„Das Lächeln der Diesellok“ von Ulrich Heider
Klappentext
„Für Eva und ihren Mann könnte das Leben perfekt sein, wenn da nicht ihre Mutter wäre, die seit Jahren versucht ihre Schlafstörungen mit Medikamenten zu bekämpfen. Als Eva davon erfährt, muss sie feststellen, dass es sich bei dem vermeintlichen Schlafbringer um ein Antidepressivum handelt, durch dessen langjährigen Konsum ihre Mutter abhängig geworden ist. Für Eva ist es klar, dass sie ihrer Mutter helfen will, doch diese verfolgt ihre ganz eigenen Interessen. Es beginnt eine Konfrontation zwischen Ängsten, Macht und Einsamkeit.
Aus der Sicht der Tochter erzählt, beleuchtet „Das Lächeln der Diesellok“ eine vorbelastete Mutter-Tochterbeziehung, in der Selbstschutzmechanismen nicht mehr greifen und sich nach und nach eine Katastrophe anbahnt.“
Fazit
Das Cover des Buches ist schlicht und einfach, wirkt aber durch den schwarzen Hintergrund und die rote Schrift auch etwas bedrohlich. Nach der Lektüre des Buches, wusste ich auch, warum…
Der Schreibstil von Ulrich Heider gefällt mir sehr gut. Klasse fand ich auch die Kapitelüberschriften, in denen die Tage heruntergezählt werden – auf welches Ereignis es hinausläuft, wird allerdings erst sehr spät klar.
Ich konnte mich gut in die einzelnen Charaktere hineinversetzen.
Die Mutter, mit ihren Depressionen, Sorgen, dem Übergewicht und ihrer Einsamkeit. Eva, die Tochter, die sich eine eigene Familie wünscht und doch in ihrer Tochter-Rolle gefangen ist. Der Ehemann, der helfen will, aber dann doch an seine Grenzen stößt.
Das Buch hat mich sehr berührt. Besonders die (scheinbare?) Machtlosigkeit im Angesicht von Sucht und Krankheit sind verstörend.
Dies ist ganz klar keine leichte Sommerlektüre. Dafür aber ein intensives Leseerlebnis für Betroffene und Interessierte.
Vielen Dank, dass ich das Buch im Rahmen der Buchverlosung lesen durfte!





