Ulrich Alexander Boschwitz Der Reisende

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Inhaltsangabe zu „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz

Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst.

Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.

Aufrüttelnde Erzählung eines Zeitzeugens über die aussichtlose Lage der Juden in Deutschland im Zweiten Weltkrieg

— strickleserl

Beeindruckendes Zeitdokument

— .Steffi.

erschütterndes Zeitdokument

— Lesewunder

Ein Stück bitterer Warheit unserer Geschichte

— buchernarr

Nicht einfach zu lesen, aber spannend und wichtig!

— Silbendrechsler

Ein beklemmter, aber lesenswerter Roman

— Mauela

Bemerkenswerte Lektüre, die jedoch seltsam kalt geschrieben ist

— katikatharinenhof

Gejagt im eigenen Land

— Jonas1704

Ein Stück Zeitgeschichte

— malo2105

Beklemmend und erschütternd: EIne Flucht der besonderen Art, doch wohin?

— once-upon-a-time

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  • Nirgends in Sicherheit

    Der Reisende

    strickleserl

    25. February 2018 um 10:26

    Dieses Buch begleitet den jüdischen Kaufmann, Otto Silbermann, auf eine Reise ohne Ziel. Er hat im ersten Weltkrieg treu gedient, sich anschließend ein ansehnliches Vermögen erarbeitet. Er ist angesehen, und er hat viele Freunde. Dann aber kommt der November 1938. Bis vor kurzem waren Juden ebenso Teil der Gesellschaft wie alle anderen, aber nun sind sie zu Verfolgten geworden. Otto Silbermann erfährt von Freunden und Verwandten, die einfach ohne Grund abgeführt wurden. Als die Staatspolizei kommt um ihn zu holen, kann er im letzten Moment fliehen. Aber wohin? Als Jude ist er nicht mehr erwünscht, weder bei Verwandten, im Hotel oder in seiner eigenen Firma.Es gelingt ihm einen Teil seines Vermögens in einer Aktentasche mitzunehmen, und nun reist er kreuz und quer durch Deutschland, immer auf der Suche nach einem sicheren Ort. Die Angst ist sein ständiger Begleiter. Unterwegs ist er mit vielen Menschen im Gespräch; freundliche, aber auch gleichgültige oder gar feindselige Menschen. Ein Versuch über die Grenze zu flüchten scheitert. Wird es Otto Silbermann gelingen sich in Sicherheit zu bringen?„Der Reisende“ wurde bereits im Jahr 1939 geschrieben, und das ist das Besondere und Außergewöhnliche an diesem Buch. Der Autor, Ulrich Alexander Boschwitz, war selbst Jude, aber im Gegensatz zu Otto Silbermann konnte er Deutschland schon 1935 verlassen.Die authentischen Einblicke eines Zeitzeugens in diese grauenhafte Zeit trösten über manche Längen in den Dialogen oder Ausflügen in Silbermanns innere Gedankenwelt hinweg. Für Menschen, die diese Zeit besser verstehen möchten, ist dieses Buch sehr zu empfehlen! 

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  • Beeindruckender Roman von einem Zeitzeugen der Reichskristallnacht

    Der Reisende

    skiaddict7

    24. February 2018 um 20:35

    „Aber wenn man geköpft werden soll und weiß nicht warum, dann verliert man wohl die Ruhe und die Nüchternheit der Betrachtung.“ (S.140) Wir schreiben November 1938, die Zeit der Novemberpogrome. Der wohlhabende jüdische Kaufmann Otto Silbermann wird in seiner Wohnung überfallen. Mit viel Glück schafft er es, zu entkommen. Er hat jedoch keine Informationen über den Verbleib seiner Ehefrau oder seiner Bekannten. Fortan ist er auf der Flucht, mit lediglich einem Koffer voller Geld. Doch er hat kein Ziel, er kann nirgends hin. Er versucht, nach Belgien zu fliehen, wird aber an der Grenze aufgegriffen und zurück nach Deutschland gebracht. An einem Ort zu bleiben scheint ihm zu gefährlich. Und so fährt er mit dem Zug von einer deutschen Stadt in die nächste. „Ich bin jetzt Reisender, ein immer weiter Reisender. Ich bin überhaupt schon ausgewandert. Ich bin in die Deutsche Reichsbahn emigriert.“, so Silbermann. Ulrich Alexander Boschwitz hat diesen Roman bereits 1938 verfasst.  Er wurde 1939 in England und 1940 in den USA publiziert, jedoch sollte es noch bis 2018 dauern, bis das Buch auf Deutsch verlegt wird. Das Buch ist sehr philosophisch. Der Schreibstil ist sehr interessant und sicher der damaligen Zeit entsprechend. Die Sprache ist sehr ausdrucksvoll. Der Roman umspannt eine Zeit von nur wenigen Tagen und die meisten Szenen handeln von Silbermann allein, was etwas ungewohnt ist. Boschwitz lässt den Intellektuellen Silbermann auf seiner Reise über seine Situation philosophieren, wobei diesem immer mehr klar wird, wie aussichtslos seine Situation ist. Er ist gefangen in Deutschland, und bis auf einen Koffer mit Geld hat er sein gesamtes Hab und Gut verloren. Es ist zu gefährlich, sich anderen Menschen anzuvertrauen. Dennoch lernt er auf seiner Reise eine Reihe verschiedener Menschen aus allen gesellschaftlichen Schichten kennen, mit denen er sich austauscht. Dieses Buch ist wohl das früheste literarische Dokument über die Zeit zwischen dem 7. und 13. November 1938. Fazit: Ein wirklich interessanter und sehr spannender Roman, der von einem Zeitzeugen verfasst wurde.

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  • Beeindruckend und beängstigend authentisch

    Der Reisende

    echidna

    24. February 2018 um 11:45

              "Ich reise, reise vor mich hin, bis man zuschlägt" (S. 215). Otto Silbermann entkommt in der Pogromnacht nur knapp der Verhaftung, indem er aus seiner Wohnung flieht. Seitdem ist er auf der Flucht. Seine einzigen Sicherheiten sind sein Geld und sein "nichtjüdisches" Aussehen, doch seinen Namen darf er nicht nennen, ohne Lebensgefahr zu befürchten. Und so reist er in Zügen durch das Land und versucht verzweifelt über die Grenze ins Ausland zu kommen.Auf seiner Reise kommt er mit Leuten verschiedener Gesellschaftsschichten und Herkünften ins Gespräch, was ein authentisches Bild der Gesellschaft zu der Zeit zeichnet. Es ist bedrückend und beängstigend realistisch. "Es kommt darauf an, Jude oder Nichtjude zu sein, nicht aber sympathisch oder unsympathisch. Die Überschrift entscheidet, der Inhalt ist ganz gleichgültig." (S. 217)Ich finde auch die Entwicklung, die Silbermann im Laufe des Buches sehr realistisch dargestellt. Es wird deutlich, wie seine Verzweiflung, Frustration und schließlich sein Zorn mit jedem Tag wächst. Und er, der ursprünglich die Ruhe in Person war, schließlich vollkommen die Nerven verliert und einen Schritt macht, der zu Anfang des Buches noch undenkbar gewesen wäre.Das Manuskript dieses Buches hat eine lange Geschichte hinter sich. Bereits 1939 geschrieben, geht das Manuskript verloren, bis Teile davon erst viele Jahre später zum Glück wiederentdeckt werden. Der Autor ist bereits 1942 gestorben, und so musste das Manuskript nach bestem Gewissen ohne dessen Mithilfe überarbeitet werden, bis es schließlich doch noch zu einer Veröffentlichung kam. Wie viel in dieser Geschichte aus eigenen Erfahrungen des Autors eingeflossen ist, der selber bereits 1935 aus Deutschland emigriert ist, lässt sich nur vermuten. Ein beeindruckendes Werk, das sehr gut ein kleines Stück der Welt in dieser dunklen Zeit der Geschichte beschreibt.        

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  • Beklemmende Geschichte aus der NS-Zeit

    Der Reisende

    ChrissiH

    21. February 2018 um 07:23

    **Inhalt** Deutschland 1938. Otto Silbermann, bisher ein gut angesehener Geschäftsmann, bekommt den Fanatismus der NS-Zeit zu spüren, denn er ist Jude. In Folge der Reichsprogromnacht verliert er sowohl sein Haus als auch sein Geschäft. Damit er nicht auch noch von den Deutschen festgenommen wird, flüchtet er und versucht seitdem durch Reisen mit dem Zug den Häschern zu entkommen. **Meine Meinung** In „Der Reisende“ erleben wir die Gräueltaten der NS-Zeit hautnah. Wie bereits im Vorwort erklärt wird, handelt es sich hierbei um eine fiktive Geschichte, die der Autor nach seiner Flucht niederschrieb, aber trotz allem bekommt man die Zustände Deutschlands im dritten Reich hautnah mit. Es konzentriert sich dabei weniger auf die Lager oder Ghettos sondern auf das „Davor“. Wie fühlte sich ein Jude, wenn er nun gejagt wird, für das, was er ist? Und genau das macht das Buch so interessant und vor allem wichtig. In diesem Buch baut man nicht so sehr auf Gewalt und das Morden, wie es in anderen Werken gezeigt wird, sondern hier baut man auf den psychischen Druck, der entstand. Ich fand das unglaublich mitreißend. Denn wir erleben die Geschichte aus Sicht von Otto Silbermann, der über Nacht zum Staatsfeind wurde, einfach, weil er ist, wer er ist. Gestern noch Freund oder Geschäftspartner, heute „nur noch“ Jude. Damit entfallen automatisch alle Rechte, die man besessen hat. Aus heutiger Sicht unvorstellbar, aber hier auf eine authentische und beklemmende Art rübergebracht. Ich spürte die anfangs noch unterschwellige Abneigung, der „arischen“ Deutschen, die dann aber in absolute Abneigung umschwang. Genauso merkte man, dass viele Leute sehr genau wussten, dass Unrecht geschah, aber um ihrer selbst willen wegsahen oder mitspielten und – und das fand ich am schlimmsten – scheinheilig redeten, dass das aus so und so einem Grund einfach so gehandhabt werden müsste. Alles in allem also ein sehr kontroverses Buch, das meiner Meinung nach unglaublich wichtig ist. Es regt zum Nachdenken an und zeigt, wohin uns fehlende Courage und Toleranz führen können.

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  • Beeindruckendes Werk

    Der Reisende

    .Steffi.

    20. February 2018 um 14:20

    Worum geht’s?  Deutschland im November 1938. Der Jude Otto Silbermann lebt mit seiner Frau in Berlin. Nach der Reichspogromnacht spitzt sich die Lage für die Juden zu. Freunde und Verwandte werden verhaftet, Silbermann dagegen entkommt und reist von nun an mit Zügen ziellos durch ganz Deutschland. Alles was ihm geblieben ist, ist ein Aktenkoffer voller Geld.  Dieser Roman wurde 1938 von Ulrich Alexander Boschwitz, einem deutschstämmigen Juden, verfasst. Dieser emigrierte 1935 nach Skandinavien und später nach England. Kurz vor Kriegsbeginn wurde Boschwitz interniert und mit vielen anderen Flüchtlingen nach Australien gebracht. Er selbst wurde nur 27 Jahre alt. In England, Frankreich und den USA erschien „Der Reisende“ bereits zwischen 1939 und 1945, auf dem deutschen Markt erscheint der Roman also vergleichsweise erstaunlich spät.   Eigene Meinung: Dieses Buch ist ein hervorragender Spiegel der damaligen Gesellschaft. Der Roman schafft es den Leser in eine Zeit und in eine Position hineinzuversetzen, die man lieber gar nicht einnehmen möchte. Man erlebt mit Silbermann zusammen die Ausweglosigkeit, mit der die Juden damals konfrontiert waren. So weiß Silbermann, dass nur eine Flucht ins Ausland ihn vor den Nazis retten könnte, doch für diese ist es schon zu spät. Alles was ihm bleibt ist das Herumreisen innerhalb der Deutschen Grenzen. Eindrucksvoll resigniert Silbermann „Für einen Juden ist eben das ganze Reich ein erweitertes Konzentrationslager.“  Auf seinen unzähligen Zugfahrten trifft Silbermann ehemalige Freunde und Bekannte, er kommt mit Fremden ins Gespräch, mit Juden und Nicht-Juden. Wir bekommen in zahlreichen gut durchdachten Dialogen Einblicke in die Gedankenwelt verschiedenster Personen. Diese Einblicke sind sehr authentisch und lassen oft fassungslos zurück.  Man wird Zeuge einer wachsenden Verzweiflung Silbermanns, die man als Leser nur allzu gut nachvollziehen kann.  Der Schreibstil ist leicht zu lesen, dennoch merkt man, dass die Sprache seiner Zeit entspringt.  Fazit: Das Buch lässt einen sprachlos zurück. Ein beeindruckendes und unbedingt lesenswertes Zeitdokument. 

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  • Eine Irrfahrt mit der Bahn

    Der Reisende

    uli123

    19. February 2018 um 16:43

    Die Entstehungsgeschichte dieses Buches ist ebenso interessant wie sein Inhalt. Es stammt aus der Feder eines jüdischen, rechtzeitig aus Deutschland geflohenen Autoren und wurde bereits 1939 und 1940 in England und den USA in englischer Sprache veröffentlicht. Noch bevor Boschwitz es für eine deutschsprachige Ausgabe überarbeiten konnte, kam er bei einem Torpedoangriff der Deutschen auf dem Weg nach England ums Leben. Deutsche Verlage nahmen das Manuskript später nicht an. Erst jetzt wird es – lektoriert vom Herausgeber Peter Graf – erstmalig in deutscher Sprache veröffentlicht. Thematisch geht es um die Anfänge der Judenverfolgung unter den Nationalsozialisten. Die Handlung ist angesiedelt auf den Tag nach der Reichspogromnacht und wenige nachfolgende Tage. Der wohlhabende und angesehene jüdische Kaufmann Otto Silbermann aus Berlin entgeht seiner Verhaftung, indem er mit seinem letzten Barvermögen von 40000 Reichsmark mit der Deutschen Reichsbahn mehr oder weniger ziellos in verschiedene deutsche Städte flüchtet. Auf der Reise trifft er die unterschiedlichsten Menschen und verliert immer mehr. Die Geschichte besticht durch die Darstellung des Protagonisten, der in dem Dilemma steckt, kein „typischer Jude“ zu sein. Im Ersten Weltkrieg hat er ehrenhaft für die Deutschen gekämpft, äußerlich sieht er nicht wie ein Jude aus, verheiratet ist er mit einer arischen Frau. Daher sieht er sich selbst als Deutschen und nicht als Juden. Diesen gibt er sogar schon recht bald die Schuld an seiner misslichen Lage. Seine rastlosen, immer wirrer werdenden Gedankengänge, seine Angst und seine Sorgen kommen gelungen, für den Leser gut nachvollziehbar,  zum Ausdruck. Ein ebenso treffendes, sehr differenziertes Bild wird von der deutschen Gesellschaft im Vorkriegsdeutschland gezeichnet. Es werden nicht alle Deutschen über einen Kamm geschert und als antisemitisch dargestellt. Stattdessen werden die Deutschen, denen Silbermann auf seiner Irrfahrt begegnet, mit sehr unterschiedlichen Eigenschaften und Charakteren beschrieben. Es gibt sehr schöne Dialoge zwischen Silbermann und seinen verschiedenen Reisebekanntschaften. Einige von ihnen sind zwar Mittäter an dem den Juden angetanen Leid. Aber es gibt genauso gut Mutige, die selbst Risiken eingehen und ihnen helfen. Ein wichtiges, sehr lesenswertes Stück Zeitgeschichte.

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  • Ein tiefgehender Roman voll Bangen und Hoffen

    Der Reisende

    yesterday

    19. February 2018 um 02:38

    Es gibt ja viele Bücher, die zu Beginn der NS-Zeit spielen und noch mehr, die währenddessen oder danach handeln. Auch Bücher von Zeitzeugen kennen wir und im Grunde sind diese immer besonders packend. Fast noch ergreifender und unmittelbarer ist dieser Roman, wohl aufgrund seiner Entstehungszeit. Boschwitz schrieb die Erlebnisse des fiktiven Otto Silbermann nicht etwa ein paar Jahrzehnte nach der grausamen Zeit, sondern direkt damals. Er emigrierte 1935 von Berlin nach Skandinavien und schrieb, wie vermutet wird, ab 1938, mit 23 Jahren, daran. Er verarbeitete in diesem Manuskript mit Silbermann stellvertretend für alle, die nach den Pogromen verfolgt wurden, die Erfahrungen und Gefühle, die Millionen von Juden zur gleichen Zeit erdulden mussten, unverschuldet. Er nimmt den Leser mit auf eine Reise, die einerseits physisch in Zügen der Reichsbahn stattfindet, wohin sich Silbermann gerne flüchtet. Andererseits ist es eine Reise in dessen Kopf. Seine Gedanken überschlagen sich, werden wirr und hindern ihn daran, zu schlafen. Die Eindringlichkeit, mit der Boschwitz dies alles beschreibt, überträgt sich auf den Leser, ob man nun will oder nicht. Über allem liegt eine gewisse Unruhe, Unsicherheit und Angespanntheit, die niemanden kalt lässt. Jede direktere Begegnung mit anderen wird zur möglichen Falle, selten kann Silbermann frei heraus reden, was seine wirren Gedanken zusätzlich befeuert. Sein Zittern überträgt sich auf den Leser, man hofft, man bangt und kann nicht verstehen, wie es einmal so weit kommen konnte.

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  • Was macht einen Menschen aus ?

    Der Reisende

    Lesewunder

    18. February 2018 um 18:08

    Der Roman beginnt am Abend der Kristallnacht. Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann hat sich endlich entschlossen, Nazideutschland zusammen mit seiner arischen Ehefrau zu verlassen. Doch er möchte nicht ohne ausreichende Geldmittel seine Flucht beginnen. Aus diesem Grund will er erst die Rückkehr seines Geschäftspartners und Freundes Findler aus Hamburg abwarten, der dort ein Geschäft für ihn abschließen soll, dass eine erhebliche Summe Geldes bringen soll. Und Silbermann will sein Haus verkaufen. Als er mit dem Spekulanten, der sich Silbermanns Notlage bewusst und daraus seinen Vorteil ziehen will, um den Preis feilscht, klingelt es an der Wohnungstür. Um einer Verhaftung zu entgehen, flieht Silbermann und lässt seine Frau zurück. Er irrt durch das nächtliche Berlin, jederzeit mit einer Verhaftung rechnend, hoffend , dass seiner Frau nichts passiert ist. Telefonisch kann er sie nicht erreichen. Ihren Aufenthaltsort kennt er nicht. Da er sich nicht traut in einem Hotel zu übernachten und ihm Zweifel an der Zuverlässigkeit seines Partners Findler kommen, beschließt er ihm nach Hamburg mit der Bahn nachzufahren. Ohne aber mit Findler gesprochen zu haben - dieser ignoriert ihn - kehrt er nach Berlin zurück. Als Silbermann dort Findler zur rede stellt, muss er bitter erfahren, dass sein Freund ihm nur einen Teil seines Geldes aushändigen will. Enttäuscht und voller Zorn lässt Silbermann es geschehen, da er sich als Jude nicht dagegen wehren kann. er beschließt mit dem Zug Richtung belgischer Grenze zu fahren. im Zug fühlt er sich weniger ausgeliefert und vielleicht schafft er es über die Grenze. Die Flucht scheitert und Silbermann fährt ziellos mit der bahn durch Deutschland. Als ihm im Zug sein Bargeld gestohlen wird, verliert er damit seinen letzten Rest an Sicherheit und Selbstvertrauen. Drei Tage nach der Reichskristallnacht ist Silbermann zurück in seiner Wohnung. Doch er ist nur noch eine Hülle. Er beschließt, seinem Leben ein Ende zu setzen, indem er den Diebstahl seines Geldes anzuzeigen, um so in ein Konzentrationslager zu kommen. Die Behörden halten ihn für verrückt und er landet in einer Nervenheilanstalt. Mich hat die Geschichte stark erschüttert durch die subtile Schilderung der Zerstörung eines Menschen. Die furchtbaren Berichte aus den Konzentrationslagern kennt man, diese sinnlose Zerstörung menschlichen Lebens. Das Buch zeigt sehr eindringlich, dass die Vernichtung schon viel früher beginnt. Nimm einem Menschen seinen Besitz, sein Zuhause, seinen Beruf, isoliere ihn von seinem sozialen Umfeld, erfülle sein tägliches Leben mit Angst und erkläre ihn für vogelfrei. Mit anderen Worten sprich ihm ab, ein Mensch zu sein und du vernichtest ihn. Dies zeigt die Figur des Otto Silbermanns anschaulich und eindrücklich. Und sie zeigt wie erschreckend schnell und leicht es geht und dies mitten im täglichen Leben und nicht irgendwo an einem mystischen Ort des Bösen.

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  • homo homini lupus

    Der Reisende

    ferruccio

    18. February 2018 um 10:58

    Schon das kurze Vorwort hat es in sich. Die Weichen sind gestellt. Der Zug ist ins Rollen gekommen und mitreisen werden Angst, Verzweiflung, Hass und Willkür. Otto Silbermann wird dabei auf der Strecke bleiben. Dem Leser wird nichts erspart. Er geht den ganzen Weg mit ihm. Anständiges Miteinander wird zum immer seltener werdenden gnädigen Abgeben und Dulden. Dankbarkeit und Ducken werden dafür erwartet. Der Leser ist schon ab der ersten Seite höchst alarmiert. Silbermann hingegen weiß sehr lange nicht, was mit ihm geschieht. Das Unheil kommt schleichend. Gedanken, Worte, Taten – geschürt und mit Rechtfertigung gestützt. Zu allen Zeiten ist diese Saat aufgegangen. Verwirrend ist, dass man manche Argumente verstehen kann. Alles sind menschliche Reaktionen, charakterlich gesteuerte Verhaltensweisen. Beide Seiten wollen überleben, nur nicht auffallen. Gleichzeitig ist man schockiert, wie überzeugt jeder ist, genau das richtige zu tun. Beklemmende Realität. Keiner hat etwas gesehen, keiner hat das gewollt. Das geht mich nichts an. Was sollten wir denn machen? Wir würde man selbst in derselben Situation handeln? Wäre man wirklich anders, wenn es um die eigene Sicherheit geht? Wegschauen oder aktiv mittun; beides führt zum gleichen Ergebnis. Nachbarn werden zu Feinden, selbst Freunde zur Bedrohung. Mobbing endet im Massenmord. Schon während des Lesens kann sich seiner selbst nicht mehr sicher sein. Die Mitmenschen von damals unterscheiden sich in Nichts von uns heute. Passivität erzeugt dieselbe Schuld wie aktives Handeln. Rechtfertigungen und Unschuldsbeteuerungen sind wertlos. Anpassung, Stillhalten oder Gleichtun versprechen Rettung und Verschonung. Die Angst und Verzweiflung der anderen können an das eigene Dilemma nie heranreichen. Die dabei offen gelebte Unmenschlichkeit wird zur erschreckenden Normalität. Vielleicht ist es aber gerade dies ein fester Bestandteil menschlichen Handelns ist, das jeder in sich trägt. Diese Erkenntnis zeigt das Schicksal Otto Silbermanns, das stellvertretend für Millionen Menschen steht, nur allzu deutlich. Ich halte die geschilderten Mechanismen keineswegs für ein typisch deutsches Phänomen. Daher stellt die Lektüre für mich der gesamten Menschheit ein sehr schlechtes Zeugnis aus. Erinnerung, Mahnung und Warnung. Denn wenn die Umstände es für einem selbst zu verlangen scheinen, ist der Mensch dem Menschen ein Wolf, kein Mensch. 

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  • Ein Stück bitterer Warheit unserer Geschichte

    Der Reisende

    buchernarr

    17. February 2018 um 23:31

    Ulrich Alexander Boschwitz ertrank im Oktober 1942 als sein Schiff von einem deutschen U-Boot torpediert wurde. Er war damals 27 Jahre alt und kehrte aus Australien nach England zurück wo er als Freiwilliger in den Kriegsdienst eingetreten war. Der Reisende war bislang sein zweiter Roman und letzter Roman. Der Reisende“ spielt im November 1938, am Tag nach der „Reichspogromnacht“ und in den Wochen danach. Otto Silbermann, die Hauptfigur, ist ein jüdischer Geschäftsmann, (Boschwitz selbst war Halbjude) Bis zu dem Zeitpunkt fühlte es sich in Deutschland sicher aber kurz danach ändert sich die Situation schagartig. Sein Geschäftpartner hintergeht ihn, sein Schwager will nichts mehr von ihm wissen und seine Versuche ins Ausland zu flüchtern scheitern. Als dann noch sein ganzes Vermögen, das er in einem Kofferm mit sich trug, gestohlen wird, scheint die Lage aussichtslos zu sein. Ein Porträt eines Mannes der für seine Herkunft hat bitter büssen müssen und uns 80 Jahre später erreicht um uns zu erinnern wie wichtig es ist nicht zu vergessen.

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  • Reisender in schwerer Zeit

    Der Reisende

    Himmelfarb

    War ich in den letzten Jahren absolut begeistert von literarischen Wiederentdeckungen, wie "Mich hungert" von Georg Fink, "Blutsbrüder" von Ernst Haffner und "Schlump" von Hans Herbert Grimm, so ließ mich nun "Der Reisende" von Ulrich Alexander Boschwitz seltsam kalt. Alle oben genannte Bücher stammen von im Dritten Reich verfemten Autoren und waren lange Zeit vergessen, oder erschienen, wie in Boschwitz Fall, nie in Deutschland. Muss man nun per se Bücher und Autoren, denen während der Nazi Zeit Unrecht angetan wurde, toll finden? Ich finde, nein. "Der Reisende" ist bemerkenswert, weil er, schon 1938 im Exil erschienen, schonungslos einen Zeitgeist präsentiert. Die Athmosphäre der Angst, des Unterdrückt - Seins, das Entsetzen, alles zu verlieren und als Mensch geächtet zu sein, das beschreibt Boschwitz aus erster Hand und ganz unmittelbar erfühlbar. Trotzdem mäandert die Geschichte herum und ist über weite Strecken redundant. Otto Silbermann, ein jüdischer Kaufmann, kann gerade noch vor den Nazi Schärgen fliehen, rettet sein Leben und einen kleinen Teil des Vermögens, welches er in bar fortan in einer Aktentasche mit sich trägt. Um einen sicheren Ort zu finden, führt ihn seine Odyssee quer durch Deutschland, immer in Zügen von Ort zu Ort getrieben. Der Leser nimmt Teil an seinen Gedanken, Träumen, Ängsten. Leider wirkt diese Art der Erzählung, über weite Strecken langatmig. Silbermann selbst kommt man als Leser auch nicht wirklich nah. Die übrigen Personen, die wie im Vorübergehen auf - und abtauchen, wirken teilweise leider sehr stereotyp. Man kann "Der Reisende" als interessantes Zeitdokument lesen, eine literarische Offenbahrung ist es nicht.

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    • 2
  • Beklemmendes Werk!

    Der Reisende

    Freizeitleser2

    17. February 2018 um 13:43

    Der junge Autor Ulrich Alexander Boschwitz berichtet aus unmittelbarer zeitlicher Nähe und persönlich betroffen über die Geschehnisse des Zweiten Weltkrieges. Sein Werk "Der Reisende" hat er im Alter von 23 Jahren unmittelbar nach den Novemberpogromen 1938 verfasst. Beklemmend nimmt er den Leser mit auf die Erlebnisse des Juden Otto Silbermanns, der mitansehen muss, wie nach und nach Bekannte und Freunde verhaftet werden und der sich nun selbst auf der Flucht befindet und verzweifelt versucht, Deutschland zu verlassen. Boschwitz' Werk erschien 1939 in England, 1940 in den USA und 1945 in Frankreich. Es ist erstaunlich, dass es so lange brauchte, bis Boschwitz' Werk in Deutschland veröffentlicht wurde. Klare Leseempfehlung!

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  • Gefangen im Zug

    Der Reisende

    buecherwurm1310

    16. February 2018 um 13:44

    Der Kaufmann Otto Silbermann hat die Gefahr nicht kommen sehen, denn er fühlte sich in erster Linie als Deutscher und nicht als Jude. Im Ersten Weltkrieg hat er für die Deutschen gekämpft und bekam sogar das Eiserne Kreuz. Doch als er endlich begriffen hat, was da auf ihn zukommt, versucht er sein Haus zu verkaufen und er macht seinen arischen Prokuristen zum Teilhaber. Sein Sohn ist bereits in Frankreich und soll sich um eine Einreisegenehmigung kümmern. Doch von jetzt auf gleich muss er fliehen, denn die Nazis wollen ihn verhaften. Aber er ist nicht gerettet, denn die Grenzen sind verschlossen und er kann auch nirgendwo unterkommen. Da er eine Aktentasche voll Geld bei sich hat, reist mit der Bahn durchs Land – in immer neuen Zügen. Dabei bleibt ihm nichts anderes, als zu beobachten, was um ihn herum geschieht. Die Angst begleitet ihn Tag für Tag. Der Autor Ulrich Alexander Boschwitz ist bereits im Jahr 1942 verstorben. Diese Ausgabe basiert auf der Erstausgabe von 1938. Was mit Otto Silbermann passiert ist dramatisch. Er hat die Lage vollkommen falsch eingeschätzt, denn wie kann ein angesehener Kaufmann, der sich um Deutschland so verdient gemacht hat, plötzlich verfolgt werden? Dann geht alles sehr schnell. Niemand will sich kompromittieren und sein ehemaliger Angestellt weiß die Gunst der Stunde für seine eigenen Interessen zu nutzen. Auf seiner Reise trifft Silbermann dann auf die unterschiedlichsten Menschen: Nazis und Menschen, die wie er auf der Flucht sind. Er trifft auf schlechte und gute Menschen. Er erlebt also die gesamte Bandbreite der Gesellschaft in  der damaligen Zeit. Dass er keine Chance hat, aus Deutschland herauszukommen und immer aufpassen muss, dass er nicht enttarnt wird, verändert ihn. Er versucht er unter dem Radar der Nazis zu bleiben und passt sich seiner Umgebung immer mehr an. Das Buch bietet keine überraschenden Wendungen, da der Klappentext alles Wesentliche bereits verraten hat. Auch wenn das Buch einige Längen hatte, hat mich die Geschichte des Otto Silbermann dennoch gepackt. Es ist ein verstörendes Zeitdokument – sehr authentisch und überaus beklemmend.

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  • Ein spannenes fiktives Zeitzeugendokument

    Der Reisende

    Silbendrechsler

    15. February 2018 um 20:44

    "Der Reisende" von Ulrich Alexander Boschwitz ist sowohl ein spannender Roman als auch ein besonderes Zeitdokument aus dem Klett-Cotta-Verlag. Von dem ins Exil geretteten Juden Ulrich Alexander Boschwitz zur Zeit in der er spielt geschrieben und von Peter Graf editiert erzählt der Roman die Geschichte des Juden Otto Silbermann, der 1938 in Berlin gerade noch rechtzeitig aus seiner Wohnung fliehen kann um nicht im Zuge der Novemberprogrome verhaftet zu werden. Er war gerade noch ein angesehener und wohlhabender Geschäftsmann, als er sich - zunächst fast ohne Geld - auf der Straße wiederfindet. Er kann nicht mehr nach Hause, und weiß auch sonst nicht wo er hin soll. Er schafft es zumindest einen Teil seines Vermögens wiederzubekommen. Nun ist sein vorrangiges Ziel ins Ausland zu gelangen. Doch das will ihn auch nicht und so folgt eine schier endlose Odyssee mit der Bahn, immer unterwegs, denn nur an Bahnhöfen und unterwegs ist man anonym. Man merkt dem Erzählstil und der Sprache an, dass das Buch ein Originaldokument ist. Zwar handelt es sich um eine fiktive Erzählung aber man erkennt, dass der Autor soetwas selbst miterlebt hat. Wenn jemand heute so einen Roman schreiben wollte würde er ganz anders aussehen, denn niemand würde mehr diese Sicherheit und Gutgläubigkeit, die Silbermann am Anfang noch hat, erfinden können. Auch die Offenheit, mit der er diffamiert und niedergemacht wird, würde sich heute niemand mehr schreiben trauen. Und doch ist es gut - sehr hart und unangenehm natürlich, aber auch gut so etwas zu lesen um wieder wachgerüttelt zu werden und zu erkennen wo auch in unserer Gesellschaft wieder ähnliche Tendenzen erwachsen. Wir müssen alles aufhalten, was in diese Richtung des damaligen Terrors führt und auch alles, was uns davon überzeugen will, dass das damalige Regime vielleicht nicht in allem schlecht war. Solches Gedankengut darf sich heute nicht mehr durchsetzen und solche schlimmen Geschehnisse dürfen sich niemals wiederholen. Dafür müssen besonders wir Deutschen uns einsetzen. Dieser Roman ist ein Erlebnis, nicht einfach zu lesen, aber eine wichtige Lektüre zum Verständnis der Vergangenheit und zur Wachsamkeit in der Zukunft. 

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  • Beeindruckend

    Der Reisende

    Klassikfan

    15. February 2018 um 12:45

    " Der Reisende " von Peter Graf , ist ein Buch, das schon 1938 entstand, jetzt aber wieder neu aufgelegt wurde und beeindruckend ist, ob der Tatsache , dass der Autor erst 23 Jahre alt war, als er es schrieb. Mit viel Liebe zum Detail und einer überzeugenden Sprache beschreibt der Autor die Geschichte des Otto Silbermann, eines Berliner Juden, der versucht, kurz nach den Pogromen das Land zu verlassen. Er zeichnet ein realistisches Bild, wie man mit den Juden zu dieser Zeit verfahren ist, sie nicht nur übervorteilt hat, als sie versuchten ihr Habe zu Geld zu machen ,um das Land verlassen zu können, sondern wie ihnen auch nach und nach ihre Ehre genommen wurde und ihr Recht auf ein menschenwürdiges Leben angesprochen wurde. Freunde wurden zu Feinden, Geschäftspartner zu Kriminellen, wenn es darum ging ihr eigenes Scherflein ins Trockene zu bringen. Die Atmosphäre dieser Zeit wird fühlbar zwischen jeder Zeile dieses Buch, das die Gedanken und Gefühle des Protagonisten widerspiegelt. Es ist schon beachtlich, dass ein so junger Autor diese Zeit so intensiv empfunden hat und dies in eine literarische Geschichte packt, die mich mehr als überzeugt hat. Ein sehr wichtiges Buch, dem ich viele Leser wünsche. 

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