Ulrich Conrady

 3 Sterne bei 1 Bewertungen
Autor von Eltern, entspannt Euch!, Glückskinder und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Ulrich Conrady

Ulrich ConradyEltern, entspannt Euch!
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Eltern, entspannt Euch!
Eltern, entspannt Euch!
 (1)
Erschienen am 23.02.2017
Ulrich ConradyGlückskinder
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Glückskinder
Glückskinder
 (0)
Erschienen am 01.03.2016
Ulrich ConradyAVWF-Neuro-Coaching
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AVWF-Neuro-Coaching
AVWF-Neuro-Coaching
 (0)
Erschienen am 28.06.2011

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Rezension zu "Eltern, entspannt Euch!" von Ulrich Conrady

Erziehen mit Hausverstand …
Sikalvor 2 Jahren

… und Intuition. Wenn wir Eltern und Lehrer genau diese beiden Begriffe in den Fokus stellen, kann sämtliche Literatur über Kindererziehung, Probleme mit Pubertät, Leistungsstress usw. im Regal bleiben. Zumindest wenn es nach dem Autor Ulrich Conrady, Lern- bzw. Neurocouch geht.

Die einzelnen Kapitel sind gut recherchiert und informativ. Er beginnt mit einem Exkurs in die Biologie, spannt den Bogen über Politik und Gesellschaft und zeigt Lösungsansätze, wobei der Fokus auf Musik und Schall liegt.

Während bereits in der Volksschule die Lehrer mit immer mehr überforderten Kindern (und Eltern) kämpfen, der Zappelphilipp zum ADHS-Kind und mit Ritalin ruhig gestellt wird, verzweifeln Eltern mit Schrei-, Problem- und Tyrannenkindern. Doch ist es wirklich so schwer, glückliche Kinder zu haben?

Dass Eltern sich immer schneller im Hamsterrad drehen, um den wachsenden Anforderungen der Gesellschaft gewachsen zu sein, überträgt sich auf die Kinder, die den Elternstress spiegeln. Conrady liefert uns hier eine ausführliche Erklärung über neurologische Reaktionen jedes einzelnen auf seine Umwelt, die Ursache von Stress, die Einwirkung der Stressoren auf unseren Organismus und vieles Weitere. Ein wichtiges Kapitel findet man zum Thema Kommunikation, soziale Netzwerke und einem entscheidenden Unterschied zwischen „lernen“ und „reifen“ bzw. zwischen „selbstständig“ und „allein“. Der Autor appelliert an eine Gesellschaft, in denen es Kindern erlaubt sein muss Fehler zu machen und Gefühle zu zeigen.

Ulrich Conrady setzt auf Geduld, Ruhe und Beziehungsarbeit. Er stellt das familiäre Umfeld als wichtigsten Anker in der Entwicklung des Kindes dar und hat hier in vielen seiner Ansätze bestimmt Recht. Dass hier Eltern, die ihre Kinder bereits früh in eine Kinderbetreuung geben (müssen) hier verurteilt und kritisiert werden, finde ich nicht in Ordnung. Es gibt bestimmt Familien, die ihre Kinder am liebsten gleich nach der Geburt in einen Hort zur Aufbewahrung geben würden, doch ich kenne etliche Mütter, die sich nur schweren Herzens von ihrem Kind trennen, um einer Arbeit nachzugehen. Dieser Ansatz ist mir zu einfach – ja, es ist durchaus möglich, dass Kinder, die frühzeitig ohne regelmäßige Bezugsperson auskommen müssen, sich auf ihrem weiteren Weg nicht zurechtfinden und zu Problemkindern werden, aber das kann doch nicht pauschal angenommen werden. Es gibt durchaus Kinder, die früh allein gelassen wurden und trotzdem ihren Weg machen, einer Ausbildung nachgehen – und zufriedene Ausbildner oder Chefs haben. Dieses Schubladendenken macht mich wütend, denn hier ist jede Situation, jeder Mensch anders und jede Mutter wird wissen, was ihr Kind braucht, wie sie wertvolle Beziehungsarbeit leistet – wenn sie mit Hausverstand und Intuition agiert und im Fokus das Wohlergehen des Kindes steht.

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