Ulrich Greiner

 3.9 Sterne bei 23 Bewertungen

Alle Bücher von Ulrich Greiner

Ulrich Greiners Leseverführer

Ulrich Greiners Leseverführer

 (15)
Erschienen am 01.12.2007
Ulrich Greiners Lyrikverführer

Ulrich Greiners Lyrikverführer

 (6)
Erschienen am 15.09.2009
Schamverlust

Schamverlust

 (2)
Erschienen am 07.03.2014
Heimatlos

Heimatlos

 (0)
Erschienen am 18.08.2017
Das Leben und die Dinge

Das Leben und die Dinge

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Erschienen am 16.09.2015
Mitten im Leben

Mitten im Leben

 (0)
Erschienen am 23.10.2000
Schamverlust: Vom Wandel der Gefühlskultur

Schamverlust: Vom Wandel der Gefühlskultur

 (0)
Erschienen am 07.03.2014

Neue Rezensionen zu Ulrich Greiner

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Rezension zu "Ulrich Greiners Leseverführer" von Ulrich Greiner

schwer einzuschätzen
dominonavor 3 Jahren

Streckenweise musste ich lächeln und dann wieder gähnen. Für Literatureinsteiger ist das Buch wohl zu anspruchsvoll, aber wer die meisten Klassiker kennt, könnte sich langweilen. Einige Ausführungen zur Erzählperspektive kann man auch getrost überspringen. Solche Bücher sind aber auch eher dazu gedacht, einzelne Informationen für sich rauszunehmen und eher weniger das Gesamtbild zu sehen.

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Rezension zu "Ulrich Greiners Leseverführer" von Ulrich Greiner

An einer Verführung zum Lesen ist grundsätzlich nichts auszusetzen
textworkervor 4 Jahren

Der Leseverführer ist ein kleiner Ausflug durch die Weiten der literarischen Welt. Vollständigkeit ist nicht zu erwarten. Es ist ein Streifzug durch eine Bibliothek, die sich beliebt erweitern lässt. Erweitert wird dabei aber doch der Horizont des Lesers, sofern ihm die angesprochenen Werke unbekannt sind. Man macht Entdeckungen, keine Frage.

Man kann das Buch als Führer durch die Welt des Lesens verstehen. Die Lesetipps sind für ungeübte Leser durchaus hilfreich. Aber auch längst Bekanntes wird durch Greiners Einschätzung dann mal mit anderen Augen gesehen. Es ist immer gut, andere Perspektiven kennenzulernen. Vom Geschmack des Autors lässt man sich weniger leiten, wenn man selbst ganz andere Leseeindrücke hat. Man darf also auch getrost drüber hinwegsehen. Besonders gut sind die Textstellen aus den angesprochenen Werken, denn sie vermitteln einen ersten Eindruck und machen Lust aufs Weiterlesen.

Ob man sich verführen lässt, vom Leseverführer, hängt vor allem davon ab, ob man nicht doch schon längst seinen eigenen Kopf hat und andere Wege gehen möchte.


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rumble-bees avatar

Rezension zu "Ulrich Greiners Leseverführer" von Ulrich Greiner

Rezension zu "Ulrich Greiners Leseverführer" von Ulrich Greiner
rumble-beevor 9 Jahren

Dies ist nun schon das fünfte Buch, das vom Lesen und von zu lesenden Büchern handelt, welches ich gelesen habe, und somit bekomme ich langsam einen Blick dafür, wie die Autoren so vorgehen und was ihre Schwerpunkte sind. Das ist schon ganz interessant, weil jeder einen anderen Ansatz hat!

Zu eurer Information, die anderen 4 waren:
1) "Bildung" von Dietrich Schwanitz
2) "Bücher" von Christiane Zschirnt
3) "Eine Geschichte des Lesens" von Alberto Manguel und
4) "Lesehunger" von Hanns-Josef Ortheil.

1) und 2) geben eher einen zu lesenden Kanon an, wobei 1) eher kulturhistorisch und geistesgeschichtlich, 2) eher von der Wirkung ausgeht, die die besprochenen Werke hatten. 3) bezieht sich im Wesentlichen auf die Entwicklung des Akts des Lesens und des Buches, 4) wiederum beschreibt das Lesen als solches, als persönliche Sucht mit all ihren Ausprägungen und ganz persönlichen Vorlieben.
***

Ulrich Greiner nun fällt in keine dieser 4 Schubladen. Er hat einen didaktischen Ansatz gewählt und ist somit, zumindest für mich, der erste Autor, der sich wirklich an einen Leser wendet, der RAT SUCHT. Dabei wirkt er weder oberlehrerhaft noch vereinfachend, nein, er hat einen wirklich guten und lesbaren Mittelweg gefunden.

Er behandelt nacheinander in seinen Kapiteln wichtige Fragen, wie z.B. warum liest man Romane überhaupt, was tun Romane mit uns, was ist guter Schreibstil, welche Erzähltricks gibt es, wie wichtig sind Romananfänge, wie wirken verschiedene Typen von Erzählern auf uns, und noch einiges mehr. Besonders schön ist dabei, dass er sich wirklich an den LESER wendet, und nicht nur von eigenen Erfahrungen spricht. Ferner spricht für ihn, dass er etliche Beispiele aus der "schönen Literatur" bringt, und den Leser somit zum aktiven Verstehen und Vergleichen auffordert.

Nach jedem Kapitel folgt eine sogenannte "Pause", ein Absatz also, in dem er kurz gängige praktische Fragen zum Lesen behandelt. Wie wähle ich aus, wovon sollte ich mich leiten lassen, muss ich Bücher zu Ende lesen, die mir nicht gefallen, und anderes. Auch hier zitiert er aus der persönlichen Erfahrung, lässt dem Leser aber die absolute Entscheidungsfreiheit, was er aus diesen Empfehlungen machen will.

Hier liegt auch mein einziger Kritikpunkt an dem Buch: teilweise sind diese "Pausen" schon wieder so entschuldigend und unverbindlich, dass man sie auch hätte weglassen können. Mir persönlich hätte es nichts ausgemacht, hätte Herr Greiner hier deutlicher, auch gerne polemischer, Stellung bezogen! So aber sagt er immer wieder, "das müssen Sie selbst wissen", womit er eigentlich gar nichts sagt.

Na ja, aber ansonsten ist das Buch wirklich gut verständlich, und vor allem unterhaltsam! Und wie er ja auch gleich im sympathischen Vorwort schreibt, zielt er keineswegs darauf ab, eine umfassende Darstellung der Literatur zu geben (es würde sonst auch allzu viel fehlen). Man bekommt aber einen sehr schönen Eindruck, was er so mag, und was nicht - und warum!

Endlich mal ein Leseführer, den man auch uneingeschränkt ungeübten Lesern empfehlen kann! Das war so unterhaltsam, dass ich das Buch bestimmt noch ein zweites Mal lesen werde - irgendwann.

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