Ulrich Grober Der leise Atem der Zukunft

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Inhaltsangabe zu „Der leise Atem der Zukunft“ von Ulrich Grober

Immer mehr Menschen machen sich auf die Suche nach einer »anderen Welt«: vielgestaltig, ohne fertige Lösungen, aber mit gemeinsamen Werten und einer geteilten Vision von nachhaltiger Zukunft. Ulrich Grober hat sich mit ihnen auf den Weg gemacht. Er wandert auf den Spuren von Hauffs Märchen »Das Kalte Herz« durch den Schwarzwald; entwirft einen Abgesang auf die Autostadt in Wolfsburg; meditiert auf Meister Eckharts Sitz im Predigerkloster zu Erfurt. Was ihn interessiert, ist der Aufstieg nachhaltiger Werte im aktuellen Zeitgeist. Sein Buch erzählt vom Hunger nach Entschleunigung, nach Gelassenheit und Empathie, nach Einfachheit und – Sinn.

Ein außergewöhnliches und wunderbares Sachbuch.

— SiriB
SiriB

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    Der leise Atem der Zukunft
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    22. September 2016 um 11:51

    Von insgesamt sechs Wanderungen erzählt der Publizist Ulrich Grober, die er in den letzten Jahren quer durch Deutschland unternommen hat. Ulrich Grober ist bislang mit Veröffentlichungen zum Thema Nachhaltigkeit und Ökologie bekannt geworden und um dieses Themenfeld geht es auch in dem hier vorliegenden Buch. Auf all diesen Wanderungen begab er sich auf die Spur von Menschen und Projekten, die für die wichtigen ökologischen und gesellschaftlichen Problemfelder der Gegenwart Lösungsansätze versprechen.Seine Entdeckungen und Beschreibungen belegen, dass es wirklich möglich ist, eine andere Welt nicht nur zu denken, sondern zu schaffen. Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy sagte dazu: „An stillen Tagen hört man sie atmen“.Auch in Deutschland hat diese Zukunft schon begonnen, die Arbeit an einer nachhaltigeren Welt. Grobers Buch, Reiseberichte, die sein Unterwegssein auch sprachlich abbilden, macht Mut und Hoffnung, eine begründete Hoffnung (docta spes wie Ernst Bloch das nannte), dass es zur fortlaufenden Zerstörung unserer Welt tatsächlich Alternativen gibt, lebenswerte und nachhaltige Alternativen, an denen schon viele Menschen bauen und sich miteinander vernetzen.

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  • Wanderungen in die Zukunft

    Der leise Atem der Zukunft
    SiriB

    SiriB

    27. August 2016 um 21:54

    „Dies ist ein Reisebericht.“, sagt Ulrich Grober seinen Lesern zu Beginn des Buches. Als solcher lässt es sich auch lesen. Leicht und informativ. Ulrich Grober hat sich auf Wanderungen durch Deutschland begeben, in sechs Etappen, verteilt auf mehrere Jahre. Er suchte dabei nicht nur Erholung in der Natur, sondern fahndete vor allem nach gelebten Alternativen und Lösungsansätzen für die drängenden ökologischen und gesellschaftlichen Probleme unserer Zeit. Seine erste Wanderung beginnt im Schwarzwald, auf den Spuren des Waldes und eines bekannten Märchens. „Das kalte Herz“ von Wilhelm Hauff entlarvt auch heute noch die allgegenwärtige „Anatomie der Gier“. Die zweite Etappe führt in die Autostadt Wolfsburg, wo sich ausgerechnet der Wert von Entschleunigung zeigt. Die dritte Wanderung ist eine Zeitreise zu den Quellen. Sie führt von der Mystik des Mittelalters bis zur Antike und befasst sich mit der Gelassenheit, die mit „Lassen“ zu tun hat, mit Stille und mit Grundvertrauen. Danach wandert Ulrich Grober ins Ruhrgebiet, in die Epoche des Bergbaus und der Halden. Eine Inspiration zur Erkenntnis über den Wert der Kreisläufe. Die fünfte Etappe beginnt mit der Betrachtung einer Manganknolle aus der Tiefe des Pazifiks und führt zur Wiederentdeckung der „commons“ oder dem Wert der Gemeingüter. Zur sechsten und letzten Etappe bricht der Autor im Frühjahr 2016 auf. Er wandert vom westfälischen Münster über den Thüriger Wald bis in den Breisgau, zu den „Pionieren des Wandels“ (-) „im Hier und Heute“. Naturverbunden, philosophisch, poetisch, wertschätzend und ganzheitlich lässt Ulrich Grober uns die Wanderungen mit seinen Augen erleben. Er stellt Zusammenhänge her, informiert und macht Netze sichtbar, die überall geknüpft werden. Nachhaltigkeit ist sein Leitmotiv, ebenso, wie Naturverbundenheit und Ethik. Ein Reisebericht der zugleich auch Zustandsbericht ist, der die fatalen Fehler der Vergangenheit aufzeigt, aber auch zu den gegenwärtigen Hoffnungsträgern führt, zu Menschen und ihren Projekten, die in eine „nachhaltige“ Zukunft weisen. Seine ursprüngliche Arbeitshypothese des „weniger ist mehr“ bringt ihn zur zentralen Lebens- und Überlebens-Frage, an der sich alles messen lässt: „In welchen Momenten fühlst Du Dich lebendig?“ Ist also eine andere Welt möglich? Ja, zeigt uns Ulrich Grober. Sie ist bereits im Entstehen! "An stillen Tagen höre man sie atmen", so wie es die indische Schriftstellerin Arundhati Roy einst formuliert hat. Ulrich Grober hat uns die Beweise dafür in seinem Reisebericht vor Augen geführt. Die Arbeit an einer besseren, nachhaltigen Zukunft hat überall in Deutschland schon begonnen. Überall auf der Welt. – Aber, diese andere, lebenswerte Zukunft können wir nur erreichen, wenn wir nicht mehr einem ungebremsten Wachstumsideal den Vorrang geben, sondern der Nachhaltigkeit, dem Wohl der Natur und dem Wohl der nachfolgenden Generationen. Global denken, lokal handeln. Das Motto der Agenda 21 gilt nach wie vor. Ulrich Grobers Buch wirkt ebenfalls nachhaltig. Das merkt der Leser nicht gleich. Zuerst führt die Verknüpfung der vielen aktuellen und vergangenen Schlagworte zu einem großen Themenkomplex eher in eine Art Verwirrung. Die Hinweise auf den Bericht des Club of Rome aus dem Jahr 1973 oder auf das Buch „Selbstbegrenzung“ von Ivan Illich, ebenfalls aus den 70ern, verknüpft mit aktuellen Publikationen und den Gedankennetzen und Sinneseindrücken des Wanderers Grober, setzen Erinnerungen und Bilder im Kopf des Lesers in Gang. Im Laufe des Buches klärt sich der Blick. Das Spiel mit der Sprache, „Modewörter als Meilensteine“ sind durchaus brauchbare „Wegweiser“. Ulrich Grober lässt seine Leser dementsprechend nachdenklich, aber nicht hoffnungslos, zurück. Sein Buch gibt viele Anregungen und befriedigt alle Sinne. Ein außergewöhnliches Buch! Ich bin dem Autor mit Gewinn auf seinen Wanderwegen gefolgt. Ulrich Grober ist Publizist und Autor. Er beschäftigt sich seit Jahren mit den Themen Ökologie und Nachhaltigkeit. Sein Buch „Die Entdeckung der Nachhaltigkeit“ gilt als Standartwerk, ebenso sein Buch „Vom Wandern“.

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