Der Reisende

von Ulrich Alexander Boschwitz 
4,6 Sterne bei92 Bewertungen
Der Reisende
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Positiv (84):
elane_eodains avatar

Themen von Flucht & Heimatlosigkeit - ein Zeitzeugnis, das fast 80 Jahre nach seiner Entstehung nicht an Bedeutsamkeit eingebüßt hat.

Kritisch (1):
KerstinThs avatar

Eine kalte und langatmige Geshcichte, die mich leider nicht berühren und/oder fesseln konnte.

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Inhaltsangabe zu "Der Reisende"

Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst.

Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783608981230
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:304 Seiten
Verlag:Klett-Cotta
Erscheinungsdatum:18.03.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 09.03.2018 bei Der Audio Verlag erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    SomeBodys avatar
    SomeBodyvor 2 Monaten
    Meine Meinung zu "Der Reisende" von Ulrich Alexander Boschwitz

    Anhand des Klappentextes wusste ich im Vorfeld, dass mich auch mit „Der Reisende“ von Ulrich A. Boschwitz wie so oft in letzter Zeit keine leichte Lektüre erwartet. Die Wut, der Hass, das unfassbare Leid der damaligen Zeit sind auch hier in jedem einzelnen Satz deutlich spürbar. Die Flucht des Otto Silbermann quer durch Deutschland konnte mich dennoch nur an sehr wenigen Stellen tatsächlich erreichen. Durchweg blieb mir der Reisende selbst leider eher fremd und vielleicht hat der Autor mit seiner manchmal recht unbeholfenen Einfachheit im Schreibstil diese Distanz auch (unabsichtlich) aufrechterhalten. Thematisch ist es dennoch ein Buch mit unglaublich wichtiger Message und Bilanz!

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    SenfKorn1993s avatar
    SenfKorn1993vor 4 Monaten
    Mehr davon!

    "Der Reisende" wurde als Wiederentdeckung des Jahres von den großen Feuilletons gefeiert und man kann ihnen nur Recht geben.Der Protagonist entwischt seiner Verhaftung und befindet sich danach auf der Flucht durch Nazideutschland. Er reist mit der Bahn an verschiedene Orte und trifft unterwegs immer wieder Bekannte, die ihn entweder abweisen, angreifen und ihn in der Öffentlichkeit diffamieren. Es ist ein sehr bedrückender Roman, der sehr eindrucksvoll zeigt, was mit Menschen in einer Diktatur machen kann und zu was auch Freunde und Familie fähig sind.Der Schreibstil wurde gut vom Editor bearbeitet und übernommen, sodass man keinen Bruch zwischen den beiden Autoren merkt. Insgesamt kann ich den Roman nur jedem empfehlen!

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    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 4 Monaten
    Der Roman sollte Schullektüre werden

    Im Vorwort erfährt der Leser, dass dieser Roman auf Flucht des jüdischen Autors 1938, direkt nach den Pogromen des Hitlerregimes irgendwo in Luxemburg oder Brüssel verfasst wurde. Das Originaltyposkript wurde in den Sechzigern im Exilarchiv in Frankfurt am Main verwahrt.

    »Da sitze ich nun meiner Firma gegenüber, erzürnte sich Silbermann immer mehr, und kann es nicht wagen hineinzugehen. Mir gehört sie! Mir ganz allein! Ich habe sie mir in Jahren harter Arbeit aufgebaut, und jetzt – jetzt ist jeder Lehrling mehr Herr in ihr, als ich es bin!«

    Deutschland im November 1938, Otto Silbermann, Jude, bis dato angesehener Geschäftsmann, erfährt per Telefon, Verwandte sind verhaftet worden. Er verhandelt in diesem Moment über den Verkauf seines Mietshauses, extrem unter Wert verlangt er neunzigtausend vom Findler. Der meint, es seien schlechte Zeiten, bietet dreißigtausend, fünfzehn auf den Tisch, wenn er nicht kauft, zieht der Staat das Haus ein. Man verhandelt. Es klingelt und klopft an der Tür. Auch Silbermann wollen sie holen, Findler bietet nun zehntausend, mehr sei nun nicht mehr drin. Silbermann flieht durch die Hintertür, reist mit der Bahn. Auch sein Geschäftspartner, Nationalsozialist Becker zockt ihn nun ab, nimmt ihm die Firma. Es ist sein Kriegskamerad aus dem Ersten Weltkrieg, den der zum Kompagnon seiner Firma machte. Mit einer Tasche voll Geld kehrt er am nächsten Tag nach Hause zurück. Die Wohnung ist verwüstet. Seine christliche Frau reiste zu ihrem Bruder, ist in Sicherheit. Der Schwager will ihn nicht haben, den Juden. Hauptsache der Frau geht es gut. Telefonate mit dem Sohn in Paris, der versucht seit Monaten Ausreisepapiere zu erhalten, nichts zu machen. Das Haus hat er im letzten Jahr neu anstreichen lassen, hätte er sich sparen können.

    Silbermann reist mit der Bahn durch das Land, er sieht nicht aus wie ein Jude. Die Aktentasche voller Papiere, Besitzurkunden, den Ausweis mit dem aufgestempelten J, achtzigtausend Mark, das Geld, das er retten konnte, ein Koffer voller Kleidung. Doch wo soll er hin? Zunächst in die Bahn, Richtung Belgien. Er hat gehört, dort wird man über die Grenze geschmuggelt. Viel Geld bezahlt, von den belgischen Grenzsoldaten erwischt, zurückgeschickt. Und wieder in die Bahn, dort ist er sicher.

    »›Warum lassen sich die Juden eigentlich alles gefallen?‹, fragte sie ernst. ›Ich meine, warum wehren sie sich nicht? Warum fliehen sie nur?‹
    ›Wenn wir Romantiker wären‹, entgegnete er stolz auf seine Vernunft, ›dann hätten wir die letzten zweitausend Jahre schwerlich überlebt.‹«

    Silbermann sitzt in der Bahn, steigt aus, isst im Restaurant, frühstückt irgendwo, kauft ein neues Billett. So reist er durch kreuz und quer durch das Land, telefoniert mit dem Sohn, nein, noch immer keine Dokumente. Telefoniert, nein, seine Frau ist grade nicht im Haus, vermeldet der Schwager, betont, ihr Obdach zu geben. Und die Frau? Warum ist sie nie zu sprechen? Hat sie sich auch von Silbermann abgewandt? Reicht sie vielleicht schon die Scheidung ein? Reisen macht müde, in der Bahn schläft es sich schlecht. Hotels verlangen Anmeldungen, Ausweise, über die Grenze kommt er auch nicht mehr. Reisen, umsteigen, reisen, in der Bahn ist er sicher, Leute kennenlernen, zuhören, was sie sagen, über die Juden. Demütigungen, Angst, bis in den Wahnsinn. Aber es kommt noch schlimmer.

    »Übrigens denke ich gar nicht mehr. Ich habe es mir abgewöhnt. So erträgt man alles am besten.«

    Ein Buch, das unter die Haut geht, insbesondere, da es von einem jungen Juden 1938 geschrieben wurde, der es bis ins Exil geschafft hat, es trotzdem nicht überlebte. Menschen wird alles genommen, im zweiten Schritt werden sie deportiert, umgebracht, auf Grund der Zugehörigkeit einer Religion. Gestern angesehener Bürger, heute Abschaum. Jeder um Silbermann herum spricht es offen aus, zockt ab. Die Angst um das eigene Leben. Silbermann sieht nicht aus wie ein Jude, aber der alte Freund im Café und lauthals ist der obendrein, schnell weg, bevor man sie zusammen verhaftet. Die Tötung wird nie erwähnt. Aber es ist glasklar im Subtext zu lesen: Wer erst mal im Konzentrationslager sitzt, kommt nie wieder heraus. Der Text entwickelt einen Sog ist spannend, Worte treffen wie Hammerschläge. Ein Roman voll expressiver Dichte, die wohl nur jemand auf der Flucht so treffend formulieren kann. Schullektüre!

    Ulrich Alexander Boschwitz, geboren am 19. April 1915 in Berlin, sein Vater stammte aus einer jüdischen Familie, konvertierte zum Christentum. Die Mutter entstammte einer Lübecker Familie, die bedeutsame Theologen hervorbrachte. Ulrich Boschwitz und seine Mutter Martha Wolgast Boschwitz, eine Malerin, verließen 1935 Deutschland, wahrscheinlich auf Grund der Nürnberger Rassengesetze. Mutter und Sohn emigrieren zunächst nach Schweden, später nach Norwegen, wo Ulrich Boschwitz seinen ersten Roman »Menschen neben dem Leben« verfasste. »Der Reisende« entstand in kurzer Zeit in Luxemburg oder Belgien. Boschwitz beobachtete aus dem Ausland die Pogromen, Plünderungen jüdischer Geschäfte, Brandanschläge auf Synagogen, Verhaftungen und Morde an Juden im November 1938, hatte sicher auch Kontakt mit jenen Leuten, denen die Flucht gelang. 1939 folgte der 27-jährige Boschwitz seiner Mutter ins britische Exil. Aber nach Kriegsbeginn hatte man jüdische Männer in England zu feindlichen Ausländern (»enemy aliens«) erklärt So wurde Boschwitz interniert und auf das von der britischen Regierung gecharterte Passagierschiff M.V. Abosso verfrachtet, das jüdische Exilflüchtlinge nach Australien bringen sollte. Das Schiff wurde 1942 von einem deutschen U-Boot torpediert und sank. Boschwitz Schwester Clarissa verließ bereits 1933 Berlin, lebte in die Schweiz, schloss sich der zionistischen Bewegung an und wanderte später nach Palästina aus. Der Roman erschien bereits 1939 in England, 1940 in den USA und 1945 in Frankreich. Dem Verleger Peter Graf ist es zu verdanken, dass dieses wichtige Werk der deutschen Geschichte nun endlich auch auf Deutsch erscheint.

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    Gisevor 4 Monaten
    Beklemmendes Zeitzeugnis

    Der Berliner Jude Otto Silbermann hat den Zeitpunkt zur Flucht aus Deutschland verpasst, er kann seiner Verhaftung gerade noch entkommen. Sein Hab und Gut hat er bereits verloren, nun will er seine Würde behalten, doch zum Schluss verliert er alles, was er hat.

    Der Autor Ulrich Alexander Boschwitz erzählt teilweise autobiografisch von der systematischen Verfolgung der Juden in Deutschland. Unter dem Eindruck der Geschehnisse der Novemberpogrome 1938 entstand dabei ein beklemmendes Zeitzeugnis, das sich sehr flüssig liest und dabei gleichzeitig erschreckend und berührend ist. Otto Silbermann ist immer in Gefahr, entdeckt zu werden, er muss sich allein zurechtfinden unter Menschen, die ihm teilweise Böses wollen, andere, denen er egal ist, aber auch welchen, die ihm helfen wollen. Seine ausweglose Situation ist dabei sehr überzeugend geschildert.

    Der Sprachstil erinnert daran, dass das Buch bereits 1939 und 1940 in England bzw. Amerika erschienen ist. Das lässt die Erzählung jedoch umso authentischer erscheinen. Beeindruckend ist dabei nicht nur die Geschichte an sich, sondern auch, dass der Autor zum damaligen Zeitpunkt gerade mal 23 Jahre alt war. Von mir gibt es eine unbedingte Leseempfehlung für diese äußerst ungewöhnliche Geschichte.

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    sabatayn76s avatar
    sabatayn76vor 4 Monaten
    ‚Ich habe keine Rechte mehr [...].'

    ‚Ich habe keine Rechte mehr, nur aus Anstand oder aus Gewohnheit tun viele so, als hätte ich noch welche.‘

    Otto Silbermann, ein in Berlin lebender, wohlhabender Kaufmann jüdischer Herkunft, der sich voll und ganz deutsch fühlt und im Ersten Weltkrieg für sein Land gekämpft hat, versucht im November 1938 verzweifelt, Deutschland zu verlassen, doch die Grenzen sind mittlerweile dicht und die Ausreise in ein (noch) sicheres Nachbarland nahezu unmöglich.

    Silbermann, der selbst nicht jüdisch aussieht, ergeht es noch etwas besser als anderen Juden, die offen angefeindet, beschimpft und inhaftiert werden, doch auch Silbermann erlebt mehr und mehr Ausgrenzung und Entrechtung. So muss er erkennen, dass sich (falsche) Freunde bereichern, indem sie sein Hab und Gut billig aufkaufen, er lebt in Angst und Schrecken, wird zu einem Reisenden, der quer durchs Land reist, nirgends zur Ruhe kommt und einen Weg ins Ausland sucht. Silbermann verliert schließlich alles, was ihm lieb und teuer war: sein Geschäft, sein Haus, den Kontakt zu seiner Frau, das Vertrauen in seine Freunde, das Gefühl von Sicherheit und letztendlich auch seine Würde.

    Der Autor Ulrich Alexander Boschwitz hat seinen Roman ab November 1938 verfasst. Er war damals gerade einmal 23 Jahre alt und ist selbst aus dem nationalsozialistischen Deutschland geflohen. Boschwitz starb 1942, als das Passierschiff, auf dem er sich befand und mit dem er sich auf der Rückreise aus einem australischen Camp befand, von einem deutschen U-Boot torpediert wurde.

    Sein Roman ‚Der Reisende‘, der starke auto- bzw. familienbiografische Züge aufweist, ist bereits 1939 auf Englisch erschienen, wurde 2018 erstmals in deutscher Sprache veröffentlicht und stellt ein bedeutendes Zeitdokument der Ereignisse im November 1938 dar, als in Deutschland die Entrechtung der Juden und ihre systematische Verfolgung begann.

    Boschwitz erzählt seine Geschichte in einfacher Sprache, doch auf eingängliche und berührende Weise. Dabei fängt er die Stimmung im Deutschland des Jahres 1938 perfekt ein, lässt den Leser an den Novemberpogromen teilhaben und zeigt auf authentische Weise, wie der Antisemitismus im Land immer expliziter und wie er gesellschaftsfähig wurde. Zudem macht der Autor deutlich, wie ausweglos die Situation für Silbermann war, der stellvertretend für alle Juden im Land ist, denen die Ausreise nicht rechtzeitig geglückt ist bzw. die glaubten, diese wäre unnötig, weil sich die Lage im Land sicher wieder beruhigen wird.

    Der Leser kann diese düstere Stimmung im Land förmlich spüren, nimmt die Ratlosigkeit und das Gefühl des Verlorenseins wahr, das Silbermann auf seiner Reise durch Deutschland begleitet.

    ‚Der Reisende‘ ist eine eindringlich erzählte Geschichte, die faszinierende Einblicke in eine dunkle Epoche deutscher/europäischer Geschichte bietet, die heute leider eine Art Renaissance erlebt, was das Buch zudem sehr aktuell und umso verstörender macht.

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    Buecherseele79s avatar
    Buecherseele79vor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Bewegend, erschreckend realistisch, beruhend auf einer wahren Begebenheit! Auf jeden Fall lesen!
    Ein Reisender auf der Flucht...

    Otto Silbermann ist ein angesehener Kaufmann, glücklich verheiratet und kann sich über sein gutgesittetes Leben nicht
    beschweren.
    Dies ändert sich alles jedoch schlagartig als die Nazis an die Macht kommen und die Juden von Heute auf Morgen
    kein selbstständiges Leben mehr führen dürfen.
    Otto Silbermann versucht nicht nur sein Geschäft gut zu verkaufen sondern auch sein Haus, aber er merkt dass
    Bekannte und Geschäftsfreunde sich plötzlich von ihm abwenden und sich mehr nehmen als ihnen eigentlich zusteht.
    Als dann noch seine Wohnung auf den Kopf gestellt wird kann Otto Silbermann fliehen, sein Glück, er sieht nicht
    wie der von Nazis gewünschte Jude aus und kann sich somit als Deutscher ausgeben.
    Aber wohin?
    Entweder wollen die Menschen nicht helfen oder sie wissen- wenn es auffliegt dass ich einem Juden geholfen habe
    bin ich selbst dran...und somit wird Otto Silbermann ein Reisender mit der Reichsbahn...

    Ein Buch was wahrlich interessant klingt und gerade in der heutigen Zeit wieder wichtiger denn je wird.
    Auch dass es hier um Manuskripte geht die Ulrich Alexander Boschwitz damals zu Papier brachte.
    Einige gingen auf seiner Flucht verloren, andere konnte man finden und seine Familie wollte dass diese Geschichte
    erzählt wird.
    Ich empfehle auch dringend das Vor- und Nachwort von Peter Graf zu lesen da es nochmals Eindrücke zum Autor gibt.
    Der Schreibstil ist eben, wie zu der damaligen Zeit üblich, auch in diesem Buch gefasst, ich persönlich liebe es auch mal
    wieder diesen Stil zu lesen, es ist natürlich nicht so dass man dieses Buch in einem Rutsch durchlesen kann, man muss
    sich schon genauer mit den Sätzen auseinandersetzen, aber in allem bremst es das Lesevergnügen nicht ab.
    Otto Silbermann war mir weitgehend sympathisch, dass er irgendwann einen Punkt erreicht hatte wo er dachte jetzt
    geht nichts mehr, ich werde hier ausgenommen, verhöhnt, beleidigt und denunziert war klar und auch hier konnte ich jede
    Gefühlsregung nachvollziehen und litt mit Otto Silbermann mit.
    Er wird zu einem getriebenen und unruhigen Menschen der nicht mehr weiss wohin er kann, was er mit seinem Leben
    noch mache kann, vor allem, wie lange...seine Frau ist eine Deutsche und findet Zuflucht in ihrer Familie wo Otto aber nicht
    willkommen ist.
    Der Sohn ist schon früher nach Paris geflüchtet aber bekommt kein Reiseantrag dass sein Vater ihm nach Paris folgen kann.
    Somit beschliesst Otto Silbermann eben mit der Bahn zu fahren, er hat genug Geld aus dem Verkauf seiner Firma holen
    können und hier scheint er weitgehend anonym zu sein.
    Auf dieser Reise quer durch das Deutsche Reich erlebt Otto Silbermann viele Gespräche, viele Ansichten und lernt
    Freunde aber auch Feinde kennen.
    Immer auf der Hut, nie einen ruhigen Platz zum verweilen, ein Bett, seine Ruhe, eine gute Mahlzeit, für ihn wird das Überleben
    im Zug zum Hürdenlauf.
    Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen da man mit Otto Silbermann komplett mitfühlen kann, sein getriebenes Wesen,
    von heute auf nachher gesucht, abgestempelt als wertloses Leben welches man verhaften und vernichten kann.
    Es gibt keinen Platz mehr wo ein  Jude noch Ruhe findet, er hat niemanden dem er sich mitteilen kann, der ihn begleitet,
    der ihm zur Seite steht.
    Man wird als Leser selbst ganz unruhig und wünscht sich einen ruhigen Hafen, für sich selbst und ganz klar für Otto
    Silbermann.
    Das Buch hat den Handlungsort Zug und doch geschieht hier viel mehr als manch einer denkt, denn die Leute flüstern,
    brüllen und reden miteinander, Geheimnisse und Neuigkeiten werden ausgetauscht, kurze Verbindungen werden getroffen,
    Leute versteckt, geschützt, verraten.
    In dieser Zeit erfährt nicht nur Otto Silbermann was die Reisenden von den Juden, von den Nazis halten, sondern auch wir
    als Leser und dies macht das Buch, in meinen Augen, zu einem Must Read!
    Von daher kann ich nur eine klare Leseempfehlung aussprechen.

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    Hennies avatar
    Hennievor 5 Monaten
    Ein jüdisches Schicksal

    Ulrich Alexander Boschwitz (Pseudonym John Grane) war ein deutsch-jüdischer Schriftsteller, wurde 1915 in Berlin geboren und starb im Oktober 1942 bei der Überfahrt von Australien nach Europa. Ein deutsches U-Boot torpedierte das britische Passagierschiff Abosso und mit Boschwitz ging auch sein überarbeitetes Manuskript zum Reisenden unter. Das Buch schrieb er als 23jähriger, ein erstaunlich reifes Werk. Nach 80 Jahren des Erscheinens in englischer Sprache übernahm Peter Graf die Überarbeitung des Buches, was nun hier vorliegt.
    Inhalt lt. Klappentext:
    Deutschland im November 1938. Otto Silbermanns Verwandte und Freunde sind verhaftet oder verschwunden. Er selbst versucht, unsichtbar zu bleiben, nimmt Zug um Zug, reist quer durchs Land. Inmitten des Ausnahmezustands. Er beobachtet die Gleichgültigkeit der Masse, das Mitleid einiger Weniger. Und auch die eigene Angst.
    Der jüdische Kaufmann Otto Silbermann, ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft, wird in Folge der Novemberpogrome aus seiner Wohnung vertrieben und um sein Geschäft gebracht. Mit einer Aktentasche voll Geld, das er vor den Häschern des Naziregimes retten konnte, reist er ziellos umher. Zunächst glaubt er noch, ins Ausland fliehen zu können. Sein Versuch, illegal die Grenze zu überqueren, scheitert jedoch. Also nimmt er Zuflucht in der Reichsbahn, verbringt seine Tage in Zügen, auf Bahnsteigen, in Bahnhofsrestaurants. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. Noch nie hat man die Atmosphäre im Deutschland dieser Zeit auf so unmittelbare Weise nachempfinden können. Denn in den Gesprächen, die Silbermann führt und mithört, spiegelt sich eindrücklich die schreckenerregende Lebenswirklichkeit jener Tage.
    Meine Eindrücke:
    Das Buch erzählt von den Novembertagen des Jahres 1938. Es beginnt einen Tag nach der „Reichsprogromnacht“ und führt den Leser mit der Hauptfigur Otto Silbermann durch die Wochen danach. Der jüdische Geschäftsmann wird auf brutale, unwürdige Weisevon einem Moment auf den nächsten aus seinem normalen Alltag gerissen. Verzweifelt versucht er seine menschliche Würde zu bewahren. Es war für mich schrecklich zu lesen, wie er von Angst und Zweifeln geplagt, seine Entscheidungen ständig hinterfragt, wieder verwirft im wirren Wechsel. Ich fühlte mich wie in einem Strudel mit hineingezogen und konnte seine widersprüchlichen Gefühle verstehen. Man muss sich das mal vorstellen: von jetzt auf gleich alles zu verlieren! Er hatte alle Grundlagen eines normalen Lebens eingebüßt, nicht zuletzt seine Heimat. Seine Aktionen mit dem Zug durch Deutschland zu fahren, waren eigentlich von vornherein zum Scheitern verurteilt. Doch wie er sich selbst immer wieder etwas vormacht, seine Lage nicht erkennt, zeigt dieses Zitat:
    "Es sind zu viele Juden im Zug, dachte Silbermann. Dadurch kommen wir alle in Gefahr. Euch anderen habe ich es überhaupt zu verdanken. Wenn ihr nicht wärt, dann könnte ich in Frieden leben. Weil ihr aber seid, falle ich in eure Unglücksgemeinschaft! Ich unterscheide mich durch nichts von anderen Menschen, aber vielleicht seid ihr wirklich anders und ich gehöre nicht zu euch. Ja, wenn ihr nicht wärt, würde man mich nicht verfolgen. Dann könnte ich ein normaler Bürger bleiben. Weil ihr existiert, werde ich mit ausgerottet."

    Fazit:
    „Der Reisende“ ist ein brisantes, sehr bewegendes und ausserordentlich beeindruckendes Buch. Ich empfinde die Geschichte als hochaktuell, anschaulich und informativ und empfehle sie für den Schulunterricht. Mein Dank gilt Peter Graf und dem Verlag für diese aufsehenerregende Wiederentdeckung eines literarischen Zeugnisses der Ereignisse, die dem Holocaust vorangingen! Das Nachwort liefert wichtige Informationen des Herausgebers!

    Ich beurteile dieses Buch mit der Höchstnote.

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    Sigismundvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Nachhaltig beeindruckend und ungewöhnlich
    Nachhaltig beeindruckend und ungewöhnlich

    Nachhaltig beeindruckend und in jeder Weise ungewöhnlich ist der erst kürzlich als Manuskript von 1938 wiederentdeckte und nun 80 Jahre später von Peter Graf in deutscher Erstausgabe überarbeitete, im März beim Verlag Klett-Cotta erschienene Roman „Der Reisende“ von Ulrich Alexander Boschwitz (1915-1942). Ungewöhnlich deshalb, weil Boschwitz, als Halbjude schon seit 1935 im Exil auf der Flucht, diesen eindrucksvollen Roman als 23-Jähriger schrieb. Ungewöhnlich auch, dass dieser Roman schon 1938 direkt nach den Novemberpogromen geschrieben wurde, als noch niemand den Holocaust ahnte. Ungewöhnlich schließlich die Geschichte dieses tiefgründigen Romans, der in England bereits 1939 als „The man who took trains“ veröffentlicht wurde, aber noch nie in Deutschland, obwohl sich bereits Heinrich Böll frühzeitig dafür eingesetzt hatte. Doch in den Fünfzigern wurden Themen wie Judenpogrom und Holocaust abgelehnt. So geriet der Roman in Vergessenheit. Deshalb ist es ein unschätzbarer Verdienst des Herausgebers Peter Graf, sich dieses Textes jetzt angenommen zu haben. Nachhaltig beeindruckend ist dieser Roman deshalb, da der Autor die wenigen Tage der ziellosen Flucht des jüdischen Kaufmanns Otto Silbermann minutiös schildert, dabei auf bedrückende Weise den Alltag und die Gefühlswelt seiner unterschiedlichen Figuren uns miterleben lässt. Während eines Nazi-Überfalls in seiner Berliner Wohnung gelingt es Otto Silbermann zu fliehen, wobei er seine arische Ehefrau zurücklässt, die bei ihrem Bruder in Küstrin Schutz findet. Silbermann steht unvermittelt auf der Straße – ohne Plan, ohne Ziel, mit wenig Geld in der Tasche. Als sich vermeintliche Freunde und Geschäftspartner von ihm abwenden, um ihr eigenes Leben, ihre eigene Karriere nicht zu gefährden oder – noch schlimmer – persönlichen Nutzen aus Silbermanns Notstand zu ziehen, und er sich ängstigt, in Hotels zu nächtigen, kauft er sich das erste Bahnticket. Eine Bahnfahrt folgt auf die andere, kreuz und quer zwischen Hamburg und München, Dortmund und Berlin. Silbermann versucht, als Bahnreisender für die Nazi-Schergen unauffindbar zu sein. Das wirklich Beeindruckende an dem Roman des 23-jährigen Autors sind die Gespräche Silbermanns mit seinen Mitreisenden, früheren Freunden und Geschäftspartnern. Er trifft auf Flüchtlinge und Nazis, auf gute wie auf schlechte Menschen. In diesen Dialogen und vor allem in Silbermanns Selbstgesprächen lässt der Autor uns die Atmosphäre im damaligen Deutschland authentisch nachempfinden. Tragisch wird Silbermanns Situation vor allem, als er in seiner Verzweiflung nicht nur den Nazis, sondern allen anderen Juden die Schuld an seinem Unglück gibt und selbst wie ein Nazi argumentiert: „Ich unterscheide mich durch nichts von anderen Menschen, aber vielleicht seid ihr [Juden] wirklich anders und ich gehöre nicht zu euch. Ja, wenn ihr nicht wärt, würde man mich nicht verfolgen. Dann könnte ich ein normaler Bürger bleiben. Weil ihr existiert, werde ich mit ausgerottet. Dabei haben wir eigentlich gar nichts miteinander zu tun.“

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    lesefreude_books avatar
    lesefreude_bookvor 6 Monaten
    Eine rastlose Reise ohne Ziel

    „Der Reisende“ lässt meinen Puls höher Schlagen. Ständig auf der Flucht und Misstrauen jedem gegenüber. Dieses gehetzt sein spürt man beim Lesen. Ich las immer schneller und schneller und musste mich zu Pausen zwingen. Dies zeigt wie perfekt Ulrich Alexander Boschwitz die Stimmung von Otto Silbermann auf den Leser überträgt.

    Diese ständige Verfolgung ist schrecklich. Während Otto noch zu den Glücklichen gehört, die über ein gewisses Vermögen verfügen, stellt er schnell fest, dass man mit Geld keine Sicherheit kaufen kann.

    Die Menschen haben Angst. Angst vor Juden. Aber noch viel mehr Angst davor was passiert, wenn sie helfen. Welche Auswirkungen hat es wenn sie erwischt werden, wie sie einem Juden helfen?

    Die Situation ist aussichtslos. Menschen werden verfolgt nur weil sie aufgrund einer zu großen Nase als Juden identifiziert werden. Menschen werden verfolgt weil sie Juden sind. Die Schwachsinnigkeit dahinter schreit zum Himmel.

    Gleichzeitig spürt man diese  Hoffnungslosigkeit. Wie hätte man selbst reagiert? Alles riskieren, um einen Fremden zu schützen?

    Deshalb lasst uns unsere Stimme erheben bevor es zu spät ist. Jeden Tag auf Ungerechtigkeiten hinweisen, damit diese nicht zur Normalität werden.

    Selten hat sich die Stimmung eines Charakters so gut auf mich übertragen. Wenngleich es vermessen wäre zu behaupten, diese schrecklichen Gefühle in all ihrer Grausamkeit nachvollziehen zu können. Die Anspannung von Otto Silbermann ging auf mich über. Beinahe ist man froh wenn die Reise bzw. das Buch zu Ende ist und man als Leser endlich wieder durchatmen kann.

    Eine mitreißende Geschichte über einen Juden, der sich seinem Schicksal nicht beugen will. Die verzweifelte Suche nach einem Ausweg und das Packen des letzten Funken Hoffnung. Für „Der Reisende“ gibt es von mir eine absolute Leseempfehlung.

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    KerstinThs avatar
    KerstinThvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Eine kalte und langatmige Geshcichte, die mich leider nicht berühren und/oder fesseln konnte.
    Sehr kalte, langatmige Geschichte

    Deutschland, 9. November 1938. Otto Silbermann ist Jude und arbeitete als Kaufmann. Nachdem seine Wohnung gestürmt wurde und er verhaftet werden sollte, begibt er sich mit seiner Aktentasche und seinem Geld auf die Flucht. Er wird zum Reisenden. Nach einem gescheiterten Fluchtversuch über die Grenze, lebt er von nun an im Zug. Er fährt quer durch Deutschland und trifft auf viele unterschiedliche Menschen – Nazis, Juden, Gute, Schlechte. Doch dann scheint er seinen Verstand zu verlieren.

    Dieser Roman wurde 1938 von dem damals 23-jährigen Ulrich Alexander Boschwitz verfasst. Doch erst in diesem Jahr wurde dieser Roman in Deutschland herausgebracht.

    Leider wurde ich mit diesem Roman nicht warm. Ich habe einen Monat gebraucht um dieses Buch zu beenden. In der Zwischenzeit habe ich sechs weitere Bücher gelesen. Der Schreibstil und die Erzählweise sind sehr kalt und distanziert. Eine wirkliche Handlung gibt es nicht. Es ist eher eine Aufzählung von Begebenheiten und Gesprächen. Es werden zwar die unterschiedlichen Meinungen, die zu dieser Zeit herrschten dargestellt und es werden die Ängste von vielen verdeutlicht. Doch fesseln oder berühren konnte mich dieser Roman leider nicht. Auch Otto Silbermann war mir sehr unsympathisch. Die Geschichte war sehr langatmig und teilweise war ich schon sehr versucht über die Seiten zu springen. Ich hatte mir unter diesem Roman etwas ganz anderes vorgestellt und bin enttäuscht. Daher vergebe ich nur zwei von fünf Sterne. Die vielen positiven Rezensionen kann ich leider nicht verstehen.

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    Pressestimmen

    »"Der Reisende" holt das dokumentierte, massenhafte Leid in den Freiraum der Fiktion, er verbindet das historische Polaroid mit der langen Belichtungszeit des Romanciers.«
    Andreas Kilb, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.02.2018

    »„Der Reisende“ ist in mehrerlei Hinsicht ein Wunder. Wie kann man nur in derart rasendem Tempo einen derart dichten Roman schreiben?«
    Alex Rühle, SZ, 14.2.2018

    »Eine wahnsinnig packende Wiederentdeckung«
    Hildegard Elisabeth Keller, SRF Der Literaturclub, 6. Februar 2018

    »Boschwitz [entwickelt] ein beeindruckendes Panorama deutscher Zeitgenossen, von üblen Nazis bis zu heimlichen Widerständlern. Zudem muss Silbermann bei seinen Irrfahrten durchs Land eine Reihe von Gefahrensituationen überstehen, die den Roman von Seite zu Seite spannender machen. ... Die Wiederentdeckung dieses wichtigen Romans erinnert an Sebastian Haffners „Geschichte eines Deutschen".«
    Martin Doerry, Der Spiegel, 05.02.2018

    »Ulrich Alexander Boschwitz zeigt die Mechanismen der Ausgrenzung, in denen der Massenmord schon angelegt ist, nüchtern und schonungslos.«
    Ulrich Gutmair, taz, 14.03.2018

    »[Bei] "Der Reisende" handelt es sich um das erschütterndste zeitgenössische belletristische Zeugnis, das wir über die Lebenswirklichkeit eines verfolgten Juden in jener schrecklichen Zeit besitzen.«
    Tilmann Krause, Welt, 10.03.2018

    »Die Geschichte, die das Buch erzählt, lässt einen genauso den Atem anhalten wie die Geschichte seines Autors. ... Dieser Roman zeigt, wie das System auch von unten funktionierte, wie sich der »kleine Mann« im Normalfall verhielt, wie der Opportunismus der Mitläufer genau aussah.«
    Helmut Böttiger, Literaturblatt, 02.2018

    »Eines der wichtigsten Bücher des Jahres. ... Der Einblick in die Atmosphäre jener Zeit erschüttert so tief, so unmittelbar, als habe man den Helden selbst begleitet.«
    stern, 02.2018

    »Ein bedrückender Zeitroman [...] eine aufregende literarische Wiederentdeckung.«
    Oliver Pfohlmann, WDR3, 27.02.2018

    »In "Der Reisende" verdichtet Boschwitz die Entfremdungserfahrung zur Extremsituation. ... Zugleich anrührende[s] und verstörende[s] Buch, das uns zur rechten Zeit daran erinnert, was es bedeutet, auf der Flucht zu sein.«
    Andrej Klahn, deutschlandfunk, 13.02.2018

    Die grosse Wiederentdeckung

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