Ulrich Dirnagl , Jochen Müller Ich glaub, mich trifft der Schlag

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Inhaltsangabe zu „Ich glaub, mich trifft der Schlag“ von Ulrich Dirnagl

Professor meets Science Slammer: So wurde das Gehirn noch nie erklärt

Das Gehirn ist die Schaltzentrale unseres Körpers, das weiß jedes Kind. Doch wie schafft es diese Wunderbox, dass wir sehen, fühlen, sprechen, denken? Professor Ulrich Dirnagl von der Berliner Charité und Science Slammer Jochen Müller haben sich zusammengetan und erklären die Funktionsweise des Gehirns anhand von sechs neurologischen Krankheiten, unter anderem an Demenz, Schlaganfall und Epilepsie. Denn jede Störung, die im Gehirn auftritt, verrät uns, wie das gesunde Organ funktioniert.

Der Schlaganfall zum Beispiel zeigt, welch großartiges Organisationstalent das Gehirn ist. Wenn bei einer Attacke das Sprachvermögen ausfällt oder der Bewegungsablauf gestört ist, können wir erkennen, wo diese Funktionen im Gehirn verortet sind.

Hirnforschung für alle: Neurologe Ulrich Dirnagl und Science Slammer Jochen Müller erklären unterhaltsam, verständlich und anhand neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse, wie das Gehirn funktioniert und was es jeden Tag für exzellente Arbeit leistet.

Unser Gehirn, das unglaublichste, leistungsstärkste Organ, voller ungeklärter Wunder. Und leider auch sehr anfällig. Wichtig und lesenswert

— Buecherspiegel

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  • Unser Gehirn: zentrale Schaltstelle des Menschen mit Hang zu Fehlfunktionen

    Ich glaub, mich trifft der Schlag

    Buecherspiegel

    18. December 2016 um 18:03

    „Ich glaub, mich trifft der Schlag“ ist nicht nur ein Spruch, den viele bei erschreckenden Ereignissen aussprechen, sondern der Titel eines Buches von Prof. Dr. Ulrich Dirnagl und Dr. Jochen Müller. Der Untertitel gibt dann wieder, was uns inhaltlich erwartet: Warum das Gehirn tut, was es tun soll, oder manchmal auch nicht. Anhand der sechs bekanntesten Erkrankungen des Gehirns, Kopfschmerz und Migräne, Schlaganfall, Epilepsie, Multiple Sklerose, Parkinson sowie Demenz und Alzheimer, erklären die beiden Autoren so einfach wie es ihnen möglich ist, warum unser Gehirn manchmal nicht das tut, was es tun soll. Dabei ist den Hirnforschern eines klar: ohne die Schädigungen gibt es keine Erkenntnisse darüber, wie unser Gehirn funktioniert. Das ist bitter für die Patienten, aber ohne sie gäbe es auch keine Fortschritte beim Verständnis über die Leistungen des Gehirns, der Struktur und der Verbindungen zum übrigen Körper. Und das es nicht einfach ist, all das zu verstehen beziehungsweise verständlich für die Leser zu Papier zu bringen, merkt man dem Buch an. Auch wenn so manche Funktionsweisen der Gehirnareale anhand eines Beispiels erläutert werden, oftmals an der Arbeitsweise einer großen Behörde, so muss sich jeder sehr wohl bewusst sein, ohne ein wenig Gehirnschmalz einzusetzen, klappt es mit dem Verstehen nicht. Im Bezug auf das letzte Kapitel ist das allerdings positiv zu sehen, denn als vorbeugende Maßnahme, oder auch um die Symptome so lange wie möglich herauszuziehen, wird das Erlernen von völlig Neuem vorgeschlagen. Da ist es ja nur positiv, wenn wir uns mit Neuronen, Synapsen, Blut-Hirn-Schranke, Nervenzellen und so weiter einmal intensiv befassen. Beide Autoren ergänzen sich bei den Fragestellungen, Therapiemöglichkeiten und wie der Stand der Forschung bei den einzelnen Teilgebieten ist. Und da ist noch lange nicht Schluss. Mit jeder neuen technischen Möglichkeit ergeben sich wieder weitere Einblicke und Erkenntnisse zu unserem „Mieter im Oberstübchen“. Dirnagl und Müller vergleichen die Suche nach den Ursachen öfter mit einem Thriller. Es gibt viele Spuren, doch nur wenige ergeben einen Sinn und nach langwierigen Forschungen und Experimenten bleibt manchmal nichts davon übrig und es heißt: zurück ins Labor. Dabei forschen weltweit in vielen Laboratorien Menschen rund um die Uhr und sind auf der Suche nach Heilmitteln beziehungsweise Wegen, bestimmte Hirnerkrankungen erst gar nicht entstehen zu lassen. Alle sechs oben genannten Erkrankungen werden ausführlich unter die Lupe genommen, wobei die Autoren versuchen, bereits in der breiten Öffentlichkeit bekannte Sprachregularien aufzugreifen und zu vertiefen. Hilfreich ist das umfassende Glossarium, bei der die Fachbegriffe gut erläutert werden. Und das ist auch notwendig. Was ebenfalls als Ergänzung dient, sind die Übersetzungen aus dem Griechischen oder Lateinischen, mit Bezug zur geschichtlichen Entstehung und Hintergründe dazu. Handelt es sich um erst jüngst entdeckte Areale des Gehirns, so sind die Bezeichnungen nun in englischer Sprache. Professor Dr. Dirnagl wurde erst kürzlich, am 7. November 2016, den Berliner Wissenschaftspreis für seine hervorragenden Leistungen in der Schlaganfallforschung verliehen. Fazit: Wer sich einmal tiefer mit den Ursachen der hier aufgeführten Erkrankungen beschäftigen will, ist hier gut aufgehoben, ein paar mehr eingängige erklärende Zeichnungen wären sich kein Fehler gewesen. Wünschen wir den Forschern viel Glück, dass sie Erfolg bei ihren arbeiten haben werden.Erschienen im Droemer Verlag, 334 Seiten, für 16,99 Euro (D) beziehungsweise 17,50 (A).

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