Ulrich Faure Verpatzte Selbstmorde

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Inhaltsangabe zu „Verpatzte Selbstmorde“ von Ulrich Faure

Auf den Friedhöfen der Weltliteratur wimmelt es nur so von Selbstmördern. Genauer muß man sich umsehen nach gescheiterten Helden, denen auch noch der gewünschte Suizid mißlingt. Zwar sind die Autoren genau wie bei den'echten'Selbstmördern nicht zimperlich, wenn es darum geht, ihren armen Helden das Figurenleben so richtig sauer zu machen. Aber irgendein Hindernis sorgt dann doch immer wieder dafür, daß es nicht zum Äußersten kommt. Unfähigkeit, technische Pannen oder Feigheit lassen diese Helden immer wieder dem Tod von der Schippe springen - und sie fallen dem Autor (hin und wieder auch dem Leser) weiter zur Last. Manche Schriftsteller rächen sich dafür an diesen Figuren, indem sie sie der Lächerlichkeit preisgeben. Und in der Tat: Oft entbehren die Situationen einer mißglückten Selbstentleibung nicht einer gewissen Komik; der Leser amüsiert sich und merkt gar nicht, wie sehr er sich damitzum Kumpan des tötungswütigen Autors macht. Ulrich Faure hat in seiner Anthologie über dreißig Kostproben solch 'amüsanten' Suizidversagens versammelt und dabei herrlich schräge Geschichten zutage gefördert.
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