Ulrich Alexander Boschwitz

 4,5 Sterne bei 216 Bewertungen
Autor von Der Reisende, Menschen neben dem Leben und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Ein Leben auf der Flucht: Ulrich Alexander Boschwitz, geboren am 19. April 1915 in Berlin, war ein deutscher Autor. 

Aufgrund seiner jüdischen Herkunft emigrierte Boschwitz zusammen mit seiner Familie nach Schweden, dann nach Norwegen und schließlich nach Frankreich. Dort gab er sein Debüt als Autor mit seinem Roman „Menschen neben dem Leben“. Der Erfolg ermöglichte ihm ein Studium an der Pariser Sorbonne.

Daraufhin folgten weitere Auslandsaufenthalte. In England wurde er als „feindlicher Ausländer“ interniert und nach Australien geschickt. Auf dem Rückweg nach England wurde sein Schiff von einem deutschen Torpedoangriff versenkt. Der Autor starb mit 27 Jahren. 

Seine Werke verfasste er in den Jahren der Flucht unter seinem Pseudonym John Grane. Diese wurden in zahlreiche Sprachen übersetzt und bescherten dem Autor auch nach seinem Tod noch internationalen Erfolg.

Alle Bücher von Ulrich Alexander Boschwitz

Cover des Buches Der Reisende (ISBN: 9783608981544)

Der Reisende

(141)
Erschienen am 23.02.2019
Cover des Buches Menschen neben dem Leben (ISBN: 9783608984736)

Menschen neben dem Leben

(66)
Erschienen am 19.02.2022
Cover des Buches Der Reisende (ISBN: B07BMS7BSM)

Der Reisende

(8)
Erschienen am 22.03.2018
Cover des Buches Menschen neben dem Leben (ISBN: 9783742412508)

Menschen neben dem Leben

(1)
Erschienen am 20.09.2019

Neue Rezensionen zu Ulrich Alexander Boschwitz

Cover des Buches Menschen neben dem Leben (ISBN: 9783608984736)
vanessablns avatar

Rezension zu "Menschen neben dem Leben" von Ulrich Alexander Boschwitz

vanessabln
Auch für mich ein Meisterwerk

Habe dieses Buch schon letztes Jahr gelesen und erstmal keine Worte gefunden, um es zu beschreiben vor Begeisterung. Ich mache es daher kurz. In den Zwanziger Jahren der Weltwirtschaftskrise hat es niemand leicht, trotzdem versucht jeder auf seine Weise, das beste daraus zu machen. Eine Handvoll Menschen und ihr Alltag, auch ihre Begegnungen untereinander, werden hier beschrieben, als wenn man direkt dabei wäre. Ein dichter, einfühlsamer, auch tragischer Roman, der mich an keiner Stelle gelangweilt hat. Sehr schade ist nur, dass der Autor jung verstorben ist und es deshalb nur noch ein anderes (auch "wiederentdecktes") Buch von ihm gibt. 

Cover des Buches Der Reisende (ISBN: 9783608981230)
Pikamadss avatar

Rezension zu "Der Reisende" von Ulrich Alexander Boschwitz

Pikamads
Unglaublich gut und eindringlich

Gerade weil es eine so authentische Geschichte ist, werden alle Emotionen bildgewaltig nähergebracht. Ich musste das Buch doch tatsächlich öfter aus der Hand legen, weil es einfach so überwältigend war. Das Wissen, dass die Behandlung der Menschen in Bezug auf Otto Silbermann in so vielen Fällen einfach so falsch ist und doch aus der damaligen Überzeugung heraus geschieht, macht es einfach umso bedrückender seinem Schicksal zu folgen.

Cover des Buches Der Reisende (ISBN: 9783608981544)
DoraLupins avatar

Rezension zu "Der Reisende" von Ulrich Alexander Boschwitz

DoraLupin
Wichtiges Zeitdokument mit ein paar Schwächen

Das Cover ist Schwarz weiss gehalten, und zeigt Menschen von damals, die sich an einem Bahnhof befinden. Das Cover passt sehr gut zum Buch.

Im Buch geht es um den Juden Otto Silbermann, der 1938 nach/ in der Progromnacht seine Wohnung verliert und in einer Nacht und Nebelaktion fliehen muss. Später wird er von seinem Freund übers Ohr gehauen, verliert seine Firma und hat noch ungefair 40 000 Mark über. Damit versucht er ins Ausland zu kommen, am liebsten nach Paris, wo auch sein Sohn ist.

Zuallererst muss ich sagen, es ist ein durchaus lesenswertes Buch. Vorallem da der Autor selber Jude war, und das Buch zum Zeitpunkt geschrieben hat, an dem die Verfolgung Stattfand! Das ist ein grosser Pluspunkt, da es das Buch sehr authentisch macht.
Trotzdem kann ich dem Buch keine volle Punktzahl geben.
Einerseits ist mir Silbermann sehr unsympathisch als Charakter. Ich kann verstehen, dass die Situation für ihn nicht leicht ist, aber immer wieder ist er mit seinem Mitmenschen unzufrieden oder misstraut Ihnen, sogar vom eigenen Sohn denkt er schlecht und meint, dieser müsse sich mehr Mühe geben ihm zu helfen. Das ist mir negativ aufgefallen. Immerhin ist es das eigene Kind, das alles Menschenmögliche versucht um dem Vater aus der Ferne zu helfen!
Der zweite Minuspunkt ist für mich einfach, das Silbermann mir zu "geldgeil" ist. Ich weiss nicht ob es das Jüdische "Klischee" bedienen soll, aber in einer Situation, in der man Angst haben muss zu überleben ist mir doch das Geld erstmal nicht so wichtig! Denke ich zumindest...
Das gleiche habe ich gedacht, als er versucht hat mit einer Dame anzubandeln....da tut man doch nicht in Todesangst....

Insgesamt war es aber eine gute Handlung, die immer wieder aufgezeigt hat, wie schwer es für die Juden damals war, wie wenig Rechte sie hatten. Das Ende hat mich dann doch sehr traurig gestimmt...hat man doch die Resignation zum Schluss sehr deutlich spüren können.

Gespräche aus der Community

Cover des Buches Menschen neben dem Leben
Daniliesings avatar
Daniliesing

Bereits "Der Reisende" von Ulrich Alexander Boschwitz war eine phänomenale Wiederentdeckung und nun erscheint auch der erste Roman des 1915 geborenen Autors bei Klett-Cotta: "Menschen neben dem Leben" - ein packendes Portrait der kleinen Leute im Berlin der Zwanzigerjahre. Gemeinsam mit dem Verlag verlosen wir 10 Exemplare des Buches!

198 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Ulrich Alexander Boschwitz wurde am 19. April 1915 in Berlin (Deutschland ) geboren.

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