Ella U. lebte mit ihren Eltern auf der Pausaer Straße, wie meine Urgroßeltern und wenn ich davon las, dass der Familienvater die Pausaer Straße hinauf vor Ultralinken floh, die ihn verfolgten, weil er nach Ende des 1. Weltkrieges noch seinen Uniformmantel trug (man konnte sich halt keinen neuen Mantel leisten, es war Inflation), da sah ich meinen Uropa die Pausaer Straße hochrennen und in seinem Wohnhaus verschwinden.
Alle Anekdoten über die Familie U. waren sehr interessant und haben mich in eine Zeit mitgenommen, die wir uns heute gar nicht mehr vorstellen können. Was mir jedoch weniger gefallen hat, waren die ewig langen Zitatpamphlete irgendwelcher damaliger Zeitgenossen und leider hat sich der Autor solche herausgepickt, die besonders schwurflig schrieben, wie Thomas Mann und Walther Benjamin. Sicher wollte der Autor uns einen Einblick in die Geschehnisse der 20er Jahre geben, ein Thema einleiten, aber es ist dann leider zu viel Zitatenschatz und zu wenig Ella U. In Haselbrunn daraus geworden. Nicht ganz das, was ich erwartet hatte. Schade.

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